Highway

Immer mal wieder stolpert man im Netz über Videos von kranken Kindern, deren Zustand mit einer Dosis Cannabis verbessert werden kann. In besonderen Härtefällen kann es also durchaus die richtige Entscheidung sein, seinem Kind Cannabis als Medizin zu verabreichen, Ausnahmeregelungen vonseiten des Gesetzgebers (wie zum Beispiel im Fall einer Sechsjährigen aus Texas) bestätigen dies.



Was sich eine Mutter aus Raleigh in den USA geleistet hat, hat mit medizinischer Notwendigkeit allerdings (nach jetzigem Kenntnisstand) so ziemlich gar nix zu tun: ohne Not und begleitet von ermutigendem Gelächter, drückt die Zwanzigjährige ihrem Baby mehrfach den Blunt auf die Lippen. Schlimmer noch, dem Anschein nach handelt es sich um eine schon mehrfach durchgeführte Routine zwischen Mutter und Kind, die vergnügten Laute des Sprösslings und dessen versierte Art zu ziehen und den Rauch wieder auszublasen, lassen zumindest darauf schließen.



Da die Erziehungsberechtigte zudem tatsächlich so grenzdebil war, die Clips von ihrem kiffenden Kind auf der eigenen Facebook-Seite zu veröffentlichen, mehrten sich ziemlich schnell die Anrufe bei der zuständigen Polizeidienststelle und die Rabenmutter wurde verhaftet. Ihr steht nun eine Anklage wegen Kindesmissbrauchs und unerlaubten Besitzes von Marihuana bevor, die Kaution wurde auf 100.000 Dollar festgesetzt.

Dass die Cannabispflanze nicht nur eine hervorragende Heilpflanze ist, sondern auch ein vielseitig einsetzbarer, umweltfreundlicher Rohstoff, ist unter Hanffreunden längst bekannt.



Schon 1941 präsentierte der Autobauer Henry Ford der Öffentlichkeit ein voll funktionsfähiges „Hemp Car“, ein Auto, in dem ausschließlich Materialien aus Hanf und Soja verbaut wurden und das mit einem aus Hanf gewonnen Alkohol angetrieben wurde.



Das kanadische Cannabisunternehmen Hempearth ist nun noch einen Schritt weiter gegangen und hat gleich ein ganzes Kleinflugzeug gebaut. Von den Sitzen über die Flügel bis zum Kraftstoff: alles wird aus Hanf gewonnen. Das Flugzeug hat eine Flügelspannweite von knapp elf Metern und ist ohne Abstriche für einen Piloten und vier Passagiere nutzbar. Es verbraucht dank des geringen Gewichts auch noch vergleichsweise wenig (Hanf-)Sprit. CEO Derek Kesek will mit seinem Flieger auf das riesige Potenzial von Hanf als Baumaterial hinweisen und ist sich sicher: „Das ist die Art von Zukunft, die wir hier auf der Erde haben wollen.“

Erschreckende Nachrichten aus Holland: gestern Mittag hielt der Abgeordnete Arno Rutte im niederländischen Parlament eine Rede zum Thema organisierte Kriminalität, als der bekannte 65-jährige Cannabis-Aktivist Hans Kamperman aus Groenlo über die Balustrade in den Plenarsaal sprang – mit einem Strick um den Hals.

 

Wie die Zeitung „De Telegraaf“ berichtet, überlebte Kamperman den Selbstmordversuch allerdings – zahlreiche Mitglieder des Parlaments eilten ihm zu Hilfe und hoben ihn an, bis ein Krankenwagen eintraf. Seinen Selbstmordversuch kündigte der Cannabis-Aktivist zuvor bei Facebook an.

 

In dem Beitrag bittet er seine Freunde und seine Familie um Verzeihung und schreibt, dass er in seiner Verzweiflung keine andere Möglichkeit mehr sehen würde, um die Politik auf die unhaltbaren Zustände hinsichtlich (medizinischem) Cannabis aufmerksam zu machen.

 

Das ist der Irrsinn, auch der niederländischen Drogenpolitik: Cannabiskonsumenten kriminalisieren und Cannabis-Aktivisten drangsalieren – wegen einer Pflanze, die noch nie jemanden getötet hat – bis diese so verzweifelt sind, dass sie sogar ihr eigenes Leben opfern wollen, um menschlichere Zustände herzustellen.

 

Ob dies der richtige Weg ist, um für bessere Cannabis-Gesetze zu kämpfen sei jedoch dahingestellt...

Pünktlich zur Outdoor-Saison schauen viele Indoor-Gärtner gerne einmal über den Tellerrand und machen sich schlau, welche Sorten draußen besonders angesagt sind. Ein Name, der bei solchen Erkundigungen immer wieder auftaucht, ist Devil. Diese Sorte wird seit bald 30 Jahren auf der ganzen Welt angebaut und wird für ihre verschiedenen Vorzüge trotz des teuflischen Namens immer gerne in den Himmel gelobt. Der Züchter dieser langlebigen und beliebten Outdoor-Sorte ist niemand Geringeres als Grow-Legende Shantibaba, der inzwischen zusammen mit Dealer-Legende Howard Marks alias Mr. Nice die Mr. Nice Seedbank betreibt. Ein Anbau ist zwar auch indoor möglich (die Blütezeit wird für Indoor-Züchtungen mit acht Wochen beziffert), doch ist Devil für den Anbau im Garten oder im Gewächshaus prädestiniert. Anfang Oktober ist Erntezeit. Die Mr. Nice Seedbank gibt für den Outdoorbereich Erntemengen von bis zu 500 Gramm pro Pflanze an.

 

 

 

Der Anbau von Devil ist aber auch für ungeübte Outdoor-Grower realisierbar, da die Pflanze recht genügsam ist. Anfangs geht die Entwicklung gemächlich vonstatten, ist dann aber erst einmal ein stattliches Wurzelwerk angelegt, wird an Fahrt aufgenommen. Vorfahren der Devil sind der Afghani-Strain und Afghan Skunk, zwei Indica-Schwergewichte mit Klassikerstatus. Die Wirkung fällt dementsprechend unteuflisch aus und ist tendenziell eher für die ruhigeren Stunden oder aber auch verschiedene medizinische Anwendungen geeignet. Der THC-Gehalt bewegt sich im mittleren Bereich und dürfte die meisten Grower und Konsumenten zufriedenstellen. Die Aromen sind ebenfalls von der afghanischen Herkunft geprägt und fallen erdig-fruchtig aus.

Unser Do-it-yourself- und Anbau-Experte Chuck Lore schraubt nicht nur gerne selbst Dinge zusammen, sondern prüft auch die Arbeiten anderer auf Herz und Nieren. Dieses Mal stand ein Test der neuen LED „Rail 120“ der Firma Growking an, die nach einer intensiven Entwicklungsphase nun zur Marktreife gelangt ist.

 

Als ich von der Existenz der zu testenden Leuchte erfuhr, war ich zunächst ein wenig gelangweilt. Ich fragte mich, warum es schon wieder eine neue Speziallampe geben sollte, zahlreiche Modelle warten ja bereits auf Käufer und ihren Einsatzzweck. Doch das Datenblatt, das mir vorab via E-Mail zugesandt wurde, ließ mich neugierig werden. Das Messprotokoll zeigte Leistungsmerkmale, die erstaunlich gut waren. Die Messwerte waren im Prüflabor eines namhaften Herstellers ermittelt worden, also mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt. Dennoch hatte ich Zweifel und unterdrückte meine Vorfreude. Wenige Tage später war dann ein Paket für mich in der Post. Ordentlich verpackt, mit einer durchdachten Aufhängevorrichtung und allem nötigen Zubehör ausgestattet, lag die optisch ansprechende Lampe vor mir. Sogleich nahm ich sie in Betrieb, weil ich zumindest die Werte, die ich selbst messen konnte, überprüfen wollte. Und tatsächlich hielten die Fakten des Datenblatts der Kontrolle stand, mein Vertrauen in die neue Lampe war deutlich gestärkt. Bevor ich in Folge die Leistungsmerkmale der LED-Spezialleuchte erörtere, möchte ich zum besseren Verständnis noch etwas zu den Maßeinheiten anmerken. Der Lichtstrom, der von dem menschlichen Auge wahrgenommen wird, hat als Einheit Lumen. Dieser Wert sagt aus, wie hell oder dunkel eine Leuchte uns Menschen erscheint beziehungsweise wie viel Licht sie emittiert. Die Angabe bezieht sich auf ein gewichtetes Spektrum, weil die grün-gelben Anteile im Licht verstärkt wahrgenommen werden. Für Pflanzen ist dieser Wert weniger wichtig, weil diese hauptsächlich die roten und blauen Spektren des Lichts für die Photosynthese benötigen. Darum wird der verwertbare photosynthetisch aktive Photonenfluss, der in µmol/s angegeben wird, gemessen. Dabei werden die Lichtanteile auch gewichtet, sodass die für die Photosynthese nutzbaren Photonen aufgeführt sind.

 


Auch ist es wichtig zu wissen, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche projiziert wird, weil dies für das Lichtempfinden beziehungsweise das Wachstum der Pflanzen entscheidend ist. Daher wird für normales Licht die Beleuchtungsstärke in Lux angegeben. Ein Lux entspricht genau einem Lumen, das eine Fläche von einem Quadratmeter erleuchtet. Analog dazu wird bei Pflanzen die photosynthetisch aktive Photonenstromdichte verwendet, die in µmol/(m²s) angegeben wird. Wenn also eine Leuchte, die 500 µmol/s emittiert, eine Fläche von zwei Quadratmeter erhellt, dann können die dort stehenden Pflanzen sich auf 250 µmol/(m²s) photosynthetisch verwertbare Photonenstromdichte freuen. Natürlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Lumen bzw. Lux und µmol/s bzw. µmol/(m²s). Für LED-Pflanzlampen gilt ganz grob folgender Zusammenhang:

1.000 Lumen entsprechen etwa 30,30 µmol/s
1.000 Lux entsprechen etwa 30,30 µmol/(m²s)

Die Umrechnung ist allerdings nur annähernd möglich. Das liegt daran, dass das genaue Spektrum der photosynthetisch aktiven Strahlung nicht endgültig bestimmt werden kann. Es weicht in der Literatur von Quelle zu Quelle, manchmal sogar im Laufe der Jahre verändert, ab. Dazu kommen die Unterschiede, die je nach Alter und Nährmittelversorgung sogar bei Pflanzen gleicher Art auftreten. Darum ist es wichtig, dass das emittierte Spektrum möglichst gut zu den Pflanzen passt, die damit bestrahlt werden. Harmoniert es nicht, wird das Licht trotz guter Messwerte nicht optimal verwertet.

 

 


Doch genug der allgemeinen Erklärungen, zurück zur neuen LED-Pflanzleuchte. Diese weist bei einer Leistungsaufnahme von etwa 120 Watt einen Lichtstrom von rund 6.800 Lumen auf. Dies sind errechnete 206 µmol/s, ein sehr guter Wert. Gemessen wurde gemäß DIN 5031-10 (2000) ein nur unwesentlich geringerer Photonenfluss von 203 µmol/s. Wird das Ergebnis auf die aufgenommene Leistung umgerechnet, ergeben sich 1,80 µmol/s je Watt. Gute Konkurrenzprodukte liefern immerhin 1,50 µmol/s je aufgenommenes Watt, andere LED-Pflanzleuchten kommen zum Teil lediglich auf 1,00 µmol/s pro Watt. Somit setzt die Rail 120 mit diesem tatsächlich gemessenen Wert neue Maßstäbe, zumal schon mit einer bestrahlten Fläche von nur 0,80 x 0,30 Metern die Lichtsättigung von Cannabispflanzen erreicht ist. Aus diesem Grund muss die LED-Lampe auch mindestens 25 Zentimeter über den Pflanzen hängen, sonst kann es wegen Überschreitung des Lichtsättigungspunkts zu Sauerstoffstress kommen, der dann die oberen Blätter zerstört. Neben den hervorragenden Lichtwerten bietet diese Lampe ein Spektrum, das die Bedürfnisse der Pflanze gut abbildet. Ein starkes, tiefes Rotlicht ist besonders für blühende Sorten geeignet und der Blauanteil, der ein Viertel des Rotanteils ausmacht, sorgt für stämmiges Wachstum. Kurz gesagt: Die neue Rail 120 ist eine Wucht. Sicher wird sie vielen Züchtern große Freude bereiten. Ihr Aufbau ist stabil und jedes Detail wirkt professionell. Die angegebenen Werte entsprechen den Tatsachen und ich konnte keinen technischen Mangel feststellen.

 

Weitere Informationen zur Rail 120 gibt es beim Hersteller unter www.growking.de/rail

Bayern ist ein hartes Pflaster für Cannabisfreunde, besonders für solche aus toleranteren Städten wie etwa Berlin. Diese Erfahrung musste Tobias Gill vergangenen Sommer vor einem Café in München machen (wir berichteten): der junge Hauptstädter, der mit Cannabis seine chronischen Rückenschmerzen lindert, hielt es für eine gute Idee, sich dort in aller Ruhe einen Joint zu rauchen. Die Polizei war von diesem Einfall ganz und gar nicht angetan, nahm Gill kurzerhand fest und fand vier Gramm Marihuana.

 

Im August bekam Gill von der Staatsanwaltschaft seinen Strafbefehl und der hatte sich gewaschen: entweder akzeptiere der Beschuldigte eine Geldstrafe von 9.600 Euro oder er müsse für vier Monate in Haft. Um auf seinen Fall und das überharte Strafmaß aufmerksam zu machen, veröffentlichte Gill ein Statement auf YouTube (siehe unten). Ob es letztendlich wirklich an dem Clip lag, ist unklar, doch die bayerische Justiz zeigte sich nachgiebig und akzeptierte ein Gnadengesuch des 35-Jährigen, woraufhin die Strafe in gemeinnützige Arbeit umgewandelt wurde.

 

Doch damit nicht genug: Gills Verteidiger erreichte doch tatsächlich, dass die Stunden bei der Grünen Hilfe, einem Verein, der sich in der Hauptsache um strafverfolgte Cannabiskonsumenten kümmert, abgeleistet werden können. Was von Gill in einem Zwiegespräch mit seinem Verteidiger eigentlich als Spaß gemeint war, erhielt, aus welchen Gründen auch immer, tatsächlich die Zustimmung der bayerischen Justiz.

 

Nun sitzt Tobias Gill tatsächlich an der Kasse des Hanfmuseums in Berlin, das mit der Grünen Hilfe kooperiert und ist zufrieden: „Ich bin jetzt schon die zweite Woche hier und fühle mich absolut akzeptiert und angekommen. Es ist noch schöner, als ich mir das vorgestellt habe.“

Oft liest man von Cannabis-„Plantagen“, wenn tatsächlich Growboxen oder auch mal größere Räume mit einigen Hundert Cannabispflanzen gemeint sind. Mit dem Wort Plantage werden allerdings eigentlich deutlich größere landwirtschaftliche Betriebe bezeichnet. Inzwischen, im Jahr 2018, gibt es jedoch auch tatsächlich Cannabis-Plantagen, die diese Bezeichnung auch verdient haben.

 

Auch wenn dieser Titel in der letzten Zeit öfter mal wechselt, darf sich nun Canopy Growth aus Kanada damit schmücken – gerade rechtzeitig zur Legalisierung, die voraussichtlich am 1. Juli 2018 in Kanada in Kraft treten wird. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, bietet die 100.000 Quadratmeter große Anlage in Langley nahe Vancouver Platz für 350.000 Cannabispflanzen. Die Lampen und Wärmestrahler der staatlich geprüften Cannabis-Plantage verbrauchen mehr (von dem aus Wasserkraft gewonnenem) Strom als eine komplette Großstadt.

 

Pro Jahr sollen in Langley mehr als 40 Tonnen geerntet werden – die erste Ladung gerade rechtzeitig zur Legalisierung in drei Monaten.

Wer kennt es nicht: kaum im Hotel angekommen, wird der Feuermelder rausgedreht und dann erst einmal ein Joint geraucht. Hängt man aber andauernd in Hotels ab, merkt man irgendwann, dass viele Feuermelder gegen einen kleinen Joint gar nichts haben und nicht direkt mit dem Piepsen anfangen.

 

Wie auch immer: Bonez MC von der 187 Strassenbande rauchte sich vor einigen Tagen nach einem Konzert in einem Hotel in Oberhausen eine seiner Purtüten, als der Rauchmelder Alarm schlug. Wie „Bento“ berichtete, musste das gesamte Hotel geräumt werden. Doch kein Problem: die Rechnung für den Einsatz fällt für Bonez’ Verhältnisse moderat aus: 998 Euro für „Unterhaltungsmedien: Feuerwehreinsatz“.

 

Den ein oder anderen Joint im Hotelzimmer wird er sich also noch leisten können.