Highway

Autofahren und Cannabis – ein Thema, das die Gemüter der Menschen fast noch mehr bewegt als die Frage um eine Legalisierung. Besonders daher, weil auch nüchterne Menschen mit Abbaustoffen von THC im Blut belangt und vom Straßenverkehr ausgeschlossen werden dürfen. Übrigens ein Thema, mit dem wir uns in der aktuellen Print-Ausgabe von Highway (Highway 04/2016 – an jedem gut sortierten Kiosk und Growshop erhältlich) ausführlich beschäftigen.

 

Vor Kurzem haben wir online und ebenfalls in der aktuellen Ausgabe Highway 04/2016 darüber berichtet, dass Dortmunder Forscher ein Atemtestgerät entwickelt haben, mit dem der Konsum von Cannabis nachgewiesen werden soll, ohne dass den Autofahrern diverse Körperflüssigkeiten abgezapft werden. Die Fehlerquote liegt zudem bei bloß einem Prozent. Ermittelt wird das ganze wie bei einem Alkoholtestgerät mittels Atemluft. Der Detektor weist in der ausgeatmeten Luft neben THC auch elf weitere Stoffe nach, mit denen Cannabiskonsum nachgewiesen werden kann.

 

Wie der NDR meldet, sind derartige Atemtestgeräte nun von der Hamburger Polizei angefordert worden und werden jetzt im Straßenverkehr getestet. Die Geräte wurden gestern zum ersten Mal eingesetzt, Testgebiet war der Hamburger Stadtteil Othmarschen. Ein Vorteil an dem Testgerät ist für Cannabiskonsumenten vielleicht, dass es nur einen bis zu acht Stunden zurückliegenden Konsum anzeigt, nicht wie bei anderen Testverfahren einen weitaus länger zurückliegenden. Grundsätzlich gilt aber auch hier wie bei jeder anderen Form von Drogen- oder Alkoholtest, das er verweigert werden kann.

 

Weitere Infos zu Cannabis und auch zum Themenkomplex Cannabis und Führerschein findest du in unserer aktuellen Ausgabe Highway – Das Cannabismagazin 04/2016. Das Magazin ist für schlappe 2,30 Euro jedem gut sortierten Kiosk und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Einen Teaser des enthaltenen Artikels unseres Rechtsanwalts zum Thema Kiffen und Autofahren erreichst du mit diesem Link.


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Im November finden parallel zu den US-Präsidentschaftswahlen in fünf Bundesstaaten Abstimmungen über eine jeweilige vollständige Legalisierung und in fünf weiteren Bundesstaaten Abstimmungen über die Legalisierung von medizinischem Marihuana statt.

 

Doch diese Abstimmungen werden nicht nur von Cannabisfreunden vorangetrieben, sondern sie haben auch einige Gegner, teilweise sehr mächtige und sehr wohlhabende. Wie die „Washington Post“ berichtete, ist nun bekannt geworden, dass das Unternehmen Insys Therapeutics aus Chandler in Arizona, Hersteller des teilweise tödlichen Schmerzmittels Subsys (Fentanyl) 500.000 Dollar an Arizonans for Responsible Drug Policy gespendet hat. Diese Organisation wirbt offensiv dafür, bei der Abstimmung über komplett legales Cannabis in Arizona mit nein zu votieren. Bis zu dieser Spende lagen die Cannabis-Befürworter in Arizona bei den Geldspenden 3 zu 1 vorne, nun sind die Spendensummen ungefähr ausgeglichen.

 

Begründet wird die Spende mit „mehr Sicherheit für die Kinder“, ein kaum verhohlener Versuch zur Verschleierung der Tatsachen: Die Firma hat Sorge, durch legales Marihuana viele ihrer Schmerzmittel-Kunden zu verlieren. Dabei verlieren sie sogar teilweise ihre Kunden durch ihr eigenes Opiat-Medikament: Subsys (Fentanyl) ist ungefähr 50 mal stärker als Heroin und viele Amerikaner haben sich mit diesem „Medikament“ schon aus dem Leben geschossen – vermutlich unter anderem auch der Popstar Prince, der im April dieses Jahres verstarb. Auch in Deutschland gab es schon einige Fentanyl-Opfer. In Amerika sieht sich Insys derzeit mit verschiedenen Ermittlungen auf Staats- und Bundesebene konfrontiert, dazu kommen noch weitere Verfahren, unter anderem wegen verschiedener illegaler Belohnungssysteme für Ärzte, die Subsys verschreiben sollen.

 

Grundsätzlich ist aber tatsächlich anzunehmen, dass die Firma durch eine Legalisierung Umsatzeinbußen zu erleiden hätte: Wie wir in der aktuellen Ausgabe Highway – Das Cannabismagazin 04/2016 berichten, erleidet die Pharmaindustrie enorme Einbußen durch Verschreibungen an US-Medizinpatienten im Alter von über 65 Jahren. Ebenfalls berichteten wir in zurückliegender Ausgabe, dass durch medizinisches Marihuana die Krankschreibungen in den USA signifikant zurückgehen. Auch nicht unerwähnt sollte bleiben, dass das Unternehmen außerdem eine synthetische THC-Variante entwickelt hat, die es vermutlich auch gerne unter die Leute bringen würde. Das geht natürlich besser, wenn kein Naturprodukt zugelassen ist.

 

J. P. Holyoak, Vorsitzender der Campaign to Regulate Marijuana like Alcohol, einer Gruppe, die sich für ein positives Abstimmungsergebnis einsetzt, fasste die Entwicklung sehr schön zusammen: „Unsere Gegner haben eine bewusste Entscheidung getroffen, mit diesem Unternehmen zu kooperieren. Sie finanzieren nun ihre Kampagne gegen Cannabis mit Profiten aus dem Verkauf von Opiaten – und vielleicht sogar aus dem unvorschriftsmäßigen Verkauf von Opiaten.“

 

Vor Kurzem erschienen ist Highway – Das Cannabismagazin 04/2016. Das Magazin ist für schlappe 2,30 Euro jedem gut sortierten Kiosk und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich:


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Wenn es um Cannabis geht, gehen die Meinungen auseinander. Und wenn es um die rechtlichen Aspekte von Cannabis geht, herrscht häufig Unklarheit. Um dem entgegenzuwirken, klärt Rechtsanwalt Steffen Dietrich aus Berlin in jeder Print-Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin über das Betäubungsmittelgesetz in Theorie und Praxis auf.

In der aktuellen Ausgabe 04/2016 von Highway – Das Cannabismagazin beschäftigt sich Rechtsanwalt Dietich mit dem leidigen Zusammenspiel von Führerschein und Cannabiskonsum im Allgemeinen und im Speziellen. Im Folgenden ein kurzer Auszug aus seinem im Magazin enthaltenen Artikel...

 

Kann man den Rausch aussitzen?

Mit seinem Beschluss vom 14. Oktober 2014 (Az.: 3 Ws (B) 375/14 – 162 Ss 93/14) hat das Kammergericht in Berlin über einen solchen Fall entschieden. Der Angeklagte war im Skiurlaub in der Schweiz gewesen und hatte dort ab und zu mit Freunden Cannabis konsumiert. Am Abend vor seiner Abreise nach Berlin fand eine Abschiedsfeier statt, die sich bis in die frühen Morgenstunden zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr hinzog und auf der von den Partygästen ebenfalls Joints geraucht und Haschischkekse konsumiert wurden. Nachdem der Angeklagte am Abend des Folgetages wieder in Berlin gelandet war, fuhr er mit einem Auto vom Flughafen aus weiter. Nach eigenen Angaben habe er sich dabei gut und fahrtüchtig gefühlt. Auf der Fahrt wurde der Angeklagte von der Polizei kontrolliert. Dabei fiel den Polizeibeamten auf, dass der Angeklagte geweitete Pupillen hatte, zitterte und grundlos kicherte, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde. Die Blutuntersuchung ergab einen THC-Wert von 1,4 ng/ml. Zwischen der Abschiedsfeier in der Schweiz und der Blutprobe in Berlin waren ca. 42 Stunden vergangen.

 

Das Amtsgericht Tiergarten in Berlin hat den Angeklagten in einem späteren Gerichtsverfahren wegen fahrlässigen Führens eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung des berauschenden Mittels Cannabis gemäß § 24a Abs. 2 und 3 StVG zu einer Geldbuße verurteilt und ein Fahrverbot von einem Monat ausgesprochen. Das Kammergericht hat dieses Urteil mit seinem Beschluss bestätigt. Zunächst stellt das Kammergericht klar, dass bei Vorliegen des THC-Grenzwertes von 1,4 ng/ml der analytische Grenzwert überschritten ist und daher auch von einer Wirkung des berauschenden Mittels ausgegangen werden kann. Eine Wirkung im Sinne des § 24a StVG sei nämlich bereits dann anzunehmen, wenn der Wirkstoff von dem entsprechenden Rezeptor im Zentralnervensystem aufgenommen wurde, ohne dass es noch eines tatsächlichen, die Wahrnehmung oder die Fahrtüchtigkeit beeinflussenden Effekts bedürfe. Ferner begründet das Kammergericht in seinem Beschluss, weshalb dem Angeklagten in dem vorliegenden Fall zu Recht ein Fahrlässigkeitsvorwurf gemacht werden kann. Im Allgemeinen handelt fahrlässig, wer eine ihm auferlegte und erfüllbare Sorgfaltspflicht außer Acht lässt. Im Hinblick auf die Wirkung von Cannabis im Sinne der Ordnungswidrigkeit des § 24a StVG fällt einem Verkehrsteilnehmer Fahrlässigkeit zur Last, wenn er eine mögliche Fortwirkung des Cannabiskonsums erkannt haben muss oder dies zumindest hätte erkennen können und müssen. Dabei genügt es, wenn der Betroffene bei Fahrtantritt mit der Möglichkeit rechnen muss, dass sich das Rauschmittel noch nicht vollständig abgebaut hat. Die Möglichkeit eines tatsächlichen beeinflussenden Effekts des berauschenden Mittels muss sich der Betroffene aber nicht vorstellen.

 

Des Weiteren beschäftigt sich Rechtsanwalt Steffen Dietrich in dem Artikel in Ausgabe 04/2016 mit der Frage, ob derartige Verkehrsverstöße als Straftat oder Ordnungswidrigkeit anzusehen sind, wie lange man berauscht ist – beziehungsweise wie lange man als berauscht gilt – und der Bedeutung der Entscheidung des Gerichts, die wir gerade in Auszügen vorgestellt haben. Den vollständigen Artikel sowie viele weitere Informationen und News rund um Cannabis findest du in Highway – Das Cannabismagazin 04/2016. Das Magazin ist für schlappe 2,30 Euro jedem gut sortierten Kiosk und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich:


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Die Welt ist zweigeteilt – in Menschen, die Pokémon Go spielen und Menschen, die sich nicht dafür erwärmen können. Letztere wurden durch Erstere bislang allerdings eher selten gestört, der Anblick der Smartphone-Sammler sorgte zumindest im Anfangsstadium für einige Belustigung bei den Nicht-Spielern. Zudem produzierten die eifrigen Monster-Jäger bislang reihenweise amüsante News, etwa wenn sie auf vermintes Gebiet vordrangen, bloß um Pokémon zu fangen, oder versehentlich eine Klippe runterstürzten und (leicht verletzt) von der Küstenwache geborgen werden mussten.

 

Auch bei Highway – Das Cannabismagazin tauchten die Taschenmonster schon auf – wir berichteten über drei nächtliche Spieler, die von der US-Polizei versehentlich für Drogenhändler und -käufer gehalten wurden.

 

Gestern kam es allerdings zu einem Zwischenfall, der die Gemüter erhitzen dürfte: Ein 27-jähriger Österreicher, der mit seinem Mobiltelefon auf Pokémon-Hatz war, passierte in dem Ort Weibern ein Gewächshaus. Dort roch es nach Cannabis und so unterbrach der junge Verräter sein Spiel, um die Polizei herbeizurufen. Diese kam auch prompt und untersuchte den Garten, der laut „heute.at“ gar nicht von der Straße einsehbar ist. Dies legt die Vermutung nahe, dass der Pokémon-Go-Spieler zwecks Monstersuche auf Privatgelände unterwegs war.

 

Gefunden wurden bei Durchsuchung dann rund 40 Cannabispflanzen. Das betroffene Grundstück bewohnt ein 25-jähriger Mann aus Weibern, der Besitzer der Cannabiszucht soll allerdings dessen 50-jähriger Vater sein, der zuvor schon wegen ähnlicher Vergehen angezeigt wurde. Nun müssen sich Vater und Sohn gemeinsam auf eine Anzeige einstellen.

 

Welches Pokémon sich bei den Cannabispflanzen versteckt hielt, wurde übrigens nicht bekannt. Wir tippen auf Bisasam, ein Pokémon der Gattung Pflanze und Gift mit den Fähigkeiten Notdünger und Chlorophyll.

 

Du möchtest noch mehr Neuigkeiten über Cannabis? Vor wenigen Tagen erschienen ist Highway – Das Cannabismagazin 04/2016. Das Magazin ist für schlappe 2,30 Euro jedem gut sortierten Kiosk und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich:


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Die beiden Männer, die nun des Anbaus von 2.400 Cannabispflanzen beschuldigt werden, fanden die Idee, in dem Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts Magdeburg Marihuana anzupflanzen, vermutlich witzig – das Karma tat dies leider nicht. Zwar ist das Amtsgericht nicht mehr in Betrieb, allerdings wird das Gebäude immer wieder mal von staatlicher Seite aus genutzt, etwa für etwaige Übungen. Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtete, war zuletzt die Bereitschaftspolizei zu Trainingszwecken in dem Gebäude und entdeckte die Pflanzen. Zwei Männer aus Schönbeck im Alter von 29 und 55 Jahren wurden gestern festgenommen und sitzen seitdem in U-Haft.

 

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Wie viel Gras wird eigentlich so jeden Tag verkauft und konsumiert? Über diese Zahlen kann man in Deutschland und den meisten anderen Ländern nur spekulieren, solange der Schwarzmarkt die Fäden in der Hand hält. Einzig zu überprüfen ist die Menge an medizinischem Cannabis, das an diejenigen Patienten ausgegeben wird, die über eine der raren Ausnahmegenehmigungen verfügen – im Mai 2016 waren das ungefähr 650 Menschen.

 

Die Linke hat im Bundestag eine Anfrage an das Bundesgesundheitsministerium über die genauen Verkäufe gestellt, die Ergebnisse wurden in Zeitungen der Funke-Mediengruppe veröffentlicht. Deutsche Apotheken verkauften demnach seit 2011 insgesamt 233 Kilogramm Cannabis. Die Zahlen sind ansteigend und haben sich kürzlich fast verdoppelt: Im ersten Halbjahr 2015 wurden 34 Kilogramm Cannabis verkauft, im ersten Halbjahr 2016 waren es schon 62 Kilogramm.

 

Das Bundesgesundheitsministerium kündigte im Februar 2015 an, durch neue Gesetze den Zugang zu medizinischem Marihuana zu erleichtern. Geändert hat sich allerdings bislang praktisch nichts, um eine Ausnahmegenehmigung darf nur kämpfen, wer als austherapiert gilt. Und auch dann gestaltet sich das Ganze sehr schwierig: Elf Menschen sind seit der Ankündigung bereits verstorben, bevor ihr Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung bescheinigt wurde.

So ziemlich jeder Cannabisfreund, der seine vier Wände mit einem geliebten Haustier teilt, dürfte in einem dichten Moment schon mal darüber nachgedacht haben, ob der tierische Wegbegleiter wohl auch an den Freuden des Cannabisrauschs interessiert wäre. Menschen neigen nun mal offenkundig dazu, humane Verhaltensmuster auf Tiere zu projizieren und in die Mimik eines Tieres bekannte menschliche Gefühlsregungen hineinzuinterpretieren. Aber genau so wie man anderen Menschen unter keinen Umständen Drogen unterjubeln sollte, wird sich vermutlich auch kein Tier darüber freuen, wenn aus heiterem Himmel alles plötzlich so anders ist...

Der Besitzer des armen Chihuahuas Peanut, der gerade zum Internet-Star aufsteigt, ist glücklicherweise empathisch genug, um seinen armen Hund nicht einfach mit Cannabis zu füttern. Dass sein Tier trotzdem mit einer, ja, in diesem Fall dürfte der Begriff tatsächlich angebracht sein, Cannabis-Überdosis beim Tierarzt eingeliefert und mit Kohletabletten behandelt werden musste, lag an der unter anderem mit einem Hasch-Cookie gefüllten Tasche eines Hausgastes. Während dieser schlief, verging sich der nichtsahnende Vierbeiner am Inhalt der Tasche und bekam prompt die Quittung für solch ein ungezogenes Verhalten. Bei einem geschätzten Körpergewicht von etwa drei Kilogramm haut so ein ganzer Keks, der selbst erfahrene menschliche Konsumenten schon mal aus der Bahn werfen kann, ganz schön rein, woran die Bilder wohl keinen Zweifel lassen… Aber in welchen Geistessphären sich Peanut da gerade befunden hat, darüber kann man als Pothead natürlich wieder ganz wunderbar spekulieren.

 

 

 



Da wir wissen, dass jetzt mindestens 50 Prozent von euch Lust bekommen haben, ein Video mit einem dichten Chihuahua zu schauen, haben wir noch dieses Video (das ist nicht der im Artikel erwähnte Peanut) für euch ausgegraben. Zieht es euch rein, aber versprecht uns dafür bitte, dass ihr eure Tiere in Ruhe lasst, okay?

Entwarnung aus Österreich. Im Juni berichteten wir an dieser Stelle vom Prozess gegen 13 Cannabishändler, denen in Wien der Prozess gemacht wurde. Laut Anklage hatten sie 2014 und 2015 an verschiedenen Orten in Österreich diverse Cannabis-Aufzuchtanlagen betrieben. Beim Zugriff durch die Polizei wurden unter anderem 81 Kilo Gras, 2.258 Pflanzen, 542 Lampen, 492 Vorschaltgeräte und 44 Großfilter sowie drei Autos beschlagnahmt.

 

Das Besondere an dem Prozess war die Forderung der Staatsanwaltschaft für die beiden Hauptangeklagten: Lebenslänglich! In Absatz Nr. 5 des Paragrafen 28a des österreichischen Suchtmittelgesetzes steht, dass wer gemeinsam mit „einer größeren Anzahl Menschen“ Drogengeschäfte begeht, zu zehn bis zwanzig Jahren bzw. lebenslanger Haft verurteilt werden kann.

 

Wie beim „Kurier“ zu lesen ist, formulierte einer der Verteidiger seinen Unmut über die Forderung der Staatsanwaltschaft so: „Der Staatsanwalt hat nicht mit einer Kanone auf Spatzen geschossen. Er hat eine Atombombe verwendet.“ – Doch das Gericht hat beim Prozess, der nach sieben Tagen in der Nacht zum Samstag abgeschlossen wurde, die Staatsanwaltschaft schön in ihre Grenzen verwiesen: Zwölf der 13 Angeklagten wurden zu Strafen zwischen 22 Monaten bedingt (auf Bewährung) und vier Jahren unbedingt (Haft) verurteilt.

 

Der angebliche Boss der ganzen Operation durfte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Der unbedingte Teil seiner Haftstrafe von 24 Monaten wurde schon durch die Untersuchungshaft abgedeckt. Im Zuge des Prozesses wurde auch seine an Multipler Sklerose erkrankte Freundin angehört, die er mit Cannabis-Öl versorgt hatte – ein Auftritt, der dem „Kurier“ nach die Geschworenen in seinem Sinn überzeugt hatte.

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