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15 Monate Haft für einen 24-jährigen Flensburger Polizisten – und das für eine Cannabisplantage, die es nie gab! Vor wenigen Tagen machte erst die „kiffende Polizistin“ von sich reden (wir berichteten), nun stand ein junger Polizist aus Flensburg vor Gericht. Allerdings war er im Unterschied zu seiner ehemaligen Kollegin nicht Kläger, sondern Angeklagter. Ihm wurde vorgeworfen, an der Planung einer Cannabiszucht beteiligt gewesen zu sein, wiedie „Augsburger Allgemeine“ heute berichtete.

 

Bemerkenswert ist nicht nur der Umstand, dass ein Polizist verdächtigt wurde, sondern dass es in dem Verfahren um eine nicht-existente, da bloß geplante Cannabisplantage ging. Ebenfalls beachtlich das Strafmaß: Ein Jahr und drei Monate Haft für den jungen Polizisten. Diese sehr harte Strafe für eine Plantage, die es niemals wirklich gab, hat er auch dem Umstand zu verdanken, dass er seine Tat als Polizist geplant hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

Der 24-Jährige Polizist soll die Anzucht gemeinsam mit einem 35-Jährigen Polizei-Kollegen und einem 25-Jährigen Bekannten geplant haben. Der 25-Jährige wurde bereits vor drei Jahren mit 50 Cannabissamen sowie Growzubehör erwischt. Zudem sind Unterlagen beschlagnahmt worden, die eine Beteiligung der beiden Polizisten bewiesen haben. Auch soll aus diesen Beweisen hervorgehen, dass die drei Männer mit fünfstelligen Umsätzen kalkuliert haben. Die Verfahren gegen die beiden anderen Verdächtigen laufen noch.

Bei Maui Waui (oder auch Maui Wowie geschrieben) handelt es sich um eine Grassorte, die wahrlich Kultstatus genießt. Wie der Name bereits verrät, stammt diese Pflanze ursprünglich von der Insel Hawaii und wird am besten auch in diesen Breitengraden angebaut. Aber auch unter Kunstlicht kann diese Sorte auf Erde gut angebaut werden. Bei Maui Waui handelt es sich um eine Sativa, die eine ganz eigene Wirkung vorweist und wirklich für ein energiereiches High sorgt, das keinesfalls ans Sofa fesselt. In Amerika ist diese Sorte schon seit den 1970ern ein Begriff, in Deutschland wurde sie erstmals durch den Film Half Baked (den wir hier auf der Website auch vorgestellt haben) einem breiteren Publikum bekannt.

 

 

 

Fotos: flickr.com/nickel_bag_of-funk

Der Umsatz der legalen amerikanischen Cannabisindustrie lag im letzten Jahr bei etwa 13 Milliarden Dollar. Auf die Verkäufe von legalem Weed entfielen davon grob 4 Milliarden Dollar. Bereits im Jahr 2020 sollen sich bei einer weiterhin Cannabis-freundlichen Entwicklung die Umsätze der Industrie zwischen einem Jahresumsatz von 25 und 44 Milliarden Dollar einpendeln, wie „Yahoo! Finance“ berichtet.

 

Diese Zahlen beziehen sich allerdings nicht nur auf die Verkäufe von medizinischem Cannabis und Freizeit-Marihuana (sowie alle Weiterverarbeitungsformen wie Konzentrate oder Lebensmittel), sondern auch auf die anhängigen Geschäfte wie etwa Hersteller von Growzubehör und dergleichen. Dafür seien allerdings für jeden umgesetzten Marihuana-Dollar noch weitere drei Dollar zu berechnen, die auf anderen Wegen in die amerikanische Wirtschaft gelangen würden. Welche Wirtschaftszweige dies sind, wird nicht genauer aufgeschlüsselt, wir tippen allerdings unter anderem auf Süßigkeitengeschäfte, Kinos und Taxiunternehmen.

Unglaublich! Ein Schuldirektor am Siebold-Gymnasium in Würzburg bekam Hinweise, dass an seiner Schule mit Marihuana gedealt und dieses auch konsumiert werden würde. Was würde ein gescheiter Schuldirektor da machen? Wissen wir auch nicht, aber Schulleiter Rapp kam jedenfalls auf die äußerst merkwürdige Idee, allen Schülerinnen und Schülern, die einen Mitschüler verpfeifen, einen glatten Hunni anzubieten – von seinem privaten Geld.

 

Hundert Euro sind viel Geld, da kann man schon eine Menge Gras von kaufen, also wurden natürlich auch direkt ein paar Mitschüler angeschwärzt. Wie die „Mainpost“ berichtete, soll die 100-Euro-Prämie auch einmal gezahlt worden sein – dem verpetzten Schüler konnte allerdings nichts nachgewiesen werden.

 

Das Vorgehen des Direktors ist wohl juristisch nicht zu beanstanden. Die Polizei möchte es „nicht bewerten“, wie bei „mainpost.de“ zu erfahren ist. Im Leserforum der Website wird der Schuldirektor für seine Idee scharf angegangen: Kinder zum Denunziantentum anzustiften, scheint den meisten Menschen dann doch immer noch nicht in den Kram zu passen.

 

Aber wie so oft in den letzten Jahren ist auch die Verteuflung von Cannabis wieder großes Diskussionsthema im Kommentarbereich der Website. Erfreulicherweise ist immer häufiger eine große Mehrheit der Diskutanten unter den verschiedensten Online-Nachrichtenseiten für Lockerungen oder Legalisierungen von Marihuana und Haschisch, kommentiert in diesem Sinn und geht geduldig auf die Gegenstimmen ein. Dass die Cannabis-Gegner online einmal in der Mehrzahl sind, kommt in den letzten Jahren kaum noch vor.

Sehr hohe Zahlen bezüglich Cannabiskonsum unter den 14- bis 17-jährigen Österreicherinnen und Österreichern vermeldet die im Rahmen der Jugendtage 2016 am Campus Linz vorgestellte SEYLA-Studie. Für diese wurden 5.985 Schülerinnen und Schüler befragt, von denen 83 % angaben, schon mindestens einmal mit Cannabis in Berührung gekommen zu sein. 12 % gaben zudem an, schon einmal Beruhigungsmittel eingenommen zu haben, wie beim „Volksblatt“ zu erfahren ist.

 

Diese Zahlen sind sehr hoch und zeigen eigentlich auf, dass die Prohibition eindeutig gescheitert ist. Es ist davon auszugehen, dass die Zahlen bei einer Legalisierung (die natürlich mit einer Alterskontrolle einhergehen würde) kaum höher liegen könnten. Gestern berichteten wir bereits über die verzweifelten Versuche eines Schuldirektors aus Deutschland, der mit Kopfgeldprämien auf die Jagd nach Cannabiskonsumenten geht.

Je nach Region wird man durch Cannabisanbau ganz automatisch zum Outlaw. Aber mit dieser Sorte von Dutch Passion kann man auch in legalen Anbaugebieten den Outlaw zum Vorschein bringen. Die Elternpflanzen sind die Strains Super Haze und Amnesia. Das macht auch Outlaw zu einer potenten Pflanze mit starken Sativa-Anteilen und einem ordentlichen High. Geschmacklich sind die Vorfahren ebenfalls noch vertreten, hinzu kommt eine Note von Zitrusfrüchten. Der Anbau gelingt am besten in Hydrokultur. Die Blütezeit liegt bei etwa 12 Wochen. Outlaw ist eine klare Indoor-Pflanze. Für den Außenanbau ist der Strain weniger geeignet, wenn sollten die Pflanzen zumindest von einem Gewächshaus geschützt werden. 

 

 

Fotos von: www.dutchpassion.nl/de/

Gleich zwei Plantagen sind dieses Wochenende in Deutschland wegen ärgerlicher Begebenheiten aufgeflogen: In Hamburg-Eimsbüttel hat ein Herrchen seinem Hund zu verdanken, dass die Polizei seine Cannabispflanzen beschlagnahmte. Die Beamten wollten ein entlaufenes Tier einfangen, als sich von einem Balkon ein 27-Jähriger als Besitzer vorstellte. Als die Polizisten den Hund zur Tür brachten, schlug ihnen Marihuanageruch entgegen, sodass sie einmal genau nachschauten und auf 37 Pflanzen stießen, wie „Focus Online“ berichtet.

 

In Berlin waren es Brummgeräusche, die die Polizei zu einer Plantage führten. Die müssen recht laut gewesen sein, denn erstens benachrichtigten Nachbarn um sechs Uhr morgens die Polizei, da sie wegen der Geräusche nicht schlafen konnten und außerdem gehörten zu den Geräuschen gleich 400 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Stadien. Das Brummgeräusch wurde durch die Belüftung verursacht. Ein 24-Jähriger ist tatverdächtig, wie die „Berliner Zeitung“ meldet.

Gras ist in Österreich wie in den meisten Ländern verboten. Die Produktion von Marihuana daher folgerichtig auch. Allerdings sind Samen und Stecklinge und auch der Vertrieb von diesen erlaubt. Einer der Vorreiter in Sachen Cannabis in Österreich ist zweifelsohne Alexander Kristen mit seinem Unternehmen Flowery Field, das legale Stecklinge verkauft und demnächst die fünfte Filiale eröffnen wird.

 

Wie in einem Artikel auf „derStandard.at“ ausführlich dargelegt wird, würde Kristen aber gerne auch im Auftrag der staatlichen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Cannabis anbauen. Diese dem Gesundheitsministerium unterstellte Agentur benötigt durchschnittlich 90 Kilo pro Jahr, baut ihr Marihuana aber lieber selbst an. Und der Exklusivabnehmer Bionorica, ein deutsches Pharma-Unternehmen mit Forschungsbereich in Innsbruck, erwirtschaftet mit diesem Marihuana Einnahmen. Dadurch, dass private Gewinne anfallen, verliere das staatliche Cannabismonopol seine Berechtigung, so Kristen. In einer Beschwerde an die Bundeswettbewerbsbehörde heißt es, die AGES könne problemlos einen Wettbewerb auf dem Markt des Cannabisanbaus für die Herstellung von Arzneimitteln verhindern und frei über Mengen und Preise verfügen. Daher wandte sich die Flowery Field GmbH nun an den Verfassungsgerichtshof, um gegen das staatliche Marihuana-Monopol vorzugehen, und beantragte die Prüfung der Suchtmittelgesetz-Paragrafen, auf denen es basiert.

 

Weiterführende Informationen findet ihr auf www.derStandard.at

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