Highway

Ideen muss man haben! Mexiko ist bekannt dafür, allerhand Drogen – darunter auch viele Tonnen an Marihuana – in die Vereinigten Staaten zu exportieren, illegalerweise versteht sich. Und auch wenn aufgrund der Legalisierungen in den USA der Marihuana-Markt für die Mexikaner schon ganz schön geschrumpft ist und sich die Drogenkartelle daher wieder vermehrt auf Heroin und Kokain konzentrieren, wird immer noch eine Menge Weed nach Amerika geschmuggelt.

 

Oft geschieht dies in Tunneln, aber vielleicht wollten sich einige Mexikaner schon einmal auf die riesengroße, von US-Präsident Donald Trump angekündigte Mauer vorbereiten. Denn einige findige Marihuana-Schmuggler bauten einen Katapult, mit dem Weed-Packen über die Grenze geschleudert werden sollten – und auch tatsächlich wurden.

 

Dies ist der Original-Katapult, um den es sich handelt.

 

Doch gerade als die Weed-Schmuggler am vorvergangenen Freitag dabei waren, ihre heiße Ware durch die Gegend zu schießen, näherten sich auf der amerikanischen Seite (im Bundesgebiet Arizona) zufällig einige Grenzschützer. Dies veranlasste die Menschenmenge auf der mexikanischen Seite zur unmittelbaren Flucht, wie die amerikanische Grenzschutzbehörde CBP meldete.

 

Daher schauten die US-Grenzwächter dort nach dem Rechten und entdeckten den Katapult auf der mexikanischen Seite. Daraufhin wurde die amerikanische Seite abgesucht und tatsächlich wurden über 23 Kilogramm Marihuana gefunden, die mit diesem Gerät rübergeschossen wurden. Das Weed kam in zwei Paketen herüber. Wie viel eventuell aber schon abtransportiert wurde und ob die Lieferung eigentlich noch viel größer werden sollte, ist nicht bekannt.

 

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Gras vom Schwarzmarkt kann natürlich immer verunreinigt sein. Aber wer sein Marihuana aus der Apotheke oder einer legalen Ausgabestelle bezieht, erwartet eigentlich, dass es sich um geprüfte oder zumindest saubere Ware handelt. Aus Kanada wurde aber nun Erschreckendes gemeldet. Dort wurde mit Pestiziden verseuchtes Marihuana in Umlauf gebracht und an Patienten ausgegeben, die legales medizinisches Marihuana einkauften.

 

Gleich drei große Cannabisproduzenten (Mettrum, OrganiGram und Aurora Cannabis) riefen ihre Ware zurück, als entdeckt wurde, dass in großen Mengen ihrer Cannabisblüten das verbotene Pestizid Myclobutanil enthalten war. Dies darf nicht erhitzt werden, da es sonst krebserregend und anderweitig gesundheitsschädlich ist – natürlich schlecht beim Produkt Marihuana. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Mettrum berichtete der Zeitung „The Globe and Mail“, dass dies seit 2014 Methode hat.

 

Nun wurde also verseuchtes Marihuana im Wert von über einer Million kanadischer Dollar vernichtet. Für die Zukunft wurde von der kanadischen Gesundheitsbehörde angekündigt, stichprobenartig bei den insgesamt 38 lizenzierten Cannabisproduzenten den Einsatz verbotener Substanzen zu überprüfen. Das hört sich nicht gerade nach starken Kontrollen auch, auch wenn es besser ist, als die bisherige Regelung: Denn da wurde einfach gar nicht geprüft.

 

So ähnlich verhält es sich in den USA. Wie die „Pharmazeutische Zeitung“ meldet, kam eine Untersuchung jetzt zu dem Ergebnis, dass medizinisches Marihuana aus den USA häufig mit Bakterien und Pilzen kontaminiert ist, was sich beim Rauchen natürlich schlecht auf die Gesundheit der nun mal bereits gesundheitlich geschädigten Personen auswirkt. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass es keine bundeseinheitlichen Kontrollen zur Qualität von medizinischem Cannabis gibt.

 

Auch wenn die Regelungen für medizinisches Cannabis, das ja nun auch in den nächsten Wochen in Deutschland auf Rezept kommen wird, in Deutschland vermutlich um einiges strenger gestaltet sein werden als in manchen amerikanischen Bundesstaaten, gibt es doch einen Vorteil für das deutsche Cannabis zu vermelden: Laut der „Pharmazeutischen Zeitung“ wird medizinisches Cannabis in Deutschland in pharmazeutischer Qualität vorliegen müssen, um von der Cannabisagentur vertrieben werden zu können. Dies schließt natürlich eine Belastung durch Schadstoffe und Keime aus.

Promis, die kiffen – das hört jeder gerne, ob er für oder gegen den Konsum und die Legalisierung von Cannabis ist. So etwas verkauft sich dementsprechend gut und findet sich auch immer gerne in der Presse wieder. Und wir reden nicht von uns, Highway – Das Cannabismagazin, sondern von den Tageszeitungen und Wochenmagazinen. Es scheint einfach eine Nachricht zu sein, die jeder gerne liest. Miley Cyrus, Justin Bieber, Harrison Ford – zumindest bei den amerikanischen Promis kommt es immer häufiger zu Berichten über deren Cannabiskonsum.

 

Und auch die deutsche Presse greift diese Meldungen gerne auf. Denn deutsche Stars, die zu ihrem Cannabiskonsum stehen, sind rar gesät. Im Notfall werden halt auch Meldungen von fiktiven Kiffern verwendet. Und so schaffte es das hier zu sehende Video diese Woche zu einiger Verbreitung. Dort wurde die berühmte Mutter Beimer (Marie-Luise Marjan) aus der heiligen Lindenstraße beim Kiffen „erwischt“.

 

In der Lindenstraße gibt es seit der ersten Hälfte 2016 einen Cannabis-Plot um Hans Beimer, der zur Linderung seiner Schmerzen Cannabis konsumiert, dies aber zunächst seiner Frau Anna verschweigt. Auch dies wurde von einem großen Medien-Echo begleitet. Warum Helga „Mutter“ Beimer, seine erste Ehefrau, nun gemeinsam mit Anna ebenfalls Cannabis konsumiert oder ob das ganze überhaupt gar nicht in einer fertigen Folge auftauchen wird, wissen wir auch nicht. Denn abgedreht ist die ganze Aktion im Deckmantel eines Videos hinter den Kulissen...

 

Zumindest kann es aber nicht schaden, wenn die zumeist schon eher älteren Zuschauer der Lindenstraße damit konfrontiert werden, dass ihre langjährige Weggefährtin Helga Beimer auch gerne mal kifft – per Vaporizer übrigens. Es ist zwar nur eine Serienfigur, aber auch für diese werden Sympathien gehegt. Und so trägt das ganze vielleicht ein bisschen zur hoffentlich irgendwann anstehenden Legalisierung von Cannabis in Deutschland bei.

 

Deutsche Promis, die nicht nur in ihrer Rolle, sondern auch tatsächlich privat Cannabis rauchen, sind praktisch nicht bekannt, obwohl es bestimmt sehr viele gibt. Nur spricht halt darüber nie jemand öffentlich. Doch wir von Highway – Das Cannabismagazin haben einen berühmten deutschen Schauspieler aufgetrieben, der mit uns über das Kiffen geplaudert hat:

 

Und zwar haben wir uns anlässlich der baldigen Premiere von ihrer neuen Kiffer-Komödie „Lommbock“ mit den berühmten deutschen Schauspielern Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz getroffen. Dabei haben wir einen dicken Haze-Joint mit Moritz geraucht und freuen uns sehr darüber, dass er so offen mit uns über das Kiffen und auch seinen eigenen Cannabiskonsum gesprochen hat.

 

 

Das Interview mit Moritz Bleibtreu sowie unsere Rezension zu „Lommbock“, der ab kommenden Monat im Kino läuft, ist in Highway – Das Cannabismagazin 02/2017 zu lesen. Die neue Ausgabe ist ab Dienstag für schlappe 2,60 Euro bei jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop erhältlich.

Cannabis ist angeblich ein schwer suchterzeugendes Suchtgift, glaubt man der deutschen Drogenbeauftragten Marlene Mortler. Aber ein Blick in ihre trüben Augen genügt eigentlich, um zu wissen, dass man ordentlich angelogen wird, wenn man solchem Unsinn Glauben schenkt.

 

Ja im Gegenteil: Cannabis bekommt immer mehr den Ruf eines wirksamen Substituts, dass erfolgreich bei verschiedenen Suchterkrankungen genutzt werden kann, um sich von diesen zu lösen. Bereits vor drei Monaten berichteten wir von einer Studie aus Kanada, die auf Befragungen basierte – das Ergebnis zeigte auf, dass Marihuana und Haschisch anscheinend wirksam gegen Alkohol- und Opiatsucht eingesetzt werden kann.

 

Nun wurde im „Journal of Drug Policy“ eine neue kanadische Studie der beiden Studienautoren vorgestellt – die erste Studie, die einen umfassenden Überblick zu kanadischen Medizinalcannabis-Patienten liefert. Und auch eine der ersten größeren Studien, die den Zusammenhang von Cannabis und Substanzabhängigkeiten untersucht.

 

Die Ergebnisse lassen einen jeden Cannabis-Freund aufhorchen: Denn in der Studie heißt es, dass Cannabis keinesfalls eine „gateway drug“, also eine Einstiegsdroge sei, was seit Jahrzehnten von realitätsfernen oder auch einfach nur stumpf lügenden Politikern immer wieder verbreitet wird – so auch von der deutschen Drogenbeauftragten Mortler. Auch wird Cannabis hervorragende Wirksamkeit als Medikament „gegen verschiedene Leiden, allen voran Schmerzen und mentale Probleme“ attestiert.

 

In der neuen Studie wurden 271 Cannabismedizin-Patienten untersucht und mit 107 Fragen befragt. Dabei kam heraus, dass 63 Prozent der Marihuana-Konsumenten mit dieser Medizin verschreibungspflichtige Medikamente ersetzen. Von dieser Gruppe ersetzte fast jeder Dritte ein Opiat durch Cannabis. 16 Prozent der Nutzer ersetzten ihre Benzodiazepine durch Cannabisprodukte und 12 Prozent griffen auf Marihuana und Hasch anstelle von Antidepressiva zurück. Alkohol wurde in 25 Prozent und Tabak in 12 Prozent der Fälle durch Cannabis ausgetauscht.

 

Nebenerkenntnis der Studie ist, dass 42 Prozent der kanadischen Cannabismedizin-Patienten gelegentlich oder regelmäßig darauf angewiesen sind, ihre Medizin vom Schwarzmarkt zu beziehen. Zumindest immer noch besser als in Europa, wo annähernd 100 Prozent ihre Medizin auf dem Schwarzmarkt kaufen müssen.

Klar, als regelmäßige/r und langjährige/r Cannabiskonsument/in kennt man das Problem vermutlich im Grundsatz: Man hat gerade einen superdicken Joint geraucht und dann – das Telefon klingelt, jemand steht vor der Tür, der Briefkasten quillt über. Irgendjemand möchte etwas von einem, aber man selbst ist da gegenteiliger Meinung. Also: Klingel Klingel sein lassen, Telefon auf lautlos und am Briefkasten mit gesenktem Blick vorbeigeschlichen. Keine dauerhafte Lösung, aber für den Moment total praktisch.

 

Manch einer ignoriert sogar die Steuerbehörden auf diese Art. Doch das ist eine ziemlich schlechte Idee, wie ein aktuelles Beispiel aus dem US-Bundesstaat Washington zeigt: Eines der 955 Unternehmen, die eine Cannabisanbau-Lizenz erhalten haben, namentlich Nine Point Growth Industries, startete 2014 mit der Produktion von Marihuana. Es war erst die zweite Firma mit einer Lizenz zum Anbau von Cannabis in Washington und verdiente in der Anfangszeit ab 2014 einiges Geld mit dem Verkauf von Marihuana an die Dispensaries.

 

Auch bis letzten Monat liefen die Geschäfte bei Nine Point Growth Industries eigentlich gut. Aber ans Steuern zahlen hat sich dort anscheinend niemand gewöhnt: Laut der Zeitung „Kitsap Sun“ hatte die Firma insgesamt Schulden von 112.000 Dollar aus dem Verkauf von Marihuana im Wert von knapp einer Million Dollar. Man zahlte immer nur ein kleines bisschen davon und lies den Schuldenberg ansteigen – insgesamt gab es acht Verwarnungen für das Unternehmen von der Steuerbehörde.

 

Im Januar gab es dann eine vorletzte Verwarnung: 29.000 Dollar her oder der Laden wird dicht gemacht. Und? Genau... keine Reaktion von Nine Point Growth Industries. Also wurde die allerletzte Warnung verschickt: Verkauft alles, was ihr auf Lager habt und gebt uns das Geld. Aber auch das geschah nicht.

 

Also marschierten nun die Beamten in dem Unternehmen ein und nahmen 2.000 Cannabispflanzen mit, die anschließend wie in den besten Zeiten des Kriegs gegen die Drogen verbrannt wurden. Und die Moral von der Geschicht? Bist du dicht – zahl trotzdem.

 

Wir haben zwar kein Video von der Verbrennungs-Aktion aus Washington am Start, aber dafür können wir euch vielleicht mit diesem Video erheitern: der Grasberg, der verbrannt wird, ist zwar um einiges kleiner, aber dem Bullen fliegt trotzdem der Hut vom Kopf...

Was macht man, wenn das eigene Kind krank ist, sehr krank – etwa unter Epilepsie leidet? Und das einzige wirksame Medikament gegen die Epilepsie Cannabis ist? Dann gibt man seinem Kind vermutlich Cannabis, solange es hilft und wenn es die Beschwerden lindert. Und das ganz egal, ob man in Europa oder Südamerika sitzt – und erst recht egal, ob Cannabis legal oder illegal ist.

 

So dachten es sich auch insgesamt 80 Eltern aus Peru, die gemeinsam eine Marihuana-Aufzucht in einem Haus in San Miguel (Lima) betrieben. Dort wurden Cannabispflanzen großgezogen und weiterverarbeitet – das Ganze einzig mit dem Zweck, die kranken Kinder der beteiligten Familien, die unter Epilepsie und anderen Krankheiten leiden, mit wirksamer Cannabismedizin zu versorgen.

 

Doch auch in Peru hat die Polizei ein größeres Interesse daran, Marihuana-Anbau zu verhindern als kranken Kindern und ihren Familien zu helfen. Und so wurde das Cannabis-Haus auseinandergenommen und eine Anklage wegen Drogenproduktion gegen die Eltern vorbereitet. Diese bauten nicht nur Cannabis an, sondern stellten auch etwa Cannabisextrakt her, das unter anderem sehr wirksam gegen Epilepsie hilft.

 

Bis hierhin sind das eigentlich keine guten Neuigkeiten. Aber etwas Positives ist der Geschichte doch abzugewinnen, denn Perus Präsident Pedro Pablo Kuczynski kündigte laut „Independent“ nach dem Polizei-Überfall auf das Cannabis-Haus an, kurzfristig Gesetze entwickeln zu wollen, die einen medizinischen Gebrauch von Cannabis bei schweren Krankheiten zulassen.

 

Hoffen wir, dass er sein Versprechen schon bald in die Tat umsetzt – und außerdem, dass die Eltern der kranken Kinder nicht hart bestraft werden und vor allem, dass es für die Kinder in der Übergangsphase auch weiterhin eine Möglichkeit gibt, an ihre Medizin zu kommen.

Der himmlische Geruch von Marihuana: Als echter Cannabisenthusiast kann man dem intensiv-süßlichen Dunst nur schwer widerstehen. Leider gilt dies auch für Polizei- und Zollbeamte – steigt ihnen der prägnante Duft in die Nasen, können sie einfach nicht anders als zu durchsuchen, zu konfiszieren und zu verhaften. Was könnte man – so haben sich schon unzählige erfinderische Cannabisfreunde gefragt – also gegen das Riech-Risiko unternehmen? Wie könnte man den Geruch wirkungsvoll überdecken? Mit Katzenpipi? Kaffeepulver? Deodorant? Umso wichtiger wird eine Lösung des Odeur-Problems, befindet man sich gerade im restriktiven Bayern.

 

So wie der 32-jährige Mann, der kürzlich in Lindau am Bodensee mit seinem unter anderem mit Marihuana gefüllten Rucksack über den Bahnhof schlenderte. Seine vermeintliche Lösung ist so einfach wie naheliegend: Neben anderen Lebensmitteln hatte der junge Mann mehrere Packungen mit stark riechendem Käse im Gepäck. Und genau in diesen versteckte er sein verbotenes Kraut.

 

Ob es sich bei den Polizeibeamten, denen der Mann auffiel und die ihn folglich durchsuchten, um ausgewiesene Käseliebhaber handelte oder ob ihnen ein derartiger Schmuggelverusch schon öfter unterkam, ist nicht bekannt – jedenfalls ließen sie sich durch die List nicht täuschen und fanden das Gras. Und wurden in den Lokalgazetten – wie originell – für ihren guten Riecher gefeiert…

 

Statt Gras gab es für den jungen Mann eine Strafanzeige. Zumindest seinen Käse, oder das, was davon übrig war, durfte er behalten.

Das spanische Dorf Sant Miquel de Fluvià mit 800 Einwohnern litt in der letzten Zeit unter einem unerklärlichen Phänomen: Immer wieder kam es in dem Dorf in der Nähe zur französischen Grenze zu großflächigen Stromausfällen.

 

Die Polizei konnte dieses Rätsel nun lösen, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtete. Es war keine Gespenster-Crew, die den Menschen den Strom raubte, sondern eine Gangster-Crew, die sich mit dem Anbau von Marihuana etwas dazuverdienen wollte.

 

Ein Familienclan von acht Personen baute in mehreren Gebäuden des Dorfes insgesamt 1.600 Cannabispflanzen an. Dazu wurden auch zwei Stromleitungen illegalerweise angezapft.