Highway

Nun war es mal wieder so weit: Jemand wollte ganz dringend, dass die Polizei sein Cannabis findet. Beinahe im wöchentlichen Rhythmus berichten wir von Spezialisten, die sich durch Randale, Feuer, Prügeleien oder Ähnliches selbst mit der Polizei in Kontakt bringen und ihre Cannabis-Vorräte oder Aufzuchtanlagen offenbaren – gerne auch im Kilobereich.

 

Heutiger Anwärter ist ein 33-jähriger Frankfurter. Der geriet Donnerstagabend in eine Verkehrskontrolle, wie „Focus Online“ berichtet, und konnte keinen Führerschein vorzeigen. Den Beamten gegenüber gab er an, seinen Führerschein lediglich zu Hause vergessen zu haben. Darauf fuhren die Polizisten mit ihm zur Wohnanschrift.

 

Als der 33-Jährige die Wohnungstür öffnete, drang heftiger Marihuanageruch aus der Wohnung. Dies nahm er zum Anlass, den Polizisten die Tür vor der Nase zuzuschlagen – was diese zum Anlass nahmen, die Tür einzutreten. Im Inneren fand die Polizei dann eine Indoor-Growanlage für Weed und fünf Kilo Cannabis vor. Teile davon versuchte der Mann zuvor noch über den Balkon zum Nachbarn zu werfen. Der Führerschein wurde übrigens trotz gründlicher Hausdurchsuchung nicht gefunden.

 

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Es ist schon selten, dass die deutsche Polizei mal ihre Schusswaffen bemüht – und das ist auch gut so. Aber dennoch werden dann und wann die Pistolen ausgepackt und sogar auch mal auf wegrennende Cannabis-Händler geschossen – eine absolute Unverschämtheit und Frechheit, denn es ist kein Fall bekannt, wo dies jemals nötig gewesen wäre. Ja, in Bayern tötet die Polizei sogar unbewaffnete Cannabis-Händler von hinten mit Schüssen in den Kopf, behauptet anschließend, man hätte auf die Beine gezielt, und wird dann von den Kollegen beschützt: Verfahren eingestellt. Ekelig!

 

Aber auch die Polizei in Thüringen ballert gerne auf flüchtende Cannabis-Dealer: Am Mittwoch kam es zu einem Einsatz gegen einen mutmaßlichen Weed- und Hasch-Dealer am Erfurter Hauptbahnhof. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, wurde dabei ein 28-jähriger Mann und eine 34-jährige Frau verhaftet. Der Mann riss sich allerdings los und gab Fersengeld – daraufhin gaben die beteiligten Polizisten vier Schüsse ab: drei Warnschüsse und einen Schuss in den Oberkörper des Mannes, der ihn in der Schulter traf. Die Polizei behauptet, vorher per Funk darauf hingewiesen worden zu sein, dass der Mann eine Schusswaffe bei sich trage – das stimmte allerdings nicht.

 

Im Auto der Frau wurden etwa 25 Kilogramm Marihuana und Haschisch gefunden. Zwei weitere Männer im Alter von 23 und 25 Jahren wurden im Zuge der Ermittlungen ebenfalls festgenommen. Gegen den Polizisten, der den Flüchtenden anschoss, wurde nun ein Ermittlungsverfahren mit dem Anfangsverdacht der Körperverletzung im Amt eingeleitet – aber wie das wohl ausgehen wird, ist nicht schwer zu erraten. Das Ermittlungsverfahren stellt somit genauso eine Steuerverschwendung dar wie Ermittlungen gegen per Gesetz kriminalisierte Cannabis-Händler.

Diese Zeilen werden mit Tränen in den Augen geschrieben. Nicht etwa Tränen, weil sich unsere herrschenden Politiker mal wieder komplett unprofessionell zu Cannabis äußern, nein Lachtränen, weil das hier vorgestellte Video einfach zu hart ist.

 

Der amerikanische Cannabis-Lieferservice Briteside hat einen Werbespot für das US-Fernsehen abgedreht, der die Dienste des Unternehmens bewirbt, dabei aber auch vergleichbare Werbespots für herkömmliche Medizin auf die Schippe nimmt – und sich selbst nicht zu ernst.

 

Ja, sogar überhaupt nicht ernst: die Familie, die in der Werbung die Hauptrollen einnimmt, wird in den anderthalb Minuten des Spots als völlig zugedröhnte, aber äußerst zufriedene Kundschaft dargestellt.

 

Besonders genial sind allerdings die Feinheiten des Spots: die schreiende Soccer-Mom am Anfang, das entrückte Gesicht der Familienmutter, die die Gras-Lieferung an der Haustür annimmt – und der dort stehende Lieferant, der leicht irritiert die Augenbraue hebt, da er das Strahlen der Frau nicht ganz zu deuten weiß. Dazu der Familienvater, der in höchster Ekstase sein Müsli reinschaufelt...

 

...das Ganze am Ende gekrönt mit Hinweisen auf die Nebenwirkungen, etwa Fressflashs, Kicheranfällen oder ein besonderes Gespür für coole Musik. Kein Wunder, dass im Werbespot noch schnell erwähnt wird: „Dies ist eine echte Firma.“ Doch seht selbst:

Ob riesige Mauer oder nicht – mexikanische Drogenbanden werden vermutlich niemals aufhören, Weed und andere Dinge über die amerikanische Grenze zu schmuggeln. Das Geschäft ist einfach zu lukrativ und die sonstigen Verdienstmöglichkeiten auf der mexikanischen Seite der Grenze zu schlecht.

 

Anfang des Jahres berichteten wir hier über einen Katapult, mit dem Marihuana von Mexiko in die Vereinigten Staaten geschossen wurde. Wie „El Universal“ meldete, haben die mexikanischen Weed-Lieferanten nun anscheinend aufgerüstet und eine Kanone zusammengezimmert, die das Weed über die Grenze ballert.

 

In der mexikanischen Stadt Agua Prieta konfiszierten Generalstaatsanwaltschaft und Militär eine an eine Bazooka erinnernde Kanone, die in einem Auto installiert wurde. Auf der anderen Seite der Stadt liegt die amerikanische Stadt Douglas. Fürs Erste brauchen die Einwohner dort nun keine Sorge zu haben, von riesigen Gras-Paketen erschlagen zu werden. Auch 825 Kilogramm Munition in Form von Marihuana wurden einkassiert.

 

Allein auf der amerikanischen Seite sind inzwischen 20.000 Grenzwächter im Einsatz, die auf Jagd nach Drogenschmugglern sind.

 

Bereits im Jahr 2016 war in Mexiko eine in einem Auto installierte Gras-Bazooka entdeckt worden, wie dieses Video von „ABC News“ zeigt:

Cannabis legal in Deutschland? Das wollen anscheinend nicht alle Bürger. Seit gestern geistert eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa durch die Medien, die danach fragte, ob Erwachsene Cannabis künftig als Rauschmittel zum Eigengebrauch in ausgewählten Fachgeschäften erwerben können sollten. Diese Frage wurde von 63 Prozent der Befragten abgelehnt.

 

Auch der Deutsche Hanfverband gab wie jedes Jahr im Herbst über Infratest dimap eine Umfrage in Arbeit, die mit der Aussage „Cannabis sollte für Volljährige legal und reguliert erhältlich sein, zum Beispiel über Fachgeschäfte wie in Colorado“ aufwartete. Dies wurde nur von 58 Prozent der Befragten abgelehnt, was aber dennoch keine Mehrheit für die Legalisierung bedeutet.

 

Eine Mehrheit konnte allerdings bei der Aussage „Der Besitz geringer Cannabis-Mengen zum Eigenverbrauch sollte nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden“ erreicht werden. 52 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Zu dem Thema wurden 1.000 (Forsa) beziehungsweise 1.013 (Infratest dimap) Menschen befragt.

Cannabis anzubauen ist in Deutschland derzeit noch verboten und daher auch mit gewissen Risiken behaftet. Daher entscheiden sich immer wieder Cannabisgrower, ihre Pflanzen außerhalb der heimischen Gefilde anzubauen. Seit Jahrzehnten beliebte Taktik ist es, Cannabispflanzen in Maisfeldern zu verstecken. Dabei ist übrigens zu beachten, dass Silomais zwischen Mitte September und Anfang Oktober geerntet wird, Körnermais zwischen Ende September und Ende November.

 

Ende September begab es sich auch, dass ein Landwirt in Altomünster sein Maisfeld ernten wollte, wie nun bekannt wurde. Wie in der „Süddeutschen Zeitung“ zu lesen ist, staunte er dabei nicht schlecht, als er auf einer 300 Meter langen Fläche insgesamt 190 Cannabispflanzen entdeckte. Die verständigte Kriminalpolizei rückte an und erntete die Cannabispflanzen in stundenlanger Arbeit.

 

So einen Fund hat man nicht alle Tage. Das ist schon außergewöhnlich“, sagte der Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums. Was wir von Highway – Das Cannabismagazin hingegen außergewöhnlich finden, sind die weiteren Informationen, die die Polizei zu diesem Fall veröffentlichte: denn die 190 Cannabispflanzen sollen laut Polizei „420 Kilogramm Biomasse“ ergeben haben (aus der 60 Kilogramm Blüten heraussortiert wurden).

 

Wir begrüßen es natürlich sehr, wenn Praktikanten bei Lokalzeitungen und dergleichen immer wieder die sozusagen offizielle Kifferzahl 420 in Artikeln unterbringen, aber wenn sich auch schon die Polizei solche Späße erlaubt... ist das nun ein gutes Zeichen für die Zukunft oder nicht? Wer verarscht hier eigentlich wen?

Cannabis in Berlin – ist das nicht schon längst legal? Nein, anscheinend nicht: Der Zoll konnte in Britz, Schöneberg und Wannsee drei professionell angelegte Cannabisaufzuchtstationen ausfindig machen. Das ganze hat der Zoll einem Zufall zu verdanken – die Betreiber der drei Cannabisanlagen hatten sich Stecklinge aus Österreich per Post schicken lassen. Laut „BZ Berlin“ wurde eines der bestellten Pakete im September durch die Sortieranlage des Postzustellers beschädigt und so wurde der Inhalt offenbart.

 

Die anschließenden Ermittlungen führten nun am Freitag zum Zugriff. Gegen vier 28 bis 33 Jahre alte Personen wurde Haftbefehl erlassen. An drei verschiedenen Standorten in Berlin wurden die Cannabisanlagen betrieben – die Pflanzen waren noch nicht erntereif und maximal 55 Zentimeter groß. Insgesamt wurden an allen Standorten 2.600 Cannabispflanzen „sichergestellt“, wie es bei der Polizei immer so schön heißt, dazu noch ein lumpiges Kilo Weed. Für die ganze Aktion waren 150 Einsatzkräfte auf den Beinen. Steuerverschwendung vom Feinsten!

Abgesehen von Reggae und Dancehall gibt es heutzutage wohl keine Musikrichtung, die so eng mit dem Konsum von Cannabis verzahnt ist wie Hip Hop. Allerdings hat der Konsum hier keine religiösen oder spirituellen Wurzeln, sondern ist vielmehr Ausdruck eines Lifestyles, der der bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Werten und Regeln den Mittelfinger zeigt.

Mittlerweile hat sich ein eigenes Sub-Genre gebildet, in dem Cannabis(-konsum) nicht nur Begleiterscheinung ist, sondern essentieller Bestandteil von Lyrics und Videoclips. Unter den deutschsprachigen Weed-Rappern ist Herzog einer der bekanntesten und erfolgreichsten. Nicht nur, dass er als einer der ersten deutschsprachigen Rapper seine eigene Cannabissorte (Herz OG) kreiert hat: Nun ist der 32-jährige Berliner auch der erste Rapper, der dank eines Rezepts ganz legal am Joint ziehen darf.

Um diesen Umstand zu feiern, hat er nun ein Video veröffentlicht, in dem er sich sein Kraut in der Apotheke abholt und daraufhin einer ausgiebigen Prüfung mittels Vaporizer unterzieht. Sein Fazit: „Schmeckt sehr lecker, es macht high, ist ziemlich fruchtig. Es schmeckt so ein bisschen, wie es im Krankenhaus riecht.“

Hier könnt ihr euch den Clip in voller Länge ansehen: