Highway

Oberösterreich. Der Handel mit Cannabis wird nicht erst seit Howard Marks das „Muttergeschäft“ genannt. Aber auffällig im noch jungen Jahr 2016 sind die ganzen Gras dealenden Familienunternehmen, die in Deutschland und Österreich bislang erwischt wurden. Nach Opa und Enkelinnen sowie „Mutter-Tochter-Geschäft“ ist nun mal wieder die wohl häufigste Kombination aufgeflogen: Ein 54-Jähriger aus Perg handelte zusammen mit seinem 22-jährigen Sohn aus Schwertberg mit aus Tschechien importiertem Gras. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, von Anfang 2015 bis August 2015 knapp zehn Kilogramm Marihuana aus Tschechien eingeführt und an verschiedene Abnehmer in Oberösterreich veräußert zu haben. Am 30. August erwischte man Vater und Sohn mit 670 Gramm Gras an der Grenze. Die Ermittlungen führten bislang zu sechs weiteren Anzeigen.

Artist: Muldoon Manny (feat. Charlo Greene)

Titel: Fuck It, I Quit

Genre: Rap

Jahr: 2014

 

Prägnante Line: Fuck it, I quit

 

Mit ihrer außergewöhnlichen Kündigung (Highway berichtete in Ausgabe 01/2016) machte sich Charlo Greene schnell viele Freunde. (Allerdings auch einige Feinde, wie wir vorgestern berichtet haben – hier könnt ihr auch das Video der Kündigung noch einmal anschauen.) Der Rapper Muldoon Manny war so begeistert, dass er ihr und ihrem berühmt gewordenem Ausspruch „Fuck it, I quit“ gleich ein ganzes Lied widmete.

Kein legales Weed im Görlitzer Park! In Berlin-Kreuzberg herrscht Resignation – und zwar keine cannabisinduzierte, sondern ganz klassische Politikverdrossenheit, ausgelöst durch schwache finanzielle Mittel. Aber wer kann es den Zuständigen verübeln? Kein Geld, keine Chance.

 

Obwohl die Mehrheit der Berliner für ein legales Coffeeshop-Modell ist, sieht das der Gesetzgeber natürlich nicht so und denkt gar nicht daran, das Betäubungsmittelgesetz in diesem Sinne anzupassen. Wie wir vor zwei Wochen berichteten, lässt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht mit sich reden und händigte eine Ablehnung für das Modellprojekt „Coffeeshops in Kreuzberg“ aus. Nun wurde von Seiten der Initiatoren überlegt, gegen diesen Bescheid zu klagen, was allerdings mit hohen Kosten verbunden wäre. Und dieses Geld fehlt leider. Damit ist der Plan von legalen Dealern am Görlitzer Park vorerst gestorben.

 

Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband (DHV) ruft in der gestrigen Pressemitteilung des DHV allerdings dazu auf, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern weiterzumachen und appelliert an andere Kommunen, die ähnliche Projekte in der Pipeline haben: „Friedrichshain/Kreuzberg hat einen starken politischen Impuls gegeben. Der Bezirk ist als Vorreiter gestartet, überall wird in den Städten über Modellprojekte zur Cannabisabgabe diskutiert. Die Debatte ist damit nicht beendet, sondern fängt gerade erst an. (…) Das Projekt ist in Kreuzberg auch an den finanziellen Mitteln des Bezirks gescheitert. Bremen, Düsseldorf und Münster könnten jetzt eine deutlich aufwändigere Begleitforschung vorlegen. Und sie können gemeinsam mehr politischen Druck machen.

Es hat auch Nachteile, eine der bekanntesten Stoner-Persönlichkeiten Nordamerikas zu sein. Als die ehemalige Nachrichtensprecherin Charlo Greene (die live on stage ihren Job mit den Worten „Fuck it, I quit“ kündigte, um sich fortan für die Legalisierung von Marihuana einzusetzen – Highway berichtete in Ausgabe 01/2016) am Donnerstag in Vancouver, Kanada landete, wurde sie direkt von den Grenzwächtern als die Marihuana-Lady erkannt, die sie nun mal ist.

 

Dies zog automatisch eine Personenkontrolle nach sich – sogar Charlos Hund wurde von oben bis unten durchsucht. Ein paar angebliche Marihuana-Krümmel, die im Portmonee Greenes gefunden worden sein sollen, führten dann zu einer Verweigerung der Einreise nach Kanada. Nach neun Stunden Personenkontrolle musste Charlo Greene daher wieder die Heimreise in die Vereinigten Staaten von Amerika antreten.

 

Nur gut, dass aller Voraussicht nach die Gesetze in Kanada schon in Bälde eine Cannabislegalisierung vorsehen. Wenn ihr euch noch einmal Charlos großen Auftritt (ihre Kündigung) zu Gemüte führen wollt, schaut euch einfach untenstehendes Video an!

Weed-Enthusiasten aufgepasst! Heute abend zeigt der öffentlich-rechtliche Spartensender "Tagesschau 24" einen interessanten Dokumentarfilm:

 

Sa, 27.2.2016, 22.15 Uhr, Tagesschau 24

Cannabis für alle? Ein Film von Carsten Rau und Hauke Wendler

Schätzungsweise mehrere Millionen Deutsche jährlich berauschen sich an Cannabis. Damit begehen sie eine Straftat, denn der Besitz der Droge ist illegal. Andere europäische Staaten gehen sehr viel liberaler mit Weed und Hasch um. Mehrere Bundesstaaten der USA haben ihren Kampf gegen die Droge sogar ganz eingestellt und Cannabis legalisiert. Sollte der Konsum auch in Deutschland erlaubt werden? "45 Min" schildert die sehr persönliche Sicht verschiedener, sich kontrovers gegenüberstehender Protagonisten.

 

Wiederholungstermine: 28.2.2016, 11.15 Uhr sowie 29.2.2016, 03.02 Uhr

Niemand wird gerne Zuhause von Eindringlingen jeder Art überrascht. Aber auch, wenn man nicht daheim ist, oder sogar erst recht, wenn man nicht daheim ist, wäre es gut, darüber Bescheid zu wissen, ob sich Unbefugte beispielsweise an der heimischen Wohnungstür zu schaffen machen. Aus diesem Grund wurde der Türalarm erfunden.

 

Der GSM Türalarm kann an Türen, Schubladen, Fenstern, Schränken und ähnlichen Vorrichtungen befestigt werden und meldet sich sofort per SMS oder Anruf beim Besitzer, wenn unautorisierte Personen sich Zugang verschaffen. Dazu muss nur eine handelsübliche Handykarte (zum Beispiel auch Prepaid- wie etwa ALDI-Karten) in das Gerät gesteckt werden. So kann der Türalarm auch angerufen werden, um damit die Geschehnisse in der Umgebung des Türalarms mitzuhören.

 

Alle Funktionen sind per SMS steuerbar. Der Akkustand kann ebenfalls per SMS abgerufen werden und reicht je nach Signalstärke für bis zu 150 Stunden. Der Einsatz von Telefonkarten von Betreibern mit bekanntermaßen weniger leistungsfähigen Netzen wird nicht empfohlen. Der Preis von 79,90 Euro geht für die gebotenen Funktionen klar.

 

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Schon vor 5.000 Jahren wurde gekifft, vor 1.000 Jahren wurde gekifft, und erst recht wurde in den 1970ern gekifft. Das durfte auch ein offizieller Fotograf im Auftrag der amerikanischen Bundesregierung namens Marc St. Gil erfahren. Die damals neu eingerichtete Umweltschutzbehörde beauftragte ihn im Mai 1973 in der Gegend von Houston in Texas den Fluss Frio River und umliegende Waldgebiete zu fotografieren.

 

Doch noch jemand hielt sich am Fluss auf, als St. Gil mit seinem Fotoapparat anrückte. Einige freundliche Teenager ließen es sich am Wasser gut gehen und genehmigten sich ein paar Joints und Pfeifen. Auf Anfrage des Fotografen ließen sie sich von diesem bei ihrem Treiben ablichten. Heraus kamen interessante Fotos, die uns heute einen schwärmerischen Blick in die Zeit der Hippies und Dauerdichten erlauben.

 

Viele weitere Bilder aus dieser Serie von St. Gil, allerdings ohne die freundlichen Teenager, könnt ihr bei Flickr einsehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer weiter positive News aus Kanada: Ein Bundesrichter hat nun verfügt, dass Patienten in Kanada ihr Marihuana selbst anbauen dürfen. Der amtierenden Regierung gab er sechs Monate Zeit, neue diesbezügliche Gesetze auszuarbeiten.

 

Der Richter Michael Phelan kam am Mittwoch zu der Einsicht, dass die den Cannabisanbau betreffenden Einschränkungen die Grundrechte der Patienten verletze, die auf medizinisches Marihuana angewiesen sind – die derzeit geltenden Gesetze seien daher als wirkungslos zu erachten. Phelan wies allerdings ausdrücklich daraufhin, dass diese Entscheidung nichts an denjenigen Gesetzen ändere, die den Freizeitgebrauch von Marihuana unter Strafe stellen – aber auch diese Gesetze stehen ja dank Premierminister Justin Trudeau vor dem Wandel, wie in der aktuellen Ausgabe von Highway zu lesen ist.

 

Die Entscheidung betrifft allerdings nicht sämtliche Cannabispatienten in Kanada, sondern nur solche, die bereits zum Zeitpunkt (Anfang 2014) einer ähnlichen, nun durch Phelan bestätigten Entscheidung eine Erlaubnis für die Nutzung von medizinischem Cannabis hatten. Alle anderen müssen noch bis zu sechs Monate warten, bis die Regierung (hoffentlich) auf die Anordnung des Richters reagiert und neue Gesetze ausgearbeitet hat.

 

Besonderer Leckerbissen: CBCNews weiß zu berichten, dass Richter Phelan zum Rundumschlag gegen „sogenannte Experten“ ausholte und einen der Gegner des privaten Anbaus scharf angriff. Corporal Shane Homequist sei ein „ungeheuerliches Beispiel für einen sogenannten Experten: Er hat keine Qualifikationen, die einen Experten normalerweise auszeichnen. Seine Vermutungen und Überlegungen sind voller Fehler. Seine Methoden sind nicht akzeptiert von denjenigen, die ansonsten in diesem Bereich arbeiten. Die seine Meinung untermauernden Fakten haben sich als falsch herausgestellt. Ich kann seinen Ausführungen nur kleinen oder gar keinen Wert beimessen.“ Weiterhin sprach der Richter deutliche Worte hinsichtlich der offiziellen Ausführungen, der Anbau durch Patienten führe zu großen Risiken aller Art und verwies diese ins Reich der Legenden.

 

Die ganze Entscheidung könnt ihr hier im Originallaut nachlesen (PDF).

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