Highway

Legal, illegal, scheißegal? Dies dachten sich wohl zwei 17 und 20 Jahre alte Jungs, die sich seit November in Wien aufhalten. Stolze Statistik seitdem: Der Ältere wurde nun zum vierten, der Jüngere nun zum fünften Mal verhaftet – immer mit Drogen im Gepäck. Das hat die beiden allerdings nicht daran gehindert, in einem Wiener Callshop in der Lerchenfelder Straße derart ungeniert Gras zu verkaufen, dass gleich mehrere Zeugen die Polizei informierten. Die beiden Dealer wurden nun am Sonntag mit insgesamt über 300 fertig abgepackten Weed-Baggies aufgegriffen. Der 20-Jährige ist nun in Untersuchungshaft, wie mit dem Jüngeren verfahren wird, ist noch nicht entschieden, meldete der „Kurier“.

Einen Schritt vor und zwei Schritte zurück – oder doch lieber umgekehrt? Die Schweizer Volkspartei (SVP) möchte am liebsten alle Cannabiskonsumenten in den Knast schicken. Eigentlich gab es in der letzten Zeit wieder ein bisschen Erfreulicheres aus der Schweiz zu vermelden: Zuletzt waren Pilotprojekte für legale Cannabisausgabestellen im Gespräch (Highway berichtete). Und bereits Ende 2013 wurde das Betäubungsmittelgesetz dahingehend geändert, dass Erwachsene, die mit weniger als 10 Gramm Cannabis aufgegriffen werden, „nur“ noch mit Geldbussen belegt werden, statt sich eine Anzeige einzuhandeln.

 

Doch die rechtspopulistische SVP, die in der Schweiz leider die größte Fraktion der Bundesversammlung stellt, möchte das jetzt ändern. Wie „20 minuten“ heute berichtet, will die SVP die Revision des Betäubungsmittelgesetzes rückgängig machen und am liebsten noch verschärfen und reichte einen entsprechenden Vorstoß im Nationalrat ein, der im März debattiert werden wird.

 

Ganz klar soll damit das geplante Projekt der Cannabis-Clubs im Keim erstickt werden: Die Ausgabestellen dürften dann das Cannabis zwar verkaufen, aber niemand dürfte es bei sich führen oder gar rauchen. Begründet wird der Vorstoß der SVP damit, die Umstellung auf Geldbussen statt Anzeigen hätte sich nicht bewährt – eine gewagte Aussage, nach gerade einmal zweieinhalb Jahren.

Artist: Vybz Kartel

Titel: Weed Smokers

Genre: Dancehall

Jahr: 2013

 

Prägnante Line: weed so sweet

 

Ein weiterer Every-Day-Smoker-Tune aus Jamaika. Im Video könnt ihr das offizielle Musikvideo zum Lied betrachten und Vybz Kartel samt Kollegen beim Weed Rauchen beobachten. Nicht nur der Track heißt Weed Smokers, sondern dies ist auch der Titel des zugrunde liegenden Riddims. Der Sound geht wie von Vybz Kartel gewohnt in die Beine, ob auf dem Dancefloor oder unter dem Schreibtisch.

CSU-Politiker und andere Unwissende (oder Unwollende) behaupten neben allerlei anderem Unsinn immer gerne, Marihuana sei Ursache für verschiedenste psychische Leiden, beispielsweise Depressionen. Was sollen sie auch sonst behaupten – dass Hasch und Gras zu Organschäden führen, lässt sich im Jahr 2016 selbst in diesen Kreisen nicht mehr glaubhaft zusammenlügen.

 

Nun werteten Mediziner der Columbia University aus New York die Daten von 35.000 erwachsenen Amerikanern aus, um der Behauptung nachzugehen, der Konsum von Cannabis führe zu Depressionen, zu Angststörungen oder sogar zu bipolaren Störungen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Cannabis kann nicht direkt zu einer dieser psychischen Beeinträchtigungen führen.

 

Verschiedenste Faktoren von 35.000 erwachsenen Amerikanern zwischen 2001 und 2005 wurden ausgewertet. Neben den für Marihuanarauchern erfreulichen Neuigkeiten, gab es aber auch weniger Schönes zu vermelden: Laut Studie haben Grasraucher ein erhöhtes Risiko, im späteren Verlauf ihres Lebens mit Alkoholproblemen konfrontiert zu werden.

 

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „JAMA Psychatry“ veröffentlicht und ist für jedermann (auch für CSU-Politiker) frei einsehbar: www.jamanetwork.com

Saufen, saufen, saufen. Daran denken die meisten wohl, wenn sie das Wort Ballermann hören. Die Einheimischen profitieren zwar vom Tourismus, aber den ganzen Tag Gegröhle und Gekotze ist dem ein oder anderen vielleicht doch zu viel. Ob es wohl daran liegt, dass die balearische Linksregierung nun überlegt, Cannabis auf der spanischen Insel freizugeben?

 

David Abril von der Partei Més per Mallorca erklärte dem Radiosender „Das Inselradio“, dass die Balearen zu den spanischen Regionen mit dem höchsten Cannabiskonsum zählen. Mediziner, Politiker und Juristen überlegen nun Cannabis-Clubs einrichten zu lassen, die Anbau und Konsum erlauben. Dies soll nicht für Jugendliche gelten.

Rolling with Rogen – In diesem Video zeigt Stoner-Celeb Seth Rogen wie man einen anständigen Joint dreht. Keine Windmühle, Tulpe oder Zwölfblatt, nein – ein schlichter, gut brennender Joint ist hier gefragt.

 

Seth Rogen benutzt für seinen Joint folgende vier Zutaten: Grinder, Filtertip, Blättchen und Marihuana. Dem ein oder anderen mag hier etwas fehlen, aber die Europäer stehen mit ihrer Tabakbeimengung ziemlich alleine da, falls das noch nicht bekannt sein sollte. Übrigens drehen auch nur die wenigsten Amerikaner konische Joints, ebenfalls ein Unterschied zu Europäern.

 

In der aktuellen Ausgabe unseres Cannabismagazins Highway kann man übrigens alles zum derzeitigen Stand von Cannabis in Amerika erfahren. Und auch ein Film von Seth Rogen – Ananas Express – wird im Magazin vorgestellt. Highway ist für schlappe 2,30 Euro an jedem gut sortierten Kiosk oder als E-Paper sogar für nur 1,89 Euro erhältlich.

Um wie viel Gras ging es? „So viel, dass man schon keine Lust mehr hatte“, so wird einer der Angeklagten zitiert, die sich seit gestern vor dem Klever Landgericht verantworten müssen. Zwei Männern aus Straelen sollen zwischen 2002 und 2015 verschiedene Cannabisplantagen in Deutschland betrieben haben. Dabei sollen insgesamt 1,3 Tonnen Gras produziert und verkauft worden sein, wie „RP Online“ berichtet.

 

Mitangeklagt sind vier weitere Personen beider Geschlechter zwischen 32 und 60 Jahren, die den beiden mutmaßlichen Haupttätern bei der Bereitstellung und Anmietung von Räumlichkeiten sowie bei technischen Fragen, Zucht und Verarbeitung geholfen haben sollen. Anführer der kleinen Organisation war ein 45-jähriger Mann, der aber wohl auch recht knausrig gewesen sein muss: Einer der Mitangeklagten berichtet, im Gegenzug für Erntehilfe bloß mit einigen Gramm Gras abgespeist worden zu sein, die er und seine Frau gegen ihre Schmerzen benötigt hätten. Eine 32-jährige Frau berichtete, nur „Taschengeld“ für Kurierfahrten erhalten zu haben.

 

Der Hauptangeklagte äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. 2008 war er bereits in vier Fällen wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt worden. Aufgeflogen ist das nun zu verhandelnde Unterfangen durch einen anonymen Tipp an die Polizei. Einer der Beklagten berichtet, dass sie zuvor (vermutlich vom selben Tippgeber) telefonisch gewarnt worden seien, woraufhin eine der Plantagen abgebaut wurde. Da die anderen Plantagen aber weiter betrieben wurden, machte der Zinker ernst. Ob hier wohl die Konkurrenz tätig war? Der Prozess wird kommenden Donnerstag fortgeführt.

Mit Cannalope Haze wartet auf den Konsumenten eine fast reine Sativa, die aus der klassischen Mexican Sativa sowie der klassischen Haze von den Haze Brothers gekreuzt wurde. Dementsprechend ist das High für Gras-Verhältnisse sehr energiereich. Der Name gibt Fruchtexperten schon einen ersten Hinweis auf die Melonen-Aromen, die auch beim Rauchen deutlich werden. Der THC-Gehalt kann schon mal zwischen zehn und zwanzig Prozent schwanken, auch die Wirkung wird von Person zu Person recht unterschiedlich wahrgenommen. Die CBD- und CBN-Anteile liegen jeweils deutlich unter einem halben Prozent. Der Anbau ist indoor und outdoor möglich. Züchter DNA Genetics gibt die Blütezeit mit grob neun Wochen an. Samen sind feminisiert oder regulär erhältlich.