Highway

Jetzt wird es ernst für alle Freunde des aromatisierten Blunts. Ob Banana Split, Cherry Vanilla oder Blueberry – die aromatisierten Tabakblätter in der bunten Verpackung werden ab dem 20. Mai aus den Regalen der Kioske und Head-Shops verschwinden. Bereits am 25. Februar 2016 hatte der Bundestag das neue Tabakgesetz, die Tabakproduktrichtlinie TPD2, mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD verabschiedet. Nun bleiben allen Blunt-Liebhabern noch 17 Tage, um sich mit ihren Lieblingssorten einzudecken. Denn im Gegensatz zum Verkauf wird der Besitz weiterhin straffrei bleiben. Das Aromaverbot betrifft jedoch nicht nur die Blunt-Wraps und Rolling Papers mit Geschmack, auch wurden für aromatisierte Liquids für E-Zigaretten Einschränkungen angekündigt.

 

Während sich die Koalitionsparteien für ihren Beschluss auf die Schulter klopften, gab Frank Tempel (Die Linke) zu bedenken, dass gerade dadurch der eigentliche Präventionsgedanke des Gesetzes konterkariert werden könnte. Tempel befürchtet, dass durch die Einschränkungen in Zukunft weniger Zigarettenraucher aufs (immerhin) gesundheitsschonendere Dampfen umsteigen werden und vermutet dahinter einen Deal mit der Tabakindustrie. Und bedenkt man die jahrzehntelange Dämonisierung von Cannabis durch die Regierungsparteien, klingt das leider tatsächlich alles andere als abwegig. Wer sich für den Gesetzestext im Einzelnen interessiert, findet ihn hier.

Der vergangene Mittwoch wird zwei Männern im Alter von 45 und 50 Jahren wohl noch lange im Gedächtnis bleiben: Das Drogendezernat untersuchte in Hamburg, Oststeinbek, Norderstedt, Garlstorf und Glinde insgesamt acht Wohnungen und Lagerhallen. Es lagen Hinweise auf Cannabisanbau im großen Stil vor.

 

Und tatsächlich: in einer zweistöckigen Lagerhalle in Hamburg-Hamm mit etwa 900 Quadratmetern Fläche wurden 4.698 Cannabispflanzen aufgefunden – sowie der 50-jährige Mieter, der insgesamt 7.200 Euro Bargeld mit sich führte.

 

Auch in Oststeinbeck wurden noch zwei weitere Anlagen mit 222 und 234 Cannabispflanzen gefunden, wie „focus.de“ berichtete. Bei dem 45-jährigen Hauptangeklagten fanden sich Cannabissamen. Den beiden Betreibern der riesigen Cannabisanlage drohen nun empfindliche Gefängnisstrafen. Die beiden Mieter der kleineren Anlagen, ebenfalls beide Mitte 40, wurden nach der polizeilichen Erfassung zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt.

Es ist nicht leicht als Cannabis-Fan. Wahnwitzige und sinnlose Gesetze bedrohen einen immer wieder, erst recht, wenn man Cannabis auch selbst anbaut. Und wenn man noch so viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat – es kann immer etwas passieren, dass man nicht selbst verschuldet hat.

 

So geschehen vergangenen Sonntag – in die Wohnung eines bemitleidenswertes Ehepaar aus Moers, die sich im Urlaub aufhielten, wurde eingebrochen. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, müssen sie nun auch unter den Cannabis-Gesetzen der Deutschen Bundesrepublik leiden. Denn als die Polizei den Einbruch untersuchte, stieß sie auf eine Cannabis-Aufzucht mit insgesamt 30 erntereifen Pflanzen. Wie „welt.de“ berichtete, fand die Polizei außerdem zwölf Zehn-Liter-Eimer mit bereits rauchfertigem Marihuana – insgesamt acht Kilo!

 

Bleibt nur die Frage, wieso die Diebe eigentlich dort eingebrochen sind, wenn sie das ganze gute Gras dort haben liegen lassen...

Die TV-Show Die Höhle der Löwen, in der Start-ups finanzstarke Investoren vor laufender Kamera von ihrer Idee überzeugen müssen, erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Auch in Österreich läuft inzwischen ein Ableger des Formats unter dem Namen 2 Minuten 2 Millionen: Hier stand vergangenen Dienstag Roland Birner, seines Zeichens Geschäftsführer des Österreichischen Growshops und Stecklingshändlers Plants4friends, für besagte zwei Minuten im Mittelpunkt des Geschehens und stellte sein Unternehmenskonzept vor.

 

Mit einem professionellen Auftritt verschaffte Birner, der nach eigenen Angaben schon Wochen vor seinem Auftritt aus Lampenfieber nicht mehr richtig durchschlafen konnte, seiner Firma eine gehörige Portion Öffentlichkeit. „Seit dem Tag der Ausstrahlung stehen unsere Telefone nicht mehr still“, so der gelernte Ingenieur gegenüber dem Highway-Magazin.

 

Zwar gingen Birner und Plants4friends letztendlich ohne Investment nach Hause, doch die Investoren lobten den versierten Auftritt, zeigten sich durchweg interessiert an der Thematik und ließen sich sogar zu einem Statement pro Legalisierung hinreißen. Doch wer weiß, vielleicht war ein Investment auch gar nicht Birners eigentliches Ziel. Allein die geballte Aufmerksamkeit eines Millionenpublikums konnte schließlich schon einige junge Unternehmen beflügeln.

 

Schaut euch den Auftritt im untenstehenden Video einfach selbst an, gleich nach unserer kleinen Werbeeinblendung zur Dienstag erschienenen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ;-)

 

Weitere Cannabis-News und Cannabis-Entertainment sowie viele Informationen zum Anbau und zur Verarbeitung von Cannabis, Marihuana und Haschisch findet ihr ab sofort in der brandneuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin. Erhältlich für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

 

Weblink: Highway am Kiosk finden

Cannabis und der Führerschein – die endlose Geschichte. Immerhin wurde nun ein neues Kapitel aufgeschlagen: Der Bayrische (!) Verwaltungsgerichtshof sprach nun ein interessantes Urteil. Ein junger Mann klagte, da ihm bei einer Verkehrskontrolle im Jahr 2014 Cannabiskonsum nachgewiesen wurde. Die Polizei verhängte damals eine Geldstrafe von 500 Euro und einen Monat Fahrverbot. Erträglich, immerhin.

 

Doch dann meldete sich das Landratsamt Starnberg bei ihm und entzog ihm gleich komplett den Führerschein. Dauerhaft. Begründung: der damals 20-Jährige sei im Grundsatz ungeeignet ein Auto führen zu dürfen. Aufgrund des Nachweises eines einmaligen Cannabiskonsums.

 

Solche Frechheiten muss man sich nicht gefallen lassen, auch nicht, wenn man erst 20 Jahre alt ist. Und so zog der Mann vor das Verwaltungsgericht München – dort wurde sein Klage allerdings abgewiesen. Also ging die Reise weiter und am Montag dieser Woche entschied nun der Bayrische Verwaltungsgerichtshof.

 

Ergebnis: Das Landratsamt hätte den Führerschein nicht entziehen dürfen, ohne vorher eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anzuordnen. Eine Entscheidung über einen grundsätzlichen Führerscheinentzug könne und dürfe ohne eine solche MPU nicht gefällt werden. Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof hat eine Revision zugelassen – schauen wir, ob eine weitere Runde eingeläutet werden wird.

 

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Unter Naturfreunden und Hobby-Schatzsuchern ist Geocaching, eine Art Schnitzeljagd mit GPS, ein beliebter Zeitvertreib: Man kraxelt stundenlang durch Wald und Wiese, immer auf der Suche nach kleinen Schätzen, die andere Spielteilnehmer zuvor versteckt haben.

 

Vergangenen Sonntag gingen zwei Frauen und ein Mann im Eilbeker Bürgerpark in Hamburg mithilfe der App Geocaching eben dieser Beschäftigung nach. Doch ihr verrückter Fund ließ die drei Spieler nicht schlecht staunen. Eingegraben unter nassem Laub bei einem Gebüsch legten sie vier mit Klebeband umwickelte Pakete frei. Als sie eines davon aufgeregt öffneten, stieß ihnen bereits der intensive Marihuana-Duft entgegen. Insgesamt etwa zwei Kilo davon stellte die herbeigerufene Polizei daraufhin sicher.

 

Wem das Weed gehört, wer es an dieser Stelle im Bürgerpark deponiert hat und ob es tatsächlich in irgendeinem Zusammenhang mit der Schnitzeljagd steht, ist bisher noch völlig unklar.

So, jetzt sind die wahren Experten unter euch gefragt! Wer hat das magische Auge und kann sagen, wie viel Gramm Weed (auf eine Nachkommastelle) hier auf der Waage liegen? Auf unserer Facebook-Seite könnt ihr euren Tipp in die Kommentare schreiben. Außerdem findet ihr dort ein weiteres Foto aus einer anderen Perspektive. Die Lösung wird um 20 Uhr als Bild in die Facebook-Kommentare gepostet. Die ersten drei richtigen Antworten gewinnen jeweils eine von Tommy Chong handsignierte aktuelle Highway-Ausgabe. Viel Spaß beim Mitraten!

 

 

 

Ab zu Facebook und mitraten!

Cannabisfreunden wird ja generell (durchaus nicht immer zurecht) nachgesagt, nur ungern die heimische Couch zu verlassen, es sei denn, es steht der obligatorische Gang zum Dealer beziehungsweise der Dispensary an.

 

Doch sogar diesen können sich zumindest einige amerikanische Stoner in Zukunft vielleicht sparen. Denn mit der Virtual-Reality-App Weed VR soll die Shopping-Tour in der Cannabisausgabestelle möglich werden, ohne dafür extra das Haus verlassen zu müssen. In einer virtuellen Dispensary kann man sich nicht nur über verschiedenste Cannabissorten informieren und diese dank einer hochwertigen Grafik im Detail begutachten, wie unten stehendes Video zeigt – Der Clou an der Sache ist, dass man sein Lieblingsweed dann auch direkt über die App tatsächlich bestellen kann. Zu diesem Zweck arbeiten die Entwickler von Weed VR an Kooperationen mit real existierenden Weed-Shops, die sich sozusagen ein virtuelles Regal für ihre Ware innerhalb der virtuellen Realität mieten können.

 

Nun muss sich zeigen, ob dieses innovative Konzept die Szene überzeugen kann, denn schließlich ist die Auswahl und der Kauf des geliebten Marihuanas auch ein Erlebnis für die Sinne, auf das manch einer wohl nur ungern verzichten will. Weed VR steht in den USA kurz vor der Veröffentlichung und wird für Oculus Rift und HTC Vive erscheinen. Tja, so kann es aussehen, wenn zwei Zukunftsmärkte verschmilzen…