Garten in Gefahr – Teil 1: Blattläuse (Teaser aus dem neuen Heft)

Von  Dez 28, 2017

Im Folgenden präsentieren wir einen Auszug aus einem Artikel, der in Highway – Das Cannabismagazin 01/2018 erschienen ist – den kompletten Text lest ihr in unserem Printmagazin, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann.

 

Willkommen zu unserer neuen Serie über Schädlinge und Krankheiten, die viele Pflanzen befallen – leider natürlich auch Cannabis. In dieser und den folgenden Ausgaben unseres Magazins werden wir verschiedene Arten von Schädlingen und Krankheiten vorstellen und zeigen, wie sie sich verbreiten und wie man ihr Auftreten verhindert beziehungsweise wie man sie wieder loswerden kann. Die Serie wird von Fotografien begleitet, die dabei helfen, Probleme besser identifizieren zu können. In jedem Teil der Serie werden wir uns auf eines oder auch mehrere Probleme konzentrieren, sodass am Ende alle derartigen Schwierigkeiten besprochen sein sollten, auf die man als Grower stoßen kann. Fangen wir an.

 

Es gibt wohl kaum geeignetere Schädlinge als die Blattläuse, um mit dieser Serie zu starten. Ihr Lebenszyklus ist recht bizarr und sie sind schwer loszuwerden. Blattläuse können eine Vielzahl von Pflanzen befallen. Sie belästigen sowohl Indoor- wie Outdoorzüchter und sind auch keine Unbekannten in Gewächshausern. Deshalb sollte jeder Züchter auf sie eingestellt sein. Der Begriff Blattlaus bezeichnet eine Reihe von sehr ähnlich aussehenden Insekten derselben Art. Als Gärtner oder Grower unterscheidet man in der Regel allerdings bloß zwischen grauen, grünen, gelben, geflügelten und flügellosen Blattläusen. Diese Aufteilung ist völlig ausreichend, da das Leben aller Blattläuse sowie die Eliminierungsmethoden im Allgemeinen gleich sind.

 

Der Lebenszyklus der Blattläuse

Der Lebenszyklus der Blattläuse beginnt im Frühjahr. Geflügelte Nymphen schlüpfen aus im Herbst gelegten Eiern. Sie haben keinerlei Probleme, an einer beliebigen Pflanze einen geeigneten Zufluchtsort zu finden. Sieben bis zehn Tage nach dem Schlüpfen verlieren die Larven ihre Haut und Flügel und verwandeln sich in Weibchen, die in der Lage sind, lebendgebärend Blattläuse zur Welt zu bringen. Und das nicht zu knapp! Eine erwachsene Blattlaus soll in ihrem Leben 50 bis 250 Weibchen produzieren, die sich wiederum vermehren. So entstehen ganze Horden von Blattläusen. Das bedeutet, dass auch wenn man nur wenige Individuen entdeckt, man sich sicher sein kann, dass deren Population schnell wachsen wird. Das kann jeder bestätigen, der schon einmal mit Blattläusen zu tun hatte. Blattläuse sind unglaublich anpassungsfähig. Wenn ihre Population zu groß wird, wachsen einigen Weibchen Flügel, damit sie zu anderen Pflanzen fliegen und sich in einem neuen Territorium ausbreiten können. So können sie sich theoretisch endlos vermehren.

 

Aufmerksame Leser werden sich vermutlich schon gewundert haben, dass bislang nur von Weibchen die Rede war, beziehungsweise, dass gar keine Männchen benötigt werden, um die Population zu erhöhen. Die Zeit der Männchen fällt tatsächlich nur mit dem kommenden Winter zusammen. Zu diesem Zeitpunkt produzieren die Weibchen auch männliche Exemplare, damit diese zur Paarung bereitstehen. Nach der Paarung kann ein Weibchen irgendwo in eine Pflanze oder an einen anderen geeigneten Ort Eier legen, wo diese den Winter überleben können. Wenn die Temperaturen wieder ansteigen, beleben sich die Eier und neue geflügelte Nymphen schlüpfen – der Kreislauf des Lebens wiederholt sich und bis zum nächsten Winter werden wieder nur weibliche Exemplare produziert. Bei der Indoor-Zucht können Blattläuse diese Eierphase überspringen und sich ausschließlich lebendgebärend vermehren.

 

Blattläuse ernähren sich vom Saft aus Stengeln, Blättern und Blüten. Sie mögen junge Triebe am liebsten – deshalb häufen sich Blattläuse bevorzugt dort an. Blätter, die in einem frühen Stadium attackiert werden, werden niemals eine optimale Form erreichen. Sie sind gewöhnlich verdreht oder sonstwie deformiert. Blattläuse saugen neben anderen Dingen Zucker aus den Pflanzen. Wenn sie mehr davon konsumieren, als sie verbrauchen können, scheiden sie den Zucker als transparente, klebrige Flüssigkeit, Honigtau genannt, aus. Während das für den Menschen unangenehm ist, ist diese Ausscheidung für Ameisen ein begehrtes Nahrungsmittel. Ameisen haben sogar eine Art Deal mit den Blattläusen. Im Austausch für den Honigtau dienen sie als Leibwächter der Blattläuse. Blattläuse werden zwar vom Menschen als fiese Insekten angesehen, aber für manche Tiere sind sie eine willkommene Ergänzung der Speisekarte. Die größte Bedrohung für Blattläuse sind Marienkäfer und ihre Larven sowie Florfliegen. Wer also Ameisen auf seinen Pflanzen entdeckt, hat vermutlich auch ungebetenen Besuch von Blattläusen, da Ameisen nicht viele andere Gründe haben, auf Pflanzen zu klettern. Die Symbiose zwischen Ameisen und Blattläusen ist so groß, dass Ameisen manchmal im Winter die Eier der Blattläuse in ihren Bau mitnehmen und sie bis zum Frühjahr beherbergen.

 

Wie schaden Blattläuse den Pflanzen?

Da Blattläuse Saft aus Pflanzen saugen, verlieren diese viel ihrer Energie und können sogar absterben. Die Blätter und Blüten der Pflanzen, die von den Blattläusen angegriffen werde, verdrehen sich, vertrocknen, werden gelb und fallen ab. Ein weiteres Problem, das durch das Vorhandensein von Blattläusen verursacht wird, ist, dass sie Krankheiten und Infektionen von einer Pflanze auf eine andere übertragen. Da sie ihre Saugrüssel direkt in die Pflanzen stecken, ist die Übertragung sehr effektiv. Da sich Blattläuse in alle Richtungen ausbreiten und ihre Population regelrecht explodieren kann, muss man bedenken, dass eine große Anzahl von Blattläusen schlimmen Schaden anrichten kann und dass man daher sofort nach der Identifizierung der ersten paar Individuen handeln muss.

 

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Das war leider nur Anfang unseres Artikels. Weiter geht es mit den Themen:

Wie erkennt man Blattläuse?

Der beste Schutz

Blattläuse beseitigen

 

Dies alles (und viel mehr) könnt ihr in unserem Printmagazin Highway – Das Cannabismagazin 01/2018 durchlesen, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann:

 

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