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Es geht weiter in die richtige Richtung! Auch in diesem Jahr führte der Deutsche Hanfverband (DHV) in Kooperation mit dem Trendforschungsinstitut Infratest dimap eine Umfrage zum Thema Cannabislegalisierung in Deutschland durch. Die Umfrage wurde mittels Telefoninterviews unter einer repräsentativen Zufallsauswahl aus 1.055 Teilnehmern durchgeführt.

 

 

 

Die Ergebnisse, das sind die guten Nachrichten, haben sich im Vergleich zur letztjährigen Erhebung einmal mehr pro Legalisierung verbessert. Allerdings befinden sich die Legalisierungsbefürworter nach wie vor in der Minderheit. 46 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für einen legalen und regulierten Verkauf an Volljährige aus, das sind immerhin sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Leider heißt das, dass noch immer 52 Prozent gegen eine Freigabe eingestellt sind. Schlüsselt man die Ergebnisse nach Bevölkerungsgruppen auf, gibt es keine großen Überraschungen: je jünger und je männlicher die Befragten, desto höher der Bildungsgrad, desto klarer die Zustimmung zu einer Legalisierung.

 

 

In der Frage nach einer Dekriminalisierung geringer Cannabis-Mengen schlägt das Trendbarometer mit 59 Prozent Zustimmung immerhin eindeutig in Richtung Pro aus. Im Vorjahr waren es noch 6 Prozent weniger.

Mit Edibles ist – gerade als unerfahrener Konsument – nicht zu spaßen, selbst alte Cannabis-Hasen muten sich häufig zu viel zu. Man kann, gerade bei gekauften Produkten, weniger präzise dosieren und die Aufnahme über den Verdauungstrakt wirkt einfach stärker. Wenn man aber in seinem Leben noch gar keine Erfahrung mit Weed gemacht hat, ja dann, sollte man tunlichst die Finger von Edibles lassen.

 

Diese bittere Lektion aus dem Stoner-Handbuch musste der kanadische Polizist V. Dominelli bereits im Januar dieses Jahres auf die harte Tour lernen. Der Ordnungshüter ließ bei einer Razzia in einem Weed-Shop in Toronto unbemerkt ein paar berauschende Schokoriegel mitgehen – um sie einige Stunden später während einer Observation zu snacken. Wie wir damals bereits berichtet hatten, ging die Verköstigung gründlich in die Hose und endete für den unglücklichen Protagonisten mit einem ausgewachsenen Paranoia-Trip. Nun wurden die unrühmlichen Ereignisse vor Gericht aufgearbeitet und einige peinliche Details kamen ans Licht: so war Dominelli nach dem Konsum von Teilen der Riegel fest davon überzeugt, nun sterben zu müssen, und ließ sich auch von einer Kollegin nicht davon abhalten, in „Todesangst“ den Polizeinotruf um Hilfe anzuflehen. Classic!

 

Der Richter fand die ganze Angelegenheit aber weniger lustig und bezeichnete Dominelli als „kompletten Idioten“. Dieser musste sich bereits ein für allemal aus dem Polizeidienst verabschieden und wartet nun auf die Anhörung der bei dem Vorfall anwesenden Kollegin.

Welche wichtigen Organe des menschlichen Körpers können durch Marihuanakonsum Schaden nehmen?

A: Gehirn und Lunge

B: Herz und Lunge

C: Leber und Nieren

D: Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse

 

Hmmm, ähh, ich …ziehe den 50/50-Joker! Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Kiffer-Version von „Wer wird Millionär“ aussehen würde, der sollte mal einen Blick auf die Quiz-Show Weeded Out (zu deutsch: Unkraut jäten) werfen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine reguläre Feierabend-Fernsehshow, sondern um ein Präventionsangebot für Teenager des US-Bundestaats Colorado, bekanntlich der erste Legalisierungsstaat der USA. Das Format wurde aus den enormen Steuereinnahmen, die die Cannabislegalisierung mit sich brachte, finanziert und soll Heranwachsende über die Risiken des Marihuanakonsums aufklären.

 

Kein schlechter Grundgedanke, die Show selbst allerdings aber mutet doch einigermaßen seltsam an und bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Information, Ideologie und Unterhaltung. Die Jugendlichen, vom Grundschulkind bis zum Teenager ist alles vertreten, stellen sich in farbenfrohen Outfits (zu dem auch ein keckes Stirnband zählt) den Fragen der resoluten Moderatorin, die sich nebenbei mit ihrem ziemlich überdrehten, aber nutzlosen Sidekick herumschlagen muss. Das ganze Treiben mutet schrill, trashig und irgendwie typisch amerikanisch an und ist witzigerweise für Stoner auch ganz interessant, denn Cannabisfragen sind in regulären Quizshows schließlich eher Mangelware (auch, wenn man mit den Anworten nicht unbedingt konform geht). Nur, inwieweit dem Aufklärungsgedanken der quietschbunt-fröhlichen Angelegenheit Rechnung getragen wird, bleibt zumindest fraglich.

Einen ungewöhnlichen Platz suchten sich die Betreiber einer riesigen Indoor-Plantage für ihr Unterfangen aus: einen Schutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Etwa 10.000 Cannabispflanzen und Anbauzubehör entdeckte die Polizei dort vergangenen Mittwoch bei einer Durchsuchung in Bremen. Über die Täter ist bisher noch nichts bekannt geworden, die Beamten vermuten jedoch, dass es sich um einen Fall von organisierter Kriminalität handelt. Na ja, Eigenbedarf wird’s wohl kaum sein…

„Gute Menschen rauchen kein Marihuana.“

 

Dass der Justizminister des mächtigsten Landes der Welt sich zu einer solchen Aussage verstieg, ließ Legalisierungsbefürworter in aller Welt, vor allem aber in den USA, aufschrecken. Alle Errungenschaften der letzten Jahre schienen mit der Präsidentschaft Trumps und der Ernennung Jeff Sessions’, von dem obiges Zitat stammt, auf einmal wieder in höchstem Maße gefährdet. Jetzt ist aber wieder Aufatmen angesagt, zumindest vorerst.

 

Denn im Zuge der Wahlergebnisse bei den Midterm Elections musste Sessions, auf Bitten von Trump, jetzt seinen Hut nehmen und das Ministeramt räumen. Allerdings dürfte es noch ziemlich verfrüht sein, die Sektkorken knallen zu lassen, denn ein Nachfolger steht bisher nicht fest. Und da sich in den Reihen der US-Republikaner bekanntlich allerhand reaktionäre Reefer-Madness-Zombies herumtreiben, ist keinesfalls klar, ob Trump es nicht tatsächlich fertigbringt, für den Job noch jemanden Schlimmeres zu rekrutieren.

 

Diese Meldung sorgte direkt wieder für positive Turbulenzen bei den Cannabisaktien. Tilray, Canopy Growth oder Aurora Cannabis legten unmittelbar nach dem Rücktritt ordentlich zu. Tilray kam auf unglaubliche 30 Prozent plus innerhalb eines Handelstags.

In den Untiefen des Darknets kann man sich so ziemlich alles besorgen, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Natürlich erfreuen sich dort auch Marihuanaprodukte, die so ziemliche das harmloseste sind, was man auf den dunklen Märkten so bekommt, großer Beliebtheit. Aufgrund der komplexen Verschlüsselungsmechanismen gelangen den Behörden aber bisher eher selten Schläge gegen Händler und Käufer.

 

Der Staatsanwaltschaft Köln ist nun aber ein solcher gelungen: bereits Mitte Oktober kam es zu Hausdurchsuchungen in 17 Wohnungen und einem Lager. 50 Kilo Marihuana sowie 25.000 Euro Bargeld konnten im Zuge der Aktion sichergestellt werden, neun dringend tatverdächtige Personen wurden verhaftet. Wie ein Blick auf das Foto, das die „Versandabteilung“ zeigt, nahelegt, verlief der Online-Handel recht erfolgreich. Bezahlt haben die Kunden ihre Bestellungen mit Kryptowährungen. Drei Männer aus Sankt-Augustin und Troisdorf stehen als Köpfe der Bande im Zentrum der Ermittlungen. Aufgeflogen war der Handel dadurch, dass die versendeten Pakete und Umschläge mit den Adressen existierender Firmen als Absender beschriftet wurden. Als eines der betroffenen Unternehmen eine mysteriöse Rücksendung aufgrund von Nichtzustellbarkeit bekam, wurde die Polizei informiert, die die Ermittlungen aufnahm.

In der Nacht zum Mittwoch nutzten die Amerikaner ihre Chance, Donald Trump bei den „Midterm elections“ einen empfindlichen Schlag beizubringen. Nebenbei hatte die Bevölkerung von vier Bundesstaaten das Privileg, über die (in zwei Fällen medizinische, in zwei Fällen freizeitliche) Legalisierung von Cannabis abzustimmen. Mit durchaus positiven Ergebnissen für die Gegner der Verbotspolitik: in Michigan gab eine Mehrheit von 56 Prozent ihre Stimme für die vollständige Freigabe ab, in Utah und Missouri entschieden sich die Wähler für eine medizinische Legalisierung (eine komplette Legalisierung stand dort nicht zur Wahl).

 

Besonders die Ergebnisse im Mormonen-Staat Utah überraschen positiv, hatte sich die Kirche, die in dem Bundesstaat keinen unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung um sich vereint, klar anti Cannabis positioniert. Einzig in North Dakota mussten die Cannabisbefürworter einen Rückschlag hinnehmen: eine klare Mehrheit von rund 59 Prozent sprach sich gegen eine vollständige Freigabe aus. Nach den Ergebnissen der gestrigen Nacht ist Cannabis in mittlerweile 10 der 50 Bundesstaaten der USA (sowie dem Bundesdistrikt Washington D.C.) vollständig legalisiert. Medizinisch legalisiert ist Marihuana von heute an sogar in 33 der 50 Bundesstaaten. Mit der vor letzten Monat durchgeführten Legalisierung in Kanada und der anstehenden Legalisierung in Mexiko sieht es oben links auf der Weltkarte bald ziemlich grün aus...

Hat er etwa ein Angebot bekommen, dass er nicht ablehnen konnte? Wahrscheinlich ist es eher die Liebe von Regie-Legende Francis Ford Coppola zu gutem kalifornischen Wein, die ihn auch dem Weed näherbrachte. Der Regisseur, der mit den absoluten Filmklassikern „Der Pate“ und „Apokalypse Now“ auf ewig in die Hall Of Fame der Filmregisseure eingetreten ist, sieht in beiden Genussmitteln ein besonderes Geschenk der Natur, dass es zu hegen und zu pflegen gilt. Der vierfache Oscar-Preisträger, der sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr aus dem Filmbusiness verabschiedet hat, kann bereits auf eine erfolgreiche Karriere als Winzer zurückblicken. In Kooperation mit dem Unternehmen „The Herb Somm“, dass sich auf die Kreation hochpreisiger Gourmet-Cannabis-Marken spezialisiert hat, wagte Coppola (übrigens der Onkel von Nicolas Cage) nun den Sprung ins Cannabusiness. Seine sogenannte „Grower’s Series“ enthält je ein Gramm dreier biologisch angebauter Gourmet-Strains, die die verschiedenen Mikroklimata des Humboldt County repräsentieren und für Marihuana von höchster Qualität stehen.