Auf einen Joint mit Moritz Bleibtreu: die Lammbock-Stars im Interview Szene aus Lommbock

Auf einen Joint mit Moritz Bleibtreu: die Lammbock-Stars im Interview

Von  Sep 30, 2020

Dieses Interview erschien erstmals zum Kinostart in Highway-Ausgabe 02/17. Wer sich den Film nun (noch einmal) anschauen möchte: Lommbock ist seit dem 29. September für alle Netflix-Abonennten kostenlos abrufbar.

 

Unmittelbar nachdem wir Lommbock im Rahmen einer Pressevorführung in Hamburg ansehen durften, wurden wir von Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz zum Gespräch über den Film und das Kiffen an sich eingeladen. Nachdem wir freundlich begrüßt wurden, verschwindet Moritz Bleibtreu kurz im Nebenraum und kehrt mit einem Stück schwarzen Haschisch wieder – „endlich einmal fachkundige Interviewer“, freut er sich und beginnt einen Hasch-Joint zu drehen. Da aber große Teile der Highway-Redaktion nur pur rauchen, beschließen wir, einen Joint aus den Highway-Reserven zu drehen, damit auch jeder daran ziehen kann. Rein zufällig haben wir Gras der Marke „genmanipulierte Haze-Scheiße“ am Start – eine Formulierung, wie sie im neuen Film Lommbock des Öfteren vorkommt. Denn Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefans Vater (Elmar Wepper) beschweren sich in der neuen deutschen Kifferkomödie des Jahres 2017 mehrfach über die „genmanipulierte Haze-Scheiße“ und reminiszieren über Cannabissorten vergangener Tage, die nur einen geringeren THC-Anteil aufgewiesen haben sollen. Müssen wir uns eigentlich wundern, dass einer der größten deutschen Schauspieler einen Joint mit uns raucht? Nein, müssen wir nicht – wir gehen eigentlich davon aus, dass das Kiffen unter Filmstars mindestens so stark verbreitet ist wie in der restlichen Bevölkerung und machen uns daher direkt daran, mit unserem Interview loszulegen. 

 

Highway: Jungs, ihr verkörpert in Lommbock zwei „klassische“ Cannabiskonsumenten. Was macht für euch denn einen Kiffer aus? 

Lucas: Der muss auf jeden Fall kiffen. 

Moritz: Lucas hat so einen Lauf, du ahnst nicht, was er eben rausgehauen hat...

Highway: Das stimmt natürlich, aber seht ihr auch noch andere Konstanten? Uns ist vor allem aufgefallen, dass der „Klischee-Kiffer“ in beiden Filmen angesprochen wird – und nicht all zu gut dabei wegkommt. 

Moritz: Also, ich persönlich war noch nie ein Freund des Klischee-Kiffer-Bildes. Das Bild an sich kommt bestimmt auch dadurch zustande, dass das Kiffen eben durch die Art und Weise, wie es wirkt, eher eine introvertierte Droge ist – eine Droge, die eher nachdenklich macht, manche Leute auch paranoid oder wer weiß, was alles. Es ist keine Droge, die zu Selbstüberschätzung führt oder die dich hemmungslos macht oder dir ein falsches Selbstwertgefühl vermittelt, so wie beispielsweise Alkohol. Und ich glaube, das ist auch der große Unterschied zwischen Cannabis und eigentlich allen anderen Drogen: es ist eine Droge, die dich mehr zu dir selbst führt und dir nichts vorspielt. Und deswegen ist Cannabis im Gesamtkontext nicht besonders beliebt in der profitorientierten Gesellschaft. Sicher auch, weil es eine Droge ist, die eher dazu führt, dass man auf der Couch sitzen bleibt und Fünfe gerade sein lässt. 

Lucas: Cannabis macht halt meist nicht gerade effizient. 

Moritz: Genau! Anstatt dass du wie auf Kokain oder Crystal Meth vier Tage durchballerst und arbeitest und ein produktives Mitglied dieser Gesellschaft bist. Ich glaube, es hat auch viel damit zu tun, dass Cannabiskonsumenten stigmatisiert werden.

Highway: Natürlich hätten wir auch direkt gefragt, ob ihr selbst Cannabis konsumiert. Moritz, dass du es tust, sehen wir gerade – aber wie sieht es bei dir aus, Lucas? Kiffst du gar nicht oder nur selten? 

Lucas: Also ich habe kurz vor dem Drehbeginn des ersten Teils aufgehört zu kiffen – und seitdem, bis auf ein paar Versuche, die auch mächtig schief gegangen sind, einfach beschlossen, dass das keine Droge für mich ist. Weil sie mit mir Dinge macht, die ich nicht gut finde und über die ich keine Kontrolle habe. Ich kann es einfach nicht, ich komm davon nicht gut drauf. Trotzdem finde ich ein Verbot und eine Verteufelung überhaupt nicht gut, da so eine verruchte Aura entsteht, wo Jugendliche sich vielleicht genötigt fühlen, mitzumachen, um dazuzugehören. Und das macht es den Leuten, die damit nicht klarkommen, schwerer, sich das einzugestehen. Und solche Leute gibt es ja. Ich habe jedenfalls irgendwann beschlossen, dass das nicht meine Droge ist. Also ich kenne Leute, die werden dann irgendwie entspannt, denen tut das gut, denen macht es Spaß und die werden wirklich lustig. Und ich denke mir währenddessen: Oh Mann, der einzige Ausweg aus dieser Situation ist der Freitod. Und daher habe ich überhaupt kein Problem damit, auch damals schon, einfach zu sagen: ich mach es halt nicht. Weil es mir nicht guttut. Und diese Freiheit muss man haben, aber im Gegenzug sollte auch jeder die Mündigkeit haben dürfen, sich dafür zu entscheiden. 

Highway: Das wäre auch im weiteren Verlauf eine unserer Fragen gewesen, ob ihr auch schon mal schlechte Erlebnisse mit Cannabis gehabt habt. 

Lucas: Also ich kann das leider gar nicht, auch wenn ich es eigentlich super fände – ich rieche es gerne, ich finde den Vorgang toll, ich würde theoretisch auch ganz gerne mal ab und zu kiffen... 

Moritz: Also Lucas hat es jetzt beim zweiten Teil wieder ein paar Mal probiert. Wir haben den Film gedreht und ein, zwei Mal hab ich ihm dann ein kleines Eckchen mitgegeben, aber es ging nicht. Lucas kam dann am nächsten Morgen, ich hab ihn gefragt, wie es war – und er nur wieder so: „Kurz vor Freitod!“ Also, ich glaub wir lassen das. (Beide lachen) 

Highway: Das passt ja dann eigentlich ganz gut dazu, wie deine Rolle Stefan in Lommbock angelegt ist, Lucas.

Lucas: Schon ein wenig, aber ich glaube, er kann das im Gegensatz zu mir. Er verkneift sich das Kiffen nur, aber es macht ihm schon richtig Spaß. Das ist der Unterschied zwischen ihm und mir. Er kommt zwar auch auf seine komischen Trips, aber ich glaube, die sind anderer Natur. Er verkneift sich das Kiffen zum Beispiel, weil er denkt, er muss jetzt sein Konzept fertig machen oder weil er noch etwas zu erledigen hat. Das hält ihn eher vom Kiffen ab, nicht dass es ihn unglücklich machen würde. 

Moritz: Also ich kenne ganz viele Leute, bei denen das so ist wie bei Lucas. Die einfach sagen, ich komme gar nicht klar – sei es wegen Paranoia oder weil sie wirklich so lethargisch werden, bis zu dem Punkt, dass sie gar nicht mehr aus dem Quark kommen. In meinem Fall weiß ich halt auch zum Beispiel ganz genau, warum das eine Droge für mich ist – und zwar, weil ich so dermaßen viele Hummeln im Arsch habe. Ich habe eine Grundenergie, die sehr hoch ist. Und deswegen ist Cannabis gut für mich, weil es das total nivelliert. Aber bei anderen Leuten, die nicht über so eine Grunddynamik verfügen, wird es eventuell schwierig. Ganz wichtig sind natürlich auch Ziele und Motivation. Wenn du nicht weißt, warum du morgen früh aufstehen willst – nicht musst, sondern willst –, dann wird es ganz schwierig. Und wenn du dann morgens um zehn eine Tüte rauchst, dann ist’s vorbei, dann bleibst du auch liegen. Und die Erfahrung habe ich auch gemacht, schon sehr früh in meinem Leben, so mit 17, zehnte Klasse ungefähr – Standard halt. Damals habe ich auch noch Geräte geraucht, Bongs und so weiter, was ich heutzutage überhaupt nicht mehr mache. Alles außer Joints finde ich irgendwie ein bisschen infantil, das ist nicht mein Ding. Jedenfalls hatte ich das damals auch. Wenn die Option ist, in die Schule zu gehen – und ich wusste, ich will da nicht hin –, dann zieht man halt die Decke noch mal drüber. Und insofern kann ich das schon nachvollziehen. Auch bei Cannabis kann es laufen wie bei jeder anderen Droge oder was auch immer. Dann ist das ganz schnell eine gefährliche Nummer, man darf das auch nicht auf die leichte Schulter nehmen und nicht verherrlichen. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich nie für eine Legalisierung gerade gemacht habe. Ich glaube auch, wenn jemand Gras haben will, der kriegt sein Gras schon – ob man das jetzt im Laden kauft oder anderswo. 

Highway: Aber das hat ja auch Nachteile für die Konsumenten. 

Moritz: Das ist richtig, aber da ist für mich nur eine Sache ausschlaggebend und das ist der medizinische Nutzen. In dem Moment, wo ein medizinischer Nutzen nachweisbar da ist und es Leute gibt, die nachweislich davon profitieren, dann ist das super und gar keine Frage, dass man das unterstützen und fördern muss. Aber das hat ja mit einer Legalisierung in Bezug auf das, was gerade zum Beispiel in Colorado passiert, nichts zu tun. Das ist ja Wahnsinn! Gibt es irgendein anderes Produkt auf der Welt, wo in den letzten zehn Jahren so viel Geld mit umgesetzt wurde, und das in so kurzer Zeit? Und wenn du dir das anguckst, dann weißt du auch ganz genau, das ist nur eine Frage der Zeit bis zur Legalisierung. Damit wird so viel Geld verdient, das kann niemand verleugnen. Aber ob ich das gutheiße, dass man an jeder Ecke Schokolade mit Weed drin und Energydrinks mit Weed in drei verschiedenen Stärken kaufen kann – da weiß ich nicht, ob ich das unterstützen will. 

Highway: Du scheinst kein großer Freund von oral konsumiertem Cannabis zu sein?  Moritz: Ja, das ist krass, das ist auch so ein Ding. Das habe ich einmal in meinem Leben gemacht und nie wieder. Das ist ein völlig anderes Spiel, das ist gar nicht dieselbe Droge. Ich hab das einmal in Amsterdam gemacht, mit 19 oder 20. Ich war komplett fertig. Das ging gar nicht, da ging es mir richtig scheiße. 

Highway: Wo wir gerade beim Thema sind – das ist ja so eine Kleinigkeit, die wir ein bisschen im zweiten Teil vermisst haben: die Absturzszenen. Wir erinnern uns da nur zu gerne an die Schwarz-weiß-Szenen aus dem ersten Teil... 

Moritz: Ja gut, die beiden sind halt auch älter geworden. Wenn man über 30 Jahre alt ist, dann passiert einem halt auch nicht mehr so ein Quatsch. 

Highway: Wie oft rauchst du denn eigentlich inzwischen? 

Moritz: Ich rauche schon hier und da mal gerne. Wenn die Situation entspannt ist und ich einen Grund habe, dann rauche ich gerne mal einen Joint, klar! Jetzt zum Beispiel habe ich einen Grund, oder? Grund zum Feiern – ihr seid da, es ist lustig, man sitzt hier und hat eine schöne Zeit, gestern haben wir uns zum ersten Mal Lommbock angeschaut. Das ist eine perfekte Situation. Früher habe ich auch gerne an besonderen Orten geraucht, das kennt ihr doch sicherlich auch – auf dem Empire State Building, auf dem Eiffelturm... 

Lucas: ...überall wo es hoch ist?

Moritz: Da sagt man dann, guck, da habe ich einen Joint geraucht. Das war aber natürlich vor allem, als man jünger war. Als Kiffen auch noch viel mehr etwas mit Rebellion zu tun gehabt hat. Und natürlich auch viel mit Inhalt. Meine erste Inspiration überhaupt zu kiffen, noch bevor ich mit Leuten zu tun hatte, die geraucht haben, waren eigentlich The Fabulous Furry Freak Brothers, frühe Underground-Comics, Gilbert Shelton und diese ganzen Sachen. Das hat mich angeklatscht, weil ich das einfach cool fand. Ich dachte mir, worum geht’s denn da, was rauchen die denn da? Also es gibt natürlich auch die Situation, wo dich irgendwas inspiriert, aber auch da geht es um Inhalt. Bob Marley zum Beispiel. Kiffen war früher noch mehr eine Rebellion. Es steht ja auch für etwas. Und das ist auch einer der Gründe, weswegen ich die Droge auch offen feiere. Natürlich gibt es auch negative Seiten, völlig klar. Wenn jemand individuell damit nicht klarkommt, dann ist das die Hölle auf Erden. Aber im Grundsatz, in Form und Wirkung, bei dem, was Cannabis mit dir macht, da überwiegen die positiven Anteile bei Weitem. Oder habt ihr schon mal in einem Coffeeshop in Amsterdam jemanden pöbeln sehen? Cannabiskonsumenten sind allgemein friedfertige Menschen, die meistens auch gerne reflektieren, nachdenklich sind und oft künstlerisch und kreativ tätig. Ich finde Kiffer sind ein sehr sympathisches Völkchen. Das ist ja mein persönlicher Geschmack, aber das sind alles Attribute, die ich bei Menschen sehr schätze. Wenn ich mir hingegen zum Beispiel den klassischen Coke-Head angucke, und ich kenne viele Leute, die Kokain konsumieren, das mag ich zum Beispiel gar nicht. Da wird sich selbst überschätzt und unheimlich viel Müll geredet. Ein bisschen mehr Kiffer-Spirit in der Welt und in der Weltpolitik würde alles definitiv verbessern. Wenn die alle mal zur richtigen Zeit einen Joint rauchen würden, dann wäre alles gut... Wenn die aber alle so abgehen würden wie Lucas, dann ist alles vorbei. Der drückt sofort auf den Knopf und dann ist Sense! Okay, ich werde das revidieren. Ich nehme das zurück. (Alle lachen) 

Highway: Also, dass Lucas bei den Dreharbeiten kein echtes Gras geraucht hat, haben wir inzwischen verstanden – oder vertun wir uns? Und wie sah es bei dir aus, Moritz? 

Moritz: Das kannst du gar nicht machen, stell dir das mal vor. 

Lucas: Du hast ja fünfzig Leute, die auf dich warten und die minutiös wie ein Uhrwerk arbeiten. 

Moritz: Das ist alles Tabak. Wir haben dann irgendwann angefangen, mit dem Tabak herumzuexperimentieren, was nimmt man da am besten, was kratzt am wenigsten und so. Weil, wenn du den Tabakjoint mit einem Pappfilter baust, das kratzt ja nur. Das ist so ekelhaft. Du musst ja dann auch ordentlich ziehen, damit das auch schön aussieht. Ich habe einen Nikotinflash gehabt! Nur wegen dem blöden Tabak.  Lucas, weißt du noch, oben auf dem Feld? Da lag ich erst mal schön fünf Minuten mit den Beinen hochgelegt, nur vom Tabak! Da ging gar nichts mehr. Also wenn du das mit Gras machen würdest, dann würdest du das auch nur genau eine Stunde machen...

Highway: Ob dicht oder nüchtern – was sowohl Lammbock als auch Lommbock ausmacht und auch ein bisschen das Herzstück darstellt, sind die absurden Wortgefechte zwischen Kai und Stefan. Wie darf man sich das vorstellen? Wie viel steht da schwarz-weiß im Drehbuch? Manchmal kommt es schon so rüber, als ob ihr euch etwas gehen lasst und improvisiert? 

Lucas: Alles ist nachweislich schwarz auf weiß so geschrieben wie gezeigt, beim ersten Teil und beim zweiten Teil auch. Und wenn man mal versucht hat, sich etwas Anderes auszudenken, war es dann objektiv nie besser als die Idee, die im Drehbuch stand. Bis auf eine kleine Reaktion, ein kleines Nachhaken oder so, weil es im Spiel ist, steht alles so im Drehbuch. Was ja aber auch der Spaß für uns ist. Dass man eben nicht im Zugzwang ist, sich irgendwas auszudenken, oder das Gefühl hat, irgendwas verbessern zu müssen, weil es nicht funktioniert. Nein, man setzt sich hin, lernt die Sachen, spielt die Sachen und freut sich darauf, es zu spielen und auch nachher zu sehen – das sind sehr lebendige, tolle Dialoge. 

Moritz: Ich kann nur sagen, das ist die Frage, die mir am liebsten gestellt wird. Denn wenn das so rüberkommt, das heißt ja, dass ihr eine Nähe zu den Figuren verspürt, dass ihr sogar soweit geht, zu sagen: kommt, ihr seid doch auch im echten Leben so wie Kai und Stefan. Dann ist das natürlich ein großes Kompliment. Aber Tatsache ist, wir sind es wirklich nicht. Also ich habe mit Kai echt nichts am Hut, mit Ausnahme seines Temperaments vielleicht... 

Lucas: Ja, und den in sich schlüssigen Theorien... (alle lachen) 

Moritz: Das wiederum ist fragwürdig! Nein, eigentlich gar nichts, charakterlich betrachtet. Auch dass ich ab und zu mal einen Joint rauche, hat nicht den geringsten Einfluss auf die Performance oder den Spirit des Ganzen – das seht ihr ja an Lucas.

Highway: Wie erklärt ihr euch denn eigentlich rückblickend den Kultstatus von Lammbock? 

Lucas: Das ist echt schwer zu erklären. Ich glaub, es gibt da keine Formel, weil es war ja nicht so geplant, sodass man sagen würde: wir machen jetzt einen Kultfilm. Lammbock hat irgendwie einen Nerv getroffen. Vielleicht trägt auch etwas dazu bei, dass man bei Lammbock irgendwie denkt, das ist ein Kifferfilm, aber man bekommt dann doch ein bisschen mehr – es ist halt nicht nur Cheech und Chong, sondern es gibt doch eine Freundschaftsgeschichte und es gibt doch ein paar ernstere Sachen, die angerissen werden. Es ist irgendwie anders fundiert. Was auch mit zum Kultstatus beiträgt, ist sicher auch die Wiederholbarkeit – dass man es sich gerne wegen der Details immer wieder anguckt. Und nicht zuletzt ein Grund ist natürlich auch unser eigener Spaß an der ganzen Geschichte. 

Highway: Der kommt auch auf jeden Fall rüber! Das ist auch ein ganz großer Pluspunkt für uns bei beiden Teilen. 

Lucas: Das freut uns, dass ihr das auch beim zweiten Teil so empfindet. Der erste Teil war auch echt die Messlatte. Wir wollten nicht einfach kalten Kaffee wieder aufwärmen und aus fadenscheinigen Gründen einen zweiten Teil machen, sodass man sich denkt, warum denn? – etwa so wie bei der Reunion von Guns’n’Roses. Aber deswegen hat es auch so lange gedauert, es musste erst mal ein Drehbuch kommen, das uns so begeistert hat. Christian musste die Idee haben und die kam halt erst 15 Jahre später – da ist der Funke dann aber so was von übergesprungen, das war so ein bisschen wie der A-Team-Ruf: Wotan kommt, Alexandra kommt, Antoine kommt, alle kommen. Da merkt man dann auch, das ist größer als einfach nur „wie überreden wir die Leute beim zweiten Teil mitzumachen?“. Der Funke war da, es war die richtige Zeit und das richtige Drehbuch und alle haben gesagt: das machen wir. Und ohne das hätte es keinen zweiten Teil gegeben.

Highway: Da uns die Zeit schon wieder davonrennt, für jeden noch eine Abschlussfrage. Lucas, wann kommt die Legalisierung in Deutschland? 

Lucas: Am 23. März 2017! 

Highway: Moritz, welche ist deine Lieblingssorte? 

Moritz: Guter marokkanischer Pollen! 

Highway: Vielen Dank für das Gespräch!

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