Highway

Cannabisanbau in Amerika – in manchen Bundesstaaten ein Millionengeschäft, in anderen ein schweres Verbrechen. Dies kommt den 77-jährigen Charles Frederick White nun teuer zu stehen. Nicht, dass er verdächtig gewesen wäre, nein – seine Cannabisaufzucht wurde nur zufällig gefunden, als zwei zivil gekleidete Fahnder auf der Spur eines Identitätsdiebstahls waren und illegalerweise das Grundstück von White betraten, um ihn in der dünn besiedelten Gegend 70 Kilometer nördlich von Springfield, Missouri nach dem richtigen Weg zu fragen.

 

Wie die „High Times“ berichtete, waren die beiden Ermittler plötzlich an einem neuen Fall dran: den sie bemerkten Hinweise auf einen Marihuana-Grow, eine Überwachungskamera und einen mehr als eindeutigen Geruch. Nachdem sie einige Minuten mit White geredet und das Grundstück wieder verlassen hatten, besorgten sie sich einen Durchsuchungsbefehl. Das Ergebnis der Durchsuchung: 1.700 illegal angebaute Cannabispflanzen.

 

Das ganze trug sich bereits vor sechs Jahren zu – nun kam es zum Gerichtsurteil. Die Anwälte Whites versuchten das ganze Prozedere der Ermittler als illegal zu erklären und argumentierten, dass sie niemals das Grundstück Whites hätten betreten dürfen. Auch sprachen die Anwälte davon, dass es gar kein Zufall gewesen wäre, dass die Ermittler genau sein Grundstück ausgesucht hätten, um nach dem Weg zu fragen, sondern er bereits im Visier der Behörden gewesen und dies bloß ein Trick gewesen wäre.

 

Auch sagten zwei Nachbarn aus, Whites Zufahrt zum Grundstück wäre immer und grundsätzlich verschlossen gewesen und daher wären die Fahnder ganz eindeutig illegal ins Gelände eingedrungen, als sie angeblich nach dem Weg fragten. Das Gericht erklärte diese Aussagen aber für nicht glaubwürdig.

 

Die anderen Anklagepunkte wegen Planung zum Verkauf des Marihuanas wurden zwar vonseiten der Regierung fallengelassen, aber da White bereits 1990 wegen Anbaus von 600 Cannabispflanzen und 2004 wegen Anbaus von 100 Cannabispflanzen verurteilt wurde, gab es nun eine heftige Strafe für ihn: 10 Jahre Gefängnis. Die bisherige Haft bis zum Urteil wurde ihm angerechnet, sodass er im Alter von 82 Jahren entlassen wird.

 

Der Richter sagte, dass er sich mit dem Urteil sehr unwohl fühle, er aber keinen Präzedenzfall gefunden habe, der eine Verurteilung unter dem Minimum von 10 Jahren Haft erlaubt hätte. Whites Anwälte legten Berufung ein.

Dass der Konsum und Besitz von Marihuana in den USA, trotz nicht weniger lobenswerter Ausnahmen, nicht in jedem Bundesstaat gern gesehen wird, musste der amerikanische Rap-Star Young Thug, der mit bürgerlichem Namen Jeffrey Lamar Williams heißt, nun (zum wiederholten Male) am eigenen Leib erfahren.

In Georgia wurde der exzentrische, bei Kritik und Publikum aber gleichermaßen beliebte Rapper bereits vergangenen Samstag von der Polizei im Rahmen einer Verkehrskontrolle mit 2,5 Unzen (entspricht etwa knapp 71 Gramm) Marihuana im Gepäck erwischt. Wie es sich für einen echten "Thug" gehört, fanden die Cops auch noch knapp 50.000 Dollar in Cash und eine Schusswaffe. Das alles wäre vielleicht gerade noch halb so wild, wenn der Musiker nicht bereits im Jahr 2015 in Konflikt mit dem Gesetz gekommen wäre, als Polizeikräfte sein Anwesen stürmten. Seine Anwälte konnten eine Anklage wegen illegalen Drogenbesitz von Marihuana und Kokain damals gerade noch abschmettern.

Seit Mittwoch ist Young Thug zwar nun nach einer Kautionszahlung wieder auf freiem Fuß, nach dem wiederholten Vergehen stehen die Chancen für einen ähnlich glimpflichen Ausgang wie 2015 aber jetzt sehr viel schlechter.

Marihuana legal – ein Traum, wie ihn inzwischen Millionen von US-Amerikanern leben können. Dieser in der neueren Geschichte mehr oder weniger neue Zustand ruft natürlich auch die verschiedensten Forscher auf den Plan, die die Auswirkungen der Legalisierung untersuchen. Das Forschungsinstitut „Consumer Research Around Cannabis“ widmete sich nun einer interessanten Frage: welche Auswirkungen hat der legale Cannabiskonsum auf die diversen Fast-Food-Ketten des Landes? Basis der Auswertung war eine Onlineumfrage unter 27.500 legalen Cannabiskonsumenten.

 

Erst einmal vorab: Von den amerikanischen Kiffern gehen grundsätzlich (nüchtern oder dicht) 43 % zu McDonald's, 20 % zu Taco Bell und 8,7 % zu Subway. Die hohe Anzahl an McDonald's-Besuchern hat auch sicherlich mit der extremen Verbreitung der Filialen in den Vereinigten Staaten zu tun. Wenn die Befragten jedoch Cannabis konsumieren, ändern sich die Präferenzen: nach einem Joint ist es zu 40 % wahrscheinlicher, dass sie in einer Taco-Bell-Filiale landen, als ohne Konsum. Auch die Wahrscheinlichkeit, bei McDonald's aufzuschlagen, nimmt nach dem Kiffen um 10 % zu. Die Beliebtheit von Subway nimmt im dichten Zustand hingegen noch einmal ab: es wird zu 10 % unwahrscheinlicher, dass die Cannabisfans nach dem Konsum dort etwas zu sich nehmen.

Medizinisches Cannabis auf Hawaii – dies ist zwar bereits seit dem Jahr 2000 legal, doch gab es bislang keine Dispensaries auf der Insel und man musste sich mit dem Selbstanbau weiterhelfen. Doch kürzlich wurden nun Lizenzen für Geschäfte für medizinisches Marihuana erteilt und vergangenen Monat sind auch die ersten beiden Dispensaries eröffnet worden: Maui Grown Therapies und Oahu’s Aloha Green Apothecary. Auch Woody Harrelson bemühte sich um eine Lizenz, ging aber leer aus.

 

Nun sind die Zahlen des ersten Monats der legalen medizinischen Cannabisverkäufe bekanntgegeben worden: die beiden Shops konnten in dieser kurzen Zeit einen Umsatz von 426.000 US-Dollar generieren. Diese Summe schlüsselt sich auf 7.845 Cannabispatienten auf (bei 18.600 insgesamt registrierten), die durchschnittlich 54,33 US-Dollar ausgaben und dafür durchschnittlich 3,3 Gramm Marihuana oder andere Cannabisprodukte erhielten.

 

Der Durchschnittspreis von 16,45 US-Dollar pro Gramm ist sehr hoch, aber mit in Zukunft dazustoßenden weiteren Dispensaries wird dieser wohl fallen. Derzeit dürfen nur Cannabispatienten aus Hawaii die Shops nutzen, aber dies soll demnächst auf alle amerikanischen Bürger ausgeweitet werden. In Sachen Bezahlung will Hawaii besonders progressiv vorgehen und den Dispensaries ein bargeldloses Zahlungssystem ermöglichen – dies ist aufgrund der geltenden Bundesgesetze gegen Geldwäsche von Drogengeldern bislang in keinem einzigen Staat möglich.

Cannabis kurios – die heutige Meldung ist für erfahrene Konsumenten kaum zu glauben und mal wieder ein gefundenes Fressen für die Nicht-Cannabis-Presse, etwa den „Telegraph“: Eine Gruppe von vier Wanderern in England war am Samstag aufgebrochen, um den höchsten Berg Englands, den Scafell Pike, zu besteigen. Dieser ist mit einer Höhe von 978 Metern wahrlich kein Ungetüm, sodass man hier durchaus von einer Wanderung sprechen kann, nicht etwa von Bergsteigen oder ähnlichem.

 

Die Vierergruppe setzte jedenfalls gegen halb sieben Uhr abends einen Notruf ab – sie hätte auf dem Scafell Pike Cannabis geraucht und nun seien sie nicht mehr in der Lage zu gehen. Na hat man so etwas schon gehört? Maximal von 13-Jährigen, die vor der ersten Schulstunde zwei Gramm Haze geraucht haben, um ihre Freunde zu beeindrucken. Wäre am anderen Ende der Strippe ein passionierter Kiffer gewesen, er hätte wohl kommentarlos aufgelegt. Aber tatsächlich, es musste eine über dreistündige Rettungsaktion durchgeführt werden, in die die Bergwacht, die Luftrettung und Dutzende Freiwillige eingebunden waren.

 

Aber zugegeben: wenn man einmal von Cannabis schlecht drauf kommt, kann die Wahrnehmung doch temporär schon recht weit von der Realität entfernt sein und diverse Schreckensszenarien ungemein überhöhen. Dass dies allerdings vier Leuten kollektiv geschieht, die sich dann alle nicht mehr in der Lage sehen, weiterzugehen, ist schon äußerst kurios. Das hört sich eigentlich eher nach einem Rausch der Marke „Legal High“ an.

 

Die Polizei warnte anlässlich dieses Vorfalls davor, bei Bergwanderungen Alkohol oder Drogen zu konsumieren und erinnerte noch einmal daran, genügend Nahrung und die richtige Ausrüstung mitzunehmen.

Cannabis und Rap – das gehört zusammen seitdem der Hip-Hop erfunden wurde. In den Vereinigten Staaten beschränkt sich die Kollaboration schon länger nicht mehr nur auf diverse Liebesbekundungen der Rap-Musiker ans grüne Kraut, nein, Stars wie Snoop Dogg, Kurupt, Wiz Khalifa und viele andere haben ihre eigenen Weed-Strains auf dem Markt, die dort in den Dispensaries und/oder als Samen verkauft werden.

 

Praktisch zeitgleich haben nun ein deutscher Rapper und ein Rap-Duo aus Deutschland bekanntgegeben, ebenfalls ins Weed-Geschäft einzusteigen und mit ihren guten Namen zukünftig für eine Cannabissorte zu stehen: Die beiden Rapper Plusmacher und Botanikker, die zusammen „Die Kushhunters“ bilden, kündigten in der vergangenen Woche an, dass sie nun die ersten deutschen Rapper mit eigener Grassorte seien. Bei ihrer Sorte handelt es sich um einen reinen CBD-Strain, der somit in der Schweiz legal verkauft werden darf, jedoch keine berauschende Wirkung bietet. Erhältlich ist diese Sorte über den Mr. Nice Shop in Basel (www.misternice.ch).

 

Rapper Herzog annoncierte hingegen, dass er seinen eigenen – THC-haltigen – Strain in Samenform auf den Markt bringen wird: „Ich freue mich euch mitteilen zu können, dass ich der erste deutsche Rapper bin, der seinen eigenen THC-Strain als Samen auf den Markt bringt. Das gute Pflänzchen hört auf den wundervollen Namen ,HERZ OG‘ und ist in Zusammenarbeit mit Exotic Seed aus Madrid in Spanien in den letzten 1 1/2 Jahren entstanden. Es handelt sich um die potente Kreuzung von Larry OG & Kosher Kush – kalifornische Genetiken, die bereits diverse Preise und Cups eingeheimst haben. Die Samen werden international vertrieben, es folgen weitere Infos und der Vorverkauf startet demnächst.“

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro (2,99 Euro in Östereich, 4,20 CHF in der Schweiz) erwerben:

 

Cannabis in der Tasche? Wenn es weniger als 10 Gramm sind, ist dies im Schweizer Kanton Zürich ab sofort kein Problem mehr. Wie die Polizei mitteilte, wird augenblicklich von der Praxis abgesehen, volljährige Cannabiskonsumenten mit Bußen zu versehen, wenn sie weniger als zehn Gramm Marihuana oder Haschisch mit sich führen.

 

Im September 2016 setzte der Schweizer Jura-Studenten Till Eigenherr – damals noch im ersten Semester seines Jura-Studiums! – vor Gericht einen Freispruch für einen Freund von ihm durch, der in Zürich mit acht Gramm Marihuana aufgegriffen worden war (wir berichteten). Die ursprünglich angeordnete Ordnungsbuße von 100 Franken für den Besitz (zuzüglich 150 Franken für Gebühren), wurde aufgehoben, die Stadtpolizei Zürich musste sich sogar vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Denn Eigenherrs Argumentation vor Gericht stützte sich auf Artikel 19b im schweizerischen Betäubungsmittelgesetz. Dieser Artikel besagt seit 2013, dass geringe Mengen Cannabis bis zu 10 Gramm für die „Vorbereitung“ von Eigenkonsum straffrei bleiben. Zuletzt vertrat Eigenherr erfolgreich einen Mandanten, der zweimal von der Stadtpolizei Zürich mit Cannabismengen von jeweils unter zehn Gramm aufgegriffen und mit Geldbußen bedacht worden war. Eigenherrs Plan sah vor, dass das Stadtrichteramt vor das Obergericht zieht, um so einen Grundsatzentscheid herbeizuführen.

 

Doch dies ist ist nun durch die Klagen eines Cannabiskonsumenten aus Basel geschehen, der bis vor das Bundesgericht zog, um gegen die Verfahrenskosten, die ihm für den Besitz einer geringen Menge Cannabis aufgetragen wurden, zu klagen – schließlich sei der Besitz straffrei, so das Argument. Und tatsächlich, das Bundesgericht in Lausanne gab dem Mann recht: der Besitz von Cannabismengen unter zehn Gramm bleibt straffrei, lautete das Urteil.

 

Die bisherigen Folgen lassen sich gut an: Die Stadtrichterämter Zürich und Winterthur haben bereits beschlossen, dass sie „Verfahren wegen blossen Besitzes einer geringfügigen Menge Cannabis bei Erwachsenen“ nicht mehr annehmen und einstellen, wie der „Tagesanzeiger“ berichtet. Und auch die Polizei in Zürich ließ jetzt verlautbaren: „Die Polizeien im Kanton Zürich passen ihre Praxis beim Besitz geringfügiger Mengen von Cannabis bei Erwachsenen vorläufig an.“

 

Wer in Zürich mit geringen Mengen Gras erwischt wird, hat also nichts mehr von der Polizei zu befürchten. Anders sieht es hingegen aus, wenn man beim Konsum von Cannabis erwischt wird. Denn der Konsum ist, anders als in Deutschland, verboten und wird weiterhin mit 100 Franken Ordnungsbuße belegt. Minderjährige, die mit (geringen) Mengen Marihuana oder Haschisch aufgegriffen werden, werden an die Jugendanwaltschaft gemeldet.

Am 24. September wird in Deutschland zur Bundestagswahl gebeten. Und vieles spricht dafür, dass Merkel in eine weitere Runde geht. Gerade aus Sicht von Cannabiskonsumenten ist dies jedoch mit die schlechteste Wahl, die man nur treffen kann. Denn wenn von der CDU/CSU eins nicht zu erwarten ist, dann die Legalisierung oder auch nur Tolerierung von Cannabis und seinen Konsumenten. Um einen CDU-Sieg zu verhindern, sollte jeder Cannabisfreund am Wahlsonntag daher auch tatsächlich wählen gehen und irgendeine andere Partei wählen. Doch welche bloß? Wir haben uns die großen Parteien mit reellen Chancen auf einen Einzug in den Bundestag einmal kurz hinsichtlich ihrer Einstellung zu Cannabis angeschaut und geben eine Einschätzung.

 

DIE LINKE (Legalisierungs-Potential: 4/5)

Die vollmundigsten Versprechen hinsichtlich Cannabis und einer baldigen Legalisierung bieten Die Linke sowie Bündnis 90/Die Grünen, wobei die Linken noch entschlossener scheinen und von uns auch deutlich mehr Credibility zugesprochen bekommen. Böse Zungen mögen behaupten, dass dies wohl allein daran liegen mag, dass die Linken bislang noch keine Gelegenheit hatten, an der Regierungsbildung beteiligt zu werden. Da der Einzug in den Bundestag aber praktisch feststeht, stellt Die Linke unsere erste Wahl hinsichtlich einer menschenfreundlichen und sinnvollen Cannabispolitik dar.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Legalisierungs-Potential: 3/5)

Auf dem zweiten Platz unseres Rankings finden sich Die Grünen ein, allerdings schon nur noch mit einer mittleren Bewertung. Ginge es allein nach den Aussagen, die von den Grünen zur Cannabisthematik gemacht werden, sollte die Bewertung eigentlich etwas besser ausfallen, allerdings haben sie während ihrer Regierungsbeteiligung von 1998 bis 2005 unter Beweis gestellt, dass die damaligen Wahlversprechen von einer vernünftigen Cannabispolitik nicht umgesetzt wurden. Dennoch dürften die Wählerstimmen hier zumindest besser aufgehoben sein, als bei den folgenden Parteien.

 

SPD (Legalisierungs-Potential: 2/5)

An der dritten Stelle unserer Einstufung steht die SPD. Das ist aber kaum der Verdienst derselben, sondern liegt eigentlich nur daran, dass die folgenden Parteien Cannabis noch feindlicher gegenüberstehen. Auch mit der SPD war während ihrer Regierungszeit von 1998 bis 2005 keine Cannabislegalisierung zu machen – wenigstens hatte sie es aber vorher auch nicht versprochen. Der diesjährige Entwurf der Grünen eines Cannabiskontrollgesetzes wurde von der SPD abgelehnt, somit ist auch weiterhin kein Kurswechsel zu erwarten. Bei einer Koalition von Linken, Grünen und SPD wäre die Chance theoretisch da, auch wenn die SPD nicht für eine Legalisierung, sondern bloß für Modellprojekte wäre.

 

FDP (Legalisierungs-Potential: 2/5)

Auch die FDP erntet eine tendenziell eher schlechte Bewertung, auch wenn inzwischen einige Mitglieder lautstark nach einer besseren Cannabispolitik rufen. Doch konkrete Pläne gibt es keine, viele Mitglieder sehen die Sache auch ganz anders und zudem hat die FDP schon bei verschiedenen Themen gezeigt, dass sie sich gerne einmal mit dem Wind dreht und somit auch keine Probleme hat, in Kürze das Gegenteil zu behaupten. Von daher sind von dieser Partei eher keine ehrlichen Verbesserungen der Cannabispolitik zu erwarten, auch wenn damit gelegentlich Stimmenfang betrieben wird.

 

AFD (Legalisierungs-Potential: 2/5)

Was die AFD nun genau will, weiß sie auch beim Thema Cannabis nicht so ganz genau. Die Positionen innerhalb der Partei gehen stark auseinander, allerdings sind die negativen Stimmen doch in der Überzahl. Hier warten viele Nichts-Checker aller Kaliber auf ihren Einsatz auf der großen politischen Bühne und das Thema Cannabis könnte auch dazu eingesetzt werden, um sich bei den Cannabis-Gegnern statt Cannabis-Freunden beliebt zu machen. Eine klare Linie ist jedenfalls nicht zu erwarten und die Gesamtsituation in der Partei eher gegen Cannabis eingestellt. Wir raten ab.

 

CDU/CSU (Legalisierungs-Potential: 1/5)

Die einzige Partei, die ganz offen und kollektiv Cannabis und seine Konsumenten verachtet, ist die CDU/CSU. Keine andere Partei reitet so auf dem Thema herum oder fordert gleich noch größere Ächtung und noch schlimmere Strafen für Cannabiskonsumenten. Keine andere Partei verbreitet solch schändlichen Lügen über Cannabis – und das auch noch mit voller Absicht (was diversen Lobbyisten in die Hände spielen dürfte). Mit dieser Partei wird es keine Legalisierung und keinen Fortschritt geben – und dies ist die Partei, die nach den letzten Prognosen mit bis zu 40 Prozent der Stimmen die Wahl gewinnen wird. Deswegen unsere dringende Bitte: Geht zur Wahl und wählt irgendwen, bloß nicht die CDU.

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