Highway

Die Ernte der Cannabispflanze ist der spannendste Teil eines jeden Grows. Nach all den Wochen mühsamer Arbeit und Pflege bei der Aufzucht der Pflanzen kann endlich Hand angelegt und geerntet werden, sobald die Pflanzen ihren Zenit erreicht haben. Es ist nachvollziehbar, dass dieser aufregende Moment einige Grower, allen voran Anfänger, nervös machen kann. Schließlich will jeder alles richtig machen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden. Doch wann ist der perfekte Erntezeitpunkt? Wie wird die Ernte eingeleitet? Sollte man noch düngen? Das sind nur einige der typischen Fragen, die Growern im Kopf rumschwirren.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (seit dem 1. April am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Junior Gong mit dem perfekten Zeitpunkt der Ernte von Cannabispflanzen. Ein kleiner Ausblick:

 

Die meisten Fragen zur Ernte drehen sich um den perfekten Erntezeitpunkt. Als Eigenversorger hat der Grower den großen Vorteil, dass er der Pflanze genug Zeit geben kann heranzureifen, was beim Gras aus den Coffeeshops (und erst recht von der Straße) nur selten der Fall ist. Ein typischer Anfängerfehler ist eine zu frühe Ernte der Pflanzen. Ist der Grower ungeduldig und erntet zu früh, ist die Konzentration von THC und Terpenen (das sind die Geschmacksstoffe in der Pflanze) in den Buds noch niedrig. Die Folge: Der Geschmack erinnert an Gras oder Heu und es kommt nur zu wenigen oder gar keinen psychoaktiven Effekten. Teilweise sind auch die Angaben der Seedbanks zur Dauer der Blütephase der einzelnen Strains zu niedrig angesetzt, um die Grower zum schnelleren Nachkauf zu animieren.

 

Der besten Indikatoren für den richtigen Zeitpunkt der Ernte sind die Trichome an der Pflanze. Trichome sind die kleinen Harzdrüsen an den Buds und an den Blättern der Pflanze. Dort werden die Cannabiniode gebildet, darunter auch THC und CBD. Wann die Pflanze erntereif ist, kann der Grower bestimmen, indem er die Entwicklung der Trichome mit einem Taschenmikroskop beobachtet. Sie verfärben sich zum Ende der Blütephase von milchig-weiß zu bernsteinfarben-braun.

 

Dazu sei gesagt: Es gibt nicht den perfekten Erntezeitpunkt. Wann man genau erntet, hängt auch von den persönlichen Vorlieben ab. Je nach Fortschritt der THC-Bildung zum Ende der Blütephase werden Pflanzen nach der Ernte beim Rauchen unterschiedlich wirken:

 

Durchsichtige Trichome: Die Pflanze ist noch nicht erntereif. Das psychoaktive THC ist noch kaum ausgebildet.

 

Milchige Trichome: Die THC-Konzentration ist nun am höchsten. Der Grower kann bei der Ernte tendenziell Gras mit einem kopflastigen psychoaktiven High erwarten.

 

Bernsteinfarbene Trichome: THC wird in CBN umgewandelt. Der Grower erhält bei einer Ernte Gras mit einem tendenziell eher körperlastigen und beruhigenden High.

 

Graue/verwelkte Trichome: Die Pflanze stirbt langsam und Cannabinoide werden abgebaut. Psychoaktive Effekte sind nun wieder minimal und der perfekte Erntezeitpunkt ist vorbei.

 

Die meisten Grower bevorzugen in etwa eine 50/50-Mischung aus bernsteinfarbenen und milchigen Trichomen als Erntezeitpunkt. Als Anfänger macht es Sinn, die eigenen Vorlieben herauszufinden, indem einzelne Buds zu verschiedenen Zeitpunkten abgetrennt und gekostet werden...

 

...mehr zum richtigen Erntezeitpunkt in Ausgabe 02/2016 von Highway. Highway 02/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlichte diese Woche eine große repräsentative Deutschland-Studie mit dem Titel „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015“. Hierfür wurden vergangenes Jahr 7.004 Personen im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt, wie „Psychologie Aktuell“ meldet.

 

Hocherfreulich: Der Tabakkonsum geht immer weiter zurück – noch nie wurden unter den Jugendlichen so wenige Zigaretten geraucht. Sowohl für die 12- bis 17-Jährigen als auch für die 18- bis 25-Jährigen wurden Tiefstwerte gemeldet. Von den befragten Minderjährigen rauchen bloß 7,8 Prozent, bei den jungen Erwachsenen ist die Raucherquote mit 26,2 Prozent ebenfalls rückläufig. Auch für den Alkoholkonsum wurden gute Zahlen gemeldet: Ein Drittel der Befragten unter 18 Jahren gaben an, dass sie noch niemals Alkohol getrunken haben. 10 Prozent dieser Altersgruppe trinken dafür regelmäßig. Von den jungen Erwachsenen trinken ein Drittel regelmäßig Alkohol.

 

Der Bericht ergab allerdings auch, dass eine Droge nicht rückläufig ist. Ob es wohl unter anderem daran liegt, dass es die einzige dieser drei Drogen ist, die nicht jedes Jahr zehntausende Deutsche frühzeitig ins Grab bringt? Die Rede ist natürlich von Cannabis. Von den illegalen Drogen ist Cannabis wenig überraschend die mit Abstand am meisten konsumierte Droge – 9,7 Prozent der Jugendlichen gaben an, in ihrem Leben schon mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Die jungen Erwachsenen haben zu 34,5 Prozent schon persönliche Erfahrungen mit Gras und Hasch gesammelt.

Entscheidung in letzter Instanz! Durch das Bundesverwaltungsgericht wurde erstmals in Deutschland entschieden, dass ein Schmerzpatient in seiner Wohnung Cannabis anbauen darf. Das Gericht urteilte, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verpflichtet ist, dem Patienten eine Ausnahmegenehmigung für den Anbau von Cannabis zu erteilen. Kläger war ein 52 Jahre alter Mann aus Mannheim, der seit über 30 Jahren an Multipler Sklerose erkrankt ist.

 

Durch den Konsum von Cannabis kann der Kläger die Symptome seiner Krankheit bekämpfen. Nach seinen Angaben und nach Ansicht seiner Ärzte, gibt es für ihn keine Alternative zur Therapie mit Marihuana. Der Tagesbedarf des Klägers liegt bei etwa drei bis vier Gramm pro Tag, berichtet „Spiegel Online“.

 

Zwar hat der Mann auch eine Ausnahmeerlaubnis für den Erwerb von Cannabisblüten in Apotheken, doch ist dies bei Preisen ab 15 Euro für ein Gramm Gras für ihn nicht bezahlbar. Da die Krankenkassen (noch) nicht zahlen (müssen), baut der Mann bereits seit Jahren privat Cannabis an. Bereits im Jahr 2005 urteilte das Amtsgericht Mannheim, dass ihm seine Notstandssituation keine andere Wahl lasse als anzubauen, meldet die „Frankfurter Allgemeine“.

 

Der Kläger ist somit die erste Privatperson in Deutschland, die legal Cannabis anbauen darf. Die Entscheidung des Gerichts ist mehr als begrüßenswert und ein gutes Signal für alle weiteren Aktivitäten, um Cannabis auch in Deutschland als Medizin zu etablieren. Mit dieser Nachricht schaffte es das Thema Cannabis am Mittwoch auch wieder einmal in die Tagesschau und alle relevanten Medien, wobei die Berichterstattung im Querschnitt nüchtern, unaufgeregt und halbwegs aufgeschlossen daherkam. Ebenfalls begrüßenswert!

Ferris MC und Eko Fresh treten neuerdings gemeinsam in der Weed-Serie Blockbustaz auf ZDFneo auf (wir berichteten). Auch in der Serie verkörpert Eko Fresh einen Rapper. Dieser hört auf den Namen MC Sol und hat schon einige Lieder draußen, die natürlich auch in der „echten Welt“ zu hören und zu sehen sind. Mit dem Track „Ganja Ganja“ wird auf humorvolle Art für das grüne Kraut (und natürlich auch für die Serie Blockbustaz) geworben. Als Feature ist Alphatier (besser bekannt als Moritz Bleibtreu) mit am Start. Wir sagen: Daumen hoch!

Seit einem Jahr wird im Görlitzer Park in Berlin eine schwachsinnige Null-Toleranz-Politik gegen Cannabis gefahren. Das bedeutet vor allem, dass die Konsumenten verfolgt werden. Aber natürlich wird auch jeder Dealer eingesackt, den man zu fassen bekommt. Und wie geht das? Na klar – mit über 52.700 Arbeitsstunden für die Berliner Polizei. In nur einem Jahr. Nur im Görlitzer Park. Nur wegen Dope. Das wären umgerechnet 18 Beamte, die jeden einzelnen Tag des Jahres acht Stunden an anderer Stelle Dienst schieben könnten.

 

Das Berliner Stadtmagazin „Zitty“ erkundigte sich beim Grünen-Politiker Benedikt Lux, wie die Ergebnisse nach fast einem Jahr (50 Wochen) „Null Toleranz“ aussehen und veröffentlichte diese Ergebnisse gestern. Die Ergebnisse im Schnellcheck:

 

  • Es wurden 1.457 Strafanzeigen wegen Cannabis gestellt, 855 wegen Besitz, 602 wegen Verkauf.

  • Die tatverdächtigen Dealer haben sich im Gegensatz zum Vorjahr sogar von 795 auf 957 erhöht. Festgenommene Dealer arbeiten nach ihrer Freilassung oft wieder im „Görli“.

  • Von 340 eingeleiteten Strafverfahren endeten nur 47 mit einer rechtskräftigen Verurteilung – davon 34 Freiheitsstrafen, wovon allerdings 22 auf Bewährung ausgesetzt wurden: Das macht insgesamt stolze 12 Dealer, die dank den 52.700 Arbeitsstunden nun im Knast sitzen.

  • Nicht nur Funde im Görlitzer Park, sondern auch weiterführende Ermittlungen, führten zur Konfiszierung von 61 Kilo Cannabis. Das ergibt etwa 1,1 Gramm pro Einsatzstunde der Polizei.

Die Europäer gaben im Jahr 2013 über 24 Milliarden Euro für illegale Drogen aus, ein Großteil (38 %) entfiel dabei auf Cannabis (9,3 Milliarden Euro). Dies geht aus einem heute vorgestellten Bericht von Europol und der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle hervor, der keinen Zweifel daran lässt, dass die aktuelle europäische Drogenpolitik weitaus besser laufen könnte.

 

Zahl und Situation der Konsumenten sind stabil. Drahtzieher hinter den illegalen Drogengeschäften sind internationale und organisierte Banden, die Beamte schmieren und die Gelder waschen können. Der Bericht spricht von einer Globalisierung des Drogenhandels, Fachwissen und Kapital würden unter den Kriminellen weltweit ausgetauscht. Auch einige Hinweise auf Verbindungen zwischen Drogenhändlern und Terrornetzwerken seien vorhanden, wie „derStandard.at“ berichtet.

 

„Der Bericht zeigt deutlich die Auswirkungen der Drogenmärkte, wie sie mit anderen kriminellen Aktivitäten in Verbindung stehen, eine Belastung für Regierungsbehörden darstellen und schwere Auswirkungen auf die legale Wirtschaftstätigkeit und die Makroökonomie abseits der Auswirkungen auf Nachbarschaft, Familien und Personen haben“, heißt es im Vorwort des Berichts.

 

Bezüglich der Versorgungslage mit Cannabisprodukten in Europa wird gemeldet, dass in Europa konsumiertes Gras auch in der Regel in europäischen Indoor-Zuchtanlagen gegrowt wird. Haschisch komme aber nach wie vor überwiegend aus Marokko. Ein Prozent aller volljährigen Europäer soll laut dem Bericht zu den täglichen Cannabiskonsumenten gehören. Mindestens einmal im Leben sollen über 80 Millionen volljährige Europäer Cannabis konsumiert haben, im vergangen Jahr sollen 22 Millionen Erwachsene Gras und Haschisch genutzt haben.

Der Football-Verein und Super-Bowl-Sieger Denver Broncos muss sich in Kürze womöglich nach einem neuen Namenspaten für sein Stadion umsehen. Der bisherige Sponsor Sports Authority meldete kürzlich Konkurs an und kann daher unter Umständen nicht mehr den finanziellen Verpflichtungen nachkommen, die vertraglich eigentlich noch bis 2021 festgehalten wurden. Vonseiten der Denver Broncos betonte man zwar, Sports Authority gerne weiterhin als Partner behalten zu wollen, allerdings sieht dies bei ausbleibenden Zahlungen garantiert anders aus.

 

Daher brachte sich nun die Marihuana-Dispensary-Kette Native Roots ins Gespräch, die am 1. April verkündete, sich nun aktiv zu bemühen, die Namensrechte am Broncos-Stadion zu erwerben. Zugleich wurde betont, dass es sich nicht um einen Aprilscherz handele und das nötige Kleingeld für dieses Unterfangen auch zur Verfügung stehe. Im letzten Jahr expandierte die legale Marihuana-Ausgabestelle mit Sitz in Denver und baute gleich 13 neue Filialen in der Stadt. Die Firma möchte nicht nur gerne ihr ansässiges Football-Team unterstützen, sondern natürlich auch Werbung machen. Dafür bietet sich das Denver-Broncos-Stadion besonders gut an, denn der Name des ursprünglichen Stadions lautete Mile High Stadium (inzwischen Sports Authority Field at Mile High).

 

Das letzte Wort in dieser Angelegenheit wird allerdings der Football-Verband NFL behalten, der sein Veto einlegen kann. Zudem ist auch fraglich, ob die Broncos überhaupt Interesse an einem solchen Namenspaten hätten. Auch unterliegt Marihuana im Bundesstaat Colorado Werbeeinschränkungen, sodass auch hier noch Hindernisse lauern können.

 

Weblink: Pressemitteilung von Native Roots

Endlich ist die Sonne da! Aber genauso wie beim Anbau von anderen Pflanzen muss auch beim Cannabisanbau vor allem im Garten mit Schädlingen gerechnet werden, die die Ernte bedrohen könnten. Es gibt eine ganze Reihe von ihnen. Sie sind schwer zu entdecken und ihre Bekämpfung kann noch schwerer sein. Jedoch gibt es für jedes Problem auch eine Lösung.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (seit dem 1. April am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Mr. José auf acht Seiten mit den verschiedensten Schädlingen, die den heimischen Garten infiltrieren können und gibt Ratschläge zur Identifizierung (inklusive Zeichnungen), zur Vorbeugung und zur Bekämpfung. Zu den bekanntesten Störenfrieden gehören die Blattläuse, Ameisen, Trauermücken, Mottenschildläuse, Fransenflügler, Nacktschnecken und natürlich auch die berühmt-berüchtigten Spinnmilben.

 

 

Als kleinen Ausblick auf unseren angesprochenen Artikel in Highway 02/2016 präsentieren wir euch hiermit den Beginn des Artikels sowie alle relevanten Infos zu den gemeinen Spinnmilben:

 

Cannabispflanzen haben viele Feinde aus dem Bereich der Schädlinge. Daher sollen diese einmal detailliert vorgestellt werden, um ihre Identifizierung und Bekämpfung durchzugehen. Vorab ist zu erwähnen, dass es viele verschiedene Mittel zum Schutz gegen Schädlinge gibt. Zu empfehlen ist hier eine Anwendung von Biopräparaten, die versprüht werden. Biopräparate sind Pflanzenschutzmittel, die hundertprozentig natürliche Stoffe enthalten. Das verhindert eine Kontamination von Pflanzen durch unerwünschte Giftstoffe. Biopräparate nutzen natürliche Feinde der Parasiten oder fungieren als nicht passierbare Hindernisse. Sie haben in der Regel keine Schutzfrist zum Abbau des im Mittel enthaltenen Stoffes. Deshalbkann solch ein Pflanzenschutzmittel bis zum Tag der Ernte angewandt werden, ohne zu riskieren, dass die geernteten Pflanzen irgendwelche Rückstände gefährlicher Stoffe enthalten könnten.

 

Bekämpfung durch Besprühen

Bekämpfung durch Besprühen, ob mit chemischen oder biologischen Mitteln, ist am besten abends durchzuführen, wenn die Sonneneinstrahlung nicht mehr so intensiv ist. Würde man die Pflanzen bei intensiver Sonneneinstrahlung besprühen, könnten ihre Blätter verbrannt werden. Das Besprühen sollte bei trockenem Wetter durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass die Pflanzen nicht nass sein sollten und es auch innerhalb der nächsten 24 Stunden nicht regnen sollte. Das gleiche gilt auch bei anderen Anwendungen von Düngemitteln oder unterstützenden Präparaten. Bei der Behandlung ist auch wichtig, die Pflanzen komplett zu besprühen, das heißt, so zu besprühen, dass sie gänzlich nass werden. An den unteren Blattseiten finden Parasiten häufig eine Zuflucht. Bei der Nutzung von Biopräparaten muss mehr versprüht werden als bei chemischen Mitteln. Naturpräparate enthalten nämlich weniger aggressive Wirkstoffe und deshalb muss die Behandlung sorgfältiger durchgeführt werden. Chemische Präparate belasten die Pflanze und haben einen negativen Einfluss auf ihre Entwicklung. Obwohl chemische Präparate Schädlinge und Krankheiten gezielt bekämpfen, wurde bewiesen, dass Bio- Pflanzenschutzpräparate freundlicher zu den Pflanzen sind.

 

Hoher Wuchs – ein Platz für nützliche Prädatoren

Im Kampf gegen Schadinsekten kann die Natur selbst helfen. Jeder Schädling hat nämlich seine natürlichen Feinde. Diese halten sich aber am liebsten in hochgewachsenem Gras auf. Wenn man also den Garten regelmäßig mäht und einen perfekten Rasenschnitt zu erhalten versucht, dann sollte eine kleine Veränderung vorgenommen werden: Das Gras um das Cannabisfeld sollte höher wachsen, aber man sollte dort natürlich nicht Distel und Quecke wachsen lassen. Eine gewöhnliche Wiesenmischung bietet guten Schutz für Heuschrecken, Marienkäfer und weitere Prädatoren, die gerne und kostenfrei vor unerwünschten Eindringlingen schützen werden.

 

Chemische Pflanzenschutzmittel

Neben biologischen Pflanzenschutzmitteln wird auf dem Markt eine breite Palette an chemischen Produkten angeboten. Bei diesen Produkten genügt schon oft eine relativ kleine Menge des entsprechenden Wirkstoffs. Sie lassen sich nach ihrer Einwirkungsart unterteilen: Kontaktmittel beseitigen Schimmelpilze, Krankheiten und Schädlinge durch den Kontakt mit dem aktiven Wirkstoff. Diese Pestizide können anschließend von der Pflanze abgespült werden, um die Menge der Giftstoffe, die in die Pflanze gelangen können zu reduzieren. Systemmittel behandeln Krankheiten und Schimmelpilze. Die Spritzmittel werden von der Pflanze aufgenommen und gelangen in ihren „Kreislauf“. Somit kann der Wirkstoff in jedem Teil der Pflanze einwirken. Systemmittel bleiben in der Pflanze relativ lang erhalten und ihr Abbau ist komplizierter als bei den Kontaktmitteln.

 

 

Spinnmilben (Tetranychidae)

Zu den am häufigsten auftretenden und gefürchtetsten Cannabis-Schädlingen gehören zweifellos Spinnmilben. Diese achtbeinigen und einen halben Millimeter großen Spinnen schaffen es recht schnell, den ganzen Bestand zu vernichten. Am wohlsten fühlen sie sich in einem warmen und trockenen Klima, in dem sie sich radikal schnell vermehren. Bei Temperaturen von über 30 °C kann eine neue Generation von Spinnmilben bereits innerhalb von dreieinhalb Tagen entstehen. Jedes Weibchen legt im Laufe ihres Lebens etwa einhundert Eier. Es ist unglaublich, aber bei den erwähnten Temperaturen von über 30 °C kann aus einer einzigen schwangeren Spinnmilbe eine Population mit 13 Millionen Einzelwesen entstehen – und dies innerhalb eines Monates. Bei einer Temperatur von etwa 21 °C bilden sich innerhalb eines Monats immerhin ein Tausendstel davon, also 13.000 Einzelwesen.

 

Wie sind Spinnmilben zu erkennen?

Wegen ihrer Größe sind Spinnmilben sehr schwer zu entdecken. Im Allgemeinen leben sie an der Unterseite von Blättern, auf denen sich weiße Punkte bilden – sie sehen dann gesprenkelt aus. Dies wird durch ein Aussaugen des Safts aus den Blättern verursacht. Eine Lupe kann bei der Untersuchung von gesprenkelten Blättern sehr hilfreich sein. Die Spinnmilbe hat acht Beine – die meisten vorkommenden Schädlinge haben hingegen nur sechs Beine. Ihre Farbe kann rot, braun, weiß, schwarz oder hellgrün ausfallen. Ein klares Zeichen der Anwesenheit von Spinnmilben ist auch das Auftreten von feinen, aber festen Netzen. In diesem Stadium gibt es bereits eine große Menge an Spinnmilben, eine geeignete Maßnahme muss also schon viel früher durchgeführt werden.

 

Vorbeugung gegen Spinnmilben

Zusätzlich zu den grundlegenden Vorbeugungsmaßnahmen können Pflanzen mit geeigneten Biopräparaten präventiv behandelt werden. Es sollte sich um Mittel zur Bekämpfung von saugenden und beißenden Insekten handeln, z. B. Biool, Diamond Shield, Rock Effect, Produkte der Firma Neudorff oder aber um Phytoseiulus persimilis – eine Raubmilbe, die Spinnmilben frisst. Bio-Präparate und Raubmilben helfen effektiv in den Anfangsphasen des Befalls, bei großem Befall bleibt jedoch nichts anderes übrig, als zu chemischen Mitteln wie etwa Omite (Wirkstoff Propargit), Magus (Wirkstoff Fenazaquin) oder Karate (Wirkstoff Lambda-Cyhalotrin) zu greifen. Bei der Auswahl von chemischen Mitteln muss die Schutzfrist beachtet werden. Sie sollte immer kürzer als der Zeitraum zwischen der Behandlung und der Ernte sein.

 

Highway 02/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 

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