Highway

Ach ja, die Gartenarbeit. Nicht nur unter Cannabis-Freunden ist sie beliebt, auch Nicht-Konsumenten frönen diesem Hobby und ergötzen sich an der Pflanzenvielfalt und dem ein oder anderen selbstgezogenen Gemüse. Doch was, wenn man beim Graben im Garten auf eine Metallkiste stößt? Vermutlich denkt man unter anderem unweigerlich an vergrabene Schätze...

 

...eine Art Schatz gruben am Mittwoch auch die Hauseigentümer eines Reihenhauses in Reutlingen aus: eine Metallkiste mit elf Kilo Marihuana fanden sie bei Renovierungsarbeiten in einer Gartenhütte vergraben, wie bei der „Südwest Presse“ zu lesen war.

 

Die Vermieter brachten die Kiste zur Polizei. Schnell standen auch Verdächtige fest: die neuen Mieter des Wohnhauses, ein 34-jähriger Reutlinger und seine 32-jährige Freundin. Bei den „weiteren Ermittlungen“ ergab sich dann außerdem ein Tatverdacht gegen einen 36-Jährigen, dessen Wohnung anschließend durchsucht wurde, wobei sich unter anderem ein Kilo Marihuana auffand.

 

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Morgen endet die Frist, um noch online die Petition des Deutschen Hanfverbands zu unterschreiben, die eine Debatte erzwingt, bei der sich der deutsche Bundestag mit der Frage der Cannabis-Legalisierung beschäftigen muss.

 

Wie wir in Highway berichteten, wurden schon seit geraumer Zeit Unterschriften gesammelt – zunächst offline und anschließend auch online. In Papierform kamen so bereits knapp 50.000 Unterschriften zusammen, online bereits weit über 30.000.

 

Das macht die Petition dank der tollen Arbeit des Deutschen Hanfverbands zwar zur bislang erfolgreichsten und unterschriftenreichsten Petition des Jahres, aber es ist dennoch eine recht geringe Anzahl an Unterschriften, bedenkt man die vielen Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland.

 

Es ist allerdings auch gut möglich, dass einige Tausend Online-Unterschriften abhanden gekommen sind, denn der Petitionsserver des Deutschen Bundestags war eine Woche lang – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo die Petition besonders viel öffentliche Aufmerksamkeit erfahren hat – gestört und es konnte nicht unterschrieben werden.

 

Das Internet ist für deutsche Politiker halt auch im Jahr 2017 immer noch Neuland... wie auch das Thema Cannabis und Cannabis-Legalisierung. Deswegen unser Aufruf, an alle die noch nicht unterschrieben haben:

 

NEHMT EUCH BITTE EINE MINUTE ZEIT, FOLGT DIESEM LINK UND UNTERZEICHNET DIE PETITION ZUR CANNABIS-LEGALISIERUNG!

 

Die gewünschte Mindestanzahl an 50.000 Unterschriften, die bedeutet, dass sich der Bundestag gezwungenermaßen mit der Petition beschäftigen muss, ist zwar bereits erreicht. Je mehr Unterschriften gesammelt werden, desto größer ist aber das Signal, das von der Petition ausgeht.

 

Die handschriftlichen Unterschriften wurden übrigens bereits am Dienstag beim Petitionsausschuss des Bundestags durch den Deutschen Hanfverband eingereicht – im untenstehenden Video könnt ihr dem DHV dabei zusehen:

Ein kiffender Jesus? Darüber würden sich wohl hierzulande nur ein paar verwirrte Zeugen Jehovas ernsthaft aufregen.

 

In den USA hingegen, wo die Religion gerade in den ländlichen Gebieten immer noch eine sehr wichtige Rolle im Leben vieler Bürger spielt, ist das anders: Das Werbevideo, das einen Bong rauchenden Stoner-Jesus zeigt, sorgt in San Jose, Kalifornien derzeit für erhitzte Gemüter. Produziert hat den Clip die Coachella Valley Church, eine Gemeinde, die den Rastafari-Glauben praktiziert.

 

Doch es ist nicht nur das Filmchen selbst, das den Unmut der (Justiz-)Behörden auf sich zieht: In den Räumlichkeiten der Coachella Valley Church können Mitglieder nach den Gottesdiensten unter anderem auch Cannabisprodukte kaufen. Das Problem daran ist, dass der Handel mit Cannabis in Kalifornien nur in Geschäften mit spezieller Lizenz, sogenannten Dispensaries, gestattet ist. Die Kirche argumentiert dagegen, dass Cannabis ein Sakrament sei und damit unerlässlich für die praktische Ausübung ihres Glaubens.

 

Dass die Coachella Valley Church an der Aushebelung der Verkaufsregeln natürlich auch hervorragend verdient, steht außer Frage und gibt dem Ganzen einen etwas faden Beigeschmack. Zumindest dürfte somit auch in der Zukunft immer genug Kleingeld für trashige Werbeclips übrig sein...

 

Den Clip könnt ihr euch übrigens unten auf der Seite in voller Länge ansehen.

 

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Legales CBD-Gras aus der Schweiz boomt und sorgt dort für hohe Umsätze und Cannabis-Konsumenten ohne Rauschwirkung – außerdem sorgt es für Verwirrung bei der Schweizer Polizei, denn es kann ohne Tests praktisch gar nicht von THC-haltigem und damit psychoaktivem Marihuana unterschieden werden.

 

Und was die Polizei nicht kann, kann auch die Armee nicht. Aus diesem Grund ist es Schweizer Soldaten nun sowohl während Arbeits- als auch Ruhezeiten verboten, CBD-Gras zu konsumieren. Offiziell wird dies damit begründet, dass der geringe THC-Gehalt von unter einem Prozent, der in legalem CBD-Weed enthalten ist, genügen könnte, um die Grenzwerte für das Führen von Fahrzeugen zu überschreiten.

 

Der „Tages-Anzeiger“ berichtet, dass zumindest der Konsum und Besitz für Soldaten, die Ausgang haben oder sich um Urlaub befinden, allerdings weiterhin erlaubt ist.

„Mortler verteufelt Cannabis und bringt Schande über Deutschland“ – mit diesem Titel machte hanfjournal.de am 21. August 2017 auf und servierte seiner Leserschaft eine Polemik, die nicht mit Angriffen auf die deutsche Drogenbeauftrage Marlene Mortler geizte.

 

Marlene Mortler ist jedem, der sich in Deutschland mit Drogen beschäftigt, bekannt und im gleichen Zug ein Dorn im Auge. Ihr Kreuzzug gegen Cannabis nimmt teilweise sehr merkwürdige Züge an und ihre Argumentationen gegen Cannabis und eine Legalisierung scheinen in der Regel gut und gerne 80 Jahre alt zu sein – und dementsprechend auf alten Lügen und Märchen zu basieren.

 

Das sieht man wenig überraschend auch bei der in Berlin herausgegebenen Zeitung „Hanf Journal“ so, die etwa in Head- und Growshops kostenlos verteilt wird. Daher beschwert man sich beim „Hanf Journal“ (so wie auch wir bei Highway und bei anderen Magazinen und Legalisierungsbefürwortern) immer wieder über Drogen-Mortler.

 

Nun gab es allerdings einen Strafantrag wegen Beleidigung gegen das „Hanf Journal“, wie heute auf dessen Website bekanntgegeben wurde. Auslöser war der oben genannte Artikel „Mortler verteufelt Cannabis und bringt Schande über Deutschland“, der tatsächlich nicht mit deutlichen Worten gegenüber Frau Mortler geizt:

 

„Das kriegslüsterne Flintenweib“, „Seehofers Mädchen“, „ein bis ins Mark verdorbener und böser Mensch“ wird sie im Artikel genannt und als Lügnerin charakterisiert, die „mehr Blut und Tote“ sehen möchte. Zum Abschluss fallen dann noch einmal weitere deutliche Worte: „Sie hat in nur vier Jahren so viel Schuld auf ihre schwarze Seele geladen wie sonst nur Berufsverbrecher. Es wäre nur gerecht, wenn die Vollstreckerin des Bösen für all ihre Missetaten zu einer hohen Haftstrafe und Aberkennung der Bürgerrechte verurteilt würde.“

 

Ein köstlicher Artikel vom „Hanf Journal“, der sicherlich vielen Menschen ein Lachen entlockt hat. Bloß bei Frau Mortler kam er nicht so gut an. Daher wurden gegen den Autor des als Polemik gekennzeichneten Artikels, Sadhu von Hemp, der laut „Hanf Journal“ auch für das Satiremagazin „Eulenspiegel“ schreibt, ein Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Herausgeber Emanuel Kotzian wurde zudem aufgefordert, den entsprechenden Artikel aus dem Netz zu nehmen. Doch dieser ließ die Frist verstreichen, sodass der Strafantrag wegen Beleidigung nun auch auf ihn ausgeweitet wurde.

 

Auch wenn erst heute publik geworden, spielte sich das alles bereits im September ab. Doch seitdem ist auch nichts mehr passiert: die Staatsanwaltschaft hat sich bislang nicht um den Fall gekümmert und nicht einmal den Klarnamen des Verfassers der Polemik angefragt. Daher rechnet man Emanuel Kotzian vom „Hanf Journal“ auch mit einer Einstellung des Verfahrens. Ansonsten sei man aber bereit, die Angelegenheit auszufechten und „gerichtlich klären zu lassen, inwiefern im Fall von Frau Mortler die Überzeichnung menschlicher und politischer Schwächen eine Herabwürdigung darstellt.“

 

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Nun war es mal wieder so weit: Jemand wollte ganz dringend, dass die Polizei sein Cannabis findet. Beinahe im wöchentlichen Rhythmus berichten wir von Spezialisten, die sich durch Randale, Feuer, Prügeleien oder Ähnliches selbst mit der Polizei in Kontakt bringen und ihre Cannabis-Vorräte oder Aufzuchtanlagen offenbaren – gerne auch im Kilobereich.

 

Heutiger Anwärter ist ein 33-jähriger Frankfurter. Der geriet Donnerstagabend in eine Verkehrskontrolle, wie „Focus Online“ berichtet, und konnte keinen Führerschein vorzeigen. Den Beamten gegenüber gab er an, seinen Führerschein lediglich zu Hause vergessen zu haben. Darauf fuhren die Polizisten mit ihm zur Wohnanschrift.

 

Als der 33-Jährige die Wohnungstür öffnete, drang heftiger Marihuanageruch aus der Wohnung. Dies nahm er zum Anlass, den Polizisten die Tür vor der Nase zuzuschlagen – was diese zum Anlass nahmen, die Tür einzutreten. Im Inneren fand die Polizei dann eine Indoor-Growanlage für Weed und fünf Kilo Cannabis vor. Teile davon versuchte der Mann zuvor noch über den Balkon zum Nachbarn zu werfen. Der Führerschein wurde übrigens trotz gründlicher Hausdurchsuchung nicht gefunden.

 

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Es ist schon selten, dass die deutsche Polizei mal ihre Schusswaffen bemüht – und das ist auch gut so. Aber dennoch werden dann und wann die Pistolen ausgepackt und sogar auch mal auf wegrennende Cannabis-Händler geschossen – eine absolute Unverschämtheit und Frechheit, denn es ist kein Fall bekannt, wo dies jemals nötig gewesen wäre. Ja, in Bayern tötet die Polizei sogar unbewaffnete Cannabis-Händler per Kopfschuss von hinten, behauptet anschließend, man hätte auf die Beine gezielt, und wird dann von den Kollegen beschützt: Verfahren eingestellt. Ekelig!

 

Aber auch die Polizei in Thüringen ballert gerne auf flüchtende Cannabis-Dealer: Am Mittwoch kam es zu einem Einsatz gegen einen mutmaßlichen Weed- und Hasch-Dealer am Erfurter Hauptbahnhof. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, wurden dabei ein 28-jähriger Mann und eine 34-jährige Frau verhaftet. Der Mann riss sich allerdings los und gab Fersengeld – daraufhin gaben die beteiligten Polizisten vier Schüsse ab: drei Warnschüsse und einen Schuss in den Oberkörper des Mannes, der ihn in der Schulter traf. Die Polizei behauptet, vorher per Funk darauf hingewiesen worden zu sein, dass der Mann eine Schusswaffe bei sich trage – das stimmte allerdings nicht.

 

Im Auto der Frau wurden etwa 25 Kilogramm Marihuana und Haschisch gefunden. Zwei weitere Männer im Alter von 23 und 25 Jahren wurden im Zuge der Ermittlungen ebenfalls festgenommen. Gegen den Polizisten, der den Flüchtenden anschoss, wurde nun ein Ermittlungsverfahren mit dem Anfangsverdacht der Körperverletzung im Amt eingeleitet – aber wie das wohl ausgehen wird, ist nicht schwer zu erraten. Das Ermittlungsverfahren stellt somit genauso eine Steuerverschwendung dar wie Ermittlungen gegen per Gesetz kriminalisierte Cannabis-Händler.

Diese Zeilen werden mit Tränen in den Augen geschrieben. Nicht etwa Tränen, weil sich unsere herrschenden Politiker mal wieder komplett unprofessionell zu Cannabis äußern, nein Lachtränen, weil das hier vorgestellte Video einfach zu hart ist.

 

Der amerikanische Cannabis-Lieferservice Briteside hat einen Werbespot für das US-Fernsehen abgedreht, der die Dienste des Unternehmens bewirbt, dabei aber auch vergleichbare Werbespots für herkömmliche Medizin auf die Schippe nimmt – und sich selbst nicht zu ernst.

 

Ja, sogar überhaupt nicht ernst: die Familie, die in der Werbung die Hauptrollen einnimmt, wird in den anderthalb Minuten des Spots als völlig zugedröhnte, aber äußerst zufriedene Kundschaft dargestellt.

 

Besonders genial sind allerdings die Feinheiten des Spots: die schreiende Soccer-Mom am Anfang, das entrückte Gesicht der Familienmutter, die die Gras-Lieferung an der Haustür annimmt – und der dort stehende Lieferant, der leicht irritiert die Augenbraue hebt, da er das Strahlen der Frau nicht ganz zu deuten weiß. Dazu der Familienvater, der in höchster Ekstase sein Müsli reinschaufelt...

 

...das Ganze am Ende gekrönt mit Hinweisen auf die Nebenwirkungen, etwa Fressflashs, Kicheranfällen oder ein besonderes Gespür für coole Musik. Kein Wunder, dass im Werbespot noch schnell erwähnt wird: „Dies ist eine echte Firma.“ Doch seht selbst: