Highway

Cannabis-Legalisierung in Uruguay – diese Meldung ging bereits Ende 2013 durch die ganze Welt. Als erstes lateinamerikanisches Land beschloss Uruguay die komplette Legalisierung von Marihuana und Haschisch. Doch gut Ding will Weile haben – erst vor etwa einem halben Jahr wurde der Verkaufspreis von Cannabis in Uruguay beschlossen. Dieser liegt umgerechnet etwa bei 1,20 Euro pro Gramm Marihuana.

 

Zwar ist bereits der Eigenanbau einiger Pflanzen oder die gemeinsame Zucht in einem angemeldeten Cannabis Social Club in Uruguay möglich, allerdings wartet die Bevölkerung nun seit über drei Jahren auf den Start des regulären Cannabishandels. Nun erklärte der stellvertretende Leiter der Präsidialadministration Uruguays, dass ab dem 1. Juli in den Apotheken Uruguays Marihuana gekauft werden kann. Zum Verkaufsstart soll eine landesweite Werbekampagne gestartet werden, die vor den möglichen Gefahren des Marihuanakonsums warnt.

 

Zunächst werden 16 Apotheken-Ketten das begehrte Kraut anbieten. Die Einwohner können bis zu 40 Gramm monatlich kaufen. Dazu müssen sie sich allerdings als Cannabiskonsumenten registrieren lassen – diese Registrierung wird ab dem 2. Mai möglich sein. Ausländer schauen übrigens in die Röhre: Cannabis wird nur an die Bewohner Uruguays ausgegeben.

 

Cannabis hat auf den amerikanischen Kontinenten in den letzten Jahren ordentlich an Boden gutgemacht. Auch Uruguays Nachbar Argentinien lockerte vor wenigen Tagen teile seiner Cannabispolitik: Dort kann nun Cannabisöl an schwer kranke Patienten verschrieben werden.

Weitere Informationen zur geplanten Unterschriftenaktion hinsichtlich einer Legalisierung von Cannabis in der Schweiz, die seit dem 20. April 2017 durchgeführt wird, erhaltet ihr direkt auf der Website zu diesem Unterfangen: https://wemakeit.com/projects/cannabislegalisierungs-crowd

Zweieinhalb Monate sind nun seit der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der USA vergangen. Und wie wir berichteten, gab es bereits Ankündigungen seines Sprechers, gegen die bundesstaatlichen Legalisierungen von Cannabis in nun immerhin acht Bundesstaaten plus der Hauptstadt Washington, D.C. vorzugehen.

 

Bislang gab es aber noch keine staatlichen Aktionen gegen Cannabisbetriebe in den USA, die – obwohl die Cannabisfirmen und -shops legal sind – vereinfacht gesagt noch legaler wären. Denn Bundesgesetz sticht die Gesetze der einzelnen Bundesstaaten. So hält die Cannabisbranche derzeit den Atem an.

 

Doch an der Grenze hat ein ultrahartes Eingreifen gegen Cannabis, besser gesagt gegen Cannabiskonsumenten, schon Bestand. Bereits unter Barack Obama gab es diese Praxis: Wie Leafly vergangene Woche meldete, wurden Ausländern, Greencard-Besitzern sowie Menschen, die eine US-Staatsbürgerschaft beantragt haben, Touristen- und Business-Visa verweigert, wenn sie den Grenzschützern gegenüber Marihuanakonsum zugaben oder von diesen auf andere Weise überführt wurden. Sogar in den Fällen, in denen es sich um medizinisches oder legales Cannabis handelte.

 

Einreisende werden nicht nur gefragt, ob sie Cannabis konsumiert haben, sondern es wird gezielt nach den kleinsten Hinweisen gesucht. Dies umfasst auch die Sichtung von Fotos in Mobiltelefonen, Social-Media-Accounts, E-Mails und aller anderen digitalen Spuren, die auf PC oder Smartphone zu finden sind.

 

Unter Trump sind derartige Kontrollen von persönlichen Elektronikgeräten bereits auf über 5.000 Kontrollen im Monat gestiegen. Immigrations-Experten befürchten außerdem eine weitere starke Zunahme solcher Kontrollen und Einreiseverbote. Wer eine derartige Untersuchung verweigert, kann ebenfalls an der Einreise in die USA gehindert werden. Und das bloß wegen Cannabis. Zwar kann man theoretisch sein Smartphone-Passwort „vergessen“, aber diese Taktik ist nicht ernsthaft zu empfehlen.

 

Traurig, aber für den Moment nicht zu ändern. Wer in die USA reist, ist daher dringend aufgefordert, alle Marihuana-Spuren vom Smartphone zu tilgen. Denn die Einreiseverbote, die aufgrund von Cannabis – auf dem Smartphone! Nicht etwa im Koffer! – verhängt werden, können sogar lebenslange Gültigkeit aufweisen. Daher sollte auch die aktuelle Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin oder der Hanfblatt-Button am Hemd dringend daheim gelassen werden. Schon das kleinste Anzeichen kann offenbar genügen, um sich ein Einreiseverbot aufzuhalsen.

Cannabis auf dem Bauernhof. Ja, seit Menschengedenken gang und gäbe, nur in der Neuzeit verboten. Ebenfalls auf Bauernhöfen beliebt: sogenannte Hofladen-Boxen. In diesen Boxen werden Äpfel, Möhren, Blumen und dergleichen vom Bauer deponiert und die vorbeikommende Kundschaft kann sich selbst daraus bedienen und auf Vertrauensbasis Ware abwiegen und die Bezahlung in der fest installierten Kasse hinterlassen.

 

Solch ein System nutzten nun in der Schweiz auch ein paar Jugendliche, um Marihuana zu verkaufen. Genau wie beim legalen Vorbild wurde die Ware an einer für mehrere Personen zugänglichen Box deponiert und die Käufer konnten sich auf Vertrauensbasis selbst bedienen. Die Kundschaft soll aus Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren bestanden haben.

 

Die drei Beschuldigten „Box-Dealer“ waren allesamt noch minderjährig, sollen mit diesem System aber immerhin Marihuana im einstelligen Kilobereich verkauft haben, wie „Blick“ berichtet. Die Polizei machte dem Ganzen allerdings ein Ende. Der entsprechende Artikel in „Blick“ hat übrigens nur einen Leserkommentar, der eigentlich alles zu diesem Thema sagt, und der auch bereits 117 positive Reaktionen (gegenüber sechs lumpigen Daumen nach unten) einholen konnte:

 

Sollten wir nun der Polizei für die grandiose Ermittlungsarbeit und der Festnahme dieser gefährlichen Jugendlichen gratulieren?“

Update vom 2.4.: Viele haben es schon geahnt... April, April!

 

Cannabis sativa und Camelina sativa – nur ein paar Buchstaben Unterschied im Lateinischen, aber im Deutschen wird die Verwechslung doch offensichtlich: Cannabis sativa bleibt Cannabis und Camelina sativa wird zum Leindotter, einer Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse.

 

Diese Verwechslung führt bereits zu einigem Aufsehen in einer Baumarkt-Filiale in der deutschen Großstadt Münster (Nordrhein-Westfalen). Und das hat einen Grund: der dortige Marktleiter Marc O. hat auf dem Bestellschein bei der zuständigen österreichischen Lieferfirma die Häkchen falsch gesetzt. Dies berichtet uns Highway-Autor Christian Fromm, der lange Zeit selbst in dem Baumarkt gearbeitet hat und durch ehemalige Kollegen von dem Versehen informiert wurde.

 

Das Beste an der Geschichte ist aber: Marktleiter Marc O. wurde bislang nicht informiert und so findet der Verkauf der Cannabis-Stecklinge (ausgeschildert als Leindotter-Stecklinge) nach wie vor statt. Viele Baumarkt-Besucher bemerken den Unterschied nicht. Leindotter ist allerdings auch nicht gerade das gefragteste Produkt auf dem Markt, sodass viele Menschen gar nicht erst in die Blumentöpfe schauen.

 

Aber einige aufmerksame Kunden haben bereits zugegriffen: da die Stecklinge für 2,99 Euro angeboten werden, waren manche Käufer sogar schon zum zweiten oder dritten Mal dort, um sich einzudecken. Einige kauften wohl auch eine Handvoll Pflanzen zum Spaß, ohne vermutlich überhaupt über ein Grow-Zelt oder ähnliches Zubehör zu verfügen.

 

Welcher Strain den Pflanzen zugrunde liegt, ist leider nicht zu sagen, aber da der Lieferant nur vier verschiedene Sorten im Angebot hat, wovon zwei Sativa-Hybride sind, wird vermutet, dass es sich um Amnesia Haze handelt.

Cannabis ist weltweit auf dem Vormarsch – aber noch schnellere Schritte macht medizinisches Cannabis. Nachdem nun in Deutschland medizinisches Marihuana auf Rezept zugelassen wurde, zieht nun auch Argentinien nach.

 

Der argentinische Senat in Buenos Aires stimmte gestern – wie auch der Deutsche Bundestag – einstimmig für die Freigabe von medizinischem Cannabis: Schwerkranke dürfen dort nun von ihren Ärzten Cannabisöl verschrieben bekommen, allerdings bleibt auch dort der Eigenanbau der Cannabismedizin verboten.

 

Das Gesetz muss noch vom Präsidenten Mauricio Macri unterzeichnet werden. Dies ist aber bloß noch Formsache und wird unzweifelhaft geschehen. Die Entscheidung wurde von jubelnden Eltern schwerkranker Kinder begleitet, die während der Abstimmung im Senat anwesend waren.

Cannabis-Komödien gibt es inzwischen einige und auch die Kiffer-Serien sind stark auf dem Vormarsch. Vor einer Woche kam die neue deutsche Cannabis-Hoffnung „Lommbock“ in die Kinos (wir berichteten ausgiebig). Am 20. April (dem 4/20 nach amerikanischer Schreibweise) kommt nun der Film „Grow House“ heraus.

 

Dieser wurde geschrieben von DJ Pooh, der sich schon an den Drehbüchern von „Friday“ (mit Ice Cube und Chris Tucker) und seinen beiden Nachfolgern versuchen durfte (wo er auch die Rolle des Red übernahm). Wie es sich für eine gute Kiffer-Komödie gehört, ist mal wieder ein männliches Buddy-Duo für die Hauptrollen gesetzt.

 

Und zwar beschließen die beiden Freunde Pat (DeRay Davis) und Darius (Lil Duval), ihr Glück als Grower auf dem Markt für medizinisches Marihuana zu versuchen. Doch vom Weed-Raucher zum Weed-Grower ist es doch ein etwas größerer Schritt, als es sich die beiden ausgemalt haben.

 

Und auch Snoop Dogg darf mal wieder auftauchen und spielt sich im Film selbst. Neben dem US-Start am 20. April gibt es noch keinen Termin für eine deutsche Veröffentlichung. Mit Sicherheit ist aber wenn mit einem direkten DVD-Vertrieb zu rechnen, ein Kino-Release scheint äußerst unwahrscheinlich.

 

Doch genug geredet, schaut euch den Trailer einfach selbst an:

Haze rauchende Liebhaber von Lemon-Aromen kommen bei diesem Strain voll auf ihre Kosten. Aber nicht nur sie, sondern praktisch jeder Cannabisraucher, der gerne Sativa-Sorten raucht. Die mehrfach preisgekrönte Super Lemon Haze von der Green House Seed Company ist nicht zu unrecht eine äußerst bekannte Cannabisvarietät.

 

In den Jahren 2008 und 2009 gelang der Super Lemon Haze der zweifache Sieg beim High Times Cannabis Cup. 2010 kam ein zweiter Platz hinzu, weitere Preise auf anderen Messen und Cups runden die Erfolge ab. Und so ist es kein Wunder, dass beim immer noch grasierenden Haze-Hype in Deutschland Super Lemon Haze besonders oft angefragt und angeboten wird.

 

 

Das High kommt schnell und manifestiert sich nach dem Rauchen auch erst einmal. Da die Super Lemon Haze nicht nur ein Sativa-lastiger Hybrid ist (70 Prozent Sativa, 30 Prozent Indica) und dazu durchschnittlich knapp 20 Prozent THC bei praktisch kaum vorhandenem CBD aufweist, schlägt sie vor allem im Kopf an.

 

Der Körper bleibt allerdings vergleichsweise unangetastet, sodass sich (entsprechendes „Training“ vorausgesetzt) Super Lemon Haze durchaus auch als Strain erweist, der genug Energie mitliefert, um aktiv seinem Tagewerk nachzugehen. Allerdings gibt es auf der anderen Seite auch genügend Konsumenten, die nach einem Super-Lemon-Haze-Joint nicht mehr das Sofa verlassen können.

 

Die Elternpflanzen der Super Lemon Haze sind zwei wohlbekannte Strains, die ebenfalls beide bei Green House Seeds kreiert wurden – einmal Lemon Skunk (hier bei Highway besprochen) sowie die weltberühmte Super Silver Haze.

 

Der Anbau von Super Lemon Haze ist wie heutzutage üblich drinnen und draußen möglich, die Samen sind bei Green House Seeds in vier verschiedenen Varianten erhältlich: feminisiert, automatisch, CBD (jeweils etwa 10 Prozent THC und CBD) und Auto-CBD.