Highway

Niemals sollte man sein Weed so aufbewahren, dass Kinder darauf zugreifen können, eigene oder fremde – denn Cannabis sollte nur von volljährigen Personen konsumiert werden, alles andere ist einfach nicht verantwortlich. Aber es scheint noch einen Grund zu geben, der ebenfalls dagegen spricht: nämlich die Unzuverlässigkeit des Nachwuchses.

 

Das musste nun ein 48-Jähriger aus Arendsee (Altmark) in Sachsen-Anhalt am eigenen Leib erfahren, der im Keller eine kleine Cannabisaufzucht mit jeweils etwa 20 Pflanzen betrieb. Dessen 15-jährige Tochter bediente sich ungefragt an seinen Vorräten und rauchte etwas von dem Gras mit einer Freundin. Diese wurde von ihren Eltern zur Rede gestellt und verriet die Freundin und deren Quelle, den Vater. Die Eltern informierten daraufhin die Polizei und die schaute dann mal bei dem 48-Jährigen vorbei.

 

Wie die „Allgemeine Zeitung“ berichtete, fand sich in der Wohnung des Arbeitslosen die Cannabisaufzucht und rund drei Kilo Marihuana. Vor Gericht rechtfertigte sich der Mann damit, dass er nach einem Beinbruch auf Schmerzmittel verzichten wollte und daher mit dem Grasanbau anfing. Dies sei ertragreicher gewesen als zunächst vermutet und daher habe er Teile der Ernte auch weiterverkauft, was er zunächst abstritt, nach einigem Druck aber eingestand. Das Ergebnis: Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, ausgesetzt zu drei Jahren auf Bewährung, zudem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit.

Die Hanfparade feierte ihr 20. Jubiläum – auch wenn es eigentlich kein Grund zur Freude ist, wenn sich ehrenwerte Pflanzenfreunde bereits das zwanzigste Jahr in Folge treffen (mussten), um für die Legalisierung von Cannabis auf die Straße zu gehen. Denn Gras und Hasch gehören einfach nicht verboten! Doch das ist nun mal die derzeitige Gesetzeslage und daher wurde am 13. August in Berlin bereits die zwanzigste Hanfparade abgehalten. Und so fanden sich grob geschätzt etwa 10.000 Teilnehmer zusammen, um für die gesellschaftliche Akzeptanz von Hanf als Rohstoff, für kostenloses Cannabis als Medizin sowie für die Freigabe von Marihuana und Haschisch als Genussmittel zu protestieren.

 

 

Weitere Impressionen von der Hanfparade 2016 findest du in diesem Video von Vlogger und Cannabisaktivist Danny-Ralph Cäsar ("Mein Leben mit Cannbis") und natürlich in der kommenden Ausgabe des Highway – erhältlich ab dem 30. August am gut sortierten Kiosk und Growshop!

Die Weedsorte King’s Kush geht auf die OG Kush zurück und kann wie so viele Sorten aus dem Hause Green House Seeds rekordverdächtige THC-Level aufweisen – bis zu 20 Prozent wurden schon gemessen. Wer hier zuschlägt, braucht sich für den Abend nichts mehr vorzunehmen. Dieser Strain wirkt sehr mächtig und kann einen auch langfristig aus den Latschen hauen.

 

Kings Kush (autoflowering)

 

Kings Kush (feminised)

 

King’s Kush kann drinnen und draußen angebaut werden, die Blütezeit beträgt neun Wochen, outdoor kann Anfang Oktober geerntet werden. Doch es gibt nicht nur die „normale“ feminisierte Sorte, sondern auch King’s Kush CBD (mit etwa jeweils neun Prozent CBD und THC) sowie die beiden entsprechenden Automatic-Varianten.

 

Kings Kush CBD (autoflowering)

 

Kings Kush CBD (feminised)

 

 

2,8 Millionen Euro Umsatz durch den Verkauf von Marihuana – das wird einer Familie aus Witten vorgeworfen, die sich nun auf der Anklagebank des Landgerichts Bochum wiederfindet. 15 Jahre lang sollen Vater (65), Mutter (64), Sohn (35) und auch dessen 29-jährige Freundin mit Gras gedealt haben. Angeklagt sind sie wegen 182 Fällen von Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge – insgesamt soll es sich um 700 bis 1.000 Kilo Cannabis handeln. Die „WAZ“ berichtete, dass zwei Abnehmer der Familie bereits zu Haftstrafen von 4,5 beziehungsweise 7,5 Jahren Haft verurteilt wurden. Vater und Sohn der Familienbande dürfen wohl mit noch empfindlicheren Strafen rechnen – beim Sohn wurden auch diverse Waffen aufgefunden, etwa eine scharfe Pistole und ein Gewehr. Einem anderen Bericht der „WAZ“ nach brauchte er die Waffen nach eigenen Aussagen, um sich in seinem „normalen“ Beruf als Münzhändler zu schützen. Er war vor einigen Jahren überfallen worden und trat damals sogar bei der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ auf.

 

Drahtzieher der ganzen Unternehmung soll der Sohn gewesen sein, für die Beschaffungsfahrten in den Niederlanden waren in der Regel der Vater oder gleich beide Eltern zuständig. Beweise gegen das seit Januar 2016 in Untersuchungshaft sitzende Quartett wurden zuhauf gesammelt: Einige Abnehmer packten aus, außerdem wurde der Sohn ein Jahr lang telefonisch und per Videokamera, die gegenüber seines Hauses installiert wurde, überwacht. Zu alledem verkaufte er auch noch verdeckten Ermittlern seine Ware. Die Beweislage ist also mehr oder weniger eindeutig, so sollen Vater und Sohn im Grunde auch geständig sein – um eine Gefängnisstrafe werden sie nicht herumkommen. Aber auch die Mutter, die gemeinsam mit dem Vater aus den Niederlanden einreiste und von der Polizei mit kiloweise Cannabis im Kofferraum erwischt wurde, sowie die Freundin des Sohns, die bei den Geschäften aushalf, werden wohl mit Haftstrafen versehen werden.

Es ist zum Haareraufen. Die amerikanische Drogenbehörde DEA bleibt dabei: Cannabis ist gefährlicher als Kokain und Crystal Meth und bleibt weiterhin in der höchstmöglichen Gefährdungskategorie „Schedule I“ – zusammen mit Heroin und Ecstasy. Nicht in dieser Kategorie eingestuft – und damit angeblich weniger gefährlich – sind beispielsweise die Drogen Kokain und Crystal Meth, die zusammen in Amerika schon mindestens Zehntausende Menschenleben gefordert haben dürften. Amerikanische Senatoren hatten eine Petition eingereicht, um eine Neueinstufung von Cannabis in eine niedrige Gefährdungsklasse zu erwirken.

 

Genutzt hat es nichts. Eine wirklich merkwürdig Entscheidung. Das gibt sogar die DEA zu und begründet die Einstufung damit, dass nicht die Gefahr durch Cannabis im Vordergrund stehe, sondern das hohe Missbrauchspotential und der nicht belegte Nutzen als Medizin. „Witzig“ nur einerseits, dass Cannabis bereits in der Hälfte aller amerikanischen Bundesstaaten legal als Medizin verschrieben werden kann – und anderseits die weitere Forschung auf dem Medizinsektor durch genau diese Einstufung in die „Schedule I“-Klasse zu großen Teilen blockiert wird. Denn wissenschaftliche Forschung an Substanzen aus dieser Gruppe unterliegt allerstrengsten Auflagen. So dürften willige Forscher beispielsweise auch nicht in einem der vier Bundesstaaten, in denen Marihuana komplett zur Belustigung freigegeben wurde, Gras kaufen und dies zu Forschungszwecken nutzen, sondern müssten langwierige und kostspielige Anträge einreichen, die teilweise auch gar nicht bewilligt werden.

Wie der Vater so die Tochter: Kaum 18 Jahre alt geworden, sorgt Malia Obama gleich zweifach für Schlagzeilen, die ihrem Vater, dem amtierenden US-Präsidenten Barack Obama, nicht unbedingt gefallen werden. Beide Vorfälle fanden schon vor knapp zwei Wochen auf dem Lollapalooza-Festival in Chicago statt und wurden beide auf Video festgehalten.

 

Wie die Augenzeugin Jerrdin Selwyn „RadarOnline“ berichtete, sah sie die Präsidententochter während eines Auftritts des Rappers Bryson Tiller einen Joint rauchen, den sie anhand des Geruchs als solchen identifizierte. Tatsächlich tauchte auch ein sehr kurzer Videoschnipsel auf, der das Ganze zu bestätigen scheint, der betreffende Ausschnitt ist auf dem obigen Bild zu sehen.

 

Doch damit nicht genug – vermutlich noch weniger gefallen dürfte Barack Obama die kleine Tanzeinlage seiner ältesten Tochter auf demselben Festival, die von einer jubelnden Menge begleitet und natürlich auch auf Video festgehalten wurde: Malia twerkt eine kleine Runde und zeigt der Menge (und den Kameras) währenddessen ihr Hinterteil sowie ihre Unterwäsche.

 

Aber wer kann ihr schon einen Vorwurf machen? Kiffen ist in Chicago dekriminalisiert und warum sollte sie als eine der wenigen jungen Erwachsenen auf dem Festival darauf verzichten, nur weil ihr Vater zufällig der Präsident der Vereinigten Staaten ist? Das gleiche gilt natürlich für ihre Tanzeinlage – eine andere Person hätte damit für keinerlei Aufsehen gesorgt.

 

Wenn Malia nun Freude am Cannabiskonsum entwickelt hat, dürfte sie vielleicht auf das Angebot eines jamaikanischen Farmers zurückkommen, der Barack Obama vor geraumer Zeit eine riesige Weedfarm anbot, falls Malia seinen Sohn heiratet (Highway berichtete).

Mitten in Wien existierte ein Supermarkt der ganz besonderen Art. Zwei Wiener im Alter von 40 und 42 Jahren hatten sich als Geschäftsmodell wohl eine Mischung aus Coffeeshop und Walmart vorgestellt – und das ganze auch tatsächlich in die Tat umgesetzt, ungeachtet der Tatsache, dass auch in Österreich bis auf Alkohol und Tabak keine Drogen verkauft werden dürfen.

 

Kaum zu glauben, aber wahr: In der Grohgasse im Wiener Bezirk Margareten mieteten die beiden eine alte Fabrikhalle an und eröffnen ihren Drogen-Supermarkt – inklusive ganz normaler Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Freitag von 12 bis 18 Uhr, Donnerstags eine Stunde länger. Der Mittwoch war Ruhetag und wurde unter anderem genutzt, um neue Kundschaft in Clubs anzusprechen, wie „heute.at“ berichtet.

 

Und das Geschäft lief richtig gut! Teilweise standen Kunden bis zu 30 Minuten in der Schlange an, um die Einkäufe zu bezahlen. Die beiden Dealer verzichteten auf Handys und andere elektronische Kommunikation und operierten in beide Richtungen nur durch mündliche Absprachen. So ging das Ganze trotz riesigem Publikum tatsächlich über ein Jahr lang gut, auch niemand aus der Kundschaft verpfiff die beiden jemals. Aufgeflogen ist der Supermarkt, da die Polizei einige Kunden observierte und so zufällig auf den Supermarkt stieß.

 

Auch wenn andere Drogen verkauft wurden, bestand die größte Nachfrage doch nach Gras und Hasch. Beim Zugriff durch die Polizei wurden sieben Kilo Weed entdeckt, laut Ermittlern wanderten insgesamt etwa 27 Kilo Marihuana und 2,5 Kilo Haschisch über die Ladentheke. Und wie es sich für einen ordentlichen Supermarkt gehört, war natürlich auch das Sortiment nicht zu verachten: Permanent waren zwischen zehn und 15 verschiedene Sorten Gras auf Lager.

Unglaublich, da will wohl jemand in den Knast – das ist der erste Gedanke, der sich beim Lesen dieser Nachricht zunächst aufdrängt. Eine Frau zeigte am Montag den Raub von 1.300 Kilogramm Marihuana an, das ihr Ehemann gerade im Städtchen Itakyry in Paraguay auf einen Lastwagen verlud, als er Opfer eines Überfalls wurde. Laut Bericht des „Sterns“ ging sie daraufhin zur Polizei.

 

„Wir dachten erst, dass es sich um einen Scherz handelt“, wird Juan Alonso, der Polizeichef des Departements Alto Paraguay, zitiert. Allerdings zeigte die Frau anschließend auch die Entführung ihres Ehemanns an, der beim Verladen des Marihuanas von den Räubern ebenfalls mitgenommen wurde. Das erklärt dann wohl auch zumindest in Teilen, wieso sich die Frau mit diesem unglaublichen Vorwurf selbst belastete.

 

Die Polizei kümmerte sich zunächst um den Entführungsfall, der sich allerdings von selbst aufklärte: Tags darauf wurde der Mann von seinen Entführern freigelassen – und erklärte der Polizei, dass seine Frau und er nun mal vom Cannabisanbau leben würden. Nun wird auch gegen das Paar ermittelt. Einer der Marihuana-Räuber konnte sogar auch ermittelt und festgenommen werden.

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