Weedtual Reality: Preisgünstige Alternativen zur PlayStation VR Artur Marciniec, Adobe Stock / Eric Limon, Adobe Stock

Weedtual Reality: Preisgünstige Alternativen zur PlayStation VR

Von  Okt 13, 2016

Heute kommt die Virtual-Reality-Brille PlayStation VR für die PlayStation 4 auf den Markt. Viele Beobachter glauben, wenn sich diese nicht durchsetzt, dann wird es wieder für einige Jahre still auf dem VR-Markt werden. Aber nicht jeder besitzt eine PS4 und nicht jeder, der eine besitzt, möchte sich für viel Geld die Neuerscheinung direkt kaufen. Aber es gibt auch preisgünstige VR-Alternativen. Unser Autor Mr. Haze Amaze hat sich im folgenden Artikel für euch mit dieser Thematik beschäftigt.

 

 

Viele Cannabiskonsumenten kennen das: Einer aus der Runde zieht am Joint und sagt danach etwas wie „Woah, das Zeug hat mich ins Weltall geschossen“ oder etwas wie „Ich hab mich gefühlt wie in einer anderen Welt!“ Einige haben so einen Zustand noch nie erreicht, einerseits weil es gerade für Anfänger schwer ist, so viel zu rauchen ohne dabei einzuschlafen oder auch vielleicht, weil der Sprücheklopfer einfach nur übertreibt. Aber was würdest du sagen, wenn so ziemlich jeder einen sehr ähnlichen Zustand erreichen kann und das ohne fünf Joints zu rauchen? Alles was du dafür brauchst sind etwa 15 Euro und ein Smartphone.

 

Vielleicht hast du schon mal von VR oder auch Virtual Reality gehört. Dann sollten dir auch Wörter wie Oculus Rift und Google Cardboard ein Begriff sein und du weißt worauf dieser Artikel hinausläuft. Für alle anderen, die noch nie etwas von Virtual Reality gehört haben oder die ihr Wissen diesbezüglich erweitern wollen, gibt es im Folgenden eine kurze Zusammenfassung, was VR ist und wie es funktioniert:

 

Es gibt neuerdings sehr viele VR-Geräte auf dem Markt – wobei die Preise bei 12 Euro anfangen und bis über 400 Euro erreichen können – und für fast alle benötigst du zusätzlich nur noch dein Smartphone. Das Funktionsprinzip ist allerdings bei fast allen Geräten ähnlich: Man hat ein Display mit einem Splitscreen (zweigeteilter Bildschirm): eine Seite ist für das rechte, die andere Seite für das linke Auge. Dieses Display liegt hinter zwei speziellen Konvex-Linsen, welche die Darstellung auf dem Bildschirm vergrößern. Das Ganze ist dann in einer „Box“ verbaut, die man sich ähnlich wie ein Nachtsichtgerät über den Kopf zieht. Die Augen schauen dabei durch die Linsen. Der Abstand zwischen den Linsen, dem Display und deinen Augen ist so eingestellt, dass du alles, was auf dem Display geschieht, wahrnehmen kannst. Würdest du dir das Display ohne Linsen so nah vors Gesicht halten, würdest du hingegen nichts erkennen. Und das ist schon die Magie hinter der allgemeinen Technik von VR.

 

Was Virtual Reality allerdings erst wirklich interessant macht, ist die Motion-Tracking-Technik und der sogenannte „Immersionsfaktor“. Motion-Tracking erlaubt es, jede Bewegung, die du mit deinem Kopf machst, auf das Display zu übertragen. Das bedeutet, wenn du beispielsweise nach rechts schaust, bewegt sich auch das Bild auf dem Display. Es ermöglicht dir, dich in einem Video oder einem Spiel nur durch Kopfbewegungen komplett umschauen zu können. Der Immersionsfaktor beschreibt inwieweit man in die virtuelle Welt eintauchen (engl. „immerse“) kann. Beeinflusst wird das Ganze durch Faktoren wie Tragekomfort des Gerätes, dessen Gewicht oder die Abdichtung des Sichtfelds. Ein konkretes Beispiel dafür: Der Immersionsfaktor des Google-Cardboards (ca. 15 Euro) ist eher schlecht, da das Gerät aus Pappe gemacht ist, scharfe Kanten hat und Licht durch die Spalten zwischen Gesicht und Gerät eindringt. Zum Ausprobieren ist es allerdings noch ganz gut geeignet, dank des niedrigen Preises. Ein anderes Gerät wie zum Beispiel das Freefly-VR-Device hat einen höheren Immersionsfaktor, da es eine Schaumstoffpolsterung hat, einen höheren Tragekomfort aufweist und das Sichtfeld komplett einschließt – das heißt du siehst nichts mehr von deinem realen Umfeld.

 

Aber was haben jetzt ein VR-Gerät und Weed miteinander zu tun? Die Frage ist leicht zu beantworten: Total breit ein 360-Grad-Video von einem Weltraumflug quer durch das Sonnensystem in Ego-Perspektive zu schauen, ist ein atemberaubendes Erlebnis!

 

Wenn du dich jetzt immer noch fragst, wie Virtual Reality funktionieren soll, hier eine kurze Anleitung: Kauf dir (für den Anfang) ein Google-Cardboard für 15 Euro, lade dir eine VR-App auf dein Handy, stecke das Handy ins Cardboard und los geht’s!

 

Es gibt momentan sowohl für Apple als auch für Android sehr viele coole Apps. Diese Liste mit zehn der besten VR-Angebote kann dir bei deiner Entscheidung helfen:

 

1. Within (360°-Videos)

2. Cosmic Rollercoaster (ein Flug durchs Weltall)

3. Insidious Chapter 3 VR (Horror-360°-Video, „Vorschau“ zum Film)

4. Discovery VR (360°-Dokumentationen)

5. Orbulus (360°-Fotos von berühmten Orten)

6. 11:57 (360°-Horror-Video)

7. A Chair in a Room (Horror-Spiel)

8. Vanguard V (Weltraum-Spiel)

9. A Time in Space ( 360°-Weltraum-Video)

10. AAA VR Cinema (Video-Player)

 

Falls dir diese Apps nicht gefallen sollten kannst du dich gerne auch noch selbst auf die Suche machen. Die Website wearvr.com bietet eine Vielzahl an Apps und Spielereien für alle Betriebssysteme und Geräte.

 

Und jetzt mach es dir gemütlich und schnapp dir ein VR-Gerät. Flieg durch den Weltraum, schwimm im Ozean mit riesigen Walen oder mach dir in die Hose, weil du mit einer gruseligen Frau im weißen Kleid in einem dunklen Kellerraum eingesperrt bist. Es gibt soviel zu entdecken – und dafür musst du nicht mal deine Couch verlassen.

 

Ausblick: Wer meint, dass eine Virtual-Reality-Brille zu langweilig ist, der sollte mit Spannung nach Utah schauen. Dort soll schon in naher Zukunft ein komplettes Gebäude zu virtuellen Realität „umgebaut“ werden, sodass man KOMPLETT eintauchen kann. Das ganze nennt sich Hyper Reality und auf thevoid.com könnt ihr euch schon mal einen ersten Eindruck dazu verschaffen.

Facebook