Highway

In Manchester, England, haben Polizisten die Überreste einer Cannabisanlage für etwa 1.000 Pflanzen entdeckt. Das Pikante dabei: die Anlage befindet sich in einem Haus, das noch vor rund sechs Jahren als Polizeistation genutzt wurde. Über dem Hauseingang prangt noch immer der Schriftzug „Lancaster County Police Station“. Nur zufällig betraten Beamte das leerstehende Gebäude, da sie aufgrund von Baufälligkeiten Sicherheitsrisiken für Passanten vermuteten.

 

Im Inneren des Hauses dann die große Überraschung: unzählige Pflanzentöpfe, teilweise leer, teilweise noch mit verdorrten Pflanzenresten befüllt, Wurzelballen, Reflektoren und Grow-Lampen ließen keinen Zweifel daran, dass hier vor nicht allzu langer Zeit eine ganze Menge an Cannabis hochgezogen wurde. Das Polizeirevier wurde vor sechs Jahren aufgrund von Budgetkürzungen geschlossen und daraufhin in einer Auktion versteigert. Seitdem befand sich das Gebäude in Privatbesitz. Die Polizei geht davon aus, dass die Grow-Anlage von den Betreibern, die den Überresten nach wohl auch bei ihren Pflanzen geschlafen haben, erst am Morgen geräumt worden war.

 

Eine große Menge Marihuana fand in Freiburg einen ungewöhnlichen Weg in die Hände der Polizei. Bereits Ende Mai war die Mieterin eines Mehrfamilienhauses in Freiburg-Weinhausen im Gemeinschaftskeller auf einige große Müllsäcke in einem leeren Kellerraum gestoßen. Da auch im Keller eines deutschen Mietshauses natürlich stets Ordnung herrschen muss, unterzog die Frau die Säcke einer genaueren Überprüfung. Der Inhalt kam ihr verdächtig vor und so wurde schnell die Polizei alarmiert.

 

Und tatsächlich, Müll befand sich in den Tüten keiner, ganz im Gegenteil: die Beamten fanden stattdessen stolze 60 Kilogramm Marihuanablüten. Die sich anschließenden Ermittlungen führten zu einem 45-jährigen Mann, der als mutmaßlicher Besitzer der Cannabisvorräte vergangene Woche festgenommen wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

 

Alle Cannabisfreunde mit Netflix-Account aufgemerkt! Gestern startete mal wieder eine neue Serie auf dem beliebten Streaming-Dienst, das allein ist bei der aktuellen Film- und Serienflut natürlich noch nichts Besonderes. Bei „Joint Venture“ handelt es sich aber, wie das Wortspiel im Titel schon unsubtil preisgibt, um eine Comedyserie mit Cannabis-Hintergrund. Was das ganze für viele noch interessanter machen dürfte, ist die Tatsache, dass es sich um eine französische Produktion handelt. Und die sind bekanntlich nicht nur bei den Zuschauern in Deutschland extrem beliebt. Komödien stellen in der Tat einen der größten Exportschlager Frankreichs dar, man denke etwa an den riesigen Erfolg von Filmen wie „Willkommen bei den Schtis“ und „Ziemlich beste Freunde“, um nur zwei Bespiele aus der jüngeren Vergangenheit zu nennen.

 

„Joint Venture“ dreht sich um einen frisch gescheiterten App-Entwickler, der die familieneigene koschere Fleischerei in Frankreichs ersten Coffeeshop verwandeln will, nachdem er aus sicherer Quelle erfahren haben will, dass die Cannabislegalisierung kurz bevorsteht. Die Familie reagiert zunächst perplex, rauft sich letztendlich aber doch zusammen.

 

Der Trailer (siehe unten) macht mit seinem ungewöhnlichen Setting und vielen frischen Gesichtern auf jeden Fall schon einmal eindeutig Lust auf mehr. Fraglich ist allerdings die Qualität der deutschen Übersetzung und Synchronisierung. Im Gegensatz zu englischsprachigen Produktionen dürften nur die wenigsten Zuschauer Lust haben, die Serie im französischen Original zu schauen. Cannabisfreunde sollten der Produktion und sei es aus Ermangelung an Alternativen, dennoch unbedingt mal eine Chance geben.

Irland hat in der Frage der Akzeptanz von Cannabis einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Der irische Gesundheitsminister Simon Harris hat ein Pilotprogramm gestartet, das erstmals die Nutzung von Cannabis-basierten Medikamenten gestattet. Dies war in Irland bisher komplett verboten gewesen, doch das soll sich für Patienten, die an Multipler Sklerose, Epilepsie oder durch Chemotherapie bedingter Übelkeit leiden, jetzt endlich ändern. Medizinisches Cannabis soll aber nur dann eingesetzt werden, wenn konventionelle Arzneimittel keinen Erfolg bringen. Das Pilotprogramm ist auf fünf Jahre angesetzt.

 


Auch in Frankreich tut sich etwas. Eine renommierte Expertenkommission für Wirtschaftsanalysen, CAE, spricht sich öffentlich für die Legalisierung von Cannabis aus. Das bisherige Verbotssystem sei auf ganzer Linie gescheitert. Frankreich hat zwar eine der strengsten Cannabisgesetzgebungen der EU, die Konsumfreunde der Franzosen liegt dennoch auf einem konstant hohen Niveau. Die Wirtschaftsexperten stellen eigenen Berechnungen zufolge in der Folge einer Legalisierung Steuereinnahmen von bis zu 2,8 Milliarden in Aussicht. Vorgeschlagen wird ein öffentliches Monopol auf die Produktion und den Vertrieb von Cannabis, der von einer unabhängigen Behörde kontrolliert würde, die Qualität und Quantität regele.

 

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder 2,60 Euro als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Titelstory Wunderdünger CO2? Belüftung und CO2-Zugabe Luft stellt den beim Heim-Grow am schwierigsten zu kontrollierenden Parameter dar und ist keinesfalls unwichtiger als eine ausreichende Beleuchtung oder Düngung. Mit in dieses Thema rein spielt die Zugabe von CO2 – denn dadurch kann die Ernte durch die Decke gehen.

 

 

Gesellschaft CBD statt THC: Ein Selbstversuch – CBD ist in aller Munde. Aber kann man eigentlich auch CBD-haltiges Weed eigentlich als Substitut für THC nutzen? Mr. Haze Amaze hat den Plan gefasst, einfach mal zum Spaß zwei Monate lang nur auf CBD statt THC zu setzen (kleiner Spoiler: das hat fast funktioniert). Ein Erfahrungsbericht.

 

 

Reisebericht Glas VegasIn Amerika gibt es nicht nur mindestens ein Dutzend Cannabismessen – sondern sogar auf Teilsegmente der Branche spezialisierte Messen, so etwa die Glass Vegas, die vor allem mit einem lockt: Glaswaren zur Cannabinoideinnahme. Kiffen in der Elvis Suite? Wir haben uns vor Ort einmal umgeschaut und berichten!

 

 

PC-Spiele-Test Weedcraft Inc – Die Wirtschaftssimulation Weedcraft Inc verspricht ein vollwertiges PC-Spiel, bei dem man in die Haut eines Weed-Growers schlüpfen darf und versucht, sich an die Spitze zu growen – ob auf legalem oder illegalem Wege. Wir haben einen Moment die Füße vom Schreibtisch genommen und mal reingespielt...

 

 

Growing Eigenes Substrat herstellenDer eine freut sich über die große Auswahl im heimischen Gartenmarkt, der andere schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und propagiert das Selbermachen. Mr. José sagt: auch das eigene Erdsubstrat muss nicht gekauft werden. Man benötigt nur einen Spaten und ein paar kostengünstige Zusatzmittel.

 

 

Buchvorstellung Grünes Gold so heißt das Buch aus der Feder von Mr. Silver Haze, das in dieser Ausgabe mit einem Leseauszug vorgestellt wird. Natürlich geht es dabei um Gras: als er unverschuldet Hunderttausende verliert, investiert Mr. Silver Haze, wie sich der Autor selbst nennt, im Holland der 1990er in illegale Grasplantagen. Eine Autobiografie.

 

 

Recht 0,1 Gramm über dem Eigenbedarf Sobald das Thema Cannabis aufkommt, gehen die Meinungen auseinander. Und wenn es um die rechtlichen Aspekte von Cannabis geht, herrscht häufig Unklarheit. Um dem entgegenzuwirken, klärt Rechtsanwalt Steffen Dietrich aus Berlin über das Betäubungsmittelgesetz in Theorie und Praxis auf.

 

 

Weitere Artikel Kino-Tipp: Jeff, der noch zu Hause lebt + News: Marlene Mortler nicht mehr Drogenbeauftragte ++ Lizenzen für den Cannabisanbau in Deutschland vergeben ++ Cannabismessen ++ Goodies: Gleichdick-Grinder ++ Sortenportrait: LSD ++ uvm.

 

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Olaf Scholz, Bundesfinanzminister, hat es derzeit nicht leicht. Nach kontinuierlich steigenden Einnahmen in den letzten Jahren plant der SPD-Mann aufgrund enttäuschender Steuereinnahmen Haushaltskürzungen um 625 Millionen Euro. Der Wählerschaft schwant bereits Übles, denn man weiß, wohin derartige Ankündigungen in der Regel schließlich führen. Und zwar an den Geldbeutel des gemeinen Bürgers, der ja bekanntlich zuletzt eh nicht besonders gut auf die Sozis (und Politiker im Allgemeinen) zu sprechen gewesen ist.

 

Im US-Bundesstaat Colorado wären 625 Millionen Euro weniger jetzt nicht so das Riesenproblem. Dort belaufen sich die Steuereinnahmen, die man über die Legalisierung von Cannabis eingenommen hat, mittlerweile auf über eine Milliarde Euro. Diese Zahlen veröffentlichte die auf Cannabisrecht spezialisierte Anwaltskanzlei „Vicente Sederberg“. Etwas mehr als fünf Jahre hat das Cannabuisness gebraucht, um die magische Milliarden-Marke zu knacken, seit im Januar 2014 die ersten Marihuana-Produkte ganz legal über den Tisch gingen. Ein großer Teil der Mehreinnahmen kommt Colorado und seiner Bevölkerung beispielsweise durch den Bau neuer Schulen direkt wieder zu Gute. Etwa 283 Millionen Dollar flossen bisher in eine Verbesserung der Bildungsinfrastruktur. Was uns deutsche Regierungen seit Jahren in schönen Worten immer wieder aufs Neue versprechen, wird so in Colorado ganz einfach mal umgesetzt.

 

Wer gerade am Mittagtisch sitzt, sollte diese Nachricht lieber mit Vorsicht genießen! Es war wahrlich ein schwarzer Tag für einen Mann aus Cashmere, Washington. Der bereits mehrfach vorbestrafte 27-Jährige durchlebte den Albtraum eines jeden Mannes: während er eine scharfe Pistole in seiner Hose verstauen wollte, löste sich ein Schuss und verletzte Hoden und Penis schwer. Stark blutend fuhr er mit seiner Freundin in ein Krankenhaus und lag nur wenig später auf dem Operationstisch. Glück im Unglück, könnte man jetzt sagen, doch die Pechsträhne des jungen Mannes riss nicht ab.

 

Denn während der Operation ploppte ein mit Marihuana gefüllter Ballon aus dem Anus des Patienten und fiel dem erstaunten Chirurgen sozusagen in Hände. Die eintreffende Polizei, die bei Schussverletzungen umgehend vom Krankenhauspersonal verständigt werden muss, konfiszierte das Cannabis und fand zu allem Überfluss noch weitere Drogen in der blutverschmierten Jacke des Verletzten.

 

Cannabisfreunde auf Reisen kennen das Problem: kifferfreundliche Hotels gibt es kaum, Raucherzimmer generell sind Mangelware und wenn es ganz blöd läuft, lassen sich aus Sicherheitsgründen noch nicht einmal die Fenster öffnen. Und dann sind da natürlich noch die Rauchmelder, die teilweise auch bei geringstem Qualmaufkommen stillen Alarm an der Rezeption auslösen.

 

Offenbar vollkommen unbeschwert von derlei Sorgen haben es sich zwei junge Männer im Alter von 21 und 25 in ihrem Hotelzimmer in Gremberghoven gemütlich gemacht. Ob sie in ihrem Zimmer Joints rauchten, ist nicht klar, in Anbetracht des Ausmaßes ihrer Verfehlungen aber auch vollkommen unerheblich. Selbst, wenn sie dort den größten Blunt aller Zeiten angezündet hätten, am weiteren Verlauf der Geschichte hätte das wohl recht wenig geändert. Denn anstatt bloß zu konsumieren, trockneten die beiden Männer ihr Marihuana im Hotelzimmer. Und wir reden hier nicht über ein paar Gramm, nein, stolze 14 Kilogramm Blütenmaterial lagen im ganzen Zimmer ausgebreitet auf dem Boden. Möbel stören in so einer Situation nur, das ist klar, und so wurde kurzerhand alles aus dem Weg geräumt. Das Treiben fiel natürlich auf, denn so eine Menge feuchten Weeds verströmt einen ziemlich intensiven Duft, wie eigentlich jeder, der schon mal einen Krümel Gras in der Hand hatte, wissen müsste.

 

Es kam, wie es kommen musste, andere Gäste beschwerten sich über die Geruchsbelästigung und eine Raumpflegerin verschaffte sich schließlich Zutritt zum Zimmer der Männer, um nach dem Rechten zu sehen. Die beiden befanden sich zu dem Zeitpunkt zwar nicht im Zimmer, aber das half ihnen auch nicht mehr. Die Polizei wurde verständigt, die Verdächtigen und ein Komplize, über den die Hotelbuchung lief, dürfen sich nun auf ein Verfahren einstellen.

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