Da sitzt man gerade nichts Böses ahnend gemütlich auf dem Wohnzimmersofa, doch plötzlich geht die Türklingel – dein Freund und Helfer steht naserümpfend und neugierig vor der Wohnungstür. Es ist der Alptraum eines jeden Cannabis-Growers: Unzählige Male hat man den Worst Case im Kopf bereits durchgespielt. Wenn es dann aber tatsächlich passiert und die Staatsmacht einem an der Türschwelle Aug in Aug gegenüber steht, knallen bei dem ein oder anderen dann verständlicherweise doch die Sicherungen durch.


So ähnlich geschehen am Montagnachmittag in Braunau am Inn. Alarmiert durch Marihuanageruch, der ihnen aus einem geöffneten Fenster entgegenschlug, suchten die Beamten unverzüglich die entsprechende Wohnung auf und stellten den offensichtlich nervösen Mieter zur Rede. Was dann folgte, lässt an die ein oder andere Kifferkomödie denken: Der bedrängte Grower gab zu, gerade einen Joint geraucht zu haben, nur um sich dann Sekunden später, die Antwort wohl bereits zutiefst bereuend, im Schlafzimmer zu verbarrikadieren. Dort machte sich der 28-jährige in großer Verzweiflung sofort über seine Pflanzen- und Marihuanavorräte her. Wie die Beamten von einem anderen Fenster aus beobachteten, wurde ein Teil des belastenden Materials aus dem Fenster geworfen, ein anderer Teil im Klo heruntergespült und der Rest kurzerhand verspeist.


Trotz größter Anstrengungen blieben immerhin 15 Cannabispflanzen und 120 Gramm Marihuana vor der oralen Vernichtung verschont, allerdings nur, um dann bei der anschließenden Hausdurchsuchung von der Polizei eingesammelt zu werden. Doof gelaufen!

 

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Eine viel gehörte und dennoch oft missachtete Regel besagt, dass man sich lieber in jeder Hinsicht unauffällig verhalten sollte, wenn man in der eigenen Wohnung Cannabis anbaut. Auch Schulden bei unfreundlichen Zeitgenossen sollte man besser nicht haben, wie ein 22-jähriger Mann in Dresden nun gleich doppelt auf die harte Tour lernen musste.

 

Vergangene Woche traten zwei vermutlich eher inoffizielle Geldeintreiber seine Wohnungstür ein, um Außenstände einzutreiben, wie „tag24.de“ berichtet. Obwohl er ihnen 850 Euro aushändigte, bekam er dennoch einen Faustschlag ins Gesicht ab. Die demolierte Wohnungstür „reparierte“ er notdürftig mit Klebeband. Die Konstruktion hielt allerdings nur einige Tage, dann öffnete sich die Tür von selbst und blieb offen. Daraufhin informierten besorgte Nachbarn die Polizei, die zum Nachschauen anrückte: und natürlich – in einem Kleiderschrank fanden sie drei Cannabispflanzen, die dort angebaut wurden.

Die Reutlinger Polizei suchte am Montagabend nach einem 15-jährigen Mädchen, dass als vermisst gemeldet wurde. Im Zuge dessen klingelte die Polizei bei einer Anlaufadresse des Mädchens, bei einer 23-jährigen Reutlingerin und ihrem gleichaltrigen Mitbewohner. In der Wohnung der beiden befand sich nicht nur tatsächlich das vermisste Mädchen, sondern es roch auch stark nach Marihuana, wie die Polizei bemerkte.

 

Und das lag wohl am Marihuana. Denn in der Wohnung befanden sich auch noch ein 17-jähriger Junge und ein 30-Jähriger Mann, wie beim „Schwäbischen Tagblatt“ zu lesen war. Letzterer warf beim Eintreffen der Polizei eine Tasche und einen Rucksack aus dem Fenster, was aber bemerkt wurde. Darin fanden sich über ein Kilogramm Marihuana, mehr als 2.000 Euro und weitere Drogen. Die anschließende Hausdurchsuchung bei dem Mann brachten weitere 100 Gramm Marihuana und eine Indoor-Zuchtanlage für Cannabis zutage.

 

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Vergangene Woche wurde ein 36-jähriger Autofahrer im österreichischen St. Martin im Mühlkreis angehalten und von der Polizei kontrolliert, da er während der Fahrt Bier trank. Ein Drogentest auf der Polizeiwache schlug dann auch neben dem Alkohol-Wert von 0,6 Promille positiv auf Cannabis und Kokain an. Wie „ORF“ berichtete, kam daraufhin der Polizeiarzt, der eine Fahruntauglichkeit feststellte, sodass der Führerschein des 36-Jährigen direkt eingezogen wurde.

 

Ganz unmenschlich ist man bei der Polizei ja aber auch nicht und daher wurde der Mann wieder in den Streifenwagen gesetzt, um ihn zurück zu seinem Wohnsitz zu bringen. Als sich die Polizisten allerdings mit dem 36-Jährigen wieder in den Streifenwagen setzten, kam ihnen starker Marihuanageruch entgegen. Denn sein Marihuana hatte der junge Mann bereits auf dem Hinweg zur Polizeiwache unter dem Rücksitz versteckt. Nach ein, zwei Stündchen im Auto war der Geruch jedoch nicht mehr zu leugnen.

 

Und so ging die Reise dann weiter: Die Polizei wollte daraufhin einmal bei dem Mann daheim nachschauen – und warum auch immer, gestattete dieser die Untersuchung. Dabei wurde noch ein wenig Marihuana, fünf Cannabispflanzen und ein paar Paraphernalien aufgefunden.

Ja, man muss schon ein ordentliches Arschloch sein, um kleinen Jungs auf der Straße ungefragt Weed anzubieten – zumindest wenn man doppelt so alt ist. Doch genau dies ist nun in Mannheim geschehen. Zwei Verdächtige im Alter von 19 und 25 Jahren boten zwei kleinen Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren auf der Straße Marihuana zum Verkauf an.

 

Daraufhin reagierten die beiden Jungs „vorbildlich, pfiffig und geistesgegenwärtig“, wie die Polizei sie anschließend lobte: Die beiden Angesprochenen sagten zu den Weed-Tickern, dass sie sich etwas Bedenkzeit erbeten und gegebenenfalls gleich wieder auf sie zukommen würden. Anschließend riefen sie heimlich die Polizei und machten diese auf die Dealer aufmerksam, die nun eine Anzeige erwartet.

 

In diesem Fall ist dies noch einmal gut gegangen, aber dank der in Deutschland vorherrschenden Prohibition werden vermutlich jeden Tag aufs neue Minderjährige von Straßendealern angesprochen. Eine sofortige Legalisierung von Cannabis würde das Problem des Jugendschutzes weitestgehend hinfällig machen: für Jugendliche in Deutschland ist es derzeit schwieriger, legalen Alkohol zu kaufen als illegale Cannabisprodukte.

Marihuana wird in Deutschland sehr häufig angebaut – sogar holländische Coffeeshops werden teilweise mit deutschen Züchtungen versorgt. Täglich werden von der Polizei Kilos und Cannabiszelte gefunden. Doch seit gestern wird vor dem Arnsberger Landgericht einer der größten Cannabisfunde des Landes verhandelt: und zwar geht es um nicht weniger als 2.500 Kilo Marihuana, die in verschiedenen Lagerhallen angebaut worden sein sollen.

 

Aufgeflogen waren die Beschuldigten durch – wie man es in Versicherungskreisen nennt – höhere Gewalt: Bei einem Hochwasser vor zehn Jahren in Sundern wurde eine Lagerhalle überflutet. Als die Feuerwehr diese inspizierte, stellte sich heraus, dass die ganze Halle allein der Marihuanaproduktion diente. Wie beim „WDR“ zu lesen war, führte dies zur Entdeckung weiterer Cannabisplantagen in ganz Deutschland.

 

Einige der Beschuldigten, die als Helfer und Kuriere eingestuft wurden, sind bereits in früheren Prozessen verurteilt worden. Der gestern gestartete Prozess dreht sich nun vor allem um den Hauptangeklagten, der sich ins Ausland abgesetzt hatte, vergangenes Jahr aber in Kroatien festgenommen wurde.

Unglaublich aber wahr. Bereits das dritte Mal innerhalb von einem Jahr berichten wir davon, dass jemand, der Cannabis anbaut, durch die Polizei erwischt wird, indem er Sachen aus dem Fenster wirft.

 

Vergangenen Juli schmiss ein Spezialist seinen Fernseher aus dem 6. Stock, um seine Cannabisplantage zu offenbaren, im November krakeelte ein Wiener durch seine Straße und warf alles, was gerade zur Hand war, auf die Straße. Ergebnis des anschließenden Polizeibesuchs: Der Fund von 144 Cannabispflanzen und 812 Gramm Marihuana.

 

Gestern morgen gegen zwei Uhr wollte sich wohl auch ein Mann aus Aachen mit den beiden Vollprofis gemein machen – eine bessere Erklärung, warum er mitten in der Nacht eine Glasflasche und einen brennenden Karton aus dem Fenster warf, gibt es bislang nicht.

 

Nachdem ein Nachbar der von Passanten gerufenen Polizei Zugang zum Haus verschaffte, öffnete der Wohnungsinhaber auch nach mehrfachem Klingeln, machte aber keine Angaben zu seiner Fensteraktion. Die Polizei wurde dabei jedenfalls auf „tütenweise geerntetes Cannabis“ sowie mehrere anscheinend selbstgebaute Grow-Kästen aufmerksam.

 

Was die Polizei unter „tütenweise“ Cannabis versteht, kann man sich zusammenreimen, wenn man einen Blick auf das Originalfoto eines der aufgefunden Grow-Kästen wirft (siehe Bild oben). Den Mieter und zwei weitere in der Wohnung anwesende Personen nahm die Polizei vorläufig fest; das Cannabis, mehrere Computer und Datenträger wurden beschlagnahmt. Die Kripo hat die Wohnung versiegelt und Ermittlungen aufgenommen.

Cannabis ist weltweit auf dem Vormarsch. Das macht auch nicht vor Exekutive und Judikative halt – auch nicht in Deutschland. Und so fanden sich nun zwei Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Kiel plötzlich hinter Gittern wieder: Wie „shz.de“ meldete, ließ die Staatsanwaltschaft Itzehoe zwei ihrer Kieler Kollegen nun verhaften, da ihnen vorgeworfen wird, versucht zu haben, aus der Asservatenkammer an ihrem Arbeitsplatz Cannabis im Kilobereich zu entnehmen. Gegen beide beschuldigten Mitarbeiter wurde Haftbefehl aufgrund von Verdunklungsgefahr erlassen.

 

Da die beiden nun in einem deutschen Gefängnis sitzen, dürften sie eigentlich jetzt genug Cannabisquellen zur Verfügung stehen haben – vorausgesetzt die anderen Inhaftierten haben nichts gegen Beschäftigte der Staatsanwaltschaft...

Wer kennt nicht das Problem? Man sitzt auf 30 Kilo Weed und weiß nicht, wie man die heiße Fracht am besten durchs Land transportiert. Na gut, die meisten kennen das Problem wohl nicht – aber wenn es auftaucht, muss man erfinderisch werden! So auch ein 28-jähriger Amerikaner, der in der Stadt Tucson, die an der mexikanischen Grenze liegt, unterwegs war.

 

Getarnt hatte er sich in einem weißen Leichenwagen, sein Weed lag hinten im Sarg. Damit der Marihuana-Geruch bei einer zufälligen Kontrolle übertüncht werden würde, lagerte er noch Mist neben dem Weed. Allerdings hilft das alles nicht, wenn sich der US-Zoll über einen Leichenwagen auf dem Highway wundert und man sich in seinen Aussagen verstrickt: Wie der Zoll twitterte, schlug der herbeigerufene Drogenspürhund direkt an, woraufhin der Weed-Sarg geöffnet wurde.

Blöd gelaufen für einen 22-Jährigen, der sich mit seinem Sitznachbarn im Zug von Nürnberg nach München über Cannabis und Cannabiskonsum austauschte, wie „merkur.de“ meldete: Nicht wissend, dass die Polizei ebenfalls im Zug anwesend war, erschrak der 22-Jährige vielleicht zu heftig, als er die zwei mitreisende Polizisten als solche wahrnahm und äußerte sich dann merkwürdigerweise lauthals dahingehend, dass er die „Taschen voller Joints und Marihuana“ habe.

 

Nun gut: da dieser Vorfall in Bayern spielte, werden viele wieder vermuten, dass dieser Satz fiktiv und eventuell nur im Nachhinein ganz allein in den Ohren der beiden Polizisten erklungen ist. So oder so, der junge Mann wurde untersucht. Dabei fand sich ein Joint und eine Tüte mit Cannabis. Da die Polizei kein Gewicht angab, darf hier von einer minimalen Menge ausgegangen werden. Zudem fand die Polizei auch noch etwas im Gepäck des jungen Mannes, das es wohl auch nur in den Gehirnen der bayrischen Polizei gibt: ein „Drogenbesteck“ für Cannabis. Was das ist und wie man damit sein Weed raucht, wurde von den Profis der bayrischen Polizei allerdings nicht verraten.