Highway

Heute Mittag war es soweit: Das Gesetz zu Cannabis als Medizin wurde vom Deutschen Bundestag einstimmig angenommen!

 

Das Wichtigste zuerst: Die Ausnahmegenehmigung wird hinfällig, Ärzte dürfen nun Cannabis als Medizin verschreiben. Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen wird allerdings nur gewährleistet, wenn Cannabis als Medizin von Kassenärzten verschrieben wird. Das Gesetz wird ab aller Vorraussicht nach im März oder April 2017 in Kraft treten.

 

Die Fakten:

 

- Das neue Cannabis-Gesetz wird im März oder April 2017 in Kraft treten.

 

- Es gibt keine Ausnahmegenehmigung zum Cannabiskonsum mehr. Jeder, der bislang eine der knapp über Tausend erteilten Ausnahmegenehmigungen besitzt, kann jedoch davon ausgehen, dass ihm weiterhin das Recht erteilt wird, Cannabis zu konsumieren.

 

- Im Gegenteil gibt es sogar Vorteile für die Patienten, die bislang eine Ausnahmegenehmigung zum Erwerb und Konsum von Cannabis hatten: Denn bislang zahlten die Krankenkassen die Medikamente nicht, nun sind sie dazu aber verpflichtet.

 

- Die Krankenkassen dürfen eine Kostenübernahme nur in begründeten Ausnahmefällen verweigern – dies gilt natürlich nur für Menschen, die aufgrund einer „schwerwiegenden Erkrankung“ tatsächliche medizinisch auf den Einsatz von Cannabis angewiesen sind.

 

- Was eine „schwerwiegenden Erkrankung“ und damit Grundvoraussetzung für eine Kostenerstattung von Cannabis außerhalb einer gegebenfalls vorhandenen Indikation ist, ist noch unklar.

 

- Auch gibt es eine weitere wichtige Änderung im Gegensatz zur bisherigen Regelung zur Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum Erwerb von Cannabis: Die Gesundheitsstaatssekretärin Ingrid Fischbach (CDU) erklärte dazu, dass Schwerkranke nicht austherapiert sein müssen, bevor ein Arzt Cannabis verschreibt. Der Arzt könne entscheiden, wann er den Schritt für notwendig erachtet.

 

- In Ausnahmefällen sollen Patienten auch Anspruch auf im Ausland zugelassene THC-Fertigarzneimittel (etwa Dronabinol oder Nabilon) statt auf natürliche Cannabisprodukte erhalten.

 

- Cannabis verschreiben darf zwar jeder Arzt, eine Kostenübernahme ist aber nur nach Überprüfung durch einen Kassenarzt möglich.

 

- Ein Rezept vom Arzt schützt die Konsumenten vor Anzeige wegen illegalem Cannabisbesitz.

 

- Ein Eigenanbau für Patienten (und auch für sonst niemanden) ist nicht vorgesehen. Die Bundesregierung vertritt die Ansicht, das ansonsten ein unkontrollierbares Produkt entstehen würde, das mit den Qualitätsansprüchen von Apotheken-Cannabis nicht vereinbar wäre.

 

- Die Versorgung Deutschlands mit Cannabisblüten soll durch einen staatlich kontrollierten Anbau in Deutschland durch die sogenannte „Cannabisagentur“ erfolgen. Bis dies in die Wege geleitet wurde, soll der Vertrieb von Apotheken-Cannabis durch Importe gedeckt werden. Die Einrichtung dieser Cannabisagentur soll durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) umgesetzt werden.

 

- Zusammen mit der Gesetzesänderung im März, wird es eine umfangreiche Begleitstudie zum Thema Cannabis als Medizin geben. Dazu übermitteln die Ärzte Daten zu Diagnose, Therapie, Dosis und Nebenwirkungen anonymisiert an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

 

- Im Palliativbereich muss ein Antrag auf medizinisches Cannabis laut dem heute verabschiedeten Gesetz innerhalb von drei Tagen zugelassen werden.

 

- Frank Tempel (Die Linke) forderte, im Zusammenhang mit der Cannabis-Medizin nun auch die Führerscheinpraxis zu überprüfen, da Cannabispatienten Gefahr liefen, bei Polizeikontrollen ihre Fahrerlaubnis zu verlieren.

 

- Eine generelle Legalisierung von Cannabis wird von der Bundesregierung weiterhin abgelehnt.

 

Weiterführende Links:

Spiegel.de – Bundestag lässt Cannabis auf Rezept zu

Sueddeutsche.de – Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Bundestag.de – Informationen und Link zum heute verabschiedeten Cannabis-Gesetz

AlternativeDrogenpolitik.de – Fragen und Antworten zum Cannabis als Medizin-Gesetz

 

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Begnadigungen für Marihuana und Haschisch – aber auch fürs Whisteblowen. Barack Obama zeigte sich an seinen letzten Arbeitstagen gnädig und haut eine Begnadigung nach der nächsten raus. Nicht nur die bereits verurteilte Transgender-Whistleblowerin Chelsea Manning wurde vom scheidenden US-Präsidenten begnadigt: Laut „Hightimes“ begnadigte Obama vorgestern insgesamt 64 Personen und verschaffte 209 weiteren Leuten einen ordentlichen Strafnachlass.

 

Insgesamt sind während seiner Amtszeit 1.597 Gefängnisinsassen von ihm begnadigt worden oder erhielten zumindest Strafrabatte. Bei sehr vielen von ihnen handelt es sich um nicht gewalttätige Drogenhändler aus dem Cannabis-Sektor. Wir sagen dazu: Besser als nichts!

Die verbotene Ware möglichst schnell und unauffällig vernichten oder zumindest loswerden: Hat man gerade zufälligerweise einen ordentlichen Batzen Weed am Mann und bereits die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter auf sich gezogen, ist das natürlich ein naheliegender Gedanke. Und was, wenn man gerade bei voller Fahrt über den Highway heizt? Umso besser, mögen sich die Delinquenten an dieser Stelle gedacht haben, schließlich bringt man auf diese Weise ganz schnell kilometerweise Abstand zwischen sich und die brisanten Pakete. Dumm nur (aber auch durchaus zu erwarten), ist die Tatsache, dass der ganze Vorgang durch die eingebaute Kamera des Polizeiwagens festgehalten wurde... zu sehen im untenstehenden Video:

Cannabis sollte auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz schnellstens legalisiert werden – mindestens für medizinische Zwecke. Morgen wird es im deutschen Bundestag eine Abstimmung zu Cannabis als Medizin geben. Ab dem frühen Nachmittag werden wir euch direkt hier auf unserer Website über diese Cannabis-Entscheidung informieren.

 

In den USA ist Cannabis schon in einigen Bundesstaaten legalisiert, medizinisches Cannabis steht sogar grob der Hälfte der Bevölkerung zur Verfügung. Dies führt nicht nur zu schönen Gefühlen und Erlebnissen, sondern auch zu schönen Statistiken:

 

Forscher der Universität von Iowa untersuchten den Cannabiskonsum der über 50-jährigen Amerikaner. Dabei kam heraus, dass während im Jahr 2000 bloß ein Prozent der über 50-Jährigen Marihuana und Haschisch konsumierte, waren 2012 bereits 3,9 Prozent der älteren Semester Cannabiskonsumenten. Eine Umfrage des „National survey of drug use and health“ ergab, dass sogar 5 Prozent der Ü50-Generation Cannabis konsumieren würden.

 

Dass die aktuelle Generation der Menschen über 50 Jahren sozusagen schon von Haus aus eine lockerere Einstellung zu Hasch und Marihuana hat (etwa durch die Hippiezeit), soll aber nicht der einzige Grund für den großen Zuwachs an Cannabisfreunden unter älteren Menschen sein. Da Cannabis in Amerika als Medizin für die verschiedensten Einsatzzwecke anerkannt ist, sollen über 10 Prozent der Konsumenten Cannabis auf ärztlichen Rat nutzen. Über die Hälfte der älteren Menschen nutzen Marihuana und Haschisch hingegen ausschließlich zur Entspannung. Die meisten der Cannabiskonsumenten über 50 Jahren gebrauchen Cannabis übrigens nicht öfter als jeden zehnten Tag.

Vielleicht kennt ihr ja auch die kleinen oder auch mal größeren Unstimmigkeiten mit eurem Partner, wenn es um das Thema Cannabis geht. Da hängt der Haussegen ganz schnell schief, sollte Schatzi dem Cannabis-Konsum weniger wohlwollend gegenüber stehen als man selbst. Hollywood-Superstar Liam Hemsworth ist jemand, dem diese Problematik gänzlich fremd sein sollte, zumindest mit seiner aktuellen Freundin. Bei dieser handelt es sich nämlich um niemand geringeren als Pop-Star und Cannabis-Enthusiastin Miley Cyrus, die aus ihrer Neigung bekanntlich keinen Hehl macht und auch gerne mal einen Joint auf der Bühne raucht. Wenn überhaupt gibt es in dem Haushalt der beiden auch nur Probleme in die andere Richtung – vergangenes Jahr beschwerte sich Liam öffentlich darüber, dass Miley zu viel Cannabis raucht.

 

instagram.com/elsapatakyconfidential

 

Doch wirklich etwas gegen Cannabis kann er nicht haben, denn nun empfiehlt sich Cyrus endgültig als „Kifferfreundin des Jahres“: Anlässlich des 27. Geburtstages ihres Liebsten hat sie es sich nicht nehmen lassen, eine rauschende Party unter dem Motto „Weed & Hip-Hop“ zu schmeißen, die vielen Cannabisliebhabern die Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Von Geschenktaschen gefüllt mit Weed und Edibles aus Snoop Doggs „Merry Jane“-Sortiment über eine Joint-Bar mit Gratis-Tüten bis hin zur überdimensionalen Pizza für den Fresskick gab es alles, was das Kifferherz begehrt. Liam, du Glückspilz – Miley solltest du dir warmhalten…

Die sechs Angreifer waren als Polizisten verkleidet, setzten Störsender ein und schossen mit einer Schrotflinte auf die beiden Aufpasser einer Cannabisplantage mit knapp 10.000 Cannabispflanzen in Altstätten in der Schweiz: Wie wir berichteten, überfielen am 6. Februar 2015 sechs Männer im Alter zwischen 22 und 39 Jahren eine ebenso professionelle wie illegale Cannabisplantage – der ursprüngliche Plan sah vor, die Wachen zu fesseln, was auch geschah, und Geld und Gras von ihnen zu verlangen. Als die Angreifer aber bemerkten, dass einer der beiden Angeschossenen mit dem Tod kämpfte, zogen sie sich ohne Beute zurück und alarmierten den Notarzt.

 

Daraufhin ermittelte die Polizei sowohl wegen des Überfalls als auch wegen der riesigen Cannabisplantage. Nach der Tat gab es 28 Verhaftungen und 38 Hausdurchsuchungen. Auch wurden sechs weitere Anlagen zur Produktion von Cannabis ausgehoben. Die vier Hauptbetreiber der Riesenplantage mussten sich bislang noch nicht vor Gericht verantworten, sind aber bereits angeklagt. Drei Arbeiter der Plantage, unter anderem die Wache, die lebensgefährlich verletzt wurde, sind bereits verurteilt worden.

 

Am Montag startet nun nach fast zwei Jahren der Prozess gegen die sechs Beteiligten, die den Überfall ausgeübt haben. Diese müssen sich unter anderem wegen Raub, Freiheitsberaubung und mehrfach versuchter Körperverletzung verantworten. Unter den Angeklagten ist auch einer der Haupttäter des spektakulären Postraubs in Zürich aus dem Jahr 1997. Dieser ist wohl auch der Schütze der Schrotflinte.

 

Der Prozess ist auf sechs Tage angelegt, wir berichten hier an dieser Stelle, wenn die Urteile verkündet wurden.

Dieser Artikel wird erweitert und wird in einer unserer zukünftigen Print-Ausgaben erscheinen. Wir bitten um Verständnis.

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Anfang des Monats berichteten wir von dem kleinen Scherz, der zum Jahreswechsel die gesamte Cannabis-Welt (und auch darüber hinaus) verzückte: Der weltberühmte Hollywood-Schriftzug wurde in der Nacht zum 1. Januar 2017 von einem großen Cannabis-Fan von Hollywood in Hollyweed umgeändert. Dass Weed nicht nur in Amerika für Marihuana steht, müssen wir unseren Lesern dabei wohl nicht mehr erklären.

 

Jetzt gibt es zwei neue Erkenntnisse im Hollyweed-Vorfall: Und zwar bekannte sich der Verursacher dieser Aktion – es war der 30-jährige Zachary Cole Fernandez, der das „WOOD“ mithilfe einiger Plastikfolien in „WEED“ umänderte. Er erschien in Begleitung seines Anwalts auf dem Polizeirevier. Am 15 Februar muss Zach Fernandez nun vor Gericht erscheinen und sich dort vermutlich zunächst wegen unerlaubtem Betreten fremder Grundstücke rechtfertigen. Als Gründe für seine Tat gab Fernandez an, etwas Positives in die Welt bringen und an die praktisch gleiche Aktion des Kunststudenten Daniel Finegood aus dem Jahr 1976 erinnern zu wollen.

 

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Unterm Strich wird sich diese Weed-Aktion für ihn aber gelohnt haben – denn die Strafe wird nicht all zu hoch ausfallen. Die Belohnung hingegen schon: Nicht nur, dass Cannabis-Schwergewicht Tommy Chong den jungen Mann zum Weed rauchen eingeladen hat, was schon Belohnung genug wäre, nein, außerdem schenkte Chong dem Hollyweed-Guy auch noch ein Pfund Marihuana. Na wenn sich der Ausflug mal nicht gelohnt hat...