Highway

Der Name Bubblelicious kommt bei dieser Cannabissorte nicht von ungefähr! Nicht nur, dass die Pflanzen dieser Sorte während des Grows ein starkes Kaugummi-Aroma verströmen – nach der Ernte nimmt der Kaugummi-Geruch und -Geschmack sogar nochmals zu. Und darüber hinaus sind einige Phänotypen dieses Strains nicht nur olfaktorisch und geschmacklich auf Kaugummi-Ebene: auch optisch kann diese Sorte ein unglaubliches, richtiggehendes Bubblegum-Pink entwickeln, das seinesgleichen sucht.

 

 

Die Genetik geht auf die Bubblegum aus Indiana in den USA zurück, die schon Anfang der 1990er-Jahre in die Niederlande gebracht und bei der Samenbank Nirvana zu Bubblelicious weiterentwickelt wurde. Der Hybrid hat ein leichtes Indica-Übergewicht und die Pflanzen bieten daher ein entspanntes, körperbetontes High. Der Anbau ist für Indoor-Gärten vorgesehen und hat eine Blühzeit von grob zehn Wochen vorzuweisen. Outdoor-Grower können allerdings auf die Variante der selbstblühenden Bubblelicious ausweichen.

 

 

 

 

Fotos von Nirvana: www.nirvanashop.com/de

Die Amerikaner sind uns Europäern was Cannabis angeht inzwischen weit voraus. In den legalen Ausgabestellen sind daher auch nicht nur Gras und Haschisch zu erwerben, sondern auch diverse Lebensmittel-Zubereitungen, die THC enthalten. Wie erfahrene Cannabiskonsumenten wissen, ist aber gerade die Wirkung von Cannabis bei Aufnahme über Lebensmittel durchaus intensiver und auch länger anhaltend, zudem setzt die Wirkung auch erst zeitverzögert ein, was viele Leute zum verfrühten „nachlegen“ verleitet.

 

Dies hat seit der Cannabislegalisierung in Colorado zu vielen Krankenhausaufenthalten geführt, da die daraufhin entstehenden Angstzustände derart bedrohlich sein können, dass die Konsumenten in Panik verfallen. Außerdem besteht durch die Darreichung mittels Lebensmitteln natürlich die Gefahr, dass Personen zu diesen Snacks greifen, die gar kein Interesse an einem Cannabisrausch haben. So haben wir erst vergangene Woche über die 83-jährige Mutter von Weltstar Roseanne Barr berichtet, die versehentlich diverse THC-Lebensmittel zu sich nahm.

 

Ein besonders großes Problem stellt natürlich die unerwünschte Einnahme von THC-Lebensmitteln durch Kinder dar. Hunderte von Kindern mussten in Amerika schon behandelt werden, da sie so versehentlich einem Cannabisrausch ausgesetzt wurden. Um diesem Problem vorzubeugen, tritt heute in Colorado ein Gesetz in Kraft, das zumindest die Herstellung von THC-haltigen Lebensmitteln „in Form von Tieren, Menschen oder Früchten“ verbietet.

 

Da auch in Europa immer wieder gerne mit Marihuana und Haschisch gebacken wird, hier noch einmal der dringende Appell an alle Eltern, solche Lebensmittel unbedingt außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren! Schon viele Erwachsene vertragen über den Magen aufgenommenes Cannabis überhaupt nicht gut, dies ist jedenfalls keine Erfahrung, die man einem Kind in irgendeiner Form wünschen würde. Ein kleines Beispiel für einen Horrortrip nach Brownie-Konsum könnt ihr dem untenstehenden Video entnehmen – ein 29-jähriger US-Cop ist sich nicht mehr ganz sicher, ob er noch lebt oder schon tot ist und klingelt mal lieber beim Notruf durch.

Milde Strafe für ehemaligen Bundeswehr-Offizier: Trotz einer aktiven Cannabisplantage im Ort Burladingen, die über einen verdeckten Ermittler ausgemacht werden konnte, bekam der Betreiber nun bloß eine Bewährungsstrafe. Der Betreiber, dies ist ein 56-jähriger ehemaliger Fachoffizier für Elektrotechnik, der 2011 zum ersten Mal einen Joint rauchte und sogleich beschloss, mit dem Anbau von Marihuana sein Geld zu verdienen. Ein erster Versuch wurde von seiner Ex-Frau entdeckt, die ihn sogleich anzeigte. Dennoch – und auch obwohl er einen Beruf ausübte, der ihm monatlich 2.200 Euro netto einbrachte – war ihm dies (nach eigenen Aussagen vor Gericht!) nicht genug Geld: „Ich bin halt ein Unternehmertyp“, zitiert ihn der „Schwarzwälder Bote“.

 

Ein Unternehmertyp mag er vielleicht sein, allerdings kein Drogenhändlertyp – und so war sein erster Großkunde, den er auftrieb auch gleich ein verdeckter Ermittler des Landeskriminalamts Mecklenburg-Vorpommern. Ergebnis: Beschlagnahmung von 130 Pflanzen, Anzucht- und Deal-Equipment und das Auffinden von Berechnungen, wie der Angeklagte in den nächsten Jahren über eine Million Euro zu erwirtschaften gedachte.

 

Das Urteil des Hechinger Amtsgericht: Ein Jahr und zehn Monate Gefängnis auf Bewährung und 5.000 Euro Geldstrafe. Das grenzt bei den Vorwürfen schon fast an einen Freispruch, vor allem wenn man diesen Fall beispielsweise mit dem des 24-jährigen Polizisten aus Flensburg vergleicht, der für eine geplante Cannabisplantage, die niemals in die Tat umgesetzt wurde, und nur aufgrund von Umsatzkalkulationen für diese zu 15 Monaten Haft verurteilt wurde – ohne Bewährung (Highway berichtete).

Nicht nur Amerika, auch Kanada ist ein Land mit unbegrenzten Möglichkeiten. Gerade wenn es um Marihuana, Haschisch und die auf diesem Kontinent so beliebten Cannabis-Extrakte geht. Klar, dass der Weltrekord im Hotboxen dort aufgestellt wurde. Und es wurde geklotzt und nicht gekleckert: Telefonzelle? Auto? Nein! Es muss schon ein Appartement sein, das zur Hotbox umgewandelt wird – schließlich sollen auch einige Leute reinpassen, wenn ein knappes halbes Kilo Cannabis-Extrakte verdampft werden. Das ganze erinnert schwer an eine Sauna, nun gut, an eine Sauna, in der Mann vor lauter Rauch nichts mehr sieht.

 

Wir gratulieren jedenfalls recht herzlich dem tapferen Volk von Kanada zum Weltrekord.

Post vom Staatsanwalt – das hat selten Gutes zu bedeuten. Als Rechtsverteidiger ist man dies allerdings gewohnt und öffnet ohne zu zögern einen jeden Brief von der Gegenseite. Der Linger Rechtsanwalt Robert Koop bloggt nun bereits seit zehn Jahren zu seinem Beruf und konnte heute ein besonders kurioses Fundstück auf seinem Blog präsentieren.

 

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück schickte dem Anwalt Koop eine Abholaufforderung: er möge bitte innerhalb einer Monatsfrist vorbeikommen und die aufbewahrten Gegenstände abholen. Die aufbewahrten Gegenstände – das sind in diesem Fall etwa zwei Kilo Gras, so ist es auch im Schreiben der Staatsanwaltschaft vermerkt: „ca. 2215,5 gr. Marihuana.“

 

Ein Personalausweis oder eine Vollmacht sollen angeblich genügen, um die heiße Ware in Empfang nehmen zu dürfen. Aus verständlichen Gründen erkundigte sich Koop nun aber auf seinem Blog augenzwinkernd nach Freiwilligen, die die Abholung für ihn übernehmen könnten.

 

Den Link zum Blog und das Originalschreiben der Staatsanwaltschaft findet ihr hier: Roberts Blog

Kiffen und Gewichte stemmen – in unserer Leserschaft werden wohl viele diese Kombination kennen. Für Nicht-Cannabis-Konsumenten scheint dieser Gedanke zunächst abwegig zu sein – von wegen Kiffen mache faul und so weiter. Der Amerikaner Jim McAlpine will diese Vorurteile nun entkräften und Gleichgesinnten die Möglichkeit geben, Cannabis-Sport in seinen neuen Fitnessstudios zu betreiben.

 

Wie McAlpine „Quartz“ im Interview verriet, kam ihm die Idee – genau – beim dichten Gewichte stemmen. Nun plant er eine Fitnessstudio-Kette mit dem einleuchtenden Namen „Power Plant Fitness“. Die erste Filiale ihrer Art öffnet im November in San Francisco – L.A., San Diego und Sacramento sollen folgen.

 

Bislang organisierte der Fitnessstudio-Gründer die „420 Games“, Wettläufe, Golfturniere und dergleichen für die Cannabis-Community. Im Gegensatz zu vielen Ärzten glaubt er, dass Cannabis ein gesunder und produktiver Weg sein kann, durch den Sportler in ihrem Tun unterstützt werden können. Die Fitnessstudio-Besucher bekommen demnach nicht nur Trainingspläne erstellt, sondern auch „Cannabis-Pläne“: „Es ist mehr eine ganzheitliche Körper-und-Geist-Philosophie. Wir machen hier eine ganze Menge mehr Kopfarbeit als andere Gyms“, erklärt McAlpine. Medical-Marijuana-Doktoren und Lieferdienste runden das Angebot ab.

 

Den Kunden wird allerdings abgeraten das Marihuana zu rauchen, sondern es wird der Konsum mittels Nahrung oder Vaporizer empfohlen, um die schädlichen Nebenwirkungen auf ein Minimum zu reduzieren und um den Einsatz von Kleinstdosen besser ermöglichen zu können.

Cannabis und der Führerschein – zwar eine endlose Geschichte, aber hoffentlich nicht für immer. Vorerst führt es aber weiterhin zu großen Problemen, wenn berauscht (oder schlimmer noch: nicht berauscht, aber mit Reststoffen im Blut) Auto gefahren wird. Wird der Konsum von Cannabis durch die Polizei nachgewiesen, ist der Führerschein erst einmal für einige Zeit weg.

 

Bislang kann der Wirkstoff THC (bzw. dessen Abbauprodukte) von der Polizei durch einen Wisch-, Urin- oder Bluttest nachgewiesen werden. Solchen Tests muss bei einer Verkehrskontrolle aber nicht grundsätzlich zugestimmt, sondern diese können auch verweigert werden. Von der Praktikabilität liegen für Polizei und deren Kundschaft natürlich die Wischtests vorne. Wischtests, bei denen die Teststreifen zum Beispiel einfach nur über die Stirn gezogen werden, haben dabei je nach Hersteller Zuverlässigkeitsraten von etwa 70 bis 95 Prozent. Urin- und Bluttests sind eindeutig.

 

Wissenschaftler der TU Dortmund haben nun einem Bericht der „Ruhr Nachrichten“ nach ein Gerät entwickelt, mit dem der Konsum von Cannabis nachgewiesen werden soll, ohne dass den Autofahrern diverse Körperflüssigkeiten abgezapft werden sollen. Die Fehlerquote liegt zudem bei bloß einem Prozent. Ermittelt wird das ganze wie bei einem Alkoholtestgerät mittels Atemluft. Der Detektor weist in der ausgeatmeten Luft neben THC auch elf weitere Stoffe nach, mit denen Cannabiskonsum nachgewiesen werden kann.

 

Ob die Geräte in den flächendeckenden Einsatz kommen ist noch nicht klar – Käufer werden bislang gesucht. Polizeibehörden in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen haben laut „Ruhr Nachrichten“ bereits Interesse bekundet, wohingegen die Polizei in NRW bislang noch sehr zurückhaltend reagiert. Vielleicht möchte man auch gar kein solches Gerät, weil man sonst fürchtet einzugestehen, dass Cannabis genau so verbreitet ist wie Alkohol.

 

Für Cannabiskonsumenten können weitere Produkte aus der Reihe „Jagd machen auf friedliche Leute, die gerne mal einen rauchen“ jedenfalls eigentlich kein Grund zur Freude sein. Ein Vorteil an dem Testgerät ist aber vielleicht, dass es nur einen bis zu acht Stunden zurückliegenden Konsum anzeigt. Die bisherige Regelung, dass man aufgrund angewandter Gesetze in Deutschland eigentlich besser wochenlang nach dem Kiffen kein Auto fahren sollte, ist realitätsfern und menschenfeindlich – sollte dies irgendwann einmal überdacht werden, wäre stattdessen eine Grenze von acht Stunden Konsumpause vor dem Autofahren vielleicht sogar eine Regelung, mit der alle Seiten einverstanden sein könnten.

Das gab es noch nicht in Österreich – zwei Cannabis-Grower sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für den Rest ihres Lebens hinter Gitter: Im August beginnt ein Prozess in Wien, in dem einer 13-köpfigen Gruppe vorgeworfen wird, insgesamt sechs Wohnungen bzw. Häuser angemietet und dort Plantagen mit bis zu jeweils 850 Cannabispflanzen unterhalten zu haben. So sollen in einem Zeitraum von zwei Jahren 350 Kilogramm Marihuana produziert und verkauft worden sein, wie der „Kurier“ heute berichtet. Außerdem wurde der Strom für das Unterfangen abgezwackt, sodass auch noch Stromdiebstahl im Wert von 180.000 Euro auf den Deckel der beiden Hauptangeklagten kommt.

 

Diese sind 38 und 41 Jahre alt und haben nun, obwohl erstmals vor Gericht, ein riesiges Problem. Denn die Staatsanwaltschaft bedient sich eines Paragraphen, der damals geschaffen wurde, um internationale Drogenbosse für immer hinter Gitter zu sperren. In Absatz Nr. 5 des Paragrafen 28a des Suchtmittelgesetzes steht, dass wer gemeinsam mit „einer größeren Anzahl Menschen“ Drogengeschäfte begeht, zu zehn bis zwanzig Jahren bzw. lebenslanger Haft verurteilt werden kann. Und eben diesen bislang kaum genutzten Paragrafen zückt nun die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Die Drogenfahndung im Landeskriminalamt Niederösterreich freut sich derweil und hofft (garantiert vergebens – selbst in Ländern mit Todesstrafe wird Gras angebaut) auf eine abschreckende Wirkung für andere Grower.

 

Dass (auch wenn es um 350 Kilo Marihuana geht) relativ kleine Cannabis-Dealer für immer in den Knast sollen, und das in Österreich, ist ein wahrer Skandal. Die Anwälte der Angeklagten zeigten sich im „Kurier“ sichtlich schockiert: „Ich vertrete schon mein ganzes Berufsleben lang Drogendealer vor Gericht. Und da waren große Fische dabei. Aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen“, lässt sich einer der Verteidiger zitieren.

 

Highway berichtet im August vom Prozess.