Highway

Cannabis legal in Deutschland? Das wollen anscheinend nicht alle Bürger. Seit gestern geistert eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa durch die Medien, die danach fragte, ob Erwachsene Cannabis künftig als Rauschmittel zum Eigengebrauch in ausgewählten Fachgeschäften erwerben können sollten. Diese Frage wurde von 63 Prozent der Befragten abgelehnt.

 

Auch der Deutsche Hanfverband gab wie jedes Jahr im Herbst über Infratest dimap eine Umfrage in Arbeit, die mit der Aussage „Cannabis sollte für Volljährige legal und reguliert erhältlich sein, zum Beispiel über Fachgeschäfte wie in Colorado“ aufwartete. Dies wurde nur von 58 Prozent der Befragten abgelehnt, was aber dennoch keine Mehrheit für die Legalisierung bedeutet.

 

Eine Mehrheit konnte allerdings bei der Aussage „Der Besitz geringer Cannabis-Mengen zum Eigenverbrauch sollte nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden“ erreicht werden. 52 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Zu dem Thema wurden 1.000 (Forsa) beziehungsweise 1.013 (Infratest dimap) Menschen befragt.

Cannabis anzubauen ist in Deutschland derzeit noch verboten und daher auch mit gewissen Risiken behaftet. Daher entscheiden sich immer wieder Cannabisgrower, ihre Pflanzen außerhalb der heimischen Gefilde anzubauen. Seit Jahrzehnten beliebte Taktik ist es, Cannabispflanzen in Maisfeldern zu verstecken. Dabei ist übrigens zu beachten, dass Silomais zwischen Mitte September und Anfang Oktober geerntet wird, Körnermais zwischen Ende September und Ende November.

 

Ende September begab es sich auch, dass ein Landwirt in Altomünster sein Maisfeld ernten wollte, wie nun bekannt wurde. Wie in der „Süddeutschen Zeitung“ zu lesen ist, staunte er dabei nicht schlecht, als er auf einer 300 Meter langen Fläche insgesamt 190 Cannabispflanzen entdeckte. Die verständigte Kriminalpolizei rückte an und erntete die Cannabispflanzen in stundenlanger Arbeit.

 

So einen Fund hat man nicht alle Tage. Das ist schon außergewöhnlich“, sagte der Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums. Was wir von Highway – Das Cannabismagazin hingegen außergewöhnlich finden, sind die weiteren Informationen, die die Polizei zu diesem Fall veröffentlichte: denn die 190 Cannabispflanzen sollen laut Polizei „420 Kilogramm Biomasse“ ergeben haben (aus der 60 Kilogramm Blüten heraussortiert wurden).

 

Wir begrüßen es natürlich sehr, wenn Praktikanten bei Lokalzeitungen und dergleichen immer wieder die sozusagen offizielle Kifferzahl 420 in Artikeln unterbringen, aber wenn sich auch schon die Polizei solche Späße erlaubt... ist das nun ein gutes Zeichen für die Zukunft oder nicht? Wer verarscht hier eigentlich wen?

Cannabis in Berlin – ist das nicht schon längst legal? Nein, anscheinend nicht: Der Zoll konnte in Britz, Schöneberg und Wannsee drei professionell angelegte Cannabisaufzuchtstationen ausfindig machen. Das ganze hat der Zoll einem Zufall zu verdanken – die Betreiber der drei Cannabisanlagen hatten sich Stecklinge aus Österreich per Post schicken lassen. Laut „BZ Berlin“ wurde eines der bestellten Pakete im September durch die Sortieranlage des Postzustellers beschädigt und so wurde der Inhalt offenbart.

 

Die anschließenden Ermittlungen führten nun am Freitag zum Zugriff. Gegen vier 28 bis 33 Jahre alte Personen wurde Haftbefehl erlassen. An drei verschiedenen Standorten in Berlin wurden die Cannabisanlagen betrieben – die Pflanzen waren noch nicht erntereif und maximal 55 Zentimeter groß. Insgesamt wurden an allen Standorten 2.600 Cannabispflanzen „sichergestellt“, wie es bei der Polizei immer so schön heißt, dazu noch ein lumpiges Kilo Weed. Für die ganze Aktion waren 150 Einsatzkräfte auf den Beinen. Steuerverschwendung vom Feinsten!

Abgesehen von Reggae und Dancehall gibt es heutzutage wohl keine Musikrichtung, die so eng mit dem Konsum von Cannabis verzahnt ist wie Hip Hop. Allerdings hat der Konsum hier keine religiösen oder spirituellen Wurzeln, sondern ist vielmehr Ausdruck eines Lifestyles, der der bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Werten und Regeln den Mittelfinger zeigt.

Mittlerweile hat sich ein eigenes Sub-Genre gebildet, in dem Cannabis(-konsum) nicht nur Begleiterscheinung ist, sondern essentieller Bestandteil von Lyrics und Videoclips. Unter den deutschsprachigen Weed-Rappern ist Herzog einer der bekanntesten und erfolgreichsten. Nicht nur, dass er als einer der ersten deutschsprachigen Rapper seine eigene Cannabissorte (Herz OG) kreiert hat: Nun ist der 32-jährige Berliner auch der erste Rapper, der dank eines Rezepts ganz legal am Joint ziehen darf.

Um diesen Umstand zu feiern, hat er nun ein Video veröffentlicht, in dem er sich sein Kraut in der Apotheke abholt und daraufhin einer ausgiebigen Prüfung mittels Vaporizer unterzieht. Sein Fazit: „Schmeckt sehr lecker, es macht high, ist ziemlich fruchtig. Es schmeckt so ein bisschen, wie es im Krankenhaus riecht.“

Hier könnt ihr euch den Clip in voller Länge ansehen:

Vergangene Woche ist die neueste Print-Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin erschienen und kann ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops für schlappe 2,60 Euro erworben werden. An dieser Stelle veröffentlichen wir einen Auszug eines Artikels der neuen Ausgabe 06/2017:

 

Rick Simpson – dieser Name ist Cannabisinteressierten schon seit einigen Jahren ein Begriff, vor allem, wenn sie oder Familienmitglieder oder Freunde an Krebs erkrankt sind. Denn Rick Simpson behauptet bereits seit gut 15 Jahren, dass mit dem nach seiner Formel hergestellten Cannabisöl („Rick-Simpson-Öl“) Krebs geheilt werden könne. Aktuell ist er im deutschsprachigen Raum recht aktiv, sein Buch („Nature’s Answer for Cancer“) wurde nun auf Deutsch herausgebracht und er hält derzeit vermehrt auf der ein oder anderen Cannabisveranstaltung Vorträge. Innerhalb der deutschsprachigen Cannabisszene wird Rick Simpson größtenteils sehr positiv besprochen, dabei gäbe es jedoch auch den ein oder anderen Kritikpunkt zu nennen. Daher veröffentlichen wir auf den folgenden Seiten den Offenen Brief von Dr. Franjo Grotenhermen, dem wohl bekanntesten Cannabis-Mediziner Deutschlands, an Rick Simpson.

 

Rick Simpson entdeckte Ende der 1990er-Jahre die wohltuende Wirkung von Cannabis, als er es einsetzte, um die Symptome, die nach einem Unfall auftraten, zu lindern. Im Jahr 2003 wurde bei ihm Hautkrebs festgestellt. Da er gehört hatte, dass THC Krebszellen bei Mäusen besiegen konnte, und da er von den sonstigen Wirkungen von Cannabis so überzeugt war, stellte er ein konzentriertes Cannabisöl her, das er auf Bandagen auftrug und um die erkrankten Hautpartien wickelte. Nach vier Tagen nahm er die Bandagen ab und die Karzinome waren verschwunden. Von diesem Zeitpunkt an gab es für ihn kein Zurück mehr – Rick Simpson begann selbst Cannabis anzubauen, Cannabiskonzentrat herzustellen und dieses auch kostenlos an Patienten zu verteilen, um ihnen bei ihren Krebserkrankungen zu helfen. Dies endete aber 2009, als die kanadische Polizei sein Heim durchsuchte und insgesamt über 2.600 Pflanzen konfiszierte und zerstörte. Inzwischen lebt er in Kroatien und verbreitet nun anstelle des Öls seine Botschaft, dass Cannabisöl in sehr vielen Fällen Krebs heilen könne. Diese Botschaft ist auch in seinem Buch enthalten, dass seit Ende 2016 unter dem Titel „Rick Simpson Öl: Die Antwort der Natur auf Krebs“ auf Deutsch erhältlich ist.

 

Leider krankt die deutsche Version von Rick Simpsons Buch unter extremen Rechtschreib- und sonstigen Fehlern, selbst die Wörter Cannabis und Marihuana werden mehrfach falsch geschrieben – am Anfang findet sich sogar ein Kommentar der Lektorin, der vergessen wurde zu entfernen. Gerade wenn man die Menschen von seiner von der Norm abweisenden Meinung überzeugen möchte, sollte man dringend mehr Sorgfalt walten lassen, wenn man ein solches Buch verfasst oder übersetzt. Aber auch das englischsprachige Original bietet viel Angriffsfläche. Diverse Verschwörungstheorien geben sich hier die Hand (Andeutungen zum 11. September und Behauptungen, Jesus hätte mithilfe von Cannabisöl geheilt, oder die US-Legalisierungsorganisation NORML versuche, Cannabis im illegalen Status zu halten) und zielgerichtete Informationen sind zwischen den vielen Seiten mit einigen Fallbeispielen rar gesät. Auch eine genaue Anleitung, wie denn nun das Öl herzustellen ist, ist nicht so richtig zu finden, hier hilft allerdings das Internet schnell weiter – für eine 60-tägige Behandlung mit Rick-Simpson-Öl wird übrigens ungefähr 500 Gramm Marihuana (Simpson empfiehlt möglichst reinrassige Indica-Sorten) benötigt.

 

Aber auch aus rein medizinischer Sicht scheint es an dem Buch Rick Simpsons einiges zu bemängeln zu geben: In dem dieses Jahr veröffentlichten Buch „Cannabis gegen Krebs“ von Dr. Franjo Grotenhermen ist ein Offener Brief an Rick Simpson erhalten, den wir an dieser Stelle daher gerne abdrucken möchten, um einen Kontrapunkt zu den vielen ausschließlich positiven Meldungen zu setzen, die in diesem Jahr von verschiedenen Stellen publiziert wurden.

 

 

Offener Brief an Rick Simpson

 

Lieber Rick Simpson,

 

Sie sind vermutlich die bekannteste Persönlichkeit, wenn es um die medizinische Verwendung von Cannabis bei Krebserkrankungen geht. Viele verzweifelte Menschen, die an Krebs und anderen schweren Erkrankungen leiden, vertrauen Ihnen und setzen große Hoffnungen in Ihre Ratschläge.

 

Ihnen ist die damit verbundene Verantwortung bewusst, wenn Sie in Ihrem Buch schreiben: „Ich finde, dass jeder, mich eingeschlossen, der in eine Position öffentlichen Vertrauens gesetzt wird, damit einverstanden sein sollte, dass seine Arbeit, da sie das Interesse der Bevölkerung vertritt, sehr genau beobachtet wird.“ (Seite 170 der deutschen Ausgabe). Dieser Verantwortung werden Sie nach meiner Auffassung aber nicht in dem notwendigen Maße gerecht, und ich hoffe, dass Sie das in der Zukunft besser machen können.

 

Ich teile Ihre Sichtweise, wenn Sie sagen: „Wie ich es schon mehrmals erklärt habe, gilt unsere Beobachtung und unsere heilige Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Menschheit überlebt und gedeiht. Ärzte werden ihrem Hippokratischen Eid wirklich folgen und Regierungen setzen sich für das Wohl der Menschheit ein. Das ist der einzige Weg, der Sinn macht, und wenn wir das ignorieren, wird die menschliche Spezies nur untergehen“ (Seite 169). Auf Seite 217 heißt es: „Meine Mission ist es jetzt, jedem die Wahrheit zur Verfügung zu stellen, denn zusammen können wir etwas ändern“.

 

Ich stelle aber fest, dass Sie viele wichtige Fakten nicht zur Kenntnis nehmen – zum Schaden der Menschen. Sie gestehen ein, dass Sie „in Wahrheit ja kein Arzt“ sind und „auch nicht die notwendige Qualifikation dazu“ haben (Seite 104), nehmen sich jedoch die Freiheit zu übertriebenen Heilsversprechen, die keiner sachlichen Überprüfung standhalten können, heraus. Ich will meine notwendigerweise leider sehr harte Kritik an sechs Beispielen verdeutlichen.

 

[…]

 

Den vollständigen und umfassenden Artikel könnt ihr in Highway – Das Cannabismagazin 06/2017 lesen.

 

 

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Halloween ist auch im deutschsprachigen Raum mittlerweile nicht mehr aus dem jährlichen Festivitäten-Kalender wegzudenken. In der Nacht zum ersten November werden sich wieder unzählige Feierwütige auf den Kostümpartys versammeln. Doch dazu gehört natürlich in erster Linie ein gelungenes Kostüm. Der gute alte Jack Sparrow hat ausgedient und Horror-Clowns haben auch trotz „Es“ ihren Zenit auch so langsam überschritten. So wird das mit dem Preis fürs beste Kostüm bestimmt wieder nichts. Außerdem hat das ja alles nix mit Cannabis zu tun und der moderne Stoner möchte mit seiner Verkleidung ja vielleicht auch gleichzeitig ein grünes Statement setzen. Wir haben uns in die Welt der 420-Kostüme begeben und wollen an dieser Stelle einfach mal zeigen, womit sich andere Kiffer heute Abend so auf die Straße trauen.



1. Die Blüte

Kann man schon fast als Klassiker unter den 420-Kostümen bezeichnen. Und wie ein Blick auf das zweite Exemplar zeigt, funktioniert es durchaus auch in der trashigen self-made-Variante. Fast noch besser sogar.

 

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2. Das Baggy

Ein solides, mit relativ wenig Aufwand herzustellendes Kostüm. Der begeisterte Gesichtsausdruck des stolzen Trägers spricht Bände. Ein Knaller wird diese Verkleidung, wenn man echtes Weed für die Füllung benutzt. Spätestens dann sollte man sich vor der Aufmerksamkeit der Anwesenden kaum retten können.

 

 

3. Der Blunt

Hier gilt ähnliches wir für das Baggy. Günstig und einfach herzustellen. In der Low-Budget-Variante eigentlich noch charmanter.

 

 



4. Die Bong

Das gute alte Bong-Kostüm reiht sich in die Reihe der klassischen Cannabis-Kostüme ein, wirkt aber etwas angestaubt und klobig.

 

 



5. Towelie

Ein großartiges Kostüm, das für zahlreiche Lacher sorgen wird, denn das dauerdichte Handtuch aus South Park war schon immer ein Fan-Liebling. Nur mit dem Kiffen wird es aufgrund des bedeckten Gesichts schwierig.

 



6. Der Dude

Ganz klar der Favorit des Autors. Stilvoll und im besten Sinne leger. Hervorragende Partytauglichkeit dank maximaler Beinfreiheit, dem obligatorischen, stets mitzuführenden White Russian und dunkler Sonnenbrille für spätere Stunden.

 

 



7. Grim Reefer (außer Konkurrenz)

Was zur Hölle? Ok, gruselig ist es, aber eventuelle Party-Flirts kann man sich wohl abschminken...

 

Bier und Gras – passt eigentlich ganz gut, kann man sagen. Auch auf geschäftlicher Ebene: mit diesen beiden Drogen kann unendlich viel Geld verdient werden. Mit Cannabis neuerdings auch immer häufiger ganz legal, sei es mit medizinischem Marihuana oder auch in den entsprechenden US-Staaten mit legalem Gras für den Freizeitgebrauch.

 

Eigentlich kämpfen die Alkohol-Hersteller, genau wie praktisch alle großen Pharmakonzerne, gegen Marihuana und dessen Legalisierung, denn legales Cannabis ist eine große Gefahr für die Verkaufszahlen von Schnaps und Pillen. Doch ein Alkohol-Konzern unternahm nun den einzig wirklich logischen Schritt: Da die Legalisierung von Cannabis eh nicht aufzuhalten ist, wie der Chef des Unternehmens Constellation Brands, das unter anderem mit der bekannten Biermarke Corona sein Geld verdient, sagt, setzt man nun halt parallel auch auf Marihuana.

 

Damit ist Constellation tatsächlich das erste Alkohol-Unternehmen, dass nun auf zwei Drogen setzt. Dazu wurden 191 Millionen Dollar investiert, um 10 Prozent der Anteile am kanadischen Cannabis-Produzenten Canopy Growth zu erwerben.

 

Doch Constellation will nicht nur stiller Partner sein, sondern auch aktiv neue Produkte entwickeln. Wenn Konsumenten die Wahl hätten zwischen einem Bier, einem Glas Wein oder Schnaps und einem mit Marihuana versetzten Getränk, dann wolle man auch in der Lage sein, alle vier anzubieten, so Constellation-Chef Rob Sands. Ins US-Geschäft möchte der Konzern allerdings erst nach einer erwarteten landesweiten Legalisierung einsteigen und sich solange auf den kanadischen Markt konzentrieren.

Cannabiskonsumenten sind faul und antriebslos? Das sind alte Verleumdungen aus der Mottenkiste der Prohibition. Klar, fast jeder kennt jemanden, dem das Kiffen vielleicht nicht so gut tut – aber jeder kennt auch jemanden, dem das Saufen, das Playstation-Spielen oder die vielen Besuche bei McDonald’s und Burger King nicht bekommen. Das bedeutet ja im Umkehrschluss aber nicht, dass die Millionen Kiffer, die kein Problem mit ihrem Cannabiskonsum haben, „beschützt“ oder gleich bestraft werden müssen.

 

Im Gegenteil – dass der Konsum von Marihuana oder Haschisch verschiedene Vorteile bietet, weiß jeder, der es ausprobiert hat. Nun berichten Mediziner der Stanford-Universität im Fachmagazin „Journal of Sexual Medicine“ von einer besonders interessanten Korrelation: Kiffer haben mehr Sex als Menschen, die nicht Marihuana oder Haschisch konsumieren. Aber auch dies sollte nicht zum Umkehrschluss verleiten, dass ein Joint oder eine Bong zu mehr Sex verhelfen – vielleicht sind Cannabiskonsumenten auch einfach die attraktiveren oder geselligeren Menschen.

 

Allerdings ergab die Studie tatsächlich, dass je mehr Cannabis konsumiert wird, auch die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs steigt. Insgesamt haben Kiffer etwa 20 Prozent häufiger Sex – die Angaben von über 50.000 Personen besagen, dass Frauen, die täglich Marihuana rauchen, im Schnitt 7,1-mal Sex in einem Monat haben, abstinente Frauen hingegen nur sechsmal. Bei den männlichen Dauerkonsumenten ergab sich eine Quote von 6,9-mal Sex im Monat, bei den abstinenten Männern bloß 5,6-mal.