Blei im Vape-Pen? US-Labors warnen vor Billig-Vapos wikipedia.org

Blei im Vape-Pen? US-Labors warnen vor Billig-Vapos

Von  Jan 30, 2019

Vape-Pens und E-Zigaretten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Gerade Cannabis-Neulinge, die im Zuge gestiegener sozialer Akzeptanz ihre ersten Erfahrungen machen, interessieren sich fürs Vaporisieren. Ähnliches gilt für die zahlreichen Patienten, die selbstverständlich nach einem gesunden Weg suchen, ihre Medizin zu konsumieren. Für die Mehrzahl dieser Nutzer ergibt es einfach keinen Sinn, ihr Arzneimittel auf eine gesundheitsschädliche Art und Weise (z.B. im Joint) einzunehmen und damit die heilsame Wirkung des Cannabis ad absurdum zu führen.

 

Leider gibt es nun Besorgnis erregende Nachrichten aus Kalifornien zum Thema Vaporisieren. Im Rahmen verschärfter Regularien, Kontrollen und Tests, denen sich die legale Cannabisindustrie bzw. ihre Produkte in steigendem Maße zu unterziehen hat, kommen derzeit einige unangenehme Wahrheiten ans Licht. Da aufgrund steigender Konkurrenz möglichst billig produziert werden muss, lassen viele US-Firmen ihre Vape-Pens in China zusammensetzen oder nutzen zumindest Einzelteile aus Fernost. Die Folgen: ein erhöhter Blei-Anteil in den Kartuschen und im schlimmsten Fall Bleidämpfe in den Lungen der Konsumenten. Selbst hochpreisige und vermeintlich hochwertige Kartuschen sind von den Verunreinigungen nicht ausgenommen, von obskuren Billig-Geräten vom Grabbeltisch einmal ganz zu schweigen.

 

Problematisch ist außerdem, dass nicht wenige Prüflabors der Cannabisbranche noch gar nicht ausreichend ausgerüstet sind, um die erweiterten Tests korrekt durchführen zu können. John Myers, Verkaufsleiter des Händlers für Cannabiszubehör Calico Group, berichtet von kalifornischen Cannabisfirmen, die ihre Cartridges von unabhängigen Laboren testen ließen: demnach waren fünf Prozent der eingereichten Proben mit Bleirückständen kontaminiert. Der Gründer der Testeinrichtung SC Labs Josh Wurzer räumt in einem offiziellen Statement gegenüber der Presse zwar Probleme ein, sprach aber nur von etwa 0,5 Prozent positiver Blei-Tests durch sein Unternehmen.

 

Bleibt zu hoffen, dass die Unternehmen der Branche ihre Veranwortung gegenüber der Gesundheit ihrer Kunden ernst nehmen und nicht der Profitgier opfern.

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