Highway

In Colorado, genauer gesagt in der 9.100-Einwohner-Stadt Trinidad wird die erste Marihuana-Mini-Mall der Welt eröffnen, wie koaa.com berichtete. Bereits im April wollen die beiden Gründer Sean Sheridan und Chris Elkins eröffnen, da die Gesetze es ihnen nun ermöglichen, ihren Traum in die Tat umzusetzen. Dieser wurde allerdings im Vorfeld schon etwas gebremst: Geplant hatten die beiden eigentlich mit 17 verschiedenen Geschäften in der kürzlich gekauften Anlage, die Stadt wird allerdings nur fünf erlauben. Daher werden alle fünf Geschäfte mit Dispensaries, also Ausgabestellen, gefüllt. Dafür ist den Kunden erlaubt, die in einer Reihe nebeneinander liegenden Geschäfte vom Bürgersteig aus zu betreten, so wie in einer normalen Einkaufsstraße. Eigentlich war vorgesehen, die Geschäfte nur von einem gemeinsamen inneren Zugang betreten zu können. Vier der fünf Läden sind schon vermietet – wenn die Stadt das endgültige Okay gibt, könnte bereits im April eröffnet werden. Die Einwohner der Stadt sind zuversichtlich, dass die Mini-Mall die Stadt mit zusätzlichen Einnahmen versorgen wird, sorgen sich allerdings vor einem Weed-Tourismus, der das Stadtbild stören könnte. Bereits jetzt kommen täglich Tausende Besucher. Denn Trinidad verfügt bereits über zahlreiche Weed-Shops und ist mit nur 14 Meilen Abstand zu New Mexico der nächstbeste Ort für Einwohner dieses Bundesstaats, um legal Weed zu kaufen.

 

In Deutschland haben sich zwei Männer (35 und 29 Jahre alt) ebenfalls die Eröffnung eines Marihuana-Kaufhauses vorgenommen. Dies sollte allerdings geheim bleiben, was nun fehlschlug: In einem ehemaligen Kaufhaus in Schwenningen trat Wasser aus und die angerückte Polizei wollte eigentlich nur den Schaden begutachten. Doch laut „Lahrer Zeitung“ stieß man im Inneren des Kellers auf eine Cannabisplantage mit über Hundert Pflanzen. Die beiden Plantagenbetreiber dürfen sich nun ausgiebig darüber ärgern, vergessen zu haben, das Wasser abzustellen.

Bei dieser Sorte ist der Name Programm: Bei Geruch und Geschmack herrscht eindeutig Erdbeere vor und beim Abgang Husten. Samen von Strawberry Cough sind von verschiedenen Samenbanken erhältlich, die bekanntesten Vertreter sind in diesem Fall sicherlich BC Bud Depot und Dutch Passion. Es handelt sich bei dieser Sorte um einen Hybriden mit starkem Sativa-Einschlag. Das Verhältnis liegt bei etwa 3–1, bei Dutch Passion liegt der Anteil bei 80 % Sativa. Durch die hohen Sativa-Anteile und einen durchschnittlichen THC-Gehalt eignet sich Strawberry Cough auch für Aktionen außerhalb der heimischen Couch. Das High ist recht energiereich und bietet Raum für diverse Aktivitäten. Strawberry Cough ist für den Indoor-Anbau (Blüte von etwa neun Wochen) vorgesehen. Aber auch im Gewächshaus können gute Ergebnisse erzielt werden (Ernte Ende Oktober). Der Anbau gestaltet sich relativ einfach und bringt durchschnittliche Ergebnisse ein.

 

 

 

Alle Fotos von: www.dutchpassion.nl/de/

Auch in der Schweiz weiß man, dass sich das vorherrschende Cannabis-Verbot nicht durchsetzen lässt und sich niemand dadurch vom Kiffen abhalten lässt. Daher sucht man dort nach neuen Wegen, um mit Cannabis umzugehen. Die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet heute, dass sich nächste Woche städtische Vertreter aus Basel, Bern, Genf, Zürich und Winterthur treffen, um eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu erwirken. Vorgesehen sind Modellprojekte mit etwa Tausend Teilnehmern.

 

Wer jetzt Bilder von Coffeeshop-Szenen vor Augen hat, liegt allerdings falsch. Die Teilnehmer sollen in vier Gruppen (Selbstmedikation, unproblematischer Konsum, problematischer Konsum, Minderjährige) eingeteilt und auch überwacht werden. Die Städte durchstöbern das Betäubungsmittelgesetz derzeit nach Schlupflöchern, um die Idee verwirklichen zu können. Wo die Ausgaben stattfinden sollen, wird nächste Woche geklärt. Der Antrag soll im Sommer eingereicht werden. Ob es allerdings tatsächlich so weit kommt, muss unter anderem noch vom Bundesamt für Gesundheit entschieden werden.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr auf der Website der NZZ.

Aus heiterem Himmel wurden von Facebook drei der fünf Facebook-Accounts von medizinischen Ausgabestellen („Dispensaries“) im amerikanischen Bundesstaat News Jersey geschlossen, vermeldet nj.com. Bislang kam es gelegentlich schon vereinzelt zu Schließungen von Facebook-Accounts von Cannabis-Ausgabestellen. Facebook spricht davon, dass im Fall der Dispensaries aus New Jersey die Facebook-Grundsätze verletzt worden seien. Die Eigentümer der geschlossenen Accounts bekamen eine Meldung, dass Facebook jede Werbung für Drogengebrauch unterbinde.

 

Obwohl alle betroffenen Dispensaries auch über Websites verfügen, ist es dennoch ärgerlich, da auf den Websites das Angebot der Ausgabestellen aufgrund der geltenden Gesetze ebenfalls nicht beworben werden darf. Daher informieren die Dispensaries bisher hauptsächlich über ihre Facebookseiten. Noch einmal zusätzlich dürfte die Betreiber der geschlossenen Accounts treffen, dass die Konkurrenz weiterhin auf Facebook aktiv sein darf.

Immerhin: Auch wenn Krankenkassen in Deutschland bislang nicht grundsätzlich verpflichtet werden können, die Kosten für eine Behandlung mit Cannabis zu übernehmen, liegt nun eine interessante Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund vor: Krankenkassen sind verpflichtet, die Kosten für Cannabisblüten zur Schmerztherapie zu tragen, wenn sie über einen entsprechenden Leistungsantrag des Versicherten verspätet entscheiden. So heißt es in der gestrigen Pressemitteilung der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Im konkreten Fall ging es um einen Schmerzpatienten aus Witten, der über eine betäubungsmittelrechtliche Sondergenehmigung zum Erwerb von Medizinal-Cannabisblüten verfügt. Der Antrag auf eine Kostenübernahme durch seine Krankenkasse Barmer GEK wurde mit der Begründung abgelehnt, bei Marihuana handele es sich weder um Arzneimittel noch um eine Rezepturvorbereitung. Auch stünden weitere wirksame Medikamente zur Verfügung.

 

Nun verurteilte das Sozialgericht Dortmund allerdings die Barmer GEK, die anfallenden Kosten für den Bedarf von monatlich 56 Gramm Cannabisblüten des Klägers zu übernehmen. Begründet wurde dies allerdings leider nicht etwa durch die plötzliche Erkenntnis, Cannabis sei ein ausgezeichnetes Medikament, sondern mit deutscher Gründlichkeit: Die Barmer GEK habe die gesetzliche 5-Wochenfrist des § 13 Abs. 3a SGB V zur Entscheidung über den Leistungsantrag des Klägers nicht eingehalten und ihn nicht über die Gründe hierfür rechtzeitig schriftlich informiert. Damit trete eine Genehmigungsfiktion ein, unabhängig davon, ob die Krankenkasse tatsächlich leistungspflichtig sei.

 

In den letzten Wochen ist Cannabis auf Rezept wieder ein deutliches Thema in der deutschen Öffentlichkeit geworden. So veröffentlichte gestern etwa Heike Le Ker auf „Spiegel Online“ einen vieldiskutierten Kommentar zu dieser Thematik.

Artist: Carl Murphy

Titel: Lick I Pipe

Genre: Reggae

Jahr: 1971

 

Prägnante Line: I man a go lick I pipe

 

Entspannte Klänge aus Jamaika, die bald schon 50 Jahre auf dem Buckel haben. Der legendäre Carl Murphy brachte bereits 1971 zusammen mit den Impact All Stars diesen Ganja-Tune unters Volk. Interessenten, die das Lied bei einer schönen Pfeife über die heimische Anlage hören möchten, beziehen das Lied am besten zusammen mit dem Trojan Ganja Reggae Box Set. Auf dieser Zusammenstellung gibt es 50 Tracks von unter anderem Max Romeo, Horace Andy oder Barrington Levy. Hier ein kleine Auswahl der Titel des Sets, damit ihr wisst, was euch inhaltlich erwartet: Sensi Man, Collie Weed, Marijuana in My Brain, Ganja Baby, Marijuana in My Soul, Free the Weed, Feeling High, Ganja Plane...

Erst gestern haben wir über den Gras-Opa (69) aus Bonn berichtet, der mit seinen beiden Enkelinnen kiloweise Gras vertickte – heute können wir von einem Mutter-Tochter-Gespann aus Österreich berichten, das jahrelang mit Marihuana in nicht unerheblichen Mengen gehandelt haben soll.

 

Die 51-jährige Mutter unterhielt mit ihrer 22 Jahre alten Tochter auf einem Bauernhof im Bezirk Berg (Oberösterreich) jahrelang drei Indoor-Anlagen zur Cannabisaufzucht. Auch der Innenhof des Bauernhofs wurde eigens zu diesem Zweck umgebaut. Nun gibt es für die beiden Gefängnis statt Bauernhof. Am Dienstag wurden sie in Linz für den Anbau und Verkauf von einigen Kilogramm Cannabis verurteilt: Der ORF berichtet von neun angebauten und sechs verkauften Kilo, „Nachrichten.at“ meldet sogar 18 Kilo angebautes Marihuana, wovon die Hälfte verkauft worden sein soll. Die Staatsanwaltschaft warf den beiden sogar noch größere Mengen vor.

 

Mutter und Tochter sind geständig und gaben an, mit dem Anbau und Handel ihren Lebensunterhalt bestritten zu haben. Die Mutter wurde zu zwölf Monaten unbedingter und weiteren 24 Monaten bedingter Haft verurteilt, die Tochter zu zehn Monaten unbedingter und 20 Monaten bedingter Haft.

Augenscheinlich nach einer der berühmtesten Waffen der Welt benannt, hat es auch die Grassorte AK-47 (oder AK47) zu beachtlicher Verbreitung gebracht. Den Namen verdankt die Sorte ihren Qualitäten als schnellem Ausschalter – sei es von Schmerzen oder aber auch von unvorsichtigen Coffeeshop-Besuchern in den Niederlanden. Zu den Vorfahren der AK-47 zählen klassische Afghani-, Thai-, Columbian- und Mexican-Strains. Diese Hybrid-Sorte (65 % Sativa, 35 % Indica) wurde im Jahr 1992 von der niederländischen Samenbank Serious Seeds entwickelt und ruft einen vornehmlich Sativa-lastigen Zustand hervor. Diese Sorte sowie zahlreiche Varianten sind aber auch von vielen anderen Samenbanken erhältlich.

 Relativ einfach zu growen, erreicht AK-47 eine durchschnittliche Höhe und blüht nach grob 60 Tagen. Der CBD-Gehalt liegt zwischen 0 und 2 Prozent. Mit einem THC-Gehalt um die 20 Prozent ist AK-47 ein wahres „One-Hit-Wonder“. Der hohe THC-Anteil und das beim Rauchen zum Tragen kommende fruchtige Aroma sind zwei Gründe für die weltweite Beliebtheit. Insgesamt konnte diese Sorte schon zwanzig verschiedene Preise einheimsen, etwa den dritten Platz für Hybride beim Amsterdamer Cannabis Cup 2011. Bei AK-47 handelt es sich um eine klassische Indoor-Sorte, die aber theoretisch auch draußen angebaut werden kann und dort im Laufe des Oktobers fertig werden müsste.

 

 

Weitere, ausführlichere Sortenportraits findest du in der aktuellen Ausgabe von Highway: Für nur 2,60 Euro an jedem gut sortierten Kiosk oder für 1,89 Euro als E-Paper erhältlich.