Nun war es mal wieder so weit: Jemand wollte ganz dringend, dass die Polizei sein Cannabis findet. Beinahe im wöchentlichen Rhythmus berichten wir von Spezialisten, die sich durch Randale, Feuer, Prügeleien oder Ähnliches selbst mit der Polizei in Kontakt bringen und ihre Cannabis-Vorräte oder Aufzuchtanlagen offenbaren – gerne auch im Kilobereich.

 

Heutiger Anwärter ist ein 33-jähriger Frankfurter. Der geriet Donnerstagabend in eine Verkehrskontrolle, wie „Focus Online“ berichtet, und konnte keinen Führerschein vorzeigen. Den Beamten gegenüber gab er an, seinen Führerschein lediglich zu Hause vergessen zu haben. Darauf fuhren die Polizisten mit ihm zur Wohnanschrift.

 

Als der 33-Jährige die Wohnungstür öffnete, drang heftiger Marihuanageruch aus der Wohnung. Dies nahm er zum Anlass, den Polizisten die Tür vor der Nase zuzuschlagen – was diese zum Anlass nahmen, die Tür einzutreten. Im Inneren fand die Polizei dann eine Indoor-Growanlage für Weed und fünf Kilo Cannabis vor. Teile davon versuchte der Mann zuvor noch über den Balkon zum Nachbarn zu werfen. Der Führerschein wurde übrigens trotz gründlicher Hausdurchsuchung nicht gefunden.

 

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Cannabis in Berlin – ist das nicht schon längst legal? Nein, anscheinend nicht: Der Zoll konnte in Britz, Schöneberg und Wannsee drei professionell angelegte Cannabisaufzuchtstationen ausfindig machen. Das ganze hat der Zoll einem Zufall zu verdanken – die Betreiber der drei Cannabisanlagen hatten sich Stecklinge aus Österreich per Post schicken lassen. Laut „BZ Berlin“ wurde eines der bestellten Pakete im September durch die Sortieranlage des Postzustellers beschädigt und so wurde der Inhalt offenbart.

 

Die anschließenden Ermittlungen führten nun am Freitag zum Zugriff. Gegen vier 28 bis 33 Jahre alte Personen wurde Haftbefehl erlassen. An drei verschiedenen Standorten in Berlin wurden die Cannabisanlagen betrieben – die Pflanzen waren noch nicht erntereif und maximal 55 Zentimeter groß. Insgesamt wurden an allen Standorten 2.600 Cannabispflanzen „sichergestellt“, wie es bei der Polizei immer so schön heißt, dazu noch ein lumpiges Kilo Weed. Für die ganze Aktion waren 150 Einsatzkräfte auf den Beinen. Steuerverschwendung vom Feinsten!

Cannabis verkaufen will gelernt sein. Eigentlich gibt es gar nicht so viele Regeln, die man beachten muss – den gesunden Menschenverstand anzuschalten genügt eigentlich schon beinahe. Man kann darauf auch verzichten, muss dann allerdings auch mit den Konsequenzen leben, so wie nun ein 39-jähriger Mann aus Braunschweig.

 

Dieser stellte vergangene Woche Montag sein Auto vor einer Hofeinfahrt ab und blockierte so den Weg für die Anwohner, die daher die Polizei riefen. Da der 39-Jährige nicht in der Nähe war, wurde eine Halter-Abfrage in die Wege geleitet, bei der sich herausstellte, dass der Wagen nicht versichert war.

 

Als die Polizei das Auto daraufhin abschleppen lassen wollte, tauchte der Besitzer plötzlich auf und wollte wegfahren. Von den Polizisten angesprochen, ergriff er plötzlich die Flucht, allerdings erfolglos. Der Grund: sowohl in seiner Tasche als auch im Auto selbst fand sich jeweils eine „nicht geringe Menge“ Marihuana, außerdem noch Amphetamine.

 

Zu den ganzen Unannehmlichkeiten für den 39-Jährigen kam dann auch noch eine Hausdurchsuchung hinzu, bei der Haschisch, Ecstasy und eine größere Menge Bargeld aufgefunden wurden. So endete der Tag für den Braunschweiger dann mit einem Haftbefehl.

Wer kennt es nicht? Schnell das Weed angebaut und dann auf dem Wäscheständer zum Trocknen aufgehängt – doof nur, wenn man sich während des Trockenprozesses derart laut streitet, dass die Nachbarn die Polizei rufen. Auf diese Art und Weise liefern sich übrigens immer wieder Konsumenten, Dealer und Grower selbst ans Messer.

 

Dieses Mal traf es einen 36-jährigen Mann und seine 31-jährige Freundin in Simbach am Inn in Niederbayern. Dienstagabend gegen 20 Uhr wurde die Polizei zu der Wohnung der beiden gerufen, da sie sich lautstark stritten. Nachdem sich die Lage wieder beruhigte, entdeckten die Beamten einen Wäscheständer der speziellen Art: 1,6 Kilogramm Marihuana war dort mit bunten Wäscheklammern zum Trocknen aufgehängt.

 

Wie die „Welt“ berichtete, machten die beiden keinerlei Angaben zur Herkunft des Weeds und wurden nach polizeilichen Maßnahmen der Kripo Passau und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut am Mittwoch wieder auf freien Fuß gesetzt.

Cannabis wird überall in Deutschland angebaut. Auch viele Sorten, die in niederländischen Coffeeshops angeboten werden, kommen aus deutschen Indoor-Anlagen. Dies weiß inzwischen auch ein 56-Jähriger Familienvater aus Würselen, der fünf Jahre lang in einer Lagerhalle in Schönau große Mengen Cannabis angebaut hat.

 

In dieser Zeit soll er mindestens 260 Kilo angebaut haben, für die er Erlöse in Höhe von 650.000 Euro kassiert haben soll. Die Höhe der Erträge bestritt der Mann vor Gericht, da es anfangs einige Probleme beim Grow gegeben haben soll, aber ansonsten räumte er die Vorwürfe ein.

 

Der Vater von drei Söhnen ging sogar noch weiter und verpfiff seinen Partner, einen Holländer, der ihn 2012 angesprochen hatte, ob er in seiner Lagerhalle nicht Cannabis anbauen wolle, um viel Geld zu verdienen, und der die Stecklinge für den Grow besorgte. Die Einkünfte aus dem Projekt teilten sich die beiden. So sitzt der 56-Jährige nun auf 325.000 Euro Schulden, da der Staat diese Summe von ihm einzog.

 

Seinen Partner, dessen genauen Wohnort er nicht mehr kannte, verriet der Mann, indem er mit der Polizei die Strecken in Holland abfuhr, an die er sich von einem einmaligen Besuch bei seinem Partner erinnern konnte. So entdeckte er irgendwann dessen Wohnhaus. Im Gegenzug darf der Mann seine Haftstrafe im offenen Vollzug ableisten. Obwohl verschiedene Medien über den Fall berichteten (beispielsweise die „Kölnische Rundschau“), wurde leider nirgendwo über die Höhe der Haftstrafe berichtet.

Da sitzt man gerade nichts Böses ahnend gemütlich auf dem Wohnzimmersofa, doch plötzlich geht die Türklingel – dein Freund und Helfer steht naserümpfend und neugierig vor der Wohnungstür. Es ist der Alptraum eines jeden Cannabis-Growers: Unzählige Male hat man den Worst Case im Kopf bereits durchgespielt. Wenn es dann aber tatsächlich passiert und die Staatsmacht einem an der Türschwelle Auge in Auge gegenübersteht, knallen bei dem ein oder anderen dann verständlicherweise doch die Sicherungen durch.


So ähnlich geschehen am Montagnachmittag in Braunau am Inn. Alarmiert durch Marihuanageruch, der ihnen aus einem geöffneten Fenster entgegenschlug, suchten die Beamten unverzüglich die entsprechende Wohnung auf und stellten den offensichtlich nervösen Mieter zur Rede. Was dann folgte, lässt an die ein oder andere Kifferkomödie denken: Der bedrängte Grower gab zu, gerade einen Joint geraucht zu haben, nur um sich dann Sekunden später, die Antwort wohl bereits zutiefst bereuend, im Schlafzimmer zu verbarrikadieren. Dort machte sich der 28-jährige in großer Verzweiflung sofort über seine Pflanzen- und Marihuanavorräte her. Wie die Beamten von einem anderen Fenster aus beobachteten, wurde ein Teil des belastenden Materials aus dem Fenster geworfen, ein anderer Teil im Klo heruntergespült und der Rest kurzerhand verspeist.


Trotz größter Anstrengungen blieben immerhin 15 Cannabispflanzen und 120 Gramm Marihuana vor der oralen Vernichtung verschont, allerdings nur, um dann bei der anschließenden Hausdurchsuchung von der Polizei eingesammelt zu werden. Doof gelaufen!

 

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Eine viel gehörte und dennoch oft missachtete Regel besagt, dass man sich lieber in jeder Hinsicht unauffällig verhalten sollte, wenn man in der eigenen Wohnung Cannabis anbaut. Auch Schulden bei unfreundlichen Zeitgenossen sollte man besser nicht haben, wie ein 22-jähriger Mann in Dresden nun gleich doppelt auf die harte Tour lernen musste.

 

Vergangene Woche traten zwei vermutlich eher inoffizielle Geldeintreiber seine Wohnungstür ein, um Außenstände einzutreiben, wie „tag24.de“ berichtet. Obwohl er ihnen 850 Euro aushändigte, bekam er dennoch einen Faustschlag ins Gesicht ab. Die demolierte Wohnungstür „reparierte“ er notdürftig mit Klebeband. Die Konstruktion hielt allerdings nur einige Tage, dann öffnete sich die Tür von selbst und blieb offen. Daraufhin informierten besorgte Nachbarn die Polizei, die zum Nachschauen anrückte: und natürlich – in einem Kleiderschrank fanden sie drei Cannabispflanzen, die dort angebaut wurden.

Die Reutlinger Polizei suchte am Montagabend nach einem 15-jährigen Mädchen, dass als vermisst gemeldet wurde. Im Zuge dessen klingelte die Polizei bei einer Anlaufadresse des Mädchens, bei einer 23-jährigen Reutlingerin und ihrem gleichaltrigen Mitbewohner. In der Wohnung der beiden befand sich nicht nur tatsächlich das vermisste Mädchen, sondern es roch auch stark nach Marihuana, wie die Polizei bemerkte.

 

Und das lag wohl am Marihuana. Denn in der Wohnung befanden sich auch noch ein 17-jähriger Junge und ein 30-Jähriger Mann, wie beim „Schwäbischen Tagblatt“ zu lesen war. Letzterer warf beim Eintreffen der Polizei eine Tasche und einen Rucksack aus dem Fenster, was aber bemerkt wurde. Darin fanden sich über ein Kilogramm Marihuana, mehr als 2.000 Euro und weitere Drogen. Die anschließende Hausdurchsuchung bei dem Mann brachten weitere 100 Gramm Marihuana und eine Indoor-Zuchtanlage für Cannabis zutage.

 

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Vergangene Woche wurde ein 36-jähriger Autofahrer im österreichischen St. Martin im Mühlkreis angehalten und von der Polizei kontrolliert, da er während der Fahrt Bier trank. Ein Drogentest auf der Polizeiwache schlug dann auch neben dem Alkohol-Wert von 0,6 Promille positiv auf Cannabis und Kokain an. Wie „ORF“ berichtete, kam daraufhin der Polizeiarzt, der eine Fahruntauglichkeit feststellte, sodass der Führerschein des 36-Jährigen direkt eingezogen wurde.

 

Ganz unmenschlich ist man bei der Polizei ja aber auch nicht und daher wurde der Mann wieder in den Streifenwagen gesetzt, um ihn zurück zu seinem Wohnsitz zu bringen. Als sich die Polizisten allerdings mit dem 36-Jährigen wieder in den Streifenwagen setzten, kam ihnen starker Marihuanageruch entgegen. Denn sein Marihuana hatte der junge Mann bereits auf dem Hinweg zur Polizeiwache unter dem Rücksitz versteckt. Nach ein, zwei Stündchen im Auto war der Geruch jedoch nicht mehr zu leugnen.

 

Und so ging die Reise dann weiter: Die Polizei wollte daraufhin einmal bei dem Mann daheim nachschauen – und warum auch immer, gestattete dieser die Untersuchung. Dabei wurde noch ein wenig Marihuana, fünf Cannabispflanzen und ein paar Paraphernalien aufgefunden.

Ja, man muss schon ein ordentliches Arschloch sein, um kleinen Jungs auf der Straße ungefragt Weed anzubieten – zumindest wenn man doppelt so alt ist. Doch genau dies ist nun in Mannheim geschehen. Zwei Verdächtige im Alter von 19 und 25 Jahren boten zwei kleinen Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren auf der Straße Marihuana zum Verkauf an.

 

Daraufhin reagierten die beiden Jungs „vorbildlich, pfiffig und geistesgegenwärtig“, wie die Polizei sie anschließend lobte: Die beiden Angesprochenen sagten zu den Weed-Tickern, dass sie sich etwas Bedenkzeit erbeten und gegebenenfalls gleich wieder auf sie zukommen würden. Anschließend riefen sie heimlich die Polizei und machten diese auf die Dealer aufmerksam, die nun eine Anzeige erwartet.

 

In diesem Fall ist dies noch einmal gut gegangen, aber dank der in Deutschland vorherrschenden Prohibition werden vermutlich jeden Tag aufs neue Minderjährige von Straßendealern angesprochen. Eine sofortige Legalisierung von Cannabis würde das Problem des Jugendschutzes weitestgehend hinfällig machen: für Jugendliche in Deutschland ist es derzeit schwieriger, legalen Alkohol zu kaufen als illegale Cannabisprodukte.