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Das Pfropfen ist in der Welt der Blumen und Früchte ein bekanntes und beliebtes Verfahren. Die Cannabis-Community beschäftigt sich jedoch praktisch gar nicht mit diesem Thema. Dies ist merkwürdig, wenn man bedenkt, mit welchen Hindernissen nicht-kommerzielle Züchter häufig zu kämpfen haben – so zum Beispiel mit räumlichen Einschränkungen oder aber auch einer regulierten und nur geringen Menge an Cannabispflanzen, die in manchen Ländern legal angebaut werden darf. Im Folgenden wird unser neuer Autor Light Addict aus England, der Erfinder des Fluxings, erklären, wie Cannabis gepfropft wird.

 

Unser neuer Autor Light Addict

 

Was ist eigentlich Pfropfen? Pfropfen bedeutet nichts anderes, als dass man einen Zweig von einer Pflanze nimmt (in diesem Zusammenhang – das – Pfropfreis genannt) und auf einer anderen Pflanze aufsetzt (auf den sogenannten Wurzelstock). Theoretisch bietet die Pfropftechnik so sogar die Möglichkeit, verschiedene Cannabis-Strains auf einer einzigen Mutterpflanze zu züchten. So können daheim trotz Einschränkungen hinsichtlich Platz oder einer Obergrenze erlaubter Pflanzen viele verschiedene Cannabissorten angebaut werden.

 

Die Grundausstattung für das Pfropfen von Cannabis

  • Skalpell oder Rasierklinge

  • PTFE-Band/Klempnerband (sauber, formbar und dichtet perfekt ab)

  • Durchsichtiges Klebeband, um die Pfropfung auszurichten (optional)

  • Verschließbare Plastikbeutel (für kleine Feuchtigkeits-Zelte)

  • Gartendraht (mit Plastikverkleidung)

  • Glas Wasser

 

Um mit dem Pfropfen loszulegen, sollte man eine gesunde Spenderpflanze, die das Pfropfreis stellt, wählen. Für das Gegenstück wird eine ebenfalls gesunde Pflanze als Wurzelstock benötigt – sozusagen die Pfropfunterlage. Dafür kann theoretisch sogar eine männliche Pflanze gewählt werden, wenn es denn gewünscht werden sollte. Hat man seine Wahl getroffen, sollte man an beiden Pflanzen nach Zweigen mit ähnlicher Länge und ähnlichem Umfang suchen. Dies ist wichtig, da die beiden unterschiedlichen Pflanzengewebe im Folgenden miteinander verbunden werden sollen, was dadurch erleichtert wird. Jeweils ein Zweig beider Pflanzen bilden gemeinsam ein Pfropf-Paar. Anschließend muss man sich nur noch für eine der verschiedenen Pfropftechniken entscheiden. Ich habe mit den beiden beim Pfropfen verbreitetsten Methoden experimentiert und finde, dass die Kopulieren genannte Technik, die mit einem einzelnen schrägen Schnitt an den Zweigen arbeitet, hinsichtlich Handhabung und Geschwindigkeit am besten funktioniert.

 

So wird das Pfropfen mittels Kopulation vorbereitet

 

Die andere weitverbreitete Methode des Pfropfens ist das Spaltpfropfen, bei dem der Wurzelstock V-förmig eingeschnitten wird und dementsprechend das korrespondierende Ende in V-Form angespitzt wird. Dann werden beide zusammengesteckt und verbunden. Ich benötige für diese Methode jedoch wesentlich mehr Zeit und es wird eine sehr ruhige Hand für das Ausführen der Arbeit benötigt. Zudem kann die Verbindungsstelle bei dieser Technik öfter austrocknen.

 

So sieht das Spaltpfropfen aus

 

Daher möchte ich mich in diesem Artikel ausschließlich dem Kopulieren widmen. Um dieses durchzuführen, sollte man dafür sorgen, dass beide Pflanzen – also sowohl die Spenderpflanze, der das Pfropfreis entnommen wird, als auch die Pflanze, die den Wurzelstock bereitstellt – mindestens eine Stunde vor der Aktion ordentlich gewässert wurden. Dann sollte man sein Werkzeug (siehe oben) bereitlegen. Ich persönlich bereite meine neue Rasierklinge dann vor, indem ich sie ein paar Mal durch ein bisschen übriggebliebenes Cannabispflanzenmaterial fahren lasse. So säubere ich sie weitaus besser als mit einer fremden Substanz. Auch sollte man vorbereitete, also vorgeschnittene Teile des PTFE-Bands zur Seite legen. Wenn man das Kopulieren nutzt, ist Schnelligkeit äußerst wichtig, denn je kürzer die frischen Schnittstellen der Luft ausgesetzt werden, desto besser. Für die Schnittstellen selbst nutze ich den geraden Teil des Zweigs (Internodium) zwischen zwei Knoten (Nodi).

 

Das aufzusteckende Pfropfreis wird vorbereitet, indem... Den vollständigen Artikel zur Outdoor-Spotsuche findet ihr in der druckfrischen Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin, das für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Head- und Growshop erhältlich ist. Im Heft gibt es den kompletten Artikel sowie viele weitere nützliche Informationen zum Cannabisanbau.

 

 

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Andy Klingler aus Thierbach in Tirol ist ein zäher Kämpfer. Er kämpft gegen seine schwere Krankheit und er kämpft für die Legalisierung von Cannabis im medizinischen Bereich. Er leidet an der Stoffwechselerkrankung Adrenomyeloneuropathie, die unheilbar ist. Die Beweglichkeit seiner Beine ist durch Spastiken eingeschränkt, sodass er nur mit Krücken gehen kann. Trotzdem nimmt Andy Klingler regelmäßig am Wien-Marathon teil. 11,2 Kilometer legte er zuletzt dabei zurück, denn der Sportler Andy Klingler lässt sich nicht unterkriegen.

 

Andy Klingler bietet auch Vorträge und Motivationstrainings an. Gerade dieser unbeugsame Wille scheint manch einen zu stören, denn kürzlich gab es eine anonyme Anzeige wegen angeblichem „rücksichtslosen Fahren“. Die Bezirkshauptmannschaft (BH) Kufstein wirft ihm weiter vor, dass er „geprahlt habe, Zugang zu Cannabisprodukten zu haben und solche auch regelmäßig in Form von Keksen und anderen hinlänglich bekannten Möglichkeiten zu konsumieren“.

 

Eine Anzeige mit weitreichenden Folgen: Die BH Kufstein teilte Klingler mit, dass er bei weiterer Einnahme des Cannabismedikaments Dronabinol seinen Führerschein abgeben müsse und wollte ihm dann den Führerschein wegen „Lenkerunfähigkeit infolge von Hanfmedikation“ abnehmen. Weil Mobilität für ihn essentiell ist, hat Klingler zuerst auf Dronabinol verzichtet, doch das hat negative Auswirkungen auf seine Gesundheit: Schaffte er mit Dronabinol im Training fünf Kilometer, so waren es nachher ohne sein Cannabismedikament nur noch 200 Meter.

 

Daher hat Klingler den Bescheid nun bekämpft, wofür er von der BH nur eine Woche (!) Zeit bekommen hatte. Zwei von ihm in Auftrag gegebene behördenunabhängige Gutachten bescheinigen ihm nun Fahrfähigkeit trotz des Cannabismedikaments. Dieses entspannt die schmerzenden Muskeln, beeinträchtigt jedoch die Konzentration nicht, wie nun gutachterlich bestätigt wurde. Daher musste die BH Klingler nun den Führerschein wieder ausstellen. Somit ist Andy Klingler einer der ersten Österreicher aus den Bundesländern (Wien agiert hier schon liberaler), der mit behördlicher Genehmigung unter Cannabismedikation Auto fahren darf.

 

Andy Klingler ist durch Erfahrung überzeugt davon, dass ihm natürliches Cannabis noch besser helfen würde, als das synthetische Dronabinol. Daher kämpft er auch als Aktivist für eine Freigabe von medizinischem Marihuana. Das österreichische Hanf-Institut hat mit derselben Intention eine Bürgerinitiative eingeleitet, die online unterschrieben werden kann.

 

Auf seiner Website www.amn.at sowie im Video unter dem Artikel könnt ihr mehr über Andy Klingler und seine Erkrankung erfahren.

Dass der Mischkonsum von Alkohol und Cannabis mit Vorsicht zu genießen ist, dürfte der ein oder andere Leser schon am eigenen Leib festgestellt haben. Nichtsdestotrotz haben sowohl Brauer als auch Winzer sowie Hanf-Entrepreneure sich schon oft an einer Mixtur der beliebtesten Rauschmittel versucht.

 

Bier mit Hanf-Aroma zum Beispiel erfreut sich nicht nur auf Hanfmessen als Erfrischungsgetränk großer Beliebtheit, der giftgrüne Hanf-Wodka ist dann schon eher etwas für spätere Stunden. Gemeinsam haben derartige (auf dem deutschsprachigen Markt) erhältliche Produkte, dass sie zwar wie gewohnt alkoholhaltig sind, aufgrund der aktuellen Gesetzeslage aber lediglich mit Hanf aromatisiert sind.

 

Doch das Unternehmen Cannawine aus Spanien bringt nun den ersten Cannabinoid-haltigen Cannabiswein Europas heraus. Angeboten werden sowohl Rot- als auch Weißwein mit gewohntem Alkoholgehalt und etwa 50 Milligramm CBD pro Flasche sowie (nach Herstellerangaben) 87 weiteren Cannabinoiden. Das berauschende THC hingegen findet man allerdings nur in sehr geringer Konzentration in dem edlen Tropfen (eine Flasche kostet rund 16 Euro).

 

Wie so oft waren es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mal wieder die Amerikaner, die zuerst mit der Kreation eines Weed-Weins experimentierten. Die Idee entstand durch die Nachbarschaft von medizinischen Cannabisplantagen und Weinbergen in den 80er- und 90er-Jahren in Kalifornien. Hanfbauern und Winzer taten sich zusammen und entwickelten dank einer günstigen Gesetzeslage CBD- und THC-haltige Weine, die Besitzern einer Medical-Marijuana-Card als Alternative zu den klassischen Edibles angeboten wurden.

Na, das ist doch mal ein Schnäppchen! Wie wir Anfang des Monats berichteten, wurde aktuell die Aufzucht von 2,5 Tonnen Marihuana vor Gericht verhandelt, die in Sundern (NRW) und Umgebung in den Jahren 2003 bis 2007 angebaut wurden. Einer der Beteiligten, ein 46-jähriger Familienvater aus Kroatien wurde nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt – die Staatsanwaltschaft hatte fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. Dafür, dass ihm eine tragende Rolle zugestanden wurde und die Menge für deutsche Verhältnisse enorm war, kann der 46-Jährige damit durchaus zufrieden sein.

 

Unzufrieden wird er allerdings weiterhin mit der Art und Weise sein, wie die Polizei ihm und seinen elf Mitbeschuldigten auf die Schliche kam: Schuld war höhere Gewalt – eine Überschwemmung, durch die eine 3.500 Quadratmeter große Lagerhalle, die den Herrschaften zur Aufzucht des Marihuanas diente, versehentlich aufflog, als sich die Feuerwehr Zutritt verschaffte.

Das neue Heft ist da! Die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ist ab sofort für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Head- und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

 

Highway ist ein Lifestyle-Magazin, dessen vorherrschendes Thema Cannabis ist.  Ein junges und professionelles Team von Journalisten und Kommunikations-Designern treibt das Magazin voran. Dieses Magazin bedient keine Vorurteile – es räumt mit ihnen auf!

 

Titelstory SXTN im Interview „Sie denken, dass wir kiffen, weil wir blöde sind. Lass mal Gras über die Sache rauchen. Wir fühlen uns einfach wohl in dieser Höhle drin.“ – Die Lieder der zwei jungen Frauen des Rap-Duos SXTN behandeln auch immer wieder die schönste Nebensache der Welt: das Kiffen. Highway besuchte SXTN im Tonstudio.

 

 

Growing Cannabis pfropfenDas Pfropfen ist in der Welt der Blumen und Früchte ein beliebtes Verfahren. Die Cannabis-Community beschäftigt sich jedoch praktisch gar nicht mit diesem Thema. Dies ist merkwürdig, die Möglichkeiten sind groß: unser neuer Autor Light Addict erschuf so etwa eine Mutterpflanze, an der 14 verschiedene Sorten wachsen.

 

 

 Business International Cannabis Business Conference Berlin Eine Cannabis-Konferenz nur für Business-Teilnehmer, die auch noch um die 500 Euro Eintritt kostet – und das mitten in Berlin? Ein Flop? Mitnichten! Über 1.000 Teilnehmer und Referenten aus 32 verschiedenen Ländern reisten in die deutsche Hauptstadt, um sich auszutauschen.

 

 

Growing Klonen ohne Mutterpflanzen – Was tun, wenn der Platz zum Cannabisanbau extrem begrenzt ist, man den eigenen Nachschub aber dennoch aus eigenen Stecklingen züchten möchte? Dann muss man ohne Mutterpflanzen klonen. Dabei haben wir einem Dachbodenbewohner und passionierten Grower über die Schulter geschaut.

 

 

Story Wenn die Polizei beim Growing hilft – Unser zweiter Neuzugang dieser Ausgabe, Autor Donald Denzler, berichtet von seiner Flucht vor der deutschen Justiz, die ihn nach Holland führte, wo die Welt schon ganz anders aussieht: niederländische Beamte scheinen gerne dazu bereit zu sein, einen mittelgroßen Cannabis-Grow zu fördern und zu schützen.

 

 

 

Recht Ermittlung des THC-Werts – Wer bereits einmal Ärger mit dem Gesetz oder der Führerscheinstelle hatte, wird sich auch schon einmal mit den jeweiligen vorgeschriebenen THC-Grenzwerten beschäftigt haben, die für eine Verurteilung zugrunde gelegt werden. Doch was, wenn es zu Ungenauigkeiten bei der Messung des THC-Werts kommt?

 

 

Growing Umgruppieren von Indoor-Pflanzen – Ein Platz an der Sonne: Cannabispflanzen benötigen große Mengen Licht. Dies ist oft zum Nachteil der Pflanzen am Rand einer Cannabiszucht, die dementsprechend geringere Erträge abwerfen. Je nach Grow-System kann dieses Problem schnell und mit einfachen Mitteln gelöst werden.

 

 

 

 Weitere Artikel Film: Ted +++ Sortenportrait: Early Amnesia CBD +++ Kiffertypen: Der Künstler +++ High Five: Marihuana-Mythen +++ Grow-Goodies: Pflanzenleuchte LEDone +++ Sortenportrait: Blue Dream CBD +++ und vieles mehr...

 

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Cannabis macht dumm, doof, müde? Cannabis macht antriebsschwach, impotent und blöde? Schon gemerkt? Es ist 2017, die Zeiten als man auch abseits von bayrischen Stammtischen Cannabiskonsumenten solchen Unsinn ankreiden wollte, sind zu großen Teilen vorbei.

 

Jeder kennt ein Dutzend Kiffer, die sich nicht von Cannabis runterziehen lassen, sondern erfolgreich Beruf und Familie bewältigen. Oft sogar erfolgreicher als andere Menschen, natürlich besonders im Gegensatz zu regelmäßigen Alkoholkonsumenten.

 

Und das dies nicht nur gefühlt so ist, wurde nun durch eine Studie aus Kalifornien und Colorado in den USA, wo Cannabis komplett legalisiert wurde, wissenschaftlich untermauert: BDS Analytics befragte 2.000 Teilnehmer, die grundsätzlich in Konsumenten und Nichtkonsumenten unterschieden wurden.

 

Und siehe da: die Cannabiskonsumenten lagen in allen untersuchten Bereichen vorne. 20 Prozent der Kiffer hatten einen Master-Abschluss, bei den Nichtkonsumenten waren es nur 12 Prozent. Auch das durchschnittliche Einkommen von Cannabisfreunden lag deutlich über dem Durchschnittseinkommen der Nichtkiffer – letztere verdienen durchschnittlich exakt 70.000 Dollar jährlich, wohingegen die Konsumenten von Cannabis ein durchschnittliches Einkommen von 93.800 Dollar vorweisen konnten.

 

Von den Cannabis konsumierenden Beschäftigten, waren 64 Prozent in Vollzeit angestellt, von den nicht Cannabis konsumierenden Beschäftigten hingegen nur 55 Prozent. Aber auch die allgemeine Zufriedenheit war unter den sogenannten Kiffern höher: fünf von zehn Befragten waren zufriedener als ein Jahr zuvor, von den Cannabis-Verweigerern nur vier von zehn.

 

Und um das Paket rund zu machen: die Studie belegt auch deutlich, dass Cannabiskonsumenten die sozialeren Menschen sind: 38 Prozent der Cannabisfreunde in Kalifornien betreiben in irgendeiner Form ehrenamtliche Arbeit, bei den Nichtkonsumenten sind es bloß 25 Prozent.

 

36 Prozent der Grasraucher schätzen sich selbst als „sehr sozial“ ein, bei den Nichtrauchern waren es nur 28 Prozent. So wundert auch nicht, dass 64 Prozent der Cannabis rauchenden Befragten Eltern sind, während die Nichtkiffer nur zu 55 Prozent Kinder bekommen haben.

 

Die Moral von der Geschichte: Schluss mit den Lügen über Cannabis! Es ist Zeit für die Legalisierung!

Medizinisches Marihuana ist aus diesem noch neuen Jahrtausend nicht mehr wegzudenken. Nachdem sich dieses und vergangenes Jahr auch Deutschlands Politik verschärft mit dem Thema Cannabis als Medizin beschäftigt hat, stand gestern auch eine Abstimmung über die Zulassung von medizinischem Marihuana in Polens Unterhaus an.

 

Das Ergebnis ist als erfreulich einzustufen: Mit breiter Mehrheit stimmten am Donnerstag 440 polnische Abgeordnete für die Teillegalisierung von Marihuana als Medikament, wie unter anderem die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete.

 

Dagegen stimmten allein zwei Abgeordnete, zudem gab es eine Enthaltung. Vorgesehen ist, dass Cannabisprodukte von Kranken genutzt werden dürfen, wenn ein Arzt diese verschrieben hat. Der Bedarf wird aus importiertem Marihuana gedeckt werden – der ursprüngliche Plan, auch in Polen Cannabisanbau zuzulassen, wurde abgelehnt. Bevor das neue Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch den Senat durchlaufen und vom Präsidenten unterzeichnet werden.

Vergangene Woche wurde ein 36-jähriger Autofahrer im österreichischen St. Martin im Mühlkreis angehalten und von der Polizei kontrolliert, da er während der Fahrt Bier trank. Ein Drogentest auf der Polizeiwache schlug dann auch neben dem Alkohol-Wert von 0,6 Promille positiv auf Cannabis und Kokain an. Wie „ORF“ berichtete, kam daraufhin der Polizeiarzt, der eine Fahruntauglichkeit feststellte, sodass der Führerschein des 36-Jährigen direkt eingezogen wurde.

 

Ganz unmenschlich ist man bei der Polizei ja aber auch nicht und daher wurde der Mann wieder in den Streifenwagen gesetzt, um ihn zurück zu seinem Wohnsitz zu bringen. Als sich die Polizisten allerdings mit dem 36-Jährigen wieder in den Streifenwagen setzten, kam ihnen starker Marihuanageruch entgegen. Denn sein Marihuana hatte der junge Mann bereits auf dem Hinweg zur Polizeiwache unter dem Rücksitz versteckt. Nach ein, zwei Stündchen im Auto war der Geruch jedoch nicht mehr zu leugnen.

 

Und so ging die Reise dann weiter: Die Polizei wollte daraufhin einmal bei dem Mann daheim nachschauen – und warum auch immer, gestattete dieser die Untersuchung. Dabei wurde noch ein wenig Marihuana, fünf Cannabispflanzen und ein paar Paraphernalien aufgefunden.