Highway

Was für eine Aktion! Hat da jemand etwa eine Wette verloren? Oder haben wir es mit einem eisenharten Aktivisten zu tun? Oder vielleicht doch nur mit einem Verwirrten?

 

Doch der Reihe nach: Montag Nacht gegen halb drei erschien ein Mann auf dem 1. Polizeirevier in Wiesbaden, um eine Anzeige zu erstatten. Auf die dringende Bitte des 41-Jährigen hin, zeigten ihm die vor Ort zuständigen Beamten aber erst einmal den Weg zur Toilette. Klar, in so einer aufregenden Situation kann es durchaus helfen, in Ruhe Wasser zu lassen. Als der Mann sich jedoch auch nach einigen Minuten nicht wieder blicken ließ, wurden die Beamten misstrauisch und näherten sich unter mehrfacher lauter Nachfrage dem WC-Raum im Wartebereich. Als sie plötzlich einen süßlich-würzigen Geruch bemerkten, war klar, dass der Mann tatsächlich Entspannung gesucht hatte: nicht aber durch das Verrichten seines Geschäfts, sondern durch den Konsum von Marihuana.

 

Das Erstaunen der Beamten über seine Aktion konnte der Joint-Raucher laut Polizeimeldung nicht wirklich nachvollziehen. Auch eine medizinische Erlaubnis lag wohl nicht vor und so muss der Mann leider mit einer baldigen Strafanzeige rechnen.

 

Charlotte Figi, die wohl bekannteste Cannabis-Patientin der Welt, ist an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Das schwere Schicksal des Mädchens hatte Menschen auf der ganzen Welt berührt und viel dazu beigetragen, die Akzeptanz für Cannabis als Medizin zu steigern.

 

Im Jahr 2013 wurde Figi im Rahmen einer CNN-Dokumentation (siehe Video unter dem Artikel) erstmals einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Die damals fünfjährige litt unter einer schweren Form der Epilepsie, dem sogenannten Dravet-Syndrom, das bei Charlotte bis zu 50 lebensgefährliche Krampfanfälle pro Tag auslöste. Nachdem herkömmliche Medikamente keinerlei Wirkung gezeigt hatten, besorgten sich die verzweifelten Eltern 2011 eine CBD-reiche Cannabissorte in einer Abgabestelle für medizinisches Marihuana. Tatsächlich führte die Einnahme dieser zu einer Verbesserung von Charlottes Symptomen und die Eltern kamen schließlich in Kontakt mit einer handvoll Grower, den Stanley-Brüdern. In Zusammenarbeit mit Charlotte und ihren Eltern wurde in der Folge ein besonderer Cannabisstrain kreiert, der nicht nur außergewöhnlich viel CBD enthielt, sondern sich auch hervorragend zur Herstellung von Extrakten/Ölen eignete. Die Behandlung mit der Sorte, die heute unter dem Namen Charlotte´s Web weltbekannt ist, war ein großer Erfolg, die Häufigkeit von Charlottes Krampfanfällen konnte bis auf zwei bis drei pro Monat (!) reduziert werden. In der Folge der Ereignisse, die ein großes Medienecho nach sich zogen, überdachten zahlreiche US-Bundestaaten ihre mehr oder weniger restriktive Einstellung gegenüber Cannabis als Medizin.

 

Die Familie hat die Covid-19-Infektion bisher nicht explizit erwähnt, doch nach einer Betstätigung durch die Realm of Caring Foundation, die von Charlottes Mutter mitgegründet wurde, gilt eine Covid-19-Infektion als sicher. Charlotte Figi starb am gestrigen Dienstag im Alter von 13 Jahren im Kreise ihrer Lieben.

 

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Mittelfranken ist die Polizei leider mal wieder auf eine größere Cannabis-Anlage gestoßen.

 

Angefangen hatte alles schon Mitte März, als Beamte im Zuge einer Verkehrskontrolle etwa 300 Gramm Marihuana in einem Fahrzeug fanden. Man hatte zuvor Hinweise über die beiden Insassen, einen 33-Jährigen Mann und seine 26-jährige Beifahrerin erhalten, nach denen eine Drogen-Lieferung kurz bevorstehe. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen kam es zur Durchsuchung des gemeinsam bewohnten Anwesens in Ellingen, bei der ein weiterer Verdächtiger sowie etwa 720, offenbar hauptsächlich junge Cannabispflanzen gefunden wurden. Die nach Polizeiangaben „professionell“ betriebene Anlage befand sich im Keller des Hauses. Des Weiteren wurden noch sechs Kilo Marihuana-Blüten und 45.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.

 

Die festgenommenen Tatbeteiligten müssen sich nun auf eine Anklage wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge einstellen müssen.

 

Wem die mediale Dauerbeschallung zum Thema Corona-Virus mittlerweile zum Hals raushängt, dem sei die Instagram-Seite von Lloyd Kanchan wärmstens ans Herz gelegt. Unter dem Künstlernamen „rapoleon_dynamite“ betreibt der Diorama-Künstler aus San Bernadino, USA, einen der nostalgischsten und kreativsten Cannabis-Accounts überhaupt. In seinen gewitzten Miniatur-Szenarien treffen Ikonen der Popkultur, wie zum Beispiel die „Ninja Mutant Hero Turtles“, „Rick und Morty“ und diverse Horrorfilm-Bösewichte (von Michael Myers bis zum guten alten Candyman) auf übergroße Buds und riesige Joints. Da kann es schon mal passieren, dass Ash aus dem Horrorklassiker „The Evil Dead“ und Auftragskiller Jules aus „Pulp Fiction“ nebeneinander auf der Couch chillen und die Qualität einer Cannabis-Blüte begutachten. Und auf dem Couchtisch liegt der sagenumwobene schwarze Aktenkoffer aus Quentin Tarantinos großem Kinoerfolg von 1994.

 

Diese inhaltliche Liebe zum Detail ist es, die einen Großteil der Faszination von Kanchans Bildern ausmacht, aber auch rein von handwerklicher Seite sind sie absolut sehenswert und eine wohltuende Abwechslung vom üblichen 420-Einerlei. Außerdem dürften sich die Liebhaber von Action-Spielfiguren gar nicht satt sehen können an den Plastik-Protagonisten seiner Inszenierungen. Willkommener Nebeneffekt: beim Scrollen durch Lloyds Profil kann man das ganze Corona-Chaos einfach mal für ein paar Minuten vergessen und sich an vergangene, einfachere Zeiten zurückerinnern.

 

Update vom 2. April 2020: Einige haben es schon geahnt:

April, April! Dies war unser jährlicher Aprilscherz!

 
Ach, was wurden für große Stücke auf die Nachfolgerin der vielgehassten Marlene Mortler gesetzt! Noch schlimmer konnte es mit der neuen Drogenbeauftragten Daniela Ludwig ja quasi gar nicht mehr werden. Pustekuchen! Das Highway-Magazin warnte mit als erste vor der gefährlichen Einlull-Taktik der „Neuen“ im Amt. Und tatsächlich, es dauerte nicht lange, da hagelte es bereits erste Hiobsbotschaften für die Cannabisbranche: Kritik an der sogenannten „Geringen Menge“, Cannabis sei in Deutschland „auch in 10 Jahren noch verboten“ etc...
 
 
Ja, Daniela Ludwig nimmt nach etwas zögerlicher Aufwärmphase wahrlich kein Blatt mehr vor den Mund. Doch ihre aktuelle Forderung, die sie am gestrigen Dienstag in einer außerordentlichen Zusammenkunft des Bundestags postulierte, schlägt dem Fass nun endgültig den Boden aus: der Verkauf und die Produktion von langen Blättchen sollen in Deutschland künftig verboten werden. Es mache keinen Sinn Cannabis zu verbieten, aber entsprechende Konsumutensilien zu erlauben. Dies sei ein „fatales Signal an alle Jugendlichen.“ Ludwig verweist zudem auf Studien, nach denen man die modernen Blättchen von heute nicht mehr mit denen, die man vielleicht noch aus der eigenen Jugend kenne, vergleichen könne. Durch den technischen Fortschritt in den letzten Jahrzehnten seien die heutzutage produzierten „Longpapes“ im Vergleich zur Hippie-Zeit gnadenlos hochgezüchtet. Ihr seien Fälle bekannt, bei denen Jugendliche allein durch das Anlecken der „Kiffpapiere“ (O-Ton Ludwig) mit mittelschweren, psychoseähnlichen Zuständen in der psychiatrischen Klinik des „Suchtexperten“ Rainer Thomasius gelandet seien. Von den harschen Effekten, die durch die Kombination aus Blättchen und Marihuana entstünden, einmal ganz zu schweigen.
 
 
Ludwig regte außerdem an, man können die Papierbestände der Blättchen-Fabrikanten in der aktuellen Corona-Krise sowieso viel sinnvoller nutzen, als sie einfach zu verbennen. Sie plädiere dafür, die durch das Verbot freiwerdenden Resourcen lieber in die Produktion von Toilettenpapier zu stecken. Von der CDU/CSU und der AFD gab es wenig überraschend Beifall für das Konzept der Bundesdrogenbeauftragten, aber auch die SPD zeigte sich nach anfänglicher lautstarker Kritik schnell gesprächsbereit. Wegen der aktuell aufgrund der Corona-Krise geltenden Notstandsverordnungen könnte das sogenannte „Cannabiskonsumutensiliensperrgesetz“ schon Mitte April in Kraft treten.

Seit der aufgrund der Corona-Krise ausgerufenen Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote kann es einem zumindest beim innerstädtischen (Spazier-)Gang schnell mal passieren, dass man in eine polizeiliche Personenkontrolle gerät. Eigentlich sollte dabei ja nur der Schutz der Bevölkerung vor Covid-19-Viren im Mittelpunkt stehen, aber naja, wenn sich schon mal die Gelegenheit bietet, auf die Schnelle ein paar kleine Kiffer hopszunehmen, warum nicht? So häufen sich in den letzten Tagen und Wochen die Meldungen von Personenkontrollen, die in der Regel, abgesehen von der obligatorischen Strafanzeige, nichts weiter als Kleinstmengen von Marihuana zu Tage fördern.

 

 

Nichtsdestotrotz wirft das Verhalten eines 21-Jährigen, der am Montagabend am Erfurter Hauptbahnhof unterwegs war, Fragen auf. Vielleicht fühlte sich der junge Mann von dem aktuell vorherrschenden repressiven Klima derart eingeschüchtert, dass er sich nicht mehr anders zu helfen wusste. Vielleicht wollte er auch eine Art politisches Signal setzen, wer weiß. Jedenfalls entscheid er sich dafür, proaktiv vorzugehen: er näherte sich zwei Streifenpolizisten, die am und um den Bahnhof patroullierten und händigte den beiden erstaunten Beamten mit den Worten „Ich will keine weiteren Schwierigkeiten“ eine geringe Menge Marihuana aus.

 

 

Laut Polizeimeldung „begrüße man die freiwillige Abgabe von Drogen“ außerordentlich. Eine Anzeige gab es für den jungen Mann dann aber natürlich trotzdem...

 

Schwache Wurzeln sind am Ende nicht nur zu einem großen Teil mitverantwortlich, wenn die Ernte nicht wie gewünscht ausfällt, sondern stellen auch ganz klar eine Verschwendung von Dünger dar, denn bei schwachen Wurzeln kann man den Dünger auch gleich wegkippen. Pflanzen, die über kein gut entwickeltes Wurzelsystem verfügen,  haben nichts, womit sie den Dünger aufnehmen könnten. Daher sollte der Wurzelentwicklung also besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dies gilt auch für erfolgreiche Grower, denn keine Ernte ist so gut, als dass sie nicht noch besser sein könnte. Die regelmäßige Kontrolle der Wurzeln hilft jedem Gärtner auf dem Weg zu den besten Ernten.

 

Vertrauen ist gut...

Diejenigen Grower, die Erde und ähnliche Medien verwenden, haben es bei der Kontrolle am schwersten. Während des Vegetationszyklus wird niemand eine Pflanze herausziehen, um zu erfahren wie die Wurzeln entwickelt sind. Die Verwendung eines leichteren Substrates (unter Zugabe von Perlit, Keramsit oder Rockwool) nutzt nicht nur den Pflanzen selbst, sondern auch den Growern, die den Wurzeln mehr Beachtung schenken wollen. Korrekt ausgebildete Wurzeln finden ihren Weg zum Boden des Anbaugefäßes, aus welchem sie dann herausschauen. Eine gesunde Wurzel ist schneeweiß und hat weiche, weiße Härchen. Wenn eine gelbliche, unterentwickelte oder sogar faulige Wurzel herausschaut, ist mit den Wurzeln etwas nicht in Ordnung. Man sollte auf jeden Fall die Unterschiede der Wurzelsysteme der verschiedenen Pflanzen verfolgen. Wenn aus einem Pflanzengefäß eine schöne weiße Wurzel herausschaut, aus dem anderen aber nicht, dann ist definitiv etwas nicht in Ordnung.

 

Für den Fall, dass die Wurzeln aus irgendeinem Grund nicht zum Boden des Gefäßes gelangen, bleibt nichts anderes übrig, als mit der Bewertung der Entwicklung bis zum Ende der Ernte zu warten. Es mag dem ein oder anderen sinnlos erscheinen, die Stärke und den Gesundheitszustand der Wurzeln nach der Ernte zu begutachten, aber das kann durchaus auf dem Weg zu besseren Ergebnissen bei den folgenden Ernten helfen. Wenn man feststellt, dass die Wurzeln zu schmal oder verfault sind oder die Masse der Wurzeln nicht im richtigen Verhältnis zur Pflanze steht, muss der Anbauvorgang beim nächsten Mal abgeändert werden: Zunächst sollte mehr Wert auf den Gießvorgang gelegt werden. Es kommt häufig vor, dass Anbauer bewährte Methoden für das Gießen und die Wasseranpassung benutzen und aufhören, den pH-Wert, den EC-Wert oder die Feuchtigkeit im Anzuchtmedium zu messen, da davon ausgegangen wird, dass sich bei einer gleichen Dosierung auch die gleichen Werte wie beim vorherigen Grow ergeben. Sorgfältigkeit zahlt sich beim Anbau aber sehr aus und deshalb ist es notwendig, diesen Werten die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Bei einer Reihe von Growern hat sich das Gießen von unten als günstig erwiesen. Die Pflanzen fühlen die Feuchtigkeit von unten. Die Wurzeln versuchen zu ihr zu gelangen, wachsen deshalb schneller und schauen eher aus den Pflanzengefäßen heraus. Eine Bewässerung von unten nutzen zum Beispiel auch passive Bewässerungssysteme.

 

Gärtner, die Hydrokulturen verwenden, haben eine deutlich bessere Möglichkeit, die Wurzeln während der gesamten Vegetationszeit zu verfolgen. Rockwoolmatten lassen sich problemlos anheben, durch Keramsit wachsen die Wurzeln einfach hindurch und in Luft- und NFT-Systemen bietet sich der Blick auf die Wurzel direkt. Die Kontrolle der Wurzeln ist in jedem System Pflicht. Oft werden die Wurzeln aber erst beachtet, wenn eine Ursache für ein Problem gesucht wird. Wenn eine Pflanze schön aussieht, heißt das aber nicht, dass ihr Wurzelsystem keine Unterstützung braucht.

 

...Kontrolle ist besser

Super Wurzeln gewünscht? Dann muss auch schon bei den Sämlingen beziehungsweise Stecklingen begonnen werden, darauf zu achten. Die Anfangsphase des Wurzelwachstums ist sehr wichtig. Wenn schon die Steckis oder Sämlinge beschädigte, schwache oder strukturlose Wurzeln haben, bilden sie nur schwer einen schönen Wurzelballen aus. Mit schlechtem Tabak dreht sich schließlich auch keine gute Zigarette. Es muss dringend auf Eindringlinge im Anzuchtmedium geachtet werden. Jeder Parasit kann nicht wiedergut zumachende Schäden verursachen. Gefährlich sind vor allem Trauermücken, die ihre Eier in das Substrat legen. Die geschlüpften Larven greifen sofort die Wurzeln an und die Folgen können fatal sein. Es existieren aber verschiedene Mittel, um sie zu bekämpfen. Während der gesamten Vegetationszeit sollte ein qualitativ hochwertiger Wurzelstimulator gegeben werden.

 

In der Blüte reicht es, diesen bei jedem zweiten Gießen hinzuzugeben. Zwei bis drei Wochen vor der Ernte wird die Gabe dann eingestellt. Das Gießwasser sollte mit einem Gebläse belüftet werden – die Wurzeln benötigen Sauerstoff, also sollen sie diesen auch bekommen. Die Wurzeln sollten während der Vegetationszeit und nach der Ernte kontrolliert und die Wurzelsysteme von sehr erfolgreichen Pflanzen mit denen der anderen verglichen werden. Dies sollte auch hinsichtlich dem Standort der jeweiligen Pflanzen geschehen – eventuell hat das Bewässerungssystem kleine Fehler, die es zu erkennen gilt. Durch eine sorgfältige Analyse kann man durchaus erkennen, dass es an einigen Stellen des Systems den Wurzeln gut geht und an anderen nicht. Darauf folgt die Suche nach den Ursachen. Bei der nächsten Runde haben dann vielleicht schon alle Pflanzen starke Wurzeln!

 

Dieser Artikel von Grow-Experte Mr. José erschien erstmals in Highway-Ausgabe 03/17.

 

 

 

 

Wer vom ganzen Corona-Bingewatchen inzwischen noch nicht genug hat (und mal ehrlich, das dürfte eher die Minderheit der Cannabisfreunde sein), der sollte der neuen Simpsons-Folge vielleicht mal eine Chance geben. Ja, die Simpsons, das Adult-Cartoon-Urgestein hält sich nach wie vor tapfer in der Gunst der Zuschauer und geht mittlerweile in die 31. Staffel. Besonders interessant ist die neue Folge „Highway to Well“ für Cannabisenthusiasten vor allem deshalb, weil das Thema Cannabis-Legalisierung erstmals in Folgenlänge aufgegriffen wird. Sicher, Seitenhiebe zum Thema Marihuana und Kiffen mag es schon in früheren Geschichten rund um die gelbe Familie gegeben haben, außerdem sei an eine (immer wieder gern gesehene) Folge aus Staffel 13 erinnert, in der sich Homer medizinisches Marihuana verschreiben lässt.

 

Doch in „Highway to Well“ geht es nun erstmals direkt in die Untiefen des legalen Cannabusiness: Marge wird „Budtender“ in einer schicken Dispensary und verkauft Buds, Edibles, Extrakte und Tinkturen an das Who´s who der Kiffer-Szene Springfields. Homer ist von der Abgabestelle, die von den Kunden aufgrund ihres cleanen Looks immer wieder mit einem Apple-Store verwechselt wird, allerdings weniger begeistert und zieht zusammen mit Bartender Moe eine Art Coffeeshop für die Oldschool-Konsumenten im altbewährten Schmuddel-Look auf, sozusagen ganz klassisch mit abgeranzter Couch und Spielkonsole. Neben Busfahrer Otto, der natürlich in jeder Episode mit Cannabisbezug seinen Auftritt haben muss, gibt es übrigens auch ein Wiedersehen mit einem populären Ex-Boxchampion mit Tribal-Gesichtstattoo, der mit einer Wellness-Ranch ganz groß ins legale Cannabusiness einsteigen will. Inhaltlich steht ganz klar der holprige Weg der Cannabis-Branche aus der Illegalität und der daraus resultierende Konflikt zwischen Professionalität und Authentizität im Mittelpunkt.

 

Und auch wenn die Simpsons ihre besten Zeiten wohl so langsam aber sicher hinter sich haben, dürfte man sich von der neuen Folge nur allzu gern für eine knappe halbe Stunde an die Couch fesseln lassen. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die Folge (in englischer Originalfassung) über untenstehende YouTube-Playlist direkt ansehen.