Highway

Hierzulande ist es schon eine Sensation, wenn Maria Furtwängler bekanntgibt, vor ein paar Hundert Jahren mal am Joint gezogen zu haben (Highway berichtete). Da bleibt nur wieder der neidvolle Blick nach Amerika, wo die Jungs schon lange zu ihrem Cannabiskonsum stehen und die Mädels auch immer offener mit ihrem Pot-Faible umgehen.

 

Film- und Serien-Schauspielerin Olivia Wilde (unter anderem bekannt aus Tron: Legacy, Cowboys & Aliens oder Dr. House) ist schon länger als Mitglied der „High Society“ bekannt. Ihr Verlobter und der Vater des gemeinsamen Sohns, Schauspiel-Kollege Jason Sudeikis (Saturday Night Live, Wir sind die Millers), scheint damit auch keine Probleme zu haben. Denn nun kündigte er an, dass Olivia Wilde und er ihr Heiratsversprechen erst einlösen möchten, wenn Marihuana in allen Bundesstaaten Amerikas legalisiert wurde. Dies verriet Sudeikis am Donnerstag in der Show „Watch What Happens Live“. Hoffen wir also gemeinsam mit den beiden, dass sie schon so bald wie möglich vor den Traualtar treten können.

Nun hat auch die erste legale Riesen-Plantage Australiens ihren Betrieb aufgenommen. Auf insgesamt 47 Hektaren wird ab sofort Cannabis für medizinische Einsatzzwecke angebaut. Der genaue Standort der Plantage ist nicht bekannt, liegt aber etwa 400 Kilometer südlich von Sydney, berichtete die „Pharmazeutische Zeitung online“.

 

Seit dieser Woche ist im australischen Bundesstaat Victoria Marihuana für Patienten legalisiert und so besteht natürlich auch direkt ein Bedarf nach legaler Medizin. Angeführt wurde der Kampf für die Rechte der Patienten vom Australier Dan Haslam, der im vergangenen Jahr mit nur 25 Jahren an Darmkrebs verstarb.

Ende Mai findet in Berlin die deutsche Cannabismesse Mary Jane Berlin statt und es wird mit vielen Besuchern gerechnet. Nun hat die Messeleitung bekannt geben, dass die Messe vonseiten der Aussteller komplett ausgebucht worden ist. Die Cannabismesse in der deutschen Bundeshauptstadt findet am Wochenende vom 27. bis zum 29. Mai statt und informiert über alles Wissenswerte zu Cannabis, Hanf, CBD, Headshop-Utensilien oder Zubehör zur Pflanzenzucht.

 

Bis im vergangenen Jahr die Münchner Cannabis XXL erstmals ihre Pforten öffnete, gab es über zehn Jahre keine deutsche Cannabismesse. Umso erstaunter die Reaktionen, als eine weitere deutsche Messe – die Mary Jane Berlin – angekündigt wurde. Doch inzwischen sieht es so aus, als hätte diese Messe das Potential, ein großer Erfolg zu werden. Die Meldung, dass das Messegelände am Postbahnhof im Ostbahnhof nun ausgebucht ist, bestätigt diesen Eindruck.

 

Es haben sich zahlreiche nationale Hersteller, Händler und Szenegrößen angekündigt. Aber auch aus den umliegenden Ländern kommen viele Aussteller und Referenten. Beispielsweise reist aus den Niederlanden Advanced Hydroponics an, Bushplanet macht sich aus Österreich auf den Weg und Mr. José stattet der Hauptstadt einen Besuch aus Tschechien ab. Sogar Samenbanken wie Barney’s Farm und Dinafem sind mit von der Partie, auch wenn diese in Deutschland aufgrund der Gesetzeslage nicht wie aus anderen Ländern gewohnt ihre Ware verschenken und verkaufen können.

 

Mary Jane Berlin

Termin: 27. Mai 2016 bis 29. Mai 2016

Veranstaltungsort: Berlin, Postbahnhof im Ostbahnhof

Preis: Tagesticket 10 Euro im Vorverkauf, 15 Euro regulär; 3-Tagesticket 20 Euro im Vorverkauf, 30 Euro regulär

Website: www.maryjane-berlin.com

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (an jedem gut sortierten Kiosk oder als E-Paper erhältlich) werden bis zum 6. Mai 20 Eintrittskarten für das gesamte Messewochenende verlost.

Viele junge Männer arbeiten in ihrem ersten Job als Pizzabote. Und viele junge Männer machen ihre ersten Berufserfahrungen auch mit dem An- und Verkauf von Cannabisprodukten. Was liegt da näher, als diese beiden Jobs zu verbinden?

 

Auch in Deutschland und Österreich gibt es in Großstädten gelegentlich einen Lieferservice für Gras und Hasch, den sich die Lieferanten in der Regel allerdings teuer bezahlen lassen. Dies ist aber auch kein Wunder, denn wird der Lieferjunge geschnappt, kann er sich unter Umständen auf einen Aufenthalt im Gefängnis einstellen.

 

Den europäischen Arbeitssuchenden und Lauffaulen bleibt auch in dieser Beziehung nur, neidisch über den großen Teich zu blicken: Im amerikanischen Bundesstaat Colorado nähert sich die erste Cannabis-Liefer-Lizenz der Zulassung, berichtet CBS.

 

Zwar existieren bereits ein Dutzend Lieferservice in Colorado, die Marihuana von Plantagen zu Verkaufsstellen transportieren dürfen, allerdings sind sie strengen Auflagen ausgesetzt. So müssen diese Transportunternehmen derzeit beispielsweise wieder zurück zum Absender fahren, wenn sie aus welchen Gründen auch immer nicht innerhalb der angepeilten Zeit beim Empfänger eintreffen können.

 

Die neuen Lizenzen räumen den Lieferanten neue Rechte und Freiheiten ein, sodass der Transport von Cannabis in Colorado in Zukunft unkompliziert vonstattengehen kann. Der Kostenpunkt wird 7.600 Dollar für eine Drei-Jahres-Lizenz betragen. Es wird mit etwa 25 Bewerbern für die Lizenzen gerechnet.

Ein paar Cannabiskonsumenten in Schleswig-Holstein und Hamburg müssen sich darauf einstellen, in den nächsten Wochen ein paar Cent mehr fürs Gras zahlen zu müssen, denn die nächste Ernte fällt leider aus: Nach Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft und des Drogendezernats, die im Februar begannen, wurden am Dienstag unter anderem in Billstedt und Hamm-Süd 13 Objekte durchsucht.

 

In Geesthacht und in Stockelsdorf wurde dir Polizei fündig und stieß auf zwei Cannabisplantagen, die 2.571 beziehungsweise 1.568 Pflanzen beinhalteten. Hinzu kamen ein paar Tausend Euro sowie etwa 20 Kilogramm Gras. Nicht nur die Plantagen waren illegal, auch die Strombeschaffung wurde auf diesem Weg bestritten.

 

Bereits am 5. April wurde eine Plantage in Reinbek aufgefunden, die nun auch mit den Besitzern der beiden jetzt entdeckten Anpflanzungen in Verbindung gebracht wird, berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Die beiden Haupt-Tatverdächtigen wurden in Hamburg-Billstedt verhaftet – ein 36-Jähriger in der Wohnung seiner Eltern, ein 33-Jähriger in der Wohnung seiner Freundin. Auch eine Firma aus Billstedt ist nun im Visier der Ermittler, da dort die Einkünfte aus dem Grasverkauf gewaschen worden sein sollen.

Geld mit Cannabis verdienen? Ganz legal? Am besten auch noch an der Börse? Easy Money oder High Risk? Finanzexperte Thomas Hohler verrät uns alles Wissenswerte zu Marihuana-Aktien.

 

Der vollständige Artikel ist in Highway 02/2016 enthalten.

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Der im Oktober 2015 neu gewählte Regierungschef Kanadas, Justin Trudeau, möchte dieses Jahr eines seiner Wahlversprechen einlösen: Der Politiker, der nach eigener Aussage selbst schon Erfahrungen mit Cannabis gemacht hat, plant Marihuana – so wie bereits vier liberal regierte US-Staaten vor ihm – in Gänze zu legalisieren. Damit ist der ehemals als recht konservativ eingeschätzte Kontinent jenseits des Atlantiks dem alten Europa weit voraus. Man ist dort im Begriff einen milliardenschweren neuen Wirtschaftszweig zu erschließen, der neue Jobs schafft und von dem der Staat nachhaltig profitieren kann, indem er immense Steuereinnahmen und sinkende Prohibitions- und Strafverfolgungskosten verbuchen kann. Mit der Liberalisierung beteiligt sich Kanada an einem Prozess, der vor knapp zwei Jahren in den USA begann. Damals setzte Colorado als erster Bundesstaat in Amerika seine bereits im Jahr 2012 beschlossene Legalisierung von THC-haltigem Cannabis auch ohne medizinische Indikation durch. Wie bereits in der letzten Ausgabe von Highway (Highway 01/2016) näher erläutert, ist zum heutigen Zeitpunkt sogenanntes „recreational marijuana“ – also Marihuana für Hobbyzwecke – in den Bundesstaaten Colorado, Washington, Alaska, Oregon und im Bezirk Washington D.C. für Konsum und Verkauf freigegeben. Der Erwerb von medizinischem Marihuana ist sogar bereits in 23 Bundesstaaten und der Hauptstadt legal. Seitdem hat sich in den USA eine regelrechte Cannabisindustrie etabliert. Es entstand binnen kürzester Zeit ein Milliardenmarkt mit enormem Wachstumspotential, vertraut man den Prognosen einschlägiger Medien. Gemäß dem kürzlich erschienenen Investor-Network-Bericht der ArcView Group erreichte der Markt 2015 ein Gesamtvolumen von 5,4 Mrd. US-Dollar (USD). Vor allem der Verkauf von „recreational marijuana“ wuchs um satte 184 % auf 998 Mio. USD. Laut dem Bericht handelt es sich bei Cannabis um die am schnellsten wachsende Industrie in den USA. Auch Investoren und risikoaffine Anleger wittern fette Beute und wollen von den Freiheiten und Chancen dieser Neuen Welt profitieren.

 

Wie kann ich an diesem Boom teilhaben?

Als Privatanleger an diesem Boom zu partizipieren ist aus verschiedenen Gründen nicht ganz einfach. Zum einen impliziert alleine die Legalisierung von Cannabis nicht zwangsläufig profitable Geschäftsmodelle, zum anderen gibt es schlicht und ergreifend keine passablen Anlagevehikel, um sein Geld am Markt breit diversifiziert zu platzieren. Außer klassische Investments in Aktien gibt es bisher kaum Möglichkeiten, am Aufschwung der amerikanischen Cannabisbranche teilzuhaben, denn es existieren weder Publikumsfonds noch ETFs (börsengehandelte Fonds), die sich dem Thema Cannabis widmen. Neben den ausländischen Aktien und wenigen Crowdfunding-Plattformen (z. B. CannaFundr) gibt es in Deutschland lediglich ein börsengelistetes Unternehmen, das sich auf diese junge Branche spezialisiert hat, später mehr dazu.

 

Die „PotBong“-Blase

Zu Beginn des Jahres 2014 löste die Legalisierungs-Euphorie in Amerika einen regelrechten Run auf Aktien hochspekulativer Start-ups aus und es flossen in kürzester Zeit Milliardenbeträge in dieses neue Marktsegment. Die enthusiastische Reaktion der Kapitalanleger auf die politischen Veränderungen war im Nachhinein eine logische Konsequenz und erinnert stark an den immensen Hype des Neuen Marktes im Jahr 2000 (die sogenannte „DotCom“-Blase). Auf breiter Front herrschte Goldgräberstimmung und viele junge Unternehmen fluteten den Markt, um am augenscheinlichen Boom zu partizipieren. Sie deckten bald sämtliche Aspekte der Cannabisindustrie über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg ab: Von Beleuchtungs- und Belüftungssystemen, Edibles und Smartphone-Apps über Verpackungen mit Kindersicherungen bis hin zu Gras aus Automaten. Aktien mit einschlägigen Namensbestandteilen wie „Canna“, „Marijuana“ oder „Hemp“ wurden von der Anlegerschaft offenbar blind und ohne vorherige Recherche gekauft. Denn im ersten Quartal 2014 verzehnfachten sich in Windeseile viele der bis dato am Markt notierten Werte. Doch wie in der Vergangenheit so oft tendiert der Markt zur Blasenbildung, wenn in einem illiquiden Segment viele Handelsteilnehmer gleichzeitig durch ein und dieselbe Türe wollen.

 

Beispielhaft für den Wahnsinn des Marktes ist die Aktie CannaVest Corporation, die Anfang 2014 binnen kürzester Zeit von 5 USD auf über 200 US-Dollar anstieg, was am Hochpunkt einer Marktbewertung von 2,57 Mrd. USD entsprach. CannaVest ist ein Hersteller und Vertreiber von Hanf- und Cannabidiol-basierten Produkten und entwickelt, vermarktet und vertreibt unter anderem Hanf-Öle und Kosmetika aus Industriehanf mit Focus auf dem legalen Inhaltsstoff CBD. Das Unternehmen hat mehrere Tochtergesellschaften, die unter anderem mit dem Anbau und der Verarbeitung von Hanf-Samen betraut sind oder Spezial-Verarbeitungstechniken und Produktentwicklung im Zusammenhang mit hanfbasierten Produkten bieten. Zwei Jahre nach dem Auftritt des Unternehmens am Markt ist von der anfänglichen Euphorie nicht viel übrig geblieben, im Gegenteil: mit einem Kurs von 0,123 USD (11.2.2016) verfügt die Aktie heute lediglich noch (oder immer noch) über eine Marktkapitalisierung von aktuell 4,31 Mio. US-Dollar. Es wurden also bis dato alleine mit dieser Investition knapp 2,56 Mrd. USD verbrannt.

 

 

...Wollt ihr mehr über Cannabis-Aktien und die Möglichkeiten, die sie bieten, erfahren? In Highway 02/2016 (seit dem 1. April am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) findet ihr auf acht Seiten die Fortsetzung dieses Artikels und könnt euch über deutsche und internationale Cannabis-Aktiengeschäfte sowie die Chancen und Risiken informieren.

 

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Weblink: marihuana-aktien.de von Thomas Hohler (für fortgeschrittene Interessierte)

Wer aus erster Hand alles über das wendungsreiche und aufregende Leben von Howard Marks erfahren möchte, dem sei natürlich in erster Linie Marks' knapp 500 Seiten starke Autobiographie Mr. Nice empfohlen, die wir in der nächsten Print-Ausgabe (3.6. am Kiosk) des Highway genauer vorstellen werden.

Wer aber lieber etwas leichtere Kost bevorzugt, dem sei das 2010 unter der Regie von Bernard Rose (Candymans Fluch) entstandene gleichnamige Biopic ans Herz gelegt. Der Film hakt, dabei ganz konventionelles Biopic, in zwei knackigen Stunden die wichtigsten Stationen und Wendepunkte in Marks Leben in Rückblenden ab und hält sich dabei größtenteils sklavisch an die Buchvorlage, wobei allerdings die Asiengeschäfte der Dealer-Legende als auch die Irrungen und Wirrungen ausgelöst durch seine unzähligen falschen Identitäten im Gegensatz zum Buch etwas zu kurz kommen.

In der Hauptrolle liefert Rhys Ifans (der schrullige Mitbewohner aus Notting Hill) eine überzeugende Performance, doch auch in den Nebenrollen ist der Film mit Chloë Sevigny als Marks Ehefrau Judy und Crispin Glover solide besetzt. Enorm zum Gelingen des Films trägt der von 60er-Pop inspirierte Soundtrack bei, der auch mit Originalsongs von Deep Purple und John Lennon aufwartet und so für eine authentische Atmosphäre sorgt.

Traurige Nachrichten für alle Fans des größten und vermutlich nettesten Haschisch-Exporteurs aller Zeiten: Der Dope-Dealer überhaupt – Howard Marks – ist gestern im Alter von 70 Jahren an seinem Krebsleiden gestorben, das er vergangenes Jahr publik machte. In einem Interview mit dem englischen „Observer“ sagte er zu diesem Anlass: „Natürlich ist die Legalisierung von Marihuana zu medizinischen Zwecken begrüßenswert. Ich persönlich habe aber nie darauf warten wollen, bis ich Krebs kriege, um es rauchen zu können.“

 

Jeder der den Namen Howard Marks oder den seines berühmtesten Alias „Mr. Nice“ schon einmal gehört hat, weiß, dass er auch tatsächlich ganz bestimmt nicht darauf wartete. Im Gegenteil: Marks war nicht nur begabt darin, sich rund um die Uhr an den unmöglichsten Orten dieser Erde Haschisch zuzuführen, er war in den 1970er- und 1980er-Jahren auch für bis zu 30 Prozent des Welt-Cannabis-Schmuggels verantwortlich.

 

„Mr. Nice“ wurde Marks aber nicht etwa genannt, weil er niemals mit anderen Drogen handelte und auch niemals Waffengewalt einsetzte – und das obwohl er tonnenweise Cannabis durch die Weltgeschichte befehligte –, sondern aufgrund einer seiner mehr als 40 verschiedenen Identitäten, die er für seine Schmuggel-Aktivitäten benötigte: Um den Pass mit seiner Identität als Donald Nice rankten sich viele Legenden. Es gab sogar verschiedenste Bemühungen von Privatpersonen, den in der Schweiz verbuddelten Pass aufzutreiben und sogar eine Film-Dokumentation, die dieses Unterfangen begleitet.

 

Geboren wurde Marks 1945 in Wales und studierte Philosophie und Physik am Balliol College in Oxford. Verschiedene Zufälle sowie die Lust auf Abenteuer ließen Marks allerdings eine Karriere als Super-Drogenhändler einschlagen. Anfangs brachte Marks Haschisch aus Pakistan über Irland auf das britische Festland. Hierzu bediente er sich der Kontakte von James Joseph McCann, einem vermeintlichen Mitglied und Waffenlieferant der IRA. Gleichzeitig arbeitete er mit dem MI6 gegen die IRA zusammen.

 

1981 wurde er in Großbritannien angeklagt, Marihuana nach Großbritannien importiert zu haben, dann aber aufgrund seiner Behauptung, für den MI6 gegen die IRA gearbeitet zu haben, durch eine Jury freigesprochen. Für die Einfuhr der Drogen in die Vereinigten Staaten und die Verwendung gefälschter Ausweise wurde er jedoch zu drei Jahren Haft verurteilt. Diese drei Jahre hat er abgesessen. Anfang 1980 wurde er verhaftet und am 6. Mai 1982 entlassen.

 

Im Zuge einer breit angelegten Fahndungsaktion, die von DEA-Agent Craig Lovato koordiniert wurde, wurde Marks 1988 in Spanien festgenommen, an die Vereinigten Staaten ausgeliefert und dort zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er verbrachte sieben Jahre im Terre-Haute-Bundesgefängnis. 1995 wurde er vorzeitig nach England abgeschoben.

 

In Deutschland erreichte Howard Marks seit 1996 besondere Berühmtheit, als er seine Autobiografie „Mr. Nice“ veröffentlichte, die unter vielen Potheads als die Bibel durchgeht und die weltweit über eine Millionen Mal veröffentlicht wurde. Dieses unglaublich spannende und aufschlussreiche Buch wird nach wie vor immer wieder nachgedruckt und ist eine unbedingte Kaufempfehlung! 2010 wurde die Biografie zudem mit Rhys Ifans verfilmt. Hier gilt aber mehr denn je: Unbedingt das Buch vorziehen!

 

Die letzten 20 Jahre setzte sich Marks unermüdlich für die Legalisierung von Cannabis ein, verfasste Bücher und tourte auf Lesereisen durch die Welt. Gemeinsam mit dem Breeder-Guru Shantibaba betrieb Howard Marks in den vergangenen Jahren die Mr. Nice Seedbank, um viele tolle Cannabiskreationen zu entwickeln und zu verbreiten.

 

Praktisch jeder westliche Cannabiskonsument hat Howard Marks alias Mr. Nice etwas zu verdanken – seien es seine tollen Geschichten, die zarten Früchte seiner Legalisierungsbemühungen, die zarten Früchte seiner Seeds oder aber auch die ein oder andere Tonne Haschisch bester Qualität, die er in vergangenen Zeiten ausgeliefert hat. Ruhe in Frieden, Howard Marks. Nun werden im Himmel sicherlich noch einige Wölkchen mehr zu finden sein...

 

Weblink: Biographie „Mr. Nice“ bei Amazon

Weblink: Website von Howard Marks

Weblink: Mr. Nice Seedbank

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