Highway

Es soll ja Menschen geben, denen es vor dem Ruhestand regelrecht graut. Etwa zwangsläufig Leute, die ihr Leben lang in prekären Beschäftigungsverhältnissen gearbeitet haben. Aber auch viele besser Situierte scheuen den Renteneintritt, ganz einfach, weil ihnen außer Arbeiten nichts anderes einfällt, um den Tag rumzukriegen.

 

Der Berliner Rechtsanwalt Thomas H. gehört ganz eindeutig in keine der beiden Kategorien, vielmehr träumt er davon, im Ruhestand zu growen, zu kiffen und einen kleinen Laden für Cannabisprodukte zu eröffnen. Doch nicht nur sein eigenes Wohl hat der Mann im Blick, es soll endlich Schluss sein mit zerstörten Lebensläufen aufgrund harmloser Cannabisdelikte und mangelhaften Jugendschutzes. Schon in seinem aktiven Berufsleben hatte sich der 69-Jährige H. auf die Vertretung von Cannabis-Delinquenten spezialisiert und seitdem mit der Legalisierungsbewegung sympathisiert. Leider versperren einige nicht unwesentliche Hürden den Weg zu diesem Cannabis-Idyll, vor allem bekanntlich das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Die Streichung von Cannabis aus diesem ist das Begehren und Ziel der Klage, die Thomas H. mithilfe seines Prozessvertreters vor dem Berliner Verfassungsgericht eingereicht hat.

 

Während eine direkte Verurteilung der Bundesrepublik als unwahrscheinlich bis ausgeschlossen gilt, spekuliert der Kläger vor allem auf eine Aussetzung der Klage und eine daraufhin stattfindende Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht aufgrund der eventuellen Verfassungswidrigkeit der bestehenden Gesetze. Zwar hatte das Bundesverfassungsgericht bereits 1994 eine ähnliche Klage abgeschmettert, der Bundesregierung aber damals aufgegeben, die Forschungsergebnisse zum Thema der vermeintlichen Gesundheitsschädlichkeit von Cannabis in der Zukunft zu verfolgen. Genau dies sei aber nicht geschehen, so der Ex-Cannabis-Anwalt. Highway wünscht viel Erfolg beim Marsch durch die Instanzen!

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

  Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 06/2018 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Highway 06/2018 für Kindle bei Amazon kaufen

Ja, auch Polizisten mögen Cannabis. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) setzt sich sogar für die komplette Legalisierung ein. Klar, unter der Uniform stecken ja auch nur Menschen wie du und ich, also zumindest teilweise. So wie zuletzt die beiden kanadischen Cops, die nach dem Konsum von Edibles im Dienst einen heftigen Paranoia-Absturz hatten und mittlerweile ihren Job los sind. In diesen Momenten lernen auch Gesetzeshüter den bitteren Geschmack der Prohibition kennen. Während besagte Polizisten die unzweifelhafte Verfehlung begingen, während der Dienstzeit zu konsumieren, gibt der Fall um einen Hamburger Hauptkommissar und Polizeiausbilder schon weniger Anlass zur Schadenfreude. Dieser wurde nämlich in seiner Freizeit erwischt, wie er bei einem Straßendealer etwas Marihuana erstand. Zivilfahnder beobachteten den Deal und griffen ein. Es lässt sich darüber streiten, wie schlau es gewesen ist, das Kraut an einem stadtbekannten Dealer-Hotspot kaufen zu wollen, eigentlich sollte der 47-jährige Hamburger schon einmal von der berüchtigten Balduintreppe gehört haben. Und sollte man von einem erfahrenen Hauptkommissar nicht etwas mehr Beobachtungsgabe und Cleverness erwarten? Wie dem auch sei, ohne Umschweife wurde der Mann von der Akademie abgezogen und an eine andere Dienststelle versetzt, wo er jetzt auf den Beginn der eingeleiteten Straf- und Disziplinarverfahren warten darf.

Ja, auch Polizisten mögen Cannabis. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) setzt sich sogar für die komplette Legalisierung ein. Klar, unter der Uniform stecken ja auch nur Menschen wie du und ich, also zumindest teilweise. So wie zuletzt die beiden kanadischen Cops, die nach dem Konsum von Edibles im Dienst einen heftigen Paranoia-Absturz hatten und mittlerweile ihren Job los sind. In diesen Momenten lernen auch Gesetzeshüter den bitteren Geschmack der Prohibition kennen. Während besagte Polizisten die unzweifelhafte Verfehlung begingen, während der Dienstzeit zu konsumieren, gibt der Fall um einen Hamburger Hauptkommissar und Polizeiausbilder schon weniger Anlass zur Schadenfreude. Dieser wurde nämlich in seiner Freizeit erwischt, wie er bei einem Straßendealer etwas Marihuana erstand. Zivilfahnder beobachteten den Deal und griffen ein. Es lässt sich darüber streiten, wie schlau es gewesen ist, das Kraut an einem stadtbekannten Dealer-Hotspot kaufen zu wollen, eigentlich sollte der 47-jährige Hamburger schon einmal von der berüchtigten Balduintreppe gehört haben. Und sollte man von einem erfahrenen Hauptkommissar nicht etwas mehr Beobachtungsgabe und Cleverness erwarten? Wie dem auch sei, ohne Umschweife wurde der Mann von der Akademie abgezogen und an eine andere Dienststelle versetzt, wo er jetzt auf den Beginn der eingeleiteten Straf- und Disziplinarverfahren warten darf.

Gesundheitsminister Jens Spahn ist das Cannabis zu teuer. Nicht das aus dem Görlitzer Park, sondern das medizinische aus der Apotheke. Dabei verdient der Jens als Bundesminister und Bundestagsmitglied doch sicher ordentlich. Aber trotzdem, wo er recht hat, hat er recht. Aufgrund bestehender Regelungen kostet ein Gramm Cannabis in der Apotheke den Patienten beziehungsweise die Krankenkasse über 20 Euro, was etwa dem doppelten Schwarzmarktpreis entspricht. Der hohe Preis kommt zustande, da die Apotheker gezwungen sind, das Marihuana zu wiegen, zu kontrollieren, zu sieben, zu granulieren. Cannabis in unverändertem Zustand herauszugeben, um den Apothekeraufschlag zu umgehen und so den Preis niedrig zu halten, ist eine Ordnungswidrigkeit.

 

Ginge es nach Spahns neuem „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ (GSAV) wäre damit bald Schluss, denn der bisherige Aufschlag würde wegfallen, was laut Gesundheitsministerium etwa 25 Millionen Euro einsparen und die Cannabis-Preise um etwa die Hälfte reduzieren würde. Die Änderungen sollen die „kontinuierliche therapeutische Behandlung der Versicherten“ gewährleisten und die Krankenkassen entlasten. Außerdem soll, wenn es nach Spahns Gesetzentwurf geht, die umständliche Praxis der erneuten Genehmigung bei Therapiewechsel in Zukunft wegfallen.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wo sich in Deutschland überall ausgewachsene Indoor-Anlagen befinden. Im sogenannten "Horror-Haus" von Höxter wurde angebaut, ebenso in einem Weltkriegsbunker in Bremen. Vor wenigen Tagen wurde nahe der Highway-Redaktion in Wuppertal ein Grow mit 3000 Pflanzen gefunden. Nun wurde die Polizei in Norddeutschland fündig und entdeckte eine große, etwa 2000 erntefähige Cannabispflanzen umfassende Pflanzung in Kiel. In einer Tiefgarage hatten die Betreiber einen abgetrennten und zugemauerten Bereich zu einer Indoor-Plantage umfunktioniert, in der sich nach Polizeiangaben rund 35 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenwert von 350.000 Euro befand. Die Betreiber der Anlage konnten Presseangaben zufolge bisher noch nicht ausgemacht werden.

Der Wiener CBD-Lieferservice CBD Jonny hat zur Eröffnung mit einem witzigen PR-Gag in Österreich für Aufmerksamkeit in der Medienlandschaft gesorgt. Der Shop hat seine fünf angebotenen CBD-Cannabis-Sorten nach bekannten österreichischen Politikern benannt. (Sebastian) Kurz, amtierender Kanzler der Alpenrepublik, (Maria) Vassilakou von den Grünen, (Peter) Pilz von der Partei „Liste Peter Pilz“, (Christian) Kern, ehemaliger Kanzler aus den Reihen der SPÖ und, last but not least, (Michael) Häupl, SPÖ-Mitglied und ehemaliger Bürgermeister Wiens haben nun die Ehre im CBD-Regal Platz zu nehmen. Auf der Website werden die einzelnen Sorten wie folgt beschrieben:

Sorte Häupl: Erinnert an alte Zeiten, wo noch alles gut war. Permanent präsent, nicht totzukriegen. Ähnlich einem Sommerspritzer mit frischer Zitrone. Für alle, die Dienstag Mittag schon fertig sein

Sorte Kurz: Beim ersten Eindruck solide und fruchtig mit einem Hauch von Pistazie. Im nächsten Moment dann doch etwas anders.
 
Sorte Pilz: Vollmundig, intensiver Eindruck. Erdig-sachlich, angenehm und smooth und es bleibt ein Eindruck über, von dem man nicht ganz genau weiß, was es ist.

Sorte Vassilakou: Definitiv anders! Erinnert an überreife, haarige Pfirsiche. Frisch-innovativer Eindruck mit herbem Abgang, der konsequent auf der Zunge verweilt.

Sorte Kern: Versucht vorne dabei zu sein, teilweise gute Ansätze, etwas smooth und nett und dann doch wieder nicht, fast wie eine zickige Prinzessin.



Während unsere Leser in Österreich über die Charakterisierungen, die die Eigenheiten ihrer prominenten Namensgeber liebevoll durch den Kakao ziehen, schmunzeln werden, dürfte sich der Witz für unsere deutschen Leser nicht unbedingt erschließen. Also, warum nicht auch ein ähnliches Konzept für die hiesigen Shops? Aufgepasst, liebe CBD-Händler, hier mal ein paar nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge aus der Highway-Redaktion:

Sorte Seehofer: Erinnert an alte Zeiten, wo noch alles gut war. Permanent präsent, nicht totzukriegen. Ähnlich einem Sommerspritzer mit frischer Zitrone. Für alle, die Dienstag Mittag schon fertig sein

Sorte Maas: Beim ersten Eindruck solide und fruchtig mit einem Hauch von Pistazie. Im nächsten Moment dann doch etwas anders.
 
Sorte Habeck: Vollmundig, intensiver Eindruck. Erdig-sachlich, angenehm und smooth und es bleibt ein Eindruck über, von dem man nicht ganz genau weiß, was es ist.

Sorte Kramp-Karrenbauer: Definitiv anders! Erinnert an überreife, haarige Pfirsiche. Frisch-innovativer Eindruck mit herbem Abgang, der konsequent auf der Zunge verweilt.

Sorte Kühnert: Versucht vorne dabei zu sein, teilweise gute Ansätze, etwas smooth und nett und dann doch wieder nicht, fast wie eine zickige Prinzessin.

Durch die SPD geht derzeit ein Ruck. Und damit ist nicht das nervöse Zucken angesichts der katastrophalen Wahlschlappen bei den letzten Landtagswahlen gemeint. Nein, vielmehr geht es um eine von Cannabisfreunden lang erwartete Kursänderung beim Thema Legalisierung, die ausgehend von der Berliner Sektion in der gesamten Partei Wellen schlägt.

 

Selbst einer der prominentesten Kritiker, der in der Vergangenheit immer wieder vor einer Freigabe warnte, hat seine Ansichten scheinbar geändert: Der Berliner Innensenator Andreas Geisel, der sich selbst als strukturkonservativ bezeichnet, sieht keinen Sinn mehr darin, eine weitestgehend wirkungslose und kontraproduktive Prohibitionspolitik weiter zu unterstützen. Die neue Einigkeit der rot-rot-grünen Regierung bezüglich Cannabis verleiht auch dem Dauerthema Modellprojekt neuen Aufschwung.

 

Geisel bezeichnete die Debatte als irrational und verglich den abendlichen Joint mit dem in Deutschland so selbstverständlichen Feierabendbier. Auf die Frage, wieso er bei der letzten Abstimmung zu dem Thema dagegen gestimmt hatte, konterte Geisel trocken: „Das hindert mich aber nicht daran, jeden Tag schlauer zu werden“.

Es geht weiter in die richtige Richtung! Auch in diesem Jahr führte der Deutsche Hanfverband (DHV) in Kooperation mit dem Trendforschungsinstitut Infratest dimap eine Umfrage zum Thema Cannabislegalisierung in Deutschland durch. Die Umfrage wurde mittels Telefoninterviews unter einer repräsentativen Zufallsauswahl aus 1.055 Teilnehmern durchgeführt.

 

 

 

Die Ergebnisse, das sind die guten Nachrichten, haben sich im Vergleich zur letztjährigen Erhebung einmal mehr pro Legalisierung verbessert. Allerdings befinden sich die Legalisierungsbefürworter nach wie vor in der Minderheit. 46 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für einen legalen und regulierten Verkauf an Volljährige aus, das sind immerhin sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Leider heißt das, dass noch immer 52 Prozent gegen eine Freigabe eingestellt sind. Schlüsselt man die Ergebnisse nach Bevölkerungsgruppen auf, gibt es keine großen Überraschungen: je jünger und je männlicher die Befragten, desto höher der Bildungsgrad, desto klarer die Zustimmung zu einer Legalisierung.

 

 

In der Frage nach einer Dekriminalisierung geringer Cannabis-Mengen schlägt das Trendbarometer mit 59 Prozent Zustimmung immerhin eindeutig in Richtung Pro aus. Im Vorjahr waren es noch 6 Prozent weniger.

Facebook