Highway

Hat er etwa ein Angebot bekommen, dass er nicht ablehnen konnte? Wahrscheinlich ist es eher die Liebe von Regie-Legende Francis Ford Coppola zu gutem kalifornischen Wein, die ihn auch dem Weed näherbrachte. Der Regisseur, der mit den absoluten Filmklassikern „Der Pate“ und „Apokalypse Now“ auf ewig in die Hall Of Fame der Filmregisseure eingetreten ist, sieht in beiden Genussmitteln ein besonderes Geschenk der Natur, dass es zu hegen und zu pflegen gilt. Der vierfache Oscar-Preisträger, der sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr aus dem Filmbusiness verabschiedet hat, kann bereits auf eine erfolgreiche Karriere als Winzer zurückblicken. In Kooperation mit dem Unternehmen „The Herb Somm“, dass sich auf die Kreation hochpreisiger Gourmet-Cannabis-Marken spezialisiert hat, wagte Coppola (übrigens der Onkel von Nicolas Cage) nun den Sprung ins Cannabusiness. Seine sogenannte „Grower’s Series“ enthält je ein Gramm dreier biologisch angebauter Gourmet-Strains, die die verschiedenen Mikroklimata des Humboldt County repräsentieren und für Marihuana von höchster Qualität stehen.

Nachdem gerade auch Kanada und Mexiko mit guten Cannabisnachrichten auf sich aufmerksam machen, sorgt eine weitere Nation für Gesprächsstoff: Großbritannien legalisiert Cannabis als Medizin. Die Regelung trat am 31. Oktober in Kraft.

 

Verschreiben dürfen das aber ausschließlich speziell ausgebildete Krankenhausärzte und nur, wenn alternative Therapieansätze gescheitert sind oder nicht zur Verfügung stehen. Experten und Aktivisten monieren jedoch bereits die limitierte Anzahl der Spezialisten. Richtlinien der Gesundheitsbehörden sehen exemplarische Einsatzgebiete in der Begleitung von Chemotherapien, bei bestimmten Arten von Epilepsie und bei durch Multiple Sklerose verursachter Muskelstarre.

 

Neu angefeuert wurde die Debatte um medizinisches Marihuana in den letzten Monaten von der Entschlossenheit zweier Mütter und dem erschütternden Schicksal ihrer epilepsiekranken Söhne. Für weltweites Aufsehen sorgten Aufnahmen des schwer gezeichneten Billy Caldwell (13) und seiner verzweifelten Mutter Charlotte.

Acapulco Gold und Mexican Sativa – diese beiden klassischen Weed-Sorten verraten direkt einiges über das Land Mexiko: anscheinend raucht und kultiviert man dort gerne Marihuana. Und das schon seit langer, langer Zeit. Nun hat es dort am Mittwoch eine hoch interessante Entscheidung von oben gegeben: das mexikanische Verfassungsgericht erklärte – ähnlich wie das Südafrikanische Verfassungsgericht im September – das herrschende Cannabis-Verbot für verfassungswidrig und erklärte die entsprechenden Gesetze für ungültig.

 

Für den Moment kann man dies noch nicht als Legalisierung bezeichnen, denn die Gesetze sind nun zwar ungültig, aber theoretisch immer noch Vorschrift. Jedoch kann sich nun jeder, der in Mexiko mit Gras erwischt wird, auf die Entscheidung des Verfassungsgerichts berufen und straffrei ausgehen. Dies liegt daran, dass in Mexiko die Rechtslage so gestaltet ist, dass wenn das Verfassungsgericht in fünf gleichartigen Fällen fünf Individuen jeweils abweichend von den herrschenden Gesetzen verurteilt, neue Gesetze notwendig werden.

 

Da in den vergangenen Jahren schon drei Personen, unter anderem einer damals acht Jahre alten Epilepsie-Patientin, das Recht zugesprochen wurde, Marihuana anzubauen und zu konsumieren, forcierten Cannabis-Aktivisten mühsam zwei weitere dieser Entscheidungen. Wie auch zuvor, fielen diese Urteile so aus, dass das Verfassungsgericht erklärte, dass die Cannabis-Prohibition dem Recht der mexikanischen Bürger im Weg steht, ihre Persönlichkeit frei zu entfalten.

 

Somit ist das Cannabis-Verbot seit vorgestern Geschichte, was die mexikanische Bevölkerung zu zahlreichen spontanen Freudenfesten animierte. Jedoch gibt es noch nicht „die Legalisierung“ und man sollte derzeit auch nicht vor der Polizeiwoche ein paar Joints rauchen und hoffen, dass man in Ruhe gelassen wird.

 

Nun liegt es am mexikanischen Kongress, eine Legalisierung auf den Weg zu bringen – oder auf Biegen und Brechen zu versuchen, die Gesetzeslage weiterhin so ungemütlich für Cannabiskonsumenten zu gestalten, wie es nach den neuen Entscheidungen des Verfassungsgericht eventuell noch möglich sein wird. Der Kongress hat nun 90 Tage Zeit, neue Gesetze auf den Weg zu bringen. Dass dies in einer allgemeinen Legalisierung münden wird, ist dabei relativ wahrscheinlich – wie diese genau aussehen wird, jedoch unklar.

 

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Iron Mike ist zurück! Der Ex-Boxer und jüngste Schwergewichtsweltmeister-Weltmeister aller Zeiten zeigt sich seit dem von Skandalen gezeichneten Ende seiner Boxkarriere von seiner umtriebigen Seite.

 

Nach zahlreichen Auftritten im US-Film und -Fernsehen, unter anderem im Kinoerfolg „Hangover“ und im Martial-Arts-KlopperIp Man 3“, eröffnete Tyson Anfang 2018 unter einigem medialen Aufsehen eine Cannabisfarm im kalifornischen El Segundo. Nun plant das Schwergewicht offenbar, seine beiden Geschäftsfelder zusammenzuführen: in Zusammenarbeit mit Comedian Russell Peters und Geschäftspartner Rob Hickman entsteht gerade eine Comedyserie, die Tysons Leben als Ex-Boxer, der sich im Cannabusiness durchschlägt, augenzwinkernd durch den Kakao zieht.

 

„Rolling With The Punches, so der Titel der Serie, soll bereits in den nächsten fünf Monaten ausgestrahlt werden, wenn es nach Serienschöpfer Hickman geht.

 

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Bei einer Razzia in einem Privathaus im Südwesten von Laurel County im US-Bundesstaat Kentucky vergangenen Samstag konnten Polizei und FBI etwa 30 Kilo an Cannabisprodukten und einige Schusswaffen erbeuten respektive sicherstellen.

 

FBI-Agenten berichteten von etwa vier bis fünf Kilo Haschöl, gut sieben Kilo Marihuana (wohl kalifornischer Herkunft), 14 Kilo Edibles und etwa 350 vorbefüllten Vape-Pens. Als Hauptverdächtiger gilt ein 16(!)-jähriger Heranwachsender, der nach Polizeiangaben vorhatte, die Ware in lokalen High und Middle Schools an den Mann, beziehungsweise den Teenager, zu bringen. Kentucky ist einer der restriktivsten Bundesstaaten der USA, was die Cannabisgesetzgebung betrifft, Dekriminalisierung ist hier ein Fremdwort.

 

Dem Tatverdächtigen drohen nun harte Strafmaßnahmen, die bis zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe reichen können, je nachdem, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird.

 

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Es gibt viele schöne Plätze auf der großen weiten Welt, wo man gemütlich einen rauchen kann. Unzählige Smoke-Spot-Fotos in den sozialen Netzwerken zeugen davon. Ob im herbstlichen Wald, umgeben von Flora und Fauna, ob am Ufer eines idyllischen Sees oder ganz einfach eingemuckelt auf der heimischen Wohnzimmercouch.

Der Hamburger Hauptbahnhof jedenfalls taugt da ganz sicher nicht zur ersten Wahl. Abgesehen davon, dass es einfach kein schöner Ort ist, um mal so richtig abzuschalten, befindet sich dort auch, welche Überraschung, eine Polizeiwache. Genau vor dieser befanden sich ein 50-jähriger Däne und ein Freund, als sie auf die glorreiche Idee kamen, gleich an Ort und Stelle einen durchzuziehen. Die Beamten im Gebäude beobachteten das Treiben eine Weile lang per Überwachungskamera, bevor es ihnen zu bunt wurde und die beiden Cannabisfreunde aus dem hohen Norden zur Kontrolle gebeten wurden.

Das alles hätte möglicherweise noch glimpflich ablaufen können, doch zu allem Überfluss fanden die Polizisten im Rucksack des 50-Jährigen auch noch 80 Gramm Marihuana und einen nicht unerheblichen Bargeldbetrag. Davon wurden sogleich mal gut 2600 Euro als Sicherheitsleistung eingezogen und das Weed wurde natürlich auch konfisziert.

„Es ist absurd, dass man Tequilla oder Gin im Supermarkt kaufen kann, aber Marihuana illegal ist.“ So äußerte sich nun nicht irgendwer, sondern Pablo Iglesias, der Chef der drittgrößten spanischen Partei Podemos. Bei den letzten Parlamentswahlen konnte die linke Partei über 21 Prozent der Stimmen erreichen. Nun dürfte sie noch etwas beliebter werden, denn die spanische Bevölkerung steht dem herrschenden Cannabisverbot ablehnend gegenüber und hilft sich derzeit mit Cannabis Social Clubs aus, während die herrschende Regierung zwischendurch immer wieder überlegt, die Gesetze vielleicht einfach noch ein wenig cannabisfeindlicher zu gestalten. Währenddessen lacht das ganze Land über sie – 90 Prozent aller jungen Spanier gaben bei einer landesweiten Umfrage an, dass sie „leicht“ oder „sehr leicht“ an Cannabis kommen.

 

Also, wie gehabt ein Riesen-Hin-und-Her in Spanien. Podemos-Vorsitzender Iglesias forderte nun öffentlich die vollständige Legalisierung von Marihuana zu medizinischen und freizeitlichen Zwecken, um so Steuern einzunehmen und einen besseren Jugendschutz zu gewährleisten. Und klar, der Chef des ganzen Landes, Premierminister Pedro Sánchez (PSOE) äußerte sich völlig realitätsfremd, er hätte genug zu tun und daher würde er nicht mal an der Debatte zur Legalisierung teilnehmen. Jesús Ramón Aguirre von Spaniens meistgewählter Partei PP (33 %) äußerte sich ebenfalls wie ein richtiger Schwachkopf aus dem letzten Jahrhundert: „Marihuana ist wie jede andere Droge. Erzählen Sie mir nichts über therapeutische Wirkungen, denn diese Substanz schadet der Gesundheit.“ Wir meinen dazu: Jesús Ramón Aguirre ist wie jeder andere christdemokratische Politiker. Er soll uns nicht erzählen, dass er das Wohl der Menschen im Blick hat, seine Ignoranz schadet der Gesundheit aller.

 

Im Sinne einer zielgerichteten und menschenfreundlichen Cannabispolitik ist also zu hoffen, dass die Podemos-Partei um Pablo Iglesias ihre Erfolge weiter ausbauen kann und bei der nächsten Parlamentswahl die stärkste Kraft Spaniens darstellen wird.

 

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Wie kann ich etwas be-, oder schlimmer noch verurteilen, wenn ich überhaupt keine Ahnung von der Materie habe?

Im Vorfeld einer Abstimmung über die Cannabisgesetzgebung im US-Bundesstaat Utah stellte sich der demokratische Senator Jim Dabakis genau diese Frage. Er selbst hatte Cannabis noch nie probiert, weder geraucht, noch gegessen. Um an der Abstimmung dennoch mit gutem Gewissen teilnehmen zu können, tat er etwas, was den meisten anderen Abstimmungsteilnehmer im Parlament nicht einmal im Traum einfallen würde. Er konsumierte Cannabis in Form eines halbierten THC-Gummibärchen.

Dabei ließ Dabakis sich filmen, und zwar gleich zweimal, einmal vor, beziehungsweise beim Testen (siehe unten stehendes Video), und einmal am nächsten Tag, um von seinen Erfahrungen zu berichten. Er habe durchaus eine leichte psychoaktive Wirkung feststellen können, aber nichts Weltbewegendes. „It’s not that big a deal!“, so sein nüchternes Urteil.

Der Senator rief alle Abstimmungsteilnehmer, insbesondere die aus den Reihen der ultrakonservativen Prohibitionisten, dazu auf, es ihm gleichzutun, und die Abstimmung nicht auf der Basis ideologischer Vorurteile durchzuführen.

Ach, was würden wir dafür geben, ein solches Video auch mal von dem ein oder anderen CDU/CSU-Politiker zu sehen?

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