Die Simpsons und das Kiffen – die perfekte Mischung (Teaser aus dem neuen Heft)

Von  Okt 24, 2017

Am Dienstag ist die neueste Print-Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin erschienen und kann ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops für schlappe 2,60 Euro erworben werden.

 

Unter anderem beschäftigen wir uns in der aktuellen Ausgabe mit dem selbsternannten Wunderheiler Rick Simpson, der behauptet, mit seinem Cannabis-Öl Krebs heilen zu können. Aber wir beschäftigen uns im Magazin auch mit den gelben Namensvettern, die ansonsten aber gar nichts mit ihm zu tun haben – den Simpsons, der wohl bekanntesten und beliebtesten Zeichentrickfamilie der Welt. Denn in den bald 30 Jahren ihres Bestehens sind die Simpsons schon des Öfteren mit Cannabis in Berührung gekommen. Und auch vor den Fernsehern lässt sich das Kiffen ganz gut mit den Simpsons kombinieren...

 

Es gibt wohl nur wenig Genialeres als entspannt die Simpsons anzuschauen, ganz besonders wenn man angenehm stoned ist und ein paar Tütchen und Bongs intus hat. Dabei sind die Simpsons keineswegs nur eine Kindersendung, sondern sie sind vor allem eine bitterböse Satire auf Werte, Bräuche, Verhaltensweisen und Systemstrukturen der USA. Der Schöpfer Matt Groening hat ganz ohne Zweifel ein subversives, mit beißendem Humor gespicktes Meisterwerk der US-amerikanischen Popkultur geschaffen. Für Stoner, aber auch jeden anderen Simpsons-Konsumenten, steckt die Genialität der Fernsehserie in der Multidimensionalität des Geschehens, den unglaublichen Jokes, die so dicht am Alltag dran sind, dass sie beinahe schon wieder absurd scheinen und den skurrilen und doch realistisch erscheinenden Akteuren. Denn bei aller Gelbheit und nur vier Fingern an einer Hand: einen Homer, eine Marge, einen Bart, eine Lisa, eine Maggie, einen Ned Flanders, einen Chief Wiggum oder einen Otto kennt doch wirklich jeder – auch hierzulande. Natürlich könnte die Liste beliebig lang fortgesetzt werden, denn alle in den Simpsons vertretenen Charaktere kommen einem irgendwie aus dem eigenen Leben bekannt vor.

 

In vielen Folgen der Simpsons sind Drogen folgenimmanent ein heißes Eisen. Beschränken wir uns in diesem Artikel aber einmal ganz profilscharf auf Weed und Dope. Im Folgenden handelt es sich um eine subjektiv getroffene Auswahl an Personen und Folgen, die jeder Leser nach eigenem Gusto ergänzen oder fortsetzen kann. Der Dauerklassiker des Kiffers, der typische Stoner bei den Simpsons, ist ganz klar Schulbusfahrer Otto. Von Beginn der Simpons an war klar, dass Otto ein Dauerkiffer vor dem Herrn ist, obwohl doch gerade er den verantwortungsvollen Beruf hat, die Schulkinder von Springfield sicher von ihren Wohnorten zur Schule und zurück zu bringen. Dabei wird Otto in den allermeisten Folgen als stoned dargestellt, was sich nicht zuletzt an seinen fragwürdig bis gefährlichen Fahrkünsten zeigt. Otto funktioniert dabei so wie viele Daueruser: Mit einem gewissen Quantum intus funktioniert er perfekt, aber wehe, man würde ihn auf THC-Entzug setzen – dann müssten die Eltern von Springfield wirklich um die Sicherheit ihrer Kinder bangen. Das tut der Beliebtheit Ottos aber keinen Abbruch. Er ist für alle der „Dude“ oder der „Man“ und alle seine Sätzen enden eben mit einem dieser beiden Begriffe. Insbesondere der ohnehin zu allen Varianten subversiven Verhaltens neigende Bart pflegt ein ganz besonders inniges Verhältnis zu Otto. Nicht selten bemerken die Kinder oder Lehrer einen eigenartigen Cannabis-Geruch im Schulbus, wenn Otto seine Kleider seit Tagen nicht mehr gewechselt hat oder wenn er kurz vor Fahrtantritt im Gefährt tüchtig einen durchgezogen hat, damit ihn die kleinen Satansbraten nicht so nerven. Trotz dieses per se wirklich nicht ungefährlichen Verhaltens, scheint der Schutzheilige aller Kiffer Otto wohlgesonnen zu sein, denn bisher ist es ihm immer gelungen, seine Fahrten ohne Tote oder Schwerverletzte zu einem guten Ende zu bringen, auch wenn der Schulbus das eine oder andere Mal schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

Während Otto der einzige offen bekennende Dauerkiffer bei den Simpsons ist, zieht sich das Phänomen des THC-Rauschs dennoch durch alle Gesellschaftsschichten und betrifft alle Altersgruppen und Geschlechter. Denn zum Beispiel auch Homer ist ein Stoner. In der „Barthood“-Episode der 27. Staffel steht Barts Heranwachsen im Fokus. Dabei erwischt er – von seltsamen Grasgerüchen aus dem Schlafzimmer seiner Eltern angelockt – zu seinem großen Entsetzen seinen Vater Homer, wie der tüchtig eine Bong durchzieht und, typisch für so manchen Konsumenten, vor sich hin philosophiert. Bart reagiert für seine Verhältnisse beinahe paranoid und fragt, was denn passieren würde, wenn jetzt plötzlich die Staatsmacht käme, nur um dann noch erstaunter festzustellen, dass der adipöse Polizeichef Wiggum bereits im Schlafzimmer sitzt und gemeinsam mit Homer die Bong durchzieht, während er sich köstlich entspannt. Damit wird der Rollentausch perfekt, denn Bart wird zum Moralapostel und warnt seinen Vater eindringlich vor den Folgen des Kiffens. Aber, liebes Autorenteam, manchmal kann man es auch übertreiben. Denn diesen Rollenwechsel nimmt Bart niemand ab – Adoleszenz-Prozesse hin oder her. Hier wäre im doppeldeutigen Sinne mehr Realismus angebracht. Denn es mag schon sein, dass Homer an der Bong klebt, wie die Fliege an der Scheiße, aber folgerichtig wäre eigentlich ein Bart, der seinem Vater das verbliebene Gras abzieht, um sich selbst ein paar chillige Augenblicke zu gönnen. Dennoch bleibt Homer zu wünschen, dass er öfter mal sein ansonsten über alles geliebtes Duff-Bier im Kühlschrank stehen lässt und sich weiter zum kiffenden Hippie-Opa entwickelt.

 

Dabei ist das bei Weitem nicht die einzige Folge, in der Homer einen durchzieht... den vollständigen und umfassenden Artikel könnt ihr in Highway – Das Cannabismagazin 06/2017 lesen.

 

 

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