Highway

Der Darwin-Award prämiert jedes Jahr unabsichtliche Selbsttötungen, die eindeutig zu vermeiden gewesen wären. Gäbe es einen vergleichbaren Award für die sinnlosesten Anzeigen für den Besitz von Cannabis, dann wäre ein heißer Anwärter für dieses Jahr ein 19-Jähriger Student aus dem Schwäbischen, der zu Besuch in München war und der sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen drei Uhr mehr oder weniger selbst anzeigte.

 

Doch eine Viertelstunde zurück: Ein 21-jähriger Münchener wird von zwei Einsatzkräften der Münchener Zivilstreife beobachtet, wie er einen Joint dreht. Also wird der junge Mann angesprochen und zwecks Anzeige in das – ebenfalls zivil getarnte – Einsatzfahrzeug (ein Kleinbus) der beiden Zivilpolizisten gebeten, wie die Polizei Bayern mitteilte.

 

Während also gerade die Personalien aufgenommen werden, schaut der kontaktfreudige 19-Jährige auf Münchenbesuch in den geöffneten Bus und fragt die drei Insassen, ob er sich vielleicht dazugesellen dürfe – er habe zwei Joints dabei und würde diese gerne im Warmen und nicht auf der Straße rauchen... wäre das nicht schön? Die Idee fand aber höchstens einer der drei im Inneren Wartenden interessant und so durfte der 19-Jährige zwar in den Bus einsteigen, allerdings nur um ebenfalls angezeigt zu werden – die Joints hat die Münchener Polizei lieber einkassiert anstatt sie anzuhauen.

Dass man aus Hanfpflanzen allerlei Nützliches herstellen kann, dürfte für Cannabis-Liebhaber nichts neues sein. Von Tauwerk über Kleidung bis hin zu Kosmetikprodukten, die Verarbeitungsmöglichkeiten der Cannabispflanze sind vielfältig und in vielen Fällen ökologisch nachhaltiger als die Nutzung handelsüblicher Industrierohstoffe.

 

Das findet auch Bruce Michael Dietzen aus Florida, ehemaliger Verkaufsmanager beim IT-Konzern Dell: „Cannabis/Hanf wird von der US-Regierung immer noch als gefährliche Droge angesehen – auf einem Level mit Kokain und Heroin. Das ist Wahnsinn!“ Dietzen weiß um die Vorteile der Verarbeitung von Hanf, denn er ist Ingenieur des schnittigen Hanf-Flitzers, der zurzeit in den USA für Gesprächsstoff sorgt. Inspiriert vom weltweit ersten „Hemp Car“, das bereits 1941 von Automobil-Pionier Henry Ford erbaut wurde, verarbeitete Dietzen gewobene Hanffasern aus China, die die Karosserie einerseits besonders leicht, aber gleichzeitig auch sehr widerstandsfähig und robust machen.

 

Hemp Car von Henry Ford

 

Der Tüftler investierte bis jetzt bereits 200.000 Dollar in die Entwicklung des schicken, mit Biokraftstoff betriebenen Sportwagens und sein Engagement und sein handwerkliches Know-how scheinen sich auszuzahlen: Zur Zeit arbeitet er an einer Doku-Serie namens „Hempsters Cannabis Car Tour“, die unter anderem bereits das Interesse von Netflix, iTunes und Amazon wecken konnte.

Heute eröffnet die deutsche Cannabismesse Mary Jane Berlin ihre Pforten. Das ganze Wochenende zeigen verschiedene Aussteller aus der ganzen Welt dem interessierten Publikum ihre Produkte. Am Stand von KD-Germany aus Wetzlar können beispielsweise handgefertigte Aluminium-Pfeifen begutachtet werden.

 

Das Zugpferd der kleinen, aber feinen Produktpalette ist die Pfeife Flash. Diese ist in zwei Größen (Gesamtlänge von 114 bzw. 158 mm) und verschiedenen Farben sowie mit oder ohne Pulverbeschichtung erhältlich. Besonderer Clou der Pfeifen ist das Schraub-Prinzip, mit dem die zuvor unauffälligen Pfeifen in drei Schritten zusammen- bzw. wieder auseinandergebaut werden können.

 

Das Schwergewicht unter den KD-Pfeifen ist aber zweifelsohne der Vulkan, der seinen Namen nicht zu unrecht trägt. Freundlicherweise hat uns KD-Germany einen Vulkan zur Verfügung gestellt, den wir heute über unsere Facebook-Seite verlosen. Dazu müsst ihr einfach nur das Post zu diesem Artikel auf Facebook liken (mehr Infos auf Facebook).

 

Vulkan

 

Beim Vulkan handelt es sich um eine etwas andere Pfeife, denn dieser Koloss wiegt bei einer Gesamthöhe von 140 Millimetern fast fünf Kilogramm – der Durchmesser beträgt 150 Millimeter am Fuß und 110 Millimeter am Deckel. Unter diesem verstecken sich drei Einlegeringe auf einem großen Sieb. Je nach Anzahl (und Kondition) der Raucher können diese eingesetzt oder entnommen werden, um die Auflagefläche zu erhöhen bzw. zu verringern.

 

Der Vulkan ist für bis zu vier Personen konzipiert, die alle über einen eigenen Schlauch am Geschehen teilhaben können. Durch die langen Schläuche kühlt der Rauch zudem auch ab, da der Vulkan doch – ganz wie es sich für eine Pfeife eines solchen Namens gehört – gehörig aufheizt. Wird der Vulkan mit weniger als vier Personen geraucht, können die ungenutzten Schlauchausgänge mit den mitgelieferten Schrauben versiegelt werden.

 

Mehr Informationen zum Vulkan und den Flash-Pfeifen sind auf der Website www.kd-germany.de oder aber auch das ganze Wochenende auf der Mary Jane Berlin an Stand 61 zu bekommen.

 

Der Gewinner des Vulkans wird morgen bei Facebook bekanntgegeben. Eine zusätzliche Chance, einen Vulkan zu gewinnen, gibt es zudem in Highway Ausgabe 03/2016, die ab dem 3. Juni an jedem gut sortierten Kiosk und Head-/Growshop zu finden ist.

Bei Kalashnikova handelt es sich um echtes Mörderzeug – der Name geht aber wohl auch auf die Elternpflanzen zurück, denn Kalashnikova ist eine Kreuzung aus den beiden Weed-Größen AK-47 und White Widow, die auch schon beide im Zuge unserer „Cannabis Checks“ auf unserer Website vorgestellt wurden. Wer jetzt dennoch daran glaubt, nach dem Konsum von Kalashnikova den Dancefloor unsicher machen zu können, dem sei noch mit auf den Weg gegeben, dass es sich um eine 80-prozentige Indica handelt, deren Körpereffekte recht heftig sein können, auch wenn der Kopf noch mitmacht: Ruhigere Aktivitäten sind also eher zu empfehlen.

 

 

Die feminisierte (und auch als Automatic-Variante erhältliche) Sorte Kalashnikova stammt von der Samenbank Green House Seeds und kommt auf THC-Werte von bis zu 15 Prozent, während CBD- und CBN-Anteile jeweils gegen Null tendieren. Medizinisch ist dieser Strain daher am besten als Schmerzmittel beziehungsweise Appetitanreger einsetzbar. Ein Anbau kann indoor (acht Wochen Blütezeit) wie outdoor (Ernte Ende September) durchgeführt werden. Der Geruch wird eher von Fruchttönen bestimmt, während der Geschmack in Richtung Moschus und Haschisch abdriftet.

 

Dieser Hybrid vereint zwei klassische Länder des Cannabisanbaus: Aus nepalesischen und jamaikanischen Landrassen wurde bei ACE Seeds die Nepal Jam kreiert. Die Sativa-Anteile wiegen laut „Bauplan“ etwas schwerer (60 zu 40), allerdings ist das Verhältnis von Indica und Sativa in der Wirkung doch recht ausgeglichen, ohne in eines der beiden Extreme abzurutschen. Eine echte Allround-Sorte sozusagen.

 

        

 

 

Auch im Anbau ist Nepal Jam ein Allrounder: Der Anbau ist praktisch überall möglich, und das bezieht sich nicht nur auf drinnen und draußen, sondern auch auf relativ nasse und kalte Outdoor-Regionen. Diese Sorte ist sehr widerstandsfähig und hat einen starken Überlebenswillen.

 

 

Geschmacklich warten die verschiedensten süßen Düfte und Aromen auf den Cannabis-Connaisseur Süßliche, an Honig erinnernde Geschmäcker verbinden sich mit milchigen Karamellnoten. Das High ist klar und positiv, der THC-Gehalt ist mit durchschnittlichen Werten knapp über zehn Prozent nicht zu hoch und der CBD-Gehalt mit weniger als einem Prozent ebenfalls nicht.

 

Ein Justizwachebeamter der Justizanstalt Simmering in Wien steht seit gestern unter anderem wegen Missbrauchs der Amtsgewalt vor Gericht, da er laut Anklage 18 Mobiltelefone in die Haftanstalt geschmuggelt und an Häftlinge abgegeben haben soll. Der Angeklagte räumte den Schmuggel von fünf Telefonen ein, alles andere sei Übertreibung. Im Gegenzug soll er für seine Handlungen insgesamt 27 Gramm Marihuana von zwei Häftlingen erhalten haben, wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtet: Die Häftlinge auf Freigang besorgten sowohl Telefone als auch das Gras und übergaben beides dem Beamten. Dieser behielt das Marihuana und reichte die Handys wie gewünscht an Gefängnisinsassen weiter. Die Verhandlung wird Mitte Juni fortgesetzt. Schon jetzt ist allerdings klar, dass den Schließer die paar Gramm Gras äußerst teuer zu stehen kommen – suspendiert ist er bereits und eine Verurteilung ist auch mehr als wahrscheinlich.

Anfang der Woche mietete sich der Musiker und Rihanna-Schläger Chris Brown einen Privatjet in Miami, doch weit gekommen ist er nicht. Denn noch bevor das Flugzeug abheben konnte, wollte sich Chris Brown schon ein Hochgefühl mittels Joint verschaffen. Das passte aber dem Piloten nicht und so mussten Brown und seine Entourage schlußendlich am Boden bleiben. Eine Warnung des Piloten wurde ignoriert und so rief er die Polizei anstatt loszufliegen, wie „vip.de“ berichtet. Diese verwies die Gäste des Flugzeugs, erstattete aber keine Anzeigen.

 

Auf Instagram verkündete Brown, er habe seine Lektion gelernt: „Wir brauchen nicht wirklich Drogen im Flugzeug. Ich bin reich, bleibe reich und glücklich.“ Er bleibt auch einfach ein Sympathiebolzen. Bereits letztes Jahr wurde er an Bord eines Privatfliegers gebeten, den Cannabiskonsum einzustellen, woraufhin er der Stewardess Rauch ins Gesicht blies und verkündete: „Ich habe 60.000 Dollar für diesen Jet bezahlt, also gehört er und jeder, der an Bord ist, mir.“

Interessante Neuigkeiten von der Hanfparade: Es konnte ein Sponsor gewonnenen werden, der nicht aus Deutschland oder einem der umliegenden Länder stammt, sondern aus den Vereinigten Staaten von Amerika: Der bekannte Sorten-Informationsdienst Leafly wird nicht nur die Berliner Hanfparade sponsern, die am 13. August stattfindet, sondern auch mit einigen Team-Mitgliedern selbst vor Ort sein und tatkräftig mit für die Legalisierung von Cannabis demonstrieren – ebenfalls bemerkenswert, dass es sich dabei um den ersten öffentlichen Auftritt des Unternehmens Leafly handelt.

 

Leafly hat als Portal für die verschiedenen Sorten von Marihuana begonnen, ist inzwischen aber auch in Richtung News-Portal und Dispensary-Verzeichnis expandiert. Vergangenes Jahr machte Leafly auf sich aufmerksam, als über 70 Millionen Dollar zu Finanzierungszwecken eingesammelt werden konnten und als eine ganzseitige Anzeige in der „New York Times“ geschaltet wurde. Leafly.com hat monatlich etwa sechs Millionen Besucher, wovon die meisten aus Amerika stammen.

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