Highway

Auch in der Schweiz weiß man, dass sich das vorherrschende Cannabis-Verbot nicht durchsetzen lässt und sich niemand dadurch vom Kiffen abhalten lässt. Daher sucht man dort nach neuen Wegen, um mit Cannabis umzugehen. Die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet heute, dass sich nächste Woche städtische Vertreter aus Basel, Bern, Genf, Zürich und Winterthur treffen, um eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu erwirken. Vorgesehen sind Modellprojekte mit etwa Tausend Teilnehmern.

 

Wer jetzt Bilder von Coffeeshop-Szenen vor Augen hat, liegt allerdings falsch. Die Teilnehmer sollen in vier Gruppen (Selbstmedikation, unproblematischer Konsum, problematischer Konsum, Minderjährige) eingeteilt und auch überwacht werden. Die Städte durchstöbern das Betäubungsmittelgesetz derzeit nach Schlupflöchern, um die Idee verwirklichen zu können. Wo die Ausgaben stattfinden sollen, wird nächste Woche geklärt. Der Antrag soll im Sommer eingereicht werden. Ob es allerdings tatsächlich so weit kommt, muss unter anderem noch vom Bundesamt für Gesundheit entschieden werden.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr auf der Website der NZZ.

Aus heiterem Himmel wurden von Facebook drei der fünf Facebook-Accounts von medizinischen Ausgabestellen („Dispensaries“) im amerikanischen Bundesstaat News Jersey geschlossen, vermeldet nj.com. Bislang kam es gelegentlich schon vereinzelt zu Schließungen von Facebook-Accounts von Cannabis-Ausgabestellen. Facebook spricht davon, dass im Fall der Dispensaries aus New Jersey die Facebook-Grundsätze verletzt worden seien. Die Eigentümer der geschlossenen Accounts bekamen eine Meldung, dass Facebook jede Werbung für Drogengebrauch unterbinde.

 

Obwohl alle betroffenen Dispensaries auch über Websites verfügen, ist es dennoch ärgerlich, da auf den Websites das Angebot der Ausgabestellen aufgrund der geltenden Gesetze ebenfalls nicht beworben werden darf. Daher informieren die Dispensaries bisher hauptsächlich über ihre Facebookseiten. Noch einmal zusätzlich dürfte die Betreiber der geschlossenen Accounts treffen, dass die Konkurrenz weiterhin auf Facebook aktiv sein darf.

Immerhin: Auch wenn Krankenkassen in Deutschland bislang nicht grundsätzlich verpflichtet werden können, die Kosten für eine Behandlung mit Cannabis zu übernehmen, liegt nun eine interessante Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund vor: Krankenkassen sind verpflichtet, die Kosten für Cannabisblüten zur Schmerztherapie zu tragen, wenn sie über einen entsprechenden Leistungsantrag des Versicherten verspätet entscheiden. So heißt es in der gestrigen Pressemitteilung der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Im konkreten Fall ging es um einen Schmerzpatienten aus Witten, der über eine betäubungsmittelrechtliche Sondergenehmigung zum Erwerb von Medizinal-Cannabisblüten verfügt. Der Antrag auf eine Kostenübernahme durch seine Krankenkasse Barmer GEK wurde mit der Begründung abgelehnt, bei Marihuana handele es sich weder um Arzneimittel noch um eine Rezepturvorbereitung. Auch stünden weitere wirksame Medikamente zur Verfügung.

 

Nun verurteilte das Sozialgericht Dortmund allerdings die Barmer GEK, die anfallenden Kosten für den Bedarf von monatlich 56 Gramm Cannabisblüten des Klägers zu übernehmen. Begründet wurde dies allerdings leider nicht etwa durch die plötzliche Erkenntnis, Cannabis sei ein ausgezeichnetes Medikament, sondern mit deutscher Gründlichkeit: Die Barmer GEK habe die gesetzliche 5-Wochenfrist des § 13 Abs. 3a SGB V zur Entscheidung über den Leistungsantrag des Klägers nicht eingehalten und ihn nicht über die Gründe hierfür rechtzeitig schriftlich informiert. Damit trete eine Genehmigungsfiktion ein, unabhängig davon, ob die Krankenkasse tatsächlich leistungspflichtig sei.

 

In den letzten Wochen ist Cannabis auf Rezept wieder ein deutliches Thema in der deutschen Öffentlichkeit geworden. So veröffentlichte gestern etwa Heike Le Ker auf „Spiegel Online“ einen vieldiskutierten Kommentar zu dieser Thematik.

Artist: Carl Murphy

Titel: Lick I Pipe

Genre: Reggae

Jahr: 1971

 

Prägnante Line: I man a go lick I pipe

 

Entspannte Klänge aus Jamaika, die bald schon 50 Jahre auf dem Buckel haben. Der legendäre Carl Murphy brachte bereits 1971 zusammen mit den Impact All Stars diesen Ganja-Tune unters Volk. Interessenten, die das Lied bei einer schönen Pfeife über die heimische Anlage hören möchten, beziehen das Lied am besten zusammen mit dem Trojan Ganja Reggae Box Set. Auf dieser Zusammenstellung gibt es 50 Tracks von unter anderem Max Romeo, Horace Andy oder Barrington Levy. Hier ein kleine Auswahl der Titel des Sets, damit ihr wisst, was euch inhaltlich erwartet: Sensi Man, Collie Weed, Marijuana in My Brain, Ganja Baby, Marijuana in My Soul, Free the Weed, Feeling High, Ganja Plane...

Erst gestern haben wir über den Gras-Opa (69) aus Bonn berichtet, der mit seinen beiden Enkelinnen kiloweise Gras vertickte – heute können wir von einem Mutter-Tochter-Gespann aus Österreich berichten, das jahrelang mit Marihuana in nicht unerheblichen Mengen gehandelt haben soll.

 

Die 51-jährige Mutter unterhielt mit ihrer 22 Jahre alten Tochter auf einem Bauernhof im Bezirk Berg (Oberösterreich) jahrelang drei Indoor-Anlagen zur Cannabisaufzucht. Auch der Innenhof des Bauernhofs wurde eigens zu diesem Zweck umgebaut. Nun gibt es für die beiden Gefängnis statt Bauernhof. Am Dienstag wurden sie in Linz für den Anbau und Verkauf von einigen Kilogramm Cannabis verurteilt: Der ORF berichtet von neun angebauten und sechs verkauften Kilo, „Nachrichten.at“ meldet sogar 18 Kilo angebautes Marihuana, wovon die Hälfte verkauft worden sein soll. Die Staatsanwaltschaft warf den beiden sogar noch größere Mengen vor.

 

Mutter und Tochter sind geständig und gaben an, mit dem Anbau und Handel ihren Lebensunterhalt bestritten zu haben. Die Mutter wurde zu zwölf Monaten unbedingter und weiteren 24 Monaten bedingter Haft verurteilt, die Tochter zu zehn Monaten unbedingter und 20 Monaten bedingter Haft.

Augenscheinlich nach einer der berühmtesten Waffen der Welt benannt, hat es auch die Grassorte AK-47 (oder AK47) zu beachtlicher Verbreitung gebracht. Den Namen verdankt die Sorte ihren Qualitäten als schnellem Ausschalter – sei es von Schmerzen oder aber auch von unvorsichtigen Coffeeshop-Besuchern in den Niederlanden. Zu den Vorfahren der AK-47 zählen klassische Afghani-, Thai-, Columbian- und Mexican-Strains. Diese Hybrid-Sorte (65 % Sativa, 35 % Indica) wurde im Jahr 1992 von der niederländischen Samenbank Serious Seeds entwickelt und ruft einen vornehmlich Sativa-lastigen Zustand hervor. Diese Sorte sowie zahlreiche Varianten sind aber auch von vielen anderen Samenbanken erhältlich.

 Relativ einfach zu growen, erreicht AK-47 eine durchschnittliche Höhe und blüht nach grob 60 Tagen. Der CBD-Gehalt liegt zwischen 0 und 2 Prozent. Mit einem THC-Gehalt um die 20 Prozent ist AK-47 ein wahres „One-Hit-Wonder“. Der hohe THC-Anteil und das beim Rauchen zum Tragen kommende fruchtige Aroma sind zwei Gründe für die weltweite Beliebtheit. Insgesamt konnte diese Sorte schon zwanzig verschiedene Preise einheimsen, etwa den dritten Platz für Hybride beim Amsterdamer Cannabis Cup 2011. Bei AK-47 handelt es sich um eine klassische Indoor-Sorte, die aber theoretisch auch draußen angebaut werden kann und dort im Laufe des Oktobers fertig werden müsste.

 

 

Weitere, ausführlichere Sortenportraits findest du in der aktuellen Ausgabe von Highway: Für nur 2,60 Euro an jedem gut sortierten Kiosk oder für 1,89 Euro als E-Paper erhältlich.

Als der Zugriff erfolgte, fand die Polizei 22 Kilogramm Gras und 215.000 Euro bei dem mittelständischen Familienunternehmen: Bereits im Sommer 2015 wurden im Bonner Umkreis fünf Personen in diesem Zusammenhang festgenommen – nun zeigt die Anklage, dass der Fall noch viel größer ist, als bislang öffentlich wurde, wie beim „Express“ zu lesen ist.

 

Inzwischen wurde bekannt, dass hinter den Geschäften ein Dealer-Opa von stolzen 67 Jahren steckte, der sowohl seinen 27 Jahre jüngeren Sohn als aber auch seine beiden Enkelinnen, die erst 16 bzw. 20 Jahre alt sind, in seine Machenschaften verwickelte. Die vier Familienmitglieder müssen sich bald gemeinsam mit einem Komplizen vor dem Landgericht verantworten. Insgesamt wirft ihnen die Staatsanwaltschaft den An- und Verkauf von 190 Kilogramm Gras in gerade einmal drei Monaten der Observation vor. Hinzu kommt noch das beschlagnahmte Weed.

 

Das Marihuana wurde in den Niederlanden besorgt und im Bonner Umkreis an den Mann gebracht. Auch die Enkelinnen des Drahtziehers sollen an den Deals beteiligt gewesen sein. Die 20-Jährige mietete eine 35-Quadratmeter-Wohnung als Bunker an, um das ganze Gras zu deponieren. Großvater und Vater gaben Teilgeständnisse ab. Vater und Komplize sitzen in U-Haft, die anderen Angeklagten sind derzeit auf freiem Fuß.

Vor einigen Monaten ist die Seite graspreis.de online gegangen, inzwischen sind schon einige Graspreise aus Deutschland und Österreich eingereicht worden, sodass nun die Durchschnittswerte angesehen werden können. Wie der ein oder andere sicherlich vermutet hätte, kann man gut sehen, dass im Norden und in der Mitte Deutschlands Cannabisprodukte günstiger sind als im Süden.

 

Gestern wurde bekannt gegeben, dass die Seite nun auch hundertprozentig auf allen Smartphones lauffähig ist. Vor Kurzem wurde auch eine Preisliste, nach Sortennamen sortiert, eingeführt. Diese muss aber noch fleißig von den Usern gefüllt werden.

 

Derzeit sind Fürth, Kassel, Mainz und Zweibrücken traurige Spitzenreiter mit gemeldeten Preisen von 13 Euro pro Gramm. Sparfüchse werden gleich Google Maps aufrufen und nach Heiligenstadt suchen – dort kostet das Gramm Gras angeblich nur 3,75 Euro. Leider ist allerdings nicht vermerkt, welches Heiligenstadt gemeint ist.

 

Graspreisvergleich: www.graspreis.de

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