Highway

Vergangene Woche wurde ein 36-jähriger Autofahrer im österreichischen St. Martin im Mühlkreis angehalten und von der Polizei kontrolliert, da er während der Fahrt Bier trank. Ein Drogentest auf der Polizeiwache schlug dann auch neben dem Alkohol-Wert von 0,6 Promille positiv auf Cannabis und Kokain an. Wie „ORF“ berichtete, kam daraufhin der Polizeiarzt, der eine Fahruntauglichkeit feststellte, sodass der Führerschein des 36-Jährigen direkt eingezogen wurde.

 

Ganz unmenschlich ist man bei der Polizei ja aber auch nicht und daher wurde der Mann wieder in den Streifenwagen gesetzt, um ihn zurück zu seinem Wohnsitz zu bringen. Als sich die Polizisten allerdings mit dem 36-Jährigen wieder in den Streifenwagen setzten, kam ihnen starker Marihuanageruch entgegen. Denn sein Marihuana hatte der junge Mann bereits auf dem Hinweg zur Polizeiwache unter dem Rücksitz versteckt. Nach ein, zwei Stündchen im Auto war der Geruch jedoch nicht mehr zu leugnen.

 

Und so ging die Reise dann weiter: Die Polizei wollte daraufhin einmal bei dem Mann daheim nachschauen – und warum auch immer, gestattete dieser die Untersuchung. Dabei wurde noch ein wenig Marihuana, fünf Cannabispflanzen und ein paar Paraphernalien aufgefunden.

Ja, man muss schon ein ordentliches Arschloch sein, um kleinen Jungs auf der Straße ungefragt Weed anzubieten – zumindest wenn man doppelt so alt ist. Doch genau dies ist nun in Mannheim geschehen. Zwei Verdächtige im Alter von 19 und 25 Jahren boten zwei kleinen Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren auf der Straße Marihuana zum Verkauf an.

 

Daraufhin reagierten die beiden Jungs „vorbildlich, pfiffig und geistesgegenwärtig“, wie die Polizei sie anschließend lobte: Die beiden Angesprochenen sagten zu den Weed-Tickern, dass sie sich etwas Bedenkzeit erbeten und gegebenenfalls gleich wieder auf sie zukommen würden. Anschließend riefen sie heimlich die Polizei und machten diese auf die Dealer aufmerksam, die nun eine Anzeige erwartet.

 

In diesem Fall ist dies noch einmal gut gegangen, aber dank der in Deutschland vorherrschenden Prohibition werden vermutlich jeden Tag aufs neue Minderjährige von Straßendealern angesprochen. Eine sofortige Legalisierung von Cannabis würde das Problem des Jugendschutzes weitestgehend hinfällig machen: für Jugendliche in Deutschland ist es derzeit schwieriger, legalen Alkohol zu kaufen als illegale Cannabisprodukte.

Wenn es Gefangenen in der Regeln an einem nicht mangelt, dann an Weed und Hasch, um sich den tristen Knastalltag schönzueimern. Da dichte Gefangene in der Regel auch ruhigere Gefangene sind, wird gerne schon einmal weggeschaut. Doch auch im Gefängnis ist das Kiffen illegal und die Wege, wie die Rauchware hereingelangen können, sind begrenzt.

 

Doch die moderne Technik hat eine neue Möglichkeit eröffnet. War der Luftraum bislang nur mit einer Zwille zu überbrücken, können heutzutage Drohnen die gewünschten Pakete viel zielgenauer an den Empfänger bringen. Wie der „Tagesspiegel“ heute berichtet, wurden im vergangenen Jahr mindestens zwei Vorfälle in Berliner Gefängnissen aktenkundig, bei denen es zu einer Cannabislieferung mithilfe von Drohnen kam:

 

In der JVA Moabit fielen 6 Gramm Weed und 11 Gramm Haschisch vom Himmel und in der Frauenhaftanstalt Lichtenberg wurde ein Überflug bemerkt.

Seit dem 10. März dürfen deutsche Ärzte ihren Patienten Cannabis in Form von Marihuana oder Fertigarzneimitteln per Rezept verschreiben. Zuvor gab es medizinisches Cannabis nur mittels Ausnahmegenehmigung – für zuletzt rund 1.000 Cannabispatienten. Nun liegen die Auswertungen des ersten Monats beziehungsweise der ersten drei Wochen von Cannabis auf Rezept vor.

 

Wie in der „Deutschen Apothekerzeitung“ zu lesen ist, verordneten deutsche Ärzte im März auf 488 Rezeptformularen 564 Mal Cannabis in Form von Marihuana oder Zubereitungen, die aus den Blüten gewonnen wurden. Zusätzlich wurden im März außerdem 3.100 Fertigarzneimittel mit natürlichen oder synthetischen Cannabinoiden verschrieben. Wir bleiben gespannt und werden weiter darüber berichten, wie sich diese Zahlen entwickeln werden.

Cannabisanbau wird teilweise hart bestraft und auch die Beihilfe zum Anbau von Marihuana wird immer wieder mal mit empfindlichen Haftstrafen belegt. Ein 35-Jähriger, der im Wissen, dass dort Marihuana angebaut wurde, eine Lagerhalle in Goch bei Kleve vermietet hatte, wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Darstellung, habe er mit Aufzucht, Handel und Vertrieb nichts zu tun gehabt, lediglich 900 Euro monatlich als Miete empfangen.

 

Ein 54-Jähriger, der in der Halle gelebt und diese auch bewacht haben soll, wurde hingegen – ebenfalls wegen Beihilfe – lediglich zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Anlage bestand zum Zeitpunkt der Entdeckung aus 1.760 Cannabispflanzen, wie „RP Online“ berichtet. Der eigentliche Betreiber der Cannabiszucht konnte im Prozess nicht ermittelt werden.

Ein Gericht in Puerto del Rosario auf Fuerteventura (Spanien) hat ein wegweisendes Urteil gesprochen: nach Razzien hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Personen erhoben, die mit 12 beziehungsweise 9,7 Kilogramm Marihuana erwischt worden waren. Gefordert wurden jeweils bis zu vier Jahre Haft für die Beschuldigten.

 

Die Anwälte der beiden argumentierten jedoch mit Eigenbedarf – das Marihuana sei für die Bekämpfung chronischer Schmerzen gedacht gewesen. Um dies zu untermauern, wurden diverse ärztliche Gutachten vorgelegt, wie „Atlantis FM“ berichtete.

 

Und siehe da: Das Gericht sprach beide Angeklagten frei. Damit stellen 12 Kilogramm Marihuana nun die höchste jemals als Eigenbedarf akzeptierte Menge in Spanien dar.

Marihuana auf Deutschlands Straßen – wenn man sich nicht gerade im Süden des Landes rumtreibt, ist es eigentlich in jeder größeren Stadt problemlos möglich, sich von Unbekannten auf der Straße mit Cannabisprodukten versorgen zu lassen. Besonders problemlos gelingt dies in Berlin oder den Städten in NRW. Auch auf dem Kölner Ebertplatz kann man anscheinend Gras und Co. erwerben. Denn wie der „General-Anzeiger“ mitteilte, trug sich Dienstagabend ein für deutsche Verhältnisse recht ungewöhnlicher Vorfall zu.

 

 

 

Ein Zivilpolizist der Kölner Polizei bemerkte, dass eine Gruppe junger Männer mutmaßlich Drogen am Ebertplatz verkaufte oder verkaufen wollte und erteilte ihnen einen Platzverweis, dem sie zunächst auch nachkamen. In einem Beet fand der Polizist dann aber verkaufsfertige Marihuana-Beutel, die sich die Männer nicht von einem Zivilpolizisten abnehmen lassen wollten. Durch ihr zunehmend aggressives Verhalten beunruhigt, sah sich der Polizist derart bedroht, dass er seine Dienstwaffe zückte und einen Warnschuss abgab, um die Marihuana-Händler zum Ablassen zu bewegen. Die herbeigefunkte Unterstützung konnte anschließend zwei Tatverdächtige im Alter von 19 und 26 Jahren stellen, der Rest der Truppe floh – zusammen mit dem zuvor eigentlich bereits sichergestellten Marihuana...

 

Marihuana wird in Deutschland sehr häufig angebaut – sogar holländische Coffeeshops werden teilweise mit deutschen Züchtungen versorgt. Täglich werden von der Polizei Kilos und Cannabiszelte gefunden. Doch seit gestern wird vor dem Arnsberger Landgericht einer der größten Cannabisfunde des Landes verhandelt: und zwar geht es um nicht weniger als 2.500 Kilo Marihuana, die in verschiedenen Lagerhallen angebaut worden sein sollen.

 

Aufgeflogen waren die Beschuldigten durch – wie man es in Versicherungskreisen nennt – höhere Gewalt: Bei einem Hochwasser vor zehn Jahren in Sundern wurde eine Lagerhalle überflutet. Als die Feuerwehr diese inspizierte, stellte sich heraus, dass die ganze Halle allein der Marihuanaproduktion diente. Wie beim „WDR“ zu lesen war, führte dies zur Entdeckung weiterer Cannabisplantagen in ganz Deutschland.

 

Einige der Beschuldigten, die als Helfer und Kuriere eingestuft wurden, sind bereits in früheren Prozessen verurteilt worden. Der gestern gestartete Prozess dreht sich nun vor allem um den Hauptangeklagten, der sich ins Ausland abgesetzt hatte, vergangenes Jahr aber in Kroatien festgenommen wurde.