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Als der Zugriff erfolgte, fand die Polizei 22 Kilogramm Gras und 215.000 Euro bei dem mittelständischen Familienunternehmen: Bereits im Sommer 2015 wurden im Bonner Umkreis fünf Personen in diesem Zusammenhang festgenommen – nun zeigt die Anklage, dass der Fall noch viel größer ist, als bislang öffentlich wurde, wie beim „Express“ zu lesen ist.

 

Inzwischen wurde bekannt, dass hinter den Geschäften ein Dealer-Opa von stolzen 67 Jahren steckte, der sowohl seinen 27 Jahre jüngeren Sohn als aber auch seine beiden Enkelinnen, die erst 16 bzw. 20 Jahre alt sind, in seine Machenschaften verwickelte. Die vier Familienmitglieder müssen sich bald gemeinsam mit einem Komplizen vor dem Landgericht verantworten. Insgesamt wirft ihnen die Staatsanwaltschaft den An- und Verkauf von 190 Kilogramm Gras in gerade einmal drei Monaten der Observation vor. Hinzu kommt noch das beschlagnahmte Weed.

 

Das Marihuana wurde in den Niederlanden besorgt und im Bonner Umkreis an den Mann gebracht. Auch die Enkelinnen des Drahtziehers sollen an den Deals beteiligt gewesen sein. Die 20-Jährige mietete eine 35-Quadratmeter-Wohnung als Bunker an, um das ganze Gras zu deponieren. Großvater und Vater gaben Teilgeständnisse ab. Vater und Komplize sitzen in U-Haft, die anderen Angeklagten sind derzeit auf freiem Fuß.

Vor einigen Monaten ist die Seite graspreis.de online gegangen, inzwischen sind schon einige Graspreise aus Deutschland und Österreich eingereicht worden, sodass nun die Durchschnittswerte angesehen werden können. Wie der ein oder andere sicherlich vermutet hätte, kann man gut sehen, dass im Norden und in der Mitte Deutschlands Cannabisprodukte günstiger sind als im Süden.

 

Gestern wurde bekannt gegeben, dass die Seite nun auch hundertprozentig auf allen Smartphones lauffähig ist. Vor Kurzem wurde auch eine Preisliste, nach Sortennamen sortiert, eingeführt. Diese muss aber noch fleißig von den Usern gefüllt werden.

 

Derzeit sind Fürth, Kassel, Mainz und Zweibrücken traurige Spitzenreiter mit gemeldeten Preisen von 13 Euro pro Gramm. Sparfüchse werden gleich Google Maps aufrufen und nach Heiligenstadt suchen – dort kostet das Gramm Gras angeblich nur 3,75 Euro. Leider ist allerdings nicht vermerkt, welches Heiligenstadt gemeint ist.

 

Graspreisvergleich: www.graspreis.de

Am Freitag konnte die Bundespolizei aus Bad Bentheim im ostfriesischen Bunde 32 Kilogramm Marihuana sicherstellen, wie der „Weser Kurier“ heute berichtete. Das war allerdings nur ein Teilerfolg für die Polizei: Denn als gegen fünf Uhr morgens der Fahrer eines Mercedes Combi durchsucht werden sollte, der aus den Niederlanden einreiste, gab dieser stattdessen Gas. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über den Wagen, landete im Graben und flüchtete anschließend zu Fuß weiter. Zu seinem Glück wurde er bislang nicht von der Polizei aufgegriffen. Bei der anschließenden Prüfung ergab sich, dass die Oldenburger Kennzeichen des Wagens gefälscht waren. Im Kofferraum fand sich noch eine schöne Überraschung. 32 Kilogramm Weed warteten dort auf die Asservatenkammer.

 

Irgendjemand wird gestern Nachmittag auch vergeblich auf seinen Riesenbeutel Gras gewartet haben. Denn in Aachen-Lichterbusch konnte ein etwas kleinerer Schmuggel vereitelt werden, wie bei „RP Online“ zu lesen ist: Ein 31-Jähriger mit gefälschten Papieren versuchte mit fünfeinhalb Kilo Gras im Gepäck die Grenze von Belgien nach Deutschland zu passieren, was aber durch die Bundespolizei sabotiert wurde.

Smart Meter werden in Österreich Pflicht: Die Stromzähler sollen Plantagen entdecken können. Bis 2019 müssen die meisten österreichischen Haushalte über diese neuen Stromzähler verfügen. Und das ist schlecht für illegale Cannabisbauern, denn die Smart Meter dienen zwei Zwecken: dem Aufspüren von Stromdieben und dem Aufspüren von Graszüchtern. Oft genug überschneiden sich diese beiden Gruppen auch.

 

Die Geräte werden vom niederländischen Energieversorger Stedin entwickelt und kommen nun auch in den Niederlanden selbst zum Einsatz, wie Stedin auf der Firmenwebsite berichtet. Dort verspricht man sich einigen Nutzen, da durch den Stromklau für Cannabisplantagen jährlich ein Schaden von 200 Millionen Euro entsteht. Auch das Risiko durch den Stromklau für die Bevölkerung, beispielsweise durch Brände, sei hoch. Die Geräte sollen aber nicht nur aus diesem Grund entwickelt worden sein, sondern auch um ganz allgemein gegen den grassierenden Stromdiebstahl vorzugehen.

 

Im vergangenen Jahr sind im Einzugsbereich von Stedin 1.351 Cannabisplantagen entdeckt worden, 16 % weniger als 2014. Wie das Verfahren zum Entdecken der Plantagen genau funktioniert, wird durch den Energieversorger nicht verraten. Es ist aber anzunehmen, dass durch die üblichen Beleuchtungszeiten von 18 bzw. 12 Stunden verräterische Signale von den Plantagen ausgehen, die relativ leicht entdeckt werden können.

Am Freitag wurde wie zu erwarten bekannt, dass der Rechtsausschuss des Senats des US-Bundesstaats Vermont einen Gesetzesentwurf zur Freigabe von Cannabis zuließ. Das Ergebnis fiel mit 4–1 Stimmen aus. Das Gesetz würde den Besitz von bis zu einer Unze Cannabis erlauben und ein Shop-System einführen. Damit wäre Vermont der erste Bundesstaat Amerikas, in dem die Legalisierung nicht per Bürgerentscheid erwirkt würde, sondern durch die Gesetzgebung „von oben“. Allerdings muss das Gesetz dafür zuvor noch einige Station passieren und schlussendlich vom Gouverneur unterzeichnet werden. Somit wird man frühestens in zwei Jahren in Vermont legale Joints rauchen können.

 

Aber, wie bei shareribs.com nachzulesen, wurde nun auch in Hawaii dem Senat ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der dort Verkauf und Anbau von Gras auch ohne Bürgerentscheid legalisieren soll. Im Gesetzesentwurf, der von fünf Senatoren vorgelegt wurde, wird betont, dass durch die Legalisierung von Cannabisprodukten in Hawaii keine amerikanischen Bundesgesetze ausgehebelt werden würden – und zwar mit der Begründung, dass die US-Verfassung einzelnen Staaten den Verkauf von Cannabis gar nicht verbieten könne.

 

Was die Österreicher können (siehe unsere Meldung vom 25. Januar), können die Deutschen schon lange – und zwar anderen Leuten THC-haltiges Gebäck unterjubeln. An der Privat-Uni BSP Business School in Berlin verteilte einer der Studenten im Erstsemester Hasch-Brownies an mehrere Kommilitonen und eine Dozentin. Angeblich wusste außer dem Bäcker niemand etwas über die Inhaltsstoffe dieser Brownies. Vier Personen klagten über Übelkeit, man ließ sogar einen Krankenwagen kommen. Die Polizei ermittelt gegen den spendierfreudigen Scherzbold nun nicht nur wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, sondern auch wegen Körperverletzung. Und das zu Recht: Zu Lebensmitteln verarbeitetes Cannabis überrascht schon oft genug Konsumenten, die darauf eingestellt sind. Weiß man allerdings nichts davon, ist kaum davon auszugehen, dass man sich darüber freuen wird – sogar wenn man eigentlich gerne Cannabiskonsument ist.

Vier Männer aus Deutschland und den Niederlanden wurden heute für den Schmuggel von drei Tonnen Marihuana durch das Landgericht Hagen zu Haftstrafen verurteilt. Ein 52-Jähriger aus Viersen erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten, ein 50-jähriger Mann aus Kevelaer kassierte fünf Jahre und neun Monate. Die beiden Haupttäter aus den Niederlanden wurden zu achteinhalb beziehungsweise neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Zwei der vier Männer legten Berufung ein.

 

Die Täter gründeten Tarnfirmen und importierten das Gras zwischen Palmkernschalen aus Ghana. Das Zollfahndungsamt Essen konnte in Gemeinschaftsarbeit mit den belgischen Behörden im Hafen von Antwerpen einen Schiffscontainer mit drei Tonnen Weed sicherstellen. Mehr Informationen sind dem Artikel auf rp-online.de zu entnehmen.

Wie unter anderem bei „B.Z. Berlin“ zu lesen, begann heute der Prozess gegen drei Männer zwischen 46 und 61 Jahren, die über einen Zeitraum von zwei Jahren in einer 3.000 Quadratmeter großen Lagerhalle in Berlin-Mariendorf eine Anlage mit 19.000 Cannabispflanzen betrieben haben. Die Anklage geht von einer Produktionsmenge von 729 Kilogramm monatlich aus. Die von einem Kreuzberger Szenewirt geführte Plantage soll über sieben weitere Mitarbeiter verfügt haben und war als Dachdecker-Firma getarnt. Hinweise eines Nachbarn, dem einige Ungereimtheiten auffielen, führten die Polizei auf die richtige Fährte und schließlich im Juli 2015 zur Razzia mit 130 Beamten. Zuvor wurde noch keine solch große Pflanzenanlage in Berlin bekannt. Das Urteil wird für Ende März erwartet.

 

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