So sieht das Testkit aus So sieht das Testkit aus Forensisches Institut des Kantons Zürich

Reaktion auf Schweizer CBD-Hype: Polizei setzt neuen Schnelltest für Cannabis ein

Von  Dez 19, 2017

Für Cannabis-Freunde, -Konsumenten und -Patienten ist der momentan in der Schweiz herrschende CBD-Gras-Hype natürlich eine tolle Sache. Mittlerweile gibt es den legalen Industriehanf (so wird er in Polizeikreisen bezeichnet) an jeder Straßenecke legal zu kaufen, am Züricher Hauptbahnhof wird einfach mal der mit 15 Metern größte Space-Cake (natürlich auch aus CBD-Weed) der Welt verköstigt und im Wohnzimmer hängt zur Weihnachtszeit der Marihuana-Adventskalender.

 


Ein Problem mit diesem Trend hat bisher vor allem die Strafverfolgung. Denn natürlich lassen sich CBD-Blüten rein äußerlich nicht von den THC-haltigen unterscheiden. Das bisherige Prozedere bestand darin, gefundenes Marihuana in jedem Fall erst einmal einzukassieren und anschließend einer aufwendigen und dementsprechend teuren Laboruntersuchung zu unterziehen. Handelte es sich tatsächlich nur um CBD-Gras, mussten die Kosten für den Test vom Steuerzahler übernommen werden.

 


Doch nun werden die Beamten des Kantons Zürich erstmals mit Schnelltests für die Hosentasche ausgerüstet. Gleich vor Ort können die Beamten dann mit dem handlichen Test-Kit feststellen, ob Marihuana größere Mengen an THC enthält oder nicht. Und das geht ganz einfach: Einfach etwas Blüten- oder Blattmaterial (kleinste Mengen reichen schon aus) in den Plastikbeutel geben und ihn mit den Fingern zerdrücken. In dem Beutel finden sich zwei kleine Ampullen mit Chemikalien, die bei Druck aufplatzen und ihren Inhalt freigeben, der sich mit dem Marihuana vermischt. Anhand der folgenden Verfärbung (rosa: CBD, blau: THC), kann man leicht sagen, um welche Art Weed es sich handelt. Nur in absoluten Grenzfällen muss nun noch eine Untersuchung im Labor durchgeführt werden.

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