Cannabisanbau: Wie man alte Samen zum Keimen bringt (Teaser) flickr.com/photos/restlessglobetrotter/3425782783

Cannabisanbau: Wie man alte Samen zum Keimen bringt (Teaser)

Von  Sep 23, 2016

Viele Grower kennen die Situation, dass man ältere Samen seiner Lieblingssorte oder einer tollen Ernte findet. Solche Samen wurden meist nicht optimal gelagert und die Chancen des Auskeimens unter üblichen Bedingungen sind gering. Aber auch eine geringe Chance kann genutzt werden. Daher führt unser Grow-Guru Mr. José im Folgenden seine Überlegungen aus, wie man alte Samen am besten wieder zum Leben erweckt.



Häufig hebt man Samen auf, die aus eigenen Pflanzen oder aus Pflanzen von Bekannten entstanden sind, und von denen man denkt, dass es gut wäre, aus ihnen etwas großzuziehen. Nur leider verrinnen die Jahre schneller als man denkt und die Samen werden vergessen. Eines Tages öffnet man seinen Schrank oder die Schublade und schon schauen einen die Samen an, die gute Erinnerungen an eine alte Sorte oder eine besonders erfolgreiche Pflanze wiedererwecken. Schnell werden diese Samen dann ausgesät oder zum Keimen ausgelegt – und nichts passiert. Die Samen öffnen sich nicht und die, die sich öffnen, entwickeln sich nicht weiter. Viele werden jetzt sagen, dass es keinen Sinn mehr hat, noch etwas anderes zu versuchen und würden die Samen wegwerfen. So leicht sollte man aber nicht aufgeben.



Der erste Fehler beim Keimen älterer Samen ist, diese direkt in die Erde oder das Keimmedium zu geben. Denn die Samen sollten erst einmal richtig angefeuchtet werden, da sie wahrscheinlich besonders trocken sind. Man kann also erst einmal ein paar Samen nehmen und mit ihnen die einfachste Methode ausprobieren: Die Samen werden 24 Stunden mit abgestandenem Wasser bei Zimmertemperatur befeuchtet und nach Ablauf dieser Zeit in eine kleine Menge leichten Erdsubstrats gesetzt. Das Substrat hilft den Samen, da es eine gewisse Nährstoffmenge enthält, aus der die Samen ihre Energie für die Entwicklung hin zur Pflanze schöpfen können. Wenn Rockwool oder Kokos verwendet werden sollen, wäre es gut, das Substrat mit einer Düngelösung anzufeuchten. Die Düngemenge sollte allerdings nur die Hälfte oder ein Drittel der üblichen empfohlenen Menge betragen. Wenn diese Methode funktioniert und aus den Samen wachsen Pflanzen, ist das erfreulich.



Sollte sich aber auch nach sieben Tagen noch nichts tun, sollte man die Samen vorsichtig aus dem Anzuchtmedium entnehmen und den Zustand kontrollieren. Hier gibt es zwei Möglichkeiten...



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