Highway

Entwarnung aus Österreich. Im Juni berichteten wir an dieser Stelle vom Prozess gegen 13 Cannabishändler, denen in Wien der Prozess gemacht wurde. Laut Anklage hatten sie 2014 und 2015 an verschiedenen Orten in Österreich diverse Cannabis-Aufzuchtanlagen betrieben. Beim Zugriff durch die Polizei wurden unter anderem 81 Kilo Gras, 2.258 Pflanzen, 542 Lampen, 492 Vorschaltgeräte und 44 Großfilter sowie drei Autos beschlagnahmt.

 

Das Besondere an dem Prozess war die Forderung der Staatsanwaltschaft für die beiden Hauptangeklagten: Lebenslänglich! In Absatz Nr. 5 des Paragrafen 28a des österreichischen Suchtmittelgesetzes steht, dass wer gemeinsam mit „einer größeren Anzahl Menschen“ Drogengeschäfte begeht, zu zehn bis zwanzig Jahren bzw. lebenslanger Haft verurteilt werden kann.

 

Wie beim „Kurier“ zu lesen ist, formulierte einer der Verteidiger seinen Unmut über die Forderung der Staatsanwaltschaft so: „Der Staatsanwalt hat nicht mit einer Kanone auf Spatzen geschossen. Er hat eine Atombombe verwendet.“ – Doch das Gericht hat beim Prozess, der nach sieben Tagen in der Nacht zum Samstag abgeschlossen wurde, die Staatsanwaltschaft schön in ihre Grenzen verwiesen: Zwölf der 13 Angeklagten wurden zu Strafen zwischen 22 Monaten bedingt (auf Bewährung) und vier Jahren unbedingt (Haft) verurteilt.

 

Der angebliche Boss der ganzen Operation durfte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Der unbedingte Teil seiner Haftstrafe von 24 Monaten wurde schon durch die Untersuchungshaft abgedeckt. Im Zuge des Prozesses wurde auch seine an Multipler Sklerose erkrankte Freundin angehört, die er mit Cannabis-Öl versorgt hatte – ein Auftritt, der dem „Kurier“ nach die Geschworenen in seinem Sinn überzeugt hatte.

Unser Do-it-yourself-Experte Chuck Lore beschreibt in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin wie Haschöl und daraus dann THC-haltiges Liquid für elektrische Zigaretten, im Folgenden E-Liquid genannt, hergestellt wird. Die Herstellung ist mit etwas Arbeit verbunden, dafür ist das Ergebnis in jedem Fall zufriedenstellend und eine Bereicherung für den Konsumenten. Besonders diejenigen, die Cannabis aus medizinischen Gründen einnehmen müssen, werden sich über ein günstiges und gut dosierbares E-Liquid freuen.

Der Do-it-yourself-Experte von Highway: Chuck Lore

 

Grundsätzlich sind für die Herstellung von E-Liquid, je nach Extraktionsverfahren, zwei bis drei Arbeitsschritte nötig. Zuerst werden die Inhaltsstoffe der Pflanze aufgearbeitet, dann extrahiert und danach werden diese in das E-Liquid für die E-Zigarette eingebracht. Wie die meisten Freunde des Hanfs wissen, befinden sich die begehrten Cannabinoide hauptsächlich in den Trichomen (hier: Drüsenhaare der Hanfpflanze). Diese sind besonders bei der weiblichen Pflanze, und da in Blütennähe, reich an Wirkstoffen. Viele Konsumenten wünschen sich einen Extrakt dieser Harzdrüsen, auch unabhängig von der Herstellung eines E-Liquids. Die einen, um die Droge platzsparend verstecken zu können und die anderen, um die Wirkung schwachen Marihuanas zu verstärken. Das begehrte Haschöl, das genau genommen kein Öl, sondern ein Harzextrakt ist, ist einfach herzustellen. Und wenn erst einmal das Öl extrahiert ist, dann ist die Herstellung eines potenten E-Liquids kein Problem mehr.

 

Wie die Cannabinoide der Hanfpflanze am sinnvollsten extrahiert werden, ist umstritten. Es ist von der gewünschten Menge, den technischen Möglichkeiten und der Erfahrung des Anwenders abhängig. Im Folgenden werden drei Methoden beschrieben, zwischen denen die geeignetste gewählt werden kann. Liebhaber starker Extrakte können auf den letzten Schritt, die Herstellung eines E-Liquids, verzichten und das gewonnene Haschöl direkt verwenden.

 

...für die Ausführungen zur vorbereitenden Arbeit, der Decarboxylierung, schaut bitte in Highway – Das Cannabismagazin 04/2016... anschließend befasst sich der Artikel mit der Extrahierung mittels „Honey Bee Extraktoren“, um dann anschließend aber weitere Verfahren vorzuschlagen. Im Folgenden ein weiterer Ausschnitt aus dem Artikel:

 

Die Extraktion mittels Alkohol (gemeint ist hier und in Folge stets Ethylalkohol!) ist für die Herstellung moderater Mengen besser geeignet. Dazu benötigt man Alkohol in hoher Konzentration. Optimal ist Alkohol mit 90% Volumenprozenten, funktionieren wird es bereits ab 40% Volumenprozenten, die Konzentration von gängigem Wodka oder Weizenkorn reicht aus. Allerdings ein Wermutstropfen vorab: Das Haschöl, das mit dieser Methode gewonnen wird, ist mit Chlorophyll und anderen Stoffen kontaminiert. Für die Herstellung geringer Mengen wird daher auf die Direktharzmethode weiter unten verwiesen.

 

Das Pflanzenmaterial wird grob zerkleinert, in ein Marmeladenglas gegeben und mit Alkohol aus dem Eisfach übergossen. Danach wird das Glas in das Gefrierfach gestellt und zwei Mal täglich geschüttelt. Die Kälte ist bedeutsam, weil sonst zu viel Chlorophyll gelöst wird, was die Weiterverarbeitung zu E-Liquid erschwert. Nach spätestens fünf Tagen sind alle wesentlichen Inhaltsstoffe im Alkohol gelöst und die Flüssigkeit kann abgegossen werden. Wichtig ist, dass wirklich alle Pflanzenteile zurückbleiben und die Flüssigkeit klar bleibt. Die Filtration mit einem haushaltsüblichen Kaffeefilter wird empfohlen. Ein besonderer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der Alkoholextrakt ohne Weiterverarbeitung konsumiert werden kann. In Flaschen aus dunklem Glas abgefüllt, hält sich das THC etliche Monate. Nur wenige Tropfen, die unter die Zunge geträufelt werden, entfalten ihre Wirkung nach rund 15 Minuten. Menschen, die Hanf aus medizinischen Gründen einnehmen müssen, haben mit dieser Tinktur ein naturnahes, leicht zu dosierendes Heilmittel. Natürlich kann das Elixier weiter eingedickt werden, um so das reine Öl zu erhalten. Doch Vorsicht, Alkohol ist brennbar und bildet mit der Luft ein explosionsfähiges Gemisch! Darum nicht auf offener Flamme erhitzen, sondern lieber am warmen Platz offen stehen lassen. Wenn der Alkohol samt Wasser verdunstet ist, bleibt das reine Öl zurück und kann wie gewünscht weiterverwendet werden.

 

Das dritte Verfahren, die Direktharzmethode, eignet sich am ehesten für den Hausgebrauch. Sie ist einfach durchzuführen und sogar auf die vorhergehende Decarboxylierung kann verzichtet werden, weil dies durch die Hitze bei der Extraktion geschieht...

 

...für diese Methode und den restlichen Artikel, der sich anschließend auch noch mit der einfachen Herstellung eines E-Liquids auf Haschöl-Basis für E-Zigaretten beschäftigt und weitere wertvolle Hinweise und Tipps gibt, sowie für viele, leicht verständliche Zeichnungen zum Artikel, schaut einfach in die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin, die seit Kurzem für den Spottpreis von 2,30 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich ist.

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Schon wieder ekelerregende Nachrichten aus Bayern. Im Rest von Deutschland kann man sich nur die Augen reiben und mit den Ohren schlackern, will den ganzen Scheiß am liebsten gar nicht glauben. Die Rechte der Bundesbürger werden in Bayern andauernd mit Füßen getreten, es scheint, als würden sich immer wieder Richter mit Staatsanwälten und Polizisten zu asozialen Verbindungen zusammenschließen, um jeden zu schikanieren, der nicht CSU wählt.

 

Aus Bayern wurde auch diese Woche wieder schier Unglaubliches berichtet, eine Story wie sie in einem demokratischen Staat gar nicht vorkommen dürfte: Vergangenes Jahr suchte die Polizei im Inntal nach einer Person und klingelte zu diesem Zweck bei einem 38-Jährigen, um nach der vermissten Person zu fragen. Diese war nicht dort, aber der klingelnde Polizist meinte, er hätte den Geruch von Haschisch wahrgenommen, wie bei „OVB Online“ zu lesen war: Daraufhin wollte er Zutritt zu der Wohnung haben, in der sich neben dem Mieter auch dessen Bruder sowie Vermieter aufhielten. Man beschied dem Polizisten, der seinen Fuß nicht aus der Tür nehmen wollte, dass er ohne Durchsuchungsbeschluss auf keinen Fall hereinkommen dürfe.

 

Das ließ dieser nicht auf sich sitzen und beantragte einen. Schließlich sei er schon einmal undercover für die Drogenfahndung im Einsatz gewesen und habe voll den Plan etc. Drei Wochen später bekam er dann den Durchsuchungsbeschluss und so wurde die Wohnung des 38-Jährigen inspiziert. Ergebnislos, keine Drogen, nichts.

 

Aber wir sind ja in Bayern. Also gibt es einfach trotzdem einen Strafbefehl! Und zwar wegen nicht zu beweisendem Besitz von Haschisch, na klar! Der Herr Polizist hat es doch gerochen. Es ist ja nicht so, dass dem 38-jährigen angeblichen Haschischkonsumenten nicht auch noch die zwei oben genannten Zeugen, die sich zum Zeitpunkt der ursprünglichen Befragung ebenfalls in der Wohnung aufhielten, bestätigten, dass auf keinen Fall Haschisch geraucht wurde.

 

Also zog der 38-Jährige vor Gericht, um Widerspruch gegen die Strafe einzulegen. Der Fall schien ihm klar, er nahm sich nicht mal einen Anwalt. Wozu auch? Hausdurchsuchung: keine Drogen. Zeugen: zwei. Der Geruch: sei durch Räucherstäbchen entstanden. Diese wurden dem Gericht auch vorgelegt. Das Gericht verzichtete aber auf die Überprüfung, ein bayrisches Polizistenwort zählt schließlich mehr als die Aussagen zweier Bürger und deren Vermieter, einem anerkannten Mediziner, der vor Gericht aussagte, er kenne in dieser Funktion sehr wohl den Geruch von Haschisch und es sei kein Haschisch zugegen gewesen. Aber scheiß drauf, wir sind in CSU-Asi-Land – also verkündete das Gericht, niemandem außer dem Polizisten zu glauben und verurteilte den Angeklagten zu 1.200 Euro Strafe. Wofür noch mal? Für nichts, genau.

 

Du möchtest noch mehr Neuigkeiten über Cannabis? Vor wenigen Tagen erschienen ist Highway – Das Cannabismagazin 04/2016. Das Magazin ist für schlappe 2,30 Euro jedem gut sortierten Kiosk und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich:


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Am Ende gratulierte der Richter dem Jura-Studenten: Dessen Freund, ein Jugendlicher aus Zürich, der größten Stadt in der Schweiz, wurde dort kürzlich mit acht Gramm Marihuana von der Polizei aufgegriffen. Dafür gab es eine Ordnungsbuße von 100 Franken für den Besitz und obendrauf noch 150 Franken für Gebühren, so berichteten es die „Südtirol News“.

 

Aber war da nicht was? Steht nicht im Schweizer Betäubungsmittelgesetz vom 1. Oktober 2013, dass nicht strafbar ist, wer nur eine geringfügige Menge eines Betäubungsmittels für den eigenen Konsum vorbereitet? Und studiert nicht eigentlich der eine Kollege Rechtswissenschaft an der Universität Zürich? Warum den nicht mal anrufen... und so kam es, dass dieser gemeinsam mit seinem mit acht Gramm Gras erwischten Freund vor Gericht zog.

 

Und dort wurde er zunächst noch belächelt, doch am Ende seiner Ausführungen, gratulierte ihm der Richter sogar: Acht Gramm Cannabis seien eine geringe Menge und demnach nicht strafbar. Die Ordnungsbuße und Gebühren seien demnach nicht zu zahlen. Besonders nett obendrauf: die Stadtpolizei Zürich musste sich vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Doch was bedeutet dies für die Zukunft? Das Magazin „watson“ hat sich Thomas Hansjakob, den ersten Staatsanwalt des Kantons St. Gallen, geschnappt und dazu befragt. Auf den ersten Blick sind seine Antworten für Cannabisfreunde eher frustrierend. Auf den zweiten aber auch nicht, denn wer weiß schon wohin die Reise geht und ob nicht einfach nur heiße Luft hinter seinen Aussagen steht.

 

So fragte „watson“ unter anderem, ob sich nun nicht jeder Schweizer Cannabisfreund, der mit weniger als zehn Gramm Marihuana erwischt würde, vor Gericht gegen seine Ordnungsbuße vorgehen könne. Die Antwort des Staatsanwalts lautet, dass jedes Gericht jederzeit anders entscheiden könne und man dann am Ende noch mehr Kosten als die Ordnungsbuße und Gebühren übernehmen müsse. Wir von Highway – Das Cannabismagazin sind der Meinung, da könnte der ein oder andere es doch einfach mal drauf ankommen lassen und sich im Zweifel bei anderslautenden Urteilen durch die Instanzen klagen.

 

Die Entwicklungen in der Schweiz werden wir jedenfalls weiterhin mit großem Interesse verfolgen und darüber berichten. Erst vergangenes Wochenende waren wir bei Zürich auf der Fachmesse Cannatrade, um dort unsere neue Ausgabe Highway 04/2016 vorzustellen. Diese ist seit vergangener Woche an jedem gut sortierten Kiosk und Growshop erhältlich:

 

 

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Damit Cannabispflanzen füllige und potente Buds entwickeln, müssen sie optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Doch nicht nur die bloße Versorgung spielt eine Rolle. Auch muss man im Growmedium eine Umgebung herstellen, bei der die Pflanze Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann. In der vorherigen Ausgabe von Highway hat Grow-Guru Junior Gong daher den pH-Wert genau unter die Lupe genommen. Doch ebenso wichtig für die Nährstoffaufnahme ist der EC-Wert, der in dieser Ausgabe genauer beleuchtet wird.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin (seit vergangener Woche am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Junior Gong mit dem EC-Wert und Allem, was dazugehört. Ein kleiner Ausblick:

 

Die Abkürzung EC steht für „electric conductivity“, was übersetzt soviel heißt wie elektrische Leitfähigkeit. Aber keine Sorge, es geht nicht darum, Cannabispflanzen unter Strom zu setzen. Vielmehr ist diese messbare Eigenschaft eine bewährte Methode, um den Salzgehalt eines Substrats zu bestimmen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Salz in einem Substrat enthalten ist, desto leitfähiger ist es. Der EC-Wert wird in Europa in Siemens pro Meter (S/m) gemessen. Da sich die Werte im Rahmen von Gartenaktivitäten in sehr niedrigen Bereichen bewegen, arbeitet man dort mit mS/cm (Millisiemens pro Zentimeter), wobei das „cm“ der Einfachheit halber in der Regel weggelassen wird, beispielsweise auf Messgeräten.

 

Beispiele für EC-Werte

 

Ideale EC-Werte

 

Beim Cannabisanbau ist der EC-Wert bedeutend für die Nährstoffaufnahme der Pflanze. Da die Pflanze kein Wasser (und damit auch nicht die darin gelösten Nährstoffe) „ansaugen“ kann, nutzt sie einen Trick der Natur: Osmose. Die Zellwände der Pflanze können nur Wasser durchlassen, aber keine Salze (sie ist semipermeabel, sprich halbdurchlässig). Ergibt sich nun eine Ungleichheit in der Salzkonzentration auf beiden Seiten der Zellwände, wollen beide Seiten gemäß der bestehenden Naturgesetze die Konzentration ausgleichen und sich „vermischen“. Da die Zellwand aber nur Wasser durchlässt und kein Salz, wird das Wasser automatisch durch die Membran auf die „salzigere“ Seite angesaugt.

 

Ein typisches Beispiel der Osmose im Alltag findet man in der Küche. Beim Kochen von Gemüse hilft ein wenig Salz im Wasser, um den Einstrom von Wasser in das (leicht salzhaltige) Gemüse zu verhindern. Ohne Salzzugabe würde das einströmende Wasser den Geschmack buchstäblich verwässern. Bei der Cannabispflanze funktioniert Osmose so: Im Optimalfall ist der Salzgehalt in den Wurzeln höher als im Growmedium drumherum. Durch diese Ungleichheit des Salzgehalts wandert das Wasser (samt der darin gelösten Nährstoffe) aus dem Growmedium automatisch in die Wurzeln.

 

Steigt der EC-Wert in den Wurzeln, sinkt die Wasseraufnahme. Damit sinkt zugleich auch auch die Nährstoffaufnahme. Ist der EC-Wert des Growmediums höher als derjenige der Wurzeln, setzt die Umkehrosmose ein, bedeutet, das Wasser aus den Wurzeln wandert ins Growmedium – die Pflanze droht auszutrocken! Kurzum: Grower müssen sicherstellen, dass der EC-Wert im Growmedium stets niedriger bleibt als in den Wurzeln der Pflanze. Je nach Growmedium (Erde, Coco, Hydro) und je nach Phase (Anzucht, Wachstum, Blüte) und sogar je nach Woche des Grows ist ein anderer EC-Wert für das Growmedium optimal. Für das Gießwasser muss hingegen immer ein konstanter Wert eingehalten werden. Je nachdem, welches Growmedium verwendet wird, ergibt sich ein anderer Aufwand, um den EC-Wert zu regulieren.

 

...mehr zum EC-Wert findet ihr in Ausgabe 04/2016 von Highway – Das Cannabismagazin. Der Artikel zum EC-Wert beschäftigt sich in Highway 04/2016 weiterführend mit folgenden Themen:

 

Der richtige EC-Wert zur richtigen Zeit, EC-Werte für Gießwasser, EC-Werte für Erde und Coco, EC-Werte für Hydroponik, Maximale EC-Werte, Was beeinflusst den EC-Wert?, Wie wird der EC-Wert reguliert?, Tipps & Tricks

 

Highway 04/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 


 

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Weblink: Highway 04/2016 als E-Paper kaufen

Weblink: www.indoor-anbau.com von Junior Gong

Einen rauchen und dabei gemütlich eine Serie schauen, das geht eigentlich immer. Das haben mittlerweile auch die Medienriesen in den Staaten erkannt und dementsprechend wirkt sich der US-Cannabis-Hype auch immer stärker auf die Kino- und Fernsehlandschaft aus: Allein in den letzten Monaten bekamen drei hochwertig produzierte, stargespickte Projekte grünes Licht von ihren jeweiligen Produktionsfirmen. Disjointed zum Beispiel, geschrieben von Two-and-a-Half-Men-Autor Chuck Lore (wir berichteten) oder das Crime-Drama Humboldt mit John Malkovich (auch darüber berichteten wir natürlich).

 

Ganz neu und gestern Abend in den USA erstmals ausgestrahlt ist die Serie Mary+Jane. Angesiedelt zwischen Comedy und Drama folgt die Show den beiden Twentysomethings Jordan und Paige, die beschließen einen Cannabis-Lieferservice in Los Angeles aufzuziehen. Das führt in der Folge natürlich zu zahlreichen amüsanten Verwicklungen, stellt aber auch die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Frauen auf die Probe. US-Kritiker, denen bereits die ersten drei Folgen vorgelegt wurden, ziehen übrigens ein durchwachsenes Fazit mit leicht positiver Tendenz, wobei insbesondere die Chemie zwischen den beiden charmanten Hauptdarstellerinnen Scout Durwood (Jordan) und Jessica Rothe (Paige) hervorgehoben wird.

 

Naheliegend, dass auch Snoop Dogg den Trend nutzt, um sein Weed-Imperium, das neben der Cannabis-Website merryjane.com auch eine eigene Linie von Vaporizern umfasst, weiter anzukurbeln. In Zusammenarbeit mit MTV entwickelte der Rapper daher den Titelsong der Serie und wird auch als Gaststar in dieser auftreten.

So war das nicht geplant. Natürlich sind die Einwohner der Kopenhagener Freistadt Christiania für die Legalisierung von Haschisch und Marihuana – schon kurz nach der Gründung der alternativen Wohnsiedlung mitten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen im Jahr 1971, die ursprünglich zum Protest gegen den Mangel an bezahlbaren Wohnung gegründet wurde, entwickelte sich die kleine Stadt in der Stadt in Richtung Hippietum. Die dänischen Behörden dulden die kleine Stadt mit heutzutage knapp 1.000 Bewohnern und erachten diese als autonome Gemeinde, die auch gewisse Freiheiten besitzt.

 

Und so ist Christiania schon lange ein Synonym für tolerierten Cannabishandel und daher auch ein riesiger Touristenmagnet. Das gefällt natürlich sogar der Regierung. In der sogenannten „Pusher Street“ standen bis vergangene Woche seit Jahrzehnten Dutzende von Verkaufsbuden, in denen Cannabis angeboten wurde. Doch die Einwohner von Christiania haben schon lange keine Hoheit mehr über den Cannabishandel. Schon seit spätestens Ende der 1980er-Jahre sind immer mehr Dealer von außerhalb auf die Pusher Street gekommen, jedes Mal, wenn doch einer verhaftet wurde, rückte ein anderer nach. Schon lange findet man keine Hippie-Dealer mehr in Christiania, sondern stattdessen organisierte Kriminelle. Wie „Spiegel Online“ berichtete, wurden die Umsätze in der Pusher Street von der Polizei auf über 100 Millionen Euro jährlich geschätzt.

 

Doch damit ist jetzt Schluss. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal gewalttätige Auseinandersetzungen – zuletzt 2005 ein Toter, 2009 explodiert eine Handgranate in der Pusher Street. Und am vergangenen Mittwoch kam es zu einer Schießerei. Wie die Print-Ausgabe der „taz“ heute berichtet, kontrollierte die Polizei an einem der Zugänge einen mutmaßlichen 25-jährigen Dealer, der tatsächlich mehrere Kilo Marihuana und 1.000 fertig gedrehte Joints bei sich führte. Dieser eröffnete das Feuer auf die Beamten, einer wurde leicht verletzt, ein weiterer wurde am Kopf getroffen und kämpft derzeit noch im Krankenhaus um sein Leben. Auch schoss der Dealer auf einen Besucher der Freistadt, er selbst wurde anschließend von den Polizisten niedergestreckt. Die Medienagentur „Amaq“, die dem „Islamischen Staat“ nahesteht, verkündete inzwischen, der Dealer sei angeblich ein Soldat des „Islamischen Staats“ gewesen und habe die Polizisten „zielgerichtet“ angegriffen.

 

Die Bewohner Christianias haben jetzt jedenfalls die Schnauze voll. Zwar sind dort nach wie vor praktisch alle Einwohner für eine flächendeckende Legalisierung von Cannabis, aber bitte nicht mehr in ihrer Stadt. 300 Einwohner schlossen sich daher am Donnerstag zusammen und rissen mit Baumaschinen bewaffnet alle Verkaufsstände auf der Pusher Street ein. Die Dealer schauten, da in der Unterzahl, tatenlos zu. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sie sich nun aufs Straßengeschäft in der Stadt verteilen oder woanders hinziehen werden.

 

Wenn ihr mehr über die Geschichte von Christiania erfahren möchtet, könnt ihr euch bei Interesse das unten eingebundene YouTube-Video ansehen.

Außenstehende und auch gerade Cannabis-Konsumenten können oft ihren Ohren nicht trauen, wenn sie erfahren, dass MMA-Kämpfer oft und gerne Gras rauchen, teilweise sogar vor dem Kämpfen. Nicht nur, dass sich einige Konsumenten nicht vorstellen können, dann noch angemessen auf die Flut der Schläge und Tritte reagieren zu können – viele Menschen würden sich schon so niemals freiwillig in einen Mixed-Martial-Arts-Ring oder -Käfig trauen, geschweige denn dicht.

 

Hört man sich in der Szene um, ist aber immer wieder mal davon die Rede, dass der Cannabiskonsum die benötigte Konzentration im Kampf fördert oder sogar, dass Gras prophylaktisch oder im Anschluss an einen Kampf geraucht wird, um die Schmerzen zu verringern. Vergangenes Jahr wurde erst einer der berühmtesten Kämpfer der großen amerikanischen MMA-Organisation Ultimate Fighting Championship (UFC), Nick Diaz, zu einer Sperre von fünf Jahren verurteilt. Er wurde bereits das dritte Mal positiv auf Marihuana getestet. Anfang 2016 wurde diese Sperre dann allerdings auf anderthalb Jahre reduziert.

 

Auch sein Bruder Nate Diaz, ebenfalls ein großartiger MMA-Kämpfer, scheint ein Cannabisfreund in vielerlei Hinsicht zu sein. Nach dem langersehnten Rückkampf gegen Conor McGregor vergangene Woche, den Nate Diaz durch die Stimmen der Ringrichter verlor, gab es eine für Sportereignisse interessante Pressekonferenz: Denn während Nate Diaz die Fragen der Journalisten beantwortete, zückte er eine Art E-Zigarette und zog daran. Natürlich kam die Frage von den Rängen, was er denn da rauche. Die Antwort: „Das ist CBD-Öl, es hilft beim Heilungsprozess, es macht das Leben besser.“ Im untenstehenden Video ist die Passage der Pressekonferenz zu sehen.

 

Obwohl Nate Diaz den Kampf verlor, war sein Kontrahent McGregor noch etwas lädierter. Dies lies Nate, der kein Freund von McGregor ist, auf derselben Pressekonferenz zu dieser Aussage hinreissen: „Conor geht ins Krankenhaus, ich gehe mit meinem Bruder auf die Aftershowparty.“ Wir wissen nicht, ob er dort mit Snoop Dogg zusammentraf, jedoch sind vor einigen Tagen auf Nates Instagram-Account Fotos von Snoop und ihm aufgetaucht, auch ein Foto von einem riesigen Joint geisterte durchs Netz. Man weiß nicht, ob Nate auch zu THC statt CBD gegriffen hat, das wäre aber auch nicht schwer zu glauben. Ob seine Augen auf dem Foto mit Snoop Dogg noch vom Kampf so geschwollen waren oder ob es vielleicht doch woanders dran lag, bleibt sein Geheimnis...

 


Nate Diaz / Instagram

 

Du willst mehr Infos über Cannabis? Diese Woche zum Preis von 2,30 Euro druckfrisch erschienen ist Highway – Das Cannabismagazin 04/2016, zu finden an jedem gut sortierten Kiosk und Growshop.

 


 

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