Highway

Update: Der Supreme Court fällte gestern seine Entscheidung mit 6 zu 2 Stimmen gegen die Klage: Mehr Informationen hier auf www.highway-magazin.de (Mittwoch, 23.3.2016)

 

Update: Bislang hat der Supreme Court keine Entscheidung verkündet. (Sonntag, 6.3.2016)

 

Bitte nicht! Steht die Legalisierungswelle in den USA bereits vor dem Ende? Heute wird der Supreme Court, das oberste Gericht der Vereinigten Staaten von Amerika, zusammentreffen. Auf der Tagesordnung steht leider ein unerfreuliches Thema: Und zwar wollten vergangenes Jahr die amerikanischen Bundesstaaten Oklahoma und Nebraska gegen die Legalisierung von Marihuana in ihrem direkten Bundesstaats-Nachbarn Colorado klagen, unter anderem weil die Legalisierung in Colorado zu wachsendem Cannabiskonsum und zu vermehrter Einfuhr in die Nachbarstaaten führe. Die Obama-Administration riet dem Supreme Court daraufhin öffentlich, davon abzusehen, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen und keine Zeit mit einer solchen Klage zu verschwenden.

 

Aber das möchte der oberste Gerichtshof doch lieber selbst entscheiden. Daher trifft der Supreme Court also am heutigen Freitag zusammen und wird darüber beraten, ob die Klage „Nebraska and Oklahoma Vs. Colorado“ zur Verhandlung stattgegeben wird oder nicht.

 

Sollten die Bundesrichter zu dem Entschluss kommen, die Klage zuzulassen und Nebraska und Oklahoma anzuhören, könnte dies im Endeffekt das Ende der amerikanischen Cannabis-Legalisierungen bedeuten. Denn diese Klage impliziert eigentlich nichts anderes, als die Bitte, Colorado zu untersagen, weiterhin legal Cannabis zu verkaufen.

 

Die Klage an sich, sollte sie zugelassen werden, könnte sich dann zwar einige Jahre hinziehen, birgt allerdings einiges Potential, die gesamte legale amerikanische Cannabisindustrie zu zerstören. Denn der legale Weed-Markt in Colorado steht nicht nur im Widerspruch zu den Gesetzen Nebraskas und Oklahomas, sondern auch zu den geltenden Bundesgesetzen Amerikas. Mehr zu dieser Thematik könnt ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway (01/2016) erfahren, die sich ganz dem Thema Cannabis in Amerika widmet.

Verkehrte Welt: Normalerweise nerven die Freundinnen die Freunde, dass sie endlich den Joint wegstecken sollen. Doch gelegentlich gibt es auch die umgekehrte Konstelation – auch in Promi-Kreisen.

 

Denn wie einschlägige Boulevard-Medien berichten, herrscht Ärger im Hause Cyrus. Und zwar wegen Marihuana-Geruchs und einer dauerdichten Hauptmieterin. Miley Cyrus, bekannt durchs Radio und Nackedei-Videos, ist nicht nur einer der derzeit prominentesten Menschen dieser Erde, sondern auch einer der Promis, der sich am meisten für die Legalisierung und Normalisierung von Marihuana und Haschisch einsetzt. Permanent postet sie Bilder, die sie beim Cannabiskonsum zeigen, in den sozialen Medien und eckte schon mehrfach durch öffentlichen Weed-Konsum bei Konzerten oder Preisverleihungen an.

 

Derzeit ist die 23-Jährige mit dem Schauspieler und Mädchenschwarm Liam Hemsworth (Tribute von Panem) liiert. Doch wie „InTouch“ meldete, steht ihr nun eine schwierige Entscheidung bevor: „Ich oder das Gras“, soll Hemsworth ihr nämlich gesagt haben. Er sehe keine gemeinsame Zukunft für die beiden, wenn Miley nach wie vor rund um die Uhr Gras rauchen möchte. Immer wenn er nach Hause komme, soll das ganze Haus vor Gras nur so stinken. Wir sind gespannt, wie sich diese Story weiterentwickeln wird...

Mit fast 20 Millionen Cannabiskonsumenten rechnet der Drogenbericht 2015 des Internationalen Suchtstoffkontrollrats – ein unabhängiger Rat, der die Einhaltung der internationalen Drogen-Kontrollabkommen der Vereinten Nationen überwacht.

 

Tagesschau.de zitiert den Suchtbericht dahingehend, dass im vergangenen Jahr 2015 19,3 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren Cannabis konsumiert haben sollen. Hierbei kann zusätzlich vermutlich immer noch von einer gewissen Anzahl von Cannabisenthusiasten, die nicht in dieser Statistik auftauchen, ausgegangen werden.

 

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler sieht die deutsche Drogen- und Suchtpolitik leider bestätigt und meldet, der Internationale Suchstoffbericht „gibt uns Recht“. Es gehe nicht um einen „Krieg gegen die Drogen“. „Wir setzen die international diskutierte Philosophie um, das Angebot illegaler Drogen auf der einen Seite zu verringern und auf der anderen Seite die Nutzung für medizinische Zwecke im Sinne der Patienten zu fördern“, so Mortler.

 

Werner Sipp, Präsident des Suchtstoff-Kontrollrats der Vereinten Nationen, hob hervor, dass der Cannabisgebrauch – außerhalb medizinischer und wissenschaftlicher Zwecke – nicht in Übereinstimmung mit den internationalen Drogenkontrollabkommen stehe. Trotzdem gäbe es genug nationale Flexibilität, um unterschiedlich auf den illegalen Gebrauch von Cannabis zu reagieren und ihn strafrechtlich zu bewerten.

 

Nach dem Report soll in der EU fast jeder vierte Erwachsene mindestens einmal in seinem Leben illegale Drogen ausprobiert haben. Die höchsten Quoten diesbezüglich werden aus Dänemark, Frankreich und Großbritannien gemeldet. Besorgt äußert sich der Bericht über die Zunahme neuer psychoaktiver Substanzen, darunter auch viele zugelassene Medikamente.

 

Weiterführende Informationen der Bundesregierung zum Suchstoff-Kontrollrat:

Der Suchtstoff-Kontrollrat der Vereinten Nationen hat die Aufgabe, die weltweite Drogenproduktion, den Handel und die Verteilung zu überwachen. Jährlich legt er einen Bericht zur weltweiten Drogensituation vor, entsendet Missionen in verschiedene Länder und steht im Dialog mit den Regierungen.

 

Seit 1961 gibt es das „Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel“. Dieser internationale Vertrag hat das Ziel, die Verfügbarkeit von Drogen einzuschränken. Über 180 Staaten sind an diesen Vertrag gebunden. Betäubungsmittelsucht stelle für den Einzelnen ein Übel und für die Menschheit eine wirtschaftliche und soziale Gefahr dar, so ist es in der Präambel des Vertrages zu lesen. Der Vertrag setzt daher vor allem auf die Bekämpfung des Anbaus und der Herstellung. Er verbietet jeden nichtmedizinischen und nichtwissenschaftlichen Gebrauch von Drogen. 1971 und 1988 gab es weitere internationalen Drogenkontrollabkommen der Vereinten Nationen.

Sparen will gelernt sein – auch im Grow-Raum. Wer an der falschen Stelle spart, wird unter dem Strich eventuell sogar gegenteilige Ergebnisse erzielen und eine schlechte Ernte einfahren. Damit dies nicht passiert, sollte man sich im Klaren sein, woran man sparen kann und woran lieber nicht. Daher wirft Grow-Experte Mr. José im Folgenden einen Blick auf mögliche Sparmaßnahmen.

Beim Indoor-Anbau denken die meisten Grower daran, wie sie am günstigsten die größten Erfolge einfahren können. Sicher können sich viele eine mit modernsten Raffinessen ausgestattete Plantage und die Arbeit erleichternde Apparate vorstellen. Soll dann jedoch solch eine geplante Plantage in die Tat umgesetzt werden, wird festgestellt, dass diese Dinge sehr viel Geld kosten. In diesem Moment wird oft angefangen, sich nach Möglichkeiten umzusehen, wie man sein Geld beisammen halten kann, ohne dass es den potentiellen Ertrag der Plantage beeinflusst. Daher habe ich mir Gedanken darüber gemacht, an welchen Stellen man wirklich sparen kann und an welchen es gar keinen Sinn macht, daran auch nur zu denken.

Beleuchtung
Grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Indoor-Zucht ist eine hervorragende Beleuchtung. Man kann über ein ausgezeichnetes Bewässerungssystem, automatische Klimaanpassung, präzise Düngung und perfekte Genetik verfügen, aber ohne richtige Beleuchtung kann die erträumte Ernte einfach nicht erreicht werden. Deshalb sollte an der Beleuchtung ganz bestimmt nicht gespart werden. Aber leider ist genau dies der Punkt, an dem sich die meisten Züchter bemühen zu sparen. Sicher kann man theoretisch ordentlich am Vorschaltgerät oder am Reflektor sparen und das Billigste vom Billigen kaufen. Dann ist es aber schon völlig egal, welche Lampe an diese Zusammenstellung angeschlossen wird. Wenn um jeden Preis an der Beleuchtung gespart werden soll, dann sollte das kleinere Übel gewählt werden – das heißt, die Sparmaßnahme sollte an der Lampe selbst und nicht etwa am Vorschaltgerät oder Reflektor vorgenommen werden. Die Kombination von billiger Vorschaltung und Reflektor vermindert min-destens die Hälfte der Lichtleistung der Lampe. Das bedeutet, dass das Gleiche gezahlt werden muss, obwohl jedoch maximal die Hälfte des Lichts im Vergleich zu einem elektronischen Vorschaltgerät mit hochwertigem Reflektor geliefert wird. Die Investition in eine insgesamt hochwertige Beleuchtung zahlt sich schon bei der ersten Ernte aus, da gibt es nichts zu diskutieren. Die Beleuchtung kann durch reflektierende Materialien verstärkt werden. In meinem Buch „Indoor“ ist zu erfahren, dass die Unterschiede der Rückstrahlungs-Fähigkeiten der verschiedenen Reflektorfolien mitunter erheblich sind. Dort zeige ich auf, dass die Reflexfolie von ORCA am besten zurückstrahlt. Danach folgt die Diamantfolie (ca. 20 % schlechtere Eigenschaften) und die schwarz-weiße PE-Folie (ca. 40 % schlechter als ORCA). Im Fall von Growboxen ist es besser, weiße statt silberne Innenwände zu wählen.

 



...den Rest des Artikels (und sehr viele weitere Growing-Artikel) findet ihr in der aktuellen Ausgabe des Cannabismagazins Highway – für nur 2,30 Euro an jedem gut sortierten Kiosk und Head- oder Growshop. Verkaufsstellen in eurer Stadt findet ihr bei mykiosk.com. Oder holt euch das E-Paper für 1,89 Euro – erhältlich bei united-kiosk.de.

Im weiteren Verlauf des Artikels betrachtet Mr. José außerdem die Sparmöglichkeiten bei Samen und Klonen, Elektrizität, Ventilation, Dünger und Zuchtsystemen.

Achtung, nur für Hartgesottene: Folgender TV-Tipp ist nur für Freunde unterbezahlter Laiendarsteller mit Hang zur Selbstgeißelung geeignet – ein Trash-Festival allererster Güte ist heute Abend beim Kultursender RTL2 zu erwarten. Um 19 Uhr startet Berlin – Tag & Nacht und bietet neben allerlei anderem Quatsch folgenden Storystrang: Als Bülent zwei Interessenten für seine Wohnung anschleppt, glaubt Schmidti die Bude endlich los zu sein. Doch die zukünftigen Mieter stellen sich als Marihuana-Anbauer heraus, die nicht daran interessiert sind einen Mietvertrag zu unterschreiben.“ Erste Bilder lassen etablierte Kiffer-Klischees gepaart mit Schauspielleistungen an der Schmerzgrenze vermuten.

Oberösterreich. Der Handel mit Cannabis wird nicht erst seit Howard Marks das „Muttergeschäft“ genannt. Aber auffällig im noch jungen Jahr 2016 sind die ganzen Gras dealenden Familienunternehmen, die in Deutschland und Österreich bislang erwischt wurden. Nach Opa und Enkelinnen sowie „Mutter-Tochter-Geschäft“ ist nun mal wieder die wohl häufigste Kombination aufgeflogen: Ein 54-Jähriger aus Perg handelte zusammen mit seinem 22-jährigen Sohn aus Schwertberg mit aus Tschechien importiertem Gras. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, von Anfang 2015 bis August 2015 knapp zehn Kilogramm Marihuana aus Tschechien eingeführt und an verschiedene Abnehmer in Oberösterreich veräußert zu haben. Am 30. August erwischte man Vater und Sohn mit 670 Gramm Gras an der Grenze. Die Ermittlungen führten bislang zu sechs weiteren Anzeigen.

Artist: Muldoon Manny (feat. Charlo Greene)

Titel: Fuck It, I Quit

Genre: Rap

Jahr: 2014

 

Prägnante Line: Fuck it, I quit

 

Mit ihrer außergewöhnlichen Kündigung (Highway berichtete in Ausgabe 01/2016) machte sich Charlo Greene schnell viele Freunde. (Allerdings auch einige Feinde, wie wir vorgestern berichtet haben – hier könnt ihr auch das Video der Kündigung noch einmal anschauen.) Der Rapper Muldoon Manny war so begeistert, dass er ihr und ihrem berühmt gewordenem Ausspruch „Fuck it, I quit“ gleich ein ganzes Lied widmete.

Kein legales Weed im Görlitzer Park! In Berlin-Kreuzberg herrscht Resignation – und zwar keine cannabisinduzierte, sondern ganz klassische Politikverdrossenheit, ausgelöst durch schwache finanzielle Mittel. Aber wer kann es den Zuständigen verübeln? Kein Geld, keine Chance.

 

Obwohl die Mehrheit der Berliner für ein legales Coffeeshop-Modell ist, sieht das der Gesetzgeber natürlich nicht so und denkt gar nicht daran, das Betäubungsmittelgesetz in diesem Sinne anzupassen. Wie wir vor zwei Wochen berichteten, lässt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht mit sich reden und händigte eine Ablehnung für das Modellprojekt „Coffeeshops in Kreuzberg“ aus. Nun wurde von Seiten der Initiatoren überlegt, gegen diesen Bescheid zu klagen, was allerdings mit hohen Kosten verbunden wäre. Und dieses Geld fehlt leider. Damit ist der Plan von legalen Dealern am Görlitzer Park vorerst gestorben.

 

Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband (DHV) ruft in der gestrigen Pressemitteilung des DHV allerdings dazu auf, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern weiterzumachen und appelliert an andere Kommunen, die ähnliche Projekte in der Pipeline haben: „Friedrichshain/Kreuzberg hat einen starken politischen Impuls gegeben. Der Bezirk ist als Vorreiter gestartet, überall wird in den Städten über Modellprojekte zur Cannabisabgabe diskutiert. Die Debatte ist damit nicht beendet, sondern fängt gerade erst an. (…) Das Projekt ist in Kreuzberg auch an den finanziellen Mitteln des Bezirks gescheitert. Bremen, Düsseldorf und Münster könnten jetzt eine deutlich aufwändigere Begleitforschung vorlegen. Und sie können gemeinsam mehr politischen Druck machen.