Highway

Wie cannabusiness.com berichtete, hat die größte Einstufungsorganisation Kanadas bestimmt, dass medizinisches Cannabis keine Einstufung als koscher benötigt. Die Firma MedReleaf, Hersteller von medizinischem Marihuana, stellte einen Antrag, in dem um eine Entscheidung gebeten wurde. Nach langer Überlegung wurde entschieden, dass es unerheblich sei, ob medizinisches Cannabis koscher ist oder nicht, da das Wohl eines Patienten wichtiger sei als die Frage nach der Einstufung.

 

Wie bereits Ende Januar kommen heute Abend auf 3sat zur besten Sendezeit zwei Sendungen, die sich mit der Thematik „Cannabis als Medizin“ auseinandersetzen. Um 20.15 Uhr beginnt der Film Cannabis gegen Krebs von Wolfram Giese und Julia Zipfel. 3sat gibt detaillierte Informationen zu der 45-minütigen Sendung:

 

Erste wissenschaftliche Studien deuten an, dass der psychoaktive Inhaltsstoff der Hanfpflanze, das THC, tatsächlich das Tumorwachstum bremsen kann. Doch was bedeutet dies für die Krebsforschung? Ist es Grund genug, die Legalisierung des Rauschmittels zu fordern?

Renate leidet an einem inoperablen Hirntumor. Ihre Prognose ist sehr schlecht, aber weder sie noch ihre Tochter wollen das hinnehmen. Nach langem Suchen im Internet hat sich Renate ein Cannabismedikament verschreiben lassen. Ihre Hoffnung basiert auf einem regelrechten Hype, der sich in der letzten Zeit wie ein Lauffeuer im Internet verbreitet: Cannabis heilt Krebs! Internetforen und Facebookgruppen sind voll von anekdotischen Erfolgsgeschichten. Die Israelin Natalie hat - wie mittlerweile viele andere Krebspatienten - Chemotherapie und Bestrahlung abgebrochen und setzt alles auf die heilende Wirkung eines Cannabisöls. Woher kommt der Hype um dieses Öl und was steckt dahinter?

Erste Hinweise führen zu Rick Simpson. Der Kanadier behauptet, seinen eigenen Hautkrebs mit Cannabisöl geheilt zu haben. Angeblich hat er etlichen Menschen das Leben gerettet: Tausende hätten das Öl nach seinem Rezept hergestellt und überlebt. Doch Beweise gibt es dafür nicht. Stattdessen finden sich erste Hinweise auf die Wirksamkeit in der Wissenschaft. Der Rostocker Pharmakologe Burkhard Hinz hat es geschafft, mit einem Cannabismolekül Tumorzellen regelrecht zum Platzen zu bringen. Der Biologe David Meiri aus Israel untersucht gerade die Wirkung von verschiedenen Cannabissorten auf Tumorzellen. Warum tötet eine Cannabiskonzentration Brustkrebszellen – und zeigt keine Wirkung auf Pankreaskrebs? Der Spanier Manuel Guzman hat die weltweit erste Studie an Patienten durchgeführt und nachgewiesen, dass THC das Tumorwachstum bremst. In Israel wird Cannabis in Mengen verschrieben wie nirgendwo sonst auf der Welt. 24.000 Patienten bekommen mittlerweile Cannabis auf Rezept, 40 Prozent davon haben Krebs. Doch durch Cannabis geheilte Patienten findet man dort nicht.

Sven Gottschling behandelt an der Kinderklinik in Homburg den elfjährigen Luca mit einem THC-haltigen Medikament. Luca leidet ebenfalls an einem inoperablen Gehirntumor. Für ihn und seine Mutter ist es ein "Wundermittel", denn es hilft ganz ohne Nebenwirkungen gegen das ständige Erbrechen und die Spastiken, die der Tumor auslöst.

Die Wissenschaftsdokumentation versucht eine erste Bilanz zu Cannabis als Krebsmedikament. Was kann es und wo sind seine Grenzen?

 

Im Anschluss wird die Sendung scobel ausgestrahlt, die heute mit dem Titel „Cannabis – Medizin oder Droge“ aufwartet. Als Gäste begrüßt Gert Scobel den Rechtswissenschaftler, Psychologen und Psychotherapeuten Prof. Dr. Lorenz Böllinger, den Suchtforscher Prof. Dr. Rainer Thomasius, der die Drogenambulanz und Suchtklinik für Jugendliche am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf leitet, und den Diplom-Soziologeen und wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitbegründer des Centre for Drug Research Frankfurt, Dr. Bernd Werse.

Keine Lust auf einen Fernsehabend bei dem schönen Wetter? Dann schau die Dokumentation Cannabis gegen Krebs auf YouTube, wann immer du willst:

Der „Arizona Daily Star“ veröffentlichte gestern Statistiken, die den Verbrauch von medizinischem Marihuana im amerikanischen Bundesstaat Arizona belegen. Der Staat im Südwesten grenzt unter anderem an Kalifornien und an den Länder-Nachbarn Mexiko. 2010 stimmten die Bürger Arizonas über die Zulassung von medizinischem Cannabis ab und konnten mit einem hauchdünnen Vorsprung (50,13 Prozent der Stimmen waren dafür) eine Verbesserung für alle kranken Bürger Arizonas erwirken.

 

Dies führte unter anderem dazu, dass im vergangenen Jahr insgesamt 19 Tonnen medizinisches Marihuana über die legale Ladentheke gingen. Legt man die von „High Times“ ermittelten durchschnittlichen 0,4 Gramm pro amerikanischem Joint zugrunde, kommt man so auf fast 50 Millionen medizinische Joints, die 2015 in Arizona geraucht wurden. Bei 88.000 Cannabispatienten in Arizona ergibt dies 540 Joints pro Patient und Jahr.

 

Ein Gramm Weed kostet in Arizona durchschnittlich knapp über 10 Dollar, sodass letztes Jahr in Ariozona insgesamt 184 Millionen Dollar für medizinische Cannabisprodukte ausgegeben wurden.

 

Weitere interessante Fakten zu Arizona:

  • Zwei Drittel der Cannabispatienten sind männlich.

  • Im Vergleich zu den anderen Monaten wurde das meiste Gras im Dezember verkauft.

  • Der umsatzstärkste Tag war an Silvester (137,5 Kilogramm).

  • Die Marihuana-Verkäufe im Jahr 2015 waren fast doppelt so hoch wie die Verkäufe 2014.

  • Meist wurden Blüten gekauft. Weniger als zehn Prozent der Verkäufe entfielen auf THC-haltige Lebensmittel.

Das kanadische Unternehmen Naturally Splendid streckt seine Fühler nach dem deutschen Markt sowie nach deutschen Partnern und Investoren aus. Im untenstehenden Video könnt ihr euch die deutschsprachige Unternehmenspräsentation reinziehen. Naturally Splendid ist eine Biotech-Firma, die sich auf bioaktive Nachrungsmittel auf pflanzlicher Basis konzentriert und einen großen Schwerpunkt auf das Thema Hanf legt. Das Unternehmen verfügt über exklusive Vertriebsrechte an dem CBD-haltigen Hanfpulver der Schweizer Firma Medropharm. Somit steht für die nähere Zukunft an, zudem eine ganze Reihe von Lebensmitteln mit CBD-Beimengungen sowie viele weitere CBD-Produkte herauszubringen.

Unternehmenswebsite: www.naturallysplendid.com

 

Rapper Snoop Dogg berichtete kürzlich in einer Ausgabe der amerikanischen TV-Sendung Cocktails with Khloe mit Khloe Kardashian, dass er durch sein Engagement in der von ihm gegründeten Jugend-Football-Liga Snoop League dazu gebracht wurde, für ein halbes Jahr mit dem Weed Rauchen aufzuhören: Er sei eines Tages dicht zum Training mit einigen Kindern gegangen. Eines der Kinder sagte zu Snoop: „Trainer, du riechst wie der Freund meiner Mutter.“

 

Dieses Ereignis führte nach eigenen Aussagen bei Snoop Dogg zu einer Rauchpause von sechs Monaten: „Das machte mich zum besseren Trainer und zu einer besseren Person.“ Nun rauche er jedes Jahr drei Monate lang nicht – immer solange er mit den Kindern zusammen ist. Bekannt wurde Snoop Dogg durch seine Rap-Musik, inzwischen ist er aber auch in der amerikanischen Cannabisindustrie sehr umtriebig und hat zuletzt seine eigenen Grassorten herausgebracht.

 

Die Stadt Wichita, größte Stadt des amerikanischen Bundesstaats Kansas, verabschiedete vergangenes Jahr ein Gesetz, das die im Zusammenhang mit Cannabis stehenden Strafen reduzierte. Noch Anfang des Monats hieß es sogar an verschiedenen Stellen, dass man auch über eine solche Regelung ganz Kansas betreffend nachdenke.

 

Doch nun kassierte der Oberste Gerichtshof dieses Gesetz wieder ein, wie shareribs.com heute berichtete. Der Generalstaatsanwalt von Kansas argumentierte damit, dass der Gesetzesentwurf von Wichita nicht mit den Gesetzen von Kansas in Einklang stehe – ein Problem, das übrigens auch im Großen besteht, da Gesetze der Legalisierungs-Bundesstaaten wie etwa Colorado gegen die geltenden Gesetze der Vereinigten Staaten von Amerika stehen.

 

Wie es im genau in der Mitte der USA liegenden Staat Kansas nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Mehr zur aktuellen Cannabis-Gesetzgebung in Amerika und über die Diskrepanz zwischen der Gesetzgebung auf Bundesebene und der Gesetzgebung der einzelnen Bundesstaaten erfahrt ihr in der aktuellen Ausgabe unseres Cannabismagazins Highway – ab dem 29. Januar an jedem gut sortierten Kiosk für schlappe 2,30 Euro erhältlich.

Im vergangenen Sommer wurde im Offenbacher Stadtwald eine verbrannte Männerleiche entdeckt. Die französische Zeitung „Dernières Nouvelles d’Alsace“ berichtete nun, dass wegen Freiheitsberaubung mit Todesfolge ermittelt wird. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 31-jährigen Straßburger, der erschossen und anschließend verbrannt wurde.

 

Wenige Wochen vor dessen Ableben ersetzte er vermutlich seinen gerade frisch in den Knast gewanderten Bruder, der bis dahin als Cannabisverkäufer tätig war. Die Polizei ermittelte, dass das spätere Opfer bei einem 50-jährigen Cannabishändler 25 Kilogramm abholen sollte, allerdings habe er einen Großteil dort liegen lassen – wegen dieser 20 Kilo ist der 50-Jährige bereits vor einigen Monaten verhaftet worden. Inzwischen ist er zum Hauptverdächtigen im Mordfall avanciert.

 

Es bleibt zu hoffen, dass sich schon bald eine vernünftige Drogenpolitik in ganz Europa durchsetzen wird und dass solche Horrormeldungen damit der Vergangenheit angehören werden.

 

Tja, die alte Menschheitsfrage – Fenster auf versus Aktivkohlefilter – hat erneut zwei Opfer gefordert: Wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete, war eine Streife der Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei am Dienstagabend in der Andersengasse patrouillieren, als ihnen wohlbekannter Geruch entgegenschlug. Durch ein offenes Fenster erschnüffelten sie, was sich später als 170 Gramm Marihuana sowie 60 Stecklinge herausstellte. Als die Beamten durch das offene Fenster hereinriefen, ließen die beiden Anwesenden (22 und 23 Jahre alt) die Polizei mit der Ankündigung, es sei nichts Illegales zu finden, herein: Da die Beamten allerdings trotzdem fündig wurden, setzte es zwei Anzeigen für die beiden, die allerdings nicht die Mieter der Wohnung sein sollen.