Highway

Hört sich eigentlich ein wenig wie der halbgare Plot einer zukünftigen Seth-Rogen-Komödie an. Ist aber die Realität aus England: In einem Atom-Schutzbunker aus den 1980er-Jahren, der im Kalten Krieg in Wiltshire, England gebaut wurde, entdeckte die Polizei nun eine wirklich riesige Cannabisplantage.

 

Das Marihuana wurde in 20 Räumen, die alle innerhalb des Bunkers lagen angebaut. Jeder der 20 Räume enthielt etwa 200 Cannabispflanzen in verschiedenen Stadien. Betrieben wurde die Anlage jedenfalls von drei Vietnamesen, von denen zwei noch Teenager sind, einer vermutlich erst 15 Jahre alt.

 

Wie die Polizei berichtete, werden diese Cannabis-Erntehelfer als Opfer und nicht Verbrecher angesehen. „Niemand würde das hier freiwillig machen“, sagte einer der beteiligten Polizisten dem „Guardian“. Noch ist unklar, ob die Vietnamesen die alleinige Besetzung des Bunkers darstellen oder sich eventuell in Schichten mit anderen Personen abwechselten „durften“.

 

Es wurden drei Briten dingfest gemacht und wegen des Anbaus von Cannabis und Sklavenhaltung angezeigt. Die Vietnamesen wurden mit dem Versprechen, sie nicht weiter juristisch wegen dieser Angelegenheit zu behelligen, freigelassen.

 

„Das war Sklavenarbeit. Kein natürliches Licht, kein fließendes Wasser – es musste reingebracht werden. Das ist harte Knochenarbeit, nicht nur mit der Gießkanne rumlaufen. Keine frische Luft, nur der alles durchsetzende Geruch der Pflanzen, der alles einnimmt“, sagte ein Sprecher der britischen Polizei.

 

Die Nachricht erinnert an die Story aus Düsseldorf, wo ein 78-jähriger Mann mehrere Vietnamesen als Cannabis-Erntesklaven hielt (wir berichteten kürzlich).

 

Der Atom-Schutzbunker ist übrigens noch voll einsatzfähig und wurde 1985 für die Regierung gebaut. Daher musste die Polizei den richtigen Moment abwarten, bis die britischen Chefs der Plantage diese mit ihren Schlüsseln verließen, da ansonsten weder ein Eindringen und unter Umständen auch ein Rauskommen nicht möglich gewesen wäre.

Wird das Weiße Haus unter Donald Trump zum Angriff auf die in von verschiedenen Bundesstaaten legalisierte Cannabis-Industrie blasen? Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte genau das Donnerstagabend an.

 

Viele Amerikaner dachten, Trump hätte bei dem ganzen rassistischen Verhalten, Lügen und Grabschen gar keine Zeit sich um Kleinigkeiten wie Gras wieder zu verbieten zu kümmern.

 

Aber das ist offenbar falsch: Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag sprach sein Presse-Sprecher Sean Spicer schockierende Worte für die amerikanische Cannabisindustrie. Zwar im üblichen Trump-Duktus, also drohend, lügend und reichlich unkonkret, sodass noch Platz für Hoffnungen bleibt, aber dennoch sind dies äußerst schlechte Nachrichten.

 

Lange Zeit war unklar, welche Position Donald Trump als Präsident zu Cannabis einnehmen wird. Zwar ließ sein sonstiges Verhalten und die Wahl seiner Berater und Untergebenen nichts Gutes erwarten, allerdings war Trump schon einmal positiv bezüglich medizinischem Marihuana zitiert worden und Anfang der 1990er-Jahre hatte er sogar öffentlich die Legalisierung sämtlicher Drogen gefordert.

 

Zudem sorgt legales Marihuana für hohe Steuereinnahmen und erschafft neue Arbeitsplätze, während es praktisch keinerlei Probleme verursacht. Eigentlich alles Dinge, die jemandem wie Trump gefallen sollten.

 

Aber von wegen. Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte nun an, dass mit umfassenden Razzien gegen die Freizeit-Cannabis-Industrie gerechnet werden müsse. „Recreational marijuana“ sei im Gegensatz zu medizinischem Marihuana vom Weißen Haus unerwünscht und man könne von Maßnahmen durch die Drogenbehörde DEA und das Justizministerium der USA ausgehen, auch wenn die letzte Entscheidung dort gefällt werden soll.

 

Der neue Justizminister Jeff Sessions, der seit dem 9. Februar im Amt ist, ist allerdings ein Wunschkandidat Trumps, der in letzter Zeit mit unangenehmen Äußerungen aufgefallen ist, so etwa: „Gute Menschen rauchen kein Marihuana.“ oder aber „Wir brauchen in Washington endlich Erwachsene, die sagen: Marihuana ist nichts, was legalisiert werden sollte, sondern ist in Wirklichkeit etwas sehr Gefährliches.“ Traurige Berühmtheit erlangte Jeff Sessions mit dieser Aussage: „Ich dachte der Ku-Klux-Klan wäre okay, bis ich herausgefunden habe, dass sie Marihuana rauchen.“

 

Der Hintergrund ist, dass auch wenn Cannabis – teilweise bereits seit 2014 – in acht der fünfzig amerikanischen Bundesstaaten sowie in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. vollständig legalisiert wurde, dies auf Bundesebene nicht geschehen ist. Und die Bundesebene der Vereinigten Staaten von Amerika sticht in diesem Fall sozusagen die Entscheidungen der einzelnen Staaten. Theoretisch könnte (und konnte auch in der Vergangenheit) die Bundesdrogenbehörde DEA jederzeit in alle Unternehmen, die in direktem Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von Marihuana stehen, einfallen, alles konfiszieren und zerstören und damit das Experiment von legalem Cannabis in den USA um viele, viele Schritte zurückwerfen.

 

Dies wäre im Bereich des medizinischen Marihuanas nicht so ohne Weiteres möglich, allerdings trennte Spicer hier auch scharf und machte deutlich, dass seine Drohungen nicht das Thema medizinisches Marihuana betreffen würden. Das macht seine Aussagen aber kaum besser.

 

Im Gegenteil – es kam sogar noch schlimmer. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz behauptete er, dass Marihuana schuld an der derzeitigen landesweiten Heroin-Epidemie sei. Nicht die Industrie-finanzierte Ärzteschaft, die viel zu viele Opiate verschreibt, wird dafür verantwortlich gemacht, sondern Marihuana sei verantwortlich dafür, dass die Menschen ihre Schmerzmittel überdosierten und in die Heroin-Sucht rutschten. Solche Aussagen im 21. Jahrhundert sind wirklich zum Verzweifeln.

 

Eigentlich wäre unsere heutige Meldung auch gewesen, dass die Cannabis-Industrie in den Vereinigten Staaten neuesten Berechnungen zufolge in den nächsten drei Jahren 300.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird. Aber Donald Trump, der ankündigte zuhauf neue Arbeitsplätze zu schaffen, scheint diese lieber serienweise zerstören zu wollen.

 

Es bleibt zu hoffen, dass dies ein leeres Versprechen bleibt, auch wenn die Zeichen schlecht zu stehen scheinen. Die Marihuana-Industrie ist der mit Abstand am schnellsten wachsende Industriezweig der USA und produziert Millionen über Abermillionen an Steuereinnahmen. Auch gibt es Millionen von Cannabisrauchern, die sich dies mit Sicherheit nicht bieten lassen möchten. Und einige aus der Cannabis-Industrie würden mit Sicherheit vor die Gerichte ziehen, was zusammen mit zu erwartenden Protesten für einige längere Medienaufmerksamkeit sorgen könnte.

 

Umfragen zufolge sind 71 Prozent der Amerikaner für eine vollständige Legalisierung von Marihuana. Dies bedeutet, dass auch mindestens 40 Prozent der Trump-Wähler für eine Cannabislegalisierung sind. Und da die Zustimmungswerte des Präsidenten zuletzt bei mageren 41 Prozent standen, bleibt die Hoffnung, dass er diese durch solch wahnsinnigen Schritte nicht noch weiter senken lassen möchte.

 

Quellen:

Hightimes.com – White House Warns: Fed Crackdown on Recreational Marijuana Coming

Merryjane.com – Trump Administration Signals a Crackdown on Recreational Marijuana

Marijuana.com – Sean Spicer: Expect Greater Enforcement on Recreational Marijuana

Die ersten zarten Sonnenstrahlen bescheinen wieder Deutschland, Österreich und die Schweiz. Da juckt es den ein oder anderen Hobbygärtner bereits in den grünen Daumen. Auch wenn man sich noch ein paar Wochen gedulden muss, bis die Outdoor-Saison wieder startet, kann man bereits jetzt schon erste Vorbereitungen treffen – etwa die Erde für das Frühjahr vorbereiten. Unser Grow-Guru Mr. José zeigt in diesem Artikel, wie dies am besten gelingt.

Grow-Guru Mr. José

 

Der Frühling ist für jeden Gärtner eine schöne Zeit: es können endlich wieder neue und hoffnungsvolle Pflänzchen in den Gärten gesät und angepflanzt werden. Schauen wir uns nun an, wie dies am besten gelingt.

 

Zunächst einige grundlegende Aussagen darüber, wie es im Substrat aussehen sollte: Die Vorbereitung des Substrats muss sich von der genauen Art des Anbaus herleiten. Allgemein existieren beim Züchten in Erde drei Grundarten. Entweder wird in Blumentöpfen gezüchtet, auf einem bereits bearbeiteten Beet im Freien oder im Glashaus oder auf einem neuen, bisher nicht landwirtschaftlich bearbeiteten Platz. Wenn man sich entscheidet, in Blumentöpfen zu züchten, sollte man abwägen, ob es sich nicht vielleicht eher lohnt, das Substrat im Geschäft zu besorgen. Eine 50-Liter-Packung hochwertigen Substrats kostet nicht viel und entspricht perfekt den Bedürfnissen. Heute bekommt man leicht ein Substrat, das auf die Pflanzen zugeschnitten ist, die man züchten will, und noch dazu mit genügend Nährstoffen für die ersten Wachstumswochen angereichert ist. Wenn man keinen eigenen Kompost zur Verfügung hat oder nicht mehr als 100 Liter Substrat benötigt, lohnt sich der Einkauf einer fertigen Lösung garantiert.

 

Vorbereitung eines Substrats für Beet und Glashaus

Wenn man ein schon bearbeitetes Beet oder Glashaus zur Verfügung stehen hat, muss die Erde nur belebt, also aufgelockert und mit Nährstoffen angereichert werden. Optimal ist es, wenn man Kuh- oder Pferdemistdünger zur Hand hat. Für die Frühlingserde hat sich für mich Pferdemist bewährt. Den Mist wirft man einfach auf das Beet, nimmt einen Spaten und einen Rechen und arbeitet ihn gleichmäßig in die bereits vorhandene Erde ein. Diese Düngerart ist zu hundert Prozent organisch, billig und einfach. Wenn man keinen solchen frischen Dünger zur Verfügung hat, macht das auch nichts. In der Gärtnerei kann man ohne Probleme granulierten Kuh- und Pferdedünger kaufen, mit dem man sehr gut arbeiten kann und der außerdem nicht so sehr stinkt. Wenn man beim Auflockern des Bodens feststellt, dass dieser zu kompakt ist, kann man ihn durch Zugabe von Stroh und Sägemehl ein bisschen lockerer machen. Auch Perlit und Sand lassen sich benutzen, aber Stroh und Sägemehl zersetzen sich im Boden, sodass man für die nächste Saison wieder reine Erde hat, die verschiedensten Einsatzzwecken angepasst werden kann...

 

...wir wollen aber an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, denn in unserem druckfrischen Magazin Highway 02/2017 findet man den vollständigen Artikel über die beste Erde für den Outdoor-Anbau von Cannabis. Weiter geht es mit der besten Vorbereitung des Outdoor-Substrats, den Arbeitsschritten, wenn man einen neuen Grow-Platz anlegt und Tipps für extragroße Pflanzen. Highway – Das Cannabismagazin ist für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

 

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So, jetzt sind die wahren Experten unter euch gefragt! Wer hat das magische Auge und kann sagen, wie viel Gramm Weed (auf eine Nachkommastelle) hier auf der Waage liegen? Auf unserer Facebook-Seite könnt ihr euren Tipp in die Kommentare schreiben. Außerdem findet ihr dort ein weiteres Foto aus einer anderen Perspektive. Die Lösung wird um 16.20 Uhr als Bild in die Facebook-Kommentare gepostet. Die ersten fünf richtigen Antworten gewinnen die aktuelle Highway-Ausgabe. Viel Spaß beim Mitraten!

 

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Cannabis ist Medizin und die beiden Haupt-Cannabinoide THC und CBD können bei zahlreichen Krankheitsbildern zumindest Linderung verschaffen. Beide Cannabinoide sind aber auch im Gespräch, für die Heilung diverser Krankheiten genutzt werden zu können.

 

Nun gibt es Interessantes aus Jamaika zu melden. Dr. Henry Lowe, ein Pionier auf dem Gebiet der Untersuchung von medizinischem Cannabis und seiner Einsatzmöglichkeiten, hat Erstaunliches entdeckt: Dr. Lowe und sein Team haben im Fachjournal „Pharmacognosy Research“ bekanntgemacht, dass das Cannabinoid CBD (Cannabidiol) sehr geeignet für die Behandlung von Hepatitis C ist. Gegen Hepatitis B zeigt CBD übrigens keine Wirkung.

 

Dr. Lowe von der University of the West Indies sagte, dass seine Forschungen das Potential haben, zur Entwicklung eines günstigen und standardisierten Medikaments auf CBD-Basis gegen Hepatitis C zu führen.

 

Und das wäre dringend nötig – denn bis jetzt gibt es keinen Impfschutz gegen Hepatitis C und auch nur ein einziges Medikament, das zur Behandlung eingesetzt werden kann. Und dieses kostet bis zu 100.000 Dollar. So bleibt zu hoffen, dass die Erforschung der entsprechenden CBD-Medikamente nicht zu lange auf sich warten lässt. Denn an Hepatitis C, die langfrisig zu Leberzirrhose und Leberkrebs führt, sterben jedes Jahr 700.000 Menschen.

 

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Die Highway-Redaktion wurde eingeladen, sich schon einmal im Vorfeld die neue Kiffer-Komödie Lommbock anzuschauen, die ab dem 23. März in den Kinos läuft. Da haben wir uns natürlich nicht zweimal bitten lassen und sind direkt nach Hamburg gefahren, um uns Lommbock, den Nachfolger der legendären Kiffer-Komödie Lammbock, mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz reinzuziehen.

 

Doch das war nicht alles, was wir uns reingezogen haben: Denn nach dem Film haben wir uns mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz getroffen in einem Hamburger Hotel getroffen. Unmittelbar nachdem wir von Lucas und Moritz freundlich begrüßt wurden, verschwindet Moritz Bleibtreu kurz im Nebenraum und kehrt mit einem Stück schwarzen Haschisch wieder – „endlich einmal fachkundige Interviewer“, freut er sich und beginnt einen Hasch-Joint zu drehen.

 

Da aber große Teile der Highway-Redaktion nur pur rauchen, beschließen wir, einen Joint aus den Highway-Reserven zu drehen, damit auch jeder daran ziehen kann. Rein zufällig haben wir Gras der Marke „genmanipulierte Haze-Scheiße“ am Start – eine Formulierung, wie sie im neuen Film Lommbock des Öfteren vorkommt. Denn Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefans Vater (gespielt von Elmar Wepper) beschweren sich in der neuen deutschen Kifferkomödie des Jahres 2017 mehrfach über die „genmanipulierte Haze-Scheiße“ und reminiszieren über Cannabissorten vergangener Tage, die nur einen geringeren THC-Anteil aufwiesen.

 

Sollten wir uns eigentlich wundern, dass einer der größten deutschen Schauspieler einen Joint mit uns raucht? Nein, sollten wir nicht, wir gehen eigentlich davon aus, dass das Kiffen unter Filmstars mindestens so stark verbreitet ist wie in der restlichen Bevölkerung und machen uns daher direkt daran, mit unserem Interview loszulegen.

 

Highway: Jungs, ihr verkörpert in Lommbock zwei „klassische“ Cannabiskonsumenten. Was macht für euch denn einen Kiffer aus?

 

Lucas Gregorowicz: Der muss auf jeden Fall kiffen.

 

Moritz Bleibtreu: Lucas hat so einen Lauf, du ahnst nicht, was er eben rausgehauen hat...

 

Highway: Das stimmt natürlich, aber seht ihr auch noch andere Konstanten? Uns ist vor allem aufgefallen, dass der „Klischee-Kiffer“ in beiden Filmen angesprochen wird – und nicht all zu gut dabei wegkommt.

 

Moritz Bleibtreu: Also, ich persönlich war noch nie ein Freund des Klischee-Kiffer-Bildes. Das Bild an sich kommt bestimmt auch dadurch zustande, dass das Kiffen eben durch die Art und Weise, wie es wirkt, eher eine introvertierte Droge ist – eine Droge, die eher nachdenklich macht, manche Leute auch paranoid oder wer weiß, was alles. Es ist keine Droge, die zu Selbstüberschätzung führt oder die dich hemmungslos macht oder dir ein falsches Selbstwertgefühl vermittelt, so wie beispielsweise Alkohol. Und ich glaube, das ist auch der große Unterschied zwischen Cannabis und eigentlich allen anderen Drogen: es ist eine Droge, die dich mehr zu dir selbst führt und dir nichts vorspielt. Und deswegen ist Cannabis im Gesamtkontext nicht besonders beliebt in der profitorientierten Gesellschaft. Sicher auch, weil es eine Droge ist, die eher dazu führt, dass man auf der Couch sitzen bleibt und Fünfe gerade sein lässt.

 

Lucas Gregorowicz: Cannabis macht halt meist nicht gerade effizient.

 

Moritz Bleibtreu: Genau! Anstatt dass du wie auf Kokain oder Crystal Meth vier Tage durchballerst und arbeitest und ein produktives Mitglied dieser Gesellschaft bist. Ich glaube, es hat auch viel damit zu tun, dass Cannabiskonsumenten stigmatisiert werden.

 

Moritz Bleibtreu zeigt seine Jointbau-Fähigkeiten

 

Highway: Natürlich hätten wir auch direkt gefragt, ob ihr selbst Cannabis konsumiert. Moritz, dass du es tust, sehen wir gerade – aber wie sieht es bei dir aus, Lucas? Kiffst du gar nicht oder nur selten?

 

Lucas Gregorowicz: Also ich habe kurz vor dem Drehbeginn des ersten Teils aufgehört zu kiffen – und seitdem, bis auf ein paar Versuche, die auch mächtig schief gegangen sind, einfach beschlossen, dass das keine Droge für mich ist. Weil sie mit mir Dinge macht, die ich nicht gut finde und über die ich keine Kontrolle habe. Ich kann es einfach nicht, ich komm davon nicht gut drauf. Trotzdem finde ich ein Verbot und eine Verteufelung überhaupt nicht gut, da so eine verruchte Aura entsteht, wo Jugendliche sich vielleicht genötigt fühlen, mitzumachen, um dazuzugehören. Und das macht es den Leuten, die damit nicht klarkommen, schwerer, sich das einzugestehen. Und solche Leute gibt es ja. Ich habe jedenfalls irgendwann beschlossen, dass das nicht meine Droge ist. Also ich kenne Leute, die werden dann irgendwie entspannt, denen tut das gut, denen macht es Spaß und die werden wirklich lustig. Und ich denke mir währenddessen: Oh Mann, der einzige Ausweg aus dieser Situation ist der Freitod. Und daher habe ich überhaupt kein Problem damit, auch damals schon, einfach zu sagen: ich mach es halt nicht. Weil es mir nicht guttut. Und diese Freiheit muss man haben, aber im Gegenzug sollte auch jeder die Mündigkeit haben dürfen, sich dafür zu entscheiden.

 

Highway: Das wäre auch im weiteren Verlauf eine unserer Fragen gewesen, ob Ihr auch schon mal schlechte Erlebnisse mit Cannabis gehabt habt.

 

Lucas Gregorowicz: Also ich kann das leider gar nicht, auch wenn ich es eigentlich super fände – ich rieche es gerne, ich finde den Vorgang toll, ich würde theoretisch auch ganz gerne mal ab und zu kiffen...

 

Moritz Bleibtreu: Also Lucas hat es jetzt beim zweiten Teil wieder ein paar Mal probiert. Wir haben den Film gedreht und ein, zwei Mal hab ich ihm dann ein kleines Eckchen mitgegeben, aber es ging nicht. Lucas kam dann am nächsten Morgen, ich hab ihn gefragt, wie es war – und er nur wieder so: „Kurz vor Freitod!“ Also, ich glaub wir lassen das. (Beide lachen)

 

...all zu viel wollen wir aber an dieser Stelle natürlich nicht verraten, da ihr das komplette sechsseitige Interview in der neuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin lesen könnt. Im weiteren Verlauf des Interviews geht es weiter rund um Cannabis und Lommbock: Moritz Bleibtreu verrät, was und wo er am liebsten raucht, wieso Kiffen für ihn gut ist (und Lucas Gregorowicz verrät ausführlich, warum es für ihn nicht gut ist), wie er zur Legalisierung von Cannabis steht, seine Erfahrungen mit Oral konsumiertem Marihuana, wie es ist, wenn man vor der Schule schon Bong raucht – und natürlich, ob die beiden bei den Dreharbeiten für Lammbock und Lommbock echtes Gras geraucht haben.

 

Das ganze Interview sowie unser kleines Lommbock-Spezial inklusive unserer Film-Besprechung findet ihr ab sofort für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

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In den Niederlanden geht es in den letzten Jahren hin und her – die Cannabispolitik macht zwei Schritte zurück, drei vor, einen zurück und so weiter. Doch schon im November meldeten wir gute Neuigkeiten aus Holland: Die Regierungspartei VVD stimmte intern mit über 86 Prozent für eine Legalisierung von Cannabis. Auch 70 Prozent der niederländischen Bevölkerung sind für die vollständige Legalisierung von Marihuana und Haschisch in Holland.

 

Gestern gab es nun eine Abstimmung im niederländischen Unterhaus. Wie die „Deutsche Welle“ berichtete, wurde dort gestern über einen Gesetzesentwurf der Partei D66 um Vera Bergkampf abgestimmt. Dieser Entwurf sieht vor, dass in den Niederlanden der großflächige Anbau von Cannabis legalisiert werden soll – also praktisch der Weg für einen legalen, gewerblichen Cannabishandel geöffnet wird.

 

Der Kauf und Besitz von 5 Gramm für den Eigenbedarf sind in Holland zwar seit 1976 entkriminalisiert und Coffeeshops unter strengen Auflagen geduldet, aber das war es auch schon mit dem vermeintlichen Cannabisparadies Niederlande. Vor allem der Anbau, der ja nun mal nötig ist, ist abseits von kleinen privaten Züchtungen bis zu fünf Pflanzen illegal. Dennoch gibt es schätzungsweise etwa 30.000 gewerbliche Cannabisplantagen in den Niederlanden.

 

Nicht nur der Anbau ist illegal, sondern auch der Verkauf an die Coffeeshops, die dann das illegal gekaufte Gras an der Vordertheke unter strengen Bedingungen an die Konsumenten verkaufen dürfen – die sogenannte Hintertürregelung. Und dass diese Hintertürregelung ziemlicher Schwachsinn ist, ist schon lange bekannt: Produzenten und Verkäufer werden kriminalisiert, Qualitätskontrolle ist nicht vorhanden und ein Großteil der Einnahmen landet steuerfrei in den Händen der illegalen Produzenten.

 

Und nun stimmte das niederländische Unterhaus also gestern mit 77 Stimmen (bei 72 Gegenstimmen) für das vorgeschlagene Gesetz, dass eine Legalisierung des großflächigen Cannabisanbaus bringen soll. Allerdings muss das Gesetz auch noch im Oberhaus besprochen werden und auch dort könnte es eine sehr knappe Entscheidung werden.

 

Da am 15. März in den Niederlanden landesweit gewählt wird – was auch die politische Zusammensetzung der Regierung noch einmal ein wenig durcheinanderwirbeln könnte –, kommt es vermutlich erst nach der Wahl zu dieser Abstimmung. Wir berichten, sobald sich etwas ergibt.

 

Weitere Cannabis-News, Cannabis-Entertainment und alles Wichtige rund um den Anbau von Marihuana findest du in Highway – Das Cannabismagazin. Die neue Ausgabe (02/2017) ist jetzt für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop erhältlich.

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Das neue Heft ist da! Die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ist ab sofort für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Head- und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

 

Und was ist das für eine Ausgabe! Eines der Highlights: Wir haben zusammen mit Moritz Bleibtreu in einem Hamburger Hotel gekifft und uns mit ihm und Lucas Gregorowicz über ihre neue Kiffer-Komödie Lommbock unterhalten, die ab März im Kino läuft.

Eine Übersicht der deutschen Kioske, die Highway führen findet ihr bei mykiosk.com – alternativ könnt ihr Highway auch preisgünstig als E-Paper erwerben.

 

Inhalte von Highway 02/2017 (Auswahl):

 

Titelstory Cannabis auf Rezept Derzeit beschäftigt ein Thema ganz Deutschland: Cannabis auf Rezept! Der Bundestag bereitete Ende Januar den Weg für vom Arzt verschriebenes Cannabis – mit Start in diesem Frühling! Wir präsentieren die wichtigsten Fakten und zudem einige der offenen Fragen, die bislang noch nicht beantwortet wurden.

 

 

Film Lommbock – Über 15 Jahre mussten Millionen Kinofans auf den Nachfolger von „Lammbock“ mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz warten. Wir waren als einziges Cannabismagazin zum Pressescreening eingeladen und besprechen ausführlich die neue und langersehnte Kifferkomödie, die am 23. März in die deutschsprachigen Kinos kommt.

 

 

Interview Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz – „Ich rauche gerne mal einen Joint“, sprach Moritz Bleibtreu und tat es auch: Wir haben uns mit ihm und Lucas in Hamburg auf einen Joint getroffen und über die Vor- und Nachteile des Kiffens, eine mögliche Cannabislegalisierung und natürlich ihren neuen Film „Lommbock“ gesprochen.

 

 

High School Cannabis richtig bewässern Cannabis bewässern – klingt eigentlich wie ein einfaches Thema: Wasser rein und fertig Nicht ganz! Um am Ende eine gesunde und kräftige Cannabispflanze großgezogen zu haben, muss ein Grower bei der Bewässerung einige Dinge beachten. Unser Grow-Guru Junior Gong zeigt auf, welche Dinge dies sind.

 

 

Nachruf Franco Loja – Eine der absoluten Größen der weltweiten Cannabisbranche, Franco Loja, verstarb im Januar mit nur 42 Jahren an den Folgen einer Malariainfektion. Wir werfen einen Blick auf das Leben des Züchters, Growers und Strain Hunters und befassen uns in einem Portrait mit einer seiner Cannabis-Kreationen – der Hawaiian Snow.

 

 

Growing Frühlingserdwachen – Die ersten zarten Sonnenstrahlen lassen sich blicken. Da juckt es den ein oder anderen Hobbygärtner bereits in den grünen Daumen. Auch wenn es noch ein paar Wochen bis zum Start der Outdoor-Saison sind, kann man bereits jetzt schon erste Vorbereitungen treffen – etwa die Erde für das Frühjahr vorbereiten.

 

 

Do-it-yourself Fermentation – Cannabis-Humidor selbst gemacht – Was ist eigentlich Fermentation? Und was kann die so genau? Außerdem: eine Bauanleitung von unserem Do-it-yourself-Experten Chuck Lore für einen einfachen und leicht umzusetzenden Cannabis-Humidor, der Marihuana je nach Bedarf an- beziehungsweise befeuchtet.

 

 

Weitere Artikel Growing: Schimmelprophylaxe +++ Recht: Ist der Cannabisanbau durch Patienten Notstand? +++ Galerie: Die neuen Cannabissorten von Kannabia Seeds +++ Kiffertypen: Der Esoteriker +++ Sortenportrait: Lambo OG +++ und viel mehr...

 

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