Ach ja, die Amis: So sehr sie unter Volltrotteln wie Donald Trump leiden müssen, so sehr beneiden wir sie auf der anderen Seite um ihre Cannabisgesetze der letzten Jahre. In den Bundesstaaten mit legalisiertem Cannabis gehen nicht nur die Verbrechensraten und Krankmeldungen zurück, auch steigen die Steuereinnahmen und das subjektive Wohlbefinden. Und außerdem entstehen viele neue Jobs in der Cannabisbranche: Grower, Verkäufer, Wachmänner – aber den Vogel abgeschossen hat wohl Tony Greenhand, dem wir nicht unbedingt glauben, dass dies tatsächlich sein echter Name ist.

 

 

Frustriert durch seinen ersten selbst gedrehten Joint, besorgte er sich vor vielen Jahren eine Unze (28 Gramm) Marihuana und investierte ein komplettes Wochenende in die Perfektionierung des klassischen konischen Joints, wie er dem US-Portal „vocativ“ berichtete. Das war ihm aber nicht genug und so experimentierte er mit diversen äußerst unüblichen Joint-Formen. Zu seinen ersten Kreationen gehörten ein Raketenschiff, kleine Drachen und die Pfeife von Sherlock Holmes. Einer von Tonys Freunden ermutigte ihn die Pfeife bei „reddit“ hochzuladen – und die Internetuser rasteten aus vor Begeisterung.

 

 

So lud Tony immer mehr von seinen Werken hoch und erschuf immer neuere Modelle, teilweise auch mit immer größeren Mengen enthaltenem Gras. Und sein elektronisches Postfach war auf einmal voll mit Anfragen, diesen oder jenen Joint zu drehen: Eine Geschäftsidee wurde geboren. Und so ist Tony Greenhand inzwischen tatsächlich ein professioneller und hauptberuflicher Joint-Dreher, der den ganzen Tag Joints auf Kundenwunsch anfertigt – angeblich alle rauchbar. Zu seinen Kunden gehören natürlich auch der ein oder andere Rapstar, etwa B-Real von Cypress Hill.

 

 

Wie viel er mit seinem Beruf verdient, verrät er nicht, nur dass es reicht, davon ein gutes Leben zu führen. Sein durchschnittlich veranschlagter Lohn liegt bei 50 Dollar pro Stunde, hinzu kommen natürlich noch die Kosten für das Gras. Das kann aber auch vom Kunden selbst angeliefert werden. Für manche Joint-Skulpturen benötigt er nur eine Stunde, für andere geht auch schon einmal eine ganze Woche drauf. Aufgrund herrschender Gesetze müssen die fertigen Produkte persönlich bei Tony in Oregon abgeholt werden, allerdings besteht auch je nach gewünschter Form die Möglichkeit, dass er die Joints ohne Füllung dreht und der Kunde diesen Schritt selbst übernimmt. So kann er die Hüllen dann auch per Post verschicken.

 

Die nächsten Ziele von Tony? Er wird sehen, was sich ergibt und träumt von einem 5-Kilo-Joint oder einem Joint, der Mike Tyson darstellt, der eine Avocado isst. Wir sind gespannt.

 

Weblink: Instagram-Account von Tony Greenhand

Schaut euch hier das YouTube-Video von den Kollegen von „vocativ“ an:

70 Tage zu Testzwecken im Bett liegen, zocken, lesen, telefonieren – und Gras rauchen – für 18.000 Dollar Lohn? Und das Ganze im Auftrag der NASA, der amerikanischen Raumfahrtsbehörde? Das hört sich fast zu gut an, um wahr zu sein. Seit Anfang des Jahres macht dieses Gerücht auf amerikanischen Cannabis-Seiten die Runde und ist nun auch nach Deutschland geschwappt. Wer würde auch nicht gerne im Auftrag der NASA 70 Tage im Bett liegen und dabei Gras rauchen?

 

Und tatsächlich: Die meisten Punkte dieser Job-Beschreibung stimmen tatsächlich, bloß das wirklich Interessante – die Erlaubnis, rund um die Uhr Gras zu rauchen – ist leider genau das Element, das nicht der Wahrheit entspricht. Die restliche Jobbeschreibung allerdings schon, erste Testreihen dieser Art wurden 2013 und 2015 bereits durchgeführt. Die Testpersonen sollen deswegen 70 Tage ohne es zu verlassen im Bett liegen, damit bestimmte körperliche Reaktionen in Gang gesetzt werden, die so in der Schwerelosigkeit auch auftreten würden. Wermutstropfen der ganzen Angelegenheit: Das Bett hat eine Neigung von sechs Grad in Kopfrichtung.

 

Wer sich nun bei der NASA als Testperson bewerben möchte, kann aber ja die Möglichkeiten ausloten, ob man vielleicht Cannabis-Cookies mit ins Test-Bett schmuggeln kann. Dann sind 18.000 Dollar für 70 Tage dicht im Bett liegen vielleicht doch noch möglich.