Highway

Die Hip-Hop-Fans unter unseren Lesern werden es bestimmt schon mitbekommen haben: am vergangenen Sonntagmorgen verstarb der US-Rapper Juice Wrld in Chicago, nachdem er am Flughafen auf dem Weg zu seinem Privatjet einen Krampfanfall erlitten hatte und zusammengebrochen war. Über die Todesursache des erst 21-Jährigen wurde bisher bloß spekuliert, doch mittlerweile mehren sich die Hinweise darauf, dass der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Jarad Higgins hieß, wie so viele Rapper-Kollegen in der Vergangenheit, mit einer Schmerzmittel-Überdosis zu kämpfen hatte. Behördenberichten zufolge hatten Notärzte Higgins nach seinem Zusammenbruch das Medikament „Narcan“ verabreicht, dass in der Regel Überdosen entgegenwirken soll. Presseberichten zufolge litt Juice Wrld zudem bereits seit High-School-Zeiten an einer Xanax-Abhängigkeit.

 

In Social-Media-Posts thematisierte er immer wieder seinen Medikamentenmissbrauch und nicht nur einmal beteuerte er, ein für allemal mit den Tabletten Schluss machen zu wollen. Pikanterweise fand die Polizei nun bei der Durchsuchung des Gepäcks von Juice Wrld und seiner Entourage neben einigen Flaschen codeinhaltigen Hustensafts auch knapp 32 Kilogramm vakuumverpacktes Marihuana. Da sich mittlerweile bis ins hinterletzte Käseblatt herumgesprochen hat, dass es keine tödlichen Cannabis-Überdosen gibt, blieben der Cannabisszene reißerische Überschriften über „Todesweed“ oder ähnlichen Unsinn glücklicherweise erspart. Bitter jedenfalls, dass die nun anlaufenden polizeiliche Ermittlungen Angehörigen und Freunden die Bewältigung der Trauerphase zusätzlich erschweren.

 

Wer sich ein Bild über die musikalischen Fähgkeiten von Juice Wrld machen möchte, der kann sich unter dem Artikel Seite das Video zu seinem Track „Lucid Dreams“ anschauen.

Die serbische Nachrichtenlandschaft wird nun schon seit Wochen von einem beispiellosen Fall in Atem gehalten. Es geht um eine staatlich geförderte Farm zum biologischen Anbau von Gemüse. Serbische Behörden fanden im vergangenen November jedoch heraus, dass auf besagtem Hof vor allem ein ganz besonderes „Gemüse“, und zwar Cannabis, angebaut wurde: etwa 650 Kilogramm (die meisten Presseberichte schwanken zwischen 650 und 800 Kilogramm) getrocknetes Marihuana sowie tausende gerade frisch geerntete Pflanzen wurden auf dem Gut gefunden. Der von den Behörden festgesetzte Betreiber des Hofs und an dieser Stelle wird die ganze Geschichte besonders heikel, soll noch von der Polizeiwache nicht etwa seinen Anwalt, sondern den Bruder des serbischen Präsidenten Alekandar Vučić angerufen haben.

 

Sowohl beim Präsidenten selbst als auch bei seinem Bruder Andrej, die beide naturgemäß ihre Unschuld beteuern, handelt es sich um hochrangige Mitglieder der Serbischen Fortschrittspartei. Um alle Vorwürfe ein für allemal aus der Welt zu schaffen und Gerüchten Einhalt zu gebieten, geht das serbische Regierungsoberhaupt nun in die Offensive, frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Zu diesem Zwecke haben der Präsident und sein Bruder eine Selbstanzeige getätigt, die von Parteikollege Milos Vucevic eingebracht wurde. Durch die folgenden Ermittlungen und Verhöre soll nun der Bevölkerung wohl größtmögliche Transparenz und Bereitschaft zur Kooperation signalisiert werden. Sollten sich die Anschuldigungen dennoch als berechtigt erweisen, könnte der serbische Präsident als das erste Staatsoberhaupt seit dem US-Präsidenten George Washington in die Geschichtsbücher eingehen, das bewiesenermaßen Cannabispflanzen angebaut hat.

Die spanische Polizei hat eine gewaltige Cannabisplantage entdeckt. Im Nordosten Spaniens, in der Region Aragon, wo sich duftende Pinienwälder kilometerweit erstrecken, fanden Beamte zwei große Cannabisfelder, die die stolze Anzahl von 16.000 Pflanzen umfassten. Die Outdoor-Anlagen waren gut versteckt im abgelegenen Hinterland und nur mit allerhand Strapazen zugänglich. Ohne Offroad-Fahrzeug, um die Hauptwege verlassen zu können und einen beschwerlichen Fußmarsch über Stock und Stein gab es keine Chance, überhaupt auf die Pflanzungen zu stoßen.

 

Die Grower hatten massenweise Pinien abgeholzt, um Platz zu schaffen und ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem mit Pumpen und Elektrogeneratoren zur Versorgung der Pflanzen konstruiert. Die Polizei war der Anlage unbeabsichtigt auf die Spur gekommen: bei der Observation einer Bande, die mit zahlreichen Diebstahlfällen in Bars und Tankstellen der Region in Verbindung gebracht wurde, entdeckte man die Cannabis-Anlagen, die von Behördenseite als größter Cannabisfund aller Zeiten in Aragon bezeichnet werden. Mittlerweile wurden die einzelnen Mitglieder der sechsköpfigen Bande, die unter dringendem Verdacht stehen, auch für die Cannabisplantagen verantwortlich zu sein, von der Polizei gestellt und identifiziert.

Hollywood-Schauspieler und Drehbuchautor Seth Rogen ist für seine Vorliebe für Cannabis bekannt. Im Gegensatz zu vielen deutschen Stars, die gerne mal um das Thema herumscharwenzeln, macht Rogen keinen Hehl aus seiner Leidenschaft. Gegenüber dem Magazin „Interview“ gab er unter anderem an, dass er „den ganzen Tag Joints rauche“ und „nichts tue, ohne dabei zu kiffen“. Passend dazu hat er sich nun ein neues Hobby zugelegt, das sich perfekt mit seinem Cannabis-Lifestyle vereinen lässt: dem Töpfern von Aschenbechern.

 

 

Besonderen Wert legt Rogen auf das kleine „Bett“ am oberen Rand des Auffang-Bechers, wo er seine halb gerauchten Joints zwischendurch „zur Ruhe legen“ könne. Wer jetzt schon auf darauf hofft, den Rogenschen Aschenbecher ersteigern oder gar kaufen zu können, der sollte wissen, dass sich Rogens Lebensgefährtin das gute Stück bereits gesichert hat. Aber wer weiß, da Rogen es nach eigenen Angaben sehr genießt, in seiner Freizeit etwas „Greifbares“ zu schaffen, dass man in die Hand nehmen könne, wäre es durchaus möglich, dass in Zukunft ein kleiner Nebenerwerb aus seinem Hobby erwächst. Genug Nachfrage wäre wohl vorhanden, wie ein Blick auf die Kommentare unter dem Instagram-Post des Aschenbechers beweist. Welcher normalsterbliche Cannabisfreund hätte auch nicht gerne einen handgetöpferten Aschenbecher von einem der berühmtesten Kiffer der Welt auf dem heimischen Couchtisch?

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder 2,60 Euro als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Titelstory Krank durch Vapen? Die Evali-Epidemie +++ Growing Haben CBD-Pflanzen spezielle Bedürfnisse? +++ Medizin Cannabis bei Morbus Crohn und Reizdarm +++ Growing Wohnen und Growen auf 12 m² +++  Sortenportrait Bubble Gum +++ Wissen Die Geschichte der Vaporizer +++ Grow-Report Auto Purple +++ Kurzgeschichte Inside Out +++ Sortenportrait Amherst Sour Diesel +++ Kino-Tipp Friday +++ News CBD-Razzien von Berlin bis Würzburg

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

 

Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 01/2020 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Highway 01/2020 für Kindle bei Amazon kaufen

Ein paar schöne Steinpilze oder eine handvoll gold-gelber Pfifferlinge – das sind häufig die schönsten Funde im Leben eines nordeuropäischen Pilzsammlers. Ein 40-Jähriger in Stuttgart-Hedelfingen machte, wie nun bekannt wurde, bereits im November einen spektakulären Fund ganz anderer Art. Der Mann, der bereits seit Jahren den Stuttgarter Frauenkopf zum Pilze sammeln durchforstet, entdeckte dort eine große Plastiktüte, in der ein verschmutztes blaues Plastikfass steckte. Und was befand sich wohl darin?

 

Die meisten Leser werden es wohl bereits ahnen: eine ganze Menge Marihuana befand sich im Fass, die Polizei, die der Pilzfreund unmittelbar nach dem Fund benachrichtigt hatte, spricht von 2,74 Kilogramm. Wem das Cannabis gehört bzw. wer es versteckt hat, ist bisher unklar, klar dürfte hingegen sein, dass es sich wohl um den wertvollsten Fund handelt, der dem schwäbischen Pilzliebhaber jemals untergekommen ist.

Vor knapp drei Jahren sorgte eine gewaltige Explosion in einem kleinen Berliner Tonstudio für Schlagzeilen. Schnell wurde bekannt, dass sich der deutsche Rapper Niko Brenner, besser bekannt unter dem Namen Dr. Knarf sowie ein Freund zum Unglückszeitpunkt im Gebäude aufhielten und wohl für den Unfall verantworlich waren. Die Presse berichtete von einer schief gegangenen Cannabisextraktion mithilfe von Gas, durch die die Explosion fahrlässigerweise herbeigeführt wurde. Danach warteten Fans des Rappers, der schwer verletzt im Koma lag, jahrelang vergeblich auf ein Lebenszeichen.



Nun meldet sich Brenner auf seiner Facebook-Seite mit einer beindruckenden Video-Botschaft an seine Fans zurück, die nicht nur der ganzen Highway-Redaktion und dem Autor dieser Zeilen unheimlichen Respekt einflößt, ganz unabhängig vom Strafverfahren, das gerade gegen den Musiker läuft. Das knapp zweiminütige Video offenbart, dass der 35-Jährige schwerste Verletzungen davon getragen hat: 40 % seines Körpers wurden verbrannt, im Koma erlitt er mehrere Schlaganfälle, Teile seines Schädelknochens mußten aufgrund einer Gehirnschwellung entfernt werden, durch eine halbseitige Lähmung ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen und zeigt sich kämpferisch.

 



Zur Strafsache können und wollen wir uns, genau wie der Betroffene selbst, zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter äußern, um keine Spekulationen zu befördern und Gerüchte zu verbreiten. Kurz nach dem Unfall brodelte die Gerüchteküche und auch Highway verstieg sich zu der Aussage, dass der Rapper bei der Explosion beide Hände verloren hatte. Wie Brenner in seinem Video klar macht, war das nicht der Fall.



Klar ist, dass Dr. Knarf in irgendeiner Form Scheiße gebaut hat, genauso klar ist aber auch, dass er die Eier hat, das klipp und klar einzugestehen. Davon könnten sich viele Menschen eine Scheibe abschneiden. Ebenso bewundernswert ist, dass Dr. Knarf auch weiterhin Musik macht und schon im nächsten Jahr der Release seines neuen Albums namens Prometheus ansteht.

Eine derart ordentlich hergerichtete und gepflegte illegale Cannabis-Aufzucht sieht man selten.

 

Bereits beim ersten Blick auf das Polizeifoto der mehr als 2.500 Pflanzen umfassenden Anlage in Hennef wird klar, dass hier jemand wusste, was er tut. Durch einen Hinweis kamen die Ermittler auf die heiße Spur einer vermeintlich leerstehenden Fabrikhalle. Die Betreiber konnten bisher nicht dingfest gemacht werden, eine polizeiliche Überwachung blieb bis auf weiteres ergebnislos. Die Pflanzen, denen von polizeilicher Seite ein siebenstelliger Verkaufswert beigemessen wird, werden nun leider unter behördlicher Aufsicht vernichtet. Welch eine Verschwendung!

 

Für die Beamten ist es der zweite große Erfolg in der 50.000-Einwohner-Stadt Hennef im Rhein-Sieg-Kreis in kurzer Zeit: erst vergangene Woche wurde eine beachtliche Cannabis-Anlage mit etwa 1.000 Pflanzen im Stadtteil Bröl entdeckt.