Peinlich, peinlicher, CDU: dass die selbsternannten Suchtexperten der CDU/CSU keinerlei Ahnung von Cannabis und Co. haben, wurde schon unzählige Male unter Beweis gestellt – besonders eindrücklich manifestiert durch die Besetzung des Postens der deutschen Drogenbeauftragten durch die Person Marlene Mortler.

 

Doch es geht immer noch peinlicher: Der Berliner Linken-Politiker Niklas Schrader entdeckte im Abgeordnetenhaus eine Anti-Cannabis(?)-Kampagne der Berliner CDU, die auf Postkarten abbildet, wie ein Mensch für den unerhörten Preis von 100 Euro ein paar Gramm Salbei ersteht (siehe Foto über dem Artikel).

 

So viel Ahnung hat die CDU also von Cannabis: gar keine. Sie kann nicht einmal Marihuana von Salbei unterscheiden. Und diese Partei fühlt sich berufen, Millionen von Cannabiskonsumenten ihre sinnlosen Gesetze aufzuzwingen. Bitter! Zusätzlich verhöhnt sie noch alle an sinnvoller Drogenpolitik Interessierten, indem sie das Motiv untertitelt: „In Berlin regiert das Klientelinteresse vor Gemeinwohl“. – Und genau so ist es auch! Denn die Alkohol- und Pharmalobby möchte keine Cannabislegalisierung. Auch wenn die CDU hier irgendetwas anderes zu meinen scheint.

 

Das Traurige an der Sache: diese Partei wird bei der kommenden Bundestagswahl am 24. September vermutlich den größten Teil aller Stimmen abbekommen und weiterhin für die Gesetzgebung hinsichtlich Cannabis zuständig sein. Menschen, die nicht nur keine Ahnung haben, sondern auch keine Besserung für die Gesellschaft und die Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland wollen.

 

Daher wie so oft in den letzten Wochen unsere Bitte: geht am 24. September wählen und wählt irgendwen außer der CDU.

 

Ach ja, unsere Grafik hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, der CDU-Berlin einige Alternativen zur Gestaltung ihrer Postkarten anzubieten...

Wenn es Gefangenen in der Regeln an einem nicht mangelt, dann an Weed und Hasch, um sich den tristen Knastalltag schönzueimern. Da dichte Gefangene in der Regel auch ruhigere Gefangene sind, wird gerne schon einmal weggeschaut. Doch auch im Gefängnis ist das Kiffen illegal und die Wege, wie die Rauchware hereingelangen können, sind begrenzt.

 

Doch die moderne Technik hat eine neue Möglichkeit eröffnet. War der Luftraum bislang nur mit einer Zwille zu überbrücken, können heutzutage Drohnen die gewünschten Pakete viel zielgenauer an den Empfänger bringen. Wie der „Tagesspiegel“ heute berichtet, wurden im vergangenen Jahr mindestens zwei Vorfälle in Berliner Gefängnissen aktenkundig, bei denen es zu einer Cannabislieferung mithilfe von Drohnen kam:

 

In der JVA Moabit fielen 6 Gramm Weed und 11 Gramm Haschisch vom Himmel und in der Frauenhaftanstalt Lichtenberg wurde ein Überflug bemerkt.

Vergangenes Jahr öffnete die Mary Jane Berlin erstmals ihre Pforten und erfreute sich bei den Ausstellern und vielen Tausend Besuchern bester Resonanz. Klar, dass dieses Jahr eine Neuauflage ansteht: Da Cannabis immer mehr zu einem Thema und vor allem auch zu einem Investitionsfeld wird, wundert es nicht, dass die Mary Jane bereits im zweiten Jahr den Standort wechselt, um allen Ausstellern Obdach zu gewähren. Dieses Jahr wird mit etwa 150 Messeständen gerechnet. Mit dabei sind etwa auch Samenbanken und Fachhändler von Cannabissamen, so zum Beispiel das Team von Samenwahl.com. Auch die Besucherzahlen sollen noch einmal einen Zuwachs erfahren – die Messeleitung um Duc Anh Dang geht von bis zu 15.000 Gästen aus, die sich am Wochenende vom 16. bis zum 18. Juni auf dem neuen Messegelände im und ums „Funkhaus Berlin“ an der Mary Jane erfreuen werden. Ein Bus-Shuttle fährt vom Ostkreuz aus im 10-Minuten-Takt zur Messe und von der Stadtmitte aus kann sogar kostenlos die „Mary-Jane-Fähre“ genutzt werden, die direkt am Messegelände andockt.

 

Nicht nur wohlbekannte Firmen und über 20 Start-ups aus Europa, Israel und den USA werden sich auf der Mary Jane präsentierten – auch nationale und internationale Cannabisexperten diverser Fachgebiete werden zum Austausch nach Berlin kommen. An allen drei Messetagen werden Vorträge von Szenebekanntheiten wie dem Chef des Deutschen Hanfverbands, Georg Wurth, unserem Grow-Autor Mr. José oder aber auch des berühmt-berüchtigten Rick Simpson (dem Entdecker des Rick-Simpson-Cannabisöls, von dem er sagt, dass es Krebs heilen könne) und vielen weiteren geboten. Auch abseits der Vorträge wird die sicherlich wie auch bereits vergangenes Jahr angenehme Atmosphäre zu einem Austausch unter allen interessierten Besuchern beitragen.

 

Für unsere Ticket-Verlosung in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin haben wir bereits 5 x 2 Wochenend-Tickets an glückliche Gewinner verlost. Heute hauen wir noch einmal 10 x 1 Ticket raus, die natürlich ebenfalls an allen drei Tagen gültig sind.

 

Um zu gewinnen, müsst ihr uns nur bis spätestens morgen früh um 11 Uhr eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken, in der ihr uns die nachfolgende Preisfrage beantwortet. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahme ab 18 Jahren.)

 

Wie heißt der Grow-Autor von Highway – Das Cannabismagazin, der auf der Mary Jane Berlin einen Vortrag halten wird? Die Antwort findet ihr oben im Text.

 

Alternativ könnt ihr unseren Facebook-Post zur Mary Jane teilen, um an die Karten zu kommen. 5 Tickets gehen an E-Mail-Teilnehmer, 5 Tickets an Facebook-Teiler. Ihr könnt an beiden Verlosungen teilnehmen. Teilnahme ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Die Mary Jane Berlin im Überblick:

Termin: 16. Juni 2017 bis 18. Juni 2017 (11 bis 20 Uhr, Sonntag bis 18 Uhr)

Veranstaltungsort: Berlin, Funkhaus Berlin (Nalepastraße 18)

Preis: Tagesticket 15 Euro, 3-Tagesticket 30 Euro

Website: www.maryjane-berlin.com

Aurora Cannabis Inc. hat bekanntgegeben, dass Aurora sämtliche Geschäftsanteile der Pedanios GmbH erworben hat. Pedanios ist der führende Großhändler, Importeur und Distributor für medizinisches Cannabis, nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union.

 

Pedanios hält alle erforderlichen arzneimittelrechtlichen Zulassungen für den Großhandel und Import von medizinischem Cannabis und anderen Betäubungsmitteln und ist seit Dezember 2015 im Handel mit Medizinalcannabis aktiv.

 

Aurora ist ein lizenzierter Hersteller von Medizinalcannabis in Kanada mit einer Anbaufläche von insgesamt 8.800 Quadratmetern. Derzeit wird eine weitere Produktionsstätte gebaut, die 74.000 Quadratmeter reine Anbaufläche bieten und jährlich über 100.000 Kilogramm Cannabis abwerfen soll.

 

Seitdem in Deutschland das neue Cannabis-Medizin-Gesetz in Kraft trat, haben sich die monatlichen Umsätze von Pedanios überproportional gut entwickelt. Pedanios konnte bereits kurz nach dem Start die Position als Marktführer in Deutschland erobern und verkauft an über 750 Apotheken. Pedanios bietet 10 der 14 für den deutschen Markt zugelassenen Cannabissorten an. Der Kaufpreis betrug 15,7 Millionen Euro, die durch Geld und Aurora-Aktien geleistet wurden.

 

Terry Booth, Geschäftsführer von Aurora, äußerte sich begeistert: „Pedanios ist der Cannabis-Pionier in der EU und hat sich als vertrauenswürdiger und skalierbarer Importeur, Exporteur und Distributor von Medizinalcannabis etabliert. Patienten, Ärzte und Apotheken in ganz Europa erkennen in der Marke Pedanios die Quelle für hochwertiges und unter GMP-Bedingungen angebautes Cannabis für medizinische Zwecke.“

 

Der Geschäftsführer und Mitgründer von Pedanios, Patrick Hoffmann, der mit seinem Kompagnon Florian Holtzapfel weiter bei Pedanios verbleiben wird, freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit Aurora: „Kanada und Deutschland sind die weltweit wichtigsten Märkte für medizinisches Cannabis, und als Pioniere in unseren jeweiligen Ländern sind Aurora und Pedanios jeweils bestens positioniert, um mit innovativen Produkten ihre Kundenbasis zu verbreitern und signifikante Marktanteile zu gewinnen.“

Cannabis kann einfach nicht verdrängt werden. In den etwa 80 Jahren seiner Verbannung und Illegalisierung war es immer und überall verfügbar. Nun ändern die ersten Länder wieder ihre Gesetze und Cannabis wird nach und nach wieder in die westlichen Kulturen integriert. Wenn auch nur mit kleinen Schritten.

 

Große Schritte macht hingegen das internationale Cannabusiness. In allen Ländern dieser Erde, allen voran natürlich in Nordamerika, sprießen die Cannabisfirmen aus dem Boden. Die Geschäftsfelder sind vielfältig: vom Samen über Anbauzubehör zum Anbau selbst. Dann kommen Hersteller diverser Ernte-, Trocken- und Aufbewahrungshilfen ins Spiel, natürlich die Verkaufsstellen und dann die Hersteller von Papers, Pfeifen, Vaporizern.

 

Doch mit dieser „Lieferkette“ ist noch lange nicht jeder Bereich abgedeckt, in dem mit dem Produktfeld Cannabis Geld verdient werden kann. Die Möglichkeiten sind zahlreich und oft auch lohnend. In Deutschland interessiert gerade viele Menschen die Frage, ob sich nun mit dem Anbau von Cannabis für die Apotheken-Ausgabe Geld verdienen lassen kann – beziehungsweise, wie man in naher Zukunft an eine solche Anbaulizenz von der ganz frisch gegründeten Cannabisagentur gelangen kann.

 

Dies ist eins der Themen, dass am 11. und 12. April in Berlin auf der Internationalen Cannabis Business Conferenz – kurz ICBC – besprochen werden wird. Unter dem Titel „Medizinisches Cannabis in Deutschland: Die Regeln für Produzenten, Apotheken und Patienten“ wird Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband die Diskussion dieses Blocks leiten. Dort werden sowohl die Voraussetzungen zur Cannabis-Produktion in Deutschland erläutert als auch auf die Rolle der Produzenten im zukünftigen Zusammenspiel von Apotheken und Patienten eingegangen.

 

Die zweitägige Konferenz im Berliner Maritim Pro Arte Hotel, die auch schon in San Francisco, Vancouver und Hawaii stattfand, bietet an beiden Tagen ein vollgepacktes Programm und die Referenten sind hochklassig: Den meisten Lesern dürfte etwa Tommy Chong, die eine Hälfte des Komiker-Duos Cheech und Chong, ein Begriff sein. Zuletzt berichteten wir im Januar über ihn, als er ein Pfund Marihuana an den „Hollyweed-Guy“ verschenkte.

 

Dann kommt die Cannabisanbau-Legende Ed Rosenthal in Berlin vorbei – Autor diverser Cannabis-Bücher und Autor des einzigen Anbau-Buchs, das jemals von der „New York Times“ besprochen wurde. Doch nicht nur das: Die bekannte Samenbank Sensi Seeds benannte den ebenso bekannten Cannabis-Strain Ed Rosenthal Super Bud nach ihm.

 

Alan Dronkers, der älteste Sohn des Chefs eben dieser Samenbank, wird ebenfalls bei der ICBC als Redner anzutreffen sein. Auch der berühmte Grower Kevin Jodrey aus Humboldt County wird von seinem bewegten Leben an der Spitze des amerikanischen Green Rushs berichten. Ein Artikel über ihn aus der „Washington Post“ gewann sogar den Pulitzer-Preis. Auch der aus Fernsehen und YouTube bekannte Cannabist-Aktivist Steve DeAngelo wird sich zu Wort melden.

 

Aus Deutschland werden auch einige Gäste anzutreffen sein, etwa der vermutlich bekannteste Cannabispatient des Landes, Günter Weiglein, oder auch Deutschlands garantiert bekanntester Cannabis-Arzt, Franjo Grotenhermen.

 

Aber auch die Liste der Referenten, deren Namen einem erst einmal nichts sagen, ist lang und gut aufgestellt. Als Beispiele seien hier noch Dana Rohrabacher, US-Republikaner, der Kalifornien im amerikanischen Kongress vertritt, oder Dr. Ingo Michels, der Leiter der Geschäftsstelle der Drogenbeauftragten beim Bundesministerium für Gesundheit, genannt.

 

Die Vorträge werden übrigens größtenteils auf englisch abgehalten, jedoch stehen Simultandolmetscher über Kopfhörer zur Verfügung. Die deutschen Vorträge werden umgekehrt ebenso ins Englische übersetzt.

 

Am Vorabend der zweitägigen Konferenz findet noch ein VIP-Empfang statt, richtig los geht es dann am Dienstag, den 11. April. Mehr oder weniger im Stundentakt gibt es dann an beiden Tagen von morgens bis abends Vorträge, beispielsweise zu den Themen „Extraktion und Konzentrate“, „Testverfahren und Standardisierung“, „Der Entourage-Effekt von Cannabinoidsäuren“, „Cannabis in den Medien“, „Zielgruppenfindung und Markenentwicklung“, „Sorten, Globalisierung und Patente“, „High-Tech beim Cannabisanbau“ und dergleichen mehr.

 

Karten für die Konferenz sind noch über die Website internationalcbc.com/deutschland/ zu beziehen. Allerdings handelt es sich bei der ICBC tatsächlich um eine reine Business-Konferenz. Dies spiegelt sich auch in den Preisen wieder: Das Ticket inklusive Eintritt zur After-Show-Party am Dienstag kostet 499 Dollar, das Ticket mit Zugang zum VIP-Empfang schlägt mit 649 Dollar zu Buche.

 

Wem das zu teuer ist, der kann sich auf Highway – Das Cannabismagazin verlassen: wir sind vor Ort und berichten euch von den Highlights!

 

ICBC Berlin

Termin: 11. und 12. April 2017 (VIP-Empfang am 10. April)

Öffnungszeiten: jeweils 8.30 bis 17 Uhr, VIP-Empfang am Montagabend

Veranstaltungsort: Maritim Pro Arte Hotel Berlin

Preis: 499 Dollar, inkl. VIP-Empfang 649 Dollar

Website: internationalcbc.com/deutschland/

Berlin legalisiert Marihuana und Haschisch – eine Schlagzeile, auf die viele Millionen Cannabiskonsumenten und Cannabisfreunde schon lange warten. Anfang des Jahres gab es einen ernstgemeinten Vorstoß des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, um Coffeeshops in Görlitzer-Park-Nähe einzurichten, der aber nicht nur an Geldmangel, sondern vor allem natürlich am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) scheiterte.

 

Jetzt, mit neuer Rot-Rot-Grüner Regierung und den frischen News aus Amerika im Rücken, wo nun über 20 Prozent der Bevölkerung legal Weed kaufen können, wird ein neuer Vorstoß durch den Senat gewagt. Geplant werde „ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene“. Also im Grunde etwas Ähnliches, wie schon Anfang 2016 vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erfolglos angeregt.

 

Zwar hätte der Vorstoß des Berliner Senats nun mehr Gewicht als der des Bezirks, sagt der neue Senat, aber ganz im Ernst: warum sollte das BfArM dieses Mal anders entscheiden? Dort vertritt man die Ansicht, Cannabis ist böse, mimimi, und so weiter, lass mal stecken...

 

Ob Rot-Rot-Grün überhaupt daran glaubt, dass es irgendwie funktionieren könnte? Dennoch ist das geplante Modellprojekt einer Mini-Legalisierung natürlich ein lobenswertes Ansinnen, das hoffentlich in irgendeiner Weise zum Erfolg führen wird. Und immerhin besser als nichts: Mit der CDU hätte es solch einen Vorstoß jedenfalls nicht gegeben, die Opposition meckert jetzt schon wegen Gefahren für die Jugendlichen (bei einer Freigabe an Erwachsene)... Wir berichten für euch, sobald wir Neues erfahren.

 

...für weitere News, Entertainment und alles über den Cannabis-Anbau schaut einfach in die neuste Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin, die gerade erschienen und für schlappe 2,30 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich ist.

Weblink: Highway am Kiosk finden

Und so etwas im Jahr 2016! Wir dachten eigentlich, langsam wäre die Zeit des dunklen Cannabis-Mittelalters vorbei, über die sich die Menschen in fünfzig Jahren kaputt lachen werden. Aber nein... die Stadt Berlin verballert weiter sinnlos immense Summen im „Kampf“ gegen die schlimme, böse Droge Cannabis. Als ob es keine anderen Probleme gäbe. Immerhin scheint ja genug Kohle da zu sein, um vergebliche und lächerliche Versuche zu starten, die Berliner Kifferquote zu senken.

 

Auf der einen Seite versucht man es mit möglichst teurer und ineffektiver Verfolgung von Kleinstdealern und Konsumenten auf öffentlichen Flächen. Wie wir in Highway 03/2016 und auch hier auf unserer Website berichteten, gab es im ersten Jahr der sogenannten „Null-Toleranz-Politik“ allein im Görlitzer Park weit über 50.000 Arbeitsstunden für die Kiffer jagende Polizei. Das Ergebnis: 1,1 Gramm Cannabis wurden pro Arbeitsstunde der Polizei konfisziert, die stolze Anzahl von zwölf Dealern wurde in den Knast gesteckt. Tolle Leistung, das hat sich richtig gelohnt!

 

Im gleichen Atemzug der Bekanntgabe der „Null-Toleranz-Politik“ wurde den gemäßigteren Stimmen aber auch eine 500.000 Euro schwere Präventionskampagne versprochen. Und so versucht es Berlin jetzt hintenrum: Für die genannte Summe wurde die Anti-Cannabis-Werbeoffensive „Zu breit?“ ins Leben gerufen. Da angeblich nirgendwo in Deutschland die Jugendlichen so viel und so früh Cannabis konsumieren wie in Berlin, richtet sich die Kampagne vorrangig an Jugendliche. Erklärtes Ziel ist es, diese vom Kiffen abzuhalten oder wenigstens vom Rund-um-die-Uhr-Kiffen. Die Macher der Kampagne sind sich offenbar bewusst, dass die Öffentlichkeit langsam aber sicher bereit für eine Legalisierung ist. Daher richtet sich die Kampagne auf der anderen Seite auch an Erwachsene – also Eltern, Lehrer, Sporttrainer –, da auch Teile dieser Gruppe Cannabiskonsum nicht mehr so problematisch wahrnehmen, wie man es bei der Pharma- und Alkohol-Lobby gerne hätte.

 

Und wofür wurden die 500.000 Euro jetzt verballert? Neben 500 in der Stadt aufgehängten Plakaten ergibt sich auf den ersten Blick dieses Bild: Es wurde die Website www.berlin.de/zu-breit/ ins Leben gerufen. Dort kann man sich Zeichnungen und Zeichentrickfilmchen anschauen, die zeigen, wie Jugendliche versuchen ihre Waschmaschine mittels Fernbedienung zu bedienen oder die versehentlich ihre Katze auf ihr Sandwich schmieren... die typischen Kiffer-Probleme also. Ganz klar. Natürlich kann man sich auch per Chat beraten lassen, falls man Probleme hat. Es gibt genau fünf Stunden pro Woche einen Live-Chat, ansonsten wird eine Antwort innerhalb von 24 Stunden garantiert. Genau das, was man braucht, wenn man ernsthaft Hilfe sucht...

 

Dann gibt es noch den „Fakten-Check“ auf der Website: Dort wird angeblich mit diversen Mythen rund um Cannabis aufgeräumt. So wird dem unbedarften Leser dort gegenüber etwa behauptet, das Gras, was in den 1970er-Jahren geraucht wurde, hätte nichts mehr mit dem heutigen Weed zu tun; Cannabis wäre trotzdem gefährlich, auch wenn es ein Naturprodukt ist – Pilze seien schließlich auch giftig; Cannabis sei überhaupt gar nicht harmloser als Alkohol, auch wenn dies immer wieder behauptet würde; oder, aber, damit auch wirklich jeder Bescheid weiß, wes Geistes Kind man bei „Zu breit?“ ist: „Bei Cannabis kann der Kater sogar noch tagelang anhalten. Man fühlt sich träge und antriebslos, dazu kommen Übelkeit, Gereiztheit, Müdigkeit oder Nervosität. Im Extremfall können auch Halluzinationen und Panikattacken auftreten.

 

Abgerundet wird das Paket durch ein Musikvideo des „Rappers“ Drob Dynamic. Dieser hat ein Musikvideo produziert, in dem er einen normalen Tag im Leben eines Cannabiskonsumenten durchspielt. Das sieht in seiner Vorstellung dann so aus: Vier Stunden verschlafen, dann in einen Scheißhaufen treten, der in seiner Wohnung liegt (!), dann die Zähne mit einer Klobürste putzen (!!), dann Salami mit Schokocreme essen, um festzustellen, dass auch in der Schokocreme Scheiße ist (!!!), dann geht der gemeingefährliche Kiffer natürlich ohne Hose aus dem Haus und läuft gegen eine Laterne. Was einem halt so passiert, wenn man am Abend vorher einen Joint geraucht hat...

 

Wer sich traut, kann das Video nun hier auf unserer Seite ansehen:

Eigentlich ist es kein Grund zur Freude, wenn ehrenwerte Pflanzenfreunde sich bereits das zwanzigste Jahr in Folge treffen (müssen), um für die Legalisierung von Cannabis auf die Straße zu gehen. Denn Gras und Haschisch gehören einfach nicht verboten! Doch so ist nun mal die Gesetzeslage und daher findet im Jahr 2016 bereits zum zwanzigsten Mal die Hanfparade statt. Und natürlich soll auch bei bester Laune gefeiert werden – die Legalisierungsbefürworter können sich immerhin auf trockenes Wetter bei Temperaturen von 20 Grad einstellen, sodass zu hoffen ist, dass die Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich liegen werden: Auf der Facebook-Seite der Hanfparade haben bislang knapp 10.000 Personen ihre Teilnahme bekanntgegeben, fast doppelt so viele zeigen sich interessiert. Nach Veranstalterangaben konnten im vergangenen Jahr auch etwa 10.000 Demonstranten mobilisiert werden.

 

Hanfparade 2014

 

Die Hauptforderungen des Demonstrationszuges (diesjähriges Motto: „Legalisierung liegt in der Luft“) umfassen die gesellschaftliche Akzeptanz für Hanf als Rohstoff, kostenloses Cannabis als Medizin, für alle die es benötigen, sowie die Freigabe von Marihuana und Haschisch als Genussmittel. Gestartet wird die Hanfparade am Samstag, den 13. August um 13 Uhr am Washingtonplatz (neben dem Hauptbahnhof). Zwischen 13 und 14 Uhr gibt es verschiedene kürzere Reden von Cannabisaktivisten, etwa Steffen Geyer, Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband, Frank Tempel von den Linken oder Cannabis-YouTuber Danny-Ralph Cäsar („Mein Leben mit Cannabis“). Um 14 Uhr startet dann der Demonstrationszug, ein Zwischenstopp wird vor dem Bundesministerium für Gesundheit eingelegt, wo Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ihren Sitz hat.

 

Um 16 Uhr endet der Zug dann am Roten Rathaus in der Spandauer Straße (Alexanderplatz), wo die Abschlusskundgebung abgehalten und die große Leafly-Bühne eröffnet wird. Das amerikanische Unternehmen wagt sich erstmals auf einen anderen Kontinent (Highway berichtete) und kann hoffentlich von einem stärkeren Engagement in Deutschland überzeugt werden. Die Bühne wird auch für musikalische Untermalung (etwa von Eko Fresh oder Ganjaman) genutzt und in den Abendstunden wird die Veranstaltung immer mehr Festivalcharakter annehmen und sich auf verschiedene Afterparties verteilen.

 

Highway wird natürlich für euch vor Ort sein und berichten!

 

Hanfparade

Termin: 13. September 2016, 13 Uhr

Veranstaltungsort: Berlin, Washingtonplatz (neben dem Hauptbahnhof)

Preis: kostenlos

Website: www.hanfpara.de

Nur noch eine Woche, dann öffnen die Pforten der ersten Berliner Cannabismesse seit über zehn Jahren. Die „Mary Jane Berlin“ findet vom 27. bis 29. Mai im Berliner Postbahnhof am Ostbahnhof statt. An drei Tagen wird auf der Messe über alle Facetten der Cannabispflanze informiert, etwa einhundert Aussteller aus den verschiedensten Bereichen präsentieren sich zu diesem Zweck.

 

Viele der Messestände kommen aus den unmittelbaren Bereichen rund um Cannabis, sozusagen eine Auswahl der verschiedenen Unternehmen, deren Produkte in Head- und Growshops vertreten sind. Erfreulicherweise hat sich sogar eine Handvoll Samenbanken (zum Beispiel Barney’s Farm und Royal Queen Seeds) angekündigt – und das, obwohl sie in Berlin ihre Waren nur in der Theorie präsentieren dürfen, denn die Samen, aus denen später Cannabis gewonnen werden kann, sind in Deutschland nach wie vor illegal.

 

Aber auch aus dem medizinischen und dem aufstrebenden CBD-Bereich sind viele Aussteller auf der Messe anzutreffen. Neben diversen Medienvertretern sind außerdem auch verschiedene Organisationen auf der Mary Jane zugegen: Für Hanfparade und den Deutschen Hanfverband ist das Ganze natürlich ein Heimspiel, was man von der Wiener Hemp Embassy nicht gerade behaupten kann – um so schöner, dass sich die Hanfbotschaft auch in Berlin präsentiert. Weitere Aussteller aus diesem Bereich sind beispielsweise der Cannabis Social Club Plauen, die Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin oder die Grüne Hilfe, die seit über zwanzig Jahren bei rechtlichen Problemen weiterhilft.

 

Über die drei Tage des Messewochenendes verteilt finden mehr als zwanzig Vorträge und Redebeiträge zu allen Bereichen des Konsums und Anbaus von Cannabis statt. Unter anderem spricht „Deutschlands härtester Jugendrichter“ Andreas Müller über die Kriminalisierung, Deutschlands bekanntester Ethnopharmakologe Christian Rätsch über Hanf in der Ethnomedizin, Deutschlands umtriebigster Cannabismediziner Franjo Grotenhermen über die Wirkung von Cannabis als Medizin und Deutschlands beliebtester Grow-Autor Mr. José über die Vor- und Nachteile automatischer Bewässerungssysteme.

 

So wie es aussieht, scheint die Cannabismesse mitten in Berlin ein großer Erfolg zu werden. Aussteller sind reichlich vertreten und es darf auch mit einem relativ großen Besucheransturm gerechnet werden. Über Facebook haben sich bereits 5.000 Besucher angekündigt und mehr als 15.000 interessiert an der Veranstaltung gezeigt. Highway wird natürlich an allen drei Tagen auf unserer Website und unserer Facebook-Seite live von der Messe berichten!

 

Mary Jane Berlin

Termin: 27. Mai 2016 bis 29. Mai 2016

Veranstaltungsort: Berlin, Postbahnhof im Ostbahnhof

Preis: Tagesticket 10 Euro im Vorverkauf, 15 Euro regulär; 3-Tagesticket 20 Euro im Vorverkauf, 30 Euro regulär

Website: www.maryjane-berlin.com

Ende Mai findet in Berlin die deutsche Cannabismesse Mary Jane Berlin statt und es wird mit vielen Besuchern gerechnet. Nun hat die Messeleitung bekannt geben, dass die Messe vonseiten der Aussteller komplett ausgebucht worden ist. Die Cannabismesse in der deutschen Bundeshauptstadt findet am Wochenende vom 27. bis zum 29. Mai statt und informiert über alles Wissenswerte zu Cannabis, Hanf, CBD, Headshop-Utensilien oder Zubehör zur Pflanzenzucht.

 

Bis im vergangenen Jahr die Münchner Cannabis XXL erstmals ihre Pforten öffnete, gab es über zehn Jahre keine deutsche Cannabismesse. Umso erstaunter die Reaktionen, als eine weitere deutsche Messe – die Mary Jane Berlin – angekündigt wurde. Doch inzwischen sieht es so aus, als hätte diese Messe das Potential, ein großer Erfolg zu werden. Die Meldung, dass das Messegelände am Postbahnhof im Ostbahnhof nun ausgebucht ist, bestätigt diesen Eindruck.

 

Es haben sich zahlreiche nationale Hersteller, Händler und Szenegrößen angekündigt. Aber auch aus den umliegenden Ländern kommen viele Aussteller und Referenten. Beispielsweise reist aus den Niederlanden Advanced Hydroponics an, Bushplanet macht sich aus Österreich auf den Weg und Mr. José stattet der Hauptstadt einen Besuch aus Tschechien ab. Sogar Samenbanken wie Barney’s Farm und Dinafem sind mit von der Partie, auch wenn diese in Deutschland aufgrund der Gesetzeslage nicht wie aus anderen Ländern gewohnt ihre Ware verschenken und verkaufen können.

 

Mary Jane Berlin

Termin: 27. Mai 2016 bis 29. Mai 2016

Veranstaltungsort: Berlin, Postbahnhof im Ostbahnhof

Preis: Tagesticket 10 Euro im Vorverkauf, 15 Euro regulär; 3-Tagesticket 20 Euro im Vorverkauf, 30 Euro regulär

Website: www.maryjane-berlin.com

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (an jedem gut sortierten Kiosk oder als E-Paper erhältlich) werden bis zum 6. Mai 20 Eintrittskarten für das gesamte Messewochenende verlost.

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