Wahl 2020: Vier weitere US-Staaten legalisieren Cannabis, Oregon sogar Magic Mushrooms

Von  Nov 04, 2020

Bei der Wahl zum amerikanischen Präsidenten am 3. November wurden nebenher auch noch einige andere Wahlen abgehalten, so etwa in New Jersey, Arizona, South Dakota und Montana, wo die Bevölkerung darüber abstimmen durfte, ob man sich an das Cannabis-Verbot, das eigentlich in den Vereinigten Staaten von Amerika angeordnet ist, halten möchte – oder lieber nicht. Die Bürger entschieden sich in allen Staaten mit mehrheitlich dafür, Cannabis komplett freizugeben und zu legalisieren.

 

Somit haben in den USA nun bereits 15 Staaten (Alaska, Arizona,Colorado, Illinois, Kalifornien, Maine, Massachusetts, Michigan, Montana, Nevada, New Jersey, Oregon, South Dakota, Vermont, und der Staat Washington) sowie der District of Columbia (Washington, D.C.) und die US-Außengebiete Guam und die Nördlichen Marianen Cannabis zum Freizeitgebrauch vollständig legalisiert.

 

16 weitere Bundesstaaten und die Amerikanischen Jungferninseln haben den Freizeitgebrauch von Cannabis inzwischen dekriminalisiert. Der medizinische Gebrauch (mit Rezept) ist in 35 der 50 Staaten, vier der fünf Außengebiete der USA sowie dem District of Columbia legalisiert. Mississippi ist der neueste Zugang auf medizinischer Ebene, ebenfalls als Resultat der Wahl vom 3. November. Die übrigen Staaten haben bis auf Idaho und Nebraska zumindest CBD freigegeben. Somit gibt es praktisch kaum noch Staaten in den USA, wo man nicht Cannabis in der ein oder anderen Form legal erwerben kann.

 

In Oregon gab es auch weitere interessante Abstimmungen zur Behandlung von Drogen bzw. Drogenkonsumenten. Nicht nur wurden dort geringe Mengen Kokain und Heroin dekriminalisiert, sondern es wurde auch Psilocybin legalisiert, der Bestandteil sogenannter Magic Mushrooms.

 

Kassandra Frederique von der Interessensvertretung Drug Policy Alliance sagte, die Verabschiedung dieser Maßnahmen in Oregon zeige, dass die Wähler auf einen neuen Ansatz in der Drogenpolitik erpicht seien, um sie als Gesundheitsproblem zu behandeln und der Behandlung von Konsumenten Vorrang einzuräumen. Sie sagte, sie erwarte, dass andere Staaten dem Beispiel folgen würden, und erwähnte Bemühungen in Staaten wie Kalifornien, Vermont und Washington.

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