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Schon wieder: Schreihals wirft Sachen aus Fenster, 144 Cannabispflanzen gefunden

Von  Nov 04, 2016

Während des Sommers mussten wir in der Highway-Redaktion über allerlei durchgeknallte Typen berichten, die sich auf den unmöglichsten Wege selbst gebustet haben: Beispielsweise flogen dieses Jahr Cannabisplantagen auf, weil Grower ihr Essen auf dem Herd verbrennen ließen, eine Plantage am Ort einer Zwangsräumung betrieben, Selfies vor den Pflanzen machtensich gegenseitig blutig schlugen oder den entlaufenen Hund von der Polizei wiederbringen ließen.

 

Wir dachten eigentlich, dass solche Vorfälle mit dem heißen Wetter zusammenhingen, aber oft scheint da auch eine grundsätzliche Verwirrung der Beteiligten Personen im Spiel zu sein. Im Juli berichteten wir über einen Fall aus Wien, der besonders abstrus wirkte: Ein 33-jähriger Mann warf nachts seinen Fernseher und allerlei andere Elektrogeräte aus dem sechsten Stock, betrieb aber in derselben Wohnung eine größere Cannabisaufzucht, die dadurch natürlich aufflog.

 

Nun gibt es anscheinend einen Nachahmungstäter aus Wien, wie beim ORF zu lesen war. Am Allerheiligen-Abend gegen 18 Uhr warf ein 44-jähriger Wiener aus der Troststraße in Wien-Favoriten diverses Zeug aus seinem Wohnungsfenster und beschallte die Straße durch seine Schreie. Ein eher weniger nachvollziehbares Verhalten, wenn man in derselben Wohnung 812 Gramm Marihuana aufbewahrt und dort zudem 144 Cannabispflanzen großzieht.

 

Das fand auch die Polizei komisch und kassierte die gesamte illegale Ware ein. Den amtsbekannten Vorbesitzer stufte die Polizei als verwirrt ein. Dieser erklärte den Polizisten, das ganze Gras sei einzig und allein für den Eigenbedarf gedacht – seit er unter einem Bandscheibenvorfall leide, rauche er 40 Joints mit jeweils einem Gramm Marihuana pro Tag. Hinweise auf eine Verkaufstätigkeit wurden in seiner Wohnung tatsächlich nicht gefunden.