Vorgestern auf einer ganz normalen Straße in Indiana hält die Polizei einen 2017er-Ford an, da der Fahrer nicht in der Fahrspur bleibt. Bei der Kontrolle stellen die Cops fest, dass der gesamte SUV vollgepackt mit Marihuana ist – fast 40 Kilo wurden in den Kofferraum gestopft. Gegen den 51-jährigen Fahrer und seinen 42-jährigen Beifahrer wird nun ermittelt.

 

Unklar ist noch, ob das Gras aus Colorado stammt, wo der Fahrer sesshaft ist. Denn das könnte dann ein Indiz dafür sein, dass eventuell eigentlich (in Colorado) legales Cannabis über die Grenzen in amerikanische Bundesstaaten ohne eine Cannabislegalisierung gebracht werden könnte.

 

Die Polizei freute sich jedenfalls über ihren Bust und twitterte ganz aus dem Häuschen ein Foto des einkassierten Autos (siehe Foto oben) und garnierte dieses mit dem flotten Spruch: „Somebody’s 4/20 celebration is canceled“ – ja, danke auch!

Das mag komisch klingen, aber auch beim Indoor-Grow kann einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. So geschehen vergangenen Freitag in West Yorkshire, wo die Polizei eine Plantage mit Pflanzen im Wert von rund 90.000 Euro hochnahm.



Einen Strich durch die Rechnung machte den Growern sozusagen Sturmtief Emma, das zu der Zeit über Großbritannien hinwegfegte und in einigen Regionen bis zu sechzig Zentimeter Schnee mitbrachte. Dadurch fiel den Gesetzeshütern auf, dass auf dem Dach des betroffenen Hauses, in dem sich die Plantage befand, im Gegensatz zu den Häusern in der Nachbarschaft seltsamerweise nur wenig Schnee lag.



Durch die Hitzeentwicklung der Growlampen, die die rund 322 Pflanzen mit ausreichend Licht versorgen sollten, blieb auf dem Hausdach so gut wie kein Schnee liegen. Als die Polizei zudem auf dem Grundstück einen starken Cannabisgeruch witterte, war der Fall klar und das Haus wurde gestürmt.

 

Da dort jedoch niemand angetroffen werden konnte, läuft nun eine Fahndung nach den Mietern, Angaben der Nachbarn zufolge handelt es sich um zwei etwa dreißigjährige Männer.

Glücklich der, der ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter hat und immer auf ihre Unterstützung zählen kann. So auch, zumindest bis vor Kurzem, ein 36-jähriger Mann aus der Steiermark. Dieser hatte hohe Kreditschulden und wollte diese vorzeitig tilgen. Die 57-jährige Mama hätte vermutlich auch gerne mit Geld ausgeholfen, wenn möglich, bot aber stattdessen andere Dienste an: sie stellte ihren Garten und ein Zimmer ihrer Wohnung in Leibnitz zur Verfügung, um dort Marihuana anzubauen.

 

So soll das Mutter-Sohn-Duo laut „heute.at“ innerhalb von drei Jahren 11,3 Kilogramm Weed produziert und teilweise verkauft haben. Dazu bedienten sie sich zweier Sub-Dealer, die das Gras klein-klein im Grazer Stadtpark verkauften. Alle vier Personen wurden nach monatelangen Ermittlungen der Polizei festgenommen, nach Geständnissen aber vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Zudem wurden etwa 20 Abnehmer der Ware ermittelt.

So eine Hausdurchsuchung ist nichts Schönes – erst recht, wenn man in der heimischen Garage 70 Kilogramm Cannabisprodukte lagert. Wie die Kantonspolizei Bern erst jetzt bekanntgab, hatte sie bereits im September 2017 bei einer Hausdurchsuchung in Madiswil rund 70 Kilo Haschisch und Marihuana aufgefunden.

 

Wie etwa die „Aargauer Zeitung“ berichtete, gerieten zwei Männer durch ein anderes Ermittlungsverfahren in den Verdacht, sich als Cannabis-Dealer zu betätigen. Mehrmonatige Ermittlungen bestätigten dies und führten zu der Durchsuchung und der Beschlagnahmung der Ware. Die beiden Männer im Alter von 46 sowie 48 Jahren wurden in Untersuchungshaft genommen und sind geständig beziehungsweise teilweise geständig, in der Region Bern kiloweise Cannabis verkauft zu haben. Inzwischen wurden die beiden wieder aus der U-Haft entlassen und warten auf ihre Verhandlung.

Immer wieder berichten wir von den unmöglichsten Arten, sich selbst mit der Polizei in Zusammenhang zu bringen und Ärger für kleinere oder auch größere Mengen Weed zu bekommen. Interessanterweise werden oft Cannabis-Vorräte oder -Grows bei Personen entdeckt, die sinnlos Dinge aus dem Fenster werfen. Aber auch mangelnde Belüftungsanlagen oder andere Varianten von „Gehirn aus“ sorgen immer wieder für fast schon nicht mehr unfreiwillig zu nennende Weed-Funde.

 

Aber warum so viel Mühe machen und nicht einfach direkt selbst zur Polizei gehen? So geschehen vorgestern in Rostock: ein 43-Jähriger ging zur Polizeiwache und zeigte dort seinen Weed-Dealer an, weil dieser ihm bloß ein Tütchen mit Grünschnitt statt des vereinbarten Marihuanas überreichte. Dafür hatte der 43-Jährige immerhin mit seiner Smartwatch bezahlt.

 

Da die deutsche Polizei sehr gründlich ist, wurde die Anzeige natürlich aufgenommen und gegen den Dealer, von dem allerdings bislang nur der Vorname bekannt ist, wird nun wegen Betrugs ermittelt. Aber auch der Betrogene bekommt nun selbstverständlich seine eigene Ermittlung wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes.

So ziemlich jeden Cannabis-Liebhaber aus Westdeutschland verschlägt es früher oder später mal in die niederländische Grenzstadt Venlo, um die Freuden der Coffeshopkultur zu genießen. Manch ein Schlingel versucht vielleicht sogar mal einen Zwanni über die Grenze zurück nach Deutschland zu schmuggeln, aber was sich am Montag vergangener Woche im Regionalexpress aus Venlo abspielte, ist schon etwas Besonderes. Dort fiel Zöllnern aus Krefeld im vorletzten Abteil eine vermeintlich herrenlose Sporttasche auf. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten in der Tasche zwei Plastiktüten mit brisantem Inhalt: Rund 8.700 Gramm Haschisch. Des Weiteren fanden sich einige Kleidungsstücke in der Tasche, von denen ein paar mit einem auffälligen Firmenlogo bedruckt waren.


Den Zollbeamten fiel beim Blick durch das Abteil ein junger Mann auf, auf dessen Brust ebenfalls das soeben erwähnte Logo prangte. Damit konfrontiert, gab der 28-Jährige gegenüber den Zöllnern zu, dass es sich um seine Sporttasche handele. Die Festnahme und eine Vorladung bei der Staatsanwaltschaft folgten sogleich.


Der Pressesprecher des Hauptzollamtes Krefeld, Rainer Wanzke, ließ sich bezüglich des Falls zu einer merkwürdigen Äußerung hinreißen: „Mit dem sichergestellten Haschisch, das einen Straßenverkaufswert von fast 70.000 Euro aufweist, könnte sich eine einzelne Person über 20 Jahre lang jeden Tag in einen Rausch versetzen.“

Früh übt sich, was später – äh, Marihuana-Grower werden will?

 

Vergangene Woche Mittwoch entdeckte die Polizei in Bensdorf (Potsdam-Mittelmark) im Keller eines schlecht erhaltenen Einfamilienhauses eine professionell angelegte Cannabisplantage, der es an nichts mangelte: Belüftung, Beleuchtung, automatische Bewässerung und elektronische Pflanzenüberwachungstechnik versorgten 239 Cannabispflanzen, wovon 87 erntereif waren.

 

So weit, so gewöhnlich. Das Ungewöhnliche an der Sache war jedoch das Alter des Grow-Betreibers, der nach Angaben der Polizei erst 15 Jahre alt ist. Alt genug, um ordentlich Ärger zu bekommen, ist er damit jedenfalls schon – ein Aufenthalt in einer geschlossenen Einrichtung dürfte ihm unserer Einschätzung nach jedoch erspart bleiben.

Der ein oder andere Cannabiskonsument kennt das Gefühl vielleicht: das war das halbe Gramm zu viel, auf einmal ist die Wahrnehmung nicht mehr fröhlich, sondern eher beängstigend, das Herz schlägt plötzlich so schnell, ist das normal, war das schon immer so, hat da wer geklopft, wer ruft mit unbekannter Nummer an? Hilfe!

 

Okay, viele Konsumenten kennen diese Gefühle auch nicht – und können die folgende Geschichte, die sich so vorgestern in Erfurt zugetragen hat, wohl noch viel weniger nachvollziehen: ein 30-jähriger Mann rief am Montagabend den Notruf und berichtete, zu viel Cannabis konsumiert zu haben, sodass es ihm nun schlecht gehen würde.

 

Neben dem angeforderten Rettungswagen kam natürlich auch die Polizei mit, die bereits im Treppenhaus Cannabisgeruch erschnüffelte und in der Wohnung des Mannes dann auch gleich 110 Gramm Marihuana, einige Cannabispflanzen sowie zwei Schreckschusswaffen entdeckte.

 

Vielleicht hätte der Anrufer es doch lieber mit einem großen Glas Orangensaft und ein paar Folgen seiner favorisierten Sitcom probieren sollen...

Da musste sogar der Innenminister Thüringens anrücken: Im Spind eines Polizeianwärters in der Polizeischule in Meiningen fand sich Cannabis. Drei Männer und eine Frau zwischen 18 und 20 Jahren stehen im Verdacht, Cannabis konsumiert zu haben. Zwei der Verdächtigen haben ihren Dienst bereits quittiert, gegen die beiden anderen läuft ein Diziplinarverfahren, wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sprach mit sämtlichen Schülern der Polizeischule und erklärte: „Wer Polizist werden möchte, kann keine Drogen konsumieren.“

 

 

Ein völlig unbedeutender Schritt im „Kampf gegen die Drogen“, aber ein großes Ärgernis für alle illegal daran Beteiligten: Bereits am Dienstag wurden vom LKA Niedersachsen 180 Kilogramm Marihuana beschlagnahmt. In Zusammenarbeit mit Drogenfahndern aus Montenegro wartete man schon auf eine Großlieferung Weed aus Montenegro, wie die „Neue Presse“ berichtet.

 

So griffen die Beamten zu, als sich der 34-jährige Fahrer eines Sattelzugs und der gleichaltrige Fahrer eines Kleinlasters aus Hannover-Empelde zur Übergabe der Drogen trafen. Zunächst herrschte Verwirrung, als die Polizisten einem leeren Sattelauflieger vorfanden, aber ein Drogenhund interessierte sich sehr für den Tank des Lasters. In eingebauten Hohlräumen fanden die Beamten etwa 160 Kilogramm Marihuana.

 

Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen traten noch einmal 20 weitere Kilogramm zutage. Ein weiterer 39 Jahre alter Mann wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Die drei Beschuldigten wurden alle in Untersuchungshaft genommen.

 

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