Highway

Das neue Heft ist da! Die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ist ab sofort für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Head- und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

 

Highway ist ein Lifestyle-Magazin, dessen vorherrschendes Thema Cannabis ist.  Ein junges und professionelles Team von Journalisten und Kommunikations-Designern treibt das Magazin voran. Dieses Magazin bedient keine Vorurteile – es räumt mit ihnen auf!

 

Inhalte von Highway 03/2017:

 

Titelstory Cannabis vom Arzt? Jetzt ist es amtlich: Theoretisch kann nun jeder deutsche Arzt seinen Patienten Cannabis verschreiben. Doch wie sieht es in der Praxis aus (auch durchaus ganz wörtlich gemeint)? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir verschiedene Ärzte besucht, in der Hoffnung Cannabis verschrieben zu bekommen. Eine Reportage.

 

Growing Outdoor-Guerilla-Growing – Wo Cannabis anbauen, wenn kein eigener und geschützter Garten zur Verfügung steht? Beliebt ist das Guerilla-Growing an verschiedensten Stellen in der freien Natur. Wir zeigen auf, was einen guten Platz für den Guerilla-Anbau ausmacht, denn die Outdoor-Saison startet bereits in Kürze.

 

 

Buch Hanf als Heilmittel – Wir präsentieren einen Auszug aus dem Buch des Ethnopharmakologen Christian Rätsch, der drei Jahre mit Indianern im Regenwald lebte und sich der Erforschung psychoaktiver Pflanzen verschrieben hat. Der Text beschäftigt sich mit dem Einsatz von Hanf in der deutschen Volksmedizin des 19. Jahrhunderts.

 

 

Do-it-yourself Ein Zelt für kleines Geld – Kann man ein Pflanzenzelt für unter 50 Euro selbst bauen? Man kann: Unser Baumeister Chuck Lore zeigt in dieser Ausgabe, wie mit einem geringen Aufwand (finanziell wie handwerklich) eine Basisversion eines Growzelts hergestellt werden kann, die auch tatsächlich passable Ergebnisse produziert.

 

 

 

Grow-How Frisian Duck – Der Anbau von Cannabis birgt ein großes Problem: er ist in vielen Ländern illegal. Und auch sonst möchte man vielleicht aus verschiedenen Gründen nicht damit hausieren gehen. Wir haben die besondere Camouflage-Sorte Frisian Duck, deren Erscheinen so gar nicht an Cannabis erinnert, auf den Prüfstand gestellt.

 

 

Messe Spannabis 2017 – Die jährliche Spannabis in Barcelona ist eine der größten und richtungsweisenden Cannabismessen der Welt. In diesem Jahr fand bereits die 14. Auflage statt – für Highway war Grow-Experte Mr. José vor Ort und berichtet von den diesjährigen Branchentrends, die im cannabisfreundlichen Spanien vorgestellt wurden.

 

High School Kräuter statt Kippen – Nur weil man Gras raucht, muss man sich nicht dem Tabak ergeben. Die europäische Unsitte, Marihuana mit Tabak zu vermischen, kennt man beispielsweise in den Vereinigten Staaten gar nicht. Wir stellen einige Kräuter vor, die anstelle von Tabak in den Joint oder Vaporizer gepackt werden können.

 

Weitere Artikel Film: Grasalarm +++ Sortenportrait: Purple Kush +++ Kiffertypen: Der Paranoiker +++ Demos: Global Marijuana March 2017 +++ Growing: Starke Wurzeln, starke Ernte +++ Produkttest: Pollenmaschine Phönix MSE 75 +++ und vieles mehr...

 

 

 

Weblink: Highway am Kiosk finden (Deutschland)

Weblink: Highway 03/2017 als E-Paper (PDF) kaufen

Ja liebe Leser, heute ist der 18. – und nicht etwa der 1. April. An dem haben wir euch, wie es sich gehört, mit einem schönen Aprilscherz versorgt. Aber heute (und allen anderen 363 Tagen) ist es mal wieder bitterer Ernst. Auch wenn es zum Lachen ist.

 

Aber von vorne: Vergangenen Mittwoch begab es sich, dass in einer Indoor-Cannabis-Aufzucht in Wien ein 40-jähriger Mann bei der Cannabisernte war. Irgendwie scheint er aber nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein, denn wie „heute.at“ berichtete, muss er sich dabei seine Ernte-Schere versehentlich in den Oberschenkel gerammt haben.

 

Das war schon mal dämlich. Noch dämlicher war es aber, aufgrund der Schmerzen wie ein Bekloppter zu brüllen. Denn das rief die Nachbarn auf den Plan, welche die Polizei über das große Geschrei informierten.

 

Diese rückte an, fand den blutenden Schreihals – und aber leider auch 65 Cannabispflanzen sowie 3,5 Kilogramm Marihuana. An der Wohnanschrift des Manns wurden weitere 30 Pflanzen und 600 Gramm Cannabis aufgefunden, sodass er sich nun in Untersuchungshaft befindet.

 

Messer, Gabel, Schere, Licht... na ihr wisst schon Bescheid.

Wiz Khalifa, der erfolgreiche US-Rapper, der aus seiner Vorliebe fürs grüne Kraut schon lange keinen Hehl mehr macht, hat für seine Anhängerschaft und alle cannabisaffinen Zocker (von denen es bekanntlich einige gibt…) etwas Besonderes im Gepäck: „Wiz Khalifa’s Weed Farm", eine Art Grower- beziehungsweise Aufbausimulation für Android und iOS.

In Anlehnung an etwa das ähnlich gelagerte „Weed Farmer" hat der Spieler die Aufgabe, eine eigene Cannabisplantage aufzuziehen und beständig auszubauen. Je höher die Erträge, desto mehr kann der Spieler in besseres Equipment wie zum Beispiel Lampen investieren, was wiederum die Erntemenge vergrößert.

Khalifa selbst ist von dem Spiel mehr als angetan (welche Überraschung!), wie man auf seinem Instagram-Account erfahren kann: „Es ist ein unterhaltsames Spiel und ich zock es die ganze Zeit. Besser als Pokémon!“ Doch wie man sich im Gameplay-Video (siehe unten) überzeugen kann, macht das Ganze tatsächlich einen mehr als soliden Eindruck.

Passend zum Inhalt des Spiels ist der Veröffentlichungstermin gewählt worden: Das Spiel erscheint offiziell am 20. April, dem Weltkiffertag. Doch aufgepasst: Wer schon jetzt in den Genuss des Spiels kommen will, kann sich auf der Website für eine Testversion bewerben und mit etwas Glück auch noch ein Meet & Greet mit Wiz Khalifa im Kifferparadies Colorado gewinnen (natürlich inklusive Flug und Übernachtung).

Legales Cannabis in Kanada? Erst vor einem Monat berichteten wir davon, dass Marc Emery und Jodie Emery, die beiden bekanntesten Cannabis-Aktivisten Kanadas, verhaftet wurden, da sie die von Premierminister Justin Trudeau versprochene, aber bislang nicht umgesetzte Cannabis-Legalisierung einfach kurzerhand selbst ausgerufen haben und in Ladengeschäften Marihuana an Volljährige verkauften.

 

Ob damit im Zusammenhang stehend oder nicht – nun meldete sich die kanadische Regierung zu Wort und verkündete ein amtliches Datum für die bevorstehende Cannabis-Legalisierung. Oder besser gesagt, ein Datum, bis zu dem die Legalisierung spätestens umgesetzt werden wird: bis zum 1. Juli 2018. Die entsprechende Gesetzesvorlage wurde vergangenen Donnerstag eingereicht.

 

Erwachsene ab 18 Jahren dürfen vier Pflanzen anbauen und bis zu 30 Gramm Cannabis kaufen. Den einzelnen Provinzen bleibt es überlassen, die Altersgrenze auch anzuheben. Wer Minderjährigen Marihuana verkauft, wird mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft.* Wie in der „taz“ zu lesen war, sagte Kanadas Premierminister Trudeau: „Es ist für unsere Jugendlichen zu leicht, an Marihuana zu kommen. Wir werden das ändern.“

 

Ralph Goodale, Kanadas Minister für öffentliche Sicherheit, räumte ein, dass die Cannabis-Prohibition in Kanada komplett versagt hat: Die Polizei wende jedes Jahr umgerechnet etwa zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro auf, um gegen Cannabiskonsumenten zu ermitteln „und trotzdem zählen kanadische Teenager zu den eifrigsten Konsumenten in der westlichen Welt.“

 

* Wer Tabak oder Alkohol an Minderjährige verkauft, kommt aber weiterhin mit einer Geldstrafe davon.

Cannabis-Anbau in Deutschland, ganz legal? Dies ist die Zukunft, denn wie wir berichteten, gibt es in Deutschland seit einigen Wochen Cannabis auf Rezept. Dieses stammt derzeit noch aus Importen, doch bereits im Jahr 2020 sollen die angeblich bloß zwei Tonnen Cannabis, die laut der staatlichen Cannabisagentur pro Jahr benötigt werden sollen, in Deutschland produziert werden.

 

Seit Anfang der Woche ist das Vergabeverfahren für die Bewerbung für Lizenzen zum legalen Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland veröffentlicht worden. Und das sorgt bei vielen deutschen Firmen, die nun auf das Cannabisgeschäft setzen wollten, für großen Unmut.

 

Denn: Es werden zehn Lizenzen für zehn verschiedene Sorten Cannabis vergeben. Eine Firma kann sich maximal auf sieben Lizenzen bewerben, das bedeutet, dass die zehn Lizenzen an zwei bis zehn Firmen vergeben werden. Grundvoraussetzung für eine Bewerbung zum Cannabisanbau ist durch ein Punktesystem in der Praxis jedoch der Nachweis, bereits legal medizinisches Cannabis angebaut zu haben. Und das ist in Deutschland bislang nicht möglich gewesen.

 

Das Vergabeverfahren sieht ein Punktesystem vor, bei dem die Lizenzen an die Bewerber mit den meisten Punkten vergeben werden (wenn diese im Anschluss auch alle weiteren Bedingungen erfüllen). Je mehr 50-Kilo-Lieferungen man von legalem medizinischem Cannabis produziert und geliefert hat, desto mehr Punkte bekommt man. Somit ist praktisch ausgeschlossen, dass eine rein deutsche Firma eine Lizenz für den staatlichen Cannabisanbau bekommen kann, da sie noch niemals Cannabis produzieren konnte. Eine Ausnahme wäre, wenn es für eine oder mehrere der zehn Lizenzen nur Bewerber gäbe, die alle noch nie Cannabis angebaut hätten.

 

Andernfalls besteht die einzige Aussicht auf Erfolg darin, eine Kooperation mit einem entsprechenden ausländischen Unternehmen, das diese Bedingungen erfüllt, – etwa aus Kanada – einzugehen. Was das ganze nicht leichter macht: Die Bewerbung muss bis zum 5.6. dieses Jahres eingereicht werden – ein bisschen wenig Zeit, um internationale Kontakte zu knüpfen und dementsprechende Verträge aufzusetzen. Immerhin muss nicht direkt mit der Standortsuche und Ähnlichem begonnen werden, denn der nächste Schritt sieht vor, solche Pläne dann erst in der Theorie zu entwickeln und einzureichen. Allerdings müssen die ersten 200 Kilo pro Lizenz dann auch im Jahr 2020 geliefert werden – ansonsten ist die Lizenz vermutlich auch direkt wieder weg.

 

Weblink: Ausschreibung der Cannabisagentur zum medizinischen Anbau in Deutschland

Welches Unheil hat die Religion nicht schon über die Menschheit gebracht? (Glaubens-)Kriege, Folter, Terrorismus, systematischer Kindesmissbrauch – die Liste der im Namen Gottes verübten Grausamkeiten ist nicht gerade kurz. Da stellt sich natürlich nicht zu unrecht die Frage, ob eine weitere religiöse Organisation gerade das ist, was die Menschheit wirklich braucht.

 

Doch Gräueltaten und Fanatismus sind von der International Church of Cannabis, die am 20. April, dem Welkiffertag, in Denver, Colorado, ihre Pforten öffnen wird, eher nicht zu erwarten. Die Elevationalists, so nennen sich die Mitglieder der Kirche, sehen ihr oberstes Ziel in der Selbstfindung und -optimierung – und das Rauchen von Marihuana ist auf diesem steinigen Weg ihr höchstes und wichtigstes Sakrament. Die Elevationalists vergleichen dabei ihren religiösen Cannabiskonsum mit der zeremoniellen Darreichung von Wein, wie es in beispielsweise in der katholischen Kirche zu bestimmten Anlässen brauch ist.


Die Stadtverwaltung Denvers, wo Cannabis nicht nur medizinisch, sondern auch zum Freizeitgebrauch erlaubt ist, sieht die Organisation und ihr Vorhaben kritisch. Für sie ist das Vorhaben der Elevationalists nur ein geschmackloses Ausnutzen einer gesetzlichen Grauzone, um das Verbot des öffentlichen Marihuanakonsums zu umgehen – unter dem Deckmantel der freien Religionsausübung.


Einen Mangel an Fleiß und Engagement kann man den Elevationalists jedenfalls nicht vorwerfen. Das Hauptgebäude der International Church of Cannabis, ein 113 Jahre altes Kirchengebäude, wurde ohne Kosten und Mühen zu scheuen liebevoll und durchaus spektakulär renoviert und verziert, wovon man sich in diesem Video überzeugen kann:

Nicht wenige Grower nutzen Kameras, um ihre Plantagen zu überwachen. Schließlich ist so eine Cannabis-Pflanzung durchaus eine brisante Angelegenheit, erst recht im Raum München, wo sich folgender Vorfall ereignete.


Vermutlich um rechtzeitig über drohende Gefahren in Form von neugierigen Nachbarn, der anrückenden Staatsmacht dergleichen informiert zu werden, kaufte sich ein 49-jähriger Elektrotechniker eine (gebrauchte) Webcam mit eingebautem Bewegungssensor, die jederzeit ein Auge auf seine wertvollen Pflänzchen haben sollte.


Wie sich allerdings herausstellte, sendete die Kamera die aufgezeichneten Bilder per E-Mail aber an einen völlig unbeteiligten Mann, der eben dieselbe Webcam zuvor erstanden und eingerichtet hatte, sie aber nach kurzer Zeit aus unbekannten Gründen wieder zurückgegeben hatte. Dieser dürfte über den seltsamen Video-Spam in seinem Posteingang einigermaßen überrascht gewesen sein, ließ es sich aber als (vielleicht etwas zu) ordnungsliebender Süddeutscher daraufhin nicht nehmen, umgehend die Polizei über den Vorfall zu informieren.

 

Laut Münchener Abendzeitung stellten die anrückenden Beamten neben 115 Cannabispflanzen unter anderem noch ein verbotenes Samurai-Schwert und ein Tomahawk in der Wohnung des Growers sicher.

Jedes Jahr im Sommer strömen Zehntausende Arbeitsuchende aus den USA und sogar aus dem Ausland nach Nordkalifornien, um in der Cannabisbranche Arbeit zu finden. Die meisten dieserTrimmingrants werden, wie der Name bereits andeutet, als Trimmer eingestellt. Bewaffnet mit kleinen Scheren befreien sie nach der Erntephase einige Wochen lang die noch nicht getrockneten Buds von Blättern und anderem unerwünschten Pflanzenmaterial. Was sich für den ein oder anderen Hobbygrower nach einer gemütlichen Spassveranstaltung anhört, ist in Wahrheit mühevolle Kleinarbeit im Akkord. Schließlich sind die Erntemengen enorm und die Buds müssen zwecks Schimmelvermeidung so schnell wie möglich weiterverarbeitet werden.


Doch wie „Business Insider“ berichtet, könnte sich bald die Anzahl der benötigten Trimmigrants deutlich verringern. Denn auch in der boomenden amerikanischen Cannabiswirtschaft wird zunehmend auf Automatisierung gesetzt. Die Firma Bloom Automation hat nun einen Trimroboter zur Marktreife gebracht, der den bereits seit einiger Zeit erhältlichen maschinellen Trimmern deutlich überlegen sein soll. Diese sind aufgrund ihrer oft unsauberen Arbeit bisher kein adäquater Ersatz für die menschliche Arbeitskraft. Die Trimroboter von Bloom Automation hingegen sollen dem Menschen dank Computervision und künstlicher Intelligenz in puncto Sorgfalt und Geschwindigkeit (ca. ein halbes Kilo am Tag) durchaus ebenbürtig sein. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren auch einige Arbeitsplätze im als Jobmotor angepriesenen Cannabusiness verloren gehen werden. Bloom Automation selbst gibt an, dass eine einzige menschliche Arbeitskraft ausreichen soll, um eine Anlage von mehreren Roboter-Trimmern zu steuern und zu überwachen.

 

Bleibt (für die cannabisaffinen Amerikaner) zu hoffen, dass dann auch die Preise von Marihuana für den Endverbraucher in Zukunft deutlich sinken werden…