Highway

Dieser Artikel wird erweitert und wird in einer unserer zukünftigen Print-Ausgaben erscheinen. Wir bitten um Verständnis.

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Anfang des Monats berichteten wir von dem kleinen Scherz, der zum Jahreswechsel die gesamte Cannabis-Welt (und auch darüber hinaus) verzückte: Der weltberühmte Hollywood-Schriftzug wurde in der Nacht zum 1. Januar 2017 von einem großen Cannabis-Fan von Hollywood in Hollyweed umgeändert. Dass Weed nicht nur in Amerika für Marihuana steht, müssen wir unseren Lesern dabei wohl nicht mehr erklären.

 

Jetzt gibt es zwei neue Erkenntnisse im Hollyweed-Vorfall: Und zwar bekannte sich der Verursacher dieser Aktion – es war der 30-jährige Zachary Cole Fernandez, der das „WOOD“ mithilfe einiger Plastikfolien in „WEED“ umänderte. Er erschien in Begleitung seines Anwalts auf dem Polizeirevier. Am 15 Februar muss Zach Fernandez nun vor Gericht erscheinen und sich dort vermutlich zunächst wegen unerlaubtem Betreten fremder Grundstücke rechtfertigen. Als Gründe für seine Tat gab Fernandez an, etwas Positives in die Welt bringen und an die praktisch gleiche Aktion des Kunststudenten Daniel Finegood aus dem Jahr 1976 erinnern zu wollen.

 

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Unterm Strich wird sich diese Weed-Aktion für ihn aber gelohnt haben – denn die Strafe wird nicht all zu hoch ausfallen. Die Belohnung hingegen schon: Nicht nur, dass Cannabis-Schwergewicht Tommy Chong den jungen Mann zum Weed rauchen eingeladen hat, was schon Belohnung genug wäre, nein, außerdem schenkte Chong dem Hollyweed-Guy auch noch ein Pfund Marihuana. Na wenn sich der Ausflug mal nicht gelohnt hat...

Cannabis legal geerntet – und das in Deutschland! Ein großer Schritt für Michael F. und ein noch größerer Schritt für die deutsche Bevölkerung. Vor wenigen Tagen war es so weit: Die erste Cannabisernte Deutschlands, für die der 54-jährige Medizinpatient Michael F. aus Mannheim im September 2016 als bisher einziger Mensch in Deutschland eine Ausnahmegenehmigung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten hatte (wir berichteten), stand an:

 

Wie im Blog von Sensi Seeds berichtet wurde, wurden 240 Gramm der Sorte Jorge’s Diamonds #1 von der Samenbank Dutch Passion geerntet. Dies ist eine indicalastige Sorte mit einem THC-Gehalt von durchschnittlich 17 Prozent. Aber auch alle anderen Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD), Cannabinol (CBN) und Tetrahydrocannabivarin (THCV) sind bei dieser Cannabissorte stark vertreten.

 

Der an Multipler Sklerose erkrankte, 54-jährige Michael F. hatte sich insgesamt 16 Jahre durch sämtliche Instanzen geklagt, um seine Medizin – Cannabis – selbst anbauen zu dürfen. Wie wir berichteten, kann er nur durch den Konsum von Cannabis die Symptome seiner Krankheit bekämpfen. Nach seinen Angaben und nach Ansicht seiner Ärzte, gibt es für ihn keine Alternative zur Therapie mit Marihuana. Der Tagesbedarf des Klägers liegt bei etwa drei bis vier Gramm pro Tag.

 

Zwar hat der Mann auch eine Ausnahmeerlaubnis für den Erwerb von Cannabisblüten in Apotheken, doch ist dies bei Preisen ab 15 Euro für ein Gramm Marihuana für ihn nicht bezahlbar, da die Krankenkassen (noch) nicht zahlen (müssen). Vermutlich aus diesem Grund ist die Ausnahmegenehmigung des 54-jährigen Mannheimers, die für den Anbau von 20 Cannabispflanzen gilt, auch vorerst bis zum 30. Juni 2017 befristet.

 

Denn wie wir berichteten, könnte unter Umständen bis zu diesem Zeitpunkt eine Kostenübernahme von medizinischem Cannabis durch die Krankenkassen auf den Weg gebracht werden, was eine Ausnahmegenehmigung zum Selbstanbau von Cannabis – aus Sicht der Bundesregierung – überflüssig machen würde. Dies würde übrigens allein den Pharma-Firmen und Apotheken nutzen, die medizinisches Marihuana zum Zehn- bis Fünfzehnfachen des Produktionspreises verkaufen.

 

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Marihuana gratis! Und zwar nicht zu knapp! Mindestens ein Kilo des edlen Krauts der Cannabispflanze wird am Tag der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten (am 20. Januar) verschenkt. Aus diesem Kilo werden exakt 4.200 Joints gedreht, die dann durch die Legalisierungs-Initiative DCMJ auf dem Dupont Circle, einem Platz in der Innenstadt von Washington, D.C. kostenlos verteilt werden.

 

Die Initiative DCMJ ist maßgeblich für die Legalisierung in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. (nicht zu verwechseln mit dem Bundesstaat Washington, wo Cannabis ebenfalls legalisiert wurde) verantwortlich. Allerdings ist in Washington, D.C. der Verkauf immer noch nicht gestattet – der Anbau und das Verschenken allerdings schon, sodass die Aktion bis zu dieser Stelle komplett legal ist.

 

Allerdings wird auf der oben verlinkten Website von DCMJ dazu aufgefordert, genau wenn die Rede des neuen Präsidenten Trump bei 4 Minuten und 20 Sekunden angelangt ist, die Joints dann auch anzuzünden (übrigens um etwa 10 Uhr morgens). Dies ist dann allerdings illegal, da der Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit verboten ist.

 

Sinn und Zweck dieser Aktion ist das Aufmerksammachen auf den schweren Stand, den Cannabis trotz vieler Erfolge in den letzten paar Jahren in Amerika immer noch hat. Denn auch wie Trumps Meinung zu Cannabis aussieht, ist noch unklar – medizinisches Marihuana scheint er in Ordnung zu finden, Cannabis zum Freizeitspaß ist ihm aber anscheinend doch nicht so geheuer. Auch die Benennung von Jeff Sessions zum Justizminister ist ein schlechtes Zeichen für Cannabis in den USA.

 

In der aktuellen und gerade erschienenen Print-Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin widmen wir uns zu großen Teilen den neuen Cannabis betreffenden Entwicklungen in den USA, etwa mit den Ergebnissen der Volksabstimmungen aus dem November, den neuen Legalisierungsstaaten, die 2017 Cannabis legalisieren, oder wie man sich in einer amerikanischen Cannabis-Dispensary benimmt (und wie besser nicht). Eine solche Dispensary haben wir auch in Oregon für euch besucht und berichten im aktuellen Magazin ausführlich für euch darüber. Dies und vieles mehr findet ihr hier:

 

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Cannabis wird immer angesagter – sogar bei den Polizisten. Erst vor wenigen Tagen berichteten wir vom Polizeichef der Anti-Drogen-Einheit in Helsinki, der des Schmuggels von 800 Kilo Haschisch überführt wurde. Nun erreichte uns eine interessante News aus Spanien:

 

Die Kleinstadt Isla Mayor nahe Sevilla hat etwa 6.000 Einwohner und acht Polizisten. Jetzt hat sich herausgestellt, dass vier dieser acht Polizisten – also die halbe Truppe der Stadt – in einen großangelegten Schmuggel von Haschisch verstrickt waren. Über die Straße von Gibraltar und den Fluss Guadalquivir schmuggelten sie Haschisch von Marokko nach Spanien. Der Bürgermeister des kleinen Örtchens zeigte sich entsetzt, wie die „Limmattaler Zeitung“ berichtete.

 

Da bleibt nur noch die Frage offen, ob die verbliebenen vier Polizisten nun ihre Kollegen verhaften mussten.

 

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Cannabis gehört zu Jamaika für viele einfach dazu – zum Klischee, zum Lebensgefühl, zum Urlaub, zum Alltag. Oder wie es der RTL2-Promi Robert Geiss ausdrücken würde: „Also wir sind im Land von Bob Marley – Bob Marley und de Droge. Shania – Marihuana und Gras. Wisst ihr was Gras ist? Der hat auch Drogen genommen. Deshalb isser auch so früh gestorben.“

 

Und so holt der Fernseh-Prolet beim Jamaikaner mal eine Plastiktüte voll Gras und zeigt den Kindern in seiner Fernsehsendung, wie Gras aussieht und riecht. Dazu gibt es dann die passenden Erklärungen aus der Sicht eines C-Klasse-Millionärs:

 

Das ist eine Graspflanze, das ist Gras. Wenn du das jetzt in eine Zigarette drehen wirst und rauchst das, der Qualm macht dich high. Und high ist dasselbe als wenn du zu viel Alkohol trinkst, dann wirkst du verrückt und dann fällst du unter Umständen vor ein Auto oder einen Bus oder springst vom Hochhaus. Deswegen sollte man das nie nehmen.“

 

Also lieber Wodka und Champagner – aber grundsätzlich hat Robert Geiss natürlich recht. Cannabis sollte nicht von Kindern konsumiert werden. So sieht dann das Jetset-Fazit auch aus:

 

Also Kinder ihr habt’s jetzt verstanden, wenn also irgendeiner in Monaco auf euch zukommt, will euch so ’nen Scheiß verkaufen – nicht kaufen!“

 

Aber ob er wohl selbst interessiert ist? Oder wieso hat er auch gleich lange Blättchen und einen Aschenbecher dazugekauft?

 

Die ganze Folge könnt ihr auf der Website von „tvnow“ sehen – die entsprechende Passage findet sich nach der zweiten Hälfte des dritten Kapitels: www.tvnow.de/rtl2/die-geissens/familie-geiss-auf-jamaika/player

 

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Weed in Hollywood – Dank der kalifornischen Bürger wurde im November 2016 beschlossen, dass dies nun eine legale Angelegenheit ist. Zum Neujahrswechsel hat das ein Unbekannter zum Anlass genommen, den weltberühmten Hollywood-Schriftzug mithilfe schwarzer und weißer Folien abzuändern. Und so wurde aus Hollywood Hollyweed – im Gegensatz zum Gras selbst ist diese Aktion allerdings illegal und so wird derzeit nach dem Verursacher gefahndet.

 

Der Hollywood-Schriftzug besteht seit 1923 und war damals der größte und teuerste Werbebanner der Welt. Übrigens wurde genau der gleiche Scherz schon einmal im Jahr 1976 gemacht – der Unbekannte damals wurde nicht erwischt. Vielleicht hat der Scherzbold aus diesem Jahr ja ebenfalls Glück... oder war es eventuell sogar dieselbe Person?

 

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Cannabis – also Marihuana und Haschisch: für viele Menschen ist das keine schlimme Droge. Inzwischen dürfte den meisten klar sein, dass das Verbot von Gras und Hasch ziemlich sinnlos ist. Sogar viele Polizisten sind dieser Meinung, auch wenn sie sich – wenn überhaupt – erst nach ihrem Ruhestand dazu bekennen. Gründe, die für eine Legalisierung sprechen, sind auch für viele Polizisten logisch – nicht zuletzt könnten sie mal echte Arbeit verrichten, wenn sie nicht andauernd Cannabiskonsumenten drangsalieren müssten.

 

Auch der finnische Polizeichef des Drogendezernats in Helsinki kam auf diesen Trichter, allerdings noch zu seinen aktiven Zeiten. Aber anstatt sich in seiner Position für eine Liberalisierung oder sogar flächendeckende Legalisierung von Cannabis in Finnland einzusetzen, nutze er seine Ansichten, dass Gras und Hasch nicht so schlimm sind, für seine persönliche Bereicherung. Ebenfalls eine gute Möglichkeit, die ihm seine Position bot.

 

Denn 30 Jahre lang war der gute Mann im Amt. Der heute 58-jährige Jari Aarnio leitete von 1999 bis 2013 die Anti-Drogen-Einheit Helsinkis. Seit wann der Polizeichef in Drogenschmuggel verwickelt war, ist unbekannt – nachgewiesen wurde ihm nun jedenfalls die Beteiligung am Schmuggel von insgesamt 791 Kilogramm Haschisch aus den Niederlanden, die in den Jahren 2011 und 2012 nach Finnland gebracht wurden. Er soll seine Position rücksichtslos ausgenutzt haben und Ermittlungen über Lagerstätten beeinflusst und Schmuggler geschützt haben.

 

Wie „n-tv“ berichtete, wurden seine Kollegen auf den Mann aufmerksam, weil er häufig mit großen Summen in bar bezahlte. Bei der „Westfalenpost“ war hingegen zu lesen, dass ihm zum Verhängnis wurde, dass sich seine Kollegen sicher waren, im Zuge mehrerer Verhaftungen im Jahr 2011 nicht den Kopf der Schmugglerbande erwischt zu haben – Handyortungen ergaben daraufhin, dass sich der Polizeichef stets in der Nähe der festgestellten Drogengeschäfte aufhielt.

 

Jari Aarnio bestritt vor Gericht alle Taten. Die Staatsanwaltschaft forderte die Höchststrafe von 13 Jahren Haft, das Gericht servierte dem Ex-Polizisten „bloß“ zehn Jahre Gefängnis sowie eine Strafzahlung von 1,3 Millionen Euro – das entspricht dem geschätzten Gewinn aus seinen Schmuggelgeschäften.

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