Highway

Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit – das trifft nicht nur auf den so besungenen Tannenbaum zu, nein auch auf die heimisch kultivierte Cannabispflanze. Und so schmückte ein nicht näher definiertes Pärchen aus Cheltenham im Südwesten Englands vergangenes Wochenende zu Weihnachten ihre schönste Cannabispflanze mit Lametta, Baumkugeln und Lichtern. Sogar ein goldener Engel schmückte die Baumspitze – doof nur, dass die Polizei ihre Wohnung im Zuge einer Drogenrazzia durchsuchte. So konnte die Polizei allerdings die festliche Seite des Cannabisanbaus kennenlernen und schoss zur Freude aller (außer der beiden Verhafteten) ein Foto von der ungewöhnlichen Weihnachtsdekoration im durchsuchten Haus. Außerdem wurden noch weitere Pflanzen und Anbauequipment vorgefunden.

 

 

Vielleicht mussten die beiden ihren Führerschein wegen Cannabis abgeben? Oder wie sind ein 40-jähriger Deutscher und ein 33-jähriger Mann aus Bosnien sonst auf die Idee gekommen, eine Reise durch Bayern mit dem Zug zu unternehmen? Denn ihr Reisegepäck wäre wohl in einem Auto besser aufgehoben gewesen:

 

Beamte der Schleierfahndung kontrollierten vergangenen Donnerstag die Passagiere in einem Zug in Richtung München. Bereits beim Öffnen eines Zugabteils stieg ihnen dabei starker Marihuanageruch in die Nase – die Quelle, das Gepäck der beiden Männer, war dabei schnell ausgemacht.

 

In den Habseligkeiten der Männer konnte die Polizei dabei nicht nur 5,5 Kilogramm Marihuana und einige Cannabissamen finden – sogar mehrere lebende Cannabispflanzen hatten die beiden dabei. Wie das „Traunsteiner Tageblatt“ mitteilte, wurden die beiden vorläufig festgenommen und an die Kriminalpolizei übergeben. Die Staatsanwaltschaft Traunstein erließ Haftbefehl gegen beide Männer.

 

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Ein schönes Weihnachtsgeschenk für Georgien: Das georgische Verfassungsgericht beschloss laut der Website „Grusija Online“ nun, dass gerichtliche Strafen für Aufbewahrung, Herstellung und Konsum von Cannabismengen bis zu 70 Gramm nicht mehr zulässig seien. Die entsprechenden Gesetze wurden als „inhuman“ bezeichnet und abgeschafft. Der Handel mit Cannabis ist allerdings immer noch illegal und wird verfolgt.

 

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Nach Jahrzehnten der Prohibition hat die Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Oregon eine Goldgräberstimmung ausgelöst. Der Unternehmer Jeremy Plumb kifft seit seiner Jugend. Nun will er die Droge neu erfinden und damit weltweit eine medizinische Revolution auslösen. Eine Reportage von Dominik Wurnig.

 

Jeremy Plumb wandert mit schnellen Schritten zwischen den kleinen Tischen der Little-T-Bäckerei im Südosten von Portland hin und her. Am Handy spricht er hektisch mit seinem Geschäftspartner – es gilt, schnell Entscheidungen zu treffen. Mit seiner engen Hose, dem lockeren Hemd und der großen Hornbrille sieht er aus wie einer der vielen Hipster hier in Portland. Als er endlich das Telefon zur Seite legt und mich – den Journalisten aus Deutschland – begrüßt, wird er noch aufgeregter. Er will mich von seiner Vision überzeugen: der Neuerfindung von Cannabis. Wie ein Wasserfall strömen die Modeworte über mich (start healing yourself, enhancement drug, re-shaping the conversation, organic, sustainable, craft revolution, cannabis culture, once in a lifetime opportunity).

 

Während mein Eistee ausgetrunken und mein Mohnkuchen längst aufgegessen ist, hat Plumb sein Getränk noch nicht mal angerührt. Zu beschäftigt ist er damit, mir von seinem Plan zu erzählen. Jeremy Plumb ist kein 08/15-Unternehmer – er ist legaler Grasdealer, betreibt ein Cannabis-Labor, und ein hochmodernes Glashaus zum Marihuana-Anbau wird demnächst gebaut. Plumb hat als Start-up-Gründer gelernt, innerhalb kurzer Zeit sein Gegenüber von seinen Plänen zu überzeugen. „Ich habe alles andere aufgegeben, um an dieser Innovation zu arbeiten“, sagt Plumb. „Dieses Modell der kleinen, handwerklichen Marihuana-Bauern, das wir in Oregon erschaffen wollen, kann weltweit wiederholt und exportiert werden.“ Nach einer Stunde greift er schließlich wieder zum Telefon, um die eingegangen Nachrichten abzuarbeiten. Zu viel steht auf dem Spiel, um sich aufhalten zu lassen.

 

Kiffen ist in Oregon erlaubt

Nach der Legalisierung von medizinischem Marihuana dürfen seit Oktober 2015 Erwachsene im Westküsten-Bundesstaat Oregon Gras auch für die Freizeitnutzung (Englisch: recreational use) anbauen, verkaufen und konsumieren. Obwohl nun erlaubt, ist der Kampf aber noch nicht gewonnen. Denn was hier legal ist, bringt einen in den meisten Bundesstaaten der USA noch immer ins Gefängnis. Die Bundesregierung könnte auch theoretisch jederzeit ihre Haltung ändern und den Grasbauern und -dealern durch die Bundesdrogenpolizei DEA die Geschäftsgrundlage zerstören. Denn nach dem Bundesgesetz ist Marihuana nach wie vor strafbar. Die Cannabis-Verkaufsläden in Oregon sind mit enormen bürokratischen und steuerlichen Hürden konfrontiert, da die Bundesregierung sich weiter gegen die Freigabe von Marihuana stellt. Wie die Entwicklung im Jahr 2017 unter dem neuen Präsidenten Donald Trump weitergeht, wird sich noch zeigen. Parallel zu seiner Wahl wurde am 8. November in vielen weiteren Staaten Cannabis zu freizeitlichen und medizinischen Zwecken legalisiert (wir berichten in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ausführlich darüber), was den Druck auf die neue Regierung unter Trump, Marihuana flächendeckend zu legalisieren, erhöhen dürfte, beziehungsweise ihm diese Entscheidung leichter machen könnte.

 

Noch fehlt es an klaren Regeln, denn die ersten Erfahrungen im Umgang mit erlaubtem Cannabis werden nach Jahrzehnten der Prohibition gerade erst gemacht. Die nächsten Jahre werden entscheiden, ob die liberale Drogenpolitik einiger Bundesstaaten (neben Oregon auch Colorado, Alaska und Washington State sowie die Hauptstadt Washington, D.C.) erfolgreich ist und womöglich für die ganzen USA, aber auch Deutschland zum Vorbild werden könnte. Seit dem 8. November 2016 steht nun fest, dass auch Kalifornien, Maine, Massachusetts und Nevada Cannabis für Erwachsene freigeben. Wenn allerdings das liberale Experiment Probleme schaffen sollte, statt sie zu lösen, könnte es auch schnell wieder vorbei sein. Die Protagonisten der Cannabis-Szene in Portland sind sich des engen Zeitfensters bewusst: Jetzt oder nie gilt es, die Grundlagen zu schaffen für einen modernen Umgang mit der Droge. Ein biologisches, nachhaltiges und lokal produziertes Qualitätsprodukt schwebt Jeremy Plumb und seinen Partnern vor. Das Feld soll weder den großen Pharmakonzernen noch der Tabakindustrie überlassen werden. In der Hipster-Hauptstadt Portland, wo jeder Craftbeer trinkt, es zum guten Ton gehört, seine eigenen Bio-Hühner zu halten, wo Vintage-Kleidung sowie Bärte schick sind, da wird Gras wie ein guter Wein verkauft: Weg vom Kiffer-Image hin zum Lifestyle-Produkt, das die Gemütslage steuert und Spaß macht.

 

Gras aus der Edelboutique

Ein grün leuchtendes Kreuz im Schaufenster und ein kleines rotes Schild: Man könnte leicht an Farma“ vorbeifahren, denn das Understatement ist Programm. Die Dispensary (so heißen die lizenzierten Gras-Läden in den Vereinigten Staaten) von Plumb und seinen drei Partnern ist das Herzstück ihres Plans, Cannabis neu zu erfinden. Das Geschäft sieht anders aus, als es sich jemand ohne Berührungspunkte, aber dafür mit den gängigen Klischees im Kopf, vorstellen würde: Bob-Marley-Poster, Kiffer-Devotionalien, Reggaemusik und verruchte Atmosphäre sucht man hier vergeblich. Stattdessen weiße Wände, blitzblankes Glas, dunkles Holz, elektronische Musik: Farma erinnert eher an einen Apple-Laden. Die Verkäufer sind kompetent, redegewandt, freundlich, und nebenbei sehen sie auch noch ziemlich gut aus: bemalte Haut, getrimmte Bärte, gepiercte Haut. Die Wochenzeitung „Williamette Week“ beschreibt Farma so: Bring deine Babyboomer-Eltern an diesen Ort, dann verstehen sie, dass Cannabis tatsächlich eine Medizin ist – und werden es lieben.

 

Ziel all dieser Bemühungen ist es, das Image von Cannabis zu ändern. Im Narrativ der Prohibition war Cannabis etwas Trauriges, Gefährliches und Negatives, sagt der Mitbegründer von Farma, Sam Heywood: „Wir haben viel Zeit damit verbracht, den Schaden wieder gutzumachen.“ Dass es nun nicht mehr verboten und verpönt ist, macht Cannabis nur für kurze Zeit interessant. Aber Gras soll nicht darüber definiert werden, was es nicht ist. „Aber was ist Cannabis?“, fragt Heywood und gibt die Antwort direkt selbst: „Ein Werkzeug, um das Leben der Leute zu verbessern. Es soll helfen, ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen.“ Das neue Branding von Cannabis soll auch Spaß vermitteln. Und romantisch sein. „Cannabis bringt Leute zusammen, liefert tolle Erkenntnisse über sich und andere, Musik klingt damit besser. Es gibt viele Arten, wie Cannabis eine wunderbare Erfahrung hervorruft. Das ist der andere Teil des Narrativs“, sagt Heywood.

 

Im Eingangsbereich bei der Ausweiskontrolle – nur wer über 21 Jahre alt ist, darf in den Laden – kommt es an diesem Mittwochnachmittag bei Farma es immer wieder zu Warteschlangen. Nacheinander: Ein junges Touristenpärchen, ein einbeiniger Rollstuhlfahrer, ein bärtiger Mann in den Zwanzigern, zwei ältere Frauen mit Gehstock, ein Paar mit Hund. Die Kunden lassen sich grob in zwei Gruppen teilen: die Jungen, die Spaß suchen, und jene, die das Gras brauchen, weil sie Schmerzen haben, zum Beispiel, weil sie gerade eine Chemotherapie durchlaufen. „Was für ein Erlebnis suchst du?“, fragen die Farma-Verkäufer üblicherweise am Anfang des Verkaufsgesprächs. Die meisten Kunden wollen eine Sorte Gras, welches sie lustig stimmt, glücklich macht und zum Kichern anregt. Wichtig ist den Kunden auch, dass das Kraut keine Angstzustände hervorruft. „Purple Kush ist mein persönlicher Favorit. Es entspannt ein bisschen, zieht dich aber nicht zu sehr runter. Auch im Kopf macht es dich ein klein wenig high“, sagt der Verkäufer Sean Mager zu dem Kunden Joshua Justice, während er nie den Augenkontakt verliert. Drei Qualifikationen müssen die Verkäufer mitbringen: Menschen lieben, einen Bezug zu Marihuana haben und neugierig sein, mehr über die Pflanzen zu lernen. Jede Woche gibt es Fortbildungen, die Verkäufer sollen zu „Weed-Ninjas“ ausgebildet werden, wie es Heywood schmunzelnd nennt...

 

...dies stellt nur den Einstieg der kompletten Reportage dar. In Highway – Das Cannabismagazin 01/2017 berichten wir auf 10 Seiten ausführlichst und mit vielen Fotos über die Farma-Dispensary. Außerdem findest du in Highway – Das Cannabismagazin weitere Infos über den Cannabis-Anbau, News und Entertainment. Die neue Ausgabe (01/2017) ist seit vorgestern für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich.

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Ein häufiges Problem von Growern ist der Anfang des Vegetationszyklus selbst. Dabei kommen nicht nur Anfänger sondern auch fortgeschrittene Züchter in Schwierigkeiten. Ein typisches Beispiel dafür ist die Situation, wenn Stecklinge in das vorbereitete System eingepflanzt werden sollen und man sich darauf freut, dass sie anfangen, üppig zu gedeihen. Aber stattdessen wird man durch welkende und vergilbende Pflanzen überrascht, an denen höchstens hier und da eine Blüte erscheint, die den Vorstellungen entspricht. Das erste, das den meisten Growern dazu einfällt, ist: „Wir haben schlechte Steckis!‟ In den meisten Fällen liegt der Fehler aber woanders, wie Highway-Autor Mr. José weiß!

Mr. José

 

Indoor-Grower haben gegenüber Outdoor-Growern viele Möglichkeiten, die klimatischen Bedingungen, in denen die Pflanzen wachsen, zu beeinflussen. Von diesen Vorteilen macht allerdings bei weitem nicht jeder Gebrauch. Häufig ist zu beobachten, dass Grower bei der ersten Ernte alles sehr sorgfältig machen. Dann, nach dem Eintreten des ersten Erfolgs, ruhen sie sich aber auf ihren Lorbeeren aus und fangen an, das Growen ein wenig schleifen zu lassen. Nach einigen Ernten lassen sie den Pflanzen schon nicht mehr die gesamte Pflege zukommen, die möglich wäre. Dann entsteht irgendwann das paradoxe bis schizophrene Gefühl – „je länger ich züchte, desto schlechter sind meine Ergebnisse“.

 

Aber zum Thema: Das Verwelken, Vergilben und Absterben von Stecklingen (oder auch „Klone“ genannt) wird gewöhnlich durch das Vernachlässigen der Grundlagen des Indoor-Züchtens verursacht. Damit man diese unangenehme Situation vermeidet, sollte man bei der Arbeit immer 100 Prozent geben. Wenn man schon den Start verschläft, kann man das nicht wieder aufholen. Ich persönlich halte einen Grundsatz ein: „Besser 14 Tage verlieren als zweieinhalb Monate“. Wenn die Steckis nach zehn bis 14 Tagen miserabel aussehen, ist es besser, sie zu entsorgen und von neuem sowie sorgfältiger anzufangen. Das ist allerdings eine krasse Lösung. Daher soll nun erörtert werden, was unbedingt nötig ist, damit man dieser Lösung ausweichen und die Grundlagen einer reichen und köstlichen Ernte legen kann.

 

Bevor die Steckis ankommen

Die Klone müssen in eine vorbereitete Umgebung gebracht werden. Ein dreitägiger Aufenthalt in einer finsteren Schachtel bekommt ihrer Gesundheit mit Sicherheit nicht. Die neue Heimat muss sauber und aufgeräumt sein, das Medium und das Bewässerungssystem (falls vorhanden) vorbereitet und funktionsfähig. In jeder Growumgebung (im Folgenden „Plantage“ genannt) sollte es zudem einen Luftbefeuchter geben. Die Plantage sollte auch präventiv mit einem Spray gegen Kriech- und Fluginsekten, die auf Nahrung in Form der kostbaren Pflänzchen warten könnten, gespritzt werden. Die benötigten Düngemittel sowie weitere Nährstoffe und Schutzmittel sollten noch vor den Klonen gekauft werden, damit man nicht plötzlich ohne dasteht. Wenn man die Plantage dementsprechend vorbereitet hat, hindert einen nichts mehr daran, die Stecklinge zu holen – der erste Schritt zum Erfolg ist bereits getan.

 

Kontrolle der Stecklinge

Der Zustand der Stecklinge muss sorgfältig kontrolliert werden, damit man sich sicher sein kann, auch ja nichts zu übersehen. Es kann beispielsweise passieren, dass die Klone von irgendeinem Parasiten befallen werden. Parasiten vermehren sich sehr schnell, also können bereits zwei Individuen eine Katastrophe bedeuten. Da die Behandlung mit einem Insektizid für die kleinen Steckis nicht angenehm ist, sollten die Eindringlinge eventuell besser mit einem feuchtem Läppchen erledigt werden. Anschließend muss regelmäßig kontrolliert werden, ob nicht doch noch einer überlebt hat. Die Kontrolle muss auch im Bereich der Wurzeln durchgeführt werden, weil sich auch hier einiges Ungeziefer breitmachen kann. Von den Wurzeln lässt es sich allerdings viel schwerer beseitigen, also sollte man diese Kontrolle in Gegenwart desjenigen durchführen, von dem die Stecklinge stammen...

 

Einpflanzen und die Wurzeln unterstützen

Beim Einpflanzen der Stecklinge ist es Zeit für die erste Pflanzenbehandlung. Damit schützt man sie verlässlich vor Pilzkrankheiten – und das für die Dauer von zwei bis drei Wochen. Die Behandlung wird durch Einweichen in ein Fungizid durchgeführt. Der Wurzelteil der Pflänzchen wird in eine vorbereitete Lösung mit dem Fungizid eingetaucht und gleich danach werden sie eingepflanzt. Beim Einpflanzen selbst muss auch auf die Wurzeln geachtet werden. Das heißt, sie sollten so wenig wie möglich zerdrückt oder anderweitig beschädigt werden. Hinsichtlich der Einpflanzung gibt es je nach genutztem System beziehungsweise Medium kleine Unterschiede.

 

Wenn man die Steckis in Rockwool-Würfel (7 x 7 cm bis 10 x 10 cm) einpflanzt, lohnt es sich, sie darin zunächst Wurzeln schlagen zu lassen. Dafür werden die Würfel nicht nur mit dem Fungizid behandelt, sondern auch gründlich in eine Wasserlösung mit einem Wurzelstimulator getaucht, bevor sie in die Würfel gesetzt werden. Danach werden die Würfel für ungefähr sieben Tage nebeneinander unter der Lampe (die etwa einen Meter entfernt sein sollte) aufgestellt – nun beginnen die Wurzeln an der Unterseite der Würfel zu sprießen. Anschließend werden die Würfel in das vorbereitete System eingepflanzt. Wenn man die Klone direkt in das Substrat einpflanzt, sollten ebenfalls das Fungizid sowie ein Wurzelstimulator eingesetzt werden.

 

Vorsicht beim Gießen

Die meisten Fehler werden beim Gießen gemacht....

 

...und mehr darüber kann man in der aktuellen Ausgabe 01/2017 von Highway – Das Cannabismagazin erfahren, wo der komplette Artikel abgedruckt ist. Dort erfährt man alles Weitere zur richtigen Pflege der Stecklinge, unter anderem zu diesen Themen: „Vorsicht beim Gießen“, „Unterschiede bei der Feuchtigkeit wirken Wunder“, „Wärme – eine mächtige Kraft“, „Wurzelstimulator und Dünger“, „Alles stimmt und die Stecklinge welken doch“, „Bares Geld sparen“ und viel mehr.

 

Außerdem findest du in Highway – Das Cannabismagazin weitere Infos über den Cannabis-Anbau, News und Entertainment. Die neue Ausgabe (01/2017) ist seit gestern für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich.

 

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Langsam gehen uns die Einleitungen für solche Begebenheiten aus. Schon mehrfach in diesem nun ausklingenden Jahr haben wir Artikel auf unserer Website mit Auflistungen begonnen, auf welche Art und Weise sich Cannabiskonsumenten und -dealer im Jahr 2016 selbst in die Gefängnisse gebracht haben – die letzte Meldung dieser Art ist erst von gestern, wo wir von einem 21-jährigen Weed-Dealer berichteten, der zu faul war, die Treppe herunterzugehen und das Gras einfach aus dem Fenster warf.

 

Nun ja, auch heute haben wir wieder Lach- und Sachgeschichten aus der Realität mitgebracht: Zu verdanken haben wir diese schöne Story der „Passauer Neuen Presse“, die zuerst über diesen Fall berichtete, sowie zwei Spezialisten aus dem Raum Ringelai, einem bayrischen Dorf mit exakt 1.899 Einwohnern. Die beiden Männer hatten vergangene Woche bei einem dort ansässigen Marihuana-Dealer Gras für 100 Euro bestellt und fühlten sich nach der Übergabe betrogen, es sei zu wenig gewesen.

 

Also fuhren die beiden, natürlich nach einer kleinen Kostprobe der Ware, mit dem Auto zu dem Wohnsitz des Dealers und klingelten bei ihm, allerdings öffnete niemand die Tür. Außer sich vor Wut fällten die beiden einen Entschluss, der wirklich in keinster Weise nachzuvollziehen ist: Sie riefen die Polizei und meldeten einen Betrug. Einen Gras-Betrug. Sie hätten zu wenig Gras fürs Geld erhalten. Da staunte die Polizei nicht schlecht und rückte gleich mal aus.

 

Das Ergebnis der Polizeiaktion erstaunt hingegen wenig: Sowohl der Dealer als auch die beiden Käufer müssen sich nun nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten. Und das in Bayern. Außerdem durfte der Autofahrer noch zum Drogentest, der natürlich positiv ausfiel und somit zu Fahrverbot sowie Strafzahlungen führen wird.

 

Darum treten wir nach wie vor für die Legalisierung ein! Denn auch die total Verblödeten sollen nicht unter der Prohibition leiden müssen.

 

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In der Frankfurter Oberwiesenstraße konnte ein Zivilbeamter am Donnerstagabend zufällig einen Cannabisdealer beobachten, wie er einen seiner Kunden belieferte. Dies war dem Zivilpolizisten möglich, da sich der Dealer bei der Transaktion innerhalb seiner Wohnung aufhielt, sein Kunde stand hingegen noch auf der Straße: dieser warf 20 Euro in den Briefkasten des 21-jährigen Dealers, woraufhin der dem 24-jährigen Käufer das somit bezahlte Gras aus dem Fenster auf die Straße warf.

 

Wie „Journal Frankfurt“ berichtet, wurden die beiden Männer daraufhin festgenommen und die Wohnung des 21-Jährigen durchsucht. Dabei wurden Cannabisprodukte im zweistelligen Grammbereich, Cannabissamen, Ecstasy-Tabletten und drei Schreckschusspistolen aufgefunden. Für beide Männer war es nicht der erste Kontakt mit der Polizei aufgrund von Betäubungsmitteln, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften sie aber wieder nach Hause.

 

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Österreich ist Deutschland gegenüber einen Schritt weiter, denn dort dürfen Cannabis-Stecklinge gehandelt werden – offiziell nur zu Zierzwecken, aber dennoch werden jede Woche Zehntausende verkauft. Und sicher nicht zu Zierzwecken. Ein Unternehmen, dass mitverantwortlich dafür ist, dass die Gesetzeslage dies inzwischen erlaubt, ist Flowery Field mit Sitz in Wien.

 

Deren Geschäftsführer Alexander Kristen zog dieses Jahr vors Verfassungsgericht, denn er möchte auch in das Geschäft mit THC-haltigen Blüten einsteigen – nicht solchen zum Freizeitspaß, sondern allein zu medizinischen Zwecken. Doch THC-haltiges Cannabis darf in Österreich nur die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) anbauen. Im Schnitt produziert die AGES 90 Kilogramm pro Jahr. Diese Agentur, übrigens eine rein gewinnorientierte GmbH, stellt eine Gemeinschaftskooperation von Landwirtschaftsministerium und Gesundheitsministerium dar. Zweck: Cannabis anbauen und nach Deutschland an die Bionorica AG (unter anderem Hersteller von Sinupret und Bronchipret) verticken, die daraus dann überteuertes Dronabinol herstellt. Das wird von Österreich (und auch anderen Ländern) dann wieder eingekauft und an Cannabispatienten weitergegeben (oder auch nicht, da es sich die meisten nicht leisten können).

 

Da die Bionorica AG, ein Unternehmen mit 244,3 Millionen Euro Umsatz in 2015, durch diese Deals mit der AGES als privates Unternehmen ordentliche Gewinne erwirtschaftet, hat das Cannabis-Monopol des österreichischen Staates keinerlei Berechtigung, findet Alexander Kristen. Wie „Der Standard“ im März 2016 berichtete, bedeutet dies nach seiner Ansicht den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung im Sinne des Kartellgesetzes: Theoretisch wäre es der AGES laut dem österreichischen Suchtmittelgesetz erlaubt, eine Tochtergesellschaft zu gründen, an der sich dann Private wie etwa Flowery Field beteiligen könnten. Dies möchte die AGES allerdings auch nicht. Und so stellt die AGES ein Unternehmen dar, das keinerlei Wettbewerb ausgesetzt ist. So kann es außerdem Mengen und Preise frei bestimmen, was sogar gegen das öffentliche Interesse an einer ausreichenden medizinischen Versorgung verstoße.

 

Ende vergangener Woche sprach das österreichische Verfassungsgericht nun sein Urteil – dabei folgt es den Ansichten Kristens allerdings nicht. Laut dem Verfassungsgericht dient die Alleinstellung der AGES bei Medizinalcannabis der Missbrauchsprävention: „Die Einschränkung des erlaubten Anbaus der Cannabispflanze auf eine im Eigentum der Republik Österreich stehende Gesellschaft gewährleistet in verfassungsrechtlich vertretbarer Weise die zur Hintanhaltung des Missbrauches und damit die zum Schutz der Gesundheit erforderliche Kontrolle.“ Es werde weder der rechtspolitische Gestaltungsspielraum überschritten, noch sei die Alleinstellung mit einem „Eingriff in das Grundrecht auf Erwerbsfreiheit und auf Unversehrtheit des Eigentums“ gleichzusetzen. Behauptet das Verfassungsgericht.