Highway

Die Zeit ist reif. Von allen Seiten werden die Rufe nach einer Legalisierung der Kulturpflanze Cannabis immer lauter, viele Länder Europas akzeptieren bereits still und heimlich die neue gesellschaftliche Realität. In vielen Bundesstaaten Amerikas ist Cannabis bereits erlaubt, Kanada legalisiert in Kürze landesweit.

Highway ist das neue Cannabismagazin für Deutschland, Österreich und die Schweiz, das dem geneigten Leser die Wartezeit bis zur Legalisierung mit frischer und hochwertiger Gestaltung, interessanten und sorgfältig geschriebenen Artikeln und einem spannenden Mix aus Entertainment und Information versüßt.

Highway versteht sich als Sprachrohr der neuen Generation von Cannabiskonsumenten – Konsumenten aus allen Gesellschaftsschichten, die sich nicht aufgrund ihres Cannabiskonsums einer bestimmten Gruppe zuordnen lassen (möchten). Ein junges und professionelles Team von Journalisten und Kommunikations-Designern treibt das Magazin voran. Dieses Magazin bedient keine Vorurteile – es räumt mit ihnen auf!

Highway erscheint alle zwei Monate zu einem Verkaufspreis von 2,30 €.

Inhalte der ersten Ausgabe (Auswahl):

Titelstory: USA im Umbruch – Cannabis legal? Das Millionengeschäft mit Marihuana
Systemvergleich: USA vs. Holland – Partielle Legalisierung vs. Politik des Wegschauens
Artikel: Sparen, aber wo? Sparmaßnahmen beim Cannabisanbau
Sorten: Die Marihuana-Varietäten „American Kush“ sowie „Green Crack“ auf dem Prüfstand
News: Aktuelle Entwicklungen aus Deutschland, Österreich und der ganzen Welt
Medizin: Medizinische Cannabis-Nachrichten sowie Artikel über die Besonderheiten des Anbaus von medizinischem Marihuana
Szeneberichte: Berühmte Cannabiskonsumenten und Cannabis konsumierende Berühmtheiten – in dieser Ausgabe unter anderem mit Louis Armstrong
Artikel: Reine Frauensache! Sexismus im Grow-Raum
Artikel: Mango Madness! Können Mangos wirklich das High verlängern oder intensivieren?
Artikel: Kein Geruch – kein Problem, Geruchsvermeidung beim Anbau

Die Erstausgabe (01/2016) von Highway ist ab dem 29. Januar im gut sortierten Kiosk und in ausgewählten Head- und Growshops erhältlich.

Die Cannabispflanze produziert eine Menge unterschiedlicher Cannabinoide, nicht zuletzt das beliebt-berüchtigte Tetrahydrocannabinol. Doch auch das immer häufiger genutzte und untersuchte CBD ist in aller Munde. In diesem Artikel gibt Grow-Guru Mr. José einen Überblick über die wichtigsten Cannabinoide.

 

THC

THC – Delta-9-Tetrahydrocannbinol – zählt zu den psychoaktiven Cannabinoiden und ist der mit Abstand berühmteste Vertreter. Dies liegt daran, dass THC den größten Einfluss auf das Rauscherlebnis nach dem Cannabiskonsum hat. Die Auswirkungen hängen von der Dosis ab, beginnen bei guter Laune und können bei Einnahme von großen Mengen bei eingeschränkter Koordination und Gedächtnisfunktion enden.

 

 

 

CBD

Neben THC ist in der Cannabispflanze auch Cannabidiol (CBD) zu finden. Die ernsthafte Forschung zu CBD steckt noch in den Kinderschuhen und fördert laufend neue Erkenntnisse zu Tage, etwa zu den Auswirkungen von CBD auf den menschlichen Körper oder zum komplexen Verhältnis von CBD und THC. Der CBD-Anteil an den gesamten Cannabinoiden kann von Pflanze zu Pflanze sehr unterschiedlich ausfallen. Der CBD-Anteil des Endprodukts, der Blüten, hängt auch vom Zeitpunkt der Ernte ab.

CBD zählt nicht zu den psychoaktiven Cannabinoiden und zeichnet sich durch beruhigende und schmerzstillende Wirkung aus. Dadurch ist CBD aus medizinischer Sicht ein äußerst nützlicher Stoff: Er lindert Krämpfe, Entzündungen, Übelkeit, kann eventuell das Wachstum von Tumorzellen eindämmen und auch seine Auswirkungen bei Schizophrenie und multipler Sklerose werden getestet. Auf dem Markt tauchen daher zunehmend Cannabissorten mit höherem CBD-Gehalt zu Ungunsten des THC-Gehalts auf.

 

CBN

Das Cannabinoid Cannabinol (CBN) wird nicht während Wachstums- oder Blütephase durch die Pflanze produziert, sondern entsteht erst beim Abbau von THC. Es ist nicht psychoaktiv. Einen niedrigen CBN-Gehalt findet man in frisch geernteten Cannabispflanzen. Durch falsche Trocknung und Lagerung wird der Cannabinol-Anteil auf Kosten des THC-Gehalts erhöht. Durch eine richtige, langsame Trocknung (im Dunkeln, gute Belüftung und Temperatur um 18 °C) und richtige Lagerung (im Dunkeln, kühle Umgebung, verhinderte Luftzufuhr) kann der CBN-Anteil minimiert werden.

 

CBC

Cannabichromen (CBC) hat keine direkten Auswirkungen auf die Psyche. Allerdings wird angenommen, dass CBC die Auswirkungen von CBD und THC erhöht, so vor allem die schmerzstillenden Wirkungen.

 

THCV

Tetrahydrocannabivarin (THCV) und Delta-8-trans-Tetrahydrocannabinol werden im Allgemeinen zum THC gezählt, da sie ähnliche Wirkungen wie dieses aufweisen und da ihr Gesamtanteil an den Cannabinoiden äußerst gering ist. Neben diesen und vielen weiteren Cannabinoiden sind in Cannabispflanzen außerdem eine Reihe anderer Wirkstoffe vertreten.

Altmeister und Ex-Haschisch-Weltmarktführer Howard Marks alias Mr. Nice hat einen kultigen Cameoauftritt im Englischen Film Human Traffic von 1999 und erklärt die „Spliff Politik“, die Verhaltensregeln des Joint-Herumreichens. Eigentlich geht es in diesem Film um fünf Mittzwanziger, die ein Wochenende voller Drogen verbringen. Schauspieler sind unter anderem Danny Dyer, der hier sein Debüt gab, und John Simm.

Wie Reuters berichtet, kann angenommen werden, dass der mexikanische Kongress im Mai den medizinischen Einsatz von Cannabis freigeben wird, da verschiedene Parteien die geplante Gesetzesänderung befürworten. Die Bevölkerung Mexikos geht sogar auch noch weiter und wünscht sich in der Mehrheit eine komplette Legalisierung von Cannabis. Das ist von der Regierung jedoch nicht vorgesehen. Die amerikanische Firma Privateer Holdings schätzt den Cannabismarkt in Mexiko bei einer kompletten Legalisierung auf annähernd zwei Milliarden Dollar pro Jahr.

 

Eigentlich sollten solche Meldungen gar nicht veröffentlicht werden müssen: Schaut man nach Amerika, findet man Hunderte von Schauspielern, die ganz öffentlich zu ihrem Graskonsum stehen und darüber reden oder halt auch nicht. In Deutschland ist es jedoch eine Sensation, wenn eine Tatort-Kommissarin – Maria Furtwängler – im Magazin „Stern“ gesteht, vor Jahrzehnten mal ein paar Haschisch-Joints geraucht zu haben. Auch habe sie im Garten der Mutter zehn Cannabispflanzen angebaut, die allerdings vor der Ernte geklaut wurden. Außerdem ist im „Stern“ zu erfahren, dass sie Besitzerin von einer vermutlich schon abgelaufenen Ecstasy-Tablette ist.

 

Aber dennoch: Man darf sich über jeden Promi freuen, der der deutschen Öffentlichkeit mitteilt, dass nichts dabei ist, wenn man kifft. Daher also: Vielen Dank, Maria Furtwängler.

 

Artist: Social Contact

Titel: Blunts and Liquor

Genre: Rap

Jahr: 1999

 

Prägnante Line: When I die bury me with a ton of Purple Haze

 

Trotz des Namens ist Social Contact ziemlich unbekannt. Im Internet ist auch bloß die Vinyl-Single „Money & The Scuma“ aus dem Jahr 1999 erhältlich, bei „Blunts and Liquor“ handelt es sich um die B-Seite. Angenehmer Weed-Rap aus den letzten Momenten des ausgehenden Jahrtausends – unbedingt reinhören!

Sensi Seeds kreuzte für diesen Strain die klassische Skunk #1 mit dem Afghani-Strain, ebenfalls Elternpflanze der Skunk #1 selbst. Nicht nur der Geruch ist für Skunk typisch heftig, auch die Wirkung dieser Sorte kann so bezeichnet werden. Sensi Seeds wirbt damit, dass Super Skunk eine der ganz wenigen Sorten ist, für die für das Rauchen eventuell mehr Erfahrung benötigt wird als für den Anbau. Die Blütezeit beträgt bis zu 50 Tage. In der Regel wird Super Skunk indoor angebaut. Samen sind auch in einer feminisierten Variante erhältlich.

 

 Super Skunk-Pflanzen

Bis heute wird der Ursprung der White Widow in den 1990er-Jahren diskutiert, erhältlich sind Samen von den verschiedensten Samenbanken. Die Pflanze auf unserem Foto stammt aus dem Hause Dutch Passion. Die Samenbank Green House Seed Company gewann 1995 mit White Widow den High Times Cannabis Cup. Unbestritten ist diese Sorte eine der berühmtesten der Welt – wenn nicht sogar die berühmteste. Da verschiedene Züchter die White Widow anbieten, schlägt mal mehr der Indica- und mal mehr der Sativa-Part durch, die meisten großen Samenbanken bieten jedoch eine genetisch betrachtet indica-dominante Witwe an. Die Wirkung bedient sich jedoch kräftig auf beiden Seiten. Der Anbau kann auch outdoor erfolgen, den Meisten ist White Widow jedoch als klassische Indoor-Sorte bekannt – bei versierten und unerfahrenen Growern gleichmaßen beliebt. Die Blütezeit liegt bei 60 Tagen. Ihren Namen verdankt sie dem Überzug aus Trichomen, der schon einiges von der Wirkung ahnen lässt. Bei den Elternpflanzen handelt es sich um brasilianische und indische Landrassen. Die White Widow selbst hat ihre Gene an eine Vielzahl von Sorten weitergegeben.

 

White-Widow-Pflanzen

Alle Fotos von Dutch Passion: www.dutchpassion.nl/de/

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