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Cannabis anbauen: Einfach Ernten

Von  Apr 09, 2016

Die Ernte der Cannabispflanze ist der spannendste Teil eines jeden Grows. Nach all den Wochen mühsamer Arbeit und Pflege bei der Aufzucht der Pflanzen kann endlich Hand angelegt und geerntet werden, sobald die Pflanzen ihren Zenit erreicht haben. Es ist nachvollziehbar, dass dieser aufregende Moment einige Grower, allen voran Anfänger, nervös machen kann. Schließlich will jeder alles richtig machen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden. Doch wann ist der perfekte Erntezeitpunkt? Wie wird die Ernte eingeleitet? Sollte man noch düngen? Das sind nur einige der typischen Fragen, die Growern im Kopf rumschwirren.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (seit dem 1. April am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Junior Gong mit dem perfekten Zeitpunkt der Ernte von Cannabispflanzen. Ein kleiner Ausblick:

 

Die meisten Fragen zur Ernte drehen sich um den perfekten Erntezeitpunkt. Als Eigenversorger hat der Grower den großen Vorteil, dass er der Pflanze genug Zeit geben kann heranzureifen, was beim Gras aus den Coffeeshops (und erst recht von der Straße) nur selten der Fall ist. Ein typischer Anfängerfehler ist eine zu frühe Ernte der Pflanzen. Ist der Grower ungeduldig und erntet zu früh, ist die Konzentration von THC und Terpenen (das sind die Geschmacksstoffe in der Pflanze) in den Buds noch niedrig. Die Folge: Der Geschmack erinnert an Gras oder Heu und es kommt nur zu wenigen oder gar keinen psychoaktiven Effekten. Teilweise sind auch die Angaben der Seedbanks zur Dauer der Blütephase der einzelnen Strains zu niedrig angesetzt, um die Grower zum schnelleren Nachkauf zu animieren.

 

Der besten Indikatoren für den richtigen Zeitpunkt der Ernte sind die Trichome an der Pflanze. Trichome sind die kleinen Harzdrüsen an den Buds und an den Blättern der Pflanze. Dort werden die Cannabiniode gebildet, darunter auch THC und CBD. Wann die Pflanze erntereif ist, kann der Grower bestimmen, indem er die Entwicklung der Trichome mit einem Taschenmikroskop beobachtet. Sie verfärben sich zum Ende der Blütephase von milchig-weiß zu bernsteinfarben-braun.

 

Dazu sei gesagt: Es gibt nicht den perfekten Erntezeitpunkt. Wann man genau erntet, hängt auch von den persönlichen Vorlieben ab. Je nach Fortschritt der THC-Bildung zum Ende der Blütephase werden Pflanzen nach der Ernte beim Rauchen unterschiedlich wirken:

 

Durchsichtige Trichome: Die Pflanze ist noch nicht erntereif. Das psychoaktive THC ist noch kaum ausgebildet.

 

Milchige Trichome: Die THC-Konzentration ist nun am höchsten. Der Grower kann bei der Ernte tendenziell Gras mit einem kopflastigen psychoaktiven High erwarten.

 

Bernsteinfarbene Trichome: THC wird in CBN umgewandelt. Der Grower erhält bei einer Ernte Gras mit einem tendenziell eher körperlastigen und beruhigenden High.

 

Graue/verwelkte Trichome: Die Pflanze stirbt langsam und Cannabinoide werden abgebaut. Psychoaktive Effekte sind nun wieder minimal und der perfekte Erntezeitpunkt ist vorbei.

 

Die meisten Grower bevorzugen in etwa eine 50/50-Mischung aus bernsteinfarbenen und milchigen Trichomen als Erntezeitpunkt. Als Anfänger macht es Sinn, die eigenen Vorlieben herauszufinden, indem einzelne Buds zu verschiedenen Zeitpunkten abgetrennt und gekostet werden...

 

...mehr zum richtigen Erntezeitpunkt in Ausgabe 02/2016 von Highway. Highway 02/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 

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Weblink: www.cannabisanbauen.net von Junior Gong

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