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Kiffen – Schule zahlt 100 Euro Kopfgeld pro verpetztem Kiffer

Von  Mär 16, 2016

Unglaublich! Ein Schuldirektor am Siebold-Gymnasium in Würzburg bekam Hinweise, dass an seiner Schule mit Marihuana gedealt und dieses auch konsumiert werden würde. Was würde ein gescheiter Schuldirektor da machen? Wissen wir auch nicht, aber Schulleiter Rapp kam jedenfalls auf die äußerst merkwürdige Idee, allen Schülerinnen und Schülern, die einen Mitschüler verpfeifen, einen glatten Hunni anzubieten – von seinem privaten Geld.

 

Hundert Euro sind viel Geld, da kann man schon eine Menge Gras von kaufen, also wurden natürlich auch direkt ein paar Mitschüler angeschwärzt. Wie die „Mainpost“ berichtete, soll die 100-Euro-Prämie auch einmal gezahlt worden sein – dem verpetzten Schüler konnte allerdings nichts nachgewiesen werden.

 

Das Vorgehen des Direktors ist wohl juristisch nicht zu beanstanden. Die Polizei möchte es „nicht bewerten“, wie bei „mainpost.de“ zu erfahren ist. Im Leserforum der Website wird der Schuldirektor für seine Idee scharf angegangen: Kinder zum Denunziantentum anzustiften, scheint den meisten Menschen dann doch immer noch nicht in den Kram zu passen.

 

Aber wie so oft in den letzten Jahren ist auch die Verteuflung von Cannabis wieder großes Diskussionsthema im Kommentarbereich der Website. Erfreulicherweise ist immer häufiger eine große Mehrheit der Diskutanten unter den verschiedensten Online-Nachrichtenseiten für Lockerungen oder Legalisierungen von Marihuana und Haschisch, kommentiert in diesem Sinn und geht geduldig auf die Gegenstimmen ein. Dass die Cannabis-Gegner online einmal in der Mehrzahl sind, kommt in den letzten Jahren kaum noch vor.

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