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Prozess in München: der 1000-Pflanzen Grow, der nur auf Fotos exisitiert

Von  Jan 18, 2019

Aktuell müssen sich zwei Männer wegen einer illegalen Cannabisanlage vor dem Landgericht München verantworten. Klingt jetzt erst mal nicht weiter spannend, doch der Fall hat eine Besonderheit:

 

Denn es konnten überhaupt keine Pflanzen gefunden werden, als ein SEK-Kommando einen Keller in Krailing stürmte. Angeblich konnte nur ein einziges, abgestorbenes Cannabisblatt gefunden werden. Nichtsdestotrotz sitzen die beiden Angeklagten jetzt bereits seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft. Während der ältere der beiden Männer (36) bisher zu allen Vorwürfen geschwiegen hat, hat sein etwas jüngerer Cousin (30) ausführlich ausgesagt.

 

 

Unter anderem auch, warum die Beamten keine Pflanzen finden konnten. Der Grow ist nämlich gründlich schiefgegangen, denn nachdem die Raumtemperatur auf 64 Grad Celsius angestiegen war, gingen alle Cannabispflanzen ein. Von etwa 1200 Pflanzen ist die Rede, die von den Verdächtigen schließlich in einem Waldstück entsorgt wurden. Die Gesetzeshüter haben die Cannabispflanzung jedoch nur auf einem Foto zu Gesicht bekommen.

 

Gutachtern der Anklage reichte das aber voll aus, um von einer Ernte von zehn Kilo Blütenmaterial und einem geplanten „gewinnbringenden Handel“ auszugehen. Der Rechtsanwalt der Angeklagten hingegen verfolgt die Strategie, nachzuweisen, dass die Tat der beiden Männer überhaupt erst durch die Anstiftung des eingangs erwähnten V-Manns zustande gekommen ist.

 

 

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