Highway

Und so etwas im Jahr 2016! Wir dachten eigentlich, langsam wäre die Zeit des dunklen Cannabis-Mittelalters vorbei, über die sich die Menschen in fünfzig Jahren kaputt lachen werden. Aber nein... die Stadt Berlin verballert weiter sinnlos immense Summen im „Kampf“ gegen die schlimme, böse Droge Cannabis. Als ob es keine anderen Probleme gäbe. Immerhin scheint ja genug Kohle da zu sein, um vergebliche und lächerliche Versuche zu starten, die Berliner Kifferquote zu senken.

 

Auf der einen Seite versucht man es mit möglichst teurer und ineffektiver Verfolgung von Kleinstdealern und Konsumenten auf öffentlichen Flächen. Wie wir in Highway 03/2016 und auch hier auf unserer Website berichteten, gab es im ersten Jahr der sogenannten „Null-Toleranz-Politik“ allein im Görlitzer Park weit über 50.000 Arbeitsstunden für die Kiffer jagende Polizei. Das Ergebnis: 1,1 Gramm Cannabis wurden pro Arbeitsstunde der Polizei konfisziert, die stolze Anzahl von zwölf Dealern wurde in den Knast gesteckt. Tolle Leistung, das hat sich richtig gelohnt!

 

Im gleichen Atemzug der Bekanntgabe der „Null-Toleranz-Politik“ wurde den gemäßigteren Stimmen aber auch eine 500.000 Euro schwere Präventionskampagne versprochen. Und so versucht es Berlin jetzt hintenrum: Für die genannte Summe wurde die Anti-Cannabis-Werbeoffensive „Zu breit?“ ins Leben gerufen. Da angeblich nirgendwo in Deutschland die Jugendlichen so viel und so früh Cannabis konsumieren wie in Berlin, richtet sich die Kampagne vorrangig an Jugendliche. Erklärtes Ziel ist es, diese vom Kiffen abzuhalten oder wenigstens vom Rund-um-die-Uhr-Kiffen. Die Macher der Kampagne sind sich offenbar bewusst, dass die Öffentlichkeit langsam aber sicher bereit für eine Legalisierung ist. Daher richtet sich die Kampagne auf der anderen Seite auch an Erwachsene – also Eltern, Lehrer, Sporttrainer –, da auch Teile dieser Gruppe Cannabiskonsum nicht mehr so problematisch wahrnehmen, wie man es bei der Pharma- und Alkohol-Lobby gerne hätte.

 

Und wofür wurden die 500.000 Euro jetzt verballert? Neben 500 in der Stadt aufgehängten Plakaten ergibt sich auf den ersten Blick dieses Bild: Es wurde die Website www.berlin.de/zu-breit/ ins Leben gerufen. Dort kann man sich Zeichnungen und Zeichentrickfilmchen anschauen, die zeigen, wie Jugendliche versuchen ihre Waschmaschine mittels Fernbedienung zu bedienen oder die versehentlich ihre Katze auf ihr Sandwich schmieren... die typischen Kiffer-Probleme also. Ganz klar. Natürlich kann man sich auch per Chat beraten lassen, falls man Probleme hat. Es gibt genau fünf Stunden pro Woche einen Live-Chat, ansonsten wird eine Antwort innerhalb von 24 Stunden garantiert. Genau das, was man braucht, wenn man ernsthaft Hilfe sucht...

 

Dann gibt es noch den „Fakten-Check“ auf der Website: Dort wird angeblich mit diversen Mythen rund um Cannabis aufgeräumt. So wird dem unbedarften Leser dort gegenüber etwa behauptet, das Gras, was in den 1970er-Jahren geraucht wurde, hätte nichts mehr mit dem heutigen Weed zu tun; Cannabis wäre trotzdem gefährlich, auch wenn es ein Naturprodukt ist – Pilze seien schließlich auch giftig; Cannabis sei überhaupt gar nicht harmloser als Alkohol, auch wenn dies immer wieder behauptet würde; oder, aber, damit auch wirklich jeder Bescheid weiß, wes Geistes Kind man bei „Zu breit?“ ist: „Bei Cannabis kann der Kater sogar noch tagelang anhalten. Man fühlt sich träge und antriebslos, dazu kommen Übelkeit, Gereiztheit, Müdigkeit oder Nervosität. Im Extremfall können auch Halluzinationen und Panikattacken auftreten.

 

Abgerundet wird das Paket durch ein Musikvideo des „Rappers“ Drob Dynamic. Dieser hat ein Musikvideo produziert, in dem er einen normalen Tag im Leben eines Cannabiskonsumenten durchspielt. Das sieht in seiner Vorstellung dann so aus: Vier Stunden verschlafen, dann in einen Scheißhaufen treten, der in seiner Wohnung liegt (!), dann die Zähne mit einer Klobürste putzen (!!), dann Salami mit Schokocreme essen, um festzustellen, dass auch in der Schokocreme Scheiße ist (!!!), dann geht der gemeingefährliche Kiffer natürlich ohne Hose aus dem Haus und läuft gegen eine Laterne. Was einem halt so passiert, wenn man am Abend vorher einen Joint geraucht hat...

 

Wer sich traut, kann das Video nun hier auf unserer Seite ansehen:

Wie das wohl zustande gekommen ist... neu im Sortiment des umstrittenen Kleidungsdiscounters Kik sind diverse Socken für Kinder mit verschiedenen Mustern. Klar, die Socken haben viele Vorteile: Hoher Baumwollanteil, elastischer Bund, geprüfte Qualität und das Vierer-Pack kostet nur 3,99 Euro. Doch besondere Aufmerksamkeit zieht das Sockenmuster „Pflanzen“ auf sich:

 

 Screenshot aus dem Online-Shop von Kik

 

Der Kik-Onlineshop verspricht: „Ein hübsches Muster aus Pflanzen ziert die ansonsten schlicht designten Socken. Aber auch wegen des feinen Baumwollmixes und der geprüften Qualität werden Ihre Kinder diese Socken garantiert lieben. Praktischerweise sind diese Allrounder gleich in einem 4er-Pack erhältlich.

 

Und es besteht kein Zweifel, dass diese Socken nicht für Erwachsene gedacht sind. Die Größen starten bei 23/26. Es handelt sich also nicht um modische Accessoires für junge Damen, die eigentlich die Hauptzielgruppe für Socken mit aufgedruckten Cannabisblättern sind.

 

 Junge Kiffer-Dame mit Huf-Socken

 

Jetzt stellt sich nur die Frage, wie Kik an einen Container mit Kindersocken im Kiffer-Style gekommen ist. Wollte jemand die angesagten HUF-Socken in China kopieren und hat sich in der Größe vertan? Kam dann die 70 Jahre Chefeinkäuferin von Kik und dachte sich, wie in der Produktbeschreibung zu lesen: „Ein hübsches Muster aus Pflanzen!“ Oder raucht man in der Sockenabteilung von Kik einfach gerne Weed, unabhängig vom Alter? Und warum kosten die eigentlich 3,99 und nicht etwa 4,20 Euro? Wir werden es wohl nie erfahren. Fakt ist jedoch, dass Kik trotz inzwischen einiger aufgekommener Kritik nicht daran denkt, die guten Socken aus dem Sortiment zu nehmen.

Diese Sorte der Samenbank Green House Seeds knallt ordentlich rein, der Name ist Programm. Am besten schnappt man sich eine Staffel Big Bang Theory und guckt eine Folge nach der anderen, denn wirklich viele Alternativen hat man nach der zweiten Tüte nicht mehr. Die Vorfahren des Strains sind Skunk, Northern Lights und El Niño. Big Bang selbst ist eine 80-prozentige Indica und das merkt man auch. Auch gibt es eine Big Bang Autoflowering, die sich aus 70 Prozent aus Indica, 20 Prozent Sativa und 10 Prozent Ruderalis zusammensetzt. Sowohl Big Bang als auch Big Bang Autoflowering sind feminisiert.

 

Big Bang (Feminisiert)

 

Big Bang Autoflowering (Feminisiert)

 

Die starke, indicalastige Wirkung ist aber gewollt, denn dieser Strain wurde vor allem für medizinische Zwecke erschaffen und ist somit auch ein offizielles niederländisches Apothekenprodukt, das vor allem gegen Schmerzen und verschrieben wird. Der Anbau endet drinnen nach etwa neun Wochen Blütezeit, draußen im September. Die Auto-Version blüht etwa sechs Wochen und eignet sich drinnen vor allem beim Sea-of-Green-Anbau.

 

Der Trend der Marihuana-Serien ebbt nicht ab: Nach Humboldt, High Maintainance von HBO, Disjointed von Netflix und Mary + Jane von MTV lässt sich auch Amazon nicht lumpen. Momentan in der Pre-Production-Phase befindet sich mit Budding Prospects das vielversprechendste und interessanteste Projekt unter den neuen Kiffer-Serien.

 

Das Drehbuch der vermutlich als Mini-Serie konzipierten Show basiert auf dem gleichnamigen Roman (deutsch: „Grün ist die Hoffnung“) von T. C. Boyle: Eine Gruppe von jungen Männern beschließt, getrieben von naiver Land- und Abenteuerlust und der Hoffnung auf den finanziellen Durchbruch, im Süden der USA auf eigene Faust eine Cannabis-Plantage aufzuziehen. Doch die scheinbar gut geplante Unternehmung läuft mit der Zeit immer mehr aus dem Ruder und die Jungs müssen sich mit Wetterkapriolen, Weed fressenden Bären und neugierigen Highway-Polizisten herumschlagen…

 

Was das Projekt neben der spannenden Geschichte besonders interessant macht, ist nicht zuletzt die Verpflichtung von Independent-Regeisseur Terry Zwigoff (Bad Santa), Spezialist für abgründige Komödien mit tragischer Note, der zumindest auf dem Papier hervorragend zu dem Stoff passt. Die Hauptrolle spielt der aus der US-Comedy-Show MADtv bekannte Will Sasso.

Zu den vielen Lügen der Legalisierungsgegner gehört ja auch immer das Kleinreden sowohl der Konsumentenzahlen als auch der Gruppe von Leuten, die eine Legalisierung befürworten (diese müssen dafür ja nicht mal Marihuana oder Haschisch konsumieren). In den USA gibt es schon eine Mehrheit derjenigen, die eine Freigabe von Cannabis befürworten. Diese Mehrheiten konnten in den letzten Jahren bei Volksabstimmungen auch in Legalisierungen in einzelnen Bundesstaaten umgewandelt werden, ein Mittel, das in Deutschland leider fehlt.

 

Dennoch ist es wichtig, einen Überblick über die Stimmung in Deutschland einzufangen: Im November 2015 sprachen sich 42 Prozent der Befragten für Cannabis-Fachgeschäfte nach dem Vorbild von Colorado aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 30 Prozent. Ist das ein Trend, der sich fortsetzt? Diese Frage möchte der Deutsche Hanfverband in Zusammenarbeit mit Civey klären.

 

Civey ist ein neues Online-Umfragetool, das repräsentative Online-Umfragen erstellen und auswerten kann. Und das funktioniert, wie der Deutsche Hanfverband berichtet: „Damit die Ergebnisse repräsentativ werden, muss man sich vor der Abstimmung kurz registrieren und ein paar Angaben machen. Dadurch kann Civey die Stimmen unterschiedlich gewichten und dem Querschnitt der deutschen Gesellschaft anpassen. Klingt wie Zauberei, aber bei den Umfragen vor der Berlin-Wahl hat Civey tatsächlich kurz nach dem Start schon das zweitbeste Ergebnis geliefert.“ Die Umfrage taucht aber natürlich nicht nur beim Hanfverband auf, sondern auch beispielsweise auf wahl.de oder der Seite des „Tagesspiegels“.

 

Teilt Civey und ganz Deutschland eure Meinung hinsichtlich Cannabis und Legalisierung mit! Den Link zur Umfrage findet ihr hier: https://hanfverband.de/nachrichten/news/online-umfrage-cannabis-legalisieren-jetzt-mitmachen

Während in den USA der Kush-Trend ungebrochen ist, erfreuen sich hierzulande Haze-Strains großer Beliebtheit. Doch die Haze-Linie hat weitaus mehr Vertreter als nur das hierzulande gut bekannte Amnesia Haze. Auch weniger bekannte Haze-Strains wie White Tang Haze haben sowohl optisch als auch inhaltlich einiges zu bieten. Zumindest von ersterem könnt ihr euch heute in unserer Haze-Galerie überzeugen:

 

Amnesia Haze

 

Blueberry Haze

 

Cantelope Haze

 

Ghost Train Haze

 

Hawaiian Haze

 

Purple Haze

 

Stardawg Haze

 

Super Lemon Haze

 

Super Silver Haze

 

White Tang Haze

 

Du möchtest noch mehr Neuigkeiten über Cannabis? Vor Kurzem erschienen ist Highway – Das Cannabismagazin 04/2016. Das Magazin ist für schlappe 2,30 Euro jedem gut sortierten Kiosk und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich:


Weblink: Highway am Kiosk finden

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Wenn man zehn Kilo Marihuana in seiner Wohnung bunkert, sollte man sich nicht so laut mit seiner Freundin streiten, dass die Nachbarn die Polizei rufen. So sind schon einige Dealer aufgeflogen und so erging es nun auch einem 22-Jährigen aus Berlin-Wedding.

 

Dieser stritt sich so laut mit seiner Freundin in einer Wohnung an der Drontheimer Straße, dass die Polizei heranrückte und bei ihm klingelte. Laut „Berliner Morgenpost“ ließ er die Beamten bereitwillig in die Wohnung, die nach der Frau sehen wollten. Diese war nicht mehr anwesend, aber die Polizisten entdeckten mehrere Beutel mit Cannabis und durchsuchten im folgenden die ganze Wohnung.

 

Dabei wurden 10 Kilogramm Weed, 20.000 Euro und diverse Waffen gefunden. Während der Untersuchung tauchte auch der 26 Jahre alte Untermieter auf, bei dem ebenfalls Drogen gefunden wurden.

 

Und die Moral von der Geschichte: Immer der Freundin recht geben, wenn man zehn Kilo Weed auf Tasche hat.

 

Du möchtest noch mehr Neuigkeiten über Cannabis? Vor wenigen Tagen erschienen ist Highway – Das Cannabismagazin 04/2016. Das Magazin ist für schlappe 2,30 Euro jedem gut sortierten Kiosk und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich:


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Na, es gibt schon nicht so nette Menschen. Menschen, die andere Menschen wegen diesem und jenem anschwärzen. Besonders unbeliebt natürlich Leute, die andere aufgrund des Konsums oder Anbaus von Cannabis bei den Behörden melden. Aber auch wer die Polizei wegen kleinerer Verkehrsvergehen informiert, ist kein großer Menschenfreund.

 

Ein Typ dieser Sorte informierte die Behörden in der deutschen Stadt Erding Mitte dieser Woche über zwei Mofafahrer, die ohne Helm unterwegs seien. Auch das Kennzeichen fehlte wohl, wie das „Wochenblatt“ berichtete. Als die Polizeistreife nach den beiden schauen wollte, ergriffen die beiden 22 und 37 Jahre alten Männer die Flucht, konnten jedoch schnell ermittelt werden.

 

Daher suchte die Polizei den Älteren an seiner Wohnung auf. Als dieser die Tür öffnete, wurden die Beamten auf starken Geruch von Marihuana aufmerksam. Es kam, wie es kommen musste: Hausdurchsuchung. Dabei wurden zunächst ein Päckchen Weed und zwei erntereife Cannabispflanzen auf dem Balkon gefunden.

 

Aber auch auf der Toilette wollte die Polizei einmal nachschauen, ob sich dort nicht etwas versteckt. Und siehe da, das tat es! Auf dem Klo hockten vier Freunde des Beschuldigten und versteckten sich vor den Beamten. Auch wurde eine Plastiktüte mit dem Inhalt von 2.000 Euro Bargeld auf dem nicht ganz so stillen Örtchen gefunden.

 

Nun warten auf den 37-Jährigen gleich zwei Anzeigen: Eine wegen Fahren ohne Zulassung und eine nach dem Betäubungsmittelgesetz. Das gefundene Bargeld wurde unmittelbar der Staatskasse zugeführt.