Das muss Liebe sein! Robbie Williams, Ex-Boyband-Mitglied und Rockstar (mit der in diesem Bereich üblichen Drogenvergangenheit), bekam zum Jahrestag von seiner Ehefrau Ayda Field eine komplett ausgestattete Cannabis-Aufzucht geschenkt, wie verschiedene Medien berichteten.

 

Diese wurde im Keller des Wohnhauses der Familie installiert. Da sich das Anwesen in Los Angeles befindet, ist dies ein komplett legales Unterfangen. Der Sänger, der sich im Lauf seiner Karriere schon jede verfügbare Droge eingeschmissen hat, dürfte mit dem nun endlosen Cannabis-Nachschub aus eigener Produktion nun noch leichter auf seinem inzwischen eingeschlagenen ruhigeren Lebensweg bleiben.

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Cannabis Trainieren: Power für die Pflanzen Super Cropping – SCROG – Branching – Mainlining – Topping – Fimming etc. Unser Grow-Experte Light Addict aus England zeigt verschiedene Wege auf, um Cannabispflanzen zu neuen Höhen (oder Tiefen – dann aber natürlich dennoch mit dem Ziel der Ertragsoptimierung) zu führen!

 

 

Gesellschaft Cannabis und Arbeit – Der Cannabispflanze wird unter anderem nachgesagt, dass sie ihre Konsumenten faul und arbeitsscheu mache. Doch wie sieht es in der Realität aus? Kommen Konsumenten überhaupt noch aus dem Bett oder sind sie von fortgeschrittener Aufschieberitis betroffen?

 

 

Coffeeshop Ibiza Amsterdam – Viele Leser haben uns geschrieben und um weitere Coffeeshop-Berichte gebeten. Daher haben wir erneut Dr. Dope auf den Weg geschickt, der dieses Mal den Shop „Ibiza“ in Amsterdam aufsuchte, um dessen Besitzer zu interviewen – und natürlich auch, um die dort angebotene Ware einmal genauer zu betrachten...

 

 

Grow-Report Royal Dwarf – Selbst ist der Mann! Für wen gilt dieser Spruch, wenn nicht für unseren Highways Do-it-yourself-Master Chuck Lore. Dieser zog eine einzelne Pflanze der Sorte Royal Dwarf Autoflowering auf und berichtet in diesem Artikel, ob sich das Unternehmen einigen Schwierigkeiten zum Trotz erfolgreich gestaltete.

 

 

High School Microdosing – In den USA, wo es bei einigen Leuten inzwischen bereits zum Alltag gehört, sich die Dabs gleich grammweise reinzuschaufeln, etabliert sich momentan ein Trend, der wohl eher das genaue Gegenteil des üblichen Größenwahns darstellt: es handelt sich um das Minimieren der konsumierten Mengen an THC – das Microdosing.

 

 

Story Auf der Flucht Eine Reise nach Amsterdam ist eigentlich eine schöne Sache, nicht aber unbedingt, wenn einen äußere Umstände dazu zwingen. Exilant Donald Denzler berichtet in dieser Ausgabe von seiner Hals über Kopf erfolgten Flucht aus Deutschland, deren erste Station die niederländische Hauptstadt war.

 

 

Growing Gefahr im Garten Teil 3: Fransenflügler – In dieser Episode werden wir über einen weiteren zunächst unscheinbaren Parasiten sprechen, der sich von Blättern ernährt, sich schnell vermehrt und der, wenn er nicht bekämpft wird, häufig den Wirt tötet. Dieser Parasit wird Fransenflügler genannt – alles zur Identifizierung und Bekämpfung.

 

 

Weitere Artikel Film: Leaves of Grass +++ Sortenportrait: Purple Moby Dick +++ Demos: Global Marijuana March 2016 +++ Recht: Zählt Cannabis als Vermögen? +++ High Five: Todesstrafe für Gras +++ und vieles mehr...

Ein deutsches Gericht hat entgegen der Rechtslage einen 58-jährigen Mann freigesprochen, der für seinen Freund illegalerweise Cannabis angebaut hatte, um daraus Medizin herzustellen. Der Mann musste sich aktuell vor dem Amtsgericht Grimma verantworten. Sein ebenfalls 58-jähriger Mitbewohner und langjähriger Freund leidet seit Jahren unter einer bislang nicht genau zu diagnostizierenden Erkrankung, die bei ihm heftige Schmerzen verursacht.

 

Bereits vor zehn Jahren entdeckte er, dass Cannabis ihm dabei hilft, diese Symptome in den Griff zu bekommen. Jahrelang importierten die beiden daher Cannabis illegal nach Deutschland, um daraus eine Cannabispaste herzustellen – denn das Rauchen oder Vaporisieren ist körperlich zu anstrengend für den Erkrankten. Ohne eine Rauschwirkung zu veranlassen, half ihm diese Salbe bislang immer gut gegen die Schmerzen. Doch dafür war bis zu 5.000 Euro im Monat für illegales Cannabis notwendig – ein unhaltbarer Zustand.

 

Also beschloss der Gesunde, seinem kranken Freund zu helfen und für ihn Cannabis anzubauen, um so die horrenden Kosten zu regulieren. Doch 2016 kam es zu einer Hausdurchsuchung, da die Polizei Kundendaten eines Growshops einkassiert und durchforstet hatte.

 

So stand der Mann nun vor Gericht. Doch dieses ließ Gnade vor Recht ergehen und sprach den Mann frei: Ein Gutachter bestätigte den schlechten Gesundheitszustand des Freundes vor Gericht und legte glaubwürdig die Tragödie und die Hilflosigkeit der Medizin in diesem ganz konkreten Fall dar, sodass die Richterin keine Zweifel an der Notwendigkeit des Handelns sehen konnte, wie die „Sächsische Zeitung“ meldete. Da die Staatsanwaltschaft keine Rechtsmittel eingelegt hat, ist das Urteil inzwischen rechtskräftig. Dies ist in Deutschland ein absoluter Sonderfall.

 

„Ich bin zwar freigesprochen worden, kann deswegen aber noch lange nicht legal Cannabis anbauen“, sagte der Freigesprochene. Bei einem weiteres Gesetzesbruch würde die nächste Verhandlung vermutlich nicht so glimpflich ablaufen. Nun suchen die beiden nach einem Arzt, der Marihuana verschreibt...

Ein interessantes Urteil des Amtsgerichts Radolfzell: eine 34-jährige Frau musste sich dort wegen vorsätzlicher Beihilfe zum Anbau von Cannabis verantworten. Ihr Freund, mit dem sie sich eine Wohnung teilt, hatte in ebendieser Wohnung drei Cannabispflanzen aufgezogen, Ertragswert: 64 Gramm.

 

Die Frau argumentierte vor Gericht, sie hätte zwar von den Pflanzen gewusst, aber absolut nichts damit zu tun gehabt, ja nicht einmal gekifft. Den Anbau und Konsum ihres Partners habe sie zwar toleriert, aber nie für gut befunden.

 

Aufgeflogen war der Anbau, da ein Polizeibeamter, der gelegentlich Verwandtschaft im selben Haus besuchte, die Pflanzen auf einem Balkon entdeckte. Für die Polizei war der Fall auch klar: gemeinsame Wohnung, gemeinsame Pflanzen. Das Amtsgericht sah dies aber erfreulicherweise anders, wie der „Südkurier“ berichtet:

 

„Weil durch die Aussage des Polizeibeamten und die des Lebensgefährten keine Beweise geliefert werden konnten, dass die Angeklagte tatsächlich bei der Pflege der Marihuana-Pflanzen geholfen hatte – also durch Topfen, Gießen oder andere pflegende oder unterstützende Handlungen – wurde die Angeklagte freigesprochen. Es sei lediglich eine Duldung des Anbaus von Marihuana gegeben. Dies reiche aber für eine Verurteilung wegen des Tatbestandes der Beihilfe zum Anbau von Marihuana nicht aus, hieß es bei der Verkündung des Urteils.“

Nach Hinweisen und mit einem ausgestelltem richterlichem Beschluss ausgestattet, drangen Polizeibeamte vergangenen Freitagmorgen in die Wohnung eines 63-jährigen Manns und seiner 66-jährigen Ehefrau in Moers ein. Dort fand sich neben verschiedenen Waffen auch eine Cannabis-Aufzucht im Keller. Des Weiteren war in der Wohnung über ein Kilo Marihuana, teilweise verkaufsbereit portioniert. Der Mann wurde verhaftet. Seine Ehefrau erschreckte sich laut „Rheinischer Post“ bei dem Einsatz so sehr, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

 

Währenddessen wurde nach fast zweijähriger Verhandlung am Wieder Landgericht ein 61-jähriger Mann zu 15 Jahren Haft verurteilt, da er als führendes Mitglied einer kriminellen Organisation seit 2004 mehr als 500 Kilogramm Cannabisprodukte von Spanien nach Österreich geschmuggelt haben soll.

Neues vom Paten von Gerresheim! Bei dem ungewöhnlichen Spitznamen klingelt vielleicht bei dem ein oder anderen etwas: 2016 stand der inzwischen 80-jährige Pate von Gerresheim, mit richtigem Namen Leonardo L., bereits vor dem Düsseldorfer Landgericht (wir berichteten).

 

Vorgeworfen wurden dem Mann der Betrieb einer riesigen Cannabisplantage (etwa 3200 Pflanzen), die von sklavenähnlich gehaltenen Erntehelfer aus Vietnam gepflegt wurde. In den Räumlichkeiten in einem alten Hochbunker stellte die Polizei außerdem 160 Kilo erntereifes sowie 60 Kilo verkaufsfertiges Cannabis sicher. Es handelte sich um eine der größten Cannabisanlagen, die je in NRW entdeckt wurde. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Angeklagten und dessen Krebserkrankung wurde das Strafverfahren nichtsdestotrotz aus humanitären Gründen bis auf Weiteres eingestellt.

 

Ein Stromanbieter gibt sich damit allerdings nicht zufrieden und strengt nun eine eigene Klage gegen den Paten wegen Stromdiebstahls an. Denn der exorbitante Stromhunger der Plantage (170 600-Watt-Lampen beleuchteten die Pflanzen) wurde mit illegal abgezapftem Strom befriedigt. Insgesamt 64.562,73 Euro fordert das Unternehmen nun von Leonardo L. zurück.

Update vom 2.4.: Viele haben es schon geahnt... April, April!

 

Glück im Unglück – oder doch eher Unglück im Glück? Ein Cannabis-Grower im beschaulichen Rodaun bei Wien erlebte etwas, was vermutlich noch nicht vielen vor ihm passiert ist: er sperrte sich versehentlich in seinem selbst gebauten Grow-Schrank ein – und das für über zwei Monate und drei Wochen.

 

Was sich im ersten Moment wie ein großer Spaß anhört, war tatsächlich ein großer Schock: „Nach zwei, drei Tagen bekam ich Todesangst. Aber schon nach einer Woche war mir nur noch langweilig – ab der Blütephase gab es dann auch zwölf Stunden am Tag Dunkelheit, einfach nur ätzend“, so der 43-jährige Grower Kai W.

 

Eigentlich wird die Anlage komplett automatisch betrieben, Grower Kai wollte sich nur an seinen jungen Pflanzen ergötzen, die er kurz zuvor eingesetzt hatte. Eigentlich ist er auf seinen Grow-Schrank Marke Eigenbau immer ziemlich stolz gewesen, doch die Türen mit den magnetischen Verschlüssen erwiesen sich im Nachhinein als reichlich schlechte Idee.

 

Als diese zufielen, begann Kais Leben mit den Pflanzen. Und die große Langeweile. Denn mit im Grow-Schrank hatte er nur Ed Rosenthals „Marijuana Grower’s Handbook“, zwei Tafeln Ritter Sport und ein paar Gramm Gras. „Feuer hatte ich in der Tasche, aber keine Papers. So musste ich das gute Grow-Buch Stück für Stück zum Joint-Rauchen nehmen – und natürlich auch noch für etwas anderes...“

 

Die Versorgung mit Trinkwasser war immerhin sichergestellt: „Aber ich konnte nur alle sechs Stunden trinken, wenn die Bewässerung einsetzte. Gott sei Dank dünge ich direkt die Erde und nicht über das Wasser.“ Die Schokolade teilte er sich von Anfang an sehr gut ein: „Ach das war kein Problem, ich war noch nie ein großer Esser.“

 

Aber das Gras reichte nicht so lange: „In der Blütephase habe ich dann immer Stück für Stück die Blüten schon abgebrochen und stundenlang unter die Lampen gehalten, damit sie ein bisschen trocknen. So konnte ich immer ein bisschen kiffen.“

 

Seine Ehefrau hatte Kai W. als vermisst gemeldet: „Dass er die ganze Zeit in der Wohnung war! In diesem Schrank da! Das konnte doch keiner ahnen. Ich wusste ja auch gar nicht wofür der Schrank gut war.“

 

Kais Pech, dass der Grow-Schrank komplett schallisoliert war – so konnte er sich nicht bemerkbar machen. Entdeckt wurde er schließlich, als die Polizei noch einmal zur Befragung der Ehefrau in der Wohnung war und dabei den Grow-Schrank entdeckte und fragte, ob sie einen Blick hinein werfen dürfe. Die nur von außen zu öffnenden Türen befreiten endlich den armen Grower – fast drei Monate waren seitdem vergangen.

 

Deutlich unterernährt und schwer genervt wurde Kai W. zunächst in ein Krankenhaus gebracht, das er aber nach einer Untersuchung gleich wieder verlassen durfte. Eine Anzeige von der Polizei muss er auch nicht befürchten: alle Blüten hatte er aufgeraucht, Blätter und Zweige in seiner Verzweiflung aufgegessen.

 

James Franco sicherte sich bereits die Filmrechte an dieser Geschichte und kündigte bereits an, den unglückseligen Grower in einer möglichen Verfilmung selbst spielen zu wollen.

Pünktlich zur Outdoor-Saison schauen viele Indoor-Gärtner gerne einmal über den Tellerrand und machen sich schlau, welche Sorten draußen besonders angesagt sind. Ein Name, der bei solchen Erkundigungen immer wieder auftaucht, ist Devil. Diese Sorte wird seit bald 30 Jahren auf der ganzen Welt angebaut und wird für ihre verschiedenen Vorzüge trotz des teuflischen Namens immer gerne in den Himmel gelobt. Der Züchter dieser langlebigen und beliebten Outdoor-Sorte ist niemand Geringeres als Grow-Legende Shantibaba, der inzwischen zusammen mit Dealer-Legende Howard Marks alias Mr. Nice die Mr. Nice Seedbank betreibt. Ein Anbau ist zwar auch indoor möglich (die Blütezeit wird für Indoor-Züchtungen mit acht Wochen beziffert), doch ist Devil für den Anbau im Garten oder im Gewächshaus prädestiniert. Anfang Oktober ist Erntezeit. Die Mr. Nice Seedbank gibt für den Outdoorbereich Erntemengen von bis zu 500 Gramm pro Pflanze an.

 

 

 

Der Anbau von Devil ist aber auch für ungeübte Outdoor-Grower realisierbar, da die Pflanze recht genügsam ist. Anfangs geht die Entwicklung gemächlich vonstatten, ist dann aber erst einmal ein stattliches Wurzelwerk angelegt, wird an Fahrt aufgenommen. Vorfahren der Devil sind der Afghani-Strain und Afghan Skunk, zwei Indica-Schwergewichte mit Klassikerstatus. Die Wirkung fällt dementsprechend unteuflisch aus und ist tendenziell eher für die ruhigeren Stunden oder aber auch verschiedene medizinische Anwendungen geeignet. Der THC-Gehalt bewegt sich im mittleren Bereich und dürfte die meisten Grower und Konsumenten zufriedenstellen. Die Aromen sind ebenfalls von der afghanischen Herkunft geprägt und fallen erdig-fruchtig aus.

Unser Do-it-yourself- und Anbau-Experte Chuck Lore schraubt nicht nur gerne selbst Dinge zusammen, sondern prüft auch die Arbeiten anderer auf Herz und Nieren. Dieses Mal stand ein Test der neuen LED „Rail 120“ der Firma Growking an, die nach einer intensiven Entwicklungsphase nun zur Marktreife gelangt ist.

 

Als ich von der Existenz der zu testenden Leuchte erfuhr, war ich zunächst ein wenig gelangweilt. Ich fragte mich, warum es schon wieder eine neue Speziallampe geben sollte, zahlreiche Modelle warten ja bereits auf Käufer und ihren Einsatzzweck. Doch das Datenblatt, das mir vorab via E-Mail zugesandt wurde, ließ mich neugierig werden. Das Messprotokoll zeigte Leistungsmerkmale, die erstaunlich gut waren. Die Messwerte waren im Prüflabor eines namhaften Herstellers ermittelt worden, also mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt. Dennoch hatte ich Zweifel und unterdrückte meine Vorfreude. Wenige Tage später war dann ein Paket für mich in der Post. Ordentlich verpackt, mit einer durchdachten Aufhängevorrichtung und allem nötigen Zubehör ausgestattet, lag die optisch ansprechende Lampe vor mir. Sogleich nahm ich sie in Betrieb, weil ich zumindest die Werte, die ich selbst messen konnte, überprüfen wollte. Und tatsächlich hielten die Fakten des Datenblatts der Kontrolle stand, mein Vertrauen in die neue Lampe war deutlich gestärkt. Bevor ich in Folge die Leistungsmerkmale der LED-Spezialleuchte erörtere, möchte ich zum besseren Verständnis noch etwas zu den Maßeinheiten anmerken. Der Lichtstrom, der von dem menschlichen Auge wahrgenommen wird, hat als Einheit Lumen. Dieser Wert sagt aus, wie hell oder dunkel eine Leuchte uns Menschen erscheint beziehungsweise wie viel Licht sie emittiert. Die Angabe bezieht sich auf ein gewichtetes Spektrum, weil die grün-gelben Anteile im Licht verstärkt wahrgenommen werden. Für Pflanzen ist dieser Wert weniger wichtig, weil diese hauptsächlich die roten und blauen Spektren des Lichts für die Photosynthese benötigen. Darum wird der verwertbare photosynthetisch aktive Photonenfluss, der in µmol/s angegeben wird, gemessen. Dabei werden die Lichtanteile auch gewichtet, sodass die für die Photosynthese nutzbaren Photonen aufgeführt sind.

 


Auch ist es wichtig zu wissen, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche projiziert wird, weil dies für das Lichtempfinden beziehungsweise das Wachstum der Pflanzen entscheidend ist. Daher wird für normales Licht die Beleuchtungsstärke in Lux angegeben. Ein Lux entspricht genau einem Lumen, das eine Fläche von einem Quadratmeter erleuchtet. Analog dazu wird bei Pflanzen die photosynthetisch aktive Photonenstromdichte verwendet, die in µmol/(m²s) angegeben wird. Wenn also eine Leuchte, die 500 µmol/s emittiert, eine Fläche von zwei Quadratmeter erhellt, dann können die dort stehenden Pflanzen sich auf 250 µmol/(m²s) photosynthetisch verwertbare Photonenstromdichte freuen. Natürlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Lumen bzw. Lux und µmol/s bzw. µmol/(m²s). Für LED-Pflanzlampen gilt ganz grob folgender Zusammenhang:

1.000 Lumen entsprechen etwa 30,30 µmol/s
1.000 Lux entsprechen etwa 30,30 µmol/(m²s)

Die Umrechnung ist allerdings nur annähernd möglich. Das liegt daran, dass das genaue Spektrum der photosynthetisch aktiven Strahlung nicht endgültig bestimmt werden kann. Es weicht in der Literatur von Quelle zu Quelle, manchmal sogar im Laufe der Jahre verändert, ab. Dazu kommen die Unterschiede, die je nach Alter und Nährmittelversorgung sogar bei Pflanzen gleicher Art auftreten. Darum ist es wichtig, dass das emittierte Spektrum möglichst gut zu den Pflanzen passt, die damit bestrahlt werden. Harmoniert es nicht, wird das Licht trotz guter Messwerte nicht optimal verwertet.

 

 


Doch genug der allgemeinen Erklärungen, zurück zur neuen LED-Pflanzleuchte. Diese weist bei einer Leistungsaufnahme von etwa 120 Watt einen Lichtstrom von rund 6.800 Lumen auf. Dies sind errechnete 206 µmol/s, ein sehr guter Wert. Gemessen wurde gemäß DIN 5031-10 (2000) ein nur unwesentlich geringerer Photonenfluss von 203 µmol/s. Wird das Ergebnis auf die aufgenommene Leistung umgerechnet, ergeben sich 1,80 µmol/s je Watt. Gute Konkurrenzprodukte liefern immerhin 1,50 µmol/s je aufgenommenes Watt, andere LED-Pflanzleuchten kommen zum Teil lediglich auf 1,00 µmol/s pro Watt. Somit setzt die Rail 120 mit diesem tatsächlich gemessenen Wert neue Maßstäbe, zumal schon mit einer bestrahlten Fläche von nur 0,80 x 0,30 Metern die Lichtsättigung von Cannabispflanzen erreicht ist. Aus diesem Grund muss die LED-Lampe auch mindestens 25 Zentimeter über den Pflanzen hängen, sonst kann es wegen Überschreitung des Lichtsättigungspunkts zu Sauerstoffstress kommen, der dann die oberen Blätter zerstört. Neben den hervorragenden Lichtwerten bietet diese Lampe ein Spektrum, das die Bedürfnisse der Pflanze gut abbildet. Ein starkes, tiefes Rotlicht ist besonders für blühende Sorten geeignet und der Blauanteil, der ein Viertel des Rotanteils ausmacht, sorgt für stämmiges Wachstum. Kurz gesagt: Die neue Rail 120 ist eine Wucht. Sicher wird sie vielen Züchtern große Freude bereiten. Ihr Aufbau ist stabil und jedes Detail wirkt professionell. Die angegebenen Werte entsprechen den Tatsachen und ich konnte keinen technischen Mangel feststellen.

 

Weitere Informationen zur Rail 120 gibt es beim Hersteller unter www.growking.de/rail

Oft liest man von Cannabis-„Plantagen“, wenn tatsächlich Growboxen oder auch mal größere Räume mit einigen Hundert Cannabispflanzen gemeint sind. Mit dem Wort Plantage werden allerdings eigentlich deutlich größere landwirtschaftliche Betriebe bezeichnet. Inzwischen, im Jahr 2018, gibt es jedoch auch tatsächlich Cannabis-Plantagen, die diese Bezeichnung auch verdient haben.

 

Auch wenn dieser Titel in der letzten Zeit öfter mal wechselt, darf sich nun Canopy Growth aus Kanada damit schmücken – gerade rechtzeitig zur Legalisierung, die voraussichtlich am 1. Juli 2018 in Kanada in Kraft treten wird. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, bietet die 100.000 Quadratmeter große Anlage in Langley nahe Vancouver Platz für 350.000 Cannabispflanzen. Die Lampen und Wärmestrahler der staatlich geprüften Cannabis-Plantage verbrauchen mehr (von dem aus Wasserkraft gewonnenem) Strom als eine komplette Großstadt.

 

Pro Jahr sollen in Langley mehr als 40 Tonnen geerntet werden – die erste Ladung gerade rechtzeitig zur Legalisierung in drei Monaten.