Highway

Sehr hohe Zahlen bezüglich Cannabiskonsum unter den 14- bis 17-jährigen Österreicherinnen und Österreichern vermeldet die im Rahmen der Jugendtage 2016 am Campus Linz vorgestellte SEYLA-Studie. Für diese wurden 5.985 Schülerinnen und Schüler befragt, von denen 83 % angaben, schon mindestens einmal mit Cannabis in Berührung gekommen zu sein. 12 % gaben zudem an, schon einmal Beruhigungsmittel eingenommen zu haben, wie beim „Volksblatt“ zu erfahren ist.

 

Diese Zahlen sind sehr hoch und zeigen eigentlich auf, dass die Prohibition eindeutig gescheitert ist. Es ist davon auszugehen, dass die Zahlen bei einer Legalisierung (die natürlich mit einer Alterskontrolle einhergehen würde) kaum höher liegen könnten. Gestern berichteten wir bereits über die verzweifelten Versuche eines Schuldirektors aus Deutschland, der mit Kopfgeldprämien auf die Jagd nach Cannabiskonsumenten geht.

Je nach Region wird man durch Cannabisanbau ganz automatisch zum Outlaw. Aber mit dieser Sorte von Dutch Passion kann man auch in legalen Anbaugebieten den Outlaw zum Vorschein bringen. Die Elternpflanzen sind die Strains Super Haze und Amnesia. Das macht auch Outlaw zu einer potenten Pflanze mit starken Sativa-Anteilen und einem ordentlichen High. Geschmacklich sind die Vorfahren ebenfalls noch vertreten, hinzu kommt eine Note von Zitrusfrüchten. Der Anbau gelingt am besten in Hydrokultur. Die Blütezeit liegt bei etwa 12 Wochen. Outlaw ist eine klare Indoor-Pflanze. Für den Außenanbau ist der Strain weniger geeignet, wenn sollten die Pflanzen zumindest von einem Gewächshaus geschützt werden. 

 

 

Fotos von: www.dutchpassion.nl/de/

Gleich zwei Plantagen sind dieses Wochenende in Deutschland wegen ärgerlicher Begebenheiten aufgeflogen: In Hamburg-Eimsbüttel hat ein Herrchen seinem Hund zu verdanken, dass die Polizei seine Cannabispflanzen beschlagnahmte. Die Beamten wollten ein entlaufenes Tier einfangen, als sich von einem Balkon ein 27-Jähriger als Besitzer vorstellte. Als die Polizisten den Hund zur Tür brachten, schlug ihnen Marihuanageruch entgegen, sodass sie einmal genau nachschauten und auf 37 Pflanzen stießen, wie „Focus Online“ berichtet.

 

In Berlin waren es Brummgeräusche, die die Polizei zu einer Plantage führten. Die müssen recht laut gewesen sein, denn erstens benachrichtigten Nachbarn um sechs Uhr morgens die Polizei, da sie wegen der Geräusche nicht schlafen konnten und außerdem gehörten zu den Geräuschen gleich 400 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Stadien. Das Brummgeräusch wurde durch die Belüftung verursacht. Ein 24-Jähriger ist tatverdächtig, wie die „Berliner Zeitung“ meldet.

Gras ist in Österreich wie in den meisten Ländern verboten. Die Produktion von Marihuana daher folgerichtig auch. Allerdings sind Samen und Stecklinge und auch der Vertrieb von diesen erlaubt. Einer der Vorreiter in Sachen Cannabis in Österreich ist zweifelsohne Alexander Kristen mit seinem Unternehmen Flowery Field, das legale Stecklinge verkauft und demnächst die fünfte Filiale eröffnen wird.

 

Wie in einem Artikel auf „derStandard.at“ ausführlich dargelegt wird, würde Kristen aber gerne auch im Auftrag der staatlichen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Cannabis anbauen. Diese dem Gesundheitsministerium unterstellte Agentur benötigt durchschnittlich 90 Kilo pro Jahr, baut ihr Marihuana aber lieber selbst an. Und der Exklusivabnehmer Bionorica, ein deutsches Pharma-Unternehmen mit Forschungsbereich in Innsbruck, erwirtschaftet mit diesem Marihuana Einnahmen. Dadurch, dass private Gewinne anfallen, verliere das staatliche Cannabismonopol seine Berechtigung, so Kristen. In einer Beschwerde an die Bundeswettbewerbsbehörde heißt es, die AGES könne problemlos einen Wettbewerb auf dem Markt des Cannabisanbaus für die Herstellung von Arzneimitteln verhindern und frei über Mengen und Preise verfügen. Daher wandte sich die Flowery Field GmbH nun an den Verfassungsgerichtshof, um gegen das staatliche Marihuana-Monopol vorzugehen, und beantragte die Prüfung der Suchtmittelgesetz-Paragrafen, auf denen es basiert.

 

Weiterführende Informationen findet ihr auf www.derStandard.at

Viele Mitglieder der Partei Piraten setzen sich für eine Legalisierung von Cannabis ein. Immer wieder werden Aktionen gestartet, die sich mit dem Anbau von Hanf und Cannabis beschäftigen. Vergangenes Jahr etwa ließen die Piraten in Berlin 700 Nutzhanf-Pflanzen ohne THC auf einer Verkehrsinsel erblühen. In Chemnitz verteilten sie im Sommer 2015 Nutzhanf-Samen, die sie legal als Vogelfutter erworben hatten. Jedoch wurden die Samen in kleine Portionen abgepackt und verteilt – zwar mit dem Hinweis versehen, „sie dürfen nicht zum Zwecke des Anbaus eingepflanzt werden“, allerdings mit dem Nachtrag, die Samen auch mal ruhig in die Erde zu drücken.

 

Irgendwo hatte jemand einen schlechten Tag oder es war einfach zu langweilig, jedenfalls rückte die Polizei in der Geschäftsstelle der Chemnitzer Piraten zur Hausdurchsuchung an – die Aktion sei krimineller Natur, Strafe insgesamt: 1.500 Euro. Eine Analyse habe zudem ergeben, dass die verteilten Samen Hanf mit einem THC-Gehalt von etwa einem Prozent hervorbringen könnten. Bezugsquelle der Samen war ein 5-Kilo-Paket eines Tierfutterhändlers bei Ebay.

 

Hanf darf in Deutschland von Privatpersonen gar nicht angebaut werden (um nicht den Anbau von THC-haltigem Hanf verschleiern zu können) und von Landwirten nur, wenn die anzubauende Sorte genehmigt wurde, was einen THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent voraussetzt. Die Samen für solchen Hanf dürfen frei gehandelt werden, beispielsweise als Tierfutter. Psychoaktives Cannabis hat in der Regel mindestens ein paar Prozent THC vorzuweisen, sodass legal anzubauender Hanf daher nicht als Rauschmittel einsetzbar ist.

 

Der Bezichtigte Pirat Mark Neis hat dem Strafbefehl allerdings nicht zugestimmt, sodass nun ein Prozess ins Haus steht. Alles weitere erfahrt ihr aus erster Hand auf der Website der Piraten Chemnitz: www.piraten-chemnitz.de

Diese Veranstaltung wollen wir euch nicht vorenthalten. Wenn ihr euch viel mit der Materie beschäftigt, brauchen wir zum folgenden Link ja nichts weiter anzumerken...

 

Landfunker.de: „Fachtag zum Thema Sucht mit 420 Teilnehmern“

Viele Jahre ging der Plan eines nun 57-jährigen Mannes aus Neumarkt in der Oberpfalz nach Ansicht des Landgerichts Nürnberg-Fürth auf. Er soll gemeinsam mit einem Komplizen 740 Kilogramm Cannabisprodukte von Spanien über Deutschland nach Wien geschmuggelt haben.

 

Wie bei „nordbayern.de“ zu erfahren ist, wurde der Eventmanager nun zu 13,5 Jahren Haft verurteilt. Zugegeben hatte der Verurteilte nur den Schmuggel von 23 Kilogramm Haschisch. Beim Urteil verlässt sich das Gericht allerdings darauf, dass die Aussagen eines Dealers aus Wien, der die beiden Pfälzer beschuldigte, schon klargehen. Glaubwürdigkeit sei dem Gericht nach angeblich schon daher gewährleistet, da er den 57-jährigen Bayern nicht übermäßig belastet habe. Der Wiener Dealer wurde mit 93 Kilogramm Cannabis sowie Waffen und Munition erwischt und bot sich vergangenes Jahr als Kronzeuge an. Die Verhaftung haben die beiden Pfälzer ihm zu verdanken, allerdings war man ihnen auch schon auf der Spur, da bereits 2012 ein Komplize in Spanien verhaftet worden war. Die Schmuggelei soll zwischen 2007 und 2014 stattgefunden haben, zur Tarnung und gegen den Geruch sei die Schmuggelware meist mit Wachs verschlossen gewesen. Das Verfahren gegen den zweiten beschuldigten Bayern steht noch aus, da es aufgrund von Formalitätenabgekoppelt wurde.

Artist: First World

Titel: Mad Weed

Genre: Rap

Jahr: 1994

 

Prägnante Line: I smoke mad weed around the clock all the time, it's the only thing that keeps me from loosing my mind

 

Dieser Track aus dem Jahr 1994 fällt in die Zeit, als sich die Zahl 420 langsam in ganz Amerika durchsetzte. First World und das Studio Day One Records in Brooklyn, New York, war anscheinend noch nicht von dem neuen Code-Wort in Kenntnis gesetzt worden, ansonsten würde diese Liebeserklärung an Marihuana nicht bloß 4:19 Minuten dauern, sondern vermutlich eine Sekunde länger. Nichtsdestotrotz werden Rap- und Weed-Liebhaber hier in ganzer Linie verwöhnt.

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