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Cannabis-Extraktion: Mann aus Düren sprengt Wohnung in die Luft

Von  Mai 25, 2020

Die verschiedenen Formen der Cannabisextrakte von Wax bis Öl erfreuen sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Nachdem diese besonderen Zubereitungs- und Konsummethoden noch bis vor einigen Jahren im deutschsprachigen Raum nur dem harten Kern der Szene ein Begriff waren, interessieren sich auch hierzulande immer mehr Cannabisfreunde, auch bedingt durch den Dabbing-Hype in den USA der vergangenen Jahre und den globalen CBD-Siegeszug für „ausgefallenere“ Konsumformen jenseits von Rauchen und Essen. Soweit so gut, schließlich dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass das Cannabisrauchen (mit Tabak) unnötige Gesundheitsrisiken mit sich bringt und auch der Genuss von Edibles aufgrund der Dosierbarkeit und dem zeitverzögerten Wirkungseintritt so seine Tücken haben kann. Cannabisöl zum Beispiel lässt sich mit ein wenig Erfahrung hingegen punktgenau dosieren und jederzeit äußerst diskret einnehmen.

 

Ein Weg, es selbst herzustellen, vor dem auch Highway immer wieder warnt, ist die Extraktion mittels Butangas: theoretisch zwar schnell und günstig durchführbar, birgt die Methode aufgrund der Explosivität des Gases hohe Risiken, insbesondere für naturwissenschaftlich weniger bewanderte Zeitgenossen. In Düren hat sich ein Mann dennoch an diese Art der Extraktion herangewagt, leider mit empfindlichen Folgen: bei dem Versuch kam es zu einer Explosion, die das Hausdach über der Wohnung des 42-Jährigen schwer beschädigte und darüber hinaus mehrere kleinere Brände in den umliegenden Häusern verursachte. Zum Glück kam bei der Aktion jedoch niemand ernsthaft zu Schaden. Ein Glück, dass etwa der deutschsprachige Rapper Dr. Knarf nicht hatte: Anfang 2017 sprengte er sich selbst und einen Freund beim Versuch einer BHO-Extraktion in die Luft und erlitt dabei allerschwerste Verletzungen, unter denen er wohl sein Leben lang leiden wird.

 

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