Highway

Online-Versandhäuser verfügen über umfangreiche Retouren-Abteilungen. Immer wieder mal liegen den zurückgeschickten Paketen Dinge bei, die eigentlich besser bei ihren Besitzern geblieben wären, etwa Schlüssel oder Geldbörsen.

 

Doch dieses Mal wunderten sich die Angestellten des Lehner Versands, einem Shop aus der Schweiz, doch sehr: ein Retouren-Paket landete bei ihnen und nach dem Öffnen kamen zwei riesige Beutel Marihuana zum Vorschein, insgesamt 3,4 Kilogramm.

 

Die herbeigerufene Polizei konnte aber recht schnell ermitteln, dass es sich bei den Blüten um in der Schweiz legales CBD-Weed handelte. Auch wie das Paket bei dem Versandhandel – statt beim richtigen Empfänger – landen konnte, wurde aufgeklärt:

 

der Versender nutzte einen alten Karton des Versandhandels, auf dem er die ursprünglichen Etiketten nicht entfernte. Der eigentliche Empfänger wunderte sich über das – anscheinend nicht bestellte – Paket und schickte dieses an den Lehner Versand zurück. Inzwischen wurde ihm das bestellte und völlig legale Gras aber zugestellt.

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Cannabis Trainieren: Power für die Pflanzen Super Cropping – SCROG – Branching – Mainlining – Topping – Fimming etc. Unser Grow-Experte Light Addict aus England zeigt verschiedene Wege auf, um Cannabispflanzen zu neuen Höhen (oder Tiefen – dann aber natürlich dennoch mit dem Ziel der Ertragsoptimierung) zu führen!

 

 

Gesellschaft Cannabis und Arbeit – Der Cannabispflanze wird unter anderem nachgesagt, dass sie ihre Konsumenten faul und arbeitsscheu mache. Doch wie sieht es in der Realität aus? Kommen Konsumenten überhaupt noch aus dem Bett oder sind sie von fortgeschrittener Aufschieberitis betroffen?

 

 

Coffeeshop Ibiza Amsterdam – Viele Leser haben uns geschrieben und um weitere Coffeeshop-Berichte gebeten. Daher haben wir erneut Dr. Dope auf den Weg geschickt, der dieses Mal den Shop „Ibiza“ in Amsterdam aufsuchte, um dessen Besitzer zu interviewen – und natürlich auch, um die dort angebotene Ware einmal genauer zu betrachten...

 

 

Grow-Report Royal Dwarf – Selbst ist der Mann! Für wen gilt dieser Spruch, wenn nicht für unseren Highways Do-it-yourself-Master Chuck Lore. Dieser zog eine einzelne Pflanze der Sorte Royal Dwarf Autoflowering auf und berichtet in diesem Artikel, ob sich das Unternehmen einigen Schwierigkeiten zum Trotz erfolgreich gestaltete.

 

 

High School Microdosing – In den USA, wo es bei einigen Leuten inzwischen bereits zum Alltag gehört, sich die Dabs gleich grammweise reinzuschaufeln, etabliert sich momentan ein Trend, der wohl eher das genaue Gegenteil des üblichen Größenwahns darstellt: es handelt sich um das Minimieren der konsumierten Mengen an THC – das Microdosing.

 

 

Story Auf der Flucht Eine Reise nach Amsterdam ist eigentlich eine schöne Sache, nicht aber unbedingt, wenn einen äußere Umstände dazu zwingen. Exilant Donald Denzler berichtet in dieser Ausgabe von seiner Hals über Kopf erfolgten Flucht aus Deutschland, deren erste Station die niederländische Hauptstadt war.

 

 

Growing Gefahr im Garten Teil 3: Fransenflügler – In dieser Episode werden wir über einen weiteren zunächst unscheinbaren Parasiten sprechen, der sich von Blättern ernährt, sich schnell vermehrt und der, wenn er nicht bekämpft wird, häufig den Wirt tötet. Dieser Parasit wird Fransenflügler genannt – alles zur Identifizierung und Bekämpfung.

 

 

Weitere Artikel Film: Leaves of Grass +++ Sortenportrait: Purple Moby Dick +++ Demos: Global Marijuana March 2016 +++ Recht: Zählt Cannabis als Vermögen? +++ High Five: Todesstrafe für Gras +++ und vieles mehr...

Gestern noch berichtete Highway darüber, dass Lidl Schweiz jetzt CBD-Cannabis in das Produktsortiment aufnimmt. Nun bedient sich ein weiterer renommierter deutschsprachiger Konzern der Cannabis-Thematik und sorgt damit in der Mainstream-Presse für großes Aufsehen.

 

Pünktlich zum Weltkiffertag am 20. April brachte Ritter Sport eine auf 100.000 Stück limitierte Sondersorte für Cannabis-Freunde (und alle, die es werden wollen) heraus: „Schoko & Gras“. THC oder CBD enthält die Süßigkeit zwar natürlich nicht, aber dafür crunchy Hanfsamen aus kontrolliert biologischem Anbau. Auf der Verpackung bedient man sich eines Drogenvokabulars (wie originell), um die Sorte zu umschreiben: da befinden sich beispielsweise „Hanfsamen im Vollmilchrausch“, von einem „einzigartigen Schokotrip“ ist gar die Rede.

 

Worüber ernsthafte Cannabis-Liebhaber, Patienten und Aktivisten vielleicht eher die Augen verdrehen, kann durchaus als gutes Zeichen für die Legalisierungsbewegung gewertet werden. Wenn große, namhafte Unternehmen wie Lidl oder nun eben die Alfred Ritter GmbH & Co. KG. die Berührungsangst vor dem Thema Cannabis verlieren und zu diesem Zweck auch den Four-Twenty-Day aufgreifen und damit bekannter machen, dann könnte das in Sachen gesellschaftlicher Akzeptanz mehr bringen als jeder Global Marijuana March.

 

Wer sich noch eine Tafel sichern will, muss leider kreativ werden oder finanziell schmerzfrei sein: im Online-Shop von Ritter Sport ist die Tafel in der grasgrünen Verpackung bereits ausverkauft, auf eBay wird sie schon zu völlig überteuerten Preisen angeboten. Falls es jemandem die Kaufentscheidung erleichtern kann: rein geschmacklich lohnt sich der Aufpreis jedenfalls nicht...

Ach, die Schweizer! Sie bekommen einfach nicht genug vom CBD-Weed.

 

Nun setzt auch die Supermarktkette Lidl auf das rauschfreie Cannabis und bringt in Kooperation mit dem Thurgauer CBD-Start-Up „The Botanicals“ zwei Cannabisprodukte (fast) ohne THC in die (schweizer) Regale. Lidl bezeichnet die Hanfblüten, die seit dem 19. April zum Preis von 17,99 (für 1,5 Gramm Indoor-Hanf) beziehungsweise 19,99 Franken (für drei Gramm Gewächshaus-Hanf) angeboten werden, als Tabakersatz. Gemeinsam haben beide Produkte, dass sie ausschließlich aus in der Schweiz angebautem Hanf bestehen und wohl den ein oder anderen deutschen Lidl-Kunden neidisch machen werden.

 

Fragt sich noch, warum man anstatt dem 19. April dann nicht konsequenterweise direkt den Four-Twenty-Day für die offizielle Produkteinführung gewählt hat.

Von Fällen, in denen sich schwere Alkoholiker durch den Konsum von Cannabis selbst von ihrer Sucht therapieren, hört man immer wieder. Auch die Forschung hat sich dem Thema bereits angenommen: In einer US-Studie wurde ermittelt, dass Cannabiskonsum die gravierenden Schäden des Alkoholismus lindern kann.

 

Eine 47-jährige Mutter aus Süddeutschland hatte von derartigen Erkenntnissen vielleicht gelesen, als sie auf die Idee kam, ihren 15-jährigem Sohn etwa ein Jahr lang mit Marihuana zu versorgen, um ihn vom Alkohol abzubringen. Aus Angst davor, er könne auf die schiefe Bahn geraten, zwackte sie vom Weed-Vorrat ihres Verlobten immer wieder etwas ab, um es ihrem Sorgenkind zu geben. Die Angst um das Kind kam nicht von ungefähr, hatte sich der Alkoholkonsum des Teenagers doch in bedenkliche Höhen geschraubt. Bier und Wodka flossen in rauen Mengen, wenn es ganz schlimm kam, musste der Junge schon mittags in volltrunkenem Zustand von der Schule abgeholt werden. Dass auch die anderen Kinder der insgesamt sechsköpfigen Patchwork-Familie teilweise mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen hatten, hat die Mutter wohl zusätzlich alarmiert und zu ihrer ungewöhnlichen Rettungsaktion getrieben.

 

Nun musste sich die Frau vor Gericht verantworten, nachdem der Sohn mit einigen Freunden und dem Gras der Mutter in Tasche von der Polizei aufgegriffen wurde. „Ich dachte, meinen Sohn mit dem Marihuana bremsen zu können, aber das war ein großer Fehler. Das weiß ich jetzt“, so die Mutter, die bisher nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war und selbst auch kein Marihuana konsumiert. Der zuständige Richter zeigte allerdings wenig Verständnis für die „absurde Logik" der Mutter und sprach eine zweijährige Bewährungsstrafe zuzüglich einer Geldstrafe von 1.500 Euro aus.

Vorgestern auf einer ganz normalen Straße in Indiana hält die Polizei einen 2017er-Ford an, da der Fahrer nicht in der Fahrspur bleibt. Bei der Kontrolle stellen die Cops fest, dass der gesamte SUV vollgepackt mit Marihuana ist – fast 40 Kilo wurden in den Kofferraum gestopft. Gegen den 51-jährigen Fahrer und seinen 42-jährigen Beifahrer wird nun ermittelt.

 

Unklar ist noch, ob das Gras aus Colorado stammt, wo der Fahrer sesshaft ist. Denn das könnte dann ein Indiz dafür sein, dass eventuell eigentlich (in Colorado) legales Cannabis über die Grenzen in amerikanische Bundesstaaten ohne eine Cannabislegalisierung gebracht werden könnte.

 

Die Polizei freute sich jedenfalls über ihren Bust und twitterte ganz aus dem Häuschen ein Foto des einkassierten Autos (siehe Foto oben) und garnierte dieses mit dem flotten Spruch: „Somebody’s 4/20 celebration is canceled“ – ja, danke auch!

Österreichs Jung-Kanzler Sebastian Kurz und seine ÖVP haben bezüglich der Legalisierung von Cannabis einen klaren Standpunkt: als waschechte Konservative sprechen sie sich klar dagegen aus. Wie weit die Abneigung tatsächlich geht, macht nun eine kuriose Aktion von Kurz’ PR-Team deutlich.

 

Bei einem Treffen von Kurz mit Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ebenfalls ÖVP) in einem zünftigen Gasthaus entstand ein eigentlich völlig harmloses Pressefoto vom Typ „Mächtige Männer diskutieren beim Essen mit ausladenden Gesten die Geschicke der Nation“, wie man es schon ein Dutzend Mal gesehen hat. Eigentlich. Denn durch ein Detail des Fotos sah das PR-Team des Kanzlers anscheinend das Bild des jungen und dynamischen Weltpolitikers, das man so gern kommuniziert, über alle Maßen gefährdet. Denn an der Wand hinter Sebastian Kurz hing in der Originalversion des Bilds eine Fotografie, die etwas zeigt, das der ÖVP so gar nicht genehm ist und das man nicht anders als einen riesigen Joint bezeichnen kann. Vielleicht hatte man schon den Social-Media-Spott in den Ohren oder wollte kruden Verschwörungstheorien vorgreifen, jedenfalls entschied man sich zu der radikalen Maßnahme, das Foto wieder zurückzuziehen, zu bearbeiten und in einer sauberen Version neu zu veröffentlichen. Auf dem neuen Foto ziert nun ein beschauliches und komplett unverfängliches Alpenpanorama die Wand hinter Kurz.

 

Das unzensierte Original-Bild

 

Nun war das Original aber schon etwa eine Woche online und dementsprechend dauerte es nicht lange, bis ein aufmerksamer Nutzer die Cannabis-Zensur in dem retuschierten Bild bemerkte und der befürchtete Shitstorm letztendlich doch ausbrach. Die Social-Media-Community fühlte sich sogleich in ihrer Kreativität herausgefordert und so dauerte es nicht lange, bis unter dem Hashtag #bastishop noch weitere, natürlich nicht ganz ernstgemeinte Varianten der Abbildung den Weg ins Netz fanden.

Ein deutsches Gericht hat entgegen der Rechtslage einen 58-jährigen Mann freigesprochen, der für seinen Freund illegalerweise Cannabis angebaut hatte, um daraus Medizin herzustellen. Der Mann musste sich aktuell vor dem Amtsgericht Grimma verantworten. Sein ebenfalls 58-jähriger Mitbewohner und langjähriger Freund leidet seit Jahren unter einer bislang nicht genau zu diagnostizierenden Erkrankung, die bei ihm heftige Schmerzen verursacht.

 

Bereits vor zehn Jahren entdeckte er, dass Cannabis ihm dabei hilft, diese Symptome in den Griff zu bekommen. Jahrelang importierten die beiden daher Cannabis illegal nach Deutschland, um daraus eine Cannabispaste herzustellen – denn das Rauchen oder Vaporisieren ist körperlich zu anstrengend für den Erkrankten. Ohne eine Rauschwirkung zu veranlassen, half ihm diese Salbe bislang immer gut gegen die Schmerzen. Doch dafür war bis zu 5.000 Euro im Monat für illegales Cannabis notwendig – ein unhaltbarer Zustand.

 

Also beschloss der Gesunde, seinem kranken Freund zu helfen und für ihn Cannabis anzubauen, um so die horrenden Kosten zu regulieren. Doch 2016 kam es zu einer Hausdurchsuchung, da die Polizei Kundendaten eines Growshops einkassiert und durchforstet hatte.

 

So stand der Mann nun vor Gericht. Doch dieses ließ Gnade vor Recht ergehen und sprach den Mann frei: Ein Gutachter bestätigte den schlechten Gesundheitszustand des Freundes vor Gericht und legte glaubwürdig die Tragödie und die Hilflosigkeit der Medizin in diesem ganz konkreten Fall dar, sodass die Richterin keine Zweifel an der Notwendigkeit des Handelns sehen konnte, wie die „Sächsische Zeitung“ meldete. Da die Staatsanwaltschaft keine Rechtsmittel eingelegt hat, ist das Urteil inzwischen rechtskräftig. Dies ist in Deutschland ein absoluter Sonderfall.

 

„Ich bin zwar freigesprochen worden, kann deswegen aber noch lange nicht legal Cannabis anbauen“, sagte der Freigesprochene. Bei einem weiteren Gesetzesbruch würde die nächste Verhandlung vermutlich nicht so glimpflich ablaufen. Nun suchen die beiden nach einem Arzt, der Marihuana verschreibt...