Highway

„Weed oder Walmart?“ – Dieser Fragestellung hat der ein oder andere Amerikaner sicherlich schon nachgehangen, der nur noch einen Zehner in der Tasche hatte. Doch im Fall von Miley Cyrus bekommt diese Frage eine neue Dimension, denn hier ging es sicherlich nicht nur um einen Zehner.

 

Miley Cyrus hat eine Klamottenlinie entworfen, der nächste logische Schritt des TV- und Musikstars, um noch mehr Geld zu verdienen. Tausende kleine Mädchen müssen aber nun vorläufig darauf verzichten, Hosen und Shirts ihres Idols anzuziehen. Denn Walmart stellte plötzlich fest, dass Miley Cyrus wohl ganz gerne Gras raucht... dieser Fakt ist zwar schon seit Langem bekannt (schon mal in ihren Twitter- oder Instagram-Account geguckt?), aber nun gut.

 

Daher stellte Walmart Miley vor die Wahl: „Weed oder Walmart?“ Da musste sie nicht lange überlegen, wie sie Dienstag bei Twitter mitteilte:

Miley Cyrus auf Twitter

 

Ich hatte meine eigene Kollektion bei Walmart, aber wurde jetzt rausgeworfen, weil sie gesagt haben, ich solle mich zwischen Weed und Walmart entscheiden – und ihr seht, was ich getan habe. Ich habe mich für Weed entschieden.“

 

Brave Miley!

 

Aber ganz ehrlich: Das war auch kein Wunder... vor geraumer Zeit sollte sie sich schon zwischen ihrem Freund und Weed entscheiden (wir berichteten). Und auch auf der Bühne wurde sie sowohl schon in diversen Marihuana-Outfits gesichtet, als auch Joints rauchend, wie etwa in diesem Video zu sehen ist:

Als passionierter Grower registriert man das Wachstum seiner Babies natürlich mit Wohlwollen. Schließlich fiebert man gespannt der Ernte und den damit verbundenen Annehmlichkeiten entgegen. Gerade unerfahrene Grower sind aber auch einfach fasziniert vom Wachstumsprozess an sich: Tägliche Veränderungen der Pflanze werden gespannt beobachtet, hier sprießen neue Blätter, dort wächst ein neuer Zweig, was sind das bloß für seltsame gelbe Flecken? Und endlich, sie beginnt zu blühen, tausende und abertausende Kristalle glitzern im Grün. Eine Pflanze lebt, und daran teilzuhaben kann genauso spannend sein wie die zu erwartende Ernte.


Wer sich in dieser Beschreibung wiedererkennt, für den sind die Videos der Hemp Embassy Vienna genau das Richtige: Mit staatlicher Genehmigung werden in Wien Cannabispflanzen verschiedenster Herkunft und Art (nur) zu Ausstellungszwecken zur Blüte getrieben. Und das kann man sich entweder live vor Ort in Wien anschauen oder eben direkt als Clip im Web. Denn da die Pflanzen der Hemp Embassy 24/7 gefilmt werden, gibt es prächtige Zeitraffer-Videos von den verschiedenen Grows zu bestaunen. Knapp vierzig davon können sich Interessierte auf der Website zur Zeit ansehen, von Breedern wie Dinafem, Sensi Seeds oder Humboldt Seeds, von Atomical Haze bis Pineapple Skunk.

 

In der im Dezember erscheinenden Ausgabe Highway 01/2017 werden wir ausführlich über die Hemp Embassy berichten.

 

Weblink: Website der Hemp Embassy Vienna

Der Weed-Strain, den wir heute betrachten, lässt vom Namen her schon einmal Gutes erahnen: Haoma heißt die Kreation aus dem Hause der kanadischen Seedbank House of the Great Gardener. Haoma ist ein anderes Wort für „Soma“ – Rauschtrank der Götter aus den indischen Veden. Der Soma-Kult in Indien und Persien ist inzwischen ausgestorben, nicht aber die Vorliebe der Menschen für den Rausch.

 

 

Diese kanadische Kreuzung vereint Mendocino Purps und die klassische Afghani-Indica, die bei House of the Great Gardener unter dem Namen GG1 läuft. Im Ergebnis haben wir mit Haoma eine 70-prozentige Indica vorliegen, die kleine, aber dichte und schwere Blüten hervorbringt. Die Wirkung ist entsprechend beruhigend und entspannend und wird nicht nur für den bereits im Namen enthaltenen Rausch genutzt, sondern auch zur Linderung diverser Beschwerden wie Schmerzen und Spastiken.

 

 

Getestet haben die Sorte nämlich die Mitglieder des Medical Cannabis Clubs der Züchter von House of the Great Gardener. Diesen wurden die besten Phänotypen der Haoma-Experimente gegeben, damit sie ihre Favoriten auswählen konnten. Die Sorte blüht sehr schnell und lässt sich auch von Neulingen gut anbauen. Der CBD-Gehalt ist bei Haoma deutlich unter einem Prozent gehalten und damit sehr niedrig. Samen sind feminisiert oder regulär erhältlich.

Trainwreck ist eine Sorte, die unglaublich populär ist. Weit über ein Dutzend Samenbanken haben eine Sorte mit diesem Namen im Programm, dazu kommen unendliche Varianten wie etwa The Wreck, Train Dog, White Trainwreck, Purple Trainwreck, Blue Trainwreck, Wreckage, MK-Ultrawreck, Pineapple Trainwreck, Blackberry Trainwreck, Ice Wreck, Ultimate Trainwreck und viele weitere.

 

Trainwreck (feminisiert)

 

Wir haben uns Trainwreck von der niederländischen Samenbank Green House Seeds angeschaut: In diesem Fall ist der Hybrid mit 60 zu 40 leicht indica-dominant, bei anderen Samenbanken kann das Verhältnis auch schon einmal andersherum aussehen. Klassische mexikanische und thailändische Sativas wurden hier mit einer Afghani vereint. Erntezeit ist draußen Anfang Oktober, im Inneren kann man sich auf neun Wochen Blütezeit einrichten.

 

Der Name wurde nicht einfach so gewählt: die ersten Minuten nach dem Rauchen fühlt man sich noch fit und inspiriert, doch schon wenige Minuten später fragt man sich, welcher Zug einen da denn über den Haufen gefahren hat. Dieser Strain ist gegen sehr viele Beschwerden einsetzbar, die grundsätzlich mit der richtigen Sorte Gras gut angegangen werden können. Der CBD-Gehalt tendiert allerdings gegen null, hier wartet die volle Ladung THC auf den Patienten oder Freizeitnutzer.

Die Cannabis-Sorte mit dem beißenden Geruch gilt mittlerweile als Klassiker unter den Strains. In den 1970er-Jahren entwickelte eine Gruppe von kalifornischen Growern und Breedern unter der Führung von Sam the Skunkman David Watson die Skunk #1. Watson zog in der Folge mit Skunk-#1-Samen im Gepäck nach Amsterdam und eröffnete dort die Samenbank Cultivators Choice. Die schnell blühende und robuste Pflanze erfreute sich unter heimischen Growern großer Beliebtheit und so wurden unzählige Skunk-Varianten wie Super Skunk oder Purple Skunk gezüchtet. In unserer Galerie könnt ihr euch von den optischen Qualitäten einiger Stinktiere überzeugen.

 

Afghan Skunk

 

Blueberry Skunk

 

Lemon Skunk

 

Lime Green Skunk

 

Mendo Skunk

 

Purple Skunk

 

Shiva Skunk

 

Sour Skunk

 

Sweet Island Skunk

 

White Skunk

Als Lieferant hat man es oft mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Charaktertypen zu tun. Für eine kurze Zeitspanne taucht man ein in ein fremdes Leben und es entsteht eine Verbindung zu einem Menschen, den man unter normalen Umständen wahrscheinlich niemals kennengelernt hätte. Als, sagen wir, Pizzalieferant mag diese fragile Beziehung zwischen Lieferant und Empfänger nur kurz andauern und dementsprechend oberflächlich sein. Als Weed-Lieferant hingegen kann die Sache schon andere Ausmaße annehmen, schließlich erfordert diese spezielle Art von Lieferdienst höchste Diskretion und gegenseitiges Vertrauen. Zusammen gegen das Gesetz zu verstoßen (egal, wie unsinnig die Gesetzeslage in diesem Fall auch sein mag), das schweißt zusammen. So kann es dann auch mal passieren, dass man gemeinsam die ein oder andere Tüte raucht. Und vielleicht entwickelt sich mit der Zeit fast schon so etwas wie Freundschaft...

 

Das ist der Rote Faden der HBO-Serie High Maintenance, einem weiteren Vertreter der zur Zeit bei den großen Studios äußerst beliebten Weed-Serien (siehe Disjointed, Humboldt, Mary+Me, Budding Prospekts). In jeder der High-Maintenance-Episoden beliefert ein namenloser New Yorker Cannabis-Lieferant (the guy“) einen anderen Kunden mit dem begehrten Kraut. Und dass in einer Metropole wie dem Big Apple eine ganze Menge schräger und interessanter Typen wohnen, davon lebt diese Serie, die 2012 exklusiv als Web-Serie auf der Videoplattform vimeo.com startete und nun 2016 dank positiver Resonanz und guter Klickzahlen beim amerikanischen Pay-TV-Sender HBO ihren Platz gefunden hat. Fernsehkritiker zeigen sich vor allem von den schrägen, nichtsdestotrotz lebensechten Charakteren und der unkonventionellen Erzählweise der Show angetan. Die Hauptrolle des Lieferanten spielt Ben Sinclair, der übrigens neben Katja Blichfeld auch einer der Schöpfer der Serie ist.

 

Heute startet die Serie auch bei Sky Deutschland. Die komplette erste Staffel ist sowohl im Originalton als auch in der synchronisierten Fassung auf Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket abrufbar. Weitere Infos diesbezüglich unter www.sky.de

 

Und noch ein Fernsehtipp für heute: Von 21:45 bis 22:25 Uhr läuft auf ZDFinfo die Dokumentation Kriminelle Karrieren: Arjan Roskam – Der König des Cannabishandels über Arjan Roskam, den King of Cannabis“, Chef der Samenbank Green House Seeds und Partner des leider vor drei Wochen verstorbenen Strain Hunters Franco Loja.

Still und heimlich hat man in Deutschland zum Anfang des Monats das neue Hype-Cannabinoid CBD (Cannabidiol) umgestuft: Wie unter anderem auf der Website der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände bekannt gemacht wurde, ist seit dem 1. Oktober Cannabidiol, das in nicht zulassungspflichtigen Rezeptur- und Defekturarzneimitteln eingesetzt wird, verschreibungspflichtig.

 

Das diesbezügliche Ergebnisprotokoll des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu diesem Beschluss ist auf der Website des BfArM nachzulesen: http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Gremien/Verschreibungspflicht/Protokolle/75Sitzung/protokoll_75.html

 

Das ist ein herber Schlag: Einerseits für Patienten, die ihre Leiden (etwa Epilepsie oder chronische Entzündungskrankheiten) prima mit CBD lindern konnten und die nun darauf angewiesen sind, einen Arzt zu suchen, der ihnen Cannabidiol verschreibt, und anderseits für die ganzen CBD-Unternehmen, die im deutschsprachigen Raum in den letzten Monaten aus dem Boden gestampft wurden und denen nun von einem Tag auf den anderen der komplette freie Markt kaputt gemacht wurde.

Heute kommt die Virtual-Reality-Brille PlayStation VR für die PlayStation 4 auf den Markt. Viele Beobachter glauben, wenn sich diese nicht durchsetzt, dann wird es wieder für einige Jahre still auf dem VR-Markt werden. Aber nicht jeder besitzt eine PS4 und nicht jeder, der eine besitzt, möchte sich für viel Geld die Neuerscheinung direkt kaufen. Aber es gibt auch preisgünstige VR-Alternativen. Unser Autor Mr. Haze Amaze hat sich im folgenden Artikel für euch mit dieser Thematik beschäftigt.

 

 

Viele Cannabiskonsumenten kennen das: Einer aus der Runde zieht am Joint und sagt danach etwas wie „Woah, das Zeug hat mich ins Weltall geschossen“ oder etwas wie „Ich hab mich gefühlt wie in einer anderen Welt!“ Einige haben so einen Zustand noch nie erreicht, einerseits weil es gerade für Anfänger schwer ist, so viel zu rauchen ohne dabei einzuschlafen oder auch vielleicht, weil der Sprücheklopfer einfach nur übertreibt. Aber was würdest du sagen, wenn so ziemlich jeder einen sehr ähnlichen Zustand erreichen kann und das ohne fünf Joints zu rauchen? Alles was du dafür brauchst sind etwa 15 Euro und ein Smartphone.

 

Vielleicht hast du schon mal von VR oder auch Virtual Reality gehört. Dann sollten dir auch Wörter wie Oculus Rift und Google Cardboard ein Begriff sein und du weißt worauf dieser Artikel hinausläuft. Für alle anderen, die noch nie etwas von Virtual Reality gehört haben oder die ihr Wissen diesbezüglich erweitern wollen, gibt es im Folgenden eine kurze Zusammenfassung, was VR ist und wie es funktioniert:

 

Es gibt neuerdings sehr viele VR-Geräte auf dem Markt – wobei die Preise bei 12 Euro anfangen und bis über 400 Euro erreichen können – und für fast alle benötigst du zusätzlich nur noch dein Smartphone. Das Funktionsprinzip ist allerdings bei fast allen Geräten ähnlich: Man hat ein Display mit einem Splitscreen (zweigeteilter Bildschirm): eine Seite ist für das rechte, die andere Seite für das linke Auge. Dieses Display liegt hinter zwei speziellen Konvex-Linsen, welche die Darstellung auf dem Bildschirm vergrößern. Das Ganze ist dann in einer „Box“ verbaut, die man sich ähnlich wie ein Nachtsichtgerät über den Kopf zieht. Die Augen schauen dabei durch die Linsen. Der Abstand zwischen den Linsen, dem Display und deinen Augen ist so eingestellt, dass du alles, was auf dem Display geschieht, wahrnehmen kannst. Würdest du dir das Display ohne Linsen so nah vors Gesicht halten, würdest du hingegen nichts erkennen. Und das ist schon die Magie hinter der allgemeinen Technik von VR.

 

Was Virtual Reality allerdings erst wirklich interessant macht, ist die Motion-Tracking-Technik und der sogenannte „Immersionsfaktor“. Motion-Tracking erlaubt es, jede Bewegung, die du mit deinem Kopf machst, auf das Display zu übertragen. Das bedeutet, wenn du beispielsweise nach rechts schaust, bewegt sich auch das Bild auf dem Display. Es ermöglicht dir, dich in einem Video oder einem Spiel nur durch Kopfbewegungen komplett umschauen zu können. Der Immersionsfaktor beschreibt inwieweit man in die virtuelle Welt eintauchen (engl. „immerse“) kann. Beeinflusst wird das Ganze durch Faktoren wie Tragekomfort des Gerätes, dessen Gewicht oder die Abdichtung des Sichtfelds. Ein konkretes Beispiel dafür: Der Immersionsfaktor des Google-Cardboards (ca. 15 Euro) ist eher schlecht, da das Gerät aus Pappe gemacht ist, scharfe Kanten hat und Licht durch die Spalten zwischen Gesicht und Gerät eindringt. Zum Ausprobieren ist es allerdings noch ganz gut geeignet, dank des niedrigen Preises. Ein anderes Gerät wie zum Beispiel das Freefly-VR-Device hat einen höheren Immersionsfaktor, da es eine Schaumstoffpolsterung hat, einen höheren Tragekomfort aufweist und das Sichtfeld komplett einschließt – das heißt du siehst nichts mehr von deinem realen Umfeld.

 

Aber was haben jetzt ein VR-Gerät und Weed miteinander zu tun? Die Frage ist leicht zu beantworten: Total breit ein 360-Grad-Video von einem Weltraumflug quer durch das Sonnensystem in Ego-Perspektive zu schauen, ist ein atemberaubendes Erlebnis!

 

Wenn du dich jetzt immer noch fragst, wie Virtual Reality funktionieren soll, hier eine kurze Anleitung: Kauf dir (für den Anfang) ein Google-Cardboard für 15 Euro, lade dir eine VR-App auf dein Handy, stecke das Handy ins Cardboard und los geht’s!

 

Es gibt momentan sowohl für Apple als auch für Android sehr viele coole Apps. Diese Liste mit zehn der besten VR-Angebote kann dir bei deiner Entscheidung helfen:

 

1. Within (360°-Videos)

2. Cosmic Rollercoaster (ein Flug durchs Weltall)

3. Insidious Chapter 3 VR (Horror-360°-Video, „Vorschau“ zum Film)

4. Discovery VR (360°-Dokumentationen)

5. Orbulus (360°-Fotos von berühmten Orten)

6. 11:57 (360°-Horror-Video)

7. A Chair in a Room (Horror-Spiel)

8. Vanguard V (Weltraum-Spiel)

9. A Time in Space ( 360°-Weltraum-Video)

10. AAA VR Cinema (Video-Player)

 

Falls dir diese Apps nicht gefallen sollten kannst du dich gerne auch noch selbst auf die Suche machen. Die Website wearvr.com bietet eine Vielzahl an Apps und Spielereien für alle Betriebssysteme und Geräte.

 

Und jetzt mach es dir gemütlich und schnapp dir ein VR-Gerät. Flieg durch den Weltraum, schwimm im Ozean mit riesigen Walen oder mach dir in die Hose, weil du mit einer gruseligen Frau im weißen Kleid in einem dunklen Kellerraum eingesperrt bist. Es gibt soviel zu entdecken – und dafür musst du nicht mal deine Couch verlassen.

 

Ausblick: Wer meint, dass eine Virtual-Reality-Brille zu langweilig ist, der sollte mit Spannung nach Utah schauen. Dort soll schon in naher Zukunft ein komplettes Gebäude zu virtuellen Realität „umgebaut“ werden, sodass man KOMPLETT eintauchen kann. Das ganze nennt sich Hyper Reality und auf thevoid.com könnt ihr euch schon mal einen ersten Eindruck dazu verschaffen.

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