Highway

Dumm und asozial – diese Beschreibung passt wohl auf die meisten Nazis. Ober-Nazi der Woche, der uns heute diese lustigen Nachrichten beschert, ist Sven P. aus Großröhrsdorf, wo auch immer das liegen mag.

 

Da sein Gehirn mit den alles zersetzenden Nazi-Viren infiziert ist, war er sich nicht zu blöd auf Facebook Fotos von seinem großen Idol Adolf Hitler zu posten und mit kecken Sprüchen zu garnieren. Doch das ist in Deutschland verboten.

 

Marihuana übrigens auch, wenn auch zu unrecht. Und davon verkaufte der typisch nazi-deutsch mehrfach vorbestrafte und von Crystal Meth abhängige Sven P. wohl 64 Kilogramm, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

 

Blöd nur, dass die Polizei keinen Bock mehr auf seine Hitler-Fotos bei Facebook hatte. Nachdem er ein Foto von diversen Hitler-Toasts gepostet hatte, wurde er von den Beamten in seiner Wohnung aufgesucht. Wo er auch sein Gras lagerte.

 

Der Facebook-Post von Sven P.

 

Nun ist Sven P. wieder auf dem Weg in den Knast und die Medien auf der ganzen Welt von Brasilien bis Indien lachen ihn aus.

Na, da war aber einer ein großer „Lammbock“-Fan! In der deutschen Kifferkomödie von 2001 betreiben die beiden Protagonisten Kai und Stefan (Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz in den Hauptrollen) die Pizzeria Lammbock. Wer dort die „Pizza Gourmet“ bestellt bekommt nicht nur eine Pizza ins Haus geliefert, sondern direkt auch noch ein Päckchen Marihuana unter der Salamischeibe.

 

Eigentlich eine gute Idee, dachte sich ein 20-Jähriger aus dem österreichischen Amstetten und ahmte den Film-Plot mit einigen seiner Kollegen nach. Wie die „Niederösterreichischen Nachrichten“ berichteten, wurde das Marihuana in Wien besorgt und in Amstetten angeboten – und zwar ganz wie im filmischen Vorbild:

 

Die Kunden nahmen Kontakt mit ihrem Pizza- und Marihuana-Dealer auf und bestellten direkt beides. So fuhr der 20-Jährige im Dienst seiner Pizzeria los und versorgte die überwiegend jugendliche Kundschaft mit feiner Rauchware und was Leckerem für den Fresskick danach. Insgesamt sollen so über fünf Kilo Marihuana klein-klein verkauft und ein Erlös von 30.000 Euro erwirtschaftet worden sein.

 

Diese Meldung passt übrigens gut in diesen Monat, denn am 23. März kommt „Lommbock“, der langersehnte Nachfolger von „Lammbock“, nach 16 Jahren in die Kinos. Wir von der Highway-Redaktion durften den Film natürlich schon im Vorfeld ansehen und haben ihn in unserer aktuellen Ausgabe ausführlich besprochen. Außerdem haben wir uns mit den Hauptdarstellern Lucas Gregorowicz und Moritz Bleibtreu zum Interview getroffen – und einen fetten Joint mit ihnen geraucht. Das alles und viel mehr findet ihr in Highway – Das Cannabismagazin 02/2017:

 

Das ganze Interview sowie unser Lommbock-Spezial inklusive Film-Besprechung findet ihr ab sofort für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

Weblink: Highway am Kiosk finden

Harte Nachrichten aus Passau, die heute bekanntgemacht wurden: Am Samstag zeigte ein 14-Jähriger seine eigenen Eltern, also den 33-jährigen Vater und die 39-jährige Mutter an, da sie – mal wieder – Cannabis konsumierten. Dies scheint regelmäßig in seinem Beisein passiert zu sein.

 

Daraufhin lief der Junge am Samstag von zu Hause weg und wandte sich an die Passauer Polizei. Dort gab er an, dass die Eltern Drogen nehmen würden und er es nicht mehr aushalte. Wie die „Passauer Neue Presse“ heute berichtet, ordnete die Staatsanwaltschaft daraufhin eine Durchsuchung der elterlichen Wohnung an.

 

Die Durchsuchung brachte Marihuana und Konsumutensilien zutage. Daraufhin wurde der 14-Jährige von der Polizei zur Verwahrung in ein Kinderheim gebracht.

Es ist das Jahr 2017 und die Menschen haben genug von dem bald hundertjährigen Verbot von Cannabis in den meisten Ecken dieser Erde. Daher werden in immer mehr Ländern und Bundesstaaten Marihuana und Haschisch legalisiert. Einige europäische Länder wie Portugal, Spanien oder Tschechien legen zunächst erst einmal eine Zwischenstufe ein und tolerieren den Konsum von Cannabisprodukten anstatt die komplette anhängende Wirtschaft zu legalisieren.

 

Gestern hat nun auch Israel einen großen Schritt Richtung der Dekriminalisierung von Cannabis zu Freizeitzwecken gemacht. In dem Land, das bei der Forschung zu Cannabis seit Jahrzehnten in der ersten Reihe steht und das auch den großflächigen Einsatz von medizinischem Marihuana erlaubt (25.000 Patienten auf 8,5 Millionen Einwohner – bei stark steigenden Patientenzahlen), kam gestern das Kabinett zusammen.

 

Dabei wurde beschlossen, dass in Zukunft anstatt strafrechtlicher Maßnahmen nur noch Ordnungsgelder verhängt werden sollen, wenn jemand in der Öffentlichkeit Cannabis konsumiert. Der (in Israel weitverbreitete) Anbau sowie der Verkauf von Marihuana und Haschisch soll jedoch weiterhin verboten bleiben.

 

„Auf der einen Seite öffnen wir uns für die Zukunft, auf der anderen Seite sehen wir die Gefahren und werden die Gratwanderung versuchen“, sagte Israels Ministerpräsident Netanyahu, wie die „New York Times“ heute berichtet. Die Entscheidung benötigt allerdings noch die Zustimmung durch die Knesset, das israelische Parlament.

 

Die neue Regelung sieht vor, dass beim ersten Verstoß effektiv etwa 250 Euro weniger Ordnungsgeld bezahlt werden muss, als die Geldstrafe nach den alten Regeln gekostet hätte. Mit jedem Mal Erwischtwerden sollen die Strafen ansteigen und beim vierten Mal dann doch in einer Strafanzeige münden. Dies ist aber doch eher unwahrscheinlich, da die Politik der israelischen Polizei bereits einer De-Facto-Dekriminalisierung gleicht: Im Jahr 2015 gab es nicht einmal 200 Verhaftungen aufgrund von Cannabis-Konsum.

Was ist eigentlich Fermentieren bzw. Fermentation? Und was kann die so genau? Ein Thema, das unter Cannasseuren immer wieder heiß diskutiert wird. Highway-Autor und Do-it-yourself-Experte Chuck Lore lässt uns heute an seinen Gedanken zum Fermentieren teilhaben und er wäre nicht der Do-it-yourself-Experte, wenn er nicht auch eine Bauanleitung für einen einfachen und leicht umzusetzenden Cannabis-Humidor mitgebracht hätte, der Marihuana je nach Bedarf an- oder befeuchtet.

 

Wer kennt es nicht? Das Marihuana ist anscheinend verschnitten, schmeckt schlecht oder kratzt im Hals. Es stellt sich die Frage, ob es von einem selbst weiterkonsumiert werden soll, es an Feinde weiterverkauft wird oder ob es vielleicht doch noch eine Möglichkeit gibt, das Kraut zu retten. Die gute Nachricht gleich vorab: Wenn das Marihuana nicht durch klebrige Substanzen verunreinigt wurde und auch keine Schimmelbildung zu erkennen ist, besteht die berechtigte Hoffnung, es retten zu können. Dazu gibt es prinzipiell zwei Verfahren. Die eine ist das Auswaschen unerwünschter Substanzen, die andere ist das Fermentieren des Pflanzenmaterials. Dabei bietet sich das Auswaschen, das fälschlicherweise auch als Wasserfermentation bezeichnet wird, für verschnittenes Material an. Für rau schmeckendes Gras wird die echte Fermentation empfohlen, mit der sowohl der Geschmack als auch die Rauchbarkeit deutlich verbessert werden.

Der Do-it-yourself-Experte von Highway: Chuck Lore

 

Die echte Fermentation

Die meisten haben schon von der hohen Kunst der Fermentation von Marihuana gehört. Wer sich weiter schlaumachen möchte, findet unzählige Informationen in Büchern, Zeitschriften und im Internet. Viele der beschriebenen Verfahren sorgen allerdings dafür, dass die Ernte schimmelig und ungenießbar wird – im günstigsten Fall setzt die Fermentation wegen der ungünstigen Bedingungen erst gar nicht ein, so wird wenigstens kein Schaden angerichtet. Infolge wird ein Verfahren vorgestellt, das zum einen einfach umzusetzen ist und zum anderen hervorragende Ergebnisse liefert. Bei der Auswahl der Methode wurde darauf geachtet, dass diese fehlertolerant ist, aus diesem Grund ist auch das Risiko des Scheiterns marginal. Selbst für Anfänger ist es geeignet und wird jedem, der es ausprobiert, einen deutlichen Qualitätszuwachs sichern.

 

Fermentation oder Fermentierung kommt von dem lateinisch „fermentum“, was „Gärung“ oder „Sauerteig“ bedeutet. Gemeint ist damit ein Vorgang, in dem Mikroorganismen Teile des Pflanzenmaterials umwandeln – in diesem Fall in erster Linie das Chlorophyll, das für den rauen Geschmack verantwortlich ist. Der Vorgang ist mit dem der Tabakfermentation vergleichbar. Grüner Tabak ist kaum zu genießen und darum ist praktisch jede Form des käuflichen Tabaks fermentiert.

 

Zigarrenliebhaber wissen das Fermentieren besonders zu schätzen. Edle Zigarren reifen im Humidor (vom lateinischen „humidus“, was „feucht“ bedeutet) oft über Jahre. So lange braucht der Liebhaber des Rauschhanfes aber nicht zu warten. Eine Fermentation von Marihuana ist in der Regel nach acht Wochen so weit fortgeschritten, dass das Gras genussvoll geraucht werden kann. Übrigens brauchen Zigarrenraucher mit eigenem Humidor den folgenden Teil des Artikels nicht zu lesen. Sie legen das Pflanzenmaterial einfach zu ihren Zigarren und warten die Zeit ab.

 

Für das Fermentieren selbst wird also ein Humidor gebraucht. Viele empfehlen Einweckgläser oder Plastiktüten. Davon rate ich in jedem Fall ab! Nicht umsonst sind käufliche Humidore aus Zedernholz, das den Schimmel eindämmt und mit für eine konstante Feuchtigkeit sorgt. Für den Anfang reicht ein einfaches Modell, das im Internet für wenig Geld erhältlich ist, völlig aus. Meist haben diese Humidore bereits einen integrierten Befeuchter und ein Hygrometer. Beides hilft im angedachten Fall zwar nicht wirklich weiter, aber zumindest sorgt der Feuchtigkeitsmesser für ein ruhiges Gefühl.

 

Alternativ kann ein Humidor aus einer Zigarrenkiste einfach selbst hergestellt werden...

 

 

...mehr wollen wir aber an dieser Stelle natürlich nicht verraten, denn in unserem druckfrischen Magazin Highway 02/2017 findet man den vollständigen Artikel zur Qualitätsverbesserung und Fermentation. Weiter geht es mit diesen Punkten:

 

  • Anleitung: Cannabis-Humidor selbst herstellen

  • Einrichtung“ und Nutzung eines Cannabis-Humidors

  • Tipps und Tricks

  • Das Säubern von verunreinigtem Marihuana

  • Die sogenannte Wasserfermentation

 

Highway – Das Cannabismagazin ist für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

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Kaum etwas ist für den gemeinen Cannabiskonsumenten ärgerlicher als mit ein paar Gramm Marihuana aufgegriffen zu werden und dann neben einem eingestellten Verfahren oder ein paar Euro Geldstrafe anschließend die richtige Strafe zu kassieren: den Führerscheinentzug, das Druckmittel der menschenverachtenden deutschen Cannabispolitik.

 

Das dachte sich wohl auch ein 47-jähriger Rheinländer. Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtete, wollte er dem neuen Freund seiner Ex-Freundin eins auswischen. Dazu brach er im bayrischen Senden dessen Auto auf und deponierte 35 Gramm Marihuana beim Fahrersitz des Fahrzeugs. Anschließend rief er bei der Polizei an und informierte diese, dass angeblich jemand aus einem Auto heraus mit Marihuana handele.

 

Dies geschah bereits im Januar. Die Polizei rückte auch direkt aus, um nach dem Auto zu sehen. Dieses war aber nicht aufzufinden. Daher wurde dieser Fall zunächst nicht weiter groß beachtet. Nun meldete sich kürzlich aber ein Fahrzeughalter – der neue Freund der Ex-Freundin des Rheinländers –, dass er in seinem Auto ein verdächtiges Päckchen gefunden habe.

 

Dabei handelte es sich natürlich um die im Januar dort versteckten 35 Gramm Marihuana. Der Mann und die Polizisten, die ihm nach Ermittlungen glaubten, dass er nichts damit zu tun hatte, standen somit vor einem Rätsel.

 

Dieses wurde durch den fingierten Notruf aus dem Januar dann gelöst: Die Beamten erinnerten sich an diesen und hörten sich den Notruf immer wieder an – bis ihnen auffiel, dass der Anrufer kein Bayer war, sondern einen pfälzischen Dialekt hatte. Und so fiel der Verdacht nach weiteren Erkundigungen auf den Ex-Freund aus dem Rheinland.

 

Diesen erwarten nun Anzeigen wegen Besitz von Betäubungsmitteln, Vortäuschen einer Straftat, Sachbeschädigung und falscher Verdächtigung.

Wer hätte das gedacht? Weed ist im Jahr 2017 schon praktisch Mainstream. Jemand, der auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil daran geleistet hat, ist die Rap-Ikone Snoop Dogg. Er dürfte nicht nur einer der bekanntesten Rapper, sondern auch einer der bekanntesten Marihuana-Konsumenten auf dieser Erde sein.

 

Vor allem wegen Erstgenanntem ist er eine äußert gefragte Werbefigur der amerikanischen Industrie. Und auch die Telekom, die auch in den Vereinigten Staaten sehr aktiv auf dem Mobilfunksektor unterwegs ist, hat Snoop Dogg für ihren neuesten Werbeclip engagiert. Und nicht für irgendeinen Werbeclip – Erstausstrahlung war das Super-Bowl-Finale vergangenen Monat.

 

Doch in diesem Werbeclip dreht sich alles vor allem um Snoops Image als Oberkiffer. Zusammen mit „Amerikas bester Hausfrau“ Martha Stewart, einer sehr bekannten Fernsehmoderatorin, drehte Snoop Dogg die Weed-Werbung ab.

 

Die 75-jährige Martha Stewart fragt Snoop dort: „Ist T-Mobile nicht fantastisch, Snoop?“ – und zählt die Vorzüge der Telekom auf (unbegrenztes Datenvolumen, Steuern und Gebühren bereits enthalten). Darauf antwortet Snoop Dogg: „You might even say it's all and a bag of –“ („Du könntest sogar sagen, es ist all das und eine Tüte voll –“) und beginnt in seinen Taschen zu wühlen.

 

Daraufhin versucht Martha Stewart auf verschiedene Weisen seinen Satz zu vollenden – immer mit Bezug auf Weed: So wirft sie unter anderem „purple cushy throw pillows“, „herb-roasted lamb chops“, einfach nur einen roten „Pot“ oder eine „can of bisque“ ein.

 

Aber seht euch den Clip nun einfach selbst an. Wir sagen: Telekom, das habt ihr gut gemacht.

Cannabis bewässern – klingt eigentlich wie ein einfaches Thema: Wasser rein und fertig? Nicht ganz! Um am Ende eine gesunde und kräftige Cannabispflanze großgezogen zu haben, muss ein Grower bei der Bewässerung einige Dinge beachten. In diesem Artikel liefert Grow-Experte Junior Gong daher einige Tipps zum Bewässern bei einem Grow auf Erde und auf Cocos.

 

Wasser ist quasi das Transportmedium für Nährstoffe und Mineralien, die die Pflanze für ihr Wachstum braucht. Über den Vorgang der Osmose wird Wasser samt der darin gelösten Nährstoffe aus dem Growmedium angesaugt und durch die Pflanze transportiert. Die Nährstoffe werden in den Zellen verarbeitet und anschließend verdunstet das Wasser über die Spaltöffnungen der Blätter.

Ein typischer Anfängerfehler ist es, der Pflanze zu viel oder zu wenig Wasser zu geben. Gerade wenn man nie wirklich mit Zimmerpflanzen zu tun hatte und zum ersten Mal growt, fehlt einem die Erfahrung beim Gießen. Bekommt die Pflanze nicht genug Wasser, kann sie nicht ausreichend Nährstoffe aufnehmen. Es bilden sich dadurch Nährstoffmängel. Die Cannabispflanze benötigt außerdem für die chemischen Vorgänge (etwa die Photosynthese) ausreichend Wasser in den Zellen. Wird zu wenig gegossen, wird der gesamte Stoffwechsel gebremst und das Wachstum stark gehemmt. Die Pflanze droht von innen auszutrocknen. Zu viel Wasser ist aber genauso schädlich. Ist der Boden zu sehr durchwässert, kann Wurzelfäule entstehen, die gerade von Anfängern meist nicht erkannt wird. Zudem steigt die Schimmelgefahr immens, da sich Pilze in feuchten Umgebungen ohne viel Bewegung rasend schnell ausbreiten können. Hinzu kommt, dass die Wurzeln bei zu viel Feuchtigkeit nicht genug Sauerstoff bekommen und absterben können.

Damit die Cannabispflanze prächtig wachsen und gedeihen kann, muss also bei der Bewässerung ein gesundes Mittelmaß gefunden werden. Auch bedacht werden muss, dass die Zusammensetzung des Wassers auch eine wichtige Rolle spielt. Im Idealfall hat Gießwasser für Cannabis einen neutralen pH-Wert von circa 7, einen EC-Wert von 0,2 bis 0,4 und eine Zimmertemperatur von 22 bis 24 °C. Damit kann es den pH-Wert des Bodens nicht kaputt machen und die Pflanze nicht übersalzen. Gleichzeitig ist es damit perfekt geeignet, um Dünger anzumischen.

 
Es wäre zu schön, wenn man ganz unkompliziert das Wasser aus dem Hahn nehmen und damit die Cannabispflanze gießen könnte. Leider ist es aber nicht ganz so einfach. Leitungswasser enthält Kleinstmengen an Salzen, Mineralien und Chemikalien, die zwar für den menschlichen Organismus keine Gefahr darstellen, aber der Cannabispflanze schaden können. Das größte Problem ist der Kalk im Wasser, der das Substrat versalzen kann. Zu viel Salz kann die Wasseraufnahme der Pflanze bremsen. Ab einer bestimmten Salz-Konzentration droht die Umkehrosmose und der Boden beginnt, Wasser aus der Pflanze zu saugen. Ohne Gegenmaßnahmen trocknet die Pflanze rasant aus und stirbt einen schnellen Tod. Je nach Gegend kann der Kalkgehalt im Leitungswasser sehr hoch sein. Kalk ist nichts anderes als ein Salz und muss herausgefiltert werden. Bei hartem, also sehr kalkhaltigem Leitungswasser macht es Sinn, etwa fünfzig Euro in ein EC-Meter zu investieren, um den Salzgehalt des Leitungswassers im Blick zu behalten. Ist der EC-Wert des Leitungswassers nur leicht erhöht, ist eine Filterkanne von der Firma Brita die einfachste Lösung. Diese kann den EC-Wert um 0,15 bis 0,3 senken. Bei EC-Werten über 0,7 kann nur eine Umkehrosmose-Anlage dabei helfen, die Salze aus dem Leitungswasser zu filtern.

 
Im Gegensatz zu Leitungswasser ist Regenwasser schon etwas besser zum Gießen geeignet, da es nahezu keine Salze enthält. Doch es enthält auch nahezu keine Mineralien. Problematisch wird dies beim Anmischen von Dünger, da die Dünger-Lösungen vom Salz- und Mineraliengehalt her auf Leitungswasser abgestimmt sind. Beim Gießen mit reinem Regenwasser entstehen deshalb oft Calcium- oder Magnesiummängel in der Pflanze. Eine häufige Lösung ist das Mischen von Leitungs- und Regenwasser, sodass man am Ende einen EC-Wert von 0,2 bis 0,4 herausbekommt. So erhält die Pflanze genug Mineralien und der Boden kann auch nicht versalzen. Wichtig dabei ist es, kaltes Wasser aus dem Hahn zu nehmen, da warmes Wasser in der Heizanlage mehr Mineralien aufnehmen und den EC-Wert dadurch erhöhen kann. Zusätzlich sollte das Leitungswasser vor dem Mischen und der Messung über Nacht in offenen Eimern „lüften“, sodass sich die unerwünschten Chloride verflüchtigen können. Die Eimer dürfen nicht aus Metall sein, da sonst Mineralien aus dem Metall in das Wasser diffundieren können.

 

...wir wollen aber an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, denn in unserem druckfrischen Magazin Highway 02/2017 findet man den vollständigen Artikel zur optimalen Bewässerung von Cannabis. Weiter geht es mit diesen Punkten:

 

  • die passende Gießmenge

  • Wassermangel

  • Überwässerung

  • Gieß-Häufigkeit

  • verschiedene Methoden des Gießens

  • Wasserverbrauch

  • Wasseraufnahme verschiedener Grow-Medien

 

Highway – Das Cannabismagazin ist für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

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