Highway

Wie die Polizei Bielefeld mitteilte, wurde im sogenannten „Horrorhaus von Höxter“ eine professionelle Zuchtanlage für die Produktion von Cannabis ausgehoben. Es handelt sich dabei genau um das Wohnhaus, das seit vergangenem Jahr für Schlagzeilen sorgt, da dort das Paar Angelika W. und Wilfried W. Lebte, Frauen in das Haus lockte und dort quälte – zwei von Ihnen sogar bis zum Tod.

 

Der Prozess gegen Angelika W. und Wilfried W., die sich derzeit gegenseitig beschuldigen, die treibende Kraft gewesen zu sein, läuft nach wie vor. Das „Horrorhaus“ wurde zwischenzeitlich (laut „Bild“ für nur 5.000 Euro) verkauft – und zum Schauplatz eines Verbrechens anderer Art: Laut Ermittlungen des Kommissariats für Organisierte Kriminalität wurde im Haus unter der Anleitung eines 42-jährigen Niederländers eine professionelle Cannabiszucht aufgezogen. Als die Polizei gestern Morgen zugriff, wurden dort mehr als 1.000 Cannabispflanzen entdeckt.

 

Insgesamt wurden zwölf Personen festgenommen – der Betreiber und Komplizen, der neue Hauseigentümer sowie Fahrer und Erntehelferinnen der Cannabisanlage. Gegen die Festgenommenen wurde Haftbefehl beantragt.

 

Schauen wir mal, wer am Ende die größere Strafe bekommt: die beiden Freaks, die in ihrer Wohnung zwei Frauen zu Tode quälten, oder der Zusammenschluss von Growern, die sich ein bisschen Geld mit einer weichen Droge dazuverdienen wollten.

Cannabis ist eine im Verhältnis zu praktisch allen anderen Drogen harmlose Pflanze und völlig zu Recht fordern Millionen Menschen weltweit eine vollständige Legalisierung von Cannabis für erwachsene Konsumenten. Auch viele Polizisten können an ihre Aufgabe, Cannabiskonsumenten zu verfolgen, nicht richtig glauben und führen ihren Job mit einem Magengrummeln aus.

 

Es gibt allerdings auch Polizisten, die noch einen ganzen Schritt weitergehen: Anfang des Jahres berichteten wir bei Highway unter anderem über eine Kleinstadt in Spanien, in der die Hälfte aller angestellten Polizisten wegen dem Schmuggel von Haschisch verhaftet wurden sowie über den Leiter einer Anti-Drogen-Einheit in Finnland, welcher der Einfuhr von 800 Kilo Haschisch überführt wurde – und dies mit einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren bezahlen musste.

 

Jetzt wurde ein Fall publik, der den letzten noch einmal deutlich in den Schatten stellt: Der norwegische Polizist und Star-Ermittler Eirik Jensen wurde vom Bezirksgericht Oslo wegen Schmuggels von knapp 14 Tonnen Haschisch verurteilt – und zwar zu einer Freiheitsstrafe von 21 Jahren. Bitter für einen Mann von 60 Jahren.

 

Eirik Jensen soll in kriminelle Aktivitäten verstrickt gewesen sein, Geld und Geschenke angenommen haben und die Drogenschmuggel-Aktivitäten eines seiner Informanten stillschweigend hingenommen haben. Ein Drogenhändler, der mit Jensen zusammenarbeitete, sagte in seinem Prozess gegen Jensen aus, der seit seiner Festnahme im Februar 2014 suspendiert war und nun verurteilt wurde.

 

Bis zu seiner Verhaftung galt der Polizist als unkonventioneller Ermittler mit hervorragenden Kontakten, wie Spiegel Online berichtet: er klärte etwa einen Einbruch in ein Schloss der norwegischen Königsfamilie auf und wurde dafür mit einem Dankesbrief der Königsfamilie bedacht. Für seine Schmuggelaktivitäten, immerhin dem größten Drogendelikt in der Geschichte Norwegens, hat er jedoch – außer von Tausenden Kiffern, die von seinem durchgewunkenen Haschisch gekostet haben – wohl keinen Dank zu erwarten.

Immer mal wieder hört man begeisterte Berichte von Menschen, die auf Urlaubsreisen oder während Auslandsaufenthalten als Erntehelfer auf einer Cannabisplantage gearbeitet haben. Fette Buds trimmen, nette Leute treffen, ab und zu einen rauchen und für das alles auch noch bezahlt werden? Traumjob-Alarm. In Deutschland nicht möglich, mag man jetzt einwenden. Korrekt, aber in der Schweiz sieht die Sache schon anders aus. Dort sind zumindest CBD-Cannabis-Produkte inzwischen vollkommen legal und auch das THC-freie Cannabis muss ja schließlich erstmal gepflanzt, geerntet und verarbeitet werden. Die BioCan AG, einer der größten Produzenten von CBD-Weed in der Schweiz sucht nun über ein öffentliches Stellenangebot interessierte Erntehelfer, auch aus Deutschland. Potenzielle Bewerber sollten diese Anforderungen erfüllen:

• Du bist 18 Jahre oder älter
• Du bist flexibel und kannst dir vorstellen, für mindestens drei Wochen in der Schweiz zu arbeiten
• Du bist zuverlässig
• Du hast zwischen dem 20. September und 20. Oktober für etwa drei bis fünf Wochen Zeit
• Du bist körperlich belastbar
• Du arbeitest gerne mit Cannabisprodukten
• Du hast großes Interesse für die Cannabisbranche
• Du bist ein Teamplayer
• Du besitzt einen gültigen Personalausweis

Im Gegenzug bietet das Unternehmen Bewerbern einen seltenen Einblick in eine junge, aufstrebende Branche, tonnenweise Cannabis (aber nicht zum Rauchen) und einen Stundenlohn zwischen 16 und 25 Euro (je nach Leistung). Immer noch interessiert? Dann nichts wie ran an die Bewerbung, die Konkurrenz schläft nicht!

 

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Cannabis, diese angeblich so gefährliche und schlimme Droge, ist die einzige Droge weltweit, die noch niemals einen Todesfall ausgelöst hat. Schlimm ist also höchstens, dass Cannabis immer noch verboten ist. Doch nun kommt es noch besser: Thomas M. Clark, der Leiter des biologischen Instituts der Indiana Universität in South Bend (USA), sagt, dass nach seiner Analyse Cannabis mit einer reduzierten Rate für Übergewicht, Diabetes mellitus, Todesfälle durch traumatische Hirnverletzungen, Alkoholkonsum, verschriebene Medikamente, Verkehrsunfälle und Todesfälle durch Opiat-Überdosen verbunden ist.

 

Clark schreibt, dass die „Analyse geschätzte 23.500 bis 47.500 vorgebeugte Todesfälle jährlich voraussagt, wenn medizinisches Marihuana in der ganzen Nation legal wäre. Eine Anzahl weiterer potentieller Ursachen für eine reduzierte Mortalität durch Cannabis wurde festgestellt, allerdings von der Analyse ausgeschlossen, weil quantitative Daten fehlten. Die Schätzungen unterschätzen daher substantiell den tatsächlichen Einfluss des Cannabiskonsums auf einen vorzeitigen Tod“.

 

Wie die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente (IACM) schreibt, müssen die Ergebnisse und Folgerungen in weiteren Untersuchungen überprüft werden, da die Übersicht nicht einem Peer-Review durch andere Wissenschaftler unterzogen war.

 

Quellen: www.cannabis-med.org / scholarworks.iu.edu

Da sitzt man gerade nichts Böses ahnend gemütlich auf dem Wohnzimmersofa, doch plötzlich geht die Türklingel – dein Freund und Helfer steht naserümpfend und neugierig vor der Wohnungstür. Es ist der Alptraum eines jeden Cannabis-Growers: Unzählige Male hat man den Worst Case im Kopf bereits durchgespielt. Wenn es dann aber tatsächlich passiert und die Staatsmacht einem an der Türschwelle Aug in Aug gegenüber steht, knallen bei dem ein oder anderen dann verständlicherweise doch die Sicherungen durch.


So ähnlich geschehen am Montagnachmittag in Braunau am Inn. Alarmiert durch Marihuanageruch, der ihnen aus einem geöffneten Fenster entgegenschlug, suchten die Beamten unverzüglich die entsprechende Wohnung auf und stellten den offensichtlich nervösen Mieter zur Rede. Was dann folgte, lässt an die ein oder andere Kifferkomödie denken: Der bedrängte Grower gab zu, gerade einen Joint geraucht zu haben, nur um sich dann Sekunden später, die Antwort wohl bereits zutiefst bereuend, im Schlafzimmer zu verbarrikadieren. Dort machte sich der 28-jährige in großer Verzweiflung sofort über seine Pflanzen- und Marihuanavorräte her. Wie die Beamten von einem anderen Fenster aus beobachteten, wurde ein Teil des belastenden Materials aus dem Fenster geworfen, ein anderer Teil im Klo heruntergespült und der Rest kurzerhand verspeist.


Trotz größter Anstrengungen blieben immerhin 15 Cannabispflanzen und 120 Gramm Marihuana vor der oralen Vernichtung verschont, allerdings nur, um dann bei der anschließenden Hausdurchsuchung von der Polizei eingesammelt zu werden. Doof gelaufen!

 

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Cannabis aus der Apotheke – bis Frühjahr dieses Jahres war dies in Deutschland nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, inzwischen dürfen Ärzte – zumindest theoretisch – Cannabis auf Rezept verschreiben. Wie wir in den zurückliegenden Monaten mehrfach berichteten, läuft dies aber aus den verschiedensten Gründen nicht rund: Ärzte weigern sich Rezepte auszustellen, Krankenkassen wollen die Kosten nicht übernehmen und die Apotheken sehen sich Lieferschwierigkeiten gegenüber.

 

Dennoch ist der Trend eindeutig: im Fachblatt „Deutsche Apotheker Zeitung“ wurden nun die Cannabis-Verkäufe der deutschen Apotheken des ersten Halbjahrs bekanntgegeben. Zwischen dem 10. und Ende März wurden 564 Abgabeeinheiten Cannabis (Cannabis-haltige Zubereitungen oder unverarbeitete Cannabisblüten) ausgegeben, im April 1.468, im Mai 3.666 und im Juni 4.921. Insgesamt sind mehr als 5.100 Rezepte eingelöst worden (März: 488 Rezepte, April: 884, Mai: 1.518, Juni: 2.213). Wie viele Patienten somit mit Cannabisblüten versorgt wurden, ist jedoch nicht durch Zahlen belegt. Zu den unverarbeiteten Blüten und den Zubereitungen kamen zwischen März und Juni zudem noch 12.500 verkaufte Fertigarzneimittel mit Cannabis-Inhaltsstoffen.

 

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Ein Mann in Winterberg hat einen merkwürdigen Fund in seiner eigenen Garage gemacht. Vergangenen Montagmorgen entdeckte er dort eine fremde Sporttasche (schwarz, Marke Runaway). Nachdem er hineinblickte, stellte er fest, dass diese randvoll mit mehr als vier Kilogramm Marihuana war. Nach Angaben des Manns steht seine Garage tagsüber offen, sodass praktisch jeder die Tasche dort deponiert haben könnte. Der Mann informierte die Kriminalpolizei und diese sucht nun nach dem ursprünglichen Besitzer der Tasche, wie die Westfalenpost meldet.

 

Wir fragen uns übrigens, wie viele nicht gemeldeten Funde auf solche Meldungen kommen. Denn viele Leute hätten sicherlich nicht die Polizei verständigt...

Cannabis aus Kanada – jetzt auch in der EU: Das Unternehmen Tilray, weltweit ganz vorne mit dabei, wenn es um die Erforschung und Entwicklung (und den Verkauf) von medizinischem Cannabis geht, wird eine 25.000 Quadratmeter große Cannabisplantage (mit zusätzlichen 3.000 Quadratmetern Produktionsfläche) in Portugal errichten, um den wachsenden Bedarf an medizinischem Cannabis in Europa zu decken. Die portugiesische Regierung hatte Tilray zuvor nationale Lizenzen für den Import und Anbau von Cannabis erteilt.

 

Rund 20 Millionen Euro wird Tilray nun in die Errichtung seiner Anlage in Cantanhede in Portugal investieren, bereits diesen Monat beginnen die Bauarbeiten. Nach Fertigstellung werden mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen sein. Die erste Phase des Projekts wird Tilrays weltweite Gesamtproduktion auf 62 Tonnen Cannabis jährlich erhöhen.

 

Brendan Kennedy, der CEO von Tilray erklärte: „Der neue EU-Campus in Portugal ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf unserem Weg, die führende Marke für medizinisches Cannabis weltweit zu werden. Zwei Jahre lang haben wir intensiv nach einem passenden Standort in Europa gesucht, von dem aus wir den stark wachsenden europäischen Markt für qualitativ hochwertige, streng geprüfte medizinische Cannabis-Produkte bedienen können. Portugal besitzt ein ideales Klima für den Anbau von Cannabis, eine Vielzahl qualifizierter Fachkräfte und eine große wissenschaftliche Community.“

 

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