Highway

Im März ist in Pichl bei Wels ein Treffen aller Obmänner und Vorstände der Cannabis Social Clubs in Österreich geplant. Das letzte Treffen dieser Art liegt schon über anderthalb Jahre zurück. Außerdem sind auch alle Menschen eingeladen, die sich gerne aktiv in den jeweiligen Clubs beteiligen möchten. Talente aus den Bereichen Organisation, Marketing und Networking sind besonders gerne gesehen. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Treffen nicht um eine öffentliche Informationsveranstaltung handelt.

 

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem diese Themen:

1. Wie kann man den Bekanntheitsgrad der Clubs steigern?
2. Wie viele Leute werden für welche Aufgaben gebraucht?
3. Wie kann man sich besser vernetzen?
4. Was dürfen die Clubs?
5. Mit welchen Vorgehensweisen sind die Clubs sicher?
6. Offene Fragen und Anregungen der verschieden Clubs.

 

Mehr Informationen zum Treffen und Ansprechpartner findet ihr auf der Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/events/984526411637950/

Vergangenen Donnerstag wurde in Wien-Simmering die Plantage eines 31-Jährigen vom Wiener Landeskriminalamt besucht. Zu seinem Ärger fanden die Beamten mehr als 900 teils blühende, teils abgeerntete Pflanzen. Der Verdächtige wird sich nicht nur vor dem Suchtmittelgesetz verantworten müssen, sondern wird zudem angezeigt, da er Strom für den Betrieb der Anlage abgezweigt hatte. Aufgeflogen ist der Verdächtige durch einen Hinweis an die Polizei.

 

Seltsamer Notruf von seltsamem Pärchen: Eine 21-Jährige rief vergangen Samstag den Notruf, weil ihr fünf Jahre älterer Lebenspartner aus Marktoberdorf nach dem Konsum von von ihr gebackenen Muffins – laut Polizei – „völlig abdrehte“. Angeblich wusste der 26-Jährige nichts von seinem „Glück“ und kam auch dementsprechend schlecht auf die auftretende Wirkung klar. Bei seiner Freundin wurden nach dem Notruf einige Gramm Marihuana sichergestellt. Neben Ärger mit ihrem Freund wird sie sich auch auf eine Anzeige einstellen müssen.

Wie der „Kurier“ berichtete, hat heute ein interessanter Prozess vor dem Landesgericht Steyr begonnen. Dort müssen sich neun Angeklagte verantworten – ein Dealer, sechs verurteilte Häftlinge und tatsächlich auch zwei Justizwachebeamte. Den beiden (ehemaligen) Beamten wird vorgeworfen, die Häftlinge mit Cannabis sowie teilweise auch mit weiteren Drogen und außerdem mit Mobiltelefonen versorgt zu haben.

 

Besonders fällt auf, dass die beiden Justizwachebeamten unabhängig voneinander gehandelt haben sollen. Es ist bekannt, dass sich mit Cannabis im Knast eine Menge Geld verdienen lässt. Auch weiß man, dass viele Vollzugsbeamte froh sind, wenn die Insassen ihre Eimer rauchen – denn das Risiko für Ärger sinkt dadurch enorm.

 

Eine der beiden angeklagten Beamten gab übrigens an, aus Liebe gehandelt zu haben und vor allem deswegen einen Sträfling mit knapp 200 Gramm Cannabis versorgt zu haben. Dieser behauptet interessanterweise das Gegenteil: Er habe das Gras aus Liebe gekauft...

 

 

Wie in Highway-Ausgabe 01/2016 angekündigt, wurde gestern vor dem Bayrischen Verfassungsgericht beraten, ob das Volksbegehren „JA zu Cannabis in Bayern!“ um Vaclav Wenzel Cerveny überhaupt zulässig sei. Und jetzt ist es amtlich, das Ergebnis lautet: NEIN zu Cannabis in Bayern!

 

Begründet wurde die Entscheidung damit, dass ein Bundesland, in diesem Fall Bayern, unter keinen Umständen eine Cannabisfreigabe beschließen könne, solange die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland dies nicht vorsehen. So weit nachvollziehbar und nicht per se eine Entscheidung gegen Cannabis.

 

Initiator Wenzel sieht sich trotzdem als Gewinner: 27.000 Unterschriften wurden gesammelt und Politik, Medien und Öffentlichkeit mussten sich erneut mit dem Thema Cannabis auseinandersetzen. Auch ein neues Volksbegehren, das die aktuelle Entwicklung berücksichtigt, wurde von ihm bereits angekündigt.

 

Plantagenbesitzer, die von der Polizei beschossen werden – so etwas gibt es in Deutschland nicht allzu häufig. Unsere Nachbarn in Solingen sind gestern Abend in den „Genuss“ eines solchen Einsatzes gekommen: Die Kriminalpolizei aus Wuppertal – Heimatstadt von Highway – fuhr gestern nach Solingen, um ein Haus zu durchsuchen, in dem sie eine Cannabisplantage vorfand.

 

Laut Pressemitteilung der Polizei fuhr während der Durchsuchung ein Audi vorbei, dessen Fahrer wendete und auf eine Gruppe von Polizisten zusteuerte, woraufhin diese auf den Fahrzeugführer schoss, ihn allerdings nicht traf. Der Mitarbeiter eines von der Polizei beauftragten Schlüsselunternehmens wurde vom daraufhin flüchtenden Audi-Fahrer mit dem Auto gestreift und leicht verletzt. Der Flüchtende wurde später gestellt und verhaftet.

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Der Deutsche Hanfverband (DHV) meldet, dass bei der Weihnachtsspendenkampagne 2015/2016 genau 29.068 Euro an Spenden eingenommen werden konnten. Zu dieser Summe kamen noch einmal 4.722 Euro von DHV-Firmenmitgliedern und -sponsoren. Das DHV-Team warf zudem 264 noch nicht bezahlte Überstunden in den Topf.

 

Das Geld soll unter anderem dazu genutzt werden, das DHV-Team mit einer Grafikerin oder einem Grafiker zu unterstützen. Falls ihr euch für diesen Job interessieren solltet, schaut doch in der Originalmeldung vom Hanfverband nach: www.hanfverband.de

 

Das ist Mist! Gestern haben wir darüber berichtet, dass das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen darüber beraten hat, ob der im Straßenverkehr erlaubte Grenzwert von unter 1 Nanogramm THC pro Milliliter Blut auf unter 3 Nanogramm THC pro Milliliter Blut angehoben werden sollte. Und nein: Das Gericht sieht – aus juristischer Perspektive – keinerlei Veranlassung für eine solche Anhebung des Grenzwertes. Alle fünf Kläger, die bei erreichten Werten zwischen einem und drei Nanogramm THC ihren Führerschein entzogen bekommen hatten, mussten demnach vor dem Gericht eine Niederlage einstecken. In Amerika fährt man übrigens mit der 5-Nanogramm-Grenze im doppelten Wortsinn sehr gut.

 

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