Highway

Die Qual der Wahl – ein Problem, das man in Deutschland, Österreich und der Schweiz eher seltener hat, wenn es um Gras geht. Selbst exzellente Dealer haben selten mehr als fünf Sorten im Angebot, oft ist gar nicht mal sicher, ob wirklich die Sorte im Päckchen ist, die man gerade genannt bekommen hat. Und auch wer selbst anbaut, wird sich in der Regel wohl maximal auf eine Handvoll unterschiedlicher Strains beschränken.

 

Besser ist es in dieser Hinsicht in den niederländischen Coffeeshops – wobei man wieder anerkennen muss, dass die Amerikaner in ihren Dispensaries einfach deutlich mehr Sorten im Angebot haben. Daher ist auch die von den amerikanischen Kollegen von „High Times“ herausgegebene Statistik über die aktuell meistgekauften Weed-Sorten Amerikas und ihre Durchschnittspreise sehr interessant.

 

Auffällig ist, dass bei den meisten Käufen anscheinend keine Experimente eingegangen werden und somit alle fünf Sortennamen auch auf dieser Seite des Atlantiks wohlbekannt sind. Hier die Top 5 mitsamt der Durchschnittspreise pro Gramm:

 

1. Kush (12,39 $ pro Gramm)

2. Diesel (11,89 $ pro Gramm)

3. Blue Dream (13,09 $ pro Gramm)

4. Girl Scout Cookies (11,71 $ pro Gramm)

5. Haze (12,35 $ pro Gramm)

 

12 Dollar sind derzeit umgerechnet etwa 10,77 Euro.

 

Zweiter Gewinner: Diesel

 

Im Mittelfeld plaziert: Blue Dream (flickr.com/photos/nickel_bag_of_funk/3488357454)

 

Platz 4, Girl Scout Cookies

Kaum ein paar Tage auf dem Markt, sorgt das neue Smartphone-Game „Pokémon Go“ von Nintendo weltweit für Furore. Bereits nach zwei Tagen war das Spiel weiter verbreitet als die App „Tinder“, Nintendos Börsenkurs schnellte um zwanzig Prozent in die Höhe. Auch haben wir diesem Spiel schon diverse skurrile Meldungen zu verdanken, beispielsweise von Räubern, die ihre Opfer mithilfe von „Pokemon Go“ in entlegene Gassen locken und dergleichen. Denn dieses Spiel wird außerhalb der eigenen vier Wände gezockt – wer Pokémons fangen will, muss dazu das Haus verlassen und sie in der „echten“ Welt suchen.

 

Und so kam es nun zu einem schönen Lehrstück in Sachen Vorurteile: Ein weißer amerikanischer Mann von 40 Jahren zog mit dem Smartphone mitten in der Nacht los, um noch eine der virtuellen Kreaturen zu erwischen. Was er dann erlebte, postete er bei „reddit.com“:

 

Ich konnte nicht schlafen und ging um den Block. Bei mir ist ein kleiner Park in der Nähe, wo drei Pokéstops und ein Gym sind, also bin ich dort hingegangen. Ich sammelte ein Evoli und ein paar Müll-Pokémons auf dem Weg zum Park. Im Park laufe ich ein bisschen rum und checke die Pokéstops aus und will gerade wieder gehen als ich eine Stimme höre: „Yo, Kollege!“

 

Als ich mich umdrehe, kann ich zwei Umrisse im Dunkeln auf einer Parkbank sitzen sehen, die ich bislang nicht wahrgenommen habe. Einer der beiden ruft rüber: „Kollege, guck mal da vorne bei dem blauen Truck, da haben wir vorhin ein Onix gefunden.“

 

Also gehe ich zu dem Truck und finde ein Onix – der Hammer! Also gehe ich rüber zu den beiden Typen und unterhalte mich mit ihnen, erzähle ihnen wo ich mein Evoli gefunden habe, und sie überzeugen mich, das rote Team zu wählen, sobald ich Level fünf erreiche, damit wir gemeinsam „die Nachbarschaft unsicher machen können“.

 

Dann kam die Polizei.

 

Es stellt sich also heraus, dass es anscheinend merkwürdig aussieht, wenn zwei etwa zwanzig Jahre alte schwarze Jungs mit einem vierzig Jahre alten Weißen um drei Uhr nachts in einem Park rumhängen. Es dauerte etwas länger, um die Polizei davon zu überzeugen, dass wir hier keinen Drogendeal abwickeln – und noch etwas länger, um der Polizei das Spiel zu erklären...

Je mehr Nachrichten aus Amerika rüberschwappen, desto neidischer werden die europäischen Cannabis-Liebhaber. Die ehemals altehrwürdige Tradition des Amsterdamer High Times Cannabis Cups ist praktisch schon Geschichte: in den Staaten wird ein High Times Cannabis Cup nach dem nächsten abgehalten.

Heute startet ein neuer Cannabis Cup – und zwar der High Times Medical Cannabis Concentrates Cup, der von heute bis einschließlich Sonntag in San Bernadino in Kalifornien abgehalten wird. Der Cup dreht sich ausschließlich um Cannabisextrakte in flüssiger und fester Form.

 

flickr.com/photos/cannabiscultur15953338492e/

 

Insgesamt gibt es 13 Kategorien, in denen die verschiedenen Extrakte bewertet und prämiert werden. Die Namen der diversen eingereichten Produkte dürften europäischen Cannabiskonsumenten praktisch nichts sagen – genormte flüssige Extrakte wird es hier erst in einigen Jahren geben können, wenn die Legalisierungswelle endlich auch die alte Welt erreicht hat.

 

Die Kategorien sind unterteilt in „Solvent“ (mit Lösungsmittel) und „Non-Solvent“ (ohne Lösungsmittel). Nachfolgend alle Kategorien im Überblick:

 

Solvent

Single-Strain Extracts Indica (Konzentrate von einem einzelnen Indica-Strain)

Single-Strain Extracts Sativa (Konzentrate von einem einzelnen Sativa-Strain)

Single-Strain Extracts Hybrid (Konzentrate von einem einzelnen Hybrid-Strain)

Pure Extracts (Konzentrate aus mehreren Sorten und/oder Terpenen)

Compound Extracts (Extrakte mit Beigaben von Geschmacksaromen etc.)

CO2 Extractions (Kohlenstoffdioxid-Extrakte)

CBD Concentrates (CBD-Konzentrate)

 

Non-Solvent

Water Hash & Kief (Water-Hash und Skuff)

Rosin Technology Hash (Rosin-Hasch)

 

Sonstiges

Vape Pen Cartridge Indica (Indica-Kapseln für Vaporisierer)

Vape Pen Cartridge Sativa (Sativa-Kapseln für Vaporisierer)

Vape Pen Cartridge Hybrid (Hybrid-Kapseln für Vaporisierer)

Medically Infused Products („normale“ Produkte, die mit Cannabis verfeinert wurden)

Cannabis ist immer weiter auf dem Vormarsch und auch das legale Cannabusiness in Europa boomt. Dieses Jahr sind in allen drei großen deutschsprachigen Ländern Cannabismessen abgehalten worden oder kommen noch auf uns zu. Nach der Mary Jane in Berlin (wir berichteten) steht als nächstes die Cannatrade in der Schweiz auf dem Plan – eine Messe, die schon seit über 15 Jahren im Geschäft ist. 2001 wurde sie erstmals in Bern durchgeführt, zog 2008 nach Basel und findet seit 2012 im Zweijahresrhythmus in der Stadthalle Dietikon bei Zürich statt.

 

 

Am Freitag, den 2. September ist es soweit und ab 11 Uhr öffnen sich die Pforten für die Besucher, die sich dann das ganze Wochenende an allen drei Tagen bis Sonntagabend über Hanf in all seinen Formen informieren können. Es haben sich bislang schon über 100 Aussteller aus allen möglichen Ländern angemeldet, um die Besucher über ihre Produkte aus den Bereichen Gartenbedarf, Paraphernalia, Natur und Medizin zu informieren.

 

 

Aber auch abseits der Stände wird ein großes Rahmenprogramm geboten: Eine Outdoor-Area lädt zum Verweilen ein, Tombola und Joint-dreh-Wettbewerb zum Mitmachen und Live-Glasbläserei zum Staunen. Daneben gibt es einige Vorträge und Referate einschlägiger Szenegrößen.

 

 

Cannatrade

Termin: 2. September 2016 bis 4. September 2016

Öffnungszeiten: Freitag 11-19 Uhr, Samstag 11-20 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr

Veranstaltungsort: Stadthalle Dietikon bei Zürich (Fondlistraße 15, 8953 Dietikon)

Preis: Tagesticket 15 CHF im Vorverkauf, 19 CHF regulär; 3-Tagesticket 35 CHF im Vorverkauf, 39 CHF regulär (Vorverkauf: www.starticket.ch)

Website: www.cannatrade.ch

Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir drei Jahresabos von unserem Cannabismagazin Highway! Alles, was du tun musst, ist uns zu sagen, welche drei Cannabissorten von uns gesucht werden. Du kannst oben unsere redaktionseigenen Strain-Cards sehen und musst uns entweder auf Facebook unter dem Gewinnspiel-Post die Antworten kommentieren oder diskret und frei von Nachahmern per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Einsendeschluss ist der 29. Juli... vielleicht findest du in den nächsten Tagen ja auch ein paar Hinweise auf unserer Website.

 

Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nicht nur andere Mütter haben schöne Töchter, auch andere Länder und Kontinente haben Mütter, die Töchter haben. Manche von diesen sind sogar waschechte Ganja Girls. Besonders oft anzutreffen ist diese Spezies im liberalen Kanada, wo in Kürze Marihuana und Haschisch landesweit freigegeben werden sollen.

 

Wir haben uns bei den Kollegen von „Cannabis Culture“ umgeschaut, um euch ein paar der kanadischen Ganja Girls vorstellen zu können.

 

Viel Spaß dabei!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Galerie mit kanadischen Stoner-Girls darf natürlich nicht ohne die langjährige Cannabis-Aktivistin Jodie Emery auskommen, der Ehefrau des „Prince of Pot“ Marc Emery.

 

 

Alle Bilder stammen von der Flickr-Seite der Kollegen von der kanadischen Website „Cannabis Culture“.

Amerika, Land des Cannabis – zumindest in den letzten Jahren. Nicht nur die Legalisierungen in einigen Bundesstaaten und die weitreichende Versorgung mit Cannabis-Medikamenten ist ein toller Erfolg für alle Anti-Prohibitionisten, auch die öffentliche Akzeptanz nimmt immer mehr zu. Noch in diesem Jahr wird auch in dem größten amerikanischen Bundesstaat Kalifornien von der Bevölkerung darüber abgestimmt, ob Cannabis legalisiert werden sollte.

 

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch dieses Votum eine Legalisierung herbeiführen wird. Das beste daran: In Kalifornien liegt auch Hollywood. Das kann für die weltweite Akzeptanz von Cannabis nur von Vorteil sein. Viele amerikanische Promis tun eh schon so, als gäbe es gar keine Cannabisverbote mehr.

 

Und nun hat der Streaming-Dienst Netflix eine reine Cannabis-Comedy in Auftrag gegeben. Für die erste Staffel sollen 20 Folgen produziert werden, eine Pilotfolge (mit der normalerweise die Reaktionen des Publikums abgeschätzt werden sollen) wird gar nicht erst produziert. Und das aus gutem Grund: Bestellt hat Netflix die Serie mit dem Namen „Disjointed“ bei niemand geringerem als Chuck Lorre, der unter anderem für die Serien „Big Bang Theory“ und „Two and a Half Man“ verantwortlich ist. Chuck Lorre sollte übrigens nicht mit unserem Autor und Do-it-yourself-Experten Chuck Lore verwechselt werden, der in der Print-Version von Highway viele interessante Artikel schreibt, in der aktuellen Ausgabe Highway 03/2016 beispielsweise über die Gewinnung von Skuff (oder auch Kief genannt).

 

Autor Chuck Lorre (Bild: wikipedia.org)

 

Wie heute verkündet wurde, wird die Hauptrolle von der Schauspielerin Kathy Bates, die unter anderem aus „American Horror Story“ bekannt ist, übernommen. Bates spielt eine Frau, die nach jahrelangem Einsatz für die Legalisierung nun in Los Angeles endlich ihren Traum wahrmachen und eine Dispensary für Cannabis eröffnen kann. Mit ihrem Sohn und einem vierköpfigen Team muss sie sich mit diversen Problemen des Cannabisgeschäfts auseinandersetzen. Eines der Probleme: Alle sind ständig dicht.

 

Hauptdarstellerin Kathy Bates (Bild: wikipedia.org)

 

Wir sind gespannt und berichten spätestens erneut, wenn der Starttermin für „Disjointed“ bekannt gegeben wird. Um wenigstens ein paar Minuten der Warterei zu überbrücken, hier noch ein kleiner Ausschnitt aus „Two and a Half Man“:

Zeiten ändern sich! Das war nicht nur das Motto der diesjährigen Global Marijuana Marchs, es ist auch ganz allgemein ein Spruch, der perfekt zu den momentanen weltweiten Umbrüchen passt, die Cannabis und die Akzeptanz von Marihuana und Co. Betreffen. Viele amerikanische Promis stehen inzwischen offen zu ihrem Cannabiskonsum, Deutschland hängt in dieser Beziehung allerdings noch weit hinterher.

 

Und das muss sich ändern! Schauspieler, Musiker (fernab von Hip-Hop – die Rapper sind die einzigen leuchtenden Vorbilder in dieser Hinsicht), Sportler – kaum einer traut sich zuzugeben, was eh fast jeder macht.

 

Der Komiker Vincent Pfäfflin hat damit keine Probleme. Und nun hat er seine erste Werbung abgedreht – beworben werden die exzellenten Grow-Schränke von „Hazelbox“ (wir haben die „Hazelbox“ in Highway 01/2016 ausführlich vorgestellt), und das auf seine ganz eigene, unnachahmliche Art. Das Video findet ihr unter dem Artikel.

 

Daumen hoch für Vincent und die Hazelbox!

Mehr zur Hazelbox: www.hazelbox.com

Mehr zu Vincent Pfäfflin: www.vincentpfaefflin.de

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