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Im Falle der Legalisierung: Polizist rechnet mit massenhaften Polizeihundtötungen

Von  Mai 10, 2018

Angesichts der ausbleibenden Schreckensszenarien in den US-Legalisierungsstaaten müssen die Prohibitionisten und Hardliner im US-Bundestaat Illinois scheinbar ihre Argumentationsstrategie neu ausrichten – was offenbar bedeutet, auf sachliche Argumentation vollkommen zu verzichten und stattdessen die zu schützende Bevölkerung emotional aufzuwiegeln. Und wenn schon die armen Jugendlichen und Kinder nicht mehr dafür taugen, da sich ein ansteigender Konsum unter Minderjährigen nach einer Legalisierung in der Realität eben nicht nachweisen lässt, müssen halt die ganz scharfen Geschütze aufgefahren werden. So ließ Chad Larner, Leiter der K9 Trainigsakademie für Polizeihunde, doch tatsächlich verlautbaren, dass im Fall einer Legalisierung eine nicht geringe Anzahl an Polizeihunden wohl eingeschläfert werden müsse. Viele der Hunde seien aufgrund ihres jahrelangen Trainings nicht mehr umschul- oder sozialisierbar und hätten dementsprechend nichts als den Gnadentod durch die Spritze zu erwarten.

 

Unzählige Kommissar-Rex-Fans dürften spätestens jetzt in Schnappatmung verfallen, doch ein Blick auf Legalisierungsstaaten wie Colorado zeigt, dass massenhafte Hundetötungen ausgeblieben sind. Vielmehr wird eben doch häufig auf eine Umschulung der Hunde gesetzt, was zwar natürlich ziemlich teuer ist, aber immer noch deutlich günstiger, als große Teile der Bevölkerung wegen harmloser Cannabis-Vergehen der staatlichen Vollversorgung im Gefängnis zuzuführen. Natürlich würden die Umschulungs-Kosten sowieso nicht mal einen Bruchteil der nach einer Legalisierung zu erwartenden Steuereinnahmen ausmachen. Polizeichef Jim Getz ruderte übrigens inzwischen stellvertretend für seinen Kollegen Larner zurück und bezeichnete dessen Statement als eine „unglückliche Wortwahl“.

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