Highway

Seit dem vergangenen Jahr darf Cannabis in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen als Medikament verschrieben werden. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen die Kosten dafür übernehmen. Die Patientennachfrage steigt seitdem rapide an.

 

Welche Erfahrungen haben Unternehmen auf dem jungen Cannabis-Markt gemacht? Wie geht es mit der Anbaulizenzen-Vergabe durch die staatliche Cannabisagentur weiter und wie lässt sich das globale wirtschaftliche Potenzial von Marihuana optimal nutzen? Darüber diskutieren Experten aus Wirtschaft, Medizin und Politik vom 11. bis zum 13. April 2018 auf der Internationalen Cannabis Business Konferenz (ICBC) in Berlin.

 

„Deutschland ist mit der Neuregelung von 2017 an die Spitze der weltweiten Bewegung für den medizinischen Gebrauch von Cannabis gerückt“, sagt ICBC-Gründer Alex Rogers. „Nun gilt es, auch einen entsprechenden Markt zu etablieren.“ Die ICBC will zu diesem Zweck die führenden Köpfe der Cannabis-Industrie zum Austausch zusammenbringen.

 

Auf der Konferenz sind unter anderem Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands (DHV), der führende amerikanische Cannabis-Berater Nic Easley, der Anwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Walter Späth sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM), Dr. Franjo Grotenhermen, vertreten. Aus Kanada, Deutschlands Hauptlieferanten von Cannabis, haben sich unter anderem die Beraterin der Stadt Vancouver und Lobbyistin Jamie Shaw, Rechtsanwalt Robert Laurie und Clint Younge von der Cannabis-Apotheke MMJ Canada angekündigt. Rock-Ikone und Aktivist Henry Rollins wird die dreitägige Veranstaltung eröffnen.

 

Die ICBC startete im Jahr 2014 und hat sich – mit ausverkauften Events in den USA und Kanada – mittlerweile als weltweit führende Cannabis-Business-Konferenz etabliert. Nach dem überwältigenden Erfolg im Jahr 2017 (ausverkauft) kommt sie in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nach Berlin.

 

Die Veranstaltung findet im Maritim proArte Hotel statt. Sie richtet sich nicht an Endverbraucher, sondern an Wirtschaft, Politik und Medizin sowie interessierte Unternehmer. Teilnehmer-Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.internationalcbc.com oder der Nummer 001 888 920 6076.

 

Ansprechpartner:

Alex Rogers

Geschäftsführer ICBC (International Cannabis Business Conference)

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Tel.: 001 888 920 6076

Weitere Informationen finden Sie unter www.internationalcbc.com

 

Medienkontakt Deutschland

A. Heinrich

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Tel.: 030 300 144 125

Snoop Dogg hat seinem Namen schon mehr als einmal alle Ehre gemacht und einen richtigen Riecher bewiesen. Auch und gerade im Marihuana-Geschäft – wir berichteten mehrfach. Nun kann er einen weiteren Erfolg verbuchen: seine Risikokapitalfirma Casa Verde Capital hat nun 45 Millionen Dollar gesammelt, die in verschiedene Cannabis-Start-ups investiert werden sollen.

 

Die eine Hälfte der Kohle soll genutzt werden, um einige Start-ups mit jeweils etwa einer Millionen Dollar auszustatten. Die andere Hälfte des Geldes wird dann eingesetzt, um die sich positiv entwicklenden Firmen weiter zu unterstützen.

 

Besonders interessant: es soll ausschließlich in Cannabis-Firmen investiert werden, die nicht direkt in Anbau oder Verkauf von Gras und Co. involviert sind. Unter den Firmen, in die Snoops Firma bereits investiert hat, befindet sich etwa Leaflink, ein B2B-Marktplatz für die Cannabisindustrie, oder Eaze, eine Logistikplattform für Anbieter von medizinischem Marihuana.

Jamaika und Marihuana – für viele ist diese Verknüpfung ganz logisch, dabei gibt es auf der Insel auch einen guten Anteil an der Bevölkerung, der Cannabis eher ablehnend gegenübersteht. Die Gesetzeslage sah daher auch keine legalen Cannabisprodukte vor – bislang.

 

Nun eröffnete die erste legale medizinische Cannabis-Ausgabestelle Jamaikas. Wie der „Jamaican Observer“ berichtete, werden ab sofort unter den Namen Kaya Farms, Kaya Herbhouse, Kaya Spa, Kaya Cafe und Kaya Tours verschiedenste Dienste angeboten. Die Eröffnungsfeier wurde musikalisch von Reggae-Größen wie beispielsweise Toots & The Maytals, Ky-mani Marley, Keznamdi oder Jah 9 begleitet.

 

„Es war eine beschwerliche Reise für alle, die daran beteiligt waren, diesen Traum zu verwirklichen. Wir dürfen nicht vergessen, uns bei den Indern, die die Pflanze mitgebracht haben, den Rastafaris, die sich für sie eingesetzt haben, bei der Technischen Universität sowie Regierungsbeamten auf beiden Seiten zu bedanken, die dabei geholfen zu haben, dies durch die politische Landschaft zu steuern. Es ist ein spannender Schritt, da ich mir sicher bin, dass wir eine Industrie aufbauen können, die mit den Kanadiern, den Briten und den Vereinigten Staaten mithalten kann“, sagte der Vorsitzende – und mit dem interessanten Titel „Chief Ganja Officer“ versehene – Balram Vaswani.

 

Die Vorschriften der „Cannabis Licensing Authority“ erlauben ab sofort den Verkauf und die Verwendung von Marihuana in begrenzten Mengen und aus bestimmten Gründen, gemäß der schriftlichen Empfehlung oder Verschreibung eines registrierten Arztes.

 

Die erste legale Cannabis-Kundin seit mehr als Hundert Jahren auf dem Karibik-Eiland war die Jamaikanerin Gloria Palomino, die eine Packung mit Cannabis-Pillen in Empfang nahm, von der sie sich Linderung ihrer Schmerzen verspricht, die durch ihre Lupus-Erkrankung hervorgerufen werden.

Die Schweizer Cannabismesse CannaTrade findet nach etwa anderthalb Jahren wieder in Zürich statt. Bereits 2001 erstmals in Bern veranstaltet, wurde sie seit 2012 im Zweijahresrhythmus nahe Zürich durchgeführt. Dieses Jahr zieht sie jedoch ins Zentrum von Zürich und wird dort in der Halle 622 genannten Location abgehalten – ab sofort wechselt die CannaTrade dann auch wieder in den Jahresrhythmus: im Mai 2019 wird sie in Lausanne stattfinden. Und das kommt nicht von ungefähr – der Schweizer CBD-Hype, der seit Sommer 2016 grassiert, hat unzählige Cannabis-Unternehmen hervorgebracht, von denen sich sicherlich auch einige gerne auf der Messe präsentieren möchten. Doch auch viele internationale Firmen und Betriebe aus dem deutschsprachigen Umfeld haben sich bereits als Aussteller angekündigt, insgesamt sind bereits über 150 Aussteller angemeldet.

 

Am letzten Aprilwochenende lädt die CannaTrade also nach Zürich und öffnet ab Freitag, den 27. April ihre Pforten, um dann drei Tage lang interessierte Besucher und Fachbesucher in allen Facetten über das Thema Cannabis zu informieren. Der Eintritt ist ab einem Alter von 18 Jahren gestattet. Im Zuge der CannaTrade wird auch erstmals seit vielen Jahren wieder der CannaSwissCup abgehalten (wir berichteten), der aufgrund der Gesetzeslage die letzten Jahre nicht mehr stattfand. Nun ist er aber wiederbelebt, auf CBD-Produkte umgestellt und in die CannaTrade eingepflegt: 35 verschiedene CBD-Sorten der Kategorien indoor, outdoor und Gewächshaus werden von einer Jury bewertet und prämiert. Wer auch eine Jury-Box mit allen 35 Sorten bekommen und die Strains bewerten möchte, kann auch ein Kombi-Paket zusammen mit Eintrittskarten für die Messe ergattern. Mehr Informationen dazu und im Allgemeinen findet ihr auf der Website der CannaTrade.

 

Cannatrade

Termin: 27. April 2018 bis 29. April 2018

Öffnungszeiten: Freitag 11-19 Uhr, Samstag 11-20 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr

Veranstaltungsort: „Halle 622“ in Zürich, Schweiz

Preis: Tagesticket 15 CHF im Vorverkauf, 19 CHF regulär; 3-Tagesticket 35 CHF im Vorverkauf, 39 CHF regulär (Vorverkauf: www.starticket.ch)

Website: www.cannatrade.ch

Dass selbst hergestelltes Öl eine schnelle und praktische Möglichkeit darstellt, Cannabis ohne Tabak und sonstige gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe zu konsumieren, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Je nach gewählter Extraktionsmethode ist auch die Ölherstellung selbst vollkommen risikofrei. Das gilt allerdings nicht für die Extraktion mittels Gas, denn dieses ist bekannterweise hochentzündlich.

 

Dementsprechend sollte man beim Extraktionsprozess höchste Sorgfalt walten lassen. Wenn man nun unbedingt darauf besteht, sein Öl mithilfe von Gas zu gewinnen, sollte auf zwei Dinge besonders geachtet werden: der Vorgang sollte erstens nicht in geschlossenen Räumen durchgeführt werden und zweitens, die wichtigste Regel überhaupt, sollte man in der Nähe von Gas kein Feuer entzünden.



Jetzt mag der ein- oder andere einwenden, dass das doch wohl selbstverständlich sei und niemand auf derartig leichtsinnige Ideen komme. In der Realität kommt es aber leider immer wieder zu Explosionen infolge von Gasextraktion, so wie auch vergangenen Oktober in Dresden, als zwei Männer um die dreißig sich an der Ölherstellung mit Propangas versuchten. Es handelte sich bei den Beiden aber wohl nicht um Highway-Leser, da sie es nicht für nötig hielten, für die Aktion die Wohnung zu verlassen oder wenigstens währenddessen aufs Joint rauchen zu verzichten. In der Wohnung ereignete sich dementsprechend eine derart heftige Explosion, dass die Nachbarn an ein Erdbeben glaubten. Mit Verbrennungen wurden die Verursacher in der Folge umgehend ins Krankenhaus eingeliefert.



Nun mussten sie sich für ihre unbedachte Aktion vor dem Amtsgericht verantworten: da außer den Tätern selbst glücklicherweise niemand verletzt wurde, fiel die verhängte Strafe mit einer Geldbuße von 40.000 Euro noch einmal glimpflich aus.

Die von Cannabis-Prohibitionisten angekündigten negativen Auswirkungen von Cannabis-Legalisierungen sind bislang nirgendwo eingetreten. Immer mehr Länder und amerikanische Bundesstaaten legalisieren Weed, ohne dass schädliche Folgen irgendwelcher Art eintreten. Nun ja, deutsche Politiker rechts der Mitte wird dies nicht darin hindern, weiterhin ihren erbärmlichen Schwachsinn in die Mikrofone zu quatschen. Aber gut, das deutsche Volk hat seine Stimme abgegeben und will die große Koalition – Glückwunsch noch einmal!

 

Die Amerikaner haben sich – dank des dortigen Wahlsystems: Hillary Clinton bekam etwa drei Millionen mehr Wählerstimmen – ebenfalls für Politik fernab der Realität entschieden und Donald Trump ins Amt gehievt. Dennoch hat dies bislang nichts an der De-facto-Cannabispolitik geändert: in 30 der 50 Bundesstaaten sowie im Regierungssitz Washington, D.C. ist der Gebrauch von Marihuana und Hasch in irgendeiner Form erlaubt.

 

Eine Studie von New Frontier Data, einem Analyse-Unternehmen für die Cannabis-Industrie, untersuchte, welche finanziellen Auswirkungen zu erwarten seien, falls Cannabis auf der Stelle in allen 50 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten legal werden würde. Die Ergebnisse sind recht beeindruckend. Unter diesen Umständen wären bis zum Jahr 2025 eine Million Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen in Höhe von 105 Millionen Dollar zu erwarten.

 

Somit bleibt zu hoffen, dass die landesweite Legalisierung wahrscheinlicher ist, als ein diesbezüglicher Rückschritt, der von Trump und Justizminister Sessions angekündigt – aber bis auf Weiteres nicht umgesetzt – wurde.

Ein kurioser Aushang, scheinbar verfasst von der Hausverwaltung, dürfte einigen Bewohnern eines Heidelberger Studentenwohnheims am Wochenende die Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben.

In dem Schreiben wurden die Studenten darauf hingewiesen, dass vom 12. bis zum 14. März im Wohnheim im Auftrag der Staatsanwaltschaft polizeiliche Hausdurchsuchungen aufgrund von "wiederholtem Cannabiskonsum" stattfinden würden. Wer zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht anwesend sei, müsse damit rechnen, dass sich die Polizei eigenmächtig Zutritt verschaffe.

 



Das Schreiben wirkt zwar durchaus professionell und trägt das Logo der Hausverwaltung, spätestens bei dem Hinweis aber, dass Verstöße, die nichts mit Cannabiskonsum zu tun hätten, nicht geahndet würden, sollte einem cleveren Studenten vielleicht dämmern, dass an der ganzen Sache etwas faul sein könnte.

Sowohl die Polizei als auch die Hausverwaltung, die sogleich Anzeige gegen den Ersteller des Aushangs erstattete, wiesen jede Verbindung zu dem Vorfall zurück.

Marlene Mortler bleibt weiterhin Drogenbeauftragte Deutschlands (wir berichteten). Zeit also, um mal wieder Signale gegen „die Szene“ zu setzen und der schlimmbösen Rauschgiftkriminalität Einhalt zu gebieten! Also: 60 Polizisten teilweise mit Sturmhauben versehen und in Bremen in die Friedrich-Klippert-Straße schicken, das Grasdealer-Pack ein bisschen aufmischen.

 

Wie „Bild“ berichtet, wurden ein Café, eine Teestube und ein Kiosk sowie 30 Personen durchsucht. Der Kiosk eines hart arbeitenden Mannes wurde verwüstet und so hinterlassen, auch ohne dass Drogen gefunden werden. Insgesamt fand die Polizei auf fünf Tatverdächtige verteilt 100 Gramm Cannabis (oder 100 Gramm Cannabis und Marihuana, wie es bei der Polizei heißt) sowie ein gestohlenes Tablet. Das sind immerhin 1,67 Gramm von diesem Cannabismarihuana, von dem man so viel hört, pro Polizist (sowie 0,0167 gestohlenes Tablet pro Polizist). Festnahmen: keine.

 

Jeder Mensch, der seine Sinne beisammen hat, wird sich für diese schöne, Zigtausende Euro teure und komplett sinnlose Razzia bei der Polizei und der Bundesregierung bedanken. Die Polizei jedoch feiert sich selbst für diesen gelungenen Coup: Laut Polizeiführer Jens Körber war die Razzia „ein weiterer Baustein zur Verunsicherung der Szene“ und „ein wichtiges Signal dafür, dass die Polizei konsequent gegen Straftäter vorgeht.“ Na dann. Applaus!