Unglaublich: Cannabis-Grower überlebt drei Monate eingesperrt im Grow-Schrank

Von  Apr 01, 2018

Update vom 2.4.: Viele haben es schon geahnt... April, April!

 

Glück im Unglück – oder doch eher Unglück im Glück? Ein Cannabis-Grower im beschaulichen Rodaun bei Wien erlebte etwas, was vermutlich noch nicht vielen vor ihm passiert ist: er sperrte sich versehentlich in seinem selbst gebauten Grow-Schrank ein – und das für über zwei Monate und drei Wochen.

 

Was sich im ersten Moment wie ein großer Spaß anhört, war tatsächlich ein großer Schock: „Nach zwei, drei Tagen bekam ich Todesangst. Aber schon nach einer Woche war mir nur noch langweilig – ab der Blütephase gab es dann auch zwölf Stunden am Tag Dunkelheit, einfach nur ätzend“, so der 43-jährige Grower Kai W.

 

Eigentlich wird die Anlage komplett automatisch betrieben, Grower Kai wollte sich nur an seinen jungen Pflanzen ergötzen, die er kurz zuvor eingesetzt hatte. Eigentlich ist er auf seinen Grow-Schrank Marke Eigenbau immer ziemlich stolz gewesen, doch die Türen mit den magnetischen Verschlüssen erwiesen sich im Nachhinein als reichlich schlechte Idee.

 

Als diese zufielen, begann Kais Leben mit den Pflanzen. Und die große Langeweile. Denn mit im Grow-Schrank hatte er nur Ed Rosenthals „Marijuana Grower’s Handbook“, zwei Tafeln Ritter Sport und ein paar Gramm Gras. „Feuer hatte ich in der Tasche, aber keine Papers. So musste ich das gute Grow-Buch Stück für Stück zum Joint-Rauchen nehmen – und natürlich auch noch für etwas anderes...“

 

Die Versorgung mit Trinkwasser war immerhin sichergestellt: „Aber ich konnte nur alle sechs Stunden trinken, wenn die Bewässerung einsetzte. Gott sei Dank dünge ich direkt die Erde und nicht über das Wasser.“ Die Schokolade teilte er sich von Anfang an sehr gut ein: „Ach das war kein Problem, ich war noch nie ein großer Esser.“

 

Aber das Gras reichte nicht so lange: „In der Blütephase habe ich dann immer Stück für Stück die Blüten schon abgebrochen und stundenlang unter die Lampen gehalten, damit sie ein bisschen trocknen. So konnte ich immer ein bisschen kiffen.“

 

Seine Ehefrau hatte Kai W. als vermisst gemeldet: „Dass er die ganze Zeit in der Wohnung war! In diesem Schrank da! Das konnte doch keiner ahnen. Ich wusste ja auch gar nicht wofür der Schrank gut war.“

 

Kais Pech, dass der Grow-Schrank komplett schallisoliert war – so konnte er sich nicht bemerkbar machen. Entdeckt wurde er schließlich, als die Polizei noch einmal zur Befragung der Ehefrau in der Wohnung war und dabei den Grow-Schrank entdeckte und fragte, ob sie einen Blick hinein werfen dürfe. Die nur von außen zu öffnenden Türen befreiten endlich den armen Grower – fast drei Monate waren seitdem vergangen.

 

Deutlich unterernährt und schwer genervt wurde Kai W. zunächst in ein Krankenhaus gebracht, das er aber nach einer Untersuchung gleich wieder verlassen durfte. Eine Anzeige von der Polizei muss er auch nicht befürchten: alle Blüten hatte er aufgeraucht, Blätter und Zweige in seiner Verzweiflung aufgegessen.

 

James Franco sicherte sich bereits die Filmrechte an dieser Geschichte und kündigte bereits an, den unglückseligen Grower in einer möglichen Verfilmung selbst spielen zu wollen.

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