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Ganja Movies – Mr. Nice

Von  Apr 12, 2016

Wer aus erster Hand alles über das wendungsreiche und aufregende Leben von Howard Marks erfahren möchte, dem sei natürlich in erster Linie Marks' knapp 500 Seiten starke Autobiographie Mr. Nice empfohlen, die wir in der nächsten Print-Ausgabe (3.6. am Kiosk) des Highway genauer vorstellen werden.

Wer aber lieber etwas leichtere Kost bevorzugt, dem sei das 2010 unter der Regie von Bernard Rose (Candymans Fluch) entstandene gleichnamige Biopic ans Herz gelegt. Der Film hakt, dabei ganz konventionelles Biopic, in zwei knackigen Stunden die wichtigsten Stationen und Wendepunkte in Marks Leben in Rückblenden ab und hält sich dabei größtenteils sklavisch an die Buchvorlage, wobei allerdings die Asiengeschäfte der Dealer-Legende als auch die Irrungen und Wirrungen ausgelöst durch seine unzähligen falschen Identitäten im Gegensatz zum Buch etwas zu kurz kommen.

In der Hauptrolle liefert Rhys Ifans (der schrullige Mitbewohner aus Notting Hill) eine überzeugende Performance, doch auch in den Nebenrollen ist der Film mit Chloë Sevigny als Marks Ehefrau Judy und Crispin Glover solide besetzt. Enorm zum Gelingen des Films trägt der von 60er-Pop inspirierte Soundtrack bei, der auch mit Originalsongs von Deep Purple und John Lennon aufwartet und so für eine authentische Atmosphäre sorgt.

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