Highway

212 Kilo Cannabis stand in der Anklage, der sich zwei 39-jährige Männer aus dem Umkreis Köln-Bonn ausgesetzt sahen. Das Gras wurde in den Niederlanden gekauft und in Deutschland vertrieben. Bei einer Durchsuchung waren 22 Kilogramm Marihuana und eine Pistole gefunden worden. Einer der beiden Männer hatte zudem seinen Vater (67) sowie seine Töchter (16, 20) in seine Dealereien verwickelt, wie wir an dieser Stelle berichteten.

 

Nun wurde der Prozess beendet: Der 39-jährige Haupttäter wurde zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt, sein familienbewusster Komplize zu vier Jahren Haft. Dessen 67-jähriger Vater, der hauptsächlich als Fahrer agierte, bekam eine Strafe von zweieinhalb Jahren aufgebrummt. Nur die beiden Töchter beziehungsweise Enkelinnen kamen glimpflich davon und wurden vom Gericht mit Verwarnungen und Sozialstunden eingedeckt, wie beim „Westfälischen Anzeiger“ zu lesen ist.

Schade, dass dieses Angebot nicht auch für Privatwohnungen gilt, mag sich mancher denken: In Colorado Springs, der nach Denver zweitgrößten Stadt des amerikanischen Bundesstaats Colorado, gab es vorvergangenen Sonntag eine tolle Mitmach-Aktion. Diese diente dem Zweck, Müll von den Straßen aufzusammeln und die Stadt somit wieder sauberer und schöner zu machen. Die ungewöhnliche Belohnung: Ein Joint pro gesammeltem Sack Müll.

 

Initiator dieser Aktion ist Steve Pacheco, der Besitzer der Cannabis-Ausgabestelle „The Pothole“, der gegenüber der Website „krdo.com“ sagte: „Wir wollen auch unseren positiven Einfluss zeigen. Es ist nichts Schlechtes an Gras oder an Leuten wie uns.“ Somit sollte mit dieser Aktion also nicht nur das Stadtgebiet, sondern auch das Ansehen der Weed-Industrie auf Vordermann gebracht werden.

1996 betrieb man bei der niederländischen Samenbank Dutch Passion ein kleines Zuchtprojekt, aus dem viele tolle Skunk-Sorten hervorgingen, nicht zuletzt beispielsweise Skunk #1, Orange Bud oder eben auch die hier vorgestellte Sorte Euforia. Geruch und Geschmack dieses Strains fallen dementsprechend skunkig aus, wenn auch etwas süßlicher. Die Sativa-Anteile liegen mit etwa vier Fünfteln weit vorne und so ist auch das High energiereich und fast schon belebend zu nennen. Als Einschlafhilfe eignet sich diese Sorte jedenfalls nicht so richtig. Der THC-Gehalt ist allerdings durchweg sehr hoch und liegt bei guter Pflanzenpflege bei über 15 Prozent. Besonders auffällig sind auch die hohen Erträge und das gute Mutterpflanzen-Potential. Daher ist dieser Strain auch schon angemessen prämiert worden – im Jahr 2000 beispielsweise mit dem zweiten Sativa-Platz des High Times Cannabis Cups.

 

 

 

Fotos von: www.dutchpassion.nl/de/

Dieser Medizinmann kann einige Wunder vollbringen: Bereits beim Geschmack ist die Vielfalt vom Medicine Man des Breeders Shantibaba aus dem Hause Mr. Nice Seedbank zu erahnen: Vorrangig fruchtige Noten wechseln sich mit Erd- und Kräutertönen ab und versprühen einen dezent sauren Charme. Auch ansonsten herrscht eine bunte Mischung vor: Das beste aus den Welten Indica und Sativa wurde hier mithilfe klassischer Elternsorten zusammengeführt, um diesen leistungsstarken Hybriden zu kreieren. Die Mr. Nice Seedbank gibt als alternativen Namen für diese Sorte White Rhino an. Als „weißes Nashorn“ konnte die Sorte Ende der Neunziger auch einige Preise einfahren. Hohe THC- und CBD-Werte lassen den schon im eigentlichen Namen enthaltenen medizinischen Nutzen vor allem für Schmerzpatienten zutreffen. Der Anbau gestaltet sich nicht unbedingt schwierig, könnte Anfänger aber unter Umständen vor leichte Probleme stellen. Die Aufzucht ist drinnen wie draußen möglich – indoor liegt die Blütezeit bei etwa neun Wochen, outdoor ist es im Oktober so weit.

 

 

 

Fotos von: www.mrnice.nl

„Bitte nicht! Steht die Legalisierungswelle in den USA bereits vor dem Ende?“ – so fragten wir Anfang des Monats noch ängstlich, als sich der Oberste Gerichtshof der USA mit der Klage „Nebraska and Oklahoma Vs. Colorado“ beschäftigen musste: Und zwar wollten die amerikanischen Bundesstaaten Oklahoma und Nebraska gegen die Legalisierung von Marihuana in ihrem direkten Bundesstaats-Nachbarn Colorado klagen, unter anderem weil die Legalisierung in Colorado zu wachsendem Cannabiskonsum und zu vermehrter Einfuhr in die Nachbarstaaten führe.

 

Zunächst ging es aber darum, ob diese Klage überhaupt zugelassen werden würde. Die Obama-Administration riet davon ab. Die Klage an sich, wäre sie zugelassen worden, hätte das Potential gehabt, die gesamte legale amerikanische Cannabisindustrie zu zerstören. Denn der legale Weed-Markt in Colorado steht nicht nur im Widerspruch zu den Gesetzen Nebraskas und Oklahomas, sondern auch zu den geltenden Bundesgesetzen Amerikas. Mehr zu dieser Thematik kann in der aktuellen Ausgabe von Highway (01/2016) in Erfahrung gebracht werden.

 

Doch nun ist es entschieden: Der Supreme Court lehnte ab, die Klage überhaupt zu verhandeln. Die Bundesrichter entschieden mit 6 zu 2 Stimmen und somit ist die Ausgangsfrage für den Moment beantwortet: Die Legalisierungswelle in den USA steht nicht vor dem Ende, sondern konnte einen wichtigen Sieg einfahren. Zwar könnte ein neuer Präsident im kommenden Jahr die Marihuana-Träume der Amerikaner eindämmen, aber vielleicht hat er dazu gar keine Lust und eventuell ist es dann andernfalls sogar zu spät, wenn bis dahin noch weitere Bundesstaaten Cannabis legalisieren und der Umgang mit Gras und Hasch immer natürlicher wird.

 

Weitere Informationen zu diesem Fall gibt es bei der „Washington Post“: www.washingtonpost.com

Die kanadische TV-Serie Trailer Park Boys geht inzwischen in die zehnte Staffel und kann sich weltweit allergrößter Beliebtheit erfreuen – denn jeder sieht gerne einem Haufen White Trash zu, der auf einem Trailerpark wohnt und versucht mit Grasanbau ein paar Dollar zu verdienen, bzw. ein paar Dollar zu verdienen, um Gras anbauen zu können. Zumindest wenn die Serie wie im Fall von Trailer Park Boys gut gemacht ist.

 

Ein ähnliches Konzept scheint nun hinter der frisch angekündigten deutschen Fernsehserie Blockbustaz zu stehen: Das Leben des deutschen Plattenbauprekariats soll auf amüsante Weise verbildlicht werden. Die beiden „Schauspieler“ Ekrem Bora alias Eko Fresh und Sascha Reimann, besser bekannt als Ferris MC, stellen die beiden Hauptfiguren dar, die im Kölner Sozialbezirk leben und auf ihrem Hausdach Gras anbauen. Die Pilotfolge wurde bereits vor anderthalb Jahren ausgestrahlt, nun ist daraus eine komplette Serie entstanden, die heute startet.

 

Da es sich um eine deutsche Produktion handelt, kann man aber von zwei Dingen ausgehen: Das Weed wird keine allzu große Rolle spielen und die Qualität, vor allem der Witze, wird ziemlich niedrig sein. Auch die beiden Darsteller Bora und Reimann machen eigentlich keinen Mut, heute Abend um halb elf den Fernseher einzuschalten. Wer es dennoch wagen möchte: Die erste halbstündige Folge wird heute um 22:30 Uhr auf ZDFneo ausgestrahlt, die kommenden Folgen sind zukünftig immer dienstags auf demselben Sendeplatz zu sehen.

 

Einen kleinen Vorgeschmack könnt ihr dem untenstehenden Trailer entnehmen:

Die Begeisterung für Edibles – also Lebensmittel, die mit THC versetzt wurden – hält sich hierzulande eher in Grenzen. Das ist aber auch kein Wunder: wo es keinen legalen Markt gibt, ist das Angebot an Spezialitäten natürlich eingeschränkt. Vom Straßendealer möchte man ja schon kaum das Gras rauchen, weil man nicht weiß was drin ist – einen von ihm gebackenen Kuchen möchte man da vermutlich erst recht nicht probieren. Ein weiteres Problem stellt für viele Konsumenten die ungenaue Dosierung dar – selbst dann, wenn man sein THC-Nahrungsmittel selbst herstellt. Auch diese Problematik ist bei legalen Produkten ausgeräumt.

 

Die deutschen Online-Medien rasten heute mal wieder aus und springen auf den „Kiffen-ist-lustig“-Zug auf und berichten alle über eine bloß logische Folgeentwicklung der nordamerikanischen Ereignisse der letzten Zeit: Neu auf dem kanadischen Markt der Edibles ist Chrontella – ein Schoko-Nuss-Aufstrich, der 300 Milligramm Cannabisextrakt enthält und damit für drei Anwendungen herhalten soll. Der Name ist aus der Weedsorte Chronic und dem bekannten Aufstrich Nutella zusammengesetzt, auch der Schriftzug erinnert stark an die Vorlage von Ferrero. Zudem wird eine Erdnussbutter, die sich an eine bekannte amerikanische Marke anlehnt, als THC-Aufstrich angeboten. Diese „Wake’n’Bake“-Brotbeläge kosten umgerechnet 20 Euro.

15 Monate Haft für einen 24-jährigen Flensburger Polizisten – und das für eine Cannabisplantage, die es nie gab! Vor wenigen Tagen machte erst die „kiffende Polizistin“ von sich reden (wir berichteten), nun stand ein junger Polizist aus Flensburg vor Gericht. Allerdings war er im Unterschied zu seiner ehemaligen Kollegin nicht Kläger, sondern Angeklagter. Ihm wurde vorgeworfen, an der Planung einer Cannabiszucht beteiligt gewesen zu sein, wiedie „Augsburger Allgemeine“ heute berichtete.

 

Bemerkenswert ist nicht nur der Umstand, dass ein Polizist verdächtigt wurde, sondern dass es in dem Verfahren um eine nicht-existente, da bloß geplante Cannabisplantage ging. Ebenfalls beachtlich das Strafmaß: Ein Jahr und drei Monate Haft für den jungen Polizisten. Diese sehr harte Strafe für eine Plantage, die es niemals wirklich gab, hat er auch dem Umstand zu verdanken, dass er seine Tat als Polizist geplant hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

Der 24-Jährige Polizist soll die Anzucht gemeinsam mit einem 35-Jährigen Polizei-Kollegen und einem 25-Jährigen Bekannten geplant haben. Der 25-Jährige wurde bereits vor drei Jahren mit 50 Cannabissamen sowie Growzubehör erwischt. Zudem sind Unterlagen beschlagnahmt worden, die eine Beteiligung der beiden Polizisten bewiesen haben. Auch soll aus diesen Beweisen hervorgehen, dass die drei Männer mit fünfstelligen Umsätzen kalkuliert haben. Die Verfahren gegen die beiden anderen Verdächtigen laufen noch.