Highway

20 Jahre lang ging alles gut – dabei war das kleine Vorhaben gar nicht mal besonders diskret: Ein Headshop-Besitzer in der englischen Kleinstadt Glastonbury mit 8.800 Einwohnern pflanzte Jahr für Jahr ein paar Cannabissamen in den öffentlichen Blumenkübeln auf der Straße vor seinem Geschäftseingang. Die Pflege der Pflanzen übernahm dabei die örtliche Stadtverwaltung.

 

Das beste daran, so berichtet es die Zeitschrift „The Sun“: Im Jahr 1998 wurde der Blumenkübel vor dem Headshop von der Stadt sogar zum schönsten Blumenkübel in Glastonbury gekürt. Dass dort Cannabis wächst, hat man offenbar erst jetzt mitbekommen. Neben dem Headshop (und den Pflanzen selbst!) gab es eigentlich auch noch einen weiteren kleinen Hinweis – denn der Headshop-Besitzer ließ seinen bürgerlichen Namen schon vor geraumer Zeit in „Free Cannabis“ umändern.

 

Nachdem die Stadtverwaltung nun jedoch durch einen Hinweis darauf gebracht wurde, dass sie jahrelang gratis seine Pflanzen pflegte, stand Herr Cannabis nun deswegen vor Gericht. Free Cannabis räumte die Vorwürfe stolz ein und berichtete, dies schon seit 20 Jahren zu tun. Die Belohnung für die Ehrlichkeit: zwei Jahre auf Bewährung.

Dieser Fall ist gerade für deutsche Verhältnisse mehr als außergewöhnlich und bietet eigentlich alles für ein gutes Crime-Drama-Drehbuch. Vor den Toren Wuppertals, auf einer Straußenfarm in Sprockhövel, wurde bis 2013 eine unterirdische Cannabisplantage betrieben – und beileibe kein Hobby-Projekt: Auf dem 22.000 Quadratmeter großen Grundstück wurden acht Seecontainer unterirdisch vergraben und mit Cannabispflanzen ausgestattet. Beim Zugriff durch die Polizei im April 2013 wurden zum damaligen Zeitpunkt über 2.000 Pflanzen entdeckt.

 

Betreiber der beiden Farmen (der legalen Straußenfarm und der illegalen Marihuanafarm) waren ein 39-jähriger Ex-Polizist und ein 47 Jahre alter Mann aus Sprockhövel. Der Ex-Polizist wurde bereits 2013 wegen der Cannabiszucht (und dem Besitz einer halbautomatischen Kurzwaffe) zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und acht Monaten verurteilt. Schon früher war er zu sechs Jahren Haft verurteilt worden – wegen Vergewaltigung.

 

Doch dies soll laut Essener Staatsanwaltschaft nicht sein schlimmstes Verbrechen gewesen sein: Denn schon seit 2013 wird gegen den Ex-Polizisten wegen Mordes ermittelt – und zwar an seinem Kollegen und Mitbetreiber der unterirdischen Cannabisaufzucht. Denn der 47-Jährige ist verschwunden. Der Ex-Polizist sagte aus, er habe sich nach Südafrika abgesetzt, doch die Anklage geht davon aus, dass der 39-Jährige seinen Kollegen getötet, zerteilt und auf dem riesigen Gelände der Straußenfarm vergraben habe (so berichtete er es auch einem Zellengenossen). Über 1.000 Kubikmeter wurden seitdem durchsiebt, es wurden auch menschliche Knochen gefunden, die stammen aber nicht von dem Vermissten und können auch nicht zugeordnet werden.

 

Wie die Nachrichtenseite „lokalkompass.de“ heute berichtete, wurde das Verfahren wegen Mordes gegen den Ex-Polizisten nun eingestellt, da sich die Beweise nicht erhärten ließen. Durch die Einstellung hat die Staatsanwaltschaft zudem die Möglichkeit, erneut Anklage zu erheben, wenn sich neue Beweise finden lassen.

 

Im untenstehenden Video gibt es einige Einblicke in die Leichen-Sucharbeiten der Polizei aus dem Jahr 2014.

Mitte September kommt das neue Album von den Rave-Rappern der Südafrikaner „Die Antwoord“ raus. Dass die beiden gerne Gras rauchen, ist wohl kein Geheimnis – jetzt bringt das Duo allerdings für den nordamerikanischen Markt eine eigene Linie von Weed-Produkten raus, pünktlich zum Release des neuen Albums „Mount Ninji and Da Nice Time Kid“ .

 

Cover-Artwork des neuen Albums „Mount Ninji and Da Nice Time Kid“

 

Aber das Ganze dient nicht nur Marketingzwecken, die Produkte sollen auch die Käufer abseits der musikalischen Fanbasis erreichen. Im Angebot der Linie „Zefzol“ sind unter anderem THC-haltige Schokolade, Lutscher oder auch ein Mundspray („1 spray hits like 1 hit“) sowie Lippenbalsam und Vape-Pen-Kartuschen. Erhältlich sind diese legalen Cannabis-Produkte in den amerikanischen Staaten, die Marihuana auch zum Freizeitgebrauch freigegeben haben.

 

Die „Zefzol“-Produkte

 

Dass die neue Single „We have Candy“ heißt, passt natürlich perfekt. Falls ihr „Die Antwoord“ nicht kennt, könnt ihr euch unter diesem Text das Video zu ihrem Hit „I Fink U Freeky“ anschauen...

Was gibt es Schöneres als sich bei einem Film oder der Lieblingsserie auf dem Sofa auszustrecken und zu entspannen? Nicht viel, aber der stilechte und anspruchsvolle Popkultur-Nerd bevorzugt für solche Gelegenheiten natürlich das zum Unterhaltungsprogramm passende Rauchwerkzeug. Und hier sind der Vielfalt kaum Grenzen gesetzt, wie die folgende Bildergalerie beweist:

 

Wer schon einmal von einem kleinen, pummeligen Klempner mit roter Mütze gehört hat, der kennt (und hasst) auch die wandelnde Bombe Bob-O-Bomb. Bestellbar unter: dankgeek.com

 

Wer trotz des grassierenden Hypes immer noch nicht genug von den niedlichen Taschenmonstern hat, sollte sich dieses Chillum mal genauer ansehen. Und zwar hier: dankgeek.com

 

 

Fans von japanischem Anime-Artwork werden wohl auch bei dieser Dragonball-Dab-Rig neugierig. Bestellbar unter: dankgeek.com

 

Im Verhältnis zum vorhergehenden Dauerbrenner ist die Serie Adventure Time noch relativ jung, konnte aber schon eine treue Fangemeinde um sich scharen und gilt momentan als die Stoner-Zeichentrickserie schlechthin. Und dieser Dab Rig macht schon beim Anschauen dicht. Bestellbar unter: dankgeek.com

 

Für Fans der Transformers dürfte dieser Bumblebee-Dab-Rig eine gute Wahl sein.

 

Das momentan in den Kinos laufende Reboot des ikonisch verehrten Kultklassikers Ghostbusters von 1984 ist dir zu modern? Diese Slimer-Bong bleibt glüchlicherweise eher dem alten Stil treu…

 

Ein wahres Prachtstück ist dieses Facehugger-Rauchwerkzeug aus dem Universum des Sci-Fi-Klassikers Alien. Fast schon ein etwas ekliger Gedanke, mit dem Mund in die Nähe dieses Ungetüms zu geraten…

 

Für Fans der Simpsons ist dieses schleimige Ungetüm (ist das jetzt Kang oder Kodos?) sicherlich kein Unbekannter. Bestellbar unter: kings-pipe.com

 

Und da die neue Trilogie im letzten Jahr sehr ordentlich begonnen hat und dieses Jahr mit Star Wars: Rouge One bereits das erste Spin-Off folgt, nehmen wir noch diese beiden Kunstwerke in die Galerie (die ohne Star Wars eh niemals vollständig wäre) auf, von denen insbesondere der an Bobba Fett gemahnende Helm extrem beeindruckend geraten ist.

Die kanadische Regierung verkündete, dass Medizinpatienten ab Mittwoch der Eigenanbau ihrer Medizin – Cannabis – erlaubt sein wird. Das ist ärgerlich für die 34 lizenzierten Cannabis-Produzenten, deren Produkte für Patienten bislang die einzige legale Möglichkeit darstellten, sich mit Marihuana einzudecken.

 

Die Menge der erlaubten Pflanzen richtet sich dabei nach der verschriebenen Menge Marihuana. Als Beispiel wird für jemanden, der ein Gramm am Tag benötigt, der Anbau von zwei Outdoor- oder fünf Indoor-Pflanzen genannt, wie „CBC“ berichtet. Der Anbau kann auch auf eine andere Person übertragen werden, wenn diese in den letzten zehn Jahren nicht wegen Drogen mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. Eine Person darf maximal für zwei Leute anbauen, inklusive sich selbst.

 

Im Frühling 2017 soll dann die von Premierminister Justin Trudeau versprochene vollständige Legalisierung in allen Bereichen erfolgen. Wie es dann bezüglich dem Cannabisanbau aussieht, ist noch nicht ganz klar.

Er sieht aus wie ein freundlicher italienischer Großvater, doch laut Staatsanwaltschaft steckt hinter der Fassade des 78-jährigen Düsseldorfer Geschäftmanns Leonardo La B., der in seiner Umgebung auch als „Pate von Gerresheim“ bekannt ist, ein Cannabiszüchter und skrupelloser Sklavenhalter: Seit gestern müssen er und der 29-jährige Vietnamese Than T. sich vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten – denn vor vier Jahren stieß die Polizei während einer Razzia in der Düsseldorfer Heyestraße, die eigentlich dem Rockerclub „Clan 81“ galt, zufällig auf eine Indoor-Cannabisplantage in einem Hochhaus des 78-Jährigen.

 

Im unteren Stockwerk war der Rockerclub beheimatet – Pech für die nun Angeklagten. Denn als die Polizei dort nach dem rechten sah, entdeckte sie in den beiden oberen Etagen eine riesige Cannabisaufzucht mit über 3.000 Pflanzen. Ebenfalls dort entdeckt wurden drei Vietnamesen, die dort regelrecht als Ernte-Sklaven gefangen gehalten wurden und ohne die Möglichkeit das Haus zu verlassen gegen ein Taschengeld in den fensterlosen Räumen die Pflanzen pflegen mussten. Die drei unfreiwilligen Erntehelfer wurden bereits im August 2012 als „Mitläufer“ im Drogenhandel eingestuft und auf Bewährung freigelassen, wie „RP Online“ berichtete.

 

Beim Zugriff wurden neben den Pflanzen auch 60 Kilo Gras aufgefunden. Zunächst wurde der Rockerclub verdächtigt, für die Cannabispflanzen zuständig zu sein. Doch der Verdacht erhärtete sich gegen zwei Vietnamesen, von denen einer bereits vergangenes Jahr zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Der andere steht nun gemeinsam mit dem 78-Jährigen vor Gericht und muss sich nicht nur wegen dem Anbau von Cannabis, sondern auch wegen Freiheitsberaubung verantworten.

 

Leonardo La B. ist nur bedingt verhandlungsfähig, da er an Krebs erkrankt ist und sich zur Zeit in einem Krankenhaus aufhält. Seinen Aussagen nach will er von dem Treiben in den oberen Stockwerken seines Gebäudes nichts gewusst haben und die Räumlichkeiten als Möbellager für 300 Euro monatlich an die Vietnamesen vermietet haben. Laut „WDR“ geht die Anklage jedoch davon aus, das der Mann etwa 12.000 Euro monatlich kassierte und die benötigte Stromzufuhr zur Plantage legen ließ. Mehrere andere Quellen berichteten zudem, der Angeklagte habe die eingesperrten Ernte-Sklaven gelegentlich mit Nahrung versorgt und sei von diesen auch wiedererkannt worden.

 

Damit die Verhandlung aufgrund der lebensbedrohlichen Krankheit des älteren Angeklagten nicht platzt, wurde der Prozess gegen den 29-Jährigen abgetrennt. Der 78-Jährige wird sich im Zweifel vom Krankenhausbett aus verantworten müssen.

Niemals sollte man sein Weed so aufbewahren, dass Kinder darauf zugreifen können, eigene oder fremde – denn Cannabis sollte nur von volljährigen Personen konsumiert werden, alles andere ist einfach nicht verantwortlich. Aber es scheint noch einen Grund zu geben, der ebenfalls dagegen spricht: nämlich die Unzuverlässigkeit des Nachwuchses.

 

Das musste nun ein 48-Jähriger aus Arendsee (Altmark) in Sachsen-Anhalt am eigenen Leib erfahren, der im Keller eine kleine Cannabisaufzucht mit jeweils etwa 20 Pflanzen betrieb. Dessen 15-jährige Tochter bediente sich ungefragt an seinen Vorräten und rauchte etwas von dem Gras mit einer Freundin. Diese wurde von ihren Eltern zur Rede gestellt und verriet die Freundin und deren Quelle, den Vater. Die Eltern informierten daraufhin die Polizei und die schaute dann mal bei dem 48-Jährigen vorbei.

 

Wie die „Allgemeine Zeitung“ berichtete, fand sich in der Wohnung des Arbeitslosen die Cannabisaufzucht und rund drei Kilo Marihuana. Vor Gericht rechtfertigte sich der Mann damit, dass er nach einem Beinbruch auf Schmerzmittel verzichten wollte und daher mit dem Grasanbau anfing. Dies sei ertragreicher gewesen als zunächst vermutet und daher habe er Teile der Ernte auch weiterverkauft, was er zunächst abstritt, nach einigem Druck aber eingestand. Das Ergebnis: Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, ausgesetzt zu drei Jahren auf Bewährung, zudem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit.

Die Hanfparade feierte ihr 20. Jubiläum – auch wenn es eigentlich kein Grund zur Freude ist, wenn sich ehrenwerte Pflanzenfreunde bereits das zwanzigste Jahr in Folge treffen (mussten), um für die Legalisierung von Cannabis auf die Straße zu gehen. Denn Gras und Hasch gehören einfach nicht verboten! Doch das ist nun mal die derzeitige Gesetzeslage und daher wurde am 13. August in Berlin bereits die zwanzigste Hanfparade abgehalten. Und so fanden sich grob geschätzt etwa 10.000 Teilnehmer zusammen, um für die gesellschaftliche Akzeptanz von Hanf als Rohstoff, für kostenloses Cannabis als Medizin sowie für die Freigabe von Marihuana und Haschisch als Genussmittel zu protestieren.

 

 

Weitere Impressionen von der Hanfparade 2016 findest du in diesem Video von Vlogger und Cannabisaktivist Danny-Ralph Cäsar ("Mein Leben mit Cannbis") und natürlich in der kommenden Ausgabe des Highway – erhältlich ab dem 30. August am gut sortierten Kiosk und Growshop!

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