Highway

Halloween ist auch im deutschsprachigen Raum mittlerweile nicht mehr aus dem jährlichen Festivitäten-Kalender wegzudenken. In der Nacht zum ersten November werden sich wieder unzählige Feierwütige auf den Kostümpartys versammeln. Doch dazu gehört natürlich in erster Linie ein gelungenes Kostüm. Der gute alte Jack Sparrow hat ausgedient und Horror-Clowns haben auch trotz „Es“ ihren Zenit auch so langsam überschritten. So wird das mit dem Preis fürs beste Kostüm bestimmt wieder nichts. Außerdem hat das ja alles nix mit Cannabis zu tun und der moderne Stoner möchte mit seiner Verkleidung ja vielleicht auch gleichzeitig ein grünes Statement setzen. Wir haben uns in die Welt der 420-Kostüme begeben und wollen an dieser Stelle einfach mal zeigen, womit sich andere Kiffer heute Abend so auf die Straße trauen.



1. Die Blüte

Kann man schon fast als Klassiker unter den 420-Kostümen bezeichnen. Und wie ein Blick auf das zweite Exemplar zeigt, funktioniert es durchaus auch in der trashigen self-made-Variante. Fast noch besser sogar.

 

http://cannabismoon.com/gallery/rasta/costume/costume33.jpg

 

 

2. Das Baggy

Ein solides, mit relativ wenig Aufwand herzustellendes Kostüm. Der begeisterte Gesichtsausdruck des stolzen Trägers spricht Bände. Ein Knaller wird diese Verkleidung, wenn man echtes Weed für die Füllung benutzt. Spätestens dann sollte man sich vor der Aufmerksamkeit der Anwesenden kaum retten können.

 

 

3. Der Blunt

Hier gilt ähnliches wir für das Baggy. Günstig und einfach herzustellen. In der Low-Budget-Variante eigentlich noch charmanter.

 

 



4. Die Bong

Das gute alte Bong-Kostüm reiht sich in die Reihe der klassischen Cannabis-Kostüme ein, wirkt aber etwas angestaubt und klobig.

 

 



5. Towelie

Ein großartiges Kostüm, das für zahlreiche Lacher sorgen wird, denn das dauerdichte Handtuch aus South Park war schon immer ein Fan-Liebling. Nur mit dem Kiffen wird es aufgrund des bedeckten Gesichts schwierig.

 



6. Der Dude

Ganz klar der Favorit des Autors. Stilvoll und im besten Sinne leger. Hervorragende Partytauglichkeit dank maximaler Beinfreiheit, dem obligatorischen, stets mitzuführenden White Russian und dunkler Sonnenbrille für spätere Stunden.

 

 



7. Grim Reefer (außer Konkurrenz)

Was zur Hölle? Ok, gruselig ist es, aber eventuelle Party-Flirts kann man sich wohl abschminken...

 

Bier und Gras – passt eigentlich ganz gut, kann man sagen. Auch auf geschäftlicher Ebene: mit diesen beiden Drogen kann unendlich viel Geld verdient werden. Mit Cannabis neuerdings auch immer häufiger ganz legal, sei es mit medizinischem Marihuana oder auch in den entsprechenden US-Staaten mit legalem Gras für den Freizeitgebrauch.

 

Eigentlich kämpfen die Alkohol-Hersteller, genau wie praktisch alle großen Pharmakonzerne, gegen Marihuana und dessen Legalisierung, denn legales Cannabis ist eine große Gefahr für die Verkaufszahlen von Schnaps und Pillen. Doch ein Alkohol-Konzern unternahm nun den einzig wirklich logischen Schritt: Da die Legalisierung von Cannabis eh nicht aufzuhalten ist, wie der Chef des Unternehmens Constellation Brands, das unter anderem mit der bekannten Biermarke Corona sein Geld verdient, sagt, setzt man nun halt parallel auch auf Marihuana.

 

Damit ist Constellation tatsächlich das erste Alkohol-Unternehmen, dass nun auf zwei Drogen setzt. Dazu wurden 191 Millionen Dollar investiert, um 10 Prozent der Anteile am kanadischen Cannabis-Produzenten Canopy Growth zu erwerben.

 

Doch Constellation will nicht nur stiller Partner sein, sondern auch aktiv neue Produkte entwickeln. Wenn Konsumenten die Wahl hätten zwischen einem Bier, einem Glas Wein oder Schnaps und einem mit Marihuana versetzten Getränk, dann wolle man auch in der Lage sein, alle vier anzubieten, so Constellation-Chef Rob Sands. Ins US-Geschäft möchte der Konzern allerdings erst nach einer erwarteten landesweiten Legalisierung einsteigen und sich solange auf den kanadischen Markt konzentrieren.

Cannabiskonsumenten sind faul und antriebslos? Das sind alte Verleumdungen aus der Mottenkiste der Prohibition. Klar, fast jeder kennt jemanden, dem das Kiffen vielleicht nicht so gut tut – aber jeder kennt auch jemanden, dem das Saufen, das Playstation-Spielen oder die vielen Besuche bei McDonald’s und Burger King nicht bekommen. Das bedeutet ja im Umkehrschluss aber nicht, dass die Millionen Kiffer, die kein Problem mit ihrem Cannabiskonsum haben, „beschützt“ oder gleich bestraft werden müssen.

 

Im Gegenteil – dass der Konsum von Marihuana oder Haschisch verschiedene Vorteile bietet, weiß jeder, der es ausprobiert hat. Nun berichten Mediziner der Stanford-Universität im Fachmagazin „Journal of Sexual Medicine“ von einer besonders interessanten Korrelation: Kiffer haben mehr Sex als Menschen, die nicht Marihuana oder Haschisch konsumieren. Aber auch dies sollte nicht zum Umkehrschluss verleiten, dass ein Joint oder eine Bong zu mehr Sex verhelfen – vielleicht sind Cannabiskonsumenten auch einfach die attraktiveren oder geselligeren Menschen.

 

Allerdings ergab die Studie tatsächlich, dass je mehr Cannabis konsumiert wird, auch die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs steigt. Insgesamt haben Kiffer etwa 20 Prozent häufiger Sex – die Angaben von über 50.000 Personen besagen, dass Frauen, die täglich Marihuana rauchen, im Schnitt 7,1-mal Sex in einem Monat haben, abstinente Frauen hingegen nur sechsmal. Bei den männlichen Dauerkonsumenten ergab sich eine Quote von 6,9-mal Sex im Monat, bei den abstinenten Männern bloß 5,6-mal.

Cannabis verkaufen will gelernt sein. Eigentlich gibt es gar nicht so viele Regeln, die man beachten muss – den gesunden Menschenverstand anzuschalten genügt eigentlich schon beinahe. Man kann darauf auch verzichten, muss dann allerdings auch mit den Konsequenzen leben, so wie nun ein 39-jähriger Mann aus Braunschweig.

 

Dieser stellte vergangene Woche Montag sein Auto vor einer Hofeinfahrt ab und blockierte so den Weg für die Anwohner, die daher die Polizei riefen. Da der 39-Jährige nicht in der Nähe war, wurde eine Halter-Abfrage in die Wege geleitet, bei der sich herausstellte, dass der Wagen nicht versichert war.

 

Als die Polizei das Auto daraufhin abschleppen lassen wollte, tauchte der Besitzer plötzlich auf und wollte wegfahren. Von den Polizisten angesprochen, ergriff er plötzlich die Flucht, allerdings erfolglos. Der Grund: sowohl in seiner Tasche als auch im Auto selbst fand sich jeweils eine „nicht geringe Menge“ Marihuana, außerdem noch Amphetamine.

 

Zu den ganzen Unannehmlichkeiten für den 39-Jährigen kam dann auch noch eine Hausdurchsuchung hinzu, bei der Haschisch, Ecstasy und eine größere Menge Bargeld aufgefunden wurden. So endete der Tag für den Braunschweiger dann mit einem Haftbefehl.

Am Dienstag ist die neueste Print-Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin erschienen und kann ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops für schlappe 2,60 Euro erworben werden.

 

Unter anderem beschäftigen wir uns in der aktuellen Ausgabe mit dem selbsternannten Wunderheiler Rick Simpson, der behauptet, mit seinem Cannabis-Öl Krebs heilen zu können. Aber wir beschäftigen uns im Magazin auch mit den gelben Namensvettern, die ansonsten aber gar nichts mit ihm zu tun haben – den Simpsons, der wohl bekanntesten und beliebtesten Zeichentrickfamilie der Welt. Denn in den bald 30 Jahren ihres Bestehens sind die Simpsons schon des Öfteren mit Cannabis in Berührung gekommen. Und auch vor den Fernsehern lässt sich das Kiffen ganz gut mit den Simpsons kombinieren...

 

Es gibt wohl nur wenig Genialeres als entspannt die Simpsons anzuschauen, ganz besonders wenn man angenehm stoned ist und ein paar Tütchen und Bongs intus hat. Dabei sind die Simpsons keineswegs nur eine Kindersendung, sondern sie sind vor allem eine bitterböse Satire auf Werte, Bräuche, Verhaltensweisen und Systemstrukturen der USA. Der Schöpfer Matt Groening hat ganz ohne Zweifel ein subversives, mit beißendem Humor gespicktes Meisterwerk der US-amerikanischen Popkultur geschaffen. Für Stoner, aber auch jeden anderen Simpsons-Konsumenten, steckt die Genialität der Fernsehserie in der Multidimensionalität des Geschehens, den unglaublichen Jokes, die so dicht am Alltag dran sind, dass sie beinahe schon wieder absurd scheinen und den skurrilen und doch realistisch erscheinenden Akteuren. Denn bei aller Gelbheit und nur vier Fingern an einer Hand: einen Homer, eine Marge, einen Bart, eine Lisa, eine Maggie, einen Ned Flanders, einen Chief Wiggum oder einen Otto kennt doch wirklich jeder – auch hierzulande. Natürlich könnte die Liste beliebig lang fortgesetzt werden, denn alle in den Simpsons vertretenen Charaktere kommen einem irgendwie aus dem eigenen Leben bekannt vor.

 

In vielen Folgen der Simpsons sind Drogen folgenimmanent ein heißes Eisen. Beschränken wir uns in diesem Artikel aber einmal ganz profilscharf auf Weed und Dope. Im Folgenden handelt es sich um eine subjektiv getroffene Auswahl an Personen und Folgen, die jeder Leser nach eigenem Gusto ergänzen oder fortsetzen kann. Der Dauerklassiker des Kiffers, der typische Stoner bei den Simpsons, ist ganz klar Schulbusfahrer Otto. Von Beginn der Simpons an war klar, dass Otto ein Dauerkiffer vor dem Herrn ist, obwohl doch gerade er den verantwortungsvollen Beruf hat, die Schulkinder von Springfield sicher von ihren Wohnorten zur Schule und zurück zu bringen. Dabei wird Otto in den allermeisten Folgen als stoned dargestellt, was sich nicht zuletzt an seinen fragwürdig bis gefährlichen Fahrkünsten zeigt. Otto funktioniert dabei so wie viele Daueruser: Mit einem gewissen Quantum intus funktioniert er perfekt, aber wehe, man würde ihn auf THC-Entzug setzen – dann müssten die Eltern von Springfield wirklich um die Sicherheit ihrer Kinder bangen. Das tut der Beliebtheit Ottos aber keinen Abbruch. Er ist für alle der „Dude“ oder der „Man“ und alle seine Sätzen enden eben mit einem dieser beiden Begriffe. Insbesondere der ohnehin zu allen Varianten subversiven Verhaltens neigende Bart pflegt ein ganz besonders inniges Verhältnis zu Otto. Nicht selten bemerken die Kinder oder Lehrer einen eigenartigen Cannabis-Geruch im Schulbus, wenn Otto seine Kleider seit Tagen nicht mehr gewechselt hat oder wenn er kurz vor Fahrtantritt im Gefährt tüchtig einen durchgezogen hat, damit ihn die kleinen Satansbraten nicht so nerven. Trotz dieses per se wirklich nicht ungefährlichen Verhaltens, scheint der Schutzheilige aller Kiffer Otto wohlgesonnen zu sein, denn bisher ist es ihm immer gelungen, seine Fahrten ohne Tote oder Schwerverletzte zu einem guten Ende zu bringen, auch wenn der Schulbus das eine oder andere Mal schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

Während Otto der einzige offen bekennende Dauerkiffer bei den Simpsons ist, zieht sich das Phänomen des THC-Rauschs dennoch durch alle Gesellschaftsschichten und betrifft alle Altersgruppen und Geschlechter. Denn zum Beispiel auch Homer ist ein Stoner. In der „Barthood“-Episode der 27. Staffel steht Barts Heranwachsen im Fokus. Dabei erwischt er – von seltsamen Grasgerüchen aus dem Schlafzimmer seiner Eltern angelockt – zu seinem großen Entsetzen seinen Vater Homer, wie der tüchtig eine Bong durchzieht und, typisch für so manchen Konsumenten, vor sich hin philosophiert. Bart reagiert für seine Verhältnisse beinahe paranoid und fragt, was denn passieren würde, wenn jetzt plötzlich die Staatsmacht käme, nur um dann noch erstaunter festzustellen, dass der adipöse Polizeichef Wiggum bereits im Schlafzimmer sitzt und gemeinsam mit Homer die Bong durchzieht, während er sich köstlich entspannt. Damit wird der Rollentausch perfekt, denn Bart wird zum Moralapostel und warnt seinen Vater eindringlich vor den Folgen des Kiffens. Aber, liebes Autorenteam, manchmal kann man es auch übertreiben. Denn diesen Rollenwechsel nimmt Bart niemand ab – Adoleszenz-Prozesse hin oder her. Hier wäre im doppeldeutigen Sinne mehr Realismus angebracht. Denn es mag schon sein, dass Homer an der Bong klebt, wie die Fliege an der Scheiße, aber folgerichtig wäre eigentlich ein Bart, der seinem Vater das verbliebene Gras abzieht, um sich selbst ein paar chillige Augenblicke zu gönnen. Dennoch bleibt Homer zu wünschen, dass er öfter mal sein ansonsten über alles geliebtes Duff-Bier im Kühlschrank stehen lässt und sich weiter zum kiffenden Hippie-Opa entwickelt.

 

Dabei ist das bei Weitem nicht die einzige Folge, in der Homer einen durchzieht... den vollständigen und umfassenden Artikel könnt ihr in Highway – Das Cannabismagazin 06/2017 lesen.

 

 

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Cannabis ganz einfach und legal bei Amazon bestellen? Mit einem einzigen Klick landen ein paar fette Buds zusammen mit DVD und Taschenbuch im Warenkorb. Bequemer Versand und Express-Lieferung für den modernen Stoner, und das alles ab 20 Euro ohne Versandkosten? Also, das hätte doch was.

Ein Paar aus Orlando in Florida kam nun in den Genuss des (unfreiwilligen) Cannabis-Lieferservice. Das einzige Problem: Die beiden hatten gar keines bestellt. Mal abgesehen davon, dass ein derartiger Lieferservice in Orlando hochgradig illegal wäre. Und doch drang ihnen aus den vier Plastikcontainern zum Aufbewahren, die das überraschte Paar tatsächlich geordert hatte, ein intensiv-süßlicher Schwall entgegen. Sorgfältig verpackt fand die rasch zu Hilfe gerufene Polizei stolze 30 Kilogramm Marihuana in den Boxen und beschlagnahmte diese sogleich.

Weder die Gesetzeshüter noch das Amazon-Krisenmanagement können sich jedoch den ungewöhnlichen Sachverhalt erklären. Zur Entschädigung erhielt das Paar, das aus Angst vor den wahren Besitzern des Marihuanas zwischenzeitlich außerhäusig schlief, vom Internet-Riesen einen Warengutschein im Wert von 150 Dollar. Und, wer weiß, vielleicht haben sie sich ja noch rechtzeitig die ein oder andere Blüte abgeknapst.

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro (2,99 Euro in Östereich, 4,20 CHF in der Schweiz) erwerben:

 

 

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Am Dienstag ist die neueste Print-Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin erschienen und kann ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops für schlappe 2,60 Euro erworben werden.

 

Die aktuelle Titelstory „LED IT SHINE! – Das große LED-Spezial“ besteht aus zwei Artikeln aus den Federn zweier unserer besten Anbau-Experten. Wir möchten an dieser Stelle Auszüge aus beiden Artikeln liefern und euch auf die Möglichkeit hinweisen, beide Artikel (und viel mehr) in voller Länge in der aktuellen Ausgabe 06/2017 zu lesen.

 

Chuck Lore: Darum sind LED-Leuchten heutzutage in den meisten Fällen zu bevorzugen

 

Do-it-yourself-Experte Chuck Lore

 

Eine Cannabispflanze benötigt, wie jede andere Pflanze auch, Nährstoffe, Feuchtigkeit, eine bestimmte Temperatur, Kohlendioxid aus der Atmosphäre und Licht zum Wachstum. Dabei ist jeder der einzelnen Faktoren wichtig und bedeutsam. Aber am allerbesten kann der Ertrag über eine Optimierung der Lichtmenge gesteigert werden, das gilt besonders für den Innenraumanbau (Indoor-Growing). Unser Allrounder Chuck Lore beschäftigt sich in unserer Titelstory mit der richtigen Beleuchtung für Cannabispflanzen und gibt hilfreiche Informationen und Anmerkungen.

 

In der Regel sind die Aufzuchtbedingungen in den eigenen vier Wänden nahezu perfekt. Die Temperatur im Aufzuchtschrank (Growbox) wird meist etwas höher als die Raumtemperatur sein. Das ist nahe am Optimum, das bei rund 24 Grad Celsius liegt. Von ausreichender Feuchtigkeit kann auch ausgegangen werden. Stehen die Pflanzen im Erdreich, sollte dieses feucht, aber nicht nass sein. Bei Hydrokultur ist das natürlich anders, da sind die Wurzeln in einem lockeren Medium direkt mit der Nährlösung umspült. In der Nährlösung beziehungsweise im Erdreich gelöst befinden sich die Nährstoffe, die von der Pflanze zum Wachstum benötigt werden. Professionelle Züchter haben diese Nährstoffe samt den nötigen Testverfahren einzeln vorrätig und können diese individuell zugeben. Von Hobbyzüchtern wird dieser enorme Aufwand zu Recht gescheut. Diese greifen auf Kompaktdünger zurück oder nehmen einen durch Kompostierung gewonnenen Dünger, der in der Regel sogar biologisch ist. Darüber hinaus sind im Handel etliche Düngesets vorhanden, die den Ertrag sicherstellen werden. Auch die vorhandene Menge des in der Atmosphäre vorhandenen Kohlendioxids wird nur selten beeinflusst. Eine Begasung ist aufwändig, mit Gefahren verbunden und ist nur bei sehr leistungsfähiger Beleuchtung sinnvoll. Wird den Basisanforderungen an Nährstoffe, Feuchtigkeit, Temperatur und Kohlendioxid genüge getan, was in der Regel sehr einfach ist, bleibt das zugeführte Licht als zentrales Kriterium übrig. Das geerntete Volumen hängt in den meisten Fällen hauptsächlich von der zugeführten Lichtmenge ab, nur selten spielt der verwendete Dünger oder ein anderer Faktor eine maßgebliche Rolle.

 

Nun ist es so, dass Pflanzen zum Wachstum ein Lichtspektrum benötigen, das von dem für uns Menschen sichtbaren Bereich abweichend ist...

 

[…]

 

... Nun zur Effizienz von Pflanzenleuchten. In der Regel wird der Lichtstrom, also die „Lichtleistung“ einer Leuchte, in Lumen angegeben. Diese Einheit gibt an, wie viel für den Menschen sichtbares Licht die Lampe abgibt. Die tatsächlich aufgenommene Leistung wird in Watt gemessen und dann eine Effizienz in der Art „Lumen pro Watt“ angegeben. Jetzt könnte der Grower denken, dass ein hohes Verhältnis grundsätzlich sinnvoll ist. Natriumdampf-Hochdrucklampen (NDL) liefern zum Beispiel bis zu 150 Lumen pro Watt, das ist eine stolze Leistung. Leider ist ein Großteil des abgestrahlten Lichtes allerdings für die Pflanze nicht verwertbar, weil diese Lampen zum Großteil im gelb-grünen Spektrum leuchten. Um dieser Misere zu entgehen, wurde der Begriff der photosynthetisch aktiven Strahlung (PAR) eingeführt. Diese gibt an, wie viel Licht der abgegebenen Strahlung tatsächlich von der Pflanze verwertet werden kann. Diese Strahlung wird als photosynthetischer Photonenfluss (PPF) mit der Einheit µmol/s angegeben. Auch die Angabe der photosynthetischen Photonenstromdichte (englisch Photosynthetically Active Photon Flux Density, PPFD oder kurz PFD) in µmol/(m²s), ist zu finden. Ein Hersteller, der ehrliche Angaben zu seinen Pflanzenleuchten macht, wird die Leistung also nicht in Lumen oder Lux, sondern in PPF oder PPFD angeben. Leider kann kaum ein Anwender, der verschiedene Leuchten vergleichen möchte, mit dieser Angabe etwas anfangen. Denn die meisten Anbieter geben die Leistung in Lumen oder Lux an. Zum Glück können die Einheiten relativ leicht, wenn auch nur annäherungsweise, umgerechnet werden.

 

Bei Sonnenlicht kann ein µmol/(m²s) mit etwa 50 Lux und ein µmol/s mit etwa 50 Lumen gleichgesetzt werden. Bei Kunstlicht, insbesondere Metalldampflampen, Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstoffröhren (Energiesparlampen), wird ein µmol/(m²s) mit etwa 75 Lux und ein µmol/s mit etwa 75 Lumen gleichgesetzt. Das ist natürlich nur ein Annäherungswert, weil ja für jede Pflanzensorte ein anderes Spektrum optimal ist und die Strahlung der Lampen je nach Ausführung variiert. Sind die Angaben einerseits in Lumen oder anderseits in Lux bekannt, hilft das Wissen, dass ein Lichtstrom von einem Lumen, der auf eine Fläche von einem Quadratmeter projiziert wird, einer Helligkeit von einem Lux entspricht. Analog dazu verhalten sich PPF und PPFD.

 

Ein einfaches Beispiel aus der Praxis: Die Growbox eines Züchters soll mit einer 200 Watt starken Leuchte betrieben werden. Er vergleicht verschiedene Angebote und findet in einem Fachgeschäft die Angabe, dass eine Lampe mit dieser Leistungsaufnahme 320 µmol/s PAR liefert. Dagegen steht das Angebot einer Halogen-Metalldampflampe, die einen Lichtstrom von 22.000 Lumen hat. Er errechnet, dass die Metalldampflampe nur rund 293 µmol/s PAR (22.000/75) liefern wird. Das sind zwar lediglich knapp zehn Prozent Unterschied, aber diese Differenz kann wegen der relativ geringen Lichtleistung direkt in einen Mehrgewinn an Pflanzenmasse umgerechnet werden. Weil die meisten verwendeten Lampen eine reale Lebensdauer von rund 20.000 Stunden haben, das sind mehr als drei Jahre mit je 16 Stunden Brenndauer pro Tag, kann der Vor- oder Nachteil leicht berechnet werden. Wird zum Beispiel nur eine minimale Ernte von rund 30 Gramm alle sechs Wochen angenommen, werden mit der besseren Lampe in ihrer gesamten Lebenszeit fast 90 Gramm mehr Marihuana gewonnen. Beispielrechnung: 20.000 Stunden bei 16 Stunden pro Tag sind 1250 Tage, das sind 178 Wochen. Es können also 29 Ernten in dieser Zeit gemacht werden. Bei der Lampe aus dem Fachgeschäft ergibt dies also 29 Ernten * 33 Gramm = 957 Gramm. Bei der Lampe aus dem regulären Handel ergibt dies 29 Ernten * 30 Gramm = 870 Gramm. Rechnet man jedes Gramm Marihuana mit fünf Euro, lohnt sich beim Kauf eine Preisdifferenz von bis zu 435 Euro (87 Gramm * 5 Euro). Genau berechnet ergeben sich leicht andere Werte. Aber für einen groben Vergleich sollte die Berechnung ausreichen, zumal die angenommenen 30 Gramm wirklich an der unteren Grenze der zu erwartenden Erntemenge liegen. In dem gewählten Beispiel schneiden übrigens die vielgepriesenen Natrium-Hochdruckdampflampen besonders schlecht ab. Mit dem exakten Wert für diesen Leuchtentyp ergibt sich ein Unterschied von 17,8 Prozent PAR, das wären dann schon 154 Gramm, die weniger geerntet würden. Die Lampe aus dem Fachgeschäft könnte dann also tatsächlich 770 Euro mehr kosten.

 

Das Verhältnis von zugeführter Lichtmenge und Zuwachs an Pflanzenmasse ist über einen weiten Bereich linear. Erst wenn die zugeführte Lichtmenge etwa zwei Drittel der Lichtsättigung erreicht hat, verändert sich dieser Zusammenhang. Das liegt daran, dass...

 

[…]

 

Den vollständigen und umfassenden Artikel könnt ihr in Highway – Das Cannabismagazin 06/2017 lesen. Im Folgenden gibt es an dieser Stelle auch noch einen Auszug des zweiten Teils des LED-Spezials:

 

Light Addict: LED – Die Technik der Zukunft? Überblick und Ausblick.

 

Grow-Experte Light Addict

 

Inzwischen sind LED-Growlampen bereits seit einiger Zeit erhältlich. Von Anfang an war die Technologie recht vielversprechend, doch die Cannabisindustrie schien sich einige Jahre lang nicht richtig davon überzeugen zu lassen. Dann, als sich sowohl die Technologie als auch das Verständnis für diese weiterentwickelten, baute sich auch die Akzeptanz von LED-Lampen in der Cannabis-Community langsam auf. Im folgenden Artikel soll sich daher dem Thema LED angenähert werden, ohne zu sehr in die technischen Details zu gehen. Zudem soll die Frage beantwortet werden, ob LED-Growlampen die Zukunft der Cannabisindustrie sind.

 

Schon von Beginn an haben die LED-Leuchtmittel-Hersteller mit verlockenden Aussagen versucht, auf sich aufmerksam zu machen, etwa mit dem Versprechen, für eine sofortige und erhebliche Verringerung der Stromkosten zu sorgen – ausgelöst durch den geringen Energieverbrauch der Lichtquelle selbst, aber auch durch Einsparungen, die etwa durch das Weglassen einer Kühlung durch eine Klimaanlage kommen, die bei herkömmlichen Lampen nötig sein kann. Solche Versprechen sind schon immer klare Kampfansagen an die Natriumdampflampen (NDL) gewesen und ich erwähne es bloß, weil dies die Lampen sind, mit denen LEDs hauptsächlich verglichen werden. Diese Argumente bringen uns auch gleich zum erhöhten Sicherheitsaspekt der LED-Lampen. Denn LEDs haben immer den Vorteil, dass sie nicht die extrem hohen Betriebstemperaturen von NDL-Lampen aufweisen. Dies ist ein klarer Pluspunkt hinsichtlich der Feuersicherheit und allein dieser Grund hat vielen Growern schon genügt, über den Wechsel auf LEDs nachzudenken oder ihn gleich zu vollziehen.

 

In den Anfangstagen der LED-Growlampen schien es allerdings so, als ob viele der getätigten Aussagen nicht der Realität entsprächen: viele frühe Growberichte zeigten einen Mangel der Lichtdurchdringung oder eine schlechte Deckkraft der LED-Lampen. In manchen Fällen wurde nicht mal das Versprechen der Hitze-Reduzierung richtig oder gleich gar nicht umgesetzt. Auch wurden in der Anfangszeit häufig noch zusätzliche Leuchten benötigt, um mit LEDs die gleichen Ergebnisse wie mit NDLs zu erzielen. Kombiniert mit den (im Gegensatz zu einem NDL-Setup) oft deutlich höheren Anschaffungskosten für LEDs, waren die angeblichen Einsparungen so nicht gerade einfach zu erreichen.

 

Die LED-Industrie

Die Industrie hat sich in den vergangenen paar Jahren jedoch massiv verändert, nachdem einige der größeren Dioden-Hersteller das Potential dieses speziellen Markts realisierten. Dies führte auch zu einer ausführlichen Forschung, nicht zuletzt mit der Absicht, zielführende und zuverlässigere Dioden für den Gartenbau zu entwickeln. Auch die Qualität der Produktionsprozesse stieg an, was in längeren Lebensspannen der Dioden und geringeren Ausfallzahlen resultierte. Inzwischen gibt es LED-Lampen-Hersteller ohne Ende, die alle versuchen ihr Stück dieses hochlukrativen Kuchens zu ergattern. Dieser Umstand hat zu einem umfassenden und mannigfaltigen Angebot von Beleuchtungsoptionen geführt, das den geplanten Erwerb einer LED-Lampe für die Grower zu einer komplizierten Angelegenheit machen kann, da viele Faktoren berücksichtigt werden können. Dieses große Angebot bedingt auch einen Wettbewerb zwischen den Herstellern, was in den letzten Jahren zu einigen spürbaren Entwicklungen geführt hat, etwa der Abkehr von billigen Dioden mit einem unpräzisen Farbspektrum. In den Anfangstagen der Industrie hat man in Growlampen sogar teilweise die gleichen Dioden wie in Autoscheinwerfern verbaut. Auch kamen damals große Teile der benötigten Materialien aus China, während sich nun viele Lampen-Hersteller lokalen Ressourcen zuwenden, ob für Gehäuse, Treiber oder die Dioden selbst – inzwischen sind die amerikanischen Dioden von Cree oder von Osram aus Deutschland weitverbreitet und genutzt. LEDs werden inzwischen auch in breit gefächerten Anwendungsgebieten der kommerziellen Landwirtschaft eingesetzt, vor allem in den Bereichen der Blumenzucht. Die Verwendung wird sich in der nächsten Zeit noch weiter steigern, da immer mehr Landwirte das kostensparende Potential von LEDs erkennen, sobald sie einmal installiert und in Betrieb genommen wurden.

 

LED: Die Qual der Wahl

Warum ist der Einsatz der LED-Technologie so vielversprechend? Die LED-Technologie an sich ist extrem vielseitig einsetzbar. Ob Chip-On-Board-Technologie (COB) oder Surface-Mounted-Device-LEDs (SMD) – beide teilen sich den Basis-Aufbau der Nutzung vieler kleiner und individueller Dioden, um Licht zu erzeugen. Dies ermöglicht eine Vielseitigkeit, die nur schwer von anderen Licht-Technologien erreicht werden kann. Einfach ausgedrückt ist es möglich, durch Änderungen am Prozentsatz beziehungsweise dem Verhältnis aller verwendeten Dioden die Lichttönung der Lampe zu variieren. Das bedeutet, dass LED-Lampen gezielt auf einen speziellen Bereich eingestellt werden können, was eine deutlich bessere Licht-Effizienz gegenüber anderen Technologien bedeutet. SMD stellt eine sehr flexible LED-Lösung dar. Diese Chips sind viel kleiner als die der älteren Dual-in-line-package-LEDs (DIP), können aber dennoch mehrere Dioden pro Einheit beinhalten. Dadurch haben SMD-Chips den Vorteil, dass sie verschiedene Farben innerhalb einer Einheit betreiben können. In der Theorie bedeutet dies, dass ein SMD-Chip, der mit blauen, grünen und roten Dioden ausgestattet wurde, Licht in jedem Farbton erzeugen kann, indem einfach der Output der Dioden reguliert wird. Für solch einen Einsatz benötigt jede Diode ihren eigenen Schaltkreis. Und dies bedeutet, dass jeder Schaltkreis sein eigenes Kontaktpaar benötigt. Dadurch kann das Design der Lampe ein wenig verkompliziert werden. Bei einer eingeschalteten SMD-LED kann man klar die verschiedenfarbigen Dioden erkennen (siehe Foto). Oft werden bei solch einem Modell zusätzliche Linsen benötigt, um die Abmischungen zwischen den verschiedenfarbigen Dioden zu unterstützen. Solch ein Aufbau ermöglicht oft einen fokussierteren Ausstoß des Lichts und somit eine stärkere Lichtdurchdringung...

 

[...]

 

Den vollständigen und umfassenden Artikel könnt ihr in Highway – Das Cannabismagazin 06/2017 lesen.

 

 

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Cannabis ist nicht nur ein Heilmittel und dazu noch ein großer Spaß – nein, auch eine Gelddruckmaschine. Seit den diversen Gesetzeslockerungen der letzten Jahre über den ganzen Globus, vor allem in den Vereinigten Staaten, ist es auch von legaler Seite her ein einträgliches Geschäft geworden. Nicht nur Weed und Hasch selbst werden verkauft, auch Dienstleistungen und Waren aller Art, die mit Cannabis zu tun haben, stehen hoch im Kurs.

 

Wir in der Redaktion von Highway – Das Cannabismagazin waren schon recht erstaunt, als wir letztens angerufen wurden und man uns die – grundsätzlich nicht cannabiskonnotierte – Domain highway.de für 15.000 Euro zum Kauf angeboten hat – für das Geld bekommt man aber locker drei Kilo Gras. Wie könnten wir es da so sinnlos verplempern, damit ihr, liebe Leserinnen und Leser, ein paar Buchstaben weniger in die Adressleiste eures Browers eintippen müsst? Nein, das steht in keinem Verhältnis.

 

Auch Snoop Dogg, Rap-Star und nicht zuletzt Chef der amerikanischen Cannabis-Website merryjane.com, erhielt kürzlich einen ähnlichen Anruf – im wurde allerdings die Domain kush.com angeboten. Der geforderte Preis: stolze 3 Millionen US-Dollar auf Verhandlungsbasis.

 

Einiges spricht für die Domain: sie besteht nur aus vier Buchstaben, was sie schon einmal grundsätzlich recht wertvoll macht. Außerdem ist es in den USA so, dass das Wort Kush von vielen Menschen synonym für Weed gebraucht wird, obwohl es ja eigentlich nur einige indicalastige Sorten umfasst. Dennoch: für diesen Betrag kann man (legal versteuert) mehr als eine Vierteltonne Blackberry Kush kaufen. Und so schlug auch Snoop Doog nicht zu.

 

Sergio Stephano, einer der führenden Domainhändler Amerikas, äußerte sich auch dahingehend, dass der Preis deutlich übertrieben wäre: 2011 kaufte Weedmaps die Domain marijuana.com für 4,2 Millionen US-Dollar (ja genau: 4.200.000), somit könnte ein Wort das weitaus seltener genutzt würde, nicht fast genau so viel wert sein – er schätzte einen realistischen, für alle Seiten befriedigenden Preis auf allerhöchstens 500.000 US-Dollar.

 

Kush.com wurde übrigens vor längerer Zeit von einer Immobilienhändler-Familie gekauft, die mit Nachnamen Kush heißt – ein Zufall, der der Familie sicherlich irgendwann einen ordentlichen Betrag einbringen wird.

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