Wie sagt man so schön: alles Gute kommt von oben! Was sich am gestrigen Donnerstag in Tel Aviv zugetragen hat, bestätigt diese, eigentlich aus der Bibel stammende, Redewendung auf amüsante Art und Weise.

 

Ein Aktivistenkollektiv namens „Green Drone“ („Grüne Drohne“) hat mithilfe einer, genau, Drohne hunderte mit Marihuana gefüllte Baggys über einem belebten Platz mitten im Zentrum der israelischen Großstadt abgeworfen. Sofort versammelten sich zahlreiche Passanten und sammelten die Päckchen, die je nach Bericht ein bis zwei Gramm enthielten, erfreut ein. Ein Video der leicht chaotischen Zustände rund um den Abwurf gibt es hier zu sehen.

 

Die Aktion wurde in einer Telegramgruppe in vollmundigem Tonfall angekündigt: „Die Zeit ist gekommen, meine lieben Freunde. Ist es ein Vogel? Oder ein Flugzeug? Nein, es ist die 'Grüne Drohne', die gratis Cannabis vom Himmel regnen lässt ... Genießt es, meine lieben Brüder.“

 

Pikanterweise wurde in der Gruppe ebenfalls angedeutet, dass dieser „Rain of Cannabis“ (Cannabisregen) nicht der letzte gewesen sein soll und bald auch über anderen Landesteilen fallen soll. Allerdings wurden im Anschluss an die Aktion bereits zwei Männer festgenommen, daher bleibt fraglich, inwieweit das Vorhaben wirklich umgesetzt werden kann.

 

Die Cannabisgesetzgebung in Israel ist ein gutes Stück weit toleranter als etwa in Deutschland. In Sachen medizinischem Marihuana gilt das Land im Nahen Osten schon seit Jahrzehnten als Vorreiter, aber auch der Freizeit-Konsum wurde 2019, zumindest teilweise, entkriminalisiert.

 

 

Der US-Amerikaner Spencer Boston dürfte den meisten seiner kiffenden Landsleute inzwischen ein Begriff sein. Der junge Mann, der sich wegen eines „Cannabisbesitzdelikts“ verantworten musste, sorgte aber auch weltweit für großes Aufsehen, als vor dem vorsitzenden Richter einen schönen Joint auspackte und genüsslich anfing, zu rauchen. Boston, offensichtlich ein echter Cannabisenthusiast, versäumte es dabei auch nicht, den Vorsitzenden und die anwesenden Zuschauer auf die Dringlichkeit einer baldigen Cannabislegalisierung hinzuweisen. In einem Telefoninterview äußerte sich der 20-Jährige erstmals gegenüber der Öffentlichkeit: „Der Richter wollte nichts über die Legalisierung hören, also habe ich das gemacht, was ich sowieso schon die ganze Zeit vorgehabt hatte und habe den Joint angezündet und mich an die Zuschauer gewendet.“

 

Allen, die sich schon gefragt haben, ob der Joint wirklich echtes Marihuana enthalten habe, versicherte Boston: „Es war echt gutes Zeug.“ Ihm war auch klar, dass ihn die Aktion hinter Gittern bringen würde, doch das war ihm die Aufmerksamkeit wert. „Klar, kann man auch einfach rausgehen und demonstrieren, nur leider kümmert das keinen.“

 

Die zehntägige Haftstrafe, die seine Aktion nach sich zog, wurde nach der Zahlung einer Kaution ausgesetzt. Ein Spendenaufruf auf der Website gofundme.com unter dem Titel „Free Spencer Boston“ sammelte bisher knapp 7.300 Dollar ein, mehr als das Doppelte des nötigen Betrages. Zahlreiche Privatpersonen und  Cannabisunternehmen ließen es sich nicht nehmen, Spencer Boston mit einem kleinen oder größeren Geldbetrag ihren Respekt auszudrücken. Wer diesem Beispiel folgen will, kann das hier tun.

 

„Solange, bis es jemand schafft, uns davon zu überzeugen, dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt, dass Cannabis verboten ist, solange werden wir weiter machen und bis an die Grenze gehen." Mit diesem Mantra zweier Cannabis-Aktivisten aus England können sich sicherlich auch hierzulande viele Legaliesierungskämpfer identifizieren. Die außergewöhnliche Aktion hingegen, die die beiden Aktivisten, von denen einer nur als „Outlaw“ bekannt ist, durchgeführt haben, dürfte den meisten Cannabisfreunden etwas zu waghalsig sein.
 

Mitten in einer der beliebtesten Grünflächen von Manchester, Picadilly Gardens, bezogen „Outlaw“ und sein Mitstreiter, beide komplett vermummt, Position und verteilten kostenlose Marihuanablüten an die interssierten Passanten. Ein Banner mit der Botschaft „FREE BUD“ (etwa: GRATIS BUDS) verkündete die frohe Botschaft und sicherte den beiden schnell die ungeteilte Aufmerksamkeit vieler Parkbesucher. Nach Angaben der Initiatoren wechselten auf diese Weise Cannabisblüten im Wert von insgesamt mindestens 900 Euro die Besitzer.
 

Nach der Aktion, die erwartungsgemäß für ein großes Medienecho sorgte, verkündete Outlaw, dem es im Gegensatz zu seinem Kollegen gelang, sich der staatlichen Autorität zu entziehen, dass die gewagte Aktion „nur der Anfang“ gewesen sei. Man darf also gespannt sein, was da noch kommt!

 

Der kanadische Cannabisaktivist Dana Larsen verfolgt ein großes Ziel: der Cannabispflanze endlich ihr Stigma nehmen. Denn auch, wenn Cannabis in Larsens Heimat mittlerweile legal ist und sich auch global so langsam aber sicher eine echte Trendwende vollzieht, kursieren noch immer zahlreiche Vorurteile und viel Negativpropaganda über die vielseitige Heil- und Nutzpflanze.

 

Die Art und Weise, mit der Larsen dieses Ziel erreichen will, ist ebenso einfach wie großzügig: auf seiner Website www.overgrowcanada.com verschenkt der 56-jährige Hanfsamen. Und zwar 100 Stück pro Anmeldung, die, wenn es nach Larsen geht, einfach willkürlich an öffentlichen Plätzen in Kanada verstreut werden sollen. Der Aktivist rät allerdings dazu, die Samen zunächst zuhause zum Keimen zu bringen und erst die Setzlinge an die frische Luft zu lassen, da dies die Überlebenschancen der Pflanzen natürlich enorm steigert. Zwischen 2016 und 2018 hat overgrow.com insgesamt stolze 9 Millionen Samen auf ganz Kanada verteilt. Im Jahr 2019 wird es Samen der Sorte Freedom Dream CBD geben, ein nicht feminisierter, CBD-reicher Strain.

 

Wäre doch schön, wenn auch hierzulande jemand dafür sorgen würde, dass  Deutschland bald von wilden Cannabispflanzen nur so überwuchert wird! Nicht nur das Stadtbild würde auf jeden Fall enorm profitieren.