Highway

Was macht man, wenn das eigene Kind krank ist, sehr krank – etwa unter Epilepsie leidet? Und das einzige wirksame Medikament gegen die Epilepsie Cannabis ist? Dann gibt man seinem Kind vermutlich Cannabis, solange es hilft und wenn es die Beschwerden lindert. Und das ganz egal, ob man in Europa oder Südamerika sitzt – und erst recht egal, ob Cannabis legal oder illegal ist.

 

So dachten es sich auch insgesamt 80 Eltern aus Peru, die gemeinsam eine Marihuana-Aufzucht in einem Haus in San Miguel (Lima) betrieben. Dort wurden Cannabispflanzen großgezogen und weiterverarbeitet – das Ganze einzig mit dem Zweck, die kranken Kinder der beteiligten Familien, die unter Epilepsie und anderen Krankheiten leiden, mit wirksamer Cannabismedizin zu versorgen.

 

Doch auch in Peru hat die Polizei ein größeres Interesse daran, Marihuana-Anbau zu verhindern als kranken Kindern und ihren Familien zu helfen. Und so wurde das Cannabis-Haus auseinandergenommen und eine Anklage wegen Drogenproduktion gegen die Eltern vorbereitet. Diese bauten nicht nur Cannabis an, sondern stellten auch etwa Cannabisextrakt her, das unter anderem sehr wirksam gegen Epilepsie hilft.

 

Bis hierhin sind das eigentlich keine guten Neuigkeiten. Aber etwas Positives ist der Geschichte doch abzugewinnen, denn Perus Präsident Pedro Pablo Kuczynski kündigte laut „Independent“ nach dem Polizei-Überfall auf das Cannabis-Haus an, kurzfristig Gesetze entwickeln zu wollen, die einen medizinischen Gebrauch von Cannabis bei schweren Krankheiten zulassen.

 

Hoffen wir, dass er sein Versprechen schon bald in die Tat umsetzt – und außerdem, dass die Eltern der kranken Kinder nicht hart bestraft werden und vor allem, dass es für die Kinder in der Übergangsphase auch weiterhin eine Möglichkeit gibt, an ihre Medizin zu kommen.

Der himmlische Geruch von Marihuana: Als echter Cannabisenthusiast kann man dem intensiv-süßlichen Dunst nur schwer widerstehen. Leider gilt dies auch für Polizei- und Zollbeamte – steigt ihnen der prägnante Duft in die Nasen, können sie einfach nicht anders als zu durchsuchen, zu konfiszieren und zu verhaften. Was könnte man – so haben sich schon unzählige erfinderische Cannabisfreunde gefragt – also gegen das Riech-Risiko unternehmen? Wie könnte man den Geruch wirkungsvoll überdecken? Mit Katzenpipi? Kaffeepulver? Deodorant? Umso wichtiger wird eine Lösung des Odeur-Problems, befindet man sich gerade im restriktiven Bayern.

 

So wie der 32-jährige Mann, der kürzlich in Lindau am Bodensee mit seinem unter anderem mit Marihuana gefüllten Rucksack über den Bahnhof schlenderte. Seine vermeintliche Lösung ist so einfach wie naheliegend: Neben anderen Lebensmitteln hatte der junge Mann mehrere Packungen mit stark riechendem Käse im Gepäck. Und genau in diesen versteckte er sein verbotenes Kraut.

 

Ob es sich bei den Polizeibeamten, denen der Mann auffiel und die ihn folglich durchsuchten, um ausgewiesene Käseliebhaber handelte oder ob ihnen ein derartiger Schmuggelverusch schon öfter unterkam, ist nicht bekannt – jedenfalls ließen sie sich durch die List nicht täuschen und fanden das Gras. Und wurden in den Lokalgazetten – wie originell – für ihren guten Riecher gefeiert…

 

Statt Gras gab es für den jungen Mann eine Strafanzeige. Zumindest seinen Käse, oder das, was davon übrig war, durfte er behalten.

Das spanische Dorf Sant Miquel de Fluvià mit 800 Einwohnern litt in der letzten Zeit unter einem unerklärlichen Phänomen: Immer wieder kam es in dem Dorf in der Nähe zur französischen Grenze zu großflächigen Stromausfällen.

 

Die Polizei konnte dieses Rätsel nun lösen, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtete. Es war keine Gespenster-Crew, die den Menschen den Strom raubte, sondern eine Gangster-Crew, die sich mit dem Anbau von Marihuana etwas dazuverdienen wollte.

 

Ein Familienclan von acht Personen baute in mehreren Gebäuden des Dorfes insgesamt 1.600 Cannabispflanzen an. Dazu wurden auch zwei Stromleitungen illegalerweise angezapft.

Das ist wirklich doof gelaufen: In Köln-Porz wurden einem Mann ein Smartphone und ein Laptop aus dem Auto gestohlen. Ärgerlich. Es ist gar nicht bekannt, ob der Besitzer überhaupt Anzeige erstattete, denn der Dieb wurde von der Polizei bereits kurz darauf während einer Routine-Kontrolle ausfindig gemacht: Wie die „Kölnische Rundschau“ berichtete, kontrollierte die Polizei den Mann Freitagabend vergangener Woche und stellte fest, dass er mit Haftbefehl gesucht war. Die Gegenstände, die der junge Dieb bei sich hatte, konnten einem 44-jährigen Mann aus Köln-Porz zugeordnet werden.

 

Und das war schlecht für den Kölner. Denn am nächsten Morgen stand die Polizei vor seiner Tür und präsentierte ihm sein gestohlenes Smartphone. Und die Bilder, die darauf gespeichert waren. Darauf waren 100 Cannabispflanzen zu sehen, die offensichtlich zu dem Smartphone-Besitzer passten. Dieser stritt an der Wohnungstür alles ab, bat die Beamten aber herein. Nach Aussagen der Polizisten war der Geruch aus einem der Wohnungsräume dann allerdings eindeutig – dahinter verborgen sich auch tatsächlich 100 Cannabispflanzen.

 

Die Vernehmung wurde dann auf der Wache fortgesetzt, die er anschließend aber verlassen durfte. Handy und Laptop erhielt er wieder, die Cannabispflanzen nicht.

Dabbing ist der neueste, nun schon länger anhaltende Trend in der Cannabis-Community. In Amerika kann man sich die Dabs genannten Cannabis-Extrakte, die gegenüber einer Cannabisblüte ein Vielfaches an THC aufweisen, in den legalen Weed-Shops kaufen. In Europa ist man leider darauf angewiesen, sich solche Dabs, die anschließend in der Regel mit speziellem Dabbing-Zubehör geraucht werden („dabben“), selbst herzustellen.

 

Dieser Umstand wurde nun dem Kölner Rapper Niko B. alias Dr. Knarf (unter anderem bekannt aus der Vox-Sendung „Cover my song“) wohl zum Verhängnis. Wie „RP Online“ berichtet, flog gestern das Kölner Tonstudio des Rappers zu großen Teilen in die Luft. In dem Studio wurde nicht nur Equipment zur Musik-Produktion gelagert, sondern anscheinend auch mehrere Kilogramm Marihuana sowie sechs Flaschen mit Propangas. Zwei dieser Flaschen explodierten nun. Der 32-jährige Rapper sowie ein 35-jähriger Mann, der sich zu diesem Zeitpunkt mit Dr. Knarf zusammen in dem Tonstudio aufhielt, liegen derzeit im Koma und kämpfen um ihr Leben. Nach Augenzeugenberichten rannte Dr. Knarf brennend auf die Straße, wo er kollabierte. Bei der Explosion verlor er beide Hände.

 

Die üblichen Müll-Medien aus der Ecke „Express“ und „Bild“ spekulierten bereits von einem Drogenlabor zur Produktion von synthetischen Drogen. Allerdings reicht ein Blick in die Social-Media-Accounts von Dr. Knarf, um zu sehen, dass er ein großer Liebhaber des Dabbings ist. Viele seiner Posts auf Facebook und Instagram drehen sich nicht nur um seine Liebe zu Cannabis allgemein, sondern vor allem um Cannabis-Extrakte, die sogenannten Dabs. Sein Instagram-Name lautet „kniwo710“, wobei das 710 zweifelsfrei das amerikanische „Codewort“ für Hasch-Öl, also Dabs beziehungsweise das Dabben an sich darstellt, analog zur 420.

 

Und diese Dabs können halt auch mithilfe von Gas extrahiert werden. Die ersten Versuche in diesem Bereich basierten meist auf Gas-Extraktion. Inzwischen gibt es auch viele andere Möglichkeiten zur Dab-Herstellung, etwa durch den völlig gefahrlosen Gebrauch von Druck (hier als Beispiel etwa unsere Verlosung der Öl-Presse „T-Rex“). In Highway – Das Cannabismagazin 04/2016 (hier kann noch das E-Paper erworben werden) haben wir verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, Hasch-Öl beziehungsweise Dabs herzustellen – unter anderem auch einfach nur mithilfe von Butterbrotpapier und einem Bügeleisen.

 

Leider entschied sich Dr. Knarf wohl zur Herstellung mittels Gas. Auch die Polizei bestätigte inzwischen diese Version, wie bei „RP Online“ zu lesen ist. In der Regel wird zur Herstellung von Dabbing-Material Butangas genutzt, wenn mit Gas extrahiert wird. Allerdings ist es auch mit Propangas möglich. Wir haben in unserer Ausgabe 04/2016 und auf unserer Website schon mehrfach davor gewarnt und können nur die Herstellung von Cannabis-Extrakt empfehlen, wenn diese ohne Gas erfolgt. Damit das Dabben ein großer Spaß bleibt und niemand mit seinem Leben dafür zahlen muss.

 

Wir wünschen Nick B. alias Dr. Knarf und seinem Kollegen alles Gute und eine baldige Genesung! Falls ihr den Musiker Dr. Knarf noch nicht kennt, habt ihr mit diesem Video die Gelegenheit, euch einen Eindruck zu verschaffen:

Cannabis im Legoland? Kein Scherz! Im Legoland Windsor in England wurde eine nach Polizeiangaben „riesige“ Cannabis-Aufzucht gefunden. Damit ist schon einmal ausgeschlossen, dass die Ganja-Plantage von kleinen Legomännchen angelegt wurde. Nein, es waren Menschen aus Fleisch und Blut, die im fröhlichen Legoland Indoor-Cannabis anbauen wollten.

 

Die Aufzucht wurde von Legoland-Mitarbeitern entdeckt, wie BBC berichtet. Festgenommen wurden ein 40-jähriger und ein 34-jähriger Mann, die wohl beide nicht zu den Mitarbeitern des Legolandes gehören. Zugang zum Gelände verschafften sie sich über das neben dem Legoland liegende Grundstück – und das gehört der Queen von England. Die Männer wurden bis zu ihrem Prozess auf Kaution entlassen.

Cannabis ist Medizin! (Ab dem Frühjahr sogar auch in Deutschland ganz offiziell...) Cannabis-Medizin ist auch besonders deswegen so interessant, da damit Leiden gelindert werden können, bei denen andere Medikamente versagen.

 

Vergangenen Juli präsentierten wir ein Video von einem Tourette-Patienten, der ohne Cannabis praktisch nicht lebensfähig war und dank einiger Joints am Tag ein ganz normales Leben führen kann. Und dieses Video hat nun sozusagen einen Nachfolger spendiert bekommen:

 

Im unten anzuschauenden Video probiert ein Parkinson-Patient erstmals Cannabis aus – und zwar in Form eines Extrakts, das er sich unter die Zunge träufelt. Auch in diesem Video ist der Unterschied zwischen vorher (ohne Cannabis) und nachher (mit Cannabis) fast nicht zu glauben. Aber seht selbst... Cannabis ist Medizin!

Cannabis kurios – uns gehen inzwischen die Einleitungen aus, für die Fälle, in denen sich irgendwelche Spezialisten selbst ins Gefängnis gebracht haben. Am Donnerstag berichteten wir erst von dem Luxemburger, der im Zug einen Joint vor den Augen der Polizei drehte und im Endeffekt mit knapp zwei Kilo Marihuana erwischt wurde.

 

Auch der heutige Vollprofi kommt aus Luxemburg: Mittwochabend, kurz vor Mitternacht, bemerkte die Polizei in Moesdorf einen leicht bekleideten Fußgänger und sprach diesen an, ob er eine Mitfahrgelegenheit benötige. Dieser erklärte den Beamten, den Bus verpasst zu haben und nahm das Angebot dankbar an.

 

Doch kaum saß er im Wagen, hatten die Polizisten Marihuanageruch in der Nase. Da dieser Geruch nur von einer Person ausgehen konnte, wurde der Fußgänger durchsucht und es wurden 1,8 Kilogramm Marihuana bei ihm gefunden.

 

Zu allem Überfluss beschuldigte der Mann auch noch einen Bekannten, der Besitzer des Marihuanas zu sein, der kurz darauf eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen musste, wie beim „Tageblatt Lëtzebuerg“ zu lesen war. Dabei kamen weitere 300 Gramm Marihuana zutage.

 

Wir müssen sagen: eine interessante Variante des Selbst-Fickens!