Highway

Jeder kennt das Problem: Überall wird zu viel Gras angeboten. Permanent machen neue Coffeeshops in der Nachbarschaft auf. Nein? Nicht jeder kennt das Problem? Das sind dann wohl doch nur die Einwohner von Denver.

 

Am Montag beschloss die Stadtverwaltung von Denver, Hauptstadt Amerikas derzeitiger Cannabis-Hauptregion Colorado, dass vorerst keine neuen Marihuana-Shops und Grow-Läden eröffnen dürfen. Warum? Weil es zu viele gibt!

 

Interessierte, die dennoch einen cannabiskonnotierten Shop eröffnen möchten, können sich nun in einer Warteliste eintragen lassen. Neue Lizenzen werden allerdings nur vergeben, wenn ein bestehender Shop sein Geschäft aufgibt. Aber die Stadtverwaltung behält sich in diesem Fall vor, den neuen Shops ein bestimmtes Gebiet zuzuweisen, wo ein Laden eröffnet werden darf. Denn zwar ist Cannabis in Denver allgegenwärtig – allerdings gibt es bestimmte Stadtteile, in denen Weed wirklich das Leben aller mitbestimmt, wie die amerikanischen Kollegen von „High Times“ berichten. Daher sollen die Grasshops zukünftig ein wenig besser verteilt werden. Dadurch soll außerdem verhindert werden, dass sich die Weed-Geschäfte vor allem in den einkommensschwachen Wohngebieten ausbreiten, wie man es in Denver von den Schnaps- und Tabakläden gewohnt ist.

 

Wie es in einer solchen Marihuana-Ausgabestelle in Denver wohl zugeht, fragt ihr euch? Dann schaut euch einfach das Video vom Deutschen Hanfverband (DHV) an, das unter diesem Artikel zu finden ist. Denn in diesem führt euch Florian Rister vom DHV durch die Dispensary „Ganja Gourmet“ in Denver, Colorado.

Rückt auch in Italien eine Legalisierung von Cannabis immer näher? Italien ist nicht nur das Land von Fußball, Pasta und Mafia, sondern auch das Land, in dem die Armee Marihuana für Schwerkranke anbaut.

 

Dies reicht dem Trienter Rechtsanwalt Fabio Valcanover aber nicht, der schon seit Jahren für die Cannabislegalisierung in Italien kämpft. Nun hat er gemeinsam mit anderen einen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, für den nun landesweit Unterschriften gesammelt werden, berichtet „Die neue Südtiroler Tageszeitung“. Die Unterschriften-Aktion steht unter dem Motto „Legalisieren wir Cannabis. Gegen den Schwarzmarkt, für einen legalen Markt.“

 

Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Privatpersonen fünf Cannabispflanzen anbauen dürfen, bei entsprechender Mitteilung an die Behörden auch zehn Pflanzen. Auch sollen Cannabis Social Clubs dem Zusammenschluss von Gärtnern dienen. Der private Besitz und Konsum soll legalisiert werden.

 

Die Gesetzesinitiative benötigt zunächst 50.000 Unterschriften bis zum Juli. Ab Montag liegen die Listen aus, so auch in Südtirol – dort in den Rathäusern von Bozen, Meran, Brixen und Bruneck. Parallel findet derzeit übrigens auch eine parlamentarische Initiative für eine Cannabislegalisierung statt.

Das Anti-Cannabis-Blatt „Focus“ versuchte wieder „Informationen“ unters leichtgläubige Volk zu bringen und zeigt die schlimmen Folgen der Kriminalisierung von Cannabis auf – nämlich die der Volksverblödung.

 

Meinung. Wie gut der gestrige „Artikel“ (für den Artikel bei „Focus online“ hier klicken) recherchiert ist, beweist schon allein, dass die „Focus“-Redaktion sage und schreibe sieben Mal „Marihuana“ falsch geschrieben hat. Einzig in der Titelzeile wurde gestern Nachmittag noch das falsche „Marijuana“ gegen das richtige „Marihuana“ ausgetauscht.*

 

Das machte die Titelzeile allerdings kaum besser, denn hier wird von 60-jährigen Jugendlichen gefaselt. Marihuana-abhängig sind sie auch noch: „Studie: Marihuana-abhängige Jugendliche werden oft nicht älter als 60

 

Beim Teaser des Artikels wird es dann noch schwachsinniger. Der aufmerksame Beobachter hat hier einiges Material, um sich kaputtzulachen. Schauen wir uns den Satz doch einmal an: Forscher des Karolinska Institutet in Stockholm fanden heraus, dass sich 40 Prozent jugendliche Drogenkonsumenten im Alter von 60 Jahren sterben.

 

Na klar, das Institut liegt in Schweden, da kann man dem Autor verzeihen, dass er mal kurz ins Schwedische abgleitet. Kosmopolit und so. Auch wieder schön zu beobachten, wie von Jugendlichen, die im Alter von 60 Jahren sterben, gesprochen wird. Ach hoppla, die „sterben“ ja gar nicht, die „sterben sich“. „Sich sterben“ muss wohl eine Eigenart dieser komischen Kiffer sein (oder aber vielleicht eine Eigenart von Focus-Redakteuren). Wirklich interessant aber, dass 40 Prozent der Drogenkonsumenten im Alter von 60 Jahren sterben! Keiner mit 50, keiner mit 59 und auch keiner mit 61. Nein, die sterben alle mit 60. Tschuldigung: Die sterben sich alle mit 60.

 

Den Rest dieses qualitativen Meisterwerks kann man sich dann ja selbst zusammenreimen. Interessant ist dann aber noch das unter dem Artikel zu findende Video, das neun harte Fakten über die weiche Droge Cannabis verspricht. Wir haben leider draufgeklickt... heraus kamen dabei leider nur neun mal Schwachsinn zum Thema Cannabis, wie ihn sich seit zwanzig Jahren keiner mehr traut unters Volk zu bringen. Hier der neuesten Erkenntnisse aus der Focus-Redaktion:

 

  • Cannabis kann im schlimmsten Fall töten

  • Wer häufig kifft, riskiert dauerhafte Folgeschäden

  • Wer bekifft ist, verursacht oft schwere Verkehrsunfälle

  • Häufiger Cannabiskonsum schädigt das Gehirn: Nachweislich nimmt der IQ ab und das Gehirnvolumen schrumpft

 

Um zu wissen, dass das alles Quatsch ist, dafür braucht man kein Cannabismagazin wie unseres zu lesen, dafür reicht ein schneller Blick ins Internet oder auch in die ansonsten deutlich realitätsnaher berichtenden Konkurrenzmagazine des „Focus“.

 

Vermutungen, warum „Focus“ hier noch als eines der letzten verbleibenden deutschen Blätter ins „Kiffen-ist-Sünde-und-bringt-euch-alle-um“-Horn bläst, bleiben jedem selbst überlassen. Dass selbst Focus-Leser dies abstrafen, ist an der Bewertung des Videos mit durchschnittlich nur einem von fünf Sternen ersichtlich. Selbst in diesem Terrain würde eine Umfrage nach einer regulierten Cannabisfreigabe sicherlich eine Mehrheit hervorrufen. Schon seit ein, zwei Jahren gibt es auf deutschen Online-Medienseiten keine Umfragen nach einer Cannabisfreigabe mehr, die nicht mit einer (oft deutlichen) Mehrheit positiv beantwortet werden würden.

 

*Update: Gestern Nachmittag ging die Focus-Redaktion noch ein zweites Mal an ihren Text und ersetzte auch die restlichen „Marijuana“-Passagen durch „Marihuana“ – und änderte sogar Teile des bemängelten Teasers. Dafür haben wir in der linken Spalte des Artikels gerade noch den Tag „Marijuna“ entdeckt – auch eine interessante Variante. Da weiß jemand, wovon er schreibt.

 

Hier noch der Text in der gestrigen Version:

 

Heute vor 30 Jahren ereignete sich die Nuklearkatastrophe in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat – mindestens 8.000 Menschen starben an den Folgen. Grund für die Katastrophe war die fehlgeschlagene Simulation eines Stromausfalls.

 

Wie nun der Breeder Subcool von der Seedbank TGA Genetics auf die Idee kam, seine Kreuzung aus den Sorten Train Wreck, Trinity und Jack the Ripper auf den Namen Chernobyl – so die englische Schreibweise von Tschernobyl – zu taufen, ist nicht überliefert. Vermutlich fühlte er sich nach dem Rauchen einfach ultra-verstrahlt. Denn der gemessene Spitzenwert lag bei dieser Sorte bislang bei knapp zwanzig Prozent THC, wohingegen CBD und CBN bei Werten um die 0,1 Prozent herumkrebsen.

 

Der Anbau ist drinnen wie draußen möglich und bringt normale Erträge mit Blüten hervor, die allesamt von einem Aroma durchzogen sind: Zitrus, Zitrone, Limette – dies sind die Assoziationen, die unmittelbar hervorgerufen werden. Chernobyl vereint Sativa (60 %) und Indica (40 %) und versorgt den Konsumenten mit einem starken High ohne in die Paranoia abzurutschen.

 

 

  

  

 

Konsumenten berichten immer wieder davon, der Genuss von Cannabisprodukten beflügle das Vorstellungsvermögen und steigere die Kreativität. In Wissenschaftskreisen umstritten, scheinen unzählige im Cannabisrausch angefertigte (vorzugsweise surrealistische) Scribbels und Zeichnungen diese Theorie zu belegen. Eine andere, noch direkter mit dem Cannabiskonsum verknüpfte Kunstfertigkeit, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut, ist das Bauen außergewöhnlicher Joints und Blunts. Wie aus hauchdünnem Blättchenpapier, einem kleinen Stück Karton und etwas (teilweise auch etwas mehr) Weed verschiedenste Formen und Figuren aus Popkultur, Religion und Technik regelrecht konstruiert werden, ist beeindruckend und zeugt in vielen Fällen von hoher Geschicklichkeit und sorgfältiger Detailverliebtheit. Nur für ihren eigentlichen Zweck, den Konsum, sind die Joint-Kunstwerke dann doch vielleicht fast zu schade... na ja, oder auch nicht.

      

 

      

 

  

 

  

Dies war ein trauriger Monat für alle Fans und Verehrer von Mr. Nice alias Howard Marks, der am 10. April verstarb. Mr. Nice wird aber nicht nur dank seiner Geschichten und Erzählungen in unseren Herzen weiterleben, sondern auch durch die wortwörtlichen Blüten der Arbeit der Mr. Nice Seedbank.

 

An dieser Stelle wollen wir daher den Klassiker Critical Mass vorstellen (vormals auch bekannt als Big Bud). Diese Sorte ist fast so berühmt wie Mr. Nice selbst – das gilt auch für die beiden Vorfahren, aus denen dieser Strain gekreuzt wurde (Afghani und Skunk #1). Angebaut werden kann Critical Mass indoor und outdoor und entwickelt dabei extrem dichte Blüten – sogar so dicht, dass man hier wirklich von einer „critical mass“ sprechen muss. Denn wenn nicht rechtzeitig (outdoor im September!) geerntet wird, ist die Schimmelgefahr aufgrund der Dichte schwer erhöht. Indoor kann hier durch eine rechtzeitige Verringerung der Luftfeuchtigkeit gegengearbeitet werden.

 

Critical Mass Cannabis    Critical Mass Cannabis    

 

Doch nicht nur die Blüten sind heftig, sondern auch das High. THC-Werte bis zu 20 Prozent können den ein oder anderen ungeübten Cannabiskonsumenten schnell in die Knie zwingen. Obwohl Indica-lastig, ist diese Sorte allerdings dennoch kein Instant-Couchlock.

 

Mehr Informationen zu Growing im Allgemeinen und zu den Sorten der Mr. Nice Seedbank findet man in der aktuellen wie auch in der kommenden Ausgabe von Highway. Für nur 2,30 Euro an jedem gut sortierten Kiosk oder für schlappe 1,89 Euro als E-Paper erhältlich!

Malia Obama, die Tochter des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, scheint hoch im Kurs zu stehen. Vor nicht all zu langer Zeit bot ein Anwalt aus Kenia 50 Kühe, 70 Schafe und 30 Ziegen, wenn der US-Präsident ihm seine Tochter zur Frau geben würde. Bereits vergangenes Jahr gab es allerdings ein neues Angebot für Malia, dieses Mal aus einer ganz anderen Ecke der Welt – so berichtet es zumindest das kanadische Cannabisportal „cannaSOS“.

 

Ein jamaikanischer Mann, Roy Chambers aus St. James, soll Barack Obama seinen einzigen Besitz – eine riesige Grasplantage von 10 Morgen Fläche – im Tausch für die Tochter des Präsidenten angeboten haben. Chambers will Malia aber nicht selbst heiraten, sondern diese Ehre soll seinem einjährigen Sohn überlassen werden. Weder persönliche Kontaktversuche des Mannes noch seine Briefe wurden bisher allerdings vom Weißen Haus beantwortet... vermutlich überlegt Obama noch, ob er sich für die 50 Kühe oder die Grasplantage entscheiden soll.

Die Polizei wird gerufen, um Ermittlungen anzustellen. Was hat da Priorität? Na klar: Wenn es irgendwo nach Gras riecht, dann wird das natürlich vorgezogen! Hier die Kurzversion der Geschichte, die am Mittwoch durch die „Tiroler Tageszeitung“ publik gemacht wurde: Am 8. April halten sich zwei Streifenbeamte „zu Erhebungen“ in einem Wohnblock im österreichischen Innsbruck auf. Dort riechen sie durch eine geschlossene Wohnungstür Marihuana und klingeln, um den Bewohner zu belästigen. Dieser agierte aber auch nur bedingt geschickt und händigte den Beamten anscheinend unmittelbar eine kleine Menge Cannabis aus. Die Beamten vermuten aber mehr Cannabis in der Wohnung und forderten daher einen Drogenspürhund ein. Noch bevor dieser eintrifft, lässt der 55-jährige Bewohner der Wohnung die Beamten allerdings herein und führt sie zu 65 Kilogramm Haschisch, die später von der Polizei freudetrunken vorgezeigt werden. Der 55-Jährige scheint allerdings bloß für das Bunkern der Ware und nicht für An- und Verkauf zuständig gewesen zu sein, vermutet die Polizei.

 

Der ein oder andere Verschwörungstheoretiker mag hier anmerken: Wie soll es nach Gras gerochen haben, wenn am Ende foliertes Haschisch aufgefunden wurde? Weswegen kümmerten sich die Polizisten nicht um ihren eigentlichen Zweck, der sie in den Innsbrucker Wohnblock geführt hat? Wieso wurde nicht veröffentlicht, was der eigentlich Grund des Polizeibesuchs dort war? Und wieso feiert sich die Polizei eigentlich anschließend so sehr, wenn sie angeblich alles Kommissar Zufall zu verdanken hat? War hier etwa doch Kommissar Asozial im Spiel?

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