Krankenkassen wollen kein Cannabis auf Rezept zahlen

Von  Mär 15, 2017

Update: Diese Meldung, die auf die entsprechende Nachricht in der „Zeit“ zurückgeht, stellt sich – wie wir auch bereits in unserem Fazit haben anklingen lassen (siehe unten) – als in dieser Form unrichtig heraus. Für weitere diesbezügliche Informationen haben wir ein entsprechendes Video vom Deutschen Hanfverband unter den Artikel gestellt.

 

Cannabis auf Rezept: Seit fünf Tagen ist dies die aktuelle Gesetzgebung in Deutschland. Doch die Widerstände häufen sich nicht nur auf Seiten der oft schlecht informierten und uninteressierten Ärzte, nein: Auch die Krankenkassen wollen nun die Kosten für Cannabis nicht übernehmen, obwohl sie jetzt gesetzlich dazu verpflichtet sind.

 

Man hat es einfach nicht leicht als Cannabiskonsument. Der größte Teil der Herrschenden dieser Welt kaut seit Jahren nur längst widerlegte Lügen über eine Jahrtausende alte Heilpflanze wieder, während Alkohol, Tabak und Pillen legal verkauft und beworben werden dürfen. Noch schlimmer geht es da den Cannabispatienten, die auf Cannabis als Medikament angewiesen sind, oftmals in Form getrockneter Blüten, Marihuana.

 

Denn diesen wurden (bis auf ein paar Ausnahmen) in Deutschland (und in vielen anderen Ländern natürlich auch) ihr Medikament vorenthalten und wenn nicht, dann mussten sie es selbst zahlen. Wie wir berichteten, existiert das neue, seit diesem Monat gültige Gesetz mehr oder weniger aufgrund der Tatsache, dass Patienten erfolgreich einen Selbstanbau von Cannabis letztinstanzlich eingeklagt haben.

 

Durch das neue Medizin-Gesetz werden ihnen die Anbau-Lizenzen nun wieder entzogen, da die Rechtfertigung für diese auf dem zu teuren, selbst zu bezahlenden Medikament (Cannabis) beruhte. Und die Krankenkassen sind nun eigentlich verpflichtet in solchen schweren Fällen, die Kosten von Cannabis bzw. Marihuana zu übernehmen.

 

Aber die Krankenkassen wollen nicht. Wie soeben von der „Zeit“ gemeldet wurde, möchten die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Cannabistherapien nicht übernehmen. Ein Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung sagte: „Für den dauer- und regelhaften Leistungsanspruch in der gesetzlichen Krankenversicherung fehlt der Nachweis der Wirksamkeit.“

 

Die Krankenkassen setzen nun auf die von der Bundesopiumstelle in Auftrag gegebene Studie, durch die Cannabis und Cannabiswirkungen weiter untersucht werden sollen. Auf Basis dieser Studie – als gäbe es keine anderen – soll sich dann in einigen Jahren zeigen, „ob die Cannabistherapie dauerhaft zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung gehört“.

 

Was bedeutet dies nun konkret? Das wird sich zeigen. Nach fünf Tagen zeichnet sich aber bislang ab, dass weder Krankenkassen noch die meisten Ärzte oder Apotheker besonders große Lust auf oder auch nur ein Interesse an Cannabis als Medizin haben.

7 Kommentare

  • Highway Magazin
    Auf diesen Kommentar antworten Highway Magazin Dienstag, 28 März 2017 13:04

    @Petra Schmitt
    So besser? Viele Grüße aus der Highway-Redaktion!

  • Petra Schmitt
    Auf diesen Kommentar antworten Petra Schmitt Dienstag, 28 März 2017 11:38

    Es ist mittlerweile klar und mehrfach im Netz belegt, dass die ZEIT-Meldung auf einer starken Verzerrung beruhte, wenn man sie nicht sogar eine Ente nennen könnte.

    Wollt Ihr den Artikel nicht, im Interesse eurer Glaubwürdigkeit und Seriösität, wenigstens mit einem kurzen Hinweis versehen?

  • ABC
    Auf diesen Kommentar antworten ABC Freitag, 17 März 2017 10:44

    Ich bin an Multiple Sklerose erkrankt, ich bin 25 weiblich..das macht mich so todtraurig.. ich habe es noch bei meiner Krankenkasse niht versucht, aber ich weiss was auf mich zu kommt.


    Cannabis hat mir mein Leben wieder gegeben und mein Neurologe ist genauso ein stück ********

    Worüber reden wir hier....ES HILFT UND DIE WOLLEN DAS NICHT GEGEBEN

    FÜR TEUERE PHARMA MEDIS GAB ES KEIN STRSS:: WISST IHR wieviele Geschenke ich auch noch von Pharma bekommen habe....Ich benutze keine medis mehr seit 2 jahren..weil sie mich fast in den selbsmord getrieben haben allgemein mit der diagnose


    mir geht es sovile besser damit und mein arzt sagt mir genau das was im artikel stehtl

    TODESURTEIL::::ich kann mir nicht soviel gras leisten und ich muss meinen alltag meistern und wenn du krank bist bist du nichts wert..(Meine Erfahrungen))
    aber deine Schmerzen zu lindern auch scheiss drauf


    Ich drehe durch bin ausser meinem Freund nicht egal..für meine Mutter bin ich drogenabhängig..

    Klasse

  • Don Kamillo
    Auf diesen Kommentar antworten Don Kamillo Donnerstag, 16 März 2017 23:24

    Der Stock im After der Spitzenverbände ist nur noch jetzt realität. Jetzt schon nicht mehr. Die letzten Heuchler lassen ihre letzten Verzweifelungsakte über uns hereinregnen.. Aber das sollte niemanden scheuen. Der Generationswechsel auch in Politik hat sich bereits vollzogen und die, die sich nicht von den vermittelten Mitgiften zu trennen vermögen, meinen es auch gar nicht so wie man denkt das man es meinen könnte. Also in diesem Sinne.. #DieZukunftistDA

  • Felix Richter
    Auf diesen Kommentar antworten Felix Richter Mittwoch, 15 März 2017 22:16

    Würde man Cannabis komplett legalisieren würde es dieses ganze hin und her nichtmehr geben ich meine was spricht den dagegen das Cannabis nicht legaliesiert werden darf? Es würde nur positives nutzen bringen man kann nicht einfach eine pflanze die schon länger existiert als wir menschen verbieten... in endlichen ländern klappt es reibungslos mit den gesetzt und bis jetzt hat sich auch noch nie einer darüber beschwert das bekiffte leute durch die straßen laufen und irgendwo rumpöbeln oder sachen kaput machen oder alles voll kotzen jeder memsch sollte das recht haben cannabis zu konsumieren ich leide selber an der krankheit ADHS und behandle mich seit meinem 13. Lebenjahr selber mit Cannabis und muss bald wegen einer pflanze für 3 1/2 jahre in den knast.... Cannabis ist eine wunderpflanze und kein teufel oder irgendwas was den leuten schaden könnte jetzt kann man natürlich behaupten das cannabis abhänging macht und schädlich ist aber ich wette wir würden mehr kontras gegen alkohol und zigaretten finden als gegen Cannabis Deutschland ist einfach noch zu altmodisch und zu spießig im denken... Deutschland ist mit eins der unhöfligsten länder ich wette wenn die leute abundzu mal ein Joint rauchen würden würde es ganz anders aussehen die "droge" aus der geselschaft zu vertreiben wird sowieso nie im leben klappen es wird immer gekifft also warum sollte man dann nichtlangsam mal den kampf aufgeben und realistisch mitdenken... es würde nichtnur ein kleiner kampf gegen die kriminalität damit zuende sein sondern auch probleme aus der welt geschafft mit den sich cannabispatienten tagtäglich beschäftigen müssen... gleichzeitig schaffen wir auch neue arbeitsplätze und nehmen einen haufen geld an steuern ein Cannabis ist das Grüne Gold die vereinigten staaten haben es uns deutlich gezeigt....

  • Sandro
    Auf diesen Kommentar antworten Sandro Mittwoch, 15 März 2017 14:03

    Ich finde es einfach eine bodenlose Frechheit, besonders da mann bei einem zb. Torett kranken di wirkung in kürzester zeit SEHEN kann, fehlt di studie??

    Hauptsache bei der gesundheit von unseren Mittmenschen wirt gespart

  • Marco Becht
    Auf diesen Kommentar antworten Marco Becht Mittwoch, 15 März 2017 12:17

    Sehr richtig ...habe ähnliche Erfahrungen gemacht...Hausarzt weigert sich mir cannabis zu verschreiben .....die kasse verlangt eine Beurteilung...die verweigern auch alle Ärzte wo ich war.
    Bin seit 2009 chronischer Schmerzpatient

Was sagst du dazu?

Felder mit (*) müssen hinzugefügt werden, alle weiteren Felder sind optional (HTML-Code wird herausgefiltert).

Facebook