Robocrop: Firma entwickelt intelligenten Cannabis-Trimmer

Von  Apr 07, 2017

Jedes Jahr im Sommer strömen Zehntausende Arbeitsuchende aus den USA und sogar aus dem Ausland nach Nordkalifornien, um in der Cannabisbranche Arbeit zu finden. Die meisten dieserTrimmingrants werden, wie der Name bereits andeutet, als Trimmer eingestellt. Bewaffnet mit kleinen Scheren befreien sie nach der Erntephase einige Wochen lang die noch nicht getrockneten Buds von Blättern und anderem unerwünschten Pflanzenmaterial. Was sich für den ein oder anderen Hobbygrower nach einer gemütlichen Spassveranstaltung anhört, ist in Wahrheit mühevolle Kleinarbeit im Akkord. Schließlich sind die Erntemengen enorm und die Buds müssen zwecks Schimmelvermeidung so schnell wie möglich weiterverarbeitet werden.


Doch wie „Business Insider“ berichtet, könnte sich bald die Anzahl der benötigten Trimmigrants deutlich verringern. Denn auch in der boomenden amerikanischen Cannabiswirtschaft wird zunehmend auf Automatisierung gesetzt. Die Firma Bloom Automation hat nun einen Trimroboter zur Marktreife gebracht, der den bereits seit einiger Zeit erhältlichen maschinellen Trimmern deutlich überlegen sein soll. Diese sind aufgrund ihrer oft unsauberen Arbeit bisher kein adäquater Ersatz für die menschliche Arbeitskraft. Die Trimroboter von Bloom Automation hingegen sollen dem Menschen dank Computervision und künstlicher Intelligenz in puncto Sorgfalt und Geschwindigkeit (ca. ein halbes Kilo am Tag) durchaus ebenbürtig sein. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren auch einige Arbeitsplätze im als Jobmotor angepriesenen Cannabusiness verloren gehen werden. Bloom Automation selbst gibt an, dass eine einzige menschliche Arbeitskraft ausreichen soll, um eine Anlage von mehreren Roboter-Trimmern zu steuern und zu überwachen.

 

Bleibt (für die cannabisaffinen Amerikaner) zu hoffen, dass dann auch die Preise von Marihuana für den Endverbraucher in Zukunft deutlich sinken werden…